Berliner Landesorden für Klaus Hoffmann


Einer der Geehrten: Klaus Hoffmann noch ohne Orden

Der Senat würdigt hervorragende Verdienste um das Land Berlin traditionell am Jahrestag des Inkrafttretens der Berliner Verfassung von 1950 mit der Verleihung des Verdienstordens des Landes Berlin. 
Der Regierende Bürgermeister Michael Müller zeichnete am Dienstag, dem 1. Oktober 2019, dreizehn Bürgerinnen und Bürger, die sich in besonderem Maße um Berlin verdient gemacht haben, mit dem Verdienstorden des Landes Berlin aus.
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Michael Müller: „Es ist mir auch in diesem Jahr eine große Freude, am Tag der Berliner Verfassung Bürgerinnen und Bürger mit dem Landesorden ehren zu dürfen und so ihr Wirken zum Wohle unserer Stadt zu würdigen. Sie haben sich in außerordentlichem Maße in unterschiedlichen Bereichen für Berlin engagiert. Dafür gebührt ihnen unser aller Dank.“

Ausgezeichnet werden: Riza Baran, Annett Gröschner, Klaus Hoffmann, Sybill Knobloch, Hanni Lévy, Christoph Links, Philomene Magers und Monika Sprüth, Gernot Moegelin, Sebastian Pflugbeil, Volker Schröder, Christa Stolle, Michael Winter. 

Direkt nach der Verleihung mit dem Reg. Bürgermeister von Berlin Michael Müller

Kurz nach der Ehrung geht der erste Blick zu seiner Frau Marlene
An dieser Stelle wird besonders auf den bedeutenden Künstler Klaus Hoffmann verwiesen, der als gebürtiger Berliner seit über 50 Jahren als Botschafter der Stadt in Deutschland und Umgebung unterwegs ist und auch immer wieder auf die Bühnen Berlins zurückkehrt (8.-13.10, außer 12.10. in der Bar jeder Vernunft). Klaus Hoffmann ist gerade von einem Konzert in Paris zurückgekehrt.  
Klaus Hoffmann hatte bereits Ende der 60er Jahre seine ersten musikalischen Auftritte. Ab 1970 lernte er Schauspiel an der West-Berliner Max-Reinhardt Schule. Vier Jahre später erschien sein erstes Album. 1976/77 erhielt Klaus Hoffmann die Goldene Kamera und den Bambi für die Hauptrolle im Kino- und Fernsehfilm „Die neuen Leiden des jungen W.“. Ein Jahr später wurde ihm der Deutsche Kleinkunstpreis in der Sparte Chanson verliehen. In den folgenden Jahren hatte Klaus Hoffmann verschiedene Engagements in Film und Fernsehen, veröffentlichte Alben und ging auf zahlreiche Tourneen in Ost und West und auch im Ausland.


2000 veröffentliche Hoffmann den Roman „Afghana“, mit dem er auch auf Lesereise ging. Er engagierte sich für Afghanistan, indem z.B. Erlöse aus dem Plattenverkauf an Projekte zugunsten von Kindern in Afghanistan gespendet werden. Klaus Hoffmann setzte sich im Laufe seiner Karriere auch gesellschaftlich und politisch ein, z.B. durch seine Liedtexte oder mit Auftritten beim Deutschen Evangelischen Kirchentag in Hannover oder der Gala der Berliner Aids-Hilfe.

Viele Würdenträger der letzten Jahre kamen. Auch der ehemalige Reg. Bürgermeister Eberhard Diepgen und der Präsident des Abgeordnetenhauses Ralf Wiegand waren dabei.

Senatorin und Senatoren erwiesen die Ehre (v.lks. Dr. Klaus Lederer / Bürgermeister und Senator, Ramona Pop / Bürgermeisterin und Senatorin, Dirk Behrendt / Senator)
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... die Staatssekretärin für Bürgerschaftliches Engagement und Internationales Sawsan Chebli...

Man kennt sich gut: Judy Winter und Klaus Hoffmann

Sein Freund Ed Koch (paperpress)

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Fotos Thomas Moser

Herzlichen Glückwunsch Klaus Hoffmann. Meine Verneigung. Du hast mich musikalisch sozusagen ein Leben lang begleitet.

