Erinnerungen an Sabine Ranglack von Ed Koch (PaperPress)

Die Beisetzung findet am 30. August 2016 um 12 Uhr auf dem Heidefriedhof statt. Der Gedenkgottesdienst ist am 8. Oktober 2016 um 14 Uhr in der Dorfkirche Alt-Tempelhof.
So möchte ich sie in Erinnerung behalten. Zu Späßen aufgelegt, gut gelaunt, hyperaktiv – auch beim Yoga (Foto aus 2012) – und immer voller neuer Ideen und Pläne. Am Montag, dem 22. August, endete nach langer schwerer Krankheit das Leben von Sabine Ranglack, langjährige Leiterin der Kita Nahariyastraße in Lichtenrade. Gut einen Monat zuvor, am 14. Juli, wurde sie 57 Jahre alt. Sie war eine Kämpfernatur. Trotz ihrer Krankheit versuchte sie im vergangenen Jahr nach dem so genannten „Hamburger Modell“ wieder tätig zu werden. Letztlich hat sie den Kampf verloren.

Die Kita Nahariyastraße war ihr Lebensmittelpunkt seit Dezember 1979. „Praktikanten nehmen wir nicht so gerne“, das waren die Worte, die sie hörte, als sie sich in der Kita vorstellte. Dennoch nahm man sie, und am 1. April 1980 erhielt sie eine feste Anstellung.

„Vieles durfte ich erleben, verschiedene Konzepte, altershomogene und altersgemischte Arbeit, die Aufnahme von Integrationskindern, Alltag mit und ab 2006 leider ohne Hortkinder und schließlich die Umsetzung des Berliner Bildungsprogramms.“, schrieb sie anlässlich des 30-jährigen Jubiläums ihrer Kita im September 2009 in KiTS. Neben ein paar anderen Dutzend Aktivitäten war KiTS für sie eine ganz besonders wichtige. KiTS war und ist die Zeitschrift des Jugendamtes  Tempelhof-Schöneberg. Seit der ersten Ausgabe, die im September 2001 erschien, stand sie bis 2014 im Impressum. Im Gegensatz zu vielen anderen Redaktionsmitgliedern, die kamen und gingen, war sie eine Konstante im Team. Irgendein aktuelles Thema fiel ihr immer ein. Und ihr fiel auch immer etwas Neues ein, was sie in ihrer Kita ausprobieren und möglichst umsetzen konnte. Dabei überforderte sie ab und zu ihre Vorgesetzten, die das in ihrem Dienstleistungsbericht mit „sie wäre mutig“ quittierten.

„30 Jahre in einer Kita zu sein, macht sich im Lebenslauf eher ungünstig. Die Zeit verging schnell, es gab ständig Veränderungen, oft Prozesse, die beendet werden mussten, es gab keinen Grund für mich zu gehen. Gewiss, es gab auch anstrengende Zeiten, beinahe wäre ich auch mal ‚gegangen worden‘, ich bildete mit den sieben Kitaleitungen, die unser Haus in all den Jahren führten, nicht immer eine Einheit. Verschiedene Stadträte prägten auch unsere Arbeit, am selbstständigsten durften wir unter Herrn Schippel arbeiten. ‚Meine Damen, meine Herren, Sie leiten ein mittelständiges Unternehmen‘, waren seine Worte und so schloss er Zielvereinbarungen mit uns und überließ uns viel Eigenverantwortung,“ schrieb sie in KiTS, und als letzten Satz in ihrem Artikel: „Das einzig Beständige - auch im Kitaleben - ist die Ver-änderung, ich kann da nicht weg!“


Foto: Lothar Duclos

1994 übernahm Wolfgang Müller die Kita-Leitung  und Sabine Ranglack war seine Stellvertreterin. Als Müller im Zuge der Übertragung der Kita zum Eigenbetrieb Süd-West dort Personalratsvorsitzender wurde, übernahm sie die Leitung. Nebenbei war sie auch im Kirchenkreis Tempelhof aktiv. Konzerte von Klaus Hoffmann liebte sie ebenso wie das Young Euro Classic Festival, das sie noch im letzten Jahr be- suchte. Vorgestern erfuhr ich von ihrem Tod. Gestern bei Young Euro Classic waren meine Gedanken weniger bei der Musik als vielmehr bei ihr.

Ed Koch

Auch ich hatte einige Schnittstellen mit Sabine Ranglack, die Erinnerungen bleiben...Thomas Moser

Kita-Bericht von Sabine auch in der Lichtenrader Internetzeitung

oder zum Beispiel hier: LINK

oder beim Frühjahrsputz am Rande von Lichtenrade:

oder in ihrer Kita:


 

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