Eine unglaubliche Geschichte oder wie ein Held im Hintergrund einfach half

Der Leiterin vom Freizeitclub LortzingClub berichtet eine Geschichte, die kaum zu glauben ist. Es ging um eine Wochenreise ich den Sommerferien nach Wünsdorf in Brandenburg. Die Fahrt wäre fast geplatzt. Aber ein anonymer Spender rettete ganz spontan die Fahrt. Aber der Reihe nach.

Die Einrichtungsleiterin Carola Thiede: „Eine knappe Woche vor der Fahrt ins Brandenburgische kaufte ich Karten für 18 Kinder und für die Betreuerinnen und Betreuer nach Wünsdorf.“

Insgesamt kostete das Ganze 141 €. Sie erkundigte sich genau nach den Bedingungen. Weiter berichtet sie: „Umso erstaunter war ich, als beim Zusammenpacken am Freitag vor der Fahrt auf allen Fahrscheinen das längst verstrichene aufgedruckte Gültigkeitsdatum las. Schnell zurück in den Laden, in dem mir nicht gerade nett und noch viel weniger entgegenkommend erklärt wurde, dass ich eben besser hätte aufpassen müssen. Pech eben. Meine Einwände, beim Kauf alles erfragt und gesagt zu haben halfen nicht, das Fahrgeld für unsere Jugend-Clubfahrt schien verloren.“ Eine Katastrophe besonders für die Kinder!

Mittlerweile verfolgten einige Leute im Geschäft die lauter werdende Unterhaltung. Überraschend griff ein Herr ein und bot an, einen komplett gültigen neuen Satz Fahrkarten für alle Mitreisenden zu spenden: „Unter dem Applaus der Anwesenden erhielt ich die nunmehr gültigen Fahrkarten. Ich konnte diese Großzügigkeit kaum glauben und bedankte mich herzlichst bei dem mit völlig Unbekannten, dem auch der LortzingClub kein Begriff war. Versöhnt in dem Glauben an meine Mitmenschen fuhr ich zurück in den Club.“ So wurde doch eine wunderschöne sonnige Woche im Brandenburgischen ermöglicht. Die Kinder und die Verantwortlichen sind diesem bescheidenen Sponsoren, der einfach so schnell und unkompliziert einsprang, unendlich dankbar für seine Unterstützung!
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Dankesfoto der Kinder!

Weitere Spenden halfen den LortzingClub

Mit weiteren großzügigen Spenden des Fördervereins wurde beispielsweise auch ein Ausflug zum Wildpark nach Johannisthal ermöglicht.

Und dann wurden in der Einrichtung auch noch die Heinzelmännchen tätig. Quasi hinter dem Rücken der Verantwortlichen taten sich im Club große Dinge. Mit der erheblichen Spende von 1700 Euro, die von Gewerbetreibenden in der Lichtenrader Bahnhofstraße im Rahmen des Geschäftsstraßenmanagements (Aktives Zentrum Lichtenrade Bahnhofstraße) im letzten Jahr gesammelt wurden, konnte mit viel zusätzlichem Eigenengagement großes bewirkt werden.




Die Einrichtungsleiterin Carola Thiede berichtet von den Arbeiten in der Küche: „Die uralten vergilbten Fliesen verschwanden, eine schöne Terrassentür erschien, ebenso neues Küchenmobiliar und sogar ein neuer Herd und frische sonnige Farbe an den Wänden! Wie viel Arbeit und Zeit in dieses Projekt, initiiert von unserem Förderverein, geflossen ist, kann nur ermessen, wer den vorherigen Zustand kennengelernt hat. Wir bedanken uns sehr bei den vielen Helferinnen und Helfern. Das sind unsere Helden der Arbeit.“

Die Kinder im LortzingClub werden in der neu gestalteten Umgebung bald besonders motiviert die Vorbereitungen für die Weihnachtsbäckerei starten.

