Ehe für alle –  Umsetzung des „Gesetzes zur Einführung des Rechtes auf Eheschließung für Personen gleichen Geschlechtes“ zum 01.10.2017

Jetzt heiraten Wir alle! – am 1. Oktober 2017 tritt das Gesetz zur Gleichgeschlechtlichen Eheschließung, beschlossen durch den Deutschen Bundestag, offiziell in Kraft.

Ab diesem Tag können:

  • gleichgeschlechtliche Paare eine Ehe schließen (das bedeutet auch: es können keine neuen Lebenspartnerschaften mehr begründet werden)
  • auf Antrag bestehende Lebenspartnerschaften in eine Ehe umgewandelt werden
    (Voraussetzung ist, dass die Lebenspartnerschaft in Deutschland begründet wurden)

Information zur Umwandlung von bisherigen Lebenspartnerschaften:

Die Umwandlung einer bisherigen Lebenspartnerschaft (in Deutschland begründet) in eine Ehe muss beim Standesamt Ihres Wohnsitzes angemeldet werden.

Folgende Unterlagen sind hierzu einzureichen:

  • Gültiger Personalausweis oder Reisepass
  • Aktuelle Geburtsurkunde oder beglaubigte Abschrift aus dem Geburtseintrag
  • NEU! Ausgestellter Auszug aus dem Lebenspartnerschaftsregister – oder – Lebenspartnerschaftsurkunde

Bitte beachten Sie, dass in den ersten Monaten zur Einführung mit einem erhöhten Antragsaufkommen zu rechnen ist – das Standesamt ist bemüht, Ihnen einen zeitnahen Termin anzubieten!

Für die Anmeldung einer neu zu schließenden Ehe nutzen Sie bitte die  telefonischen Sprechzeiten des Standesamtes, um die erforderlichen Unterlagen und den Ablauf zu erfragen.

Telefonische Sprechzeiten sind:

Montag und Dienstag 13 bis 15 Uhr, Mittwoch 9 bis 15 Uhr,
Donnerstag 11 bis 17 Uhr, Freitag 9 bis 13 Uhr

Telefon: 030 90277 2372
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Weitere Informationen unter:

http://www.berlin.de/ba-tempelhof-schoeneberg/politik-und-verwaltung/aemter/amt-fuer-buergerdienste/standesamt/

Eine Information des Standesamtes des Bezirksamtes Tempelhof-Schöneberg


 

Ein Bericht von Dagmar Seidlitz, Ev. Kirchengemeinde Berlin-Lichtenrade

Leider habe ich keine Antwort auf diese Frage im Juni-Gemeindebrief bekommen, also schau’n wir mal: Wie berichtet, rufen vom Turm unserer Dorfkirche drei verschieden gestimmte Glocken, man kann sie also gut unterscheiden. Dann hören Sie – vorwiegend dienstags und donnerstags – die Glocke des Kirchhofs. Sie hängt in dem allein stehenden Turm am hinteren Eingang in der Paplitzer Str. 24, so kann sie sowohl im alten als auch im neuen Teil unseres Kirchhofes gut gehört werden, wenn sie gerade einen Trauerzug zur Grabstelle begleitet. Wenn man allerdings dann direkt an ihr vorbeigeht, wünscht man sich, sie würde etwas gedämpfter klingen.
glocken Dietrich Bonhoeffer Kirche Rackebueller Weg,
Glocken der Dietrich-Bonhoeffer-Kirche, Rackebüller Weg
Im Turm der Dietrich-Bonhoeffer-Kirche im Rackebüller Weg hängen weitere drei Glocken: (Te Deum-Geläut) nach dem altkirchlichen „Herr Gott, wir loben dich". Sie sind gestimmt auf h' „Zuflucht", Psalm 90,1, d'' „Gottesruf". Jesaja 43,1c und e'' „Hoffnung", Römer 12,12a.

