Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler unterstützt Forderungen des Betriebsrats von General Electric und der IG Metall

Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler wird gemeinsam mit dem Betriebsrat von GE (General Electric) und der IG Metall für den Erhalt der 500 vom Wegfall bedrohten Arbeitsplätze am Standort Marienfelde kämpfen.

„Kurz vor Weihnachten ereilt uns die Nachricht vom geplanten massiven Stellenabbau GE’s in Berlin und hier vor allem an unserem Standort Marienfelde. Gar nicht so lange her, haben wir hier noch die Millioneninvestition für das neue Schulungszentrum gefeiert und nun erfolgt dieser massive Einschnitt in den Standort. Das passt nicht zusammen und vor allem hat uns diese Nachricht so unvorbereitet ereilt“, so Schöttler.

„Für die betroffene Belegschaft ist das eine sehr beunruhigende Entwicklung und ich möchte mir in den nun folgenden Gesprächen mit dem Betriebsrat, der Belegschaft und der IG Metall zunächst einen Überblick über die Situation verschaffen“, so Schöttler weiter.

Die Geschäftsführung von GE hat den Beschäftigten heute ihre Pläne zum Stellenabbau bei GE in Europa präsentiert. In Berlin soll die komplette Fertigung bei GE Power Conversion in Marienfelde geschlossen werden. Damit könnten bis zu 500 der 650 Beschäftigten in Marienfelde ihren Arbeitsplatz verlieren.

Der Bezirk Tempelhof-Schöneberg ist einer der wenigen noch vorhandenen Industriestandorte in Berlin. Mit dem Wegfall so vieler Arbeitsplätze in der industriellen Produktion wird dieser wichtige Arbeitsmarkt deutlich geschwächt. Ziel in Berlin ist es, die industriellen Arbeitsplätze zu erhalten und zurückzuholen.


 

Spendenübergabe am 07.12.2017

Wie bereits in den vergangenen Jahren präsentierte sich der Verein der Unternehmer-Initiative Tempelhofer Damm auch in diesem Jahr mit einem eigenen Informationsstand auf dem von der STADT UND LAND Wohnbautengesellschaft mbH organisierten „Festival der Riesendrachen“ auf dem Tempelhofer Feld. Dank der vielen tausend Besucherinnen und Besucher auf der Veranstaltung konnte die traditionelle Spendenaktion wieder in der Vorweihnachtszeit am Tempelhofer Damm realisiert werden und ein wichtiger lokaler Akteur, mit hohem sozialem Engagement, erneut finanziell unterstützt werden.
Spendenuebergabe 2017 Viviantes Hospiz Tempelhof
Stellvertretend für alle Unterstützerinnen und Unterstützer überreichte der Vorstand der UnternehmerInitiative Tempelhofer Damm, Andrea Jensch,  Robert Hahn sowie Tobias Mette die auf dem Festival gesammelte Spendensumme i. H. v. 500,00 EUR an die Geschäftsführung des Vivantes Hospiz Tempelhof, Dr. Eibo Krahmer sowie die Hospiz- und Pflegedienstleitung Susanne Lemoine und Michaela Schulze.
"Ich bedanke mich, selbstverständlich auch im Namen aller Patientinnen und Patienten wie auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Vivantes Hospiz Tempelhof, bei allen Unterstützerinnen und Unterstützern! Das erneute Engagement der Unternehmer-Initiative Tempelhofer Damm für unser Haus ehrt uns sehr und zeigt, was man gemeinsam möglich machen kann. Die erfahrene Wertschätzung für unsere Arbeit ist grandios und gibt uns Kraft und Motivation für unsere tägliche Arbeit, um unseren Hospizpatienten die bestmögliche Versorgung zukommen zu lassen", erklärt Dr. Eibo Krahmer. "Wir sind sehr stolz, dass wir durch unsere gemeinsame, aktive Vereinsarbeit auch in diesem Jahr wieder diesen Betrag spenden können und freuen uns, dass das Vivantes Hospiz Tempelhof als Nachbar des Tempelhofer Damms wahrgenommen und zunehmend bekannter wird. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die vielen ehrenamtlich engagierten Personen leistet für die betroffenen Patienten eine enorm wichtige Arbeit mit Herz und Gefühl und das direkt vor unserer Haustür", so Tobias Mette. Bereits in den Vorjahren übergab der Verein eine ähnlich hohe Summe von rund 500 Euro.
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Der Verein der Unternehmer-Initiative Tempelhofer Damm ist ein Zusammenschluss mehrerer Geschäftsleute, Anwohner, Eigentümer und Dienstleister am Gewerbe- und Wohnstandort am Tempelhofer Damm zwischen den Straßenabschnitten des Tempelhofer Feldes und dem Ullsteinhaus. Das Netzwerk verfolgt das Ziel, die Attraktivität des Te-Damms sowohl für die Wirtschaft, als auch für das Leben, Arbeiten und Lernen in Tempelhof zu erhöhen.

Das Vivantes Hospiz, gelegen auf dem parkartigen Gelände des Wenckebach-Klinikum in Berlin-Tempelhof, ist eine stationäre Einrichtung für Menschen, die aufgrund einer aussichtslosen Erkrankung nur noch eine geringe Lebenserwartung haben. Ihnen bietet das Vivantes Hospiz-Team nicht allein beste pflegerische, medizinische und therapeutische Versorgung, sondern menschliche Begleitung durch Zuwendung und Gespräch an. Sie gilt dem Sterbenskranken ebenso wie seinen Angehörigen. Achtsamkeit, Respekt und Herzenswärme bilden die Grundlage der Arbeit aller Hospizmitarbeiter. Ziel und Schwerpunkt der hospizlichen Versorgung bestehen einerseits in der Linderung aller belastenden körperlichen Symptome des Schwerkranken, andererseits in der Erfüllung seiner psychosozialen, religiösen oder spirituellen Bedürfnisse.