Thomas Moser

Klaus Hoffmann besuchte im März 2016 den MedienPoint in der Tempelhofer Werderstraße. Der MedienPoint wurde viele Jahre vom engagierten Henning Hamann erfolgreich und mit vielen Kulturevents und Ausstelleungen geleitetet. Link zum Bericht: https://www.lichtenrade-berlin.de/news/nachbarn-news/224-klaus-hoffmann-hoechstpersoenlich-im-medienpoint-tempelhof 

Klaus Hoffmann - Wieder zu Hause in der Bar jeder Vernunft

Folgender Text von Ed Koch (unter Verwendung von Texten aus Wikipedia)

Es ist schon ein fester Bestandteil im Jahreskalender, dass Klaus Hoffmann im Oktober in der „Bar jeder Vernunft“, seinem Berliner Wohnzimmer, auftritt. Nach Billerbeck, Dortmund, Glauchau, Paris und Linz, landet er, nach eigenen nicht ganz ernst gemeinten Angaben, in seinem Privatjet wieder zu Hause in Berlin. Vom 8. bis 11. und am 13. Oktober wird er im Rahmen seiner „Aquamarin-Tour“ jeden Abend um 20 Uhr mit Hawo Bleich am Klavier auf der Bühne stehen, ausgenommen am 13.10., da beginnt das Konzert schon um 19.00 Uhr.

Infos und Tickets unter www.klaus-hoffmann.com

Gleich nach seinem heimischen Gastspiel geht es weiter nach Wien, München, Stuttgart, Dresden und Düsseldorf. Am 31. Dezember präsentiert er, was auch schon Tradition ist, in der „Komödie am Kurfürstendamm“, derzeit im Schiller-Theater ansässig, sein Silvesterkonzert, allerdings schon um 15.30 Uhr. Auf dem Programm stehen Lieder aus seinem preisgekrönten Musical „Brel – Die letzte Vorstellung“, das 1997 hier im Schillertheater Premiere hatte. Neben Liedern von Jacques Brel singt er natürlich auch eigene Werke. Und mit „Klaus Hoffmann singt Brel“ startet er am 17. Januar 2020 ins neue Jahr. Bis zum 25. April wird er dann zwischen Osnabrück und Bonn in deutschen Landen unter-wegs sein.

Lassen Sie uns diesen Programmhinweis zum Anlass nehmen, auf das bisherige bewegte Leben von Klaus Hoffmann, der am 26. März 1951 in Berlin das Licht der Welt erblickte, einen Blick zurückzuwerfen.

Er ist das einzige Kind des Finanzbeamten Erich und seiner Frau Waltraud Hoffmann, die als Fabrikarbeiterin tätig war. Er wuchs in der Kaiser-Friedrich-Straße in Berlin-Charlottenburg auf. Eine Gegend, die immer wieder präsent ist bei seinen Auftritten. Und auch seine Eltern spielen in den Zwischenmode-rationen eine Rolle. Vor allem sein früh verstorbener Vater, Klaus war erst zehn Jahre alt, spielt eine große Rolle in seinen Konzerten. Von ihm hat er das musikalische Talent geerbt, wobei sein Vater seine eigenen musikalischen Ambitionen nicht verwirklichen konnte.

Nach dem Realschulabschluss 1967 absolvierte Klaus eine Ausbildung zum Großhandelskaufmann für Stahl und Eisen bei Klöckner-Eisenhandel GmbH & Co. KG und besuchte die Jakob-Fugger-Berufsschule in Schöneberg. In dieser Zeit interessierte ihn bereits die Musik mehr als der Stahlhandel. Seine Laufbahn begann mit ersten Auftritten in Berliner Szenekneipen. Aber auch bei großen Festen seiner Schule trat er mit seinen ersten Liedern im Prälat Schöneberg und Interconti-Hotel auf. Nach Abschluss seiner Ausbildung und bevor es mit der Schauspielausbildung an der Max-Reinhardt-Schule losging, fand 1970 die legendäre Afghanistan-Reise statt. Bei diesem Unternehmen half ihm sicherlich, dass er in seiner früheren Jugend bei den Pfadfindern war.