Sicher sehr häufig hören Sie die Bronzeglocken der Salvatorgemeinde, also unserer katholischen Schwestergemeinde. Sie sind gestimmt auf fis‘, h‘ und a‘. Da haben wir dann schon mal 10 Glocken, die regelmäßig durch den Ort tönen. Dann haben wir noch eine im „stillen Kämmerchen“: Im Gemeindezentrum Nahariyastraße hängt sie an einem mobilen Glockenstuhl – vielleicht haben Sie sie dort auch schon einmal gesehen. Natürlich kann man sie herausholen und mobil einsetzen, allerdings ist das recht aufwendig und mühevoll. Das wird daher nur zu ganz besonderen Gelegenheiten praktiziert. Dann gibt es aber noch eine, die vermutlich nur ganz alt-eingesessene Lichtenrader noch gehört haben: Im ehemaligen Diakonissen-Mutterhaus Salem an der Rohrbachstr., in dem heute ein Kindergarten untergebracht ist, hängt die Glocke im Dachreiter. Sie verkündigte hier früher das geistliche Leben der Salem-Schwestern und rief sonntags um 10 Uhr zum dortigen Gottesdienst..  Das heißt also: Es gibt in Lichtenrade 12 Kirchenglocken, acht gehören zu unserer Kirchengemeinde und eine davon schweigt in der Regel. Auch von den weiteren vier muss eine jetzt schweigen, denn ein Kindergarten mit Glockengeläut - das ist nicht statthaft. Und was sagen uns die Glocken, wenn sie nicht schweigen?

Dreimal am Tag rufen uns die Glocken in der Dorfkirche und in der Dietrich-Bonhoeffer-Kirche zum Gebet, morgens 8 Uhr, mittags 12 Uhr, abends 18 Uhr. Natürlich beten nicht alle Christen zu diesen festgelegten Zeiten, und natürlich kann man auch zu jeder anderen Zeit Gott anrufen, mit oder ohne Glockengeläut. In früheren Zeiten hatte dieses Läuten auch ganz praktische Gründe, es war für die Menschen auf den Feldern oder in den Ställen die Zeitansage. Aber auch wenn wir heute alle Armbanduhren tragen und im Handy und in allen möglichen Elektrogeräten Uhren mitlaufen, ist es gut – z.B. mittags – auf die Glocke zu achten und kurz innezuhalten. Ein Kirchenlied formuliert es so: „Der Tag ist seiner Höhe nah, nun blick zum Höchsten auf, …“ (EG 457). Das Abendläuten kann den Feierabend einläuten, dienstags beginnt damit die Andacht „Haltestelle Gott“ in der Dorfkirche, und am Sonnabend ist es dann ein besonderes, es läutet den Sonntag ein: Die kleinste, die mittlere und die größte, tiefste Glocke läuten je für eine Minute, und dann läuten alle drei noch zusammen zwei Minuten lang. Im Sommer – zwischen Ostern und Erntedankfest – beginnen wir dann in der Kirchhofkapelle mit unserer Wochenschluss-Andacht. Weiterhin rufen die Glocken zu den Gottesdiensten: ½ Stunde vorher (für die Menschen, die einen weiteren Weg haben) und ¼ Stunde vorher (für die näher Wohnenden) läutet jeweils eine Glocke, die letzten 5 Minuten vor Beginn ruft dann das volle Geläut zum Gottesdienst in die Kirche. Und wenn Sie mitten in der Gottesdienst-Zeit eine Glocke hören, dann wird gerade das Vaterunser gebetet – ein schönes Zeichen der Verbundenheit für die, die heute nicht im Gottesdienst dabei sind. Manchmal ist auch zu ungewöhnlichen Zeiten Glockengeläut zu hören, dann handelt es sich vermutlich um eine Trauung oder – gerade zwischen Ostern und Pfingsten – um eine Konfirmation. Manchmal läuten auch alle Glocken gemeinsam, so z.B. mit einem 8-minütigen Geläut zu Beginn der Eröffnungsgottesdienste des Deutschen Evangelischen Kirchentages. Am Anfang hatte ich noch die Glocke auf dem Kirchhof erwähnt. Sie ruft nicht zu Gebetszeiten oder zum Gottesdienst, sie begleitet die Trauerzüge auf ihrem Weg von der Kapelle zum Grab – unabhängig davon, ob der Verstorbene christlichen Bekenntnisses war oder nicht. Vielleicht achten Sie einmal darauf, wenn Sie Glocken hören, zu welcher Kirche sie gehören könnten und wovon ihr Läuten gerade kündet?!  Ich z.B. freue mich immer über die Vaterunser-Glocke und ganz besonders darüber, wenn ich Neujahr um 0 Uhr zwischen der ganzen Knallerei auch noch die Glocken heraushören kann.

