Aus Anlass des Todes von Bernhard Hoffmann, früherer Bezirksbürgermeister von Tempelhof, wird im Foyer des Rathauses Tempelhof ein Kondolenzbuch ausgelegt.
Bernhard Hoffmann Bezirksbrgermeister
Bernhard Hoffmann, wurde am 15. Oktober 1919 als dritter Sohn eines Maschinenbauers in Berlin geboren.

Nach der Beendigung des Kriegsdienstes hat er sein Architekturstudium an der Technischen Universität Berlin vollendet, war erst im Planungsamt Wilmersdorf tätig, später stellvertretender Planungsamtsleiter in Neukölln und wurde 1959 Baustadtrat in Tempelhof. Dort wählte man ihn  ab dem 25. Februar 1965 zum Bürgermeister. Nach der Wiederwahl am 12. Mai 1971 blieb er Bezirksbürgermeister bis zum 3. Juni 1975.

In seiner Amtszeit wurde unter anderem die kommunale Partnerschaft zwischen Nahariya und dem damaligen Bezirk Tempelhof begründet. Diese war 1970 die erste zwischen einer deutschen und einer israelischen Gemeinde.

Mitglied der SPD war er seit 1953, nachdem er bereits 1933 der Jugendorganisation dieser Partei angehörte.

Für seine Verdienste als Kommunalpolitiker wurde ihm am 5. September 1975 das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland vom Bundespräsidenten verliehen.

Bernhard Hoffmann war nicht nur ein tüchtiger Bauchfachmann und Kommunalpolitiker, er hat sich auch in seiner wenigen Freizeit künstlerisch betätigt. Anlässlich seines 50. Geburtstages wurden einige Zeichnungen und Aquarelle von ihm im Rathaus Tempelhof ausgestellt.

Er wurde für seine liebenswürdige und verbindliche Art sehr geschätzt.

Am 25. Oktober 2017 verstarb Bernhard Hoffmann im Alter von 98 Jahren.

Bezirksverordnetenvorsteher Stefan Böltes und Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler sprechen gemeinsam den Angehörigen und Freunden die allerherzlichste Anteilnahme aus. Bernhard Hoffmann hat das politische Leben und den Bezirk Tempelhof stark geprägt.

Die Bezirksbürgermeisterin von Tempelhof-Schöneberg Angelika Schöttler hat sich als Erste in das Kondolenzbuch eingetragen.

Ab sofort haben die Berliner_innen bis Freitag, den 10. November 2017 täglich von 8 bis 18 Uhr die Möglichkeit, zu kondolieren.

Das Buch wird im Foyer des Rathauses Tempelhof, Tempelhofer Damm 165, 12099 Berlin, ausgelegt.
Bernhard Hoffmann Bezirksbuergermeister2
Fotos von der Bezirksbürgermeister-Galerie im Rathaus Tempelhof (Foto Thomas Moser)
Ich durfte ihn noch als sehr freundlichen Herren kennenlernen! "Mein" erster Bezirksbürgermeister! Der "Hoffmann-Tag" anlässlich des eigenen Geburtstages war vor langer, langer Zeit für Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein sehr geschätztes "Geschenk". Meine aufrichtige Anteilnahme. Thomas Moser


 

Familienvorstellungen

Fr. 10.11. Beginn: 11 Uhr Eintritt: alle 4-€

SA+SO, 11.+12.11. Beginn: 15:00 Eintritt: Kinder 4,-€, Erw. 7,-€

Im Theatersaal der ufaFabrik Viktoriastr. 10-18 12105 Berlin

Direkt am Tempelhofer Damm, 1 Minute von der U6-Ullsteinstraße, Bus: 170, N6 und N84

Zuschauer & Kartentelefon:  030 • 75 50 30

www.ufafabrik.de

Vor 31 Jahren startete zum ersten Mal in Berlin ein Circus, in dem ausschließlich Kinder mitmachten. Über 6000 junge Künstler traten seither hier auf. Für einige unter ihnen wurde der Grundstein für eine erfolgreiche Karriere gelegt.

International bekannte Jongleure wie Tuan Le und Andreas Wessels, BMX –Akrobat Frank Wolf oder Magic-Entertainer Daniel Reinsberg - sie alle gelten heute als Stars in der Varieté- und Cabaret-Szene. Hier standen sie zum ersten Mal auf der Bühne.
KiCi Jub 2011 C Annette Koroll
Foto: Annette Koroll
26. kinder C.gross

Zum 31. Berliner KinderCircus-Festival möchten wir Sie/Euch herzlich einladen und rufen: „Manege frei für die jungen Artisten der Stadt!“

Kaum zu glauben! Die dritte Generation der KinderCircus-Artisten ist erwachsen und schon stehen die Youngstars in den Startlöchern und begeistern mit einer rasanten Show voller Witz und Lebensfreude. Von

Flic-Flac und dreistöckiger Pyramide, von Kugellauf bis Bauchtanz ist alles geboten was Spaß macht und das Publikum zum Staunen bringt.