Thomas Moser

Der besondere Dank geht an:

-Christian Schmidt mit der Firma XL Bauservice UG

-Jürgen Schindler, von der Firma Keramundo, Welt der Fliesen

-Burkhard Weber (Elektrik)

und last but not least den Fördervereinsmitgliedern:

Carsten, Silke, Mirja, Gisela, Stephan, Christian, Emma und Frieda und an all die, die an dieser Stelle vielleicht vergessen wurden!


 



Endlich ist es soweit! Der langersehnte Mittagstisch wird ab Oktober 2017 das Angebot in der YELLOW-Bäckerei in der Lichtenrader John-Locke-Straße 21 (direkt am Stadtplatz) erweitern. Ein Hauch italienisches Flair wird in YELLOW einkehren. Der solide Mittagstisch wird neben einer Standardkarte wechselnde Tagesangebote präsentieren. Natürlich werden auch frische Salate angeboten. Auf das abwechslungsreiche Essen in mediterraner Art kann man gespannt sein.
Mittagstisch Yellow
YELLOW zeigt deutlich, dass sie neben hochwertigen Backwaren auch mehr können. Lichtenraderinnen und Lichtenrader, Handwerker, Geschäftsleute und natürlich die Bewohner der John-Locke-Siedlung sind herzlich willkommen. Der Preis wird je Mittagsgericht in der Spanne von 3,50 Euro bis 6 Euro liegen.

Frühstücksangebot und Torten

Auch wird es im Oktober 2017 wieder das beliebte Frühstücksangebot geben. Wer ein Frühstück im Preis ab 5 Euro bestellt, bekommt das zweite Frühstück (gleicher Preis oder günstiger) kostenlos dazu.

Und last but not least wird auf den Renner von YELLOW hingewiesen: Hochzeits- und Motivtorten sind der Höhepunkt einer jeden Feier. Eine vorherige Verkostung wird angeboten.

YELLOW bietet mit den vielen Plätzen vor und im Café eine schöne Aufenthaltsqualität und hält für die Kunden ein abwechslungsreiches Angebot parat. Da ist sicher für jeden etwas dabei.

YELLOW feiert bereits Ende des Jahres das einjährige Bestehen.

Guten Appetit - Buon Appetito

https://www.yellow-lichtenrade.de


 

Historische Eisenbahnen und 35 Jahre Modellbahn in der Schule

Die Herbstferien werden sicher nicht langweilig. Modelleisenbahner werden wieder ins Schwärmen kommen. Vom 28. bis 29. Oktober 2017, mitten in den Herbstferien, verwandelt sich die Marienfelder Gustav-Heinemann-Oberschule wieder in ein Eldorado für Eisenbahnfans.

Es ist diesmal eine Rekordanzahl von Anlagen geplant. Angekündigt sind bislang 37 alte Bahnen verschiedener Marken, Baugrößen und aus verschiedenen Herstellungszeiten. Sie werden zu sehen und zu bestaunen sein. Mehrere Klassenräume, ein Saal und der große Vorraum werden das Spielzeug für Groß und Klein beherbergen. Sammler und Freunde von historischen Modelleisenbahnen werden voll auf ihre Kosten kommen. Aber auch die kleinen Besucher werden große Augen bekommen und trotz Internet und Smartphone den Mund kaum zubekommen.

Da ist an erster Stelle die Modellbahnanlage der Gastgeber von der Gustav-Heinemann-Oberschule zu erwähnen, die im Foyer besonders die Kinder in den Bann ziehen wird. Die Anlage der Modellbahn-AG der Schule wird als Pendant zu den alten Raritäten präsentiert. An dieser Anlage wurde und wird seit vielen Jahren intensiv mit engagierten Lehrern an verschiedenen Teilabschnitten der Berliner Stadtbahn gebaut. S-Bahnen und Fernzüge drehen hier ihre Runden. Die AG der Schule feiert in diesem Jahr bereits ihren 35. Jahrestag und vermittelt Schülerinnen und Schülern mit diesem Hobby viel Freude und wichtige Fertigkeiten und Kompetenzen.