Aus der Kirchengemeinde (Gemeindebrief September 2017)

Danke für den Bericht an Dagmar Seidlitz 


 

Vom 8. bis 10. September wird das 30. Wein- und Winzerfest in Lichtenrade wieder seine Pforten eröffnen. Es sind zwar nicht direkt Pforten, denn das Wein- und Winzerfest findet sozusagen outdoor am Dorfteich in Alt-Lichtenrade statt. Eine ausführliche Ankündigung ist hier in der Lichtenrader Internetzeitung zu finden: http://www.lichtenrade-berlin.de/news/aktuelle-news-internetzeitung/790-8-bis-10-9-zum-30-wein-und-winzerfest-in-berlin-lichtenrade.

Heute soll schon mal ein ganz besonderer Gast vorgestellt werden. Eine echte Weinprinzessin wird in Lichtenrade erwartet. Wir stellen sie zur Einstimmung schon mal vor... und hoffen (dafür) natürlich auf ein Selfie mit ihr ;-)
Mara Walz gekroent
Mara Walz, *6.04.1991, Vaihingen/Enz-Ensingen

Freudig schaut die Württembergerin Mara Walz auf das vor ihr liegende Amtsjahr als Deutsche Weinprinzessin. Die 25jährige hat ihr Duales Studium für Weinbau & Oenologie in Neustadt bereits abgeschlossen und wird nun statt im elterlichen Weingut vor allem „am modernen Bild des Weinlands Deutschland“ arbeiten.

Im Finale wie im Vorentscheid war Mara Walz aus Württemberg stets die erste der Teilnehmerinnen, die raus auf die Bühne musste. Der Masterjury erläuterte sie prompt und sicher, was den Weinausbau im Barriquefaß von dem im Beton-Ei unterscheidet und wie soziale Netzwerke in der Weinvermarktung sinnvoll eingesetzt werden. Souverän war ihr Auftritt auf Englisch, als sie erklärte, was einen chinesischen Touristen in einer Straußwirtschaft erwartet.

Schnell und spontan fielen beim Wein-Quickie des Vorentscheids im Duell mit der Rheingauerin Louisa Follrich die verwandten Begriffe zu „Sommelier“. Und in den Weinnachrichten wusste Mara zu korrigieren, dass die Säuregehalte in den Trauben mit zunehmender Sonneneinstrahlung nicht steigen, sondern sinken.

Im Finale punktete sie dann weiterhin mit Fachwissen und Ausstrahlung. Gleich zu Beginn lag sie zu einhundert Prozent richtig, als sie in der Blindverkostung den Gewürztraminer erkannte und richtig nach Sachsen verortete. Sicher auch Ihre spontane Eröffnungsrede zur ProWein, in die sie vier Begriffe aus der Welt des Apothekrverbandes einbaute. Und nicht zuletzt zeigte sie sich schlagfertig und clever - ob beim Beruferaten, bei Dingsda oder bei ihrer Aufgabe "Brief an mich selbst".

„Gummistiefel und Pumps“ hätten in ihrem Jahr als Gebietsweinkönigin stets nebeneinander gestanden, berichtet sie. Am Wein mag sie die „Vielseitigkeit und Abwechslung“, liebt die Arbeiten im Keller wie im Weinberg, in der Herstellung wie in der Vermarktung.

Als älteste Tochter einer Winzerfamilie wurde sie schon früh mit den zahlreichen Aufgaben im Weingut vertraut. Das Studium der Weinbetriebswirtschaft an der Hochschule Heilbronn war ihr schon „zu weit weg vom Weinberg“, so dass sie nach zwei Semestern eine Ausbildung zur Winzerin vorzog und in das Duale Studium für Weinbau & Oenologie in Neustadt wechselte, das sie 2015 erfolgreich abschloss.