Ab 1974 erhielt Klaus Engagements an der Freien Volksbühne Berlin unter Intendant Kurt Hübner und am Hamburger Thalia-Theater unter Intendant Boy Gobert. Er spielte in mehreren Film- und Fern-seh-produktionen mit, so etwa in Ingmar Bergmans „Das Schlangenei“ oder Tom Toelles „Die Kameliendame“. Einem breiten Publikum wurde er bekannt durch die Titelrolle in der Verfilmung von Ulrich Plenzdorfs „Die neuen Leiden des jungen W“. Für diese Rolle wurde er mit dem „Bambi“ so-wie der „Goldenen Kamera“ der TV-Zeitschrift Hörzu ausgezeichnet.

Sein erstes Album „Klaus Hoffmann“ erschien 1975. Die ausnahmslos von ihm selbst geschriebenen Lieder des 1978er Albums „Was fang ich an in dieser Stadt?“ drehten sich überwiegend um seine – da-mals geteilte – Heimatstadt Berlin. 1978 erhielt Hoffmann für seine Lieder den Deutschen Kleinkunstpreis in der Sparte Chanson. 1979 folgte seine erste große, ausverkaufte Deutschland-Tournee sowie 1980 der Deutsche Schallplattenpreis für die LP „Westend“. Auf seiner Internetseite sind 60 Alben in der Discographie hinterlegt.

Im Jahr 2006 nahm Hoffmann den Kulturpreis der Boulevardzeitung B.Z. in Empfang und forderte in seiner Dankesrede, dass die Kunst- und Kulturförderung nicht den Banken überlassen werden dürfe. Am 27. März 2011, einen Tag nach seinem 60. Geburtstag, feierte Klaus Hoffmann seinen runden Geburtstag im Berliner Friedrichstadt-Palast mit zahlreichen Wegbegleitern, allen voran Reinhard Mey. Weitere Gäste des über vierstündigen Konzerts, das bereits Monate zuvor ausverkauft war, waren Hannes Wader, Herman van Veen, Lydie Auvray, Romy Haag, Rolf Kühn und Robert Kreis. Im selben Jahr trat er bei „Songs an einem Sommerabend“ auf, genauso wie auch 2014 und 2016.

Hoffmann verbindet eine enge Freundschaft mit dem Liedermacher Reinhard Mey, den er in seiner Autobiografie als seinen „Bruder“ bezeichnet. Mey schrieb anlässlich des 60. Geburtstags von Klaus Hoffmann sein „Lied Für Klaus“; beide Künstler haben diverse Lieder wie „Alle Soldaten woll’n nach Haus“, „Schenk mir diese Nacht“ sowie „Meine Zeit“ gemeinsam aufgenommen. Seit August 2001 ist Klaus mit seiner langjährigen Lebensgefährtin Male-ne verheiratet, der wir die schönen Fotos von Klaus verdanken.

Musikalisch ist Klaus gleichermaßen von amerikanischen Singer-Songwritern wie Bob Dylan sowie vom französischen Chanson und dem spezifischen Berliner Chanson in der Tradition von Harald Juhnke und Hildegard Knef beeinflusst. Seine Texte sind bestimmt von der Auseinandersetzung mit seiner Kindheit im kleinbürgerlichen Nachkriegs-Berlin (Berlin, Was fang ich an in dieser Stadt?, Die Straßen von Berlin, Der König der Kinder) sowie der Aufbruchstimmung der 68er Generation, die sich gegen die Enge und Ängstlichkeit der Elterngeneration auflehnte (Estaminet, Die Mittelmäßigkeit). Durchgehendes Motiv in Hoffmanns Liedern ist dabei der Konflikt zwischen der Wärme und der kindlichen Geborgenheit des Vertrauten auf der einen Seite sowie dem Aufbegehren angesichts der Möglichkeiten und Herausforderungen des Unbekannten, der nur über die Versöhnung mit der Widersprüchlichkeit der eigenen Geschichte und der Berlins gelöst werden kann.

Klaus Hoffmann gilt als der führende deutsche Interpret des belgischen Chansoniers Jacques Brel, dessen Musik er als Zündfunken seiner Befreiung aus Elternhaus und Kleinbürgertum beschrieb. Bereits Hoffmanns erstes Album (1975) enthielt Versionen der Brel-Titel „Ces gens là“ (So sind hier die Leute), „Amsterdam“ und „Adieu Emile“. Ermöglicht durch den Kontakt zu Therèse Brel, der Witwe Jacques Brels, begann Hoffmann 1996 mit der Arbeit an dem Musical „Brel – die letzte Vorstellung“. Darin blickt der sterbenskranke Brel auf sein Leben, indem er es durch seine Chansons – gesungen in deutscher Übersetzung – Revue passieren lässt. Am 12. Juni 1997 fand die Premiere des Musicals im Schillertheater in Berlin statt. Im gleichen Jahr er-hielt Hoffmann hierfür die „Goldene Europa“ für das „Bühnenereignis des Jahres“.