Akrobaten, Breakdancer, Tänzerinnen, Clowns und Jongleure zeigen eine Show voll Witz und Lebensfreude. Geprägt sind die Shows des Berliner KinderCircus-Festival, welches zwei Mal jährlich stattfindet,  von der unnachahmlichen Energie und Bühnenpräsenz der jungen Talente, die ihr erlerntes Können dem Publikum präsentieren – und der Freude, wenn beim Finale alle mit strahlenden Augen gemeinsam auf der Bühne stehen.

Ein unvergleichliches Erlebnis, das junge Menschen ermutigt und ihr Selbstvertrauen stärkt.

Circusschule ufaFabrik

Underground Championship – Jugendshow
Fr, 10.11. Beginn: 19:00

Eintritt: Kinder: 5€ Erwachsene: 10,-€l

Die Circusschule der ufaFabrik präsentiert: Underground Championship Berlin. U-Bahn. Jugendliche treffen aufeinander.
300 Underground Championship Selfi  Leonid Lunart
Underground Championship Selfi Leonid Lunart
300 Underground Championship Einrad T.Russell   ufaFabrik
Underground Championship Einrad T.Russell - ufaFabrik

Spannung. Es liegt was in der Luft. Pöbeln mit Jonglagebällen, Battle mit Breakdance, akrobatische Spots. Einsatz von Seilen und Reifen. Der U-Bahn Wagon wird zum Schauplatz für artistische Begegnung. 20 Jugendliche aus der Circusschule der ufaFabrik haben in Eigenregie diese Show inszeniert und laden Euch ein bei der Probefahrt dabei zu sein.

Steigt ein! 

Hintergrund: Der ufaFabrik-Kindercircus

Ein Circus zum Anfassen

1979 entstand in der ufaFabrik eine damals neue Programmrichtung aus Musik, Cabaret und Varieté - der ufaFabrik-Circus war geboren. Zunächst bestand der Circus aus erwachsenen Mitgliedern, die ihre Kunst als Abendveranstaltung präsentierten. Der treibende Impuls bestand darin, selber aktiv künstlerisch tätig zu sein und die dabei empfundene Lebensfreude auf die Zuschauer zu übertragen - und das alles ohne allerhöchste Perfektion aufbringen zu müssen. Inspirieren und zum Nachahmen bewegen, das war unserZiel. „Schaut her, jeder kann künstlerisch aktiv sein, steh auf und mach mit!“

Nach unermüdlichen Drängeleien unserer jüngsten Zuschauer „Ich will auch Clown werden!“ und „Kann man bei Euch auch Akrobatik lernen?“ starteten wir die ersten Workshops für Kinder. Die Kinder gaben die Rolle des Zuschauers auf, um selbst aktiv zu werden, ob als Bildhauer, Musiker, Clown oder Sportler.

Mit dieser Erkenntnis und dem Wissen, dass Kultur nicht auf der Opernbühne anfängt, sondern bei unseren Kindern, gründeten wir parallel zum Abendprogramm den ufaFabrik-KinderCircus. Je mehr wir jedoch gleichzeitig in Kursen unser Wissen über Jonglieren, Akrobatik und Clownerie an die Kinder weitergaben, desto mehr wollten die Kinder ihre eigene Show gestalten: Kinder machen Circus für Kinder! So wurde die Idee zum ersten Berliner KinderCircus-Festival geboren. Vor 31 Jahren erarbeiteten die Kinder in Zusammenarbeit mit den Artisten und Musikern ihre erste große Show. Seither trainieren Jungen und Mädchen ab vier Jahre unter Anleitung aktiver und professioneller Artisten. Die Trainings sollen den Kindern vor allem Spaß machen und wenn sie im Laufe der Zeit entdecken, was sie alles können, wachsen sie stolz über sich hinaus. Auch Kreativität und Teamgeist entwickeln sich in den Übungsstunden. So genießen die Kids gemeinsam dem großen Auftritt auf dem Berliner KinderCircus-Festival und den Applaus für die harte und oft schweißtreibende Arbeit. Nachwuchs ist stets willkommen. In regelmäßigen Kursangeboten und Workshops werden Circus begeisterte Kinder und Jugendliche in Akrobatik, Clownerie und Kugellauf unterrichtet oder sie lernen Jonglieren, Einrad fahren und Zaubern. Auch Trommelworkshops und Breakdance werden angeboten. In konzentrierter Atmosphäre trainieren die Kinder einmal wöchentlich. In den Jonglierkursen fliegt alles in die Luft, was nicht niet- und nagelfest ist. Zu Beginn sind es Bälle und Tücher, später kommen Diabolos und Teller hinzu. Einige Kinder üben sich im Balancieren und Laufen auf großen bunten Kugeln, andere vollführen Flickflacks, Handstand und Saltos, als wäre dies das Einfachste der Welt.

Vor oder nach den Trainings können die Kids bei den Tieren auf dem Kinderbauernhof vorbeischauen. Die Ponys, Kaninchen, Frettchen und Schweine freuen sich über Besuch und Streicheleinheiten.