 

Es ist inzwischen zu einer guten Tradition geworden, dass der Nikolaus an seinem Ehrentag, dem 6. Dezember, im Tempelhofer MedienPoint in der Werderstraße 13 vorbeischaut.
nikolausi 2017 MedienPoint Tempelhof ed koch 1
Aber auch für den Nikolaus gilt „Ohne Moos nix los!“ Die zahlreichen Kinder, in diesem Jahr kamen ….. vorbei, erhofften sich natürlich vom Nikolaus ein paar Süßigkeiten und die beliebte Souvenir-Zipfelmütze. Um das möglich zu machen, hat die Bezirksverordnetenversammlung von Tempelhof-Schöneberg das notwendige Geld zur Verfügung gestellt.

Foto v.lks.n.re: Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler, Nikolaus Harald Dittmeyer, Bärlin Biker Thomas Schüler, die stellvertr. CDU Fraktionsvorsitzende Petra Dittmeyer, Kulturring Koordinator Reno Döring, MedienPoint Tempelhof Chef Henning Hamann, Kulturring Geschäftsführer Ingo Knechtel und Bärlin Biker Sandra Schüler
Und so konnten sich neben den Kindern auch Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler und die ehemalige BVV-Vorsteherin Petra Dittmeyer über die gelungene Party freuen.

Die drei Macher vom MedienPoint Tempelhof: Koordinator Reno Döring, Frontmann Henning Hamann und Kulturring Geschäftsführer Ingo Knechtel
Voll des Lobes und des Dankes für die Bezirksparlamentarier zeigten sich der Geschäftsführer des KulturRing in Berlin e.V., Ingo Knechtel, und Henning Hamann mit seinem Team vom Tempelhofer MedienPoint.

Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler könnte auch gut Nikolausi-Frau sein...

Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler, Margrit Zauner, Henning Hamann, paperpress Herausgeber und MedienPoint Unterstützer Ed Koch und vom MedienPoint Team Susanne Banier, Dyna Häcke und Randy Herrmann
Bereits ein paar Tage zuvor statteten Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler und Margrit Zauner dem MedienPoint einen Besuch ab. Auch sie kamen nicht mit leeren Händen, sondern mit vielen Tüten voller Bücher, teilweise noch original verschweißt. Das MedienPoint-Team machte sich sofort über die Bücher her und stellte sie themenorientiert in die Schränke. Jetzt können sich Bücherfreunde darunter einige aussuchen, um sie in der hoffentlich warmen Stube in Ruhe lesen zu können, bei abgeschaltetem Handy und Fernseher.
Bericht und Fotos Ed Koch
Eine traurige Nachricht am Rande:
Wir (PaperPress und natürlich auch wir von der Lichtenrader Internetzeitung) haben in unseren Newslettern sehr oft über den MedienPoint in der Tempelhofer Werderstraße 13 berichtet. Das werden wir auch weiterhin tun, weil dieser Treffpunkt des KulturRing in Berlin e.V. exemplarisch für gutes Leben im Kiez steht. Der MedienPoint ist mehr als eine Bücherstube, wo man gelesene Werke abgeben und dafür andere mitnehmen kann.

Eine Besonderheit des MedienPoints war sechs Jahre lang die Herausgabe einer kleinen, aber sehr feinen Zeitschrift mit dem passenden Namen Werdi-Newsletter. Henning Hamann, der den MedienPoint ehrenamtlich leitet, hat den Newsletter monatlich herausgegeben, und zwar 71-mal. paperpress hat dieses Projekt von Anfang an unterstützt und für die Herstellung der Druckausgabe gesorgt.

Leider ist jetzt im Dezember die letzte Ausgabe erschienen. Das liegt nicht an dem engagierten Redaktions-Team, erst recht nicht an paperpress, ist aber der leider angeschlagenen Gesundheit Henning Hamanns geschuldet. Im MedienPoint wird Henning Hamann, so lange es geht, weitermachen.

Wir wünschen ihm für sein außergewöhnliches Engagement alles Gute.


 


 

Diesmal ging es beim Thema Dresdner Bahn nicht ausschließlich um Lichtenrade, denn der erste Bauabschnitt startet bereits Ostern 2018 nördlich von Lichtenrade am Bahnübergang Säntisstraße.

Nach Fertigstellung wird die Bahn nach Dresden, Cottbus, Zossen, schnell nach München und auch zum eines Tages sicherlich fertiggestellten BER-Flughafen fahren. Mit 160 Km/h durch Berlin und 200 Stundenkilometer außerhalb der Stadt werden die Züge rollen. Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes vom 29. Juni 2017 hat die Klagen der Anwohner und der „Bundesvereinigung gegen Schienenlärm“, die für die Bürgerinitiative Dresdner Bahn geklagt hat, abgewiesen und damit den Beginn der Baumaßnahmen ermöglicht. Nach den jetzigen Berechnungen geht man von bis zu 600 Zugbewegungen täglich aus, wobei sich viele auf die S-Bahn beziehen. Acht Güterzüge sind auch eingeplant.
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Der Mariendorfer Abgeordnete und CDU-Fraktionsvorsitzende Florian Graf (MdA-Foto lks.) lud den von der Bahn zuständigen Projektleiter Holger Ludewig (Foto Mitte) ein, damit Anwohnerinnen und Anwohner und auch er selbst sich über die Planungsschritte für den sogenannten Abschnitt 1 informieren konnten. Zusammen mit Benjamin Döring (Foto re.), auch von der DB Netz, stand er bei den vielen Nachfragen Rede und Antwort.

Gastgeber der Veranstaltung war die Licht und Leuchten-Firma Selux in der Motzener Straße im Industriegebiet Marienfelde. Der große Saal war bis zum letzten Platz besetzt. Gut 200 Gäste kamen, wobei die Entwicklung der Bahn auch für die Firmen rund um die Motzener Straße interessant und wichtig ist.