2000 erschien sein erster Roman unter dem Titel „Afghana“, der Aufbruch und Reise des Protagonisten durch das Afghanistan der späten 60er Jahre beschreibt. 2004 wurde sein zweiter Roman „Der Mann, der fliegen wollte“ veröffentlicht, den Klaus Hoffmann, begleitet am Klavier von Hawo Bleich, auf einer großen Lesereise mit Musik in ganz Deutschland vorstellte. Im Februar 2011 erschien schließlich Klaus Hoffmanns dritter Roman „Phillip und die Frauen“, der wie die vorigen Romane stark autobiographische Züge aufzeigt. Seine Autobiografie mit dem Titel „Als wenn es gar nichts wär“ er-schien im Oktober 2012.

Und ganz aktuell ist die Ergänzung in seiner Vita um eine besondere Auszeichnung. Am 1. Oktober erhält Klaus Hoffmann den Landesorden von Berlin für seine besonderen Verdienste um unsere Stadt. Herzlichen Glückwunsch!!!                                                    


 

Von der Elbe an die Spree

An der Seite des Intendanten Dieter Hallervorden wird ab sofort Markus Lorenz als neuer Theaterleiter das Schlosspark Theater in Berlin führen.
Dieter Hallervorden: „Eigentlich gelte ich als entscheidungsfreudig. Diesmal aber habe ich mir bewusst viel Zeit gelassen. Und es hat sich gelohnt: Mit Markus Lorenz habe ich einen phantastischen Theaterleiter gefunden! Wir schwimmen auf der gleichen Wellenlänge und uns eint eine gesunde Sucht nach Erfolg. Das Schlosspark Theater hat mit der Verpflichtung von Markus Lorenz einen großen Schritt nach vorn getan.“
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Foto mit Markus Lorenz und Dieter Hallervorder (DERDEHMEL-Urbschat)
Schön früh entdeckte der gebürtige Rheinländer Markus Lorenz seine Leidenschaft für das Theater. Nach der Mitwirkung an der Schul-Theater-AG und an einer freien Theatergruppe folgte nach Beendigung der Schulzeit eine Schauspielausbildung in Hamburg. Die ersten Schritte auf einer Profibühne machte er noch während der Schauspielschulzeit an den Hamburger Kammerspielen. Es folgten Engagements u.a. in Hamburg, Frankfurt, Bonn, Düsseldorf, Bochum, Köln, Wien sowie auf verschiedenen Tourneen. Neben seiner Schauspieltätigkeit auf der Bühne und im Fernsehen sammelte Lorenz auch Erfahrung als Inspizient, Produktionsassistent, Requisiteur, Regieassistent, Co-Regisseur und nicht zuletzt auch als Regisseur an verschiedenen deutschen Theatern.
In den letzten 18 Jahren war das Hamburger Ohnsorg Theater seine künstlerische Heimat, in der er u.a. die dortige Studiobühne mit aufbaute. Sein besonderer Auftrag dabei war es, Kinder und Jugendliche an die plattdeutsche Sprache heranzuführen. In Berlin war Lorenz im Produktionsteam der Jedermann-Festspiele im Berliner Dom tätig.

Markus Lorenz freut sich auf die neuen Aufgaben: „Überrascht wurde ich von Dieter Hallervordens Angebot, unter seiner Intendanz die Theaterleitung des Schlosspark Theaters in Berlin zu übernehmen. Nach über 30 Jahren leidenschaftlicher Theaterarbeit fühle ich mich gut vorbereitet, diese neue Herausforderung anzunehmen. Ich freue mich auf eine spannende Zeit im Schlosspark Theater Berlin.“


Wenn der Nachthimmel über dem Berliner Olympiastadion von Feuerblumen erleuchtet wird, dann ist es wieder so weit, es ist Pyronale und wie jedes Jahr ist es ein riesen Spektakel.