 

Historische Eisenbahnen und 35 Jahre Modellbahn in der Schule

Die Modelleisenbahnen versetzten wieder die Herzen der Fans in Verzückung. Die Gustav-Heinemann-Schule in Marienfelde verwandelt sich schon seit Jahren in den Herbstferien zu einem Eldorado für Modellbahnliebhaber. Und in diesem Jahr gab es an den zwei Tagen so viele Anlagen wie noch nie zu sehen. 42 Stationen konnten bestaunt werden, darunter waren viele Anlagen und Schaukästen mit besonderen „Leckerbissen“.

Die Augen glänzten bei den Besucherinnen und Besuchern bei den meist rollenden Zügen, Autos und liebevoll gestalteten Bahn- und Hausmodellen aus verschiedenen Epochen. Unterschiedliche Spurbreiten und Antriebstechniken wurden präsentiert. Ob Wechsel- oder Gleichstrom oder mit Handaufzug, ob aus Metall oder auch aus Pappbögen, die historische Modellbahnausstellung ist immer wieder ein absoluter Höhepunkt in Marienfelde.
Historische Modellbahn Ausstellung TRIX Marienfelde GHO 2017 27



Die Ausstellung wird von den TRIX Freunden Berlin mit viel Engagement vorbereitet. Cheforganisator Dieter Weißbach freut sich über die sehr gute Zusammenarbeit mit der Schule. Und Modellbahnen haben in der Schule schon seit 35 Jahren Tradition.



Viele Anlagen und ein roter Faden

Viele Klassenräume, ein Saal und der große Vorraum haben die Ausstellung für Groß und Klein beherbergt. Sammler und Freunde von historischen Modelleisenbahnen sind voll auf ihre Kosten gekommen. Aber auch die kleinen Besucher haben große Augen bekommen und trotz Internet und Smartphone den Mund kaum zubekommen. Leider waren die Besucherzahlen wegen der Sturmwetterlage nicht ganz so gut wie im Vorjahr. Die Menschen, die sich rausgewagt haben, waren aber ganz und gar zufrieden.



Historische Modellbahn Ausstellung TRIX Marienfelde GHO 2017 27
Der Schwerpunkt der Ausstellung ist der historische Teil. Die meisten dieser Bahnen waren im Fahrbetrieb zusammen mit dem historischen Zubehör zu bewundern. Es wurden ebenfalls Vitrinen für bestimmte Themen und Sammelgebiete präsentiert. Die teilweise sehr seltenen Bahnen und Exponate werden von Sammlern aus dem In- und Ausland nach Berlin gebracht. Aus den Niederlanden, aus Großbritannien, aus der Schweiz, Österreich und aus anderen Ländern kamen die Aussteller. Sie sind selbst alle Fans von diesen kleinen Wunderwerken und freuen sich jährlich auf die Reise nach Berlin-Marienfelde. Ein spannender Austausch mit den anderen Fachexperten ist der Lohn für die teilweise weiten Anreisen.

Schwerpunktthema war diesmal „TRIX EXPRESS 1937“. Auf der Leipziger Herbstmesse 1937 stellte TRIX EXPRESS im Leipziger Messehaus Petershof die erste serienmäßige 2 C 1-Schnellzuglokomotive für eine 00-Tischbahn vor. Zusätzlich wurden mit der TRIX EXPRESS-Modellserie lange Schnellzugwagen und Güterwagen in sehr detaillierter Ausführung angeboten. Nach nur zwei Jahren ist aus der kleinen zweiachsigen Spielbahn-Lokomotive vom Frühjahr 1935 eine maßstäbliche Modellbahn-Lokomotive mit realer Achsfolge entstanden. In der Programmankündigung hieß es ergänzend: „Die rasante Entwicklung der TRIX EXPRESS Tischbahn zeichnet sich durch eine Fülle beispielhafter Entwicklungen und Erfindungen aus, mit denen innerhalb weniger Jahre von 1935 bis 1939 aus einer Spielzeugbahn eine vollwertige Modelleisenbahn entstand und damit Bahnen dieser Baugröße in die Wohnzimmer der Bevölkerung gebracht wurden. In diesem Jahr 2017 blicken wir unter anderem auf die Messeneuheiten des Jahres 1937 zurück. Vor der TRIX EXPRESS Modellbahn wurde von den Vereinigten Spielwarenfabriken Nürnberg unter der Führung von Stephan Bing noch anderes bekanntes Systemspielzeug entwickelt und produziert.“

Von weit her kamen die Aussteller

Der über 80 jährige John Hopkinson aus Haworth, West Yorkshire ist Mitglied des Verbandes der englischen TRIX-Freunde vom TTRCA und reist schon seit einigen Jahren durch den Kanaltunnel von der Insel an. Er scheint sich bei den Berliner Eisenbahnfreunden sehr wohl zu fühlen.

John Hopkinson (re) mit Organisator Dieter Weißbach

Er präsentiert die mit viel Liebe und Exaktheit lackierten englischen TRIX TWIN Railway Repaintings. Er zeigt und erklärt die Neulackierungen und Lackierungsvarianten, die auch für einen erschwinglichen Preis erworben werden konnten. Der ehemalige Kunstlehrer hatte mit seiner verstorben Frau, die sich für Puppen interessierte, ein Spielzeugmuseum. Wenn John Hopkinson seine Geschichte erzählt, blüht er richtig auf.