Und dann gibt es noch den Schwerpunkt der Ausstellung mit dem historischen Teil. Die meisten dieser Bahnen werden im Fahrbetrieb zusammen mit dem historischen Zubehör zu bewundern sein. Es werden auch Vitrinen für bestimmte Themen und Sammelgebiete präsentiert. Die teilweise sehr seltenen Bahnen und Exponate werden von Sammlern aus dem In- und Ausland nach Berlin gebracht. Aus den Niederlanden, aus Großbritannien, aus der Schweiz, Österreich und aus anderen Ländern sind die Aussteller. Sie sind selbst alle Fans von diesen kleinen Wunderwerken und freuen sich jährlich auf die Reise nach Berlin-Marienfelde. Ein spannender Austausch mit den anderen Fachexperten ist der Lohn für die teilweise weiten Anreisen.

Schwerpunktthema ist diesmal „TRIX EXPRESS 1937“. Auf der Leipziger Herbstmesse 1937 stellte TRIX EXPRESS im Leipziger Messehaus Petershof die erste serienmäßige 2 C 1-Schnellzuglokomotive für eine 00-Tischbahn vor. Zusätzlich wurden mit der TRIX EXPRESS-Modellserie lange Schnellzugwagen und Güterwagen in sehr detaillierter Ausführung angeboten. Nach nur zwei Jahren ist aus der kleinen zweiachsigen Spielbahn-Lokomotive vom Frühjahr 1935 eine maßstäbliche Modellbahn-Lokomotive mit realer Achsfolge entstanden. In der Programmankündigung heißt es ergänzend: „Die rasante Entwicklung der TRIX EXPRESS Tischbahn zeichnet sich durch eine Fülle beispielhafter Entwicklungen und Erfindungen aus, mit denen innerhalb weniger Jahre von 1935 bis 1939 aus einer Spielzeugbahn eine vollwertige Modelleisenbahn entstand und damit Bahnen dieser Baugröße in die Wohnzimmer der Bevölkerung gebracht wurden. In diesem Jahr 2017 blicken wir unter anderem auf die Messeneuheiten des Jahres 1937 zurück. Vor der TRIX EXPRESS Modellbahn wurde von den Vereinigten Spielwarenfabriken Nürnberg unter der Führung von Stephan Bing noch anderes bekanntes Systemspielzeug entwickelt und produziert.“

Der Eintritt für die große und interessante historische Ausstellung ist mehr als angemessen. Wenn man beim Bewundern der fahrenden Wunderwerke Hunger bekommt, ist auch für die Beköstigung gesorgt.

Hiermit möchte ich noch meine persönliche Empfehlung für diese Ausstellung aussprechen.

Thomas Moser

Erwachsene 4,00 Euro, Ermäßigt 2,00 Euro, Kinder bis 6 Jahre frei

Ausstellungsort: Gustav-Heinemann-Oberschule (GHO)

Waldsassener Straße 62

12279 Berlin-Marienfelde

Bus M 77
TRIX Ausstellung2017

https://trixstadt.de

Nähere Infos unter https://trixstadt.de/trixstadt-terminkalender/historische-modellbahnausstellung-berlin-oktober-2017/


 

#TDE2017 ... auch wenn man manchmal den Eindruck hat, dass einige Menschen dieses historisches Ereignis gar nicht mehr schätzen können. Ich will jedenfalls keine Mauer mehr...

3. Oktober 2017 Für mich ist es eindeutig: Der Fall der Mauer und die Wiedervereinigung war ein Glücksfall: für Deutschland, für Berlin, für Lichtenrade und auch für mich.

Dass es immer nicht nur alles toll ist, ist auch wahr. Aber in diesem Fall kann ich die Nörgler und Zweifler gar nicht verstehen, weil der Gewinn tausendmal mehr wiegt. Wir Lichtenrader können nach Brandenburg laufen, mit dem Fahrrad den ehemaligen Grenzstreifen erobern und mal eben so zur Ostsee nach Rügen und Usedom fahren. Wenn das kein Gewinn ist, weiß ich nicht, was ein Gewinn sein soll. Ein Gedenkstein am Dorfteich erinnert an die Wiedervereinigung.