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Normalerweise findet die Pyronale jedes Jahr im September statt, dieses Jahr musste sie jedoch aufgrund der großen Brandgefahr in Deutschland in den Oktober verschoben werden. Trotz des späten Termins lockte das noch herrlich laue Sommerwetter mit den perfekten Feuerwerksvoraussetzungen mehrere Tausend zahlende Besucherinnen und Besucher und viele Zaungäste an. Die nun schon zum 13. mal stattfindende Pyronale auf dem Maifeld des Olympiastadions gehört mittlerweile fest in den Berliner Veranstaltungskalender.

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Bei dem Feuerwerkschampionat treten jedes Jahr sechs Teams gegeneinander an um Fachjury und Publikumsjury mit den tollsten Feuerwerkskreationen zu verzaubern.
Am ersten Tag, Freitag der 12. Oktober 2018, traten die Teams Super Power aus Polen, Martarello Group aus Italien und Potsdamer Feuerwerk aus Deutschland gegeneinander an.

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Am zweiten Pyronale-Tag traten die Teams Heron Fireworks aus den Niederlanden, Orion Art aus Russland and Apogée aus Kanada gegeneinander an. Die Tagessiege gingen an Deutschland und die Niederlande. Dem kanadischen Team unterlief scheinbar ein technischer Fehler, welcher merkliche Auswirkungen auf das Gesamtkonzept hatte. Grade ein solches Ereignis zeigt, wie hochkompliziert das Zusammenspiel eines solchen Feuerwerks ist.
Ein Pyronale Tag bietet dabei je vier Feuerwerke. Jedes der drei Teams zeigt ein Fe.uerwerk und es gibt noch ein Abschlussfeuerwerk der Firma Flash Arts welches nicht bewertet wird.
Den einzelnen Teams wird ein finanzielles Budget und allgemeine Vorgaben gegeben, welche sich über die Jahre immer wieder geändert haben. Das Feuerwerkskonzept setzt sich aus der Pflicht und der Kür zusammen. Die Pflicht besteht aus zwei Teilen. Im ersten Teil gibt es eine Farbvorgabe, dieses Jahr Gold und Grün. Bei der eine einminütige Show gibt es keine musikalische Begleitung und die Farben stehen im Fokus. Der zweite Teil der Pflicht besteht aus einer festen Musikvorgabe, welche 2018 von dem Musikproduzenten Steve Last stammt. Der Titel „Chasing Stars“ wurde extra für die Pyronale 2018 neu komponiert.
Für die 10-minütige 2016 eingeführte Kür hat jedes Team aus einem vorgegebenem Pool aus 10 Stunden populären Werken der klassischen Musikgeschichte seine Komposition auszuwählen. Dies soll jedem Team die gleichen Chancen einräumen. Diese mittlerweile zum 3. mal durchgeführte Regel sorgt jedoch auch für die Auswahl der gleichen Stücke in jedem Jahr. Damit geht jedoch ein Teil der Möglichkeiten und des Charmes der Pyronale verloren, denn alle Teams suchen jedes Jahr die bekanntesten Stücke raus, auch wenn es für alle Teams fairer ist. Dennoch verstanden die Teams sich darauf das Publikum zu verzaubern und mit den wundervollsten Himmelssternen zu entzücken.
Wie jedes Jahr wird der Tagessieger vom Publikum über eine Telefonauswahl bestimmt und geht zu 30 Prozent in die Gesamtauswertung von der Kreativjury und der Fachjury mit ein. Die Fachjury beurteilt hierbei über ein Punktesystem die einzelnen Feuerwerksteile auf Kreativität, Vielfalt von Farben und Effekten, die Synchronität und die Umsetzung. Vorsitzender der Fachjury ist Dr. Dietrich Eckhardt, Leiter der Fachgruppe II.3 Explosionsstoffe der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), Berlin. Vorsitzender der Kreativjury ist Rudolf Schenker, Gründer und Gitarrist der Scorpions. Schirmherr der Veranstaltung und Vorsitzender der Gesamtjury ist Andreas Geisel.