Sehr natürlich aussehende historische Bastelbogenzüge aus ganz Europa waren auf Märklin Fahrgestellen (1930-1960) von Bruno Schwender aus der Schweiz zu bestaunen. Pappe für Eisenbahnen kommt für viele Fans nicht in Frage. Hier wurde aber gezeigt, dass auch Pappe und Papier nicht nur simpel und einfach sein muss.

Ein KIBRI Händlerschaustück eines Zeppelin-Flughafen von 1930 und eine Märklin Tischbahn Spur 00 mit Modellen aus dem Jahr 1937 waren zu bewundern. An der Station 2 hat Aussteller Gert die Entwicklung der Stromversorgung von 1910-1935 aufgezeigt.


Dies war ein Eldorado für Elektriker und Eisenbahnfans, die auch mit den Fachbegriffen etwas anfangen konnten.
Die gigantische Dampflok aus Walters Stabil-Metallbaukasten stammt aus der Zeit um 1930 und konnte vor einigen Jahren "nur für Selbstabholer" in Berlin erworben werden.




Spur 0 Tinplate-Bahn mit langen Schnellzügen, DDR Handarbeits- und Serienmodelle der 2 C 1 und Kleinserienmodelle der Spur 0, die auch aus dem Verkehrsmuseum Dresden bekannt sind, waren zu bestaunen.


Der TRIX EXPRESS Adler-Zug von 1962 zog in einer Modellbahnanlage Nürnberg 1835 seine Runden.

Viele liebevolle Details waren auf dieser Anlage vom Christlichen Modellbahnteam Berlin & Umland anzuschauen. So gab es einen besonders detaillierten Bahnhof. Auf dem Friedhof war gerade eine Beisetzung zu sehen.

Besonders ist die Modellbahnanlage der Gastgeber von der Gustav-Heinemann-Oberschule zu erwähnen, die im Foyer besonders die Kinder in den Bann zog.




An der Anlage der Modellbahn-AG der Schule wurde und wird seit vielen Jahren intensiv mit engagierten Lehrern an verschiedenen Teilabschnitten der Berliner Stadtbahn gebaut. S-Bahnen und Fernzüge drehen dort ihre Runden. Schüler und ehemalige Lehrer haben den Fahrbetrieb auf der Anlage gut im Blick. Die AG der Schule feiert in diesem Jahr bereits ihren 35. Jahrestag und vermittelt Schülerinnen und Schülern mit diesem Hobby nach wie vor viel Freude und wichtige Fertigkeiten und Kompetenzen.

Man darf sich schon auf 2018 freuen, wenn genau in der Mitte der Herbstferien die Gustav-Heinemann-Schule wieder zu einer großen Modellbahnanlage wird.

Thomas Moser (auch alle Fotos)

https://trixstadt.de


 

Neuer Wachstumsraum im Süden von Berlin

Das Industriegebiet in der Motzener Straße in Marienfelde hat noch ein erhebliches Wachstumspotenzial zur Ansiedlung von Industrieunternehmen bzw. Erweiterung.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die der Standortexperte Hardy Schmitz zusammen mit der Freien Planungsgruppe Berlin für das Unternehmensnetzwerk Motzener Straße erstellt hat. Die Planer präsentierten die Ergebnisse ihrer Untersuchung unter dem Titel "Perspektiven Motzener Straße" an diesem Mittwoch anlässlich der 5. Standort-Konferenz des Unternehmensnetzwerks Motzener Straße mit dem Bezirk Tempelhof-Schöneberg. Die Konferenz fand unter der gemeinsamen Leitung von Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler und dem Netzwerk-Vorsitzenden Ulrich Misgeld im Rathaus Schöneberg statt.

Für die Studie hatten die Planungsexperten die bereits ansässigen Unternehmen befragt, was aus ihrer Sicht für den Standort wichtig sei und welche Voraussetzungen dazu auch im Hinblick auf die Infrastruktur, die Verkehrsanbindung und die Flächen nötig wären. So besteht bei einer Reihe der dortigen Unternehmen der dringende Wunsch, ihre Areale zu erweitern. In der Studie wurden die Planungen für in der unmittelbaren Nachbarschaft liegenden Flächen untersucht. Im Ergebnis wurden fast 50 Hektar als Wachstumsraum identifiziert. Bis zu 4000 Arbeitsplätze könnten hier neu entstehen.

In der vorgelegten Studie bestätigen die Unternehmen vor Ort die ungebrochene Attraktivität des Standortes, der vor 50 Jahren als Industriegebiet gegründet wurde und heute mit 200 Betrieben und insgesamt rund 5.000 Beschäftigten einer der stärksten produktionsorientierten Standorte Berlins ist. Dabei handelt es sich hauptsächlich um mittelständische Unternehmen aus allen Branchen mit einem innovations- und exportorientierten Geschäft.

Die Planungsexperten sehen den Standort für die Bereitstellung zusätzlicher Ansiedlungs- und Erweiterungsflächen für Industrieunternehmen gut gerüstet.