Schon früh engagierte sie sich für den Weinausschuss der Landjugend und war Gründungsmitglied der Jungwinzervereinigung „Wein.Im.Puls – Junges Württemberg“, die sie derzeit gemeinsam mit rund 40 weiteren Mitgliedern in eine Genossenschaft überführt. In der Generation Riesling ist sie ebenfalls aktiv.

Sie sei politisch sehr diskussionsfreudig, sagt Mara und vertritt klar die Meinung: „Wer meckert, soll es besser machen!“ Um selbst noch besser zu werden, hat sie als Württemberger Weinkönigin Anfang 2016 am TOP-Kurs der Andreas-Hermes-Akademie, dem Bildungswerk des Deutschen Bauernverbandes, teilgenommen. Bereits als Vaihinger Weinprinzessin hatte sie großen Spaß daran, Menschen das Produkt Wein näher zu bringen und am modernen Bild des Weinlands Deutschland zu arbeiten. Wenn Sie „den Kopf frei braucht“, joggt sie durch den Wald hinter dem heimatlichen Weingut in Ensingen, oder genießt die Zeit mit Freunden.


 

In der Lichtenrader John-Locke-Siedlung wird am 2. September 2017 von 10 bis 16 Uhr ein „Kiezflohmarkt“ stattfinden. Unter dem Motto „Des einen KREMPEL ist des anderen SAMMLERJUWEL“ können verborgene Schätze auf dem „Stadtplatz“ angeboten und erworben werden. An 25 Marktständen können sich Raritäten und Kellerschätze präsentieren.
Flohmarkt johnlocke02092017
Zu dieser Aktion lädt STADT UND LAND ein. Mit Unterstützung vom Mieterbeirat der Lichtenrader Siedlung werden die Einwohner zum Mitmachen aufgefordert. Die Stände werden von der Wohnungsbaugesellschaft kostenfrei zur Verfügung gestellt. Auch eigene Tische können mitgebracht werden. Es gilt jedoch, dass man sich vorher bis zum 23. August bei STADT UND LAND angemeldet haben muss.

Bei der Flohmarktatmosphäre kann gerne auch ein Ort der Begegnung und zum Kennenlernen der Mieterinnen und Mieter entstehen. Wer also einfach nur mal schauen und reden will, ist herzlich willkommen. Auch interessierte Lichtenraderinnen und Lichtenrader, die nicht im unmittelbaren Kiez wohnen, sind herzlich eingeladen.

Die Idee für diese Anwohneraktion wurde von der Berliner Abgeordneten Melanie Kühnemann eingebracht, die am Platz im John-Locke-Kiez ihr Bürgerbüro hat. Melanie Kühnemann und ihr Team werden an diesem Tag mit einem Krempelstand dabei sein. Das Bürgerbüro hat ebenfalls seine Türen für interessierte Besucherinnen und Besucher geöffnet. Die Abgeordnete ist begeistert von dem Standort ihres neuen Bürgerbüros und wie es angenommen wird: „Die John-Locke-Siedlung ist schon immer ein ganz besonderer Platz in Lichtenrade gewesen, und seitdem ich mit meinem Bürgerbüro dort bin, ist mir die Siedlung noch mehr ans Herz gewachsen. Vor allem der tolle Stadtplatz lädt zum Verweilen, Quatschen oder zum Flohmarkten ein. Toll, dass sich Stadt und Land so unkompliziert und großzügig um die Umsetzung gekümmert hat. Super Sache. Ich hoffe, dass es ein Erfolg wird, dass viele aus ganz Lichtenrade vorbeischauen und vielleicht das ein oder andere Schnäppchen machen.“

Wer dann eine kleine Stärkung benötigt, kann zum Beispiel in der relativ neuen Bäckerei „Yellow“ vorbeischauen.

