Es war wieder etwas ganz Besonderes! Im Bezirk Tempelhof-Schöneberg wurden am 3. Juni 2016 Verdienstmedaillen an langjährig ehrenamtlich tätige Menschen und der Förderpreis des Bezirkes verliehen.


Die Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler freut sich darüber, dass im Rahmen einer würdigen Feierstunde acht Ehrenamtliche in diesem Jahr für ihr besonderes und nachhaltiges Engagement um die Allgemeinheit geehrt werden: „Für unsere Gesellschaft ist das persönliche, ehrenamtliche Engagement unverzichtbar. Bürgerschaftliches Engagement bildet die Basis unserer Demokratie und unseres demokratischen Selbstverständnisses. Ohne den Gemeinschaftssinn und Einsatz der freiwilligen Helferinnen und Helfer wäre in unserem Land und auch in unserem Bezirk vieles nicht möglich. Sie sind es, die unermüdlich – zum Teil über Jahrzehnte – in Vereinen und Einrichtungen in ihrer Freizeit helfen und mitgestalten.“

Eine Jury, die aus Mitgliedern des Bezirksamtes, der Bezirksverordnetenversammlung und einiger gesellschaftlicher Gruppen zusammengesetzt ist, war auch in diesem Jahr für die Prüfung und Auswahl der Vorschläge zuständig.

Der Förderpreis wurde diesmal geteilt

Den Förderpreis des Bezirkes teilten sich diesmal, mit je 500 Euro, der Lichtenrader BC 25 und das ehrenamtliche Team des Café Ulrich.

Der Lichtenrader Fußballclub engagiert sich neben seiner normalen Arbeit auch für Flüchtlinge. Sie kümmern sich um geflüchtete Jugendliche und junge Erwachsene der Einrichtung am Kirchhainer Damm. Einige der dort untergebrachten Jugendlichen haben beim Lichtenrader BC eine neue Heimat gefunden. Die Ehrung nahm die Stellvertretende BVV-Vorsteherin Martina Zander-Rade vor.

Vom LBC 25 nahm die Ehrung der 1. Jugendleiter Peter Noack entgegen.
Das Café Ulrichs ist ein Treffpunkt für Menschen mit HIV / Aids, deren Freundinnen und Freunde und Zugehörige. Darüber hinaus ist es ein Netzwerk in der Nachbarschaft vom Nollendorfplatz. Das Café Ulrichs wird ausschließlich von ehrenamtlich Tätigen organisiert. Die Berliner Aids-Hilfe e.V. ist Träger des Cafés.

Die Laudatio hielt der Bezirksverordnete Matthias Steuckardt (Foto 2.v.re.stehend).

Geehrte Ehrenamtliche arbeiten in den unterschiedlichsten Bereichen

Henning Hamann hat als ehrenamtlicher Leiter des MedienPoints Tempelhof durch seine Leistung und Kreativität geschafft, die Einrichtung, die berlinweit in der Trägerschaft des Kulterring e.V. ist, im Bezirk zu einem wichtigen sozialen und kulturellen Anziehungspunkt für alle Altersgruppen und Gesellschaftsschichten zu etablieren.

Die BVV-Vorsteherin Petra Dittmeyer begleitet schon jahrelang den MedienPoint und hielt zu Ehren von Henning Hamann die Laudatio. Der MedienPoint ist Medienumschlagplatz, Bibliothek, Kaffeetreffpunkt, Kiezoase, Antiquariat, Soziallladen und Galerie für vielfältige Ausstellungen.

Henning Hamann hier in seinem Element: Eine Ausstellungseröffnung mit Petra Dittmeyer mit vielen James Last Exponaten (April 2015: Foto Moser)
Wie selbstverständlich engagiert sich Henning Hamann darüber hinaus mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des MedienPoints sehr erfolgreich bei den Spielfesten des Jugendamtes Tempelhof-Schöneberg.

Der umtriebige MedienPoint-Motor und die Seele der Einrichtung, Henning Hamann, hat den Laden in der Werderstraße zu einem kleinen aber bedeutenden Vorzeige-Kulturtreffpunkt in Tempelhof gemacht.

Thomas Schüler ist 1971 in die DLRG eingetreten und seitdem als Rettungsschwimmer im Wasserrettungsdienst, Ausbilder und seit 1999 als Leiter der Verbandskommunikation tätig. Er organisiert interne und externe Veranstaltungen und betreute insbesondere die Hochwassereinsätze der DLRG in Sachsen und Sachsen-Anhalt. Er ist der Netzwerker per Excelance und ist auch nach 45 Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit ein kraftvolles Energiebündel.

Foto: Thomas Schüler (Moser)
Da er den Termin nicht wahrnehmen konnte, wird ihm die Ehrung später übergeben.

Bezirksstadtrat Oliver Schworck hielt die Laudatio in seiner Abwesenheit.

Moussa Issa lebt seit über 30 Jahren in Deutschland und engagiert sich freiwillig seit mehr als 10 Jahren in unterschiedlichen Bereichen für die Belange der Menschen in seinem Umfeld. Ob als Schulelternvertreter der Schöneberger Neumark-Grundschule, als Bewohnervertreter für den Bülowbogen-Kiez im Quartiersrat des Schöneberger Nordens oder als Mieterbeirat im Steinmetz-Kiez.

Ralf Koch (Foto re.) von der Katholischen Kirche nahm die Ehrung vor.

Elke Kannenberg ist als Familienbegleiterin im Ambulanten Kinderhospizdienst der Björn Schulz Stiftung 12 Jahren tätig. Sie wurde vor über 10 Jahren in eine Familie im Bezirk vermittelt, in der bei einem von drei Kindern eine sehr seltene neurologische Erkrankung diagnostiziert worden war, die in der Regel nur mit einer kurzen Lebenserwartung einhergeht. Elke Kannenberg engagiert sich in der Familie und ermöglicht, dass die Mutter die mit den Jahren schwerer und aufwändiger werdende Pflege leisten kann.

Die Laudatio hielt die Bezirksverordnete Ingrid Kühnemann (Foto re).

Frank Löbbert ist im zehnten Jahr seines ehrenamtlichen Engagements in der Berliner Aids-Hilfe. Er ist ehrenamtlich im Team „Freunde im Krankenhaus“ aktiv. Das Team engagiert sich im Vivantes Klinikum Auguste Viktoria. Jeden Sonntag organisiert Hr. Löbbert zusammen mit dem ehrenamtlichen Team das „Café Viktoria“, einen Kaffeeklatsch für Patientinnen und Patienten der HIV-Stationen, deren Angehörige und Freunde.

Die Stadträtin Dr. Sibyll Klotz nahm die Ehrung vor.

Jutta Pohl ist seit 11 Jahren engagiert im Werkhaus Anti-Rost e.V. – Aktiv im Alter. Sie ist stellvertretende Vorsitzende des Werkhauses und zeichnet sich darüber hinaus durch großes Engagement in Aufbau und Leitung von Gruppen aus. So konnten beispielsweise die Gruppe Tiffany, die Gruppe Acryl –und Aquarellmalen und das Frauencafé durch ihr Engagement ins Leben gerufen werden. Weiterhin ist sie in der Tischlerei bei der Durchführung von Kleinreparaturen und der Herstellung von Holzprodukten tätig.

Die Laudatio hielt die Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler (Foto re).

Gerd Thomas macht sich seit vielen Jahren mit seinem ehrenamtlichen Engagement im Sport für den Bezirk verdient. Er ist seit fast 20 Jahren beim FC Internationale Berlin aktiv, seit 14 Jahren ist er Mitglied im Vereinsvorstand. Der FC Internationale vereint über 40 Nationalitäten im Verein, die friedlich miteinander umgehen und spielen.

Die Laudatorin, Bezirksstadträtin Jutta Kaddatz, ehrte Gerd Thomas für seine Arbeit.

Christina Baradari ist schon viele Jahre im Tier- und Umweltschutz aktiv. Angefangen hat ihr Engagement, als streng geschützte Brutstätten des Mauersseglers im Nachbarhaus zerstört wurden.


Die Laudatio hielt die Bezirksverordnete Melanie Kühnemann.

Die feierliche Veranstaltung fand im Goldenen Saal im Rathaus Schöneberg statt und wurde musikalisch von der Jazz-Schule Berlin umrahmt.

ToM

Fotos BA T-S (sofern nicht gesondert gekennzeichnet)