70 Jahre Bikini - Am 18. Juli 1946 wurde der Bikini als Gebrauchsmuster geschützt.

Der MedienPoint Tempelhof und der unermüdliche Motor und Manager Henning Hamann organisieren „so ganz nebenbei“ die verschiedensten Ausstellungen zu Geburtstagen, Jubiläen und Todestagen. Ob James Last, David Bowie, Klaus Hoffmann, Nutella oder Langnese… die MedienPoint-Fans sind Vieles gewohnt.

Nun kam die Idee auf, zum 70jährigen Bikini-Jubiläum eine Ausstellung mit den unterschiedlichsten Bikinis durchzuführen. Ein Aufruf wurde gestartet, Bikinis zu spenden oder auszuleihen. Das kam nicht bei Jedem an und einige wunderten sich über diese ganz andere, vielleicht etwas schräge Idee; auch lehnten einige MedienPoint-Fans die Aktion ab.

Den Aufruf unterstützte jedoch ganz prominent an erster Stelle die Tempelhof-Schöneberger BVV-Vorsteherin und Freundin vom MedienPoint, Petra Dittmeyer, mit einigen Bikini-Exemplaren und einem „Werbefoto.“


© Dittmeyer

Nun sind die verschiedensten Modelle zusammen gekommen und es ist eine sehr rund und ansprechende Ausstellung entstanden. Unter dem Motto „Sommer, Sonne, Badespaß - Der Bikini wird 70 Jahre jung“ kann man sich persönlich davon in den Räumen vom MedienPoint Tempelhof überzeugen. Damit wird man feststellen, dass auch so ein Thema ansprechend präsentiert werden kann.In den letzten Tagen war das Team des MedienPoints Tempelhof in der Werderstraße fleißig und sortierte die gespendeten Teile für die Jubiläums-Schau: „Allen Damen, die ihre Bikinis zur Verfügung gestellt haben, sagen wir: DANKE!!!!“


Fotos MedienPoint Tempelhof

In der Werbung zur Ausstellung heißt es : „Kommt vorbei und bestaunt die Vielfalt dieses Kleidungsstücks, von dem sein Schöpfer Louis Réard sagte: „Der Bikini ist so klein, dass er alles über die Trägerin enthüllt bis auf den Geburtsnamen ihrer Mutter!“ Am 18. Juli 1946 bekam der neue Badeanzug unter der Nr. 19431 und dem Namen 'Bikini' auf dem französischen Patentamt sein Copyright.“

Im MedienPoint kann man „einfach so“ kostenlos drei Medien, zum Beispiel Bücher, mitnehmen. Der MedienPoint nimmt aber auch gerne gut erhaltene alte Bücher entgegen. Der Nachbarschaftstreffpunkt, ganz in der Nähe der ufafabrik, ist bekannt durch seine vielen Ausstellungen und seine erstklassige Öffentlichkeitsarbeit. So gibt es einen monatlichen Newsletter mit interessanten Berichten, den man kostenfrei abonnieren kann. Über Facebook kann man das „Treiben“ beobachten und unterstützten (Werdi Newsletter auf facebook: https://www.facebook.com/MedienPointTempelhof?ref=hl). Erst kürzlich war der MedienPoint Tempelhof auf dem bezirklichen Spielfest äußerst erfolgreich und hat hunderte Bücher unter die interessierten Besucher gebracht. Auch gibt es für Kinder Nikolausi- und Osterhasi-Aktionen, die mittlerweile viele kleinen Besucherkinder anzieht.

Als kleines Dankeschön für sein Engagement wurde dem ehemaligen Radiomann Henning Hamann die Verdienstmedaille des Bezirks verliehen. Eine Entscheidung, die mehr als verdient ist!

Thomas Moser

Zur Bikini-Geschichte:

Der 1897 geborene Louis Réard war ein französischer Maschinenbauingenieur und gilt als Erfinder des Bikinis.

Réard gab dem Kleidungsstück seinen Namen und wagte die Präsentation durch das Revuegirl Micheline Bernardini am 5. Juli 1946 in Paris in einer Zeit, als das Tragen eines Bikinis ein Skandal war. Das Schockierende an der neuen Badebekleidung war offensichtlich das Spannungsverhältnis zwischen Nacktheit und Verhüllung. So sagt Réard treffend bei der Vorstellung im Schwimmbad: „Der Bikini ist so klein, dass er alles über die Trägerin enthüllt bis auf den Geburtsnamen ihrer Mutter!“

Danach ließ er sich beim französischen Patentamt am 18. Juli 1946 unter der Nr. 19431 und dem Namen Bikini den neuen Badeanzug als Gebrauchsmuster schützen. Dieser Schutz hielt nur wenige Jahre, denn schnell wurde das revolutionäre Modell, das mehr zeigte als verdeckte, weltweit von den Modemachern kopiert und von den Frauen akzeptiert.

Obwohl Réard als Erfinder des Bikinis gilt, belegen anderen Quellen, dass die erste Version der Badebekleidung bereits 1940 in Deutschland getragen wurde. Er entstand aus der Schöpferkraft, wo aus Knappheit an Materialien einfach ausgefalle Kleidungsstücke genäht wurden. Damals nannten ihn die Frauen „Zweiteiler“.

MedienPoint Tempelhof, Werderstr. 13, 12105, ein soziales Projekt des Kulturring in Berlin e.V.