Jetzt ist die Wiedervereinigung schon 27 Jahre her. Vor über 28 Jahren ist die Mauer gefallen. Ich war leider zum Zeitpunkt der Wiedervereinigung gerade nicht in Berlin. So habe ich die zentralen Feierlichkeiten nur im Fernsehen „erlebt“…


Auch dort, wo sich Lichtenrade und Mahlow treffen, wurde damals gefeiert. Der Fotograf Fred Baumgart hat mir ein schönes Foto vom Feuerwerk zur Verfügung gestellt.


Vor zwei Jahren hieß es in PaperPress „Lichtenrade - Dort, wo Berlin aufhört“ oder in der Berliner Zeitung hieß es: „Bis zur Wiedervereinigung lebten die Lichtenrader in einer Enklave hinter der Mauer.“ (dies schrieb „von Heh“ am 22.3.1996 in der Berliner Zeitung in seinen Tippeltipps von der „Entdeckungstour durch das südliche Lichtenrade Spaziergang zwischen Preußen und Bayern“ u.a.). Je nach Sichtweise, war Lichtenrade vor oder hinter der Mauer. Jedenfalls waren die Lichtenrader schon immer ein ganz besonderes Völkchen. Fast wie ein kleines gallisches Dorf. Nur hat das „Dorf“ über 50.000 Einwohner.

Im Zusammenhang mit der Wiedervereinigung und der "friedlichen Revolution" fällt mir der Begriff Dankbarkeit ein.
Thomas Moser


Diese Karte hat Doris Herrmann bekommen.

Auch ein "Produkt" der Wiedervereinigung: Die S-Bahn fährt weiter...

Das Mauerdenkmal an der B 96


 

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Der von der Ökumenischen Umweltgruppe Lichtenrade einmalig organisierter Bauern-Ökomarkt war bei schönem Wetter am Nachmittag vom 30. September 2017 sehr gut besucht. Marktplatz war die Alte Mälzerei in Lichtenrade. Mit einigen Tischen und Stuhlreihen war der Platz bestückt. So konnten sich die Besucherinnen und Besucher bei leckeren Kuchen, qualitativ hochwertigen Kaffee und anderen Leckereien ausruhen und der jazzigen Musik lauschen.



Von 16 bis 18 Uhr gab es ein buntes Markttreiben mit Musik und kulinarischen Angeboten. Bauern aus der Region verkauften Kartoffeln, Obst und Gemüse, Käse und Nüsse. Ein Fairtrade-Stand, Vertreterinnen der Tempelhof-Schöneberger Botschafter für „Foodsharing“ und ein Lichtenrader Imker waren dabei. Danach wurde die Dokumentation „Bauer unser, Billige Nahrung – teuer erkauft“ aus dem Jahr 2016 gezeigt.



In der Einladung hieß es: „LEBENSmittel sind nicht nur ein notwendiger Brennstoff für unser Leben, sondern haben viel mit Genuss und Gemeinschaft, aber auch mit Gerechtigkeit zu tun. Wie geht es da eigentlich denen, die dafür sorgen, dass wir Brot, Butter und Käse, Obst und Gemüse, Fleisch, Wein und Bier genießen können? - In einer Welt, in der Lebensmittel im Überfluss produziert werden.“ Mit dieser Frage beschäftigte sich der Markt und auch der Film.

Der Film der Wiener Produktionsfirma Allegro Film („We Feed the World“, „More than Honey“, Regie: Robert Schabus) erzählt von den gegenwärtigen Nöten von Bauern, egal ob sie konventionell oder ökologisch wirtschaften. Im Anschluss beantworteten Vertreter aus der Landwirtschaft Fragen.

Alte Mälzerei: Ein Marktplatz auch für den Wochenmarkt in Lichtenrade?