Die Studie geht auch auf die Verkehrssituation rund um das Industriegebiet ein. Zwar ist der Standort laut Studienergebnis über öffentliche Verkehrsmittel gut angeschlossen, könnte aber durch die Schaffung eines Regionalbahnhaltes am S- Bahnhof Buckower Chaussee deutlich verbessert werden. Die dafür erforderlichen Investitionen fallen nach ersten Erkundungen im Vergleich zur Gesamtinvestition kaum ins Gewicht, seien planungstechnisch möglich und wären eine wichtige Ergänzung zu den hohen Unternehmensinvestitionen.

Aufgewertet werden soll auch das Umfeld der beiden das Gebiet erschließenden S-Bahnhöfe Buckower Chaussee und Schichauweg. Hier sollen moderne Fahrradabstellmöglichkeiten entstehen. Damit gäbe es auch eine gute Grundlage für die Firmen, bei ihrem Personal für die Nutzung der Bahn und von Fahrrädern zu werben.
463 Neuer Wachstumsraum Motzener Str.
Hardy Schmitz, BzBm’in Angelika Schöttler, Frank Braun, BzStR’in Christiane Heiß, Ulrich Misgeld, Thomas Dreusicke (v.lks.n.re.) ©Wirtschaftsförderung Tempelhof-Schöneberg

Die Bezirksbürgermeisterin von Tempelhof-Schöneberg, Angelika Schöttler, erklärt zur Standortkonferenz:

„Ich begrüße die Initiative des Unternehmensnetzwerkes, Zukunftsfragen eines der wichtigsten Industriegebiete unseres Bezirkes aber auch Berlins konstruktiv anzusprechen und mit Politik und Verwaltung zu diskutieren. Das Bezirksamt wird seine Möglichkeiten nutzen, um die Vorschläge zu prüfen und dort, wo es möglich ist, einer baldigen Klärung zuzuführen. Über das eigentliche Netzwerkgebiet hinaus könnten die Wohnbevölkerung und weitere wichtige Gebiete im Süden unseres Bezirkes von den Überlegungen profitieren. Das ist für mich tatsächlich gelebte gesamtgesellschaftliche Verantwortung, die hier von Unternehmen übernommen wird.“

Hardy Schmitz erklärt zur Studie:

"Wir konnten in unserer Untersuchung Maßnahmen vorschlagen, die die ohnehin große Attraktivität des Standortes um die Motzener Straße einmal mehr unterstreichen, aber gleichzeitig neue Entwicklungslinien markieren. Wir konnten Industrie-Potentiale identifizieren, von denen Umwelt und wirtschaftliches Wachstum gleichermaßen profitieren. Das Industriegebiet Motzener Straße zeigt, wie man mit integrierten Konzepten die Zukunft gestalten kann. Mit seinem Potential an Wachstumsflächen, der guten Verkehrsanbindung und seiner dynamischen Unternehmer braucht dieser Standort einen Vergleich mit anderen Gebieten in der Stadt nicht zu scheuen."

Der Vorsitzende des UnternehmensNetzwerks Motzener Straße, Ulrich Misgeld, zeigt sich erfreut über die Studienergebnisse:

"Die von uns beauftragte Studie zeigt die erheblichen Standort-Potentiale auf, die in gemeinsamer Anstrengung in den nächsten zehn Jahren gehoben werden können. Öffentliche Mittel sind dafür nur in geringem Umfang erforderlich. Es geht um politische Entscheidungen, die Raum geben für private Investitionen und den Standort fit machen für nachhaltiges Wachstum und Arbeitsplätze."

Motor der Standortentwicklung ist das mit Unterstützung des Bezirksamtes Tempelhof-Schöneberg vor zwölf Jahren von den Firmen gegründete Unternehmensnetzwerk Motzener Straße e.V. Gemeinsame Initiativen der Unternehmen führten vor fast zehn Jahren zur Errichtung einer betriebsnahen Kita mit inzwischen 80 Plätzen, regelmäßigem Erfahrungsaustausch zwischen den Firmen und zu einem Klimaschutzprogramm, mit dem Ziel, bis 2050 CO2 frei zu sein (Null Emission Motzener Straße „NEMo“). Das Projekt NEMo ist im Rahmen des bundesweiten Innovationswettbewerbes „Deutschland – Land der Ideen“ als „Ausgezeichneter Ort 2016“ prämiert worden." (BA T-S)


 

Lange war es geplant. Jetzt hat es endlich geklappt. Der zweite Industrie- und Wirtschaftstreff des Jahres, zu dem Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung eingeladen hatte, fand in dem Unternehmen IndiaDreusicke Berlin im Nunsdorfer Ring 17 statt. Es gab ein volles Programm.

„Wir freuen uns sehr, wieder einmal in einem richtigen Produktionsunternehmen gastieren zu dürfen, noch dazu in einem Mitgliedsunternehmen unseres dienstältesten Unternehmensnetzwerkes Motzener Straße. Passend dazu haben wir mit Christian Hoßbach – er ist stellvertretender DGB-Vorsitzender der Region Berlin-Brandenburg – einen kompetenten Referenten mit industriepolitischem Schwerpunkt gewinnen können“, so Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler.

