GrünBerlin-Geschäftsführer Christoph Schmidt, Bezirksbürgermeisterin Dr. Franziska Giffey, Staatssekretär Christian Gaebler und Jochen Sandner-Deutsche Budnesgartenbaugesellschaft (v.lks.n.re.)

Jetzt ist es schon 30 Jahre her, als am 26. April 1985 sich die Tore der Bundesgartenschau in Berlin-Neukölln öffneten. Für 9 DM Eintritt konnten die Zuschauer eine Wunderwelt der Natur erleben. Vorher waren an dieser Stelle nur Felder und Wiesen. Es sollte im vom Umland abgeschnittenen West-Berlin eine neue grüne Erholungsmöglichkeit im Süd-Osten entstehen. Viel Erde wurde bewegt, Wasserflächen, Hügel und interessante Landschaftserlebniswelten entstanden quasi aus dem Nichts. Der Garten, der später in Britzer Garten umbenannt wurde, ist 90 Hektar groß, hat circa 10 Hektar Wasserflächen, umfangreiche Rasen- und Wiesenflächen sowie große Pflanzanlagen und Blumenbeete mit wechselnder Bepflanzung. 3500 Bäume sind im Park, viele davon mussten zur BUGA gepflanzt werden. Der Garten ist heute mehr als beliebt. Ein kleiner Eintrittspreis und die Dauerkartenbesucher sichern einen Teil der Finanzierung dieser großen hundefreien Grünanlage. Es ist ein begehrter Erholungsort, besonders für Neuköllner und Tempelhofer.

Anlässlich des Jubiläums wurde zur Pressekonferenz eingeladen. Direkt am Festplatz vor dem See begrüßte der Geschäftsführer der Grün Berlin GmbH, Christoph Schmidt, die Gäste.


Der Aufsichtsratsvorsitzende Staatssekretär Christian Gaebler betont die Richtigkeit der Entscheidung, dass bereist 1976 in einem Senatsbeschluss die Weichen für die BUGA gestellt wurden. Circa die Hälfte der Kosten, die nicht über die Eintrittspreise gedeckt werden, werden vom Land Berlin finanziert. Für den Geschäftsführer der Deutschen Bundesgartenbaugesellschaft, Jochen Sandner, ist die Qualität und die Beibehaltung von Qualität wichtig. Im Nachnutzungskonzept des Britzer Gartens ist dies vorbildlich umgesetzt worden: „Es ist ein Park zum Wohlfühlen!“ Im Jahr 2012 erhielt der Garten den Ehrenpreis der Deutschen Bundesgartenbaugesellschaft für hervorragende nachhaltige Parkbewirtschaftung.


Für die erst vor einigen Tagen neu gewählte Neuköllner Bezirksbürgermeisterin, Dr. Franziska Giffey, ist der Park „eine tolle Sache in Neukölln. Hier sieht man, dass Neukölln nicht nur aus Problemen besteht.“ Die Bezirksbürgermeisterin war schon vor einigen Tagen im Britzer Garten und hat sich mit Tulipan-Förderern und Sponsoren getroffen. Sie muntert auf, dass im nächsten Jahr noch mehr Paten die prachtvolle Tulpenpräsentation im Park unterstützen. Die jüngste Bezirksbürgermeisterin schmunzelt beim Erzählen: „Hier ist 1978 der erste Baum gepflanzt worden. Da wurde ich gerade geboren.“ Für viele Dauerkartenbesitzer ist der Britzer Garten in den Augen der Bürgermeisterin „die verlängerte Erholungsfläche für den eigenen Balkon. Das ist halt auch Neukölln!“ Über 35000 Gäste haben die beliebten Jahreskarten gekauft. Insgesamt besuchen Jahr für Jahr rund 1,2 Millionen Besucher den Britzer Garten. Bei ihrem letzten Besuch hatte sich Franziska Giffey mit den Gärtnern des Parks unterhalten und richtet einen besonderen Dank an die vielen engagierten Gärtner, die mit viel Liebe und Einsatz im Britzer Garten arbeiten.


Im neu bewirtschafteten und renovierten Café am See „Britzer Seeterrassen“ wurde ein kleiner Zwischenstopp eingelegt. Mit der Parkeisenbahn ging es dann zur gut besuchten Tulpenschau „Tulipan,“ die noch bis einschließlich Mai ihre Tore geöffnet hat. Prächtige Tulpenlandschaften begeistern die Besucherinnen und Besucher!


Im Britzer Garten grünt und sprießt es jetzt überall. Im Jubiläumsjahr werden viele besondere Attraktionen auf die Gäste warten. Zum Beispiel werden Feen am 17. Mai das Areal erobern und der Deutsche Mühlentag findet auch im Mai statt. Am 6. und 7. Juni feiert die Britzer Mühle, die in unmittelbarer Nachbarschaft vom Britzer Garten liegt, ihr 150-jähriges Bestehen. Am 13. Juni werden 1000 Shinnyo Laternen auf dem Wasser die „Lichter der Zuversicht“ symbolisieren.  Am 27. Juni wird das „30-Jahre-Britzer-Garten-Geburtstags- und Sonnenwendfest“ stattfinden. Weitere viele Veranstaltungen, von einem Akkordeonfestival, über Jazz und Rock´n´Roll, werden für alle musikalischen Geschmacksrichtungen etwas bieten. Einer der Höhepunkte wird wieder das große Open-Air-Konzert „Feuerblumen und Klassik“ -eine Verdi-Gala- sein. Die Leipziger Philharmonie, der Jugendchor der Deutschen Staatsoper Berlin und viele Solisten werden die Besucher begeistern. Dieses Jahr sind 150 Musikerinnen und Musiker dabei. Die Karten sind immer schnell ausverkauft, daher sollten interessierte Besucher mit dem Kauf auch nicht lange warten. Die Konzerte mit einem beeindruckenden Feuerwerk sind mittlerweile kein Geheimtipp mehr und viele Besucher nutzen die besondere Atmosphäre für ein Picknick mit Freunden und mit der Familie.

Das Jubiläumsprogramm hat es in sich. Der Britzer Garten ist jedoch immer ein Besuch wert, auch wenn man einfach nur Natur tanken will!

Thomas Moser (auch alle Fotos)

http://www.gruen-berlin.de/parks-gaerten/britzer-garten/uebersicht