Am Vormittag fand der „normale“ regelmäßige Bauernmarkt auf dem Pfarrer-Lütkehaus-Platz vor der Salvatorkirche statt. Da in circa einem Jahr dieser Platz von der Bahn als Materiallager für die Baumaßnahmen in Beschlag genommen wird, sind spätestens dann für diesen Markt neue Wege zu suchen. Dabei ist natürlich die Hoffnung, dass der Markt weiter bestehen bleibt.

Der einmalige Ökomarkt vor der Alten Mälzerei machte es vor: Der Platz vor der ehemaligen Mälzerei stellte sich als ein idealer Marktplatz dar! Das ist jedenfalls meine Meinung.

Es muss nur gelingen, die Lichtenraderinnen und Lichtenrader in den zurzeit noch etwas versteckten Bereich zur Mälzerei zu lotsen. Aber die vielen bisher gut besuchten Veranstaltungen zeigten schon, dass die Mälzerei sich als Treffpunkt und Kulturstandort eignet. Viele Lichtenrader hoffen auf den neuen Eigentümer Thomas Bestgen, der sich in vielen Fragen sehr entgegenkommend und innovativ zeigt.
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Archivfoto vom Wochen-Bauernmarkt
Da der reguläre samstägliche Wochenmarkt auch nicht unbedingt von der Laufkundschaft, sondern von Stammkunden lebt, dürften die bisherigen Kunden den Weg nach wie vor finden. Wenn dann noch hinreichende Öffentlichkeitsarbeit (hier sollte man sich nicht auf Dritte verlassen) und entsprechende Schilder platziert werden, besteht durchaus eine gute Chance für den bislang sowieso nicht allzu gut besuchten Markt. Einige Tische und Bänke zum Verweilen und um einen Kaffee zu trinken würden das Marktangebot auch noch attraktiver machen.

Niels, der Lichtenrader Kupferklopfer (Archivfoto rechts), hat sich bisher schon als engagierter Botschafter für den Markt eingebracht und wird sicher weiterhin sein Handwerk und Ideen einbringen. So lud er schon einige Male zu einem selbst organsierten Frühstück in historischen Gewändern ein.

Die Lichtenrader Anwohner sind auch aufgerufen und sollten den Markt unterstützen und den Besuch einfach in ihre Einkaufgewohnheiten einbeziehen. Wir als Lichtenrader Kunden dürfen nicht nur immer Jammern und das fehlende Flair in Lichtenrade beklagen und dann nur bei Billigdiscountern einkaufen gehen.

Ein interessanter Markt wird den Standort Lichtenrade ein Stück attraktiver machen (denkt zumindest der Kiezreporter).

Thomas Moser

Weiterführende Links:

https://www.oekumenische-umweltgruppe-lichtenrade.de

http://www.bbm-maerkte.de/bauernmarkt_lichtenrade.html


Manfred Raß von der Ökumenischen Umweltgruppe hat die Alte Mälzerei vor Jahren gebastelt. Sie dient heute als Spendenbox zur Finanzierung des Bauernmarktes.
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Alle Fotos Thomas Moser


 



Im Lichtenrader Nahariyakiez wurde am 30. September 2017 geputzt. Das Motto lautete „Nahariya wird schön“ und viele Kinder haben die Aktion vom neuen Bildungsverbund Nahariyakiez-Lichtenrade tatkräftig unterstützt.

Im Outreach-Waschhaus, einem Freizeit-Treffpunkt besonders für Kids aus der Hochhaussiedlung im östlichen Teil von Lichtenrade, hatte man sich schon längere Zeit darauf vorbereitet.

Tabea Witt erklärt "das richtige aufräumen"... und die Berliner Abgeordnete Melanie Kühnemann (re) vergnügt sich köstlich...
Es wurden Schmutzecken identifiziert und Verbesserungsvorschläge für das eigene Wohnumfeld entwickelt, berichtet die Einrichtungsleiterin Tabea Witt. So würde man sich beispielsweise sehr über eine Tischtennisplatte auf dem Platz vor dem Waschhaus freuen.