Den Anfang machte aber, das ist beim Industrie- und Wirtschaftstreff so üblich, der Gastgeber.

Deutlich sichtbar platziert lag das wohl bekannteste Produkt des Unternehmens, viele Berliner_innen werden dieses Produkt bei sich zu Haus wiederfinden. Die Fritz Box – Made in Berlin. 80 Prozent des Produktes entstehen genau hier im Nunsdorfer Ring.

„Gehäusetechnik, Formenbau, Kunststoffspritzguss, Oberflächentechnik, Baugruppen - wir bringen Kunststoff in Form“, so stellt Firmeninhaber Thomas Dreusicke sein Familienunternehmen vor. Gegründet 1929 von Felix Dreusicke in Berlin - Mitte, Kommandantenstraße. 1996 Einzug in eigene, neu erbaute Räume in Berlin Marienfelde, Rigistraße 11. Seit 2012 Umzug in eigene, wieder neue und nochmals größere Räume in Berlin Marienfelde, Nunsdorfer Ring 17. Er ist stolz auf sein Unternehmen und darauf, dass es ihm nicht nur gelungen ist, Produktionsarbeitsplätze in Berlin zu halten. Er exportiert die Fritzbox sogar nach China. Üblich war in den vergangenen Jahren eher die umgekehrte Entwicklung.
472 Industrie  und Wirtschaftstreff bei IndiaDreusicke
von li n re Christian Hoßbach, Bzbm’n Angelika Schöttler, Silke Gmierek und Thomas Dreusicke © Martina Marijnissen

Der Gastreferent Christian Hoßbach brachte mit seinem Vortrag zur Industriepolitik einen deutlich politischen Schwerpunkt in die Gesamtdiskussion. Viele Jahre fand ein massiver Abbau von Industrie statt, davon hat sich Berlin, wenn man die Stadt mit anderen Bundesländern vergleicht, bis heute nicht erholt. Die Tendenz ist positiv aber noch lange nicht zufriedenstellend. Gerade auch die durchaus kontroverse Diskussion im Anschluss machte deutlich, wie wichtig Industriepolitik für den Bezirk Tempelhof-Schöneberg ist, der einer der industriestärksten Berlins ist.

Beim anschließenden Get together gab es die Idee, dieses Thema in einer Podiumsdiskussion zu vertiefen.

„Hier in den Bestandsunternehmen sind und entstehen neue, gut bezahlte Arbeitsplätze und hier wird ausgebildet. Deshalb ist es so wichtig, die Entwicklungspotenziale zu identifizieren und gemeinsam an der Stärkung dieses Areals mit den vielen Arbeitsplätzen zu arbeiten“, so Schöttler weiter.

Auch das Thema Fachkräftemangel wurde noch behandelt. Silke Gmirek, Geschäftsführerin vom Träger GFBM, hatte kurz die Möglichkeit, das gemeinsame Projekt mit dem Bezirk ‚Geflüchtete in Arbeit‘ vorzustellen. Für die Unternehmen bietet sie ein umfangreiches Betreuungsangebot an. (BA T-S)


 

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Es ist eine gute Tradition, dass den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern vom Rocktreff und Spielfest einige Zeit nach der Großveranstaltung mit einem Brunch für ihren Einsatz gedankt wird.
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Dieses Dankeschön in der Evangelischen Kirchengemeinde Alt-Mariendorf wurde von der ehemaligen BVV-Vorsteherin Petra Dittmeyer (siehe Foto oben) gesponsert. Sie engagierte sich immer in einer besonderen Weise um die Veranstaltung und ist als Vorsitzende des Fördervereins weiter aktiv dabei.

Für den Rocktreff übernimmt traditionell der BVV-Vorsteher die Schirmherrschaft. So hat auch Stefan Böltes dieses Amt übernommen. Für das Spielfest ist die Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler die Schirmherrin.
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Die Rocktreff-Moderatoren (v.lks. Christian Körper, Andie Kraft und Dominik Ziebarth) danken Petra Dittmeyer und Ed Koch.
Bei dem Fest verabschiedete sich Ed Koch (Foto re.) aus seiner bisherigen aktiven Koordinationsfunktion, die er jahrelang als Jugendamtsmitarbeiter und im Ruhestand noch als Honorarkraft wahrnahm. Er sorgte im Hintergrund immer dafür, dass neben den organisatorischen Arbeiten ein Ausgleich der vielen Interessen stattfand.