Auf dem Platz wurde im August 2016 die Halbzeit der Sanierungsarbeiten gefeiert.
Thomas Moser (auch Fotos)


 

Das war sehr knapp! In einer bundesweiten Onlineabstimmung hat der Spielplatz im Volkspark Lichtenrade ein Preisgeld von 1000 Euro errungen. Die von Fanta und dem Deutschen Kinderhilfswerk getragene Fanta-Spielplatz-Initiative vergibt je nach erreichten Platz gestaffelte Förderungen für 150 Spielplätze im Gesamtwert von 198.500 Euro. Und der Lichtenrade Volkspark hat es mit vielen Unterstützern zumindest geschafft den letzten von 150 Plätzen zu erreichen. Damit lag Lichtenrade nur sieben Stimmen vor dem nächsten Platz, der sich ohne Preisgeld geschlagen geben musste. Lichtenrader Aktive haben über verschiedene Netzwerke und Facebook-Gruppen täglich um Unterstützung gebeten und manchmal förmlich gebettelt. Und es hat letztendlich geholfen. Da an den ersten Tagen die Abstimmung aus technischen Gründen nicht möglich war, kann man von täglich durchschnittlich 65 Abstimmungen für Lichtenrade ausgehen. Insgesamt 1703 Stimmen wurden für Lichtenrade abgegeben.
Spielplatz volkspark Fanta Kinderhilfswert
Im Vorfeld erläuterten uns Experten vom Kinderhilfswerk, dass nach den bisherigen Erfahrungen es Großstädte bei solchen Aktionen immer besonders schwer haben. Die Netzwerke in kleineren Gemeinden und Dörfern sind oft viel enger. Wenn dort Bürgermeister oder Vereinsvorsitzende zur Teilnahme auffordern, wird es auch gemacht. Wenn man diesen Aspekt betrachtet ist es besonders erstaunlich, dass es der Lichtenrader Kiez geschafft hat. Für künftige Aktionen ist natürlich noch deutlich Luft nach oben.

Auch die Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler rief im Vorfeld zur Unterstützung auf:Das Engagement der ehrenamtlich Verantwortlichen vom Trägerverein Lichtenrader Volkspark und Family & Friends e.V. ist seit Jahren bewunderns- und unterstützenswert! Der Spielplatz im Lichtenrader Volkspark kann mit Drittmitteln wieder hergerichtet und evtl. erweitert werden.“

Die Initiatoren vom Volkspark Lichtenrade und von Family & Friends sind erleichtert: „Unglaublich, aber wahr! Es hätte nicht eine Stimme fehlen dürfen. Es ist geschafft! Wir tragen jetzt ein Preisgeld von 1000 Euro nach Hause und gönnen den Kindern im Volkspark Lichtenrade eine neue Schaukel. Weil es dafür noch nicht ganz reicht, haben Herr Stahl von „Die Kurve“ 200 Euro nachgelegt und 100 Euro kamen vom Lichtenrader Imker Christian Marscheck. Damit ist die neue Schaukel finanziert!

Es gab auch noch andere mit Spendierhosen an. Hiervon wird noch zu erzählen sein. Evas Seidenfloristik tut noch etwas in den Topf. Damit ist das Ausbuddeln der alten Schaukel und das Einbuddeln der neuen bezahlt. Etwas Farbe für die Spielgeräte wäre noch schön. Wir schauen auch, dass es mit etwas Glück den Sand vom Amt gibt. Der gehört unter die Spielgeräte, damit es bei unvorhergesehenen Stürzen zu einer Abfederung kommt. Wir arbeiten weiter, damit nicht nur repariert werden bzw. haltbar gemacht werden kann. Klettern und Rutschen können wäre schön. Wir arbeiten dran.“

Die Kinder, auch besonders aus den angrenzenden Kindertageseinrichtungen, werden es danken.

In diesem Zusammenhang wird auf eine neue Aktion in der Bahnhofstraße „Kunst in Aktion“ hingewiesen. Dort wird in einem Ferien-Workshop am 24. August 2017 vor der Bahnhofstraße 27 zwischen 11 und 18 Uhr eine legendäre alte „Ente“, korrekt heißt das legendäre Auto Citroën 2CV, künstlerisch aufgehübscht.
Ente fuer Kunst Aktion
Martin Tomiak spendiert dieses Kultauto (Foto: Sylvia Zeeck)
Und so ganz nebenbei wird für die Unterstützung des Spielplatzes im Volkspark Lichtenrade geworben.