Die Bauarbeiten, die zurzeit laufen, beziehen sich auf Vegetationsbeseitigungen und notwendige Erneuerungen bei der S-Bahnstellwerkstechnik. Von Januar bis März 2018 wird dann ein Fußgängerüberweg an der Säntisstraße errichtet, damit zum Zeitpunkt der Schließung des Bahnübergangs im April 2018 zumindest Fußgänger diesen Bereich queren können. Nach vielen vorbereitenden Arbeiten ist der Baubeginn der Eisenbahnüberführung dann ab Juli 2018 beplant. Während der Bauphase bis Mai 2021 wird der Bahnübergang Buckower Chaussee als alternative Umfahrung erhalten bleiben. Der Neubau der Straßenunterführung und des Bahnhofs Lichtenrade wird im Frühjahr 2020 starten und bis 2022 dauern, wobei der Pfarrer-Lütkehaus-Platz schon einige Zeit vorher für die Baulogistik benötigt werden wird. Nach der jetzigen Planung will man 2025 mit dem Bau der Dresdner Bahn fertig sein.

Während der gesamten Bauzeit der Dresdner Bahn wird grundsätzlich der S-Bahnverkehr aufrecht erhalten bleiben. Dafür werden jedoch auch Nachtarbeiten an bestimmten Abschnitten notwendig werden, wobei die Hauptarbeiten tagsüber stattfinden sollen. Die temporären Totalsperrungen der S-Bahn beziehen sich in der Regel auf die Abends-/ und Nachtzeiten und werden 2018 besonders den Bereich Lichtenrade-Blankenfelde betreffen.

Zuerst will man möglichst schon Lärmschutzwände setzen, damit während der Bauphase der Lärm möglichst eingeschränkt wird. Die Lärmschutzwände sollen eine abgestufte Färbung und teilweise Begrünung erhalten. Holger Ludewig macht jedoch auch klar, dass der Bau „nicht komplett ohne Geräusche“ ablaufen wird. Besonders laut werden sicher die Schotterungen für die Gleise sein und auch das notwendige Einrammen der Oberleitungsmasten.

Zur weiteren Terminplanung ist zu sagen, dass es zu Einschränkungen ab 2020 an der Attilastraße (Bau einer weiteren Bahnbrücke) kommen wird. Ebenfalls wird ab 2020 an der Großbeerenstraße (totaler Neubau der noch nicht so alten Brückenanlage) gebaut.

In einem gesonderten Projekt soll zeitgleich ein neuer S-Bahn-Haltepunkt Marienfelde mit besseren Zugangsmöglichkeiten entstehen.

Ab 2022 wird eine zusätzliche Brücke am Schichauweg (beginnend 2019 mit dem Leitungsbau) gebaut. Die Schließung des Übergangs Buckower Chaussee wird nach Baufertigstellung der Säntisstraße erfolgen. An der Buckower Chaussee wird als einziges Brückenbauwerk auf der Strecke die Straße über die Bahngleise geführt werden. Für diesen Bauabschnitt wird dann mit größeren Einschränkungen für den Autoverkehr gerechnet.

Die Nachfragen bei dieser für die Betroffenen sehr wichtigen Veranstaltung bezogen sich auch auf einige Randbereiche, die aber ebenfalls für Aufregung sorgten. So wird es den jetzigen illegalen Trampelpfad auf dem Bahngelände zwischen Säntisstraße und Buckower Chaussee nicht mehr geben.

Da jedoch diese Strecke gerne als Abkürzung genutzt wird, wird Florian Graf die Anregung eines neuen Weges beim Senat einbringen. Auch wird es den jetzigen P&R-Parkplatz an der Buckower Chaussee nicht mehr geben.

Der schon seit längerer Zeit vom UnternehmensNetzwerk Motzener Straße geforderte Regionalbahnhalt an der Buckower Chaussee ist in den jetzigen Planungen nicht enthalten. Florian Graf unterstützt diesen Halt sehr, zumal dann auch die Bürger aus dem Süden einen schnelleren Anschluss zum neuen Flughafen hätten. Die Forderung wird Florian Graf auch mit ins Abgeordnetenhaus nehmen, weil das Land Berlin der Auftraggeber und sicherlich auch ein Finanzierer eines solchen Projektes wäre. Baulich wäre dieser Regionalbahnhalt nach Aussage von Holger Ludewig möglich. Bereits an anderer Stelle äußerte sich die Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler positiv zu dieser Überlegung.

Die Zielgruppe dieser Veranstaltung waren Marienfelder und Mariendorfer, die gerne diese Informationen angenommen haben.

Thomas Moser (auch Fotos)

Weitere Informationen:

Infopunkt auf den Bahnsteig in Lichtenrade: dienstags zwischen 14 und 18 Uhr

Website der Bahn: www.dresdnerbahn.de

Website der BI-Dresdner Bahn – Lichtenrade http://www.dresdner-bahn.de/


 

Das Nachbarschafts- und Selbsthilfe-Zentrum in der ufaFabrik e.V. feierte am 16. November sein 30-jähriges Jubiläum. Es gab kleine und große Geschenke, das größte überreichte sicherlich Thomas Rossmann, Direktor bei der Berliner Sparkasse.

Er brachte einen Scheck über 8.000 Euro mit, über den sich die beiden Geschäftsführerinnen Sigrid Zwicker und Renate Wilkening natürlich sehr freuten. Wie bei jedem freien Träger der Jugend- und Sozialhilfe steht neben den eigentlichen Aufgaben auch immer das Akquirieren von Geld im Mittelpunkt. Da ist es sinnvoll, wenn jemand wie Renate Wilkening Bankerin und Sozialarbeiterin gelernt hat.
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Zur Jubiläumsfeier kamen Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler (oben) und Jugendstadtrat Oliver Schworck sowie die Vorsitzende des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, Prof. Barbara John (unten).