Ein etwas vorschnell angekündigter Termin für das Rocktreff und Spielfest 2018 konnte nicht bestätigt werden. In Kürze wird jedoch ein Termin veröffentlicht werden. Ed Koch hat alles für seine Nachfolge aus dem Jugendamt vorbereitet und wird künftig eher im Hintergrund der Mariendorfer Traditionsveranstaltung den Sponsoringbereich unterstützen.
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Stadträtin Jutta Kaddatz besuchte ebenfalls die Veranstaltung (3.v.re.)
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Henning Hamann vom MedienPoint Tempelhof und Chef vom Volkspark Lichtenrade Wolfgang Spranger
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Petra Dittmeyer, Henning Hamann, Wolfgang Spranger, Spielfestorganisator Phillip Mengel und von Stromnetz Berlin Jürgen Siegismund (v.lks.n.re.)
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Harald Dittmeyer im Gespräch...
Beim gut besuchten Brunch konnte Ed Koch verkünden, dass sich die bisherigen Träger der Veranstaltung, CPYE und die Rock-Ini Tempelhof, zusammenschließen und ihre Kräfte im gemeinnützigen Verein CPYE bündeln werden. Für das Spielfest ist der Verein MitSpielen e.V. verantwortlich. Der Spielfestleiter Philipp Mengel brachte zum Brunch gleich seinen ganz jungen familiären Nachwuchs mit. Bei professionell gestalteten interessanten Filmen vom vergangenen Rocktreff konnten die Besucherinnen und Besucher in Erinnerungen schwelgen. Natürlich wurde zum reichhaltigen Buffet mit leckerem Grillgut auch noch musikalische Liveunterhaltung geboten.
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Alle Beteiligten freuen sich auf Rocktreff und Spielfest 2018!

Thomas Moser


 

Spätsommer, Herbst – das hat fast schon etwas Wehmütiges. Bevor das Blütenjahr zu Ende geht, bündelt die Natur noch einmal die Farben des Sommers in den Blüten der Dahlien. Der Britzer Garten feiert die beliebte Gartenblume erneut mit einer Sonderschau.

Das Dahlienfeuer hat seinen Standort am Eingang Sangerhauser Weg.

Im ehemaligen Sommerblumengarten blühen ab etwa Mitte / Ende August 8.000 Dahlien in 280 Sorten.
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Der Förderkreis „Freunde des Britzer Gartens e. V.“ ruft in jedem Jahr die Besucherinnen und Besucher auf, die schönste Dahlie bzw. die Dahlienkönigin zu wählen. Gewinnerin im Jahr 2016 war die Seerosendahlie 'Crème de Cassis'. Wer seinen Stimmzettel an der Kasse abgibt, hat die Chance auf schöne Preise – Essenseinladungen für zwei Personen oder Jahreskarten 2018 für den Britzer Garten und die anderen Parks und Gärten der Grün Berlin GmbH.




Anliegen der Gärtner ist es, die Dahlie in ihrer ganzen Vielfalt zu zeigen. Zum einen wird die Farbpalette von Lachs, Orange, Gelb-Rot über helle bis dunkle Rot-Töne bis zu Purpur und Rosa präsentiert.








Andrerseits wird neben dem Spiel der Farben auch die Formenfülle der Dahlie demonstriert. Man unterscheidet verschiedene Dahlien-Klassen nach der Blütenform - z.B. Kaktus-, Schmuck oder Ball-Dahlien. Botanisch handelt es sich bei allen Sorten, ob groß- oder kleinblütig, hoch oder niedrig, um Dahlien-Hybriden, also Zuchtformen.

Der große Formen- und Farbenreichtum dieser Pflanzen reizt sowohl professionelle Züchter wie auch Liebhaber immer wieder, Neuheiten auf den Markt zu bringen. Und auf jeder Gartenschau werden besonders attraktive Sorten prämiert. Aber auch im eigenen Garten können durch Mutation neue Sorten entstehen – Dahlien neigen dazu, solche sogenannten „Sports“ zu bilden.

Der Eintritt in den Britzer Garten kostet während der Sonderschau „Dahlienfeuer“ 3,00 EUR, ermäßigt 1,50 EUR (Jahreskarteninhaber haben freien Eintritt)
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... und es ist Herbst...

Alle Fotos Thomas Moser


 

17. September 2017 Der 17. Berliner Pflegekindertag fand in diesem Jahr unter dem Motto „Fertig machen zur Landung“ auf dem Tempelhofer Feld statt.
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Strahlender Sonnenschein und viele bunte Stände von Pflegekinderdiensten empfingen die Pflegeeltern und ihre Pflegekinder auf dem großen Freigelände des ehemaligen Flughafens. Dieses Familienfest soll besonders ein Dank an die Pflegeeltern sein.

Dies brachte auch der Jugendamtsleiter von Tempelhof-Schöneberg, Rainer Schwarz (re.), zusammen mit dem Geschäftsführer von Familien für Kinder, Peter Heinßen (lks), deutlich zum Ausdruck. Rainer Schwarz begrüßte im Namen der Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler und dem erkrankten Jugendstadtrat Oliver Schworck die vielen kleinen und großen Besucherinnen. Der Jugendamtsleiter betonte die Wichtigkeit der Aufgabe der Pflegeeltern und brachte seine Wertschätzung zum Ausdruck. Rainer Schwarz dankte den Organisatoren vom Träger Familien für Kinder und des Jugendamtes, sowie den vielen anderen fleißigen Helferinnen und Helfern des Festes.