Wie gesagt, beim Spielplatz hat man sich noch einiges vorgenommen. Dafür kann auch direkt an den Volksparkverein gespendet werden. Spendenbescheinigungen werden auch ausgestellt. Die Bankverbindung des gemeinnützigen Trägervereins Lichtenrader Volksparks ist: IBAN: DE38 1001 0010 0447 4531 08 BIC: PBNKDEFFXXX

Auf einen kinderfreundlichen Spielplatz im Volkspark Lichtenrade!

Thomas Moser

30. Wein- und Winzerfest in Berlin-Lichtenrade

am Dorfteich, Alt-Lichtenrade, 8. – 10. September 2017

Es ist mehr als nur irgendeine kleine Tradition. So ein Fest über 30 Jahre auf die Beine zu stellen, kann man für Lichtenrade schon als eine Sensation bezeichnen. Die Aktionsgemeinschaft Bahnhofstraße, mit dem besonderen Engagement der damaligen Geschäftsführerin Beatrix Bockenkamp, hat für den Beginn dieser Tradition gesorgt. Die Bahnhofstraße in Lichtenrade sollte belebt werden und Beatrix Bockenkamp hatte gute Verbindungen zu Winzern. Viele Winzer kamen über viele Jahre, einige sind heute noch dabei. Dann kam die Aktionsgemeinschaft in eine Krise und damit stand fast das Wein- und Winzerfest auf der Kippe. Family & Friends e.V. haben sich mit der Aktionsgemeinschaft und anderen Lichtenrader Künstlern und Initiativen verknüpft und das Wein- und Winzerfest nicht sterben lassen. Zwar ist der Verein aus Westend, ursprünglich eine Spielplatzinitiative, hat aber dort viele Erfahrungen mit großen Festen gesammelt. Mittlerweile ist der Verein auch in Lichtenrade gut etabliert und unterstützt Kunst- und andere Aktionen. Der Verein "Family & Friends" ist auch die treibende Kraft, damit der Spielplatz im Volkspark Lichtenrade erneuert und verbessert werden kann.

Da die Begeisterung der Geschäftsleute in der Bahnhofstraße in Lichtenrade sich in Grenzen hielt, um es mal ganz freundlich auszudrücken, suchte man nach alternativen Möglichkeiten. So kam der Dorfteich Lichtenrade ins Spiel. Das Wein- und Winzerfest hat sich nun zu einem Fest mit einem ganz besonderen Flair entwickelt. Im Übergangsjahr gab es dann noch eine Konkurrenz Wein-Veranstaltung in der Bahnhofstraße. Durchgesetzt hat sich jedoch das Original-Wein- und Winzerfest, jetzt halt  am Dorfteich. Dafür geht es sogar über drei Tage. Es wird ohne Eintritt immer ein attraktives künstlerisches Beiprogramm angeboten. Ganz wichtig ist es, dass es keine Ramsch-Stände gibt. Qualität hat sich durchgesetzt. Es sind viele interessante kunsthandwerkliche Stände dazugekommen.

Ein Wein- und Winzerfest mit einer besonderen Qualität und Atmosphähre und mit vielen Winzern! Wir wünschen weiterhin viel Erfolg! Thomas Moser


Und nun konkret zum Wein- und Winzerfest 2017

Happy Birthday Blues

Ich liebe es, mit Wein zu kochen. Manchmal gebe ich ihn sogar ins Essen.

Ein runder Geburtstag steht an: Zum 30igsten Mal präsentieren vom 8. - 10. September 2017 rund 30 Winzer aus ganz Deutschland und Österreich ihre edlen Tropfen bei einem der schönsten und ältesten Wein- und Winzerfeste Berlins rund um den Lichtenrader Dorfteich. Menschen, die Wein machen, treffen auf diejenigen, für die sie das tun: persönlich, kompetent und vor allem gut gelaunt!

Nach Herzenslust kann gefachsimpelt werden. Oder der laue Abend bei einem Fläschchen Wein genossen werden, dazu ein passender Snack – von Flammkuchen bis zu Käsespezialitäten - bei Live-Musik und mit guten Freunden!