In diesem Verband ist das NUSZ ebenso Mitglied wie im Verband für sozial-kulturelle Arbeit, dessen neuer Vorsitzender Thomas Mampel, ebenfalls teilnahm.
Renate Wilkening fasste den Nachmittag mit den circa 110 Gästen in Facebook wie folgt zusammen: "Die Grußworte unserer Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler, der Vorsitzenden des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Berlin Prof. Barbara John, des Vorsitzenden des Verbands für sozial-kulturelle Arbeit Thomas Mampel, der Vorsitzenden des NUSZ Gudrun Chen-Wagner, des Vorstands der ufaFabrik Sigrid Niemer und dem allseits bekannten Juppy erfreuten die Geschäftsführerinnen Renate Wilkening und Sigrid Zwicker sowie die anwesenden Mitarbeiter_innen außerordentlich. Für Unterhaltung zwischen den Reden sorgten die Band "Cube Box" aus dem Jugend- und Kulturzentrum Spirale, Jonglage von Fayen und Florian sowie Shito Ryu von Mitgliedern des Shi Shi no Dojo e.V. Den lautesten Trommelwirbel veranstalteten allerdings Terra Brasilis.Durch das Programm führte souverän unser Kollege Dennis Weil mit Unterstützung von Clownin Jana. Das Fest setzte sich fort mit netten Gesprächen bei einem Glas Wein oder Saft und leckerem Fingerfood von Kiezküchen e.V. und einer Geburtstagstorte."
NUSZ ist in allen wichtigen Netzwerken vertreten und zwar weltweit. Und NUSZ ist Bestandteil der ufaFabrik, die sich wiederum in viele kleine und große Gesellschaften gliedert. Neben dem NUSZ e.V. gibt es den ufaFabrik e.V., den Internationales Kultur Centrum ufaFabrik e.V., die Freie Schule in Berlin e.V. und den ufaFabrik Circus e.V., um nur einige Gliederungen zu nennen.
Wer geglaubt hatte, dass 1979 eine Gruppe von langhaarigen, leicht bekifften und verpeilten jungen Leuten mal eben ein riesiges Gelände am Teltow-Kanal, in dem früher Filme der Ufa gezeigt und kopiert wurden, friedlich instand besetzen wollte, der wurde bald eines besseren belehrt. Gutmenschen sind sie alle, bis heute, aber auch knallharte Geschäftsleute, die sich die Butter nicht vom Brot nehmen lassen. Inzwischen sind die Kinder der Gründer von 1979 ins Management der ufaFabrik-Gruppe aufgerückt. Sigrid Niemer und Juppy Becher, Frau und Mann der ersten Stunde, bekleiden heute Vorstandsfunktionen bei der ufa, und Sigrid Zwicker, auch von Anfang an dabei, ist Geschäftsführerin des NUSZ. Es ist unglaublich, was die ufa-Kommunarden in den knapp 40 Jahren auf die Beine gestellt haben.

Ein schönes Fest vor dem Nachbarschaftszentrum... (Foto Moser)
In diesem Beitrag geht es aber um das NUSZ, das ufa-Jubiläum feiern wir dann ausgiebig 2019. Nachfolgend ein paar Stationen des NUSZ von den Vor-läufen ab 1976 bis heute. Schon zwischen 1976 und 1986 entstehen zahlreiche Selbsthilfegruppen aus dem Bedürfnis heraus, das eigene Leben selbst in die Hand zu nehmen und gemeinsame Träume und Visionen zu verwirklichen.


Fotos Thomas Moser
1985 beginnt die pädagogischen Betreuung und Instandsetzung des Kinderbauernhofes mit Tieren, die sonst in der Stadt nicht so leicht anzutreffen sind: Schweine, Hühner, Kaninchen, Ponys, Gänse.
1987 dann die Gründung des Vereins. Schon im Oktober werden die neu ausgebauten Räume eingeweiht. Mit dem Treffpunkt für Schwangere fängt alles an.
1988   Entwicklung eines Projektes zur Unterstützung von alleinerziehenden Frauen. Der Familienpflegedienst, entstanden aus der Selbsthilfegruppenarbeit mit Alleinerziehenden, geht an den Start.
Das NUSZ expandiert auf dem ufa-Gelände.
1990 werden neue Räume in einer ehemaligen Lagerstätte für Filmmaterial zu Trainingsräumen für Tanz, Bewegung, Percussion ausgebaut. 1993 entsteht die „SchreiBabyAmbulanz“, die restlos überforderten Eltern bei der Bewältigung ihrer Probleme helfen soll.
1996 Tauschring Tempelhof, Fähigkeiten und/oder Waren miteinander in einem Pool tauschen ohne Geld.
1997 Gründung: Seniorenselbsthilfeprojekt Bauernhofclub - intergenerative Kultur- und Begegnungsstätte für Alt und Jung als Möglichkeit über das Medium Tier praktischen Austausch mit jüngeren Menschen zu entwickeln.
1998 Durch Initiative und in Trägerschaft des NUSZ beteiligt sich Berlin mit zahlreichen Kooperationspartnern erstmalig an den Netdays Europe, einer Initiative der Europäischen Kommission zum Lernen in der Informationsgesellschaft, die Kindern, Eltern, Lehrer, Jugendarbeiter, Jugendliche mit den Chancen und Herausforderungen der Informationsgesellschaft im Hinblick auf zukünftige berufliche Anforderungen vertraut macht. 
1999 Nachtmütterservice, Kinderbetreuung rund um die Uhr – damit sich Beruf und Familie besser vereinbaren lassen. Ziel dieses Projektes ist es, für Frauen und Männer, die beruflich sehr flexibel sein müssen Kinderbetreuung nach Bedarf anzubieten. 
2000 Gründung Nachbarschaftstreffpunkt Lichtenrade in Kooperation mit der evangelischen Kirchengemeinde Lichtenrade Ost.
2001 Übernahme der noch im Bau befindlichen Kindertagesstätte Kita Manfred-von-Richthofen-Straße. Eröffnung 2002.
2003 Kooperationsvertrag mit Outreach (Verband f. sozial-kulturelle Arbeit) zur gemeinsamen Arbeit mit prob-lematischen Jugendlichen.
Das NUSZ wird Schwerpunktträger im Verbund der Ambulanten Hilfen zur Erziehung im Ortsteil Tempel-hof.
2004 Der Nachbarschaftstreff Britzer Straße (NBT) mit 16 Nationen in engster Nachbarschaft kommt in die Trägerschaft des NUSZ. Es folgt die Wiedereröffnung des Boseclubs, der gemeinsam vom NUSZ, von K.I.D.S. e.V. und vom Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg unterhalten wird.
Die Kindertagesstätte Luckeweg (jetzt Kita Vier Jahreszeiten) wechselt auf eigenen Wunsch vom bezirklichen Träger zum Nachbarschaftszentrum und wird zur Nachbarschaftskita mit Elternhotel und Bildungsangeboten für Eltern.
2006 Eröffnung OGB Schulburg an der Grundschule auf dem Tempelhofer Feld.
2008 Das NUSZ übernimmt als Kooperationspartner der Tempelherren Grundschule die offene Ganztagsbetreuung. Bis 200 Kindern können Angebote der aktiven Freizeitgestaltung nutzen.
2009 Übernahme des  Jugendkellers Lichtenrade, Jugendfreizeiteinrichtung. Übernahme des Kinderladens in der Apostel-Paulus-Straße, der unter der NUSZ Trägerschaft zur Sternenkita wurde. Die kleine Einrichtung hat Platz für 15 Kinder und ist seit 2010 „Haus der kleinen Forscher".