Unterstützt wurde die Aufräumaktion vom benachbarten Kinder- und Jugendhaus und dem Jugendcafé am Dorfteich. Auch aus diesen Einrichtungen kamen viele Kinder. Die Berliner Abgeordnete Melanie Kühnemann (SPD) ließ es sich neben einem Vertreter vom Kinder- und Jugendparlament nicht nehmen, den Kindern für den engagierten Einsatz ihren Respekt zu zollen. Sie ist selbst in diesem Teil von Lichtenrade aufgewachsen und kennt die Sorgen der Mieter.

Aber am vereinbarten Samstag wurde erst einmal saubergemacht. Man traf sich auf dem Vorplatz der Einrichtung.

Die Kinder wurden von Live-Musik empfangen. So hat es sich Lutz Fußangel von der bezirklichen Musikschule nicht nehmen lassen, mit zwei Schülern die Aktion musikalisch in Schwung zu bringen. Fußangel organisiert auch die beliebten regelmäßigen Lichtenrader Veranstaltungen „Jazz für alle“.

Diese erste Aktion vom Bildungsverbund, der vom Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg getragen wird, fand in Zusammenarbeit mit der Mähren-Gruppe, Rohrer Immobilienverwaltung, der BSR und natürlich Outreach statt.

In der Ankündigung hieß es: „Mit Besen, Beats und BBQ und der Unterstützung der BSR wollen die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen im Kiez als Kehrenbürger unterwegs sein um die Wege und Spielplätze vom Müll zu befreien. Diese Aktion ist ein erster Schritt das Wohnumfeld gemeinsam mit der Wohnungsbaugesellschaft attraktiver zu gestalten und sich mit dem Wohnumfeld zu identifizieren.“ Der Bildungsverbund ist eingerichtet worden, um gemeinsam im Kiez dafür zu sorgen, die Bildungschancen und die Bildungsqualität für die Kinder und Jugendlichen zu optimieren.

Christa Niclasen (lks) begrüßt die Kinder, die Berliner Abgeordnete Melanie Kühnemann (MdA) -re. und von der Hausverwaltung Marion Adameit (Mitte).
Die Kinder wurden von der Bildungskoordinatorin und ehemaligen Schulleiterin Christa Niclasen begrüßt. Von der Hausverwaltung wurde Marion Adameit begrüßt, die hofft, dass mit solchen Aktionen Kinder auf ihr Wohnumfeld besser aufpassen. Sie hat von der Hausverwaltung als Dank für die Kinder und Stärkung nach der Arbeit das Essen mitgebracht. Das Grillgut fand nach dem Aufräumen großen Anklang. Vor dem Säubern wurde jedoch erst genau erklärt, wie man richtig aufräumt und fegt. Für die Aktion hatte die BSR Besen und andere notwendige Utensilien zur Verfügung gestellt.




Die Röhren auf dem Spielplatz im Hintergrund sollen schöner werden (siehe unten)... eine Kunstaktion mit Sylvia Zeeck.
Nach der Ausgabe der Gerätschaften konnte man sehen, wie die Kinder in Gruppen und teilweise einzeln durch die Siedlung wuselten, aus Gebüschen Papiere rausholten und die Spielplätze reinigten.
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Auf den Nahariyakiez soll künftig ein größeres Augenmerk gerichtet werden. So wird in Kürze der Spielplatz mit „historischen“ Röhren aufgehübscht. Was vorher graue große Röhren waren, wurde kürzlich grundiert. Die Lichtenrader Künstlerin Sylvia Zeeck wird bald in Zusammenarbeit mit dem Waschhaus und Jugendlichen diese Spielanlage verschönern. Man kann auf das Ergebnis gespannt sein.