Bühnenprogramm …

Apropos Live-Musik: Shake, swing, click your fingers, clap your hands, move your body and doo-wop-doo-da: Berlin hat seit geraumer Zeit eine neue Blueskapelle.
Taschenbluesorchester ohne Text
Promo-Foto
Ach was, sogar ein ganzes Bluesorchester. Ohne Bass und ohne Schlagzeug bringen Lorenz & das Taschenblues­orchester (Fr, ab 19 Uhr) authentisches Juke-Joint-Feeling auf jede Bühne. Zur Band gehören Peter Lorenz, Maler, Künstler und stimmgewaltiges Blues-Urgestein, "dessen Stimme den Anschein erweckt, als hätte er tags zuvor literweise Zuckerrohrschnaps getrunken", Gitarrist Richard Arame, der schon an der Seite von Isaac Hayes oder Martha Reeves auf der Bühne gestanden hat, "the man on the ivories" Marco Kläring am Piano, Regisseur und Gitarrist Jens Schmiedl und der Berliner Harper Matthias Stolpe.

Samstagabend in einem Club in Chicago: Im schummrigen Licht der Bühne tummeln sich zahlreiche Besucher, auf der Bühne beginnen die Musiker ihre Samstagabendshow. Nach dem ersten Song geht der Gitarrist ans Mikro und kündigt den Sänger der Band an und ein Abend mit bester Bluesmusik beginnt. Wem jetzt der Weg ins Mutterland des Blues zu weit ist, muss auf einen solchen Abend keineswegs verzichten, ein Abstecher zum Lichtenrader Dorfteich sorgt für den gleichen Unterhaltungswert. „Good Time Blues“ ist nämlich die beste Umschreibung für die Musik von Eb Davis & The Superband (Sa, ab 19 Uhr).
Eb Davis  the Superband
Promo-Foto
Als Mitglied der Drifters kam der amerikanische Blues- und Soulsänger Ebylee Davis, der vorher mit Leuten wie Rufus Thomas, Wilson Pickett und Isaac Hayes gespielt hatte, nach Europa. Hier gründete er Mitte der Neunziger seine Superband, mit der er noch jeden Saal zum Kochen bringt. Folgerichtig wurde ihm im Juni 2008 der offizielle Titel „Blues-Ambassador to the State of Arkansas (USA)“ verliehen und der Deutsche Rock- und Pop-Musik-Verband wählte ihn im Herbst desselben Jahres einstimmig zum besten R&B-Sänger.

Der Sonntag beginnt traditionell mit einem ökumenischen Gottesdienst (So, ab 11 Uhr), gefolgt vom Lichtenrader Gospelchor (So, ab 12 Uhr).

Den Abschluss bilden More Town Soul (So, ab 17 Uhr). Wie der Name schon andeutet, hat sich die 10-köpfige Berliner Band mit teilweise Lichtenrader Wurzeln dem Soul aus den großen Zeiten der Wilson Picketts, Aretha Franklins und James Browns verschrieben. Mit tollen Soul-Stimmen und fetzigen Bläsersetzen sorgen sie für Party-Stimmung am Lichtenrader Dorfteich.

Walk-Acts …

Die Jazzpolizei (Sa und So, ganztägig), eine akustische Marching Band bewaffnet mit Megaphon und Trompete, Banjo und Sousaphon, gibt dem Hot Jazz genau das zurück, was ihm verbiesterte und "in Ehren ergraute" Studienräte und Zahnärzte gründlich ausgetrieben haben: den Spaß und die Lust am Spiel fürs (und mit dem) Publikum.