Foto Thomas Moser
2010
Interkultureller Generationengarten Lichtenrade. In Kooperation mit der Bürgerinitiative „Rettet die Marienfelder Feldmark“ erschließt das Nachbar-schaftszentrum 5.000 qm Brachland einer ehemaligen Kompostieranlage. Schülerclub Villa an der Rudolf-Hildebrand GS und Schülerclub an der Carl-Sonnenschein GS werden vom NUSZ übernommen. Das Angebot: Jugendarbeit an Schulen. Die Jugendfreizeiteinrichtung Sonnetreff des Jugendamts Tem-pelhof-Schöneberg wird mit einer NUSZ Mitarbeiterin unterstützt. Die Jugendfreizeiteinrichtung „3D Medienhaus Marienfelde" geht aus öffentlicher in die private Trägerschaft des NUSZ über.
Mit der Übernahme des Jugend- und Kulturzentrum Spirale in Wilmersdorf ist das NUSZ erstmals außerhalb von Tempelhof-Schöneberg vertreten, Kooperationspartner (ASP) ist das Nachbarschaftsheim Schöneberg. Der ambulante Pflegedienst hat sich vergrößert und zieht in einen Laden in der Viktoria-straße 8 gegenüber vom ufa-Gelände.
2011 Der ambulante Pflegedienst schließt einen Kooperationsvertrag mit Berlin Recycling für die Kinderbetreuung von Mitarbeitern.

Vor 5 Jahren...

Renate Wilkenig, Angelika Schöttler, Sigrid Zwicker (v. lks.) - Fotos Thomas Moser
2013 Die Jugendfreizeiteinrichtung  Sonnetreff geht in die Trägerschaft des NUSZ über.  Übernahme der Kindertagesstätte in der Blohmstraße mit 60 Betreuungsplätzen im Mai 2013.
2014 Übernahme der Trägerschaft der Kinderfreizeiteinrichtung Abenteuerspielplatz im Güntzelkiez in der Holsteinischen Straße in Wilmersdorf.
Anfang August 2014 wird das NUSZ beauftragt mit der Einrichtung der Registerstelle für den Bezirk Tempelhof-Schöneberg zur Erfassung rassistischer, antisemitischer, rechtsextremer und diskriminierender Vorfälle im Bezirk. Auch in die Arbeit mit Geflüchteten bringt sich das NUSZ ein.

An dieser Stelle könnte man sagen und so weiter und so weiter…

Renate Wilkening und Sigrid Zwicker haben auch nach 30 Jahren ihre Energie und Kreativität nicht verloren. Das NUSZ ist zu einem der wichtigsten Träger der Jugend- und Sozialhilfe im Bezirk Tempelhof-Schöneberg und darüber hinaus geworden. Thomas Mampel, Vorsitzender des Verbands für sozial-kulturelle Arbeit fasste die Aktivitäten des NUSZ so zusammen: „Von der Wiege bis zur Bahre“ und fragte, hoffentlich scherzhaft, wann das NUSZ einen Friedhof eröffnen wird.

Es ist tatsächlich so, obwohl der Spruch abgedroschen klingt, aber gäbe es das NUSZ nicht, man müsste es sofort gründen. Das haben aber glücklicher Weise die langhaarigen und keineswegs verpeilten Gründer-Mütter und Väter vor 30 Jahren schon erledigt. Wir wünschen weiterhin viel Erfolg und immer wieder Besuche von Direktor Rossmann mit dicken Schecks.

Ed Koch (Zusammenstellung und Fotos, sofern nicht gesondert gekennzeichnet) Quelle: NUSZ
https://www.nusz.de/start/

Rückblick und 25 Jahre NUSZ – Ein Interview

Zum Jubiläum ist eine dicke Broschüre erschienen, die alle Aktivitäten des Nachbarschafts- und Selbsthilfevereins der ufaFabrik ausführlich darstellt. Die beiden Geschäftsführerinnen, Renate Wilkening und Sigrid Zwicker, äußern sich in Interviews über ihre Arbeit.

Mit freundlicher Genehmigung des NUSZ hat Paper Press das Interview veröffentlichet; dies wollen wir hier auch nicht vorenthalten:

Vor 25 Jahren wurde das NUSZ als Verein gegründet. Seitdem ist das Nachbarschaftszentrum kontinuierlich gewachsen. 23 Einrichtungen gehören heute dazu. In welche Richtung möchten Sie sich weiter entwickeln?

