Naziterror

lichtenrade-berlin-naziterror-josef_kroupaLager der Reichspostdirektion in Lichtenrade

Ein von Josef Kroupa gemaltes Aquarell, das er als Postkarte an seine Mutter schickte.
SA Sturm 23/13
Sitz Hilbertstr. 12 später -1935- Berliner Str. heute Alt-Lichtenrade

Lager:

  • SA-Arbeitsdienstlager Lichtenrade (Maffeistr-/Kaiser-Friedrich-Str./ Elisabethstr. - heute Tennisplätze am Franziusweg)
  • Gemeinschaftslager der Deutschen Reichsbahn, Marienfelder Allee 5 (heute Barnetstraße 30-34), 8 Geburten 1944/1945
  • Gemeinschaftslager der Reichspostdirektion, Steinstraße 4 (westl. Steinstraße und südlich Barnetstraße); mind. 12 „Ostarbeiterinnen“ brachten 1944/1945 Kinder zur Welt
  • Ausländerlager der Deutschen Reichspost/Reichspostdirektion Berlin (Steinstraße 46-51-östl. Mälzerei und südl. Gerstnerweg)
  • Ausländerlager der Deutsche Reichspost (Roonstraße, westl. Lichtenrader Damm/Höhe Löptener Straße)
  • Reichsbahnlager, Hilbertstraße
  • Bornhagenweg (damals zwischen Würzburger– und Bayerische Straße) Außenlager von Sachsenhausen
  • Ausländerlager Bahnhofstraße 30-32 (Gastwirtschaft Schütz)
  • Ausländerlager Buckower Straße 4 (heute Töpchiner Weg 189)
  • Ausländerlager Buckower Straße 61 (Gastwirtschaft Dreißig - heute Töpchiner Weg 144)
  • Ausländerlager Hilbertstraße 19/20 (Gastwirtschaft Leborius)
  • Lager Lichtenrader Chaussee 6 (Restaurant Heymann) - heute Mariendorfer Damm

Ausführlicher Bericht über die Radtour der Geschichtswerkstatt Lichtenrade zur NS-Zwangsarbeit in Lichtenrade: LINK zur Internetzeitung

lichtenrade-berlin-naziterror-aussenlagerAußenlager Lichtenrade
Aus Privatbesitz; veröffentlicht in „Direkt vor der Haustür"

Link zur Geschichtswerkstatt Lichtenrade
Link zur Berliner Geschichtswerkstatt

Drucksache der BVV Tempelhof-Schöneberg vom 16.3.2005:
Die platzartige Erweiterung der Wünsdorfer Straße im Einmündungsbereich der Blohmstraße wurde in Erich-Hermann-Platz umbenannt.
Die Umbenennung wurde im Amtsblatt für Berlin Nr. 51, Blatt 4537 am 31.10.2003, mit Rechtsmittelfrist veröffentlicht....
Das Erläuterungsschild soll folgenden Inhalt erhalten:
Auf diesem Platz wurde in der Sylvesternacht 1932/33 der 18-jährige Kommunist Erich Hermann durch einen SA-Mann erstochen. Dieser Mordakt steht exemplarisch für den Zivilisationsbruch,
der bereits vor der nationalsozialistischen Machtübernahme im Januar 1933 seinen Anfang genommen hatte.
Die Beerdigung Erich Hermanns am 10. Januar 1933 war eine der letzten großen Demonstrationen von Kommunisten, Sozialisten und Sozialdemokraten gegen den Nationalsozialismus. Der Täter kam aus dem nahegelegenen SA-Lager. Er wurde im März 1933 – der neuen Zeit entsprechend – vom Landgericht in Berlin freigesprochen.

(Band und Lawrentz)

AKTION STOLPERSTEINE

Im Bezirk und auch in Lichtenrade sind schon einige Stolpersteine verlegt worden. Die Orte und Menschen, die sich dahinter verbergen, können hier nachgelesen werden:
http://www.berlin.de/ba-tempelhof-schoeneberg/derbezirk/wissenswertes/stolperstein.html

Bericht über die Verlegung der Stolpersteine in Lichtenrade und Zwangsarbeit in Lichtenrade:
http://weblog.lichtenrade-berlin.de/archive/2007/03/22/8za0ykxwy3w.htm#comments

Die "Aktion Stolpersteine" hat beim Recherchieren gehört, dass während der Judenverfolgung Mitglieder der Katholischen Gemeinde Salvator jüdischen Mitbürgern aus Lichtenrade Schutz gewährt haben.

Wer kann etwas darüber berichten?
Nachricht bitte an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! (Renate Mahlow für den Pfarrgemeinderat der Salvatorgemeinde.)

Quelle Postkarte: Mit freundlicher Genehmigung der Lichtenrader Geschichtswerkstatt