Und das reagiert prompt, im Handumdrehen haben die drei in überdrehten Polizei-Uniformen agierenden "Ordnungshüter" ein Lächeln auf die Gesichter gezaubert. Jazz war von Anfang an auch Tanzmusik, die mit viel Humor zelebriert wurde. Die Jazzpolizei belebt diese Tradition neu: Nie gehörte Interpretationen bekannter Titel wechseln sich mit Situations-Komik, Klamauk- und Slapstick-Einlagen ab. Und dabei sind einige ihrer Stücke so schnell, dass sie sie in der Stadt nur mit Blaulicht spielen dürfen!

und Kunsthandwerk

Ergänzt wird das Lichtenrader Weinfest durch eine große Kunsthandwerkermeile. Künstler und Kunsthandwerker stellen hier ihre Produkte aus, lassen sich bei der Arbeit über die Schulter schauen und verkaufen ihre selbst gefertigten Kunst-Stücke an Ort und Stelle.

Genau das Richtige, um sich jahreszeitgemäß auszustatten. Und ob praktisch-schön, überraschend-edel oder überflüssig-genial - sie haben immer eines gemeinsam: Sie sind originell - und - original!

Das Winzerfest ist in jedem Falle eine Reise nach Berlin und bis nach Lichtenrade wert!

Programm

Fr. 16:00 Uhr

Eröffnung

Fr. 19:00 - 22:00 Uhr

Lorenz & das Taschenbluesorchester – Finest Rhythm’n’Bar Room Blues

Sa. 19:00 – 22:00 Uhr

EB Davis & the Superband – Goodtime Blues with a whole lotta Soul!

So. 11:00 – 12:00 Uhr

Ökumenischer Gottesdienst

So. 12:00 – 13:00 Uhr

Lichtenrader Gospelchor

So. 15:00 – 16:00 Uhr

Bigband der Musikschule Spandau

So. 17:00 - 20:00 Uhr

More Town Soul – Best of Soul

Sa. und So. – ganztägig

Die Jazzpolizei – Komik & Klamauk

 
Alle Fotos Thomas Moser, sofern nicht gesondert als Promo-Foto gekennzeichnet.

Auf einen Blick

Datum:           Freitag, 8. September 2017, 16.00 – 23.00 Uhr

                        Sonnabend, 9. September 2017, 12.00 – 23.00 Uhr
                        Sonntag, 10. September 2017, 10.00 – 20.00 Uhr


Ort:                 am Dorfteich, Alt-Lichtenrade, 12309 Berlin

Eintritt:          umsonst & draußen

ÖPNV:            S-Bhf Lichtenrade, Bus 175, 275, 176, M76, X76


 

Der Sommermonat August hat zwar nicht so viele Veranstaltungshöhepunkte, aber viele kleine Oasen verdienen es besucht zu werden:

Wie wäre es denn mal wieder, dass Tempelhofer Feld zu besuchen und vielleicht eine kleine Fahrradrunde zu drehen? Aber auch der Francke-Park mit dem Tiergehege hinter dem Rathaus Tempelhof und die Grünanlage „Marienhöhe“ sind sehr schön. Die ufafabrik und sein Café Ole sind natürlich kulturelle Highlights. Ganz in der Nähe ist auch der MedienPoint Tempelhof in der Werderstraße, wo es immer was zum Schmökern und Schauen gibt. Aber auch der Tempelhofer Hafen am Teltowkanal -mit dem Blick auf das Ullsteinhaus- ist immer wieder für einen Besuch geeignet. Im Marienpark, auf dem ehemaligen GASAG-Gelände, findet erstmals das Deutsch-Amerikanische Volksfest bis zum 13. August statt. Also doch ein Highligt ;-) … Auch auf diesem Gelände befindet sich die Amerikanische Brauerei „Stone Brewing World Bistro & Gardens“, die man gesehen haben sollte. Weiter geht es über den schönen Volkspark Mariendorf in den Süden des Bezirks.

Bei meinen Empfehlungen darf natürlich der Naturpark Marienfelde und die Naturschutzstation am Diedersdorfer Weg nicht fehlen. Lichtenrade und Marienfelde kann mit dem ehemaligen Grenzweg als Naherholungsstreifen immer wieder punkten. In Lichtenrade gibt es die kleinen Wäldchen, aber auch die Marienfelder Feldmark ist sehr schön.

Der Naturpark Schöneberger Südgelände und der Britzer Garten grenzen zumindest an Tempelhof und sind immer wieder einen Ausflug wert. Es gibt doch eine ganze Menge in Tempelhof!


 


WERDI08 2017