Renate Wilkening: Mein Grundsatz ist: aktiv und aufmerksam in der Gegenwart sein, nach vorn schauen und dabei das Positive, das wir in den vergangenen 25 Jahren geschaffen haben, bewahren. Weiterentwicklung beinhaltet für mich mehrere Aspekte: zum einen die Weiterentwicklung der Angebote für unsere Nutzer inklusive der Verbesserung der Räumlichkeiten. Zuletzt geschehen im Familientreffpunkt, den wir mithilfe des Konjunkturprogramms barrierefrei und energiesparend umgebaut haben. Eine wirkliche Weiterentwicklung, die zum Wohlgefühl unserer großen und kleinen Besucher beiträgt. Zum anderen die persönliche Weiterentwicklung: Ich habe in den zurückliegenden Jahren unendlich viel gelernt. Zum Beispiel turbulenten Situationen mit Gelassenheit und Ruhe zu begegnen und zu wissen: Wir sind ein starkes Team. Wir können uns aufeinander verlassen und bewältigen den Alltag miteinander. Weiterentwicklung heißt auch, unseren Mitarbeitern alle Möglichkeiten zu bieten, mit Freude und Elan ihre Arbeit zu tun, sich beruflich und persönlich weiterzuentwickeln. Dazu gehören: Fort- und Weiterbildung, Zeit für Gespräche, Unterstützung in Problemsituationen, familienfreundliche Arbeitsbedingungen. So können Mitarbeiter teilweise Zuhause arbeiten, wenn ihre Familiensituation dies erfordert. Am Herzen liegt mir, unsere jungen Leute zu fördern, damit sie später den Staffelstab von uns übernehmen können, unsere Vision und Mission weiterleben und mit Mut und Freude das NUSZ weiterführen.

Geht es im Wachstum weiter?

Renate Wilkening: Behutsames Wachstum ist für mich das Gebot der Stunde. Das Wichtigste: Räume und Angebote in unseren 23 Einrichtung bedarfsgerecht so zu gestalten, dass sich unsere Besucher und Nutzer wohl fühlen. Es ist regelmäßig zu prüfen, was wir wo verbessern können. Bevor wir ein neues Projekt starten, schauen wir genau hin und fragen: Passt dieses Projekt, diese Einrichtung zu uns? Wenn Menschen sich für ihre Sache, für eine lebenswerte Umwelt, für ein freundliches, respektvolles Miteinander engagiert einsetzen, können Sie sicher sein: Das Nachbarschaftszentrum wird sie unterstützen!

Jeder, der ein Projekt auf die Beine stellen will und dabei Hilfe braucht, kann Sie ansprechen?

Renate Wilkening:

Ein Beispiel: Engagierte Eltern haben an einer Grundschule ein wundervolles Musikprojekt mit den Schülern konzipiert, eine Theaterpädagogin gewonnen, und wir haben die erforderlichen finanziellen Mittel eingeworben. So kam „Music of my life“ auf die Bühne.

Was ist für Sie das Besondere am NUSZ?

Renate Wilkening: Die Lage und das Gesamtkunstwerk ufafabrik! Dieses wunderschöne Gelände: 16.000 Quadratmeter groß, mitten im Stadtteil, traumhaft gelegen am Teltow-Kanal. Ein Dorf voller Flair und Charme, mitten in der Stadt – mit Bäckerei, Bio-Laden, einem Restaurant, der Kinderzirkusschule und dem Nachbarschaftszentrum mit dem Kinderbauernhof, den Tanz- und Musikstudios, dem Dojo und dem Familientreffpunkt. Und das ganze Jahr über Kultur- und Musikveranstaltungen auf vier Bühnen. Für ein Nachbarschaftszentrum ist das schon einmalig. Es geht so in die Richtung „Settlement“, wie wir es von den „Ur“- Nachbarschaftshäusern aus England und den USA kennen: miteinander leben, arbeiten, künstlerisch aktiv sein, feiern und füreinander da sein.

25 Jahre aktiv im Stadtteil – und nicht nur das: Sie sind ja auch international aktiv. Wie sieht Ihr Engagement auf internationaler Ebene aus?

Renate Wilkening: Nachbarschaft hört nicht an den Grenzen des Bezirks, der Stadt oder des Landes auf. Nachbarschaft kann man weiter denken: unsere Nachbarn in Europa, unsere Nachbarn weltweit.  Wir sind Mitglied im weltweiten Verband der Nachbarschaftszentren IFS (International Federation of Settlements and Neighborhood Centers). In jeder Mitgliedseinrichtung des IFS sind Nachbarn aus aller Welt willkommen. Wenn also ein Besucher oder Mitarbeiter eines Nachbarschaftszentrums aus Toronto, New York, Tel Aviv, Indien oder Spanien Berlin besuchen möchte, kann er sich an das NUSZ wenden. In der Regel holen wir die Gäste vom Flughafen oder Bahnhof ab, bringen sie in ihre Unterkunft, ermöglichen die Teilhabe an den Aktivitäten unseres und anderer Nachbarschaftshäuser und helfen ihnen, sich in der fremden Umgebung heimisch zu fühlen. Dies ist ein IFS-Projekt mit dem Namen „VIN – Very Important Neighbor“. Wir organisieren mit unseren Partnerorganisationen internationale Austauschprogramme für unsere Fachkräfte und für alle Interessierte. Wir erfahren, wie andere das machen: Wie organisieren sie Bildung und Betreuung? Wie sind ihre Schulsysteme? Wie organisieren sie die Gemeinwesenarbeit? Wie wird Inklusion gelebt? Wer ist wie einbezogen? Alte, Junge, Kranke, Gesunde. Dieser Austausch ist fruchtbar für unsere Mitarbeiter. So manches Problem relativiert sich, wenn wir sehen mit welch geringen Mitteln aber großem Enthusiasmus zum Beispiel Nachbarschaftsarbeit in Rumänien oder Indien läuft. Auch zu uns kommen Fachkräfte, Praktikanten und junge Menschen aus aller Welt, um Erfahrungen zu sammeln und zu erleben, wie wir unsere Arbeit machen. Eine kleine Geschichte zum Schluss: Am 1. Juni dieses Jahres – einem stürmischen Tag – haben wir den Internationalen Tag der Nachbarn gefeiert. Kinder und Eltern haben Hunderte von Luftballons in die Luft steigen lassen. Zwei Tage später bekamen wir eine EMail: Eine Lehrerin aus einem polnischen Dorf, 400 km von Berlin entfernt, schrieb uns, der Ballon sei bei ihnen gelandet und sie seien begeistert von der Idee des Festes der Nachbarn. Seit diesem Tag sind auch wir gute Nachbarn und pflegen zunächst via Internet den Gedankenaustausch und die Kommunikation.

Wie ist das NUSZ entstanden?