Bereits im Grußwort des Bezirksstadtrates für Jugend, Umwelt, Gesundheit, Schule und Sport brachte Oliver Schworck seine Freude über den Pflegekindertag zum Ausdruck: „Ich freue mich, weil sich für mich die Gelegenheit ergibt, Ihnen für Ihren ganz besonderen Einsatz zu danken. Wir alle wissen: Ohne eine heitere und vollwertige Kindheit verkümmert das ganze spätere Leben. Sie sind es, die für viele Kinder und Jugendliche dies ermöglichen. Sie geben Ihnen, sichere Geborgenheit, Zuwendung und Förderung - ein Zuhause auf Zeit. Nur mit Ihrer Hilfe können die Berliner Jugendämter Sorge dafür tragen, dass für alle Kinder die besten Bedingungen für das Aufwachsen in unserer Stadt gewährleistet sind. Sie stellen sich den Herausforderungen, die Ihre Pflegekinder mitbringen, Sie spielen mit Ihnen, teilen Ihre Sorgen und Nöte, Sie geben ihnen Kraft und Zuversicht auf den Weg. Und Sie lachen und freuen sich mit Ihnen.“ Oliver Schworck lud zum Lachen, Spielen, gemeinsamen Austausch und Begegnung mit anderen Pflegeeltern und Pflegekindern ein. Er brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass dieser besondere Ort zwischen drei Bezirken spielend erkundet wird. Diese Hoffnung wurde dann auch voll und ganz erfüllt.


Auf dem Fest gab es an den vielen Ständen der Pflegekinderdienste die verschiedensten Spiel-, Bastel-, Schmink- und Sportmöglichkeiten für die Kinder.

Beim Kinderzirkus CABUWAZI Tempelhof konnten die Kinder ihr Gleichgewichtsgefühl ausprobieren. Unter Anleitung von Trainerinnen und Trainer probierten die Kinder begeistert Kunststücke aus.

Mit Akrobatik, Kugellaufen, Jonglage und Balance fühlten sich die Kinder ein bisschen wie im Zirkus. Ein Groß-Drachen, der auch am vorherigen Festivaltag für Riesendrachen dabei war, zeigte seine beeindruckende Flugfähigkeit.



Drei gut umlagerte Hüpfburgen und eine Kletterwand rundeten das Angebot ab. Und natürlich konnten Kinder sich auch mit ihren Rädern und anderen Sportgeräten vielfältig auf dem Gelände bewegen.

Leckeres Essen und Getränke luden zum Picknick ein und rundeten für Pflegeeltern und Kindern das Vergnügen ab.

Gefördert wurde die Veranstaltung von der Lotterie „PS-Sparen und Gewinnen“ der Berliner Sparkasse; vermittelt durch die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft.

Pflegeeltern kümmern sich im Auftrag des Jugendamtes, oft auch über einen längeren Zeitraum, um Pflegekinder. Ein spezialisierter freier Träger oder ein Fachdienst im Jugendamt kümmert sich um alle Belange der Pflegeeltern. Interessierte Menschen werden über einen längeren Zeitraum qualifiziert und auf die Aufgabe vorbereitet. Mit den Fachkräften beraten sich die Pflegeeltern vor, während und nach der Aufnahme eines Pflegekindes und kooperieren regelmäßig beispielsweise bei der Erarbeitung der Hilfeplanung. Zudem haben die Pflegeeltern die Möglichkeit, in Pflegeelterngruppen und Fortbildungen Ihr Fachwissen zu erweitern.

Text und Fotos: Thomas Moser

Einige ergänzende Hinweise auf der Berliner Pflegekinderseite:

Wenn Sie ein Pflegekind aufnehmen möchten, müssen Sie nicht verheiratet sein. Auch Alleinstehende und unverheiratete oder gleichgeschlechtliche Paare können ein Pflegekind aufnehmen. Bei einer dauerhaften Unterbringung der Pflegekinder, sollten Eltern und Kind einen familienentsprechenden Altersabstand haben. Aber auch mit 45 Jahren kann man noch Säuglinge und Kleinkinder bei sich aufnehmen.

Da Kinder zum Spielen und Lernen Platz brauchen, benötigen Sie genügend Wohnraum. Das bedeutet aber nicht, dass von Anfang an für jedes Kind ein eigenes Zimmer vorhanden sein muss. Die Zeitspanne vom ersten Infoabend bis zur Aufnahme eines Pflegekindes beträgt ca. 9 Monate. Im Vergleich dazu vergehen zwischen 2 bis 7 Jahren bis Sie ein Adoptivkind aufnehmen können. Sie sollten in gesicherten wirtschaftlichen Verhältnissen leben und mit Ihrem Einkommen unabhängig von den Leistungen sein, die Sie für das Pflegekind erhalten – für das Pflegekind erhalten Sie monatlich unabhängig von Ihrem Einkommen ein Pflegegeld, das den Lebensunterhalt des Kindes abdeckt. Pflegekinder brauchen Zeit und Aufmerksamkeit – wenn es sich vereinbaren lässt, kann der vorwiegend betreuende Elternteil auch berufstätig sein.

Auf die Aufgabe als Pflegeeltern werden sie durch die Pflegeelternschulung vorbereitet. Auch nach der Aufnahme des Pflegekindes können Sie jederzeit fachliche Hilfen in Anspruch nehmen.

https://www.pflegekinder-berlin.de