Thomas Moser

Zum Bildungsverbund Nahariyakiez erklärte Bildungskoordinatorin Christa Niclasen in einem Interview:

„Ich war bis 2016 Schulleiterin, mit Herz und Seele. Dann hat mich der Bezirk beauftragt, als Bildungskoordinatorin den Bildungsverbund aufzubauen. Ich bin jetzt die Kümmererin, toure durch Lichtenrade und spreche alle an. Ich bin beeindruckt davon, was es hier für Institutionen gibt. Und wie die sich engagieren. Das motiviert mich immer wieder, zu sehen, wo ich helfen und unterstützen kann.“

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Fotos Thomas Moser


 

Im Rahmen des Aktiven Zentrums Lichtenrade-Bahnhofstraße nimmt Lichtenrade wieder an „Berlin leuchtet“ teil. Vom 29. September bis zum 15. Oktober werden das Landhaus Lichtenrade und die Salvator Kirche im Aktiven Zentrum Lichtenrade Bahnhofstraße mit Lichtkunst in Szene gesetzt.

In diesem Jahr liegt der Fokus auf zwei Baudenkmalen am westlichen Beginn der Bahnhofstraße.
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Auf der Fassade des Landhauses werden während der Laufzeit von „Berlin leuchtet“ unter anderem Projektionen von Motiven zu sehen sein, die von Schüler_innen des Ulrich-von-Hutten-Gymnasiums in Lichtenrade gestaltet wurden.

Das Landhaus steht seit vielen Jahren leer. Durch die Beleuchtung im Rahmen von Berlin leuchtet wird das Landhaus nun wieder in das Bewusstsein der Lichtenrader_innen gerückt.

Die Salvatorkirche stellt auf der gegenüberliegenden Seite einen markanten städtebaulichen Auftakt der Bahnhofstraße dar.

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Auch  Gewerbetreibenden aus der Bahnhofstraße werden sich dieses Jahr wieder an Berlin leuchtet beteiligen und eine einheitliche Beleuchtung in den Geschäften umsetzen – mit farbigen Leuchtstrahlern werden die Schaufenster in ein stimmungsvolles Licht getaucht.

Die Teilnahme an „Berlin leuchtet“ erfolgt im Rahmen des Förderprogramms Aktive Zentren. Die Bahnhofstraße wurde 2015 in das Programm aufgenommen. Ziel des Aktiven Zentrums ist es, die Bahnhofstraße in Lichtenrade als Stadtteilzentrum gestalterisch und funktional zu stärken. „Berlin leuchtet bietet eine tolle Gelegenheit, die Aufmerksamkeit auf die Bahnhofstraße und die vielen spannenden Entwicklungen zu lenken, die im Rahmen des Aktiven Zentrums in den kommenden Jahren anstehen“ so Bezirksstadtrat Jörn Oltmann.
Fotos Thomas Moser

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Erneut waren bei den Baumkontrollen der Mitarbeiter des Straßen- und Grünflächenamtes zurückgetrocknete Starkäste an den Linden auf dem Mittelstreifen des Lichtenrader Dammes  zwischen Goltzstraße und Grimmstraße festgestellt worden. In den letzten Jahren mussten die Bäume hier in sehr engen Abständen bearbeitet werden, da sich immer wieder starkes bruchgefährdetes Totholz gebildet hatte. Es wird vermutet, dass es sich hier immer noch um die Spätfolgen eines größeren Leitungbauvorhabens handelt. Vor einigen Jahren musste die Abwasser-Druckrohrleitung im Mittelstreifen in offener Bauweise erneuert werden.

Bei genauerer Untersuchung wurden zusätzlich zahlreiche gerissene und angebrochene Äste infolge der häufigen Unwetter des letzten Sommers festgestellt.

Im genannten Mittelstreifenbereich leiden die Linden ebenfalls an starken Salz- und Trockenschäden.

Eine einfache Entnahme der betroffenen Äste reicht zum jetzigen Zeitpunkt nicht mehr aus. Um das Sterben auf Raten aufzuhalten, die Kronen neu aufzubauen und starke Astentnahmen auszugleichen sind starke Einkürzungen an ca. 150 Bäumen erforderlich.

Zur Herstellung der Verkehrssicherheit wurde mit den Arbeiten bereits begonnen.

Fotos: Thomas Moser