Sigrid Zwicker: Aus dem Bedürfnis, das eigene Leben selbst in die Hand zu nehmen und gemeinsam Träume und Visionen zu verwirklichen, entstehen in den 70er und 80er Jahren zahlreiche Aktivitäten unter dem Dach des Vereins „Fabrik für Kultur, Sport und Handwerk“, der späteren ufafabrik. Kultur-, Gesundheits- und Selbsthilfeinitiativen sowie Gruppen für asiatische Kampfkünste, wie Aikido und Karate beleben die alten Lagerhallen des ehemaligen UFA-Kopierwerks in Berlin- Tempelhof und finden regen Zulauf. Seit 1987 ist es die Aufgabe des NUSZ, die freizeitlich organisierten Gruppen zu unterstützen, Gebäude instand zu setzen, und die Arbeitsbedingungen zu verbessern, um auch zukünftig die Teilhabe zu ermöglichen.

Wie ging es weiter?

Sigrid Zwicker: Das Nachbarschaftszentrum entfaltet sich entsprechend den Bedürfnissen der Benutzer. Neue soziale Hilfen entstehen: Kinderladen, Familienpflege, Familienunterstützung und Beratungsangebote. Die Gebäude werden nach und nach instand gesetzt. Kulturgruppen nutzen die enge räumliche Verbindung mit den weiteren Einrichtungen der ufafabrik, beispielsweise dem ufafabrikCircus und dem internationalen Kultur-Centrum ufafabrik. Dies erlaubt immer wieder neue, vernetzte Projekte: Feste und Veranstaltungen bieten Auftrittsmöglichkeiten, internationale Artisten unterrichten im NUSZ, Ehrenamtliche des Bauernhofclub organisieren generationsübergreifende Kulturcafés, die Talentshow „Action House Party“ gibt Übenden Gelegenheit, auf einer Profi-Bühne ihr Können zu präsentieren. Im NUSZ probt auch die international aktive Sambaband Terra Brasilis und der ufafabrik KinderCircus bietet Kindertraining an. Die inklusive Samba- Trommelgruppe „Auf alle Felle“ begeistert 2012 bei Stadtteilfesten. Kultur- und Interessengruppen bieten eine Möglichkeit für jeden die eigenen Soft Skills zu schulen. Ob mit Patchwork, mit der Stimme, mit einem Instrument oder in der Bewegung – die eigene kulturelle Betätigung ist eine großartige Kommunikatorin für das friedliche Zusammenleben von Menschen. Sie übt Ausdauer, Geduld und Präzision, macht Spaß, hält wach und neugierig.

Das NUSZ ist auch Mitglied im Verband für sozialkulturelle Arbeit, dem Fachverband der Nachbarschaftsheime und -zentren. Was ist sozial-kulturelle Arbeit?

Sigrid Zwicker: Die sozial-kulturelle Arbeit ist eng verbunden mit dem Gedanken des Zuganges zu Bildung und mit dem Ziel, durch Begegnungsangebote und gegenseitige Unterstützung die eigene Lebenssituation zu verbessern. Im Fokus ist die Teilhabe unter Beachtung der sich wandelnden Lebenskonzepte! Es entstehen immer wieder neue Herausforderungen, die wir mit Leben füllen. So beispielsweise die Inklusion.

Was bedeutet Inklusion?

Sigrid Zwicker: Inklusion kommt von lateinisch inclusio und bedeutet Einbeziehung. Gemeint ist die Teilhabe aller Menschen an Bildung und Lebenslangem Lernen. Inklusion ist aufgrund der UN-Behindertenkonventionen auch geltendes Recht in Deutschland. Im Nachbarschaftszentrum sind von Beginn an auch behinderte Menschen grundsätzlich einbezogen: in Selbsthilfe-, Musik- und Tanzgruppen, in Gesundheitskursen und in den Kinderbetreuungseinrichtungen. Im Jahr 2011 realisierten wir das Pilotprojekt „Tempelhof Inklusiv“, in dem schwerpunktmäßig behinderte Erwachsene mit Lernschwierigkeiten einbezogen wurden.

Wie wird das konkret umgesetzt?

Sigrid Zwicker: Nach einer Bedarfserhebung werden die bestehenden Angebote Aikido, Free Dance und Yoga für die Zielgruppe geöffnet. Das Pilotprojekt „Tempelhof Inklusiv“ wurde gemeinsam mit dem Paritätischen Berlin, dem Bezirksamt Tempelhof Schöneberg und mit Beteiligung von Studierenden der Katholischen Hochschule für Sozialwesen unter der Leitung von Frau Prof. Monika Seifert angeschoben. Die wissenschaftliche Begleitstudie von Frau Dr. Seifert finden Sie auch auf www.nusz.de. Die Studie zeigt Bedürfnisse, Erfahrungen und gibt Anregungen aus dem Projekt Tempelhof Inklusiv.

Wie geht es weiter?

Sigrid Zwicker: Bildung, Teilhabe und Förderung sind wesentliche Voraussetzungen für die Wahrnehmung eigener Rechte und für eine reale Selbstbestimmung. Es gilt, dafür ein öffentliches Bewusstsein zu schaffen. Im Mai 2012 veranstalteten wir gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern vom Runden Tisch „Teilhabe Jetzt“, das erste Inklusionsfest des Bezirkes Tempelhof-Schönberg in der ufafabrik. Für die ufafabrik heißt Inklusion auch, dass man trotz begrenzter finanzieller Möglichkeiten, Bedingungen anstrebt, die eine Teilhabe aller ermöglichen. Eine Kultur der Achtsamkeit und die Akzeptanz verschiedener Lebenskonzepte fördern das Miteinander, die Vielfalt und die Inklusion. In diesem Sinne sind wir: Offen für Alle.

 



 

Unternehmer-Initiative Tempelhofer Damm e.V. illuminiert Te-Damm zur Weihnachtszeit „Lights-On“ am 27.11.2017 mit der Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler (SPD).
Tempelhofer Damm leuchtet Weihnachten 2017
Quelle Tempelhofer Journal
Zum vierten Mal in Folge ist es dem Verein der Unternehmer-Initiative Tempelhofer Damm gelungen, die Einkaufs- und Geschäftsstraße am Te-Damm hell und freundlich zur Weihnachtszeit zu erleuchten. Dank der vielen Unterstützerinnen und Unterstützer konnte der Verein, sozusagen traditionell, die 40 großen Leuchtelemente anmieten, die abermals die gesamte Strecke vom Ullsteinhaus bis zur Autobahn A100 am Tempelhofer Damm hell erleuchten werden. Als gelungene Hingucker können die bereits im Vorjahr integrierten Sternelemente bezeichnet werden, die die bekannten Elemente zusätzlich schmücken.

Die Weihnachtsbeleuchtung wird gemeinsam mit der Bezirksbürgermeisterin Frau Angelika Schöttler feierlich am 27.11.2017 um 18:30 Uhr vor dem Haupteingang von Karstadt Tempelhof angeschaltet. Die Beleuchtung wird die Geschäftsstraße bis einschließlich 7.1.2018 erhellen.

Bald wird auch hier die Weihnachtszeit sichtbar werden... (Foto Moser)
Um als Geschäftsstraße wahrgenommen zu werden, muss diese speziell zur Weihnachtszeit hell und freundlich erleuchten. Dank des Engagements der vielen Unternehmerinnen und Unternehmer, Filialen sowie inhabergeführten Geschäfte strahlt der sonst eher triste Te-Damm hell und freundlich während der Weihnachtszeit. Der Vorstandsvorsitzende der Unternehmer-Initiative, Herr Tobias Mette dazu: „Es ist beruhigend zu wissen, dass wir als Verein und diese Aktion mittlerweile bekannt sind und viele Geschäfte von sich aus, ohne viel Überzeugungsarbeit leisten zu müssen, wieder mit dabei sind. Abermals waren unsere aktiven Mitglieder auf der Geschäftsstraße unterwegs und haben so gut wie jedes Geschäft besucht. Wir sind stolz auf das Geleistete, insbesondere weil wir alle Jahre wieder aufs Neue die Finanzierung der Beleuchtung absichern müssen. Ein sehr positives Zeichen, das für das gemeinsame Engagement aller Akteure am Standort steht. Vielen Dank daher an alle unsere Unterstützerinnen und Unterstützer sowie unseren Partner für die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Wir wünschen Ihnen allen eine besinnliche Weihnachtszeit und einen stimmungsvollen Jahreswechsel!“
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Der Verein der Unternehmer-Initiative Tempelhofer Damm ist ein Zusammenschluss mehrerer Geschäftsleute, Anwohner, Eigentümer und Dienstleister am Gewerbe- und Wohnstandort am Tempelhofer Damm zwischen den Straßenabschnitten des Tempelhofer Feldes und dem Ullsteinhaus. Das Netzwerk verfolgt das Ziel, die Attraktivität des Te-Damms sowohl für die Wirtschaft, als auch für das Leben, Arbeiten und Lernen in Tempelhof zu erhöhen.
Unternehmer

http://www.ui-tempelhoferdamm.de/


 

Aus Anlass des Todes von Bernhard Hoffmann, früherer Bezirksbürgermeister von Tempelhof, wird im Foyer des Rathauses Tempelhof ein Kondolenzbuch ausgelegt.
Bernhard Hoffmann Bezirksbrgermeister
Bernhard Hoffmann, wurde am 15. Oktober 1919 als dritter Sohn eines Maschinenbauers in Berlin geboren.

Nach der Beendigung des Kriegsdienstes hat er sein Architekturstudium an der Technischen Universität Berlin vollendet, war erst im Planungsamt Wilmersdorf tätig, später stellvertretender Planungsamtsleiter in Neukölln und wurde 1959 Baustadtrat in Tempelhof. Dort wählte man ihn  ab dem 25. Februar 1965 zum Bürgermeister. Nach der Wiederwahl am 12. Mai 1971 blieb er Bezirksbürgermeister bis zum 3. Juni 1975.

In seiner Amtszeit wurde unter anderem die kommunale Partnerschaft zwischen Nahariya und dem damaligen Bezirk Tempelhof begründet. Diese war 1970 die erste zwischen einer deutschen und einer israelischen Gemeinde.

Mitglied der SPD war er seit 1953, nachdem er bereits 1933 der Jugendorganisation dieser Partei angehörte.

Für seine Verdienste als Kommunalpolitiker wurde ihm am 5. September 1975 das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland vom Bundespräsidenten verliehen.

Bernhard Hoffmann war nicht nur ein tüchtiger Bauchfachmann und Kommunalpolitiker, er hat sich auch in seiner wenigen Freizeit künstlerisch betätigt. Anlässlich seines 50. Geburtstages wurden einige Zeichnungen und Aquarelle von ihm im Rathaus Tempelhof ausgestellt.

Er wurde für seine liebenswürdige und verbindliche Art sehr geschätzt.

Am 25. Oktober 2017 verstarb Bernhard Hoffmann im Alter von 98 Jahren.

Bezirksverordnetenvorsteher Stefan Böltes und Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler sprechen gemeinsam den Angehörigen und Freunden die allerherzlichste Anteilnahme aus. Bernhard Hoffmann hat das politische Leben und den Bezirk Tempelhof stark geprägt.

Die Bezirksbürgermeisterin von Tempelhof-Schöneberg Angelika Schöttler hat sich als Erste in das Kondolenzbuch eingetragen.

Ab sofort haben die Berliner_innen bis Freitag, den 10. November 2017 täglich von 8 bis 18 Uhr die Möglichkeit, zu kondolieren.

Das Buch wird im Foyer des Rathauses Tempelhof, Tempelhofer Damm 165, 12099 Berlin, ausgelegt.
Bernhard Hoffmann Bezirksbuergermeister2
Fotos von der Bezirksbürgermeister-Galerie im Rathaus Tempelhof (Foto Thomas Moser)
Ich durfte ihn noch als sehr freundlichen Herren kennenlernen! "Mein" erster Bezirksbürgermeister! Der "Hoffmann-Tag" anlässlich des eigenen Geburtstages war vor langer, langer Zeit für Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein sehr geschätztes "Geschenk". Meine aufrichtige Anteilnahme. Thomas Moser