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Auch wenn alle Teams eine tolle Show geboten haben, so kann nur einen Sieger geben. Gesamtsieger 2018 ist das Team Heron Fireworks aus den Niederlanden, welches mit einer perfekt zur Musik synchronisierten Vorstellung sowohl das Publikum als auch die Fachjury mit komplizierten und überraschenden Feuerwerksbildern überzeugte. Den zweiten Platz erlangte das Team Potsdamer Feuerwerk aus Deutschland und den dritten Platz belegte das russische Team Orion Art. Wie auch die letzten Jahre wurden beide Tage mit einer Feuerwerksshow der Firma FLASH ART zu dem Titel „Firebird“ von Steve Last abgerundet.

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Tickets für 2019 können bereits jetzt noch für den alten Preis von 27 € gekauft werden. Nächstes Jahr sollen die Gewinner der letzten sechs Jahre gegeneinander antreten, es wird also mit Sicherheit eine fantastische Show!
Elisa Moser / Kai Oliver Moser (auch Fotos)

Als die Welt die Juden verriet
Saisoneröffnung mit Hochhuths „Der Stellvertreter“
Das Schlosspark Theater eröffnet seine 10. Spielzeit unter der Intendanz von Dieter Hallervorden mit einer neuen Fassung von Rolf Hochhuths Drama „Der Stellvertreter“. In der Regie von Philip Tiedemann und Ausstattung von Stephan von Wedel spielen Tilmar Kuhn, Krista Birkner, Mario Ramos, Oliver Nitsche, Martin Seifert, Joachim Bliese, Winfried Peter Goos sowie – als Papst Pius XII. – Georg Preusse.
Premiere ist am 8. September 2018.
Rolf Hochhuths legendäres Theaterstück über Papst Pius XII. und seine umstrittene Rolle während des Dritten Reiches, uraufgeführt von Erwin Piscator 1963 in Berlin im Theater am Kurfürstendamm (dem damaligen Haus der Freien Volksbühne) – jetzt völlig neu inszeniert für das Schlosspark Theater! Regisseur Philip Tiedemann, der das Stück bereits 2001 am Berliner Ensemble inszenierte, verfasste speziell für das Schlosspark Theater eine neue, schlankere Fassung: Die 45 Personen des umfangreichen Doku-Dramas in 5 Akten von Hochhuth werden nun in einer Kammerspiel-Fassung in 8 Szenen mit sieben Schauspielern und einer Schauspielerin konzentriert und verdichtet – im Gedenken an die unzähligen Berliner Juden, die deportiert und ermordet wurden, zur Erinnerung und zur Mahnung!
Intendant Dieter Hallervorden bezieht damit erneut politische Stellung: „Zu Zeiten, in denen AfDPolitiker unverblümt ihre dunkelbraunen Reden schwingen, ist es für ein heutiges Theater geradezu eine Selbstverständlichkeit, zu zeigen, wohin solche Hetztiraden, solch eine rechtsradikale ‚Alternative‘ schon mal geführt haben. Um beim ‚Stellvertreter‘ zu bleiben: ‚GOTT sei Dank! Das musste mal raus!‘“
Auch der Autor Rolf Hochhuth freut sich auf die Neuinszenierung: „Dieter Hallervorden lässt meinen, 1963 durch Erwin Piscator im Theater am Kurfürstendamm uraufgeführten, ‚Stellvertreter‘ an seinem Haus neu inszenieren! Das Schlosspark Theater beeindruckt mich, und ich freue mich auf die neue Inszenierung meines Stücks durch Philip Tiedemann.“ Philip Tiedemann zu seiner Motivation, dieses Stück erneut auf die Bühne zu bringen: „60 Jahre nachdem Hochhuth den ‚Stellvertreter‘ schrieb, stellen wir fest, dass die Hoffnung, es möge inmitten dieser Welt voll von Krieg, Ungerechtigkeit, Verfolgung und Unterdrückung doch wenigstens eine Stimme, eine Instanz geben, die moralisch integer, die erhaben sei, da stellen wir fest, dass diese Sehnsucht nach wie vor unerfüllt bleibt. Wenn der Stellvertreter Christi auf Erden, der Papst, dies nicht war und nicht sein kann – wer ist es dann, wer war es je, und: wer (um Gottes Willen!) wird es zukünftig sein?“
Erstmals am Schlosspark Theater zu sehen ist Georg Preusse, seit 50 Jahren auf allen nationalen und internationalen Bühnen unterwegs, berühmt geworