Ein Fest der Superlative bringt Leben ins Rathaus Schöneberg

Berlin-Schöneberg, 29. August 2010 Im Rathaus Schöneberg wird gefeiert! Was der Bezirk Tempelhof-Schöneberg, der Schwerpunkt lag vor der Bezirksfusion in Schöneberg, in 20 Jahren dezentraler Kulturarbeit aufgebaut hat, sollte nun in einer überwältigenden zentralen Kulturaktion präsentiert werden. Treffend titelte vor 20 Jahren eine Berliner Zeitung: „Wenig Geld, dafür aber viel Elan!“

Cristine Crecelius und Frank Dittmer waren in Schöneberg die ersten sogenannten „Kulturarbeiter“, die sich fortan darum bemühten ein vielfältiges Kulturangebot zu fördern und damit ein dezentrales Angebot für die Menschen im Bezirk zu schaffen. Bis heute hat es sich nicht verändert, dass nur mit viel Kraft, Engagement und einem gut funktionierenden Netzwerk Kulturarbeit im Bezirk überhaupt lebensfähig ist. Ute Knarr-Herriger ist nunmehr die neue Powerfrau an der Spitze der Dezentralen Kulturarbeit. Sie bringt reichhaltige Kontakte mit und sprüht nur so vor Schaffenskraft und Liebe für Ihre Arbeit. Ute Knarr-Herriger ist es gelungen, eine erstklassig abwechslungsreiche Veranstaltung ins Rathaus Schöneberg zu zaubern.
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Wie es sich aber bei so einem Anlass gehört, machten auch Ehrengäste der Veranstaltung, die über fünf Stunden ging, ihre Aufwartung. Die Journalistin Petra Schwarz moderierte die Eröffnung und begrüße Frau Prof. Monika Grütters (MdB, Vorsitzende des Kulturausschusses des Deutschen Bundestages). Die Grußworte von Grütters waren dann wohl auch für den anwesenden Kulturstadtrat Dieter Hapel (CDU) eine Wohltat: „Es ist doch auch mal schön, soviel positives von der Bundesebene zu hören!“ Hapel begrüßte den Vorsitzenden der BVV Tempelhof-Schöneberg Herrn Rainer Kotecki (CDU) und Thomas Schleußner-Schwarz, der sich als Sprecher des Kulturbeirates Tempelhof-Schöneberg auch bei den vielen engagierten Menschen im Bezirksamt bedankte.
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Mit einem fulminanten Einstieg eröffnete das Sinfonie Orchester Schöneberg unter Leitung von Stanley Dodds den Abend. Die Solistin Sevimbike Elibay und das Orchester konnten mit Teilen des 1. Klavierkonzertes von Johannes Brahms den Nachmittag feierlich einläuten. Auf dem Programm standen viele spannende Momente aus den Bereichen Musik, Tanz, Film, Fotografie, Theater und Literatur. Im Foyer, im Paternoster oder hoch oben im berühmten Glockenturm: Künstler und Politiker aus dem Bezirk haben das Publikum an diesem Tag mit einmaligen Aktionen überrascht und unterhalten. So begeisterten in der Promi-Lesung in der ehrwürdigen und etwas verstaubten Verwaltungsbücherei Dieter Hapel, der Bezirksbürgermeister Ekkehard Band (SPD), Dr. Sybill Klotz (Bündnis 90/Die Grünen), der Fotograf Robert Lebeck, der auch Willy Brandt und Romy Schneider ins richtige Licht gesetzt hat, und Juppi aus der ufa-Fabrik.
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Es war überall und immer etwas los. Wer alles mitbekommen wollte, hätte sich gerne an mehrere Orte gleichzeitig gebeamt.
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Der Saxofonist und Komponist Gert Anklam gab Solokonzerte im geschichtsträchtigen Glockenturm des Rathauses Schöneberg, wo die Freiheitsglocke genau im Oktober vor 60 Jahren das erste Mal ertönte. Eine frisch produzierte Klanginstallation von Thomas Gerwin war zu hören, im Paternoster wurde experimenteller Gesang vom Performance-Chor und Rebecca Uhlig gespielt.
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Die „dienstältesten Hausmeister“ des Rathauses Schöneberg, die Schauspieler Klaus Sommerfeld und Hannes Hohgräve, boten einige etwas anders geartete Führungen durch die heiligen Hallen des Rathauses. Im Foyer überraschte der Jodelchor „Urban Yodelling“; Kammermusik, Tanz und Theater wechselten sich halbstündlich ab und begeisterten die vielen Gäste der Veranstaltung. Die Portraitzeichnerin Marina Prüfer, Pressezeichnerei im Kriminalgericht Moabit, präsentierte ihre Kunst, Seifenblasen verzauberten am Rande der Veranstaltung und das lyrische Fingerpuppentheater mit Suse Klemm konnte auch ohne Worte mit leisen Tönen Aufmerksamkeit an sich ziehen. Der Akazienchor, die Kronjuwelen und andere Künstler brachten Leben in den Theodor Heuss Saal.
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ufa-Fabrik-Leckereien für das laibliche Wohl

So wundervolle Kunst und Kultur, in so geballter Form, ist etwas ganz Besonderes! Herzlichen Glückwunsch der Dezentralen Kulturarbeit in Tempelhof-Schöneberg!

Thomas Moser –BerLi-Press -auch alle Fotos_ (www.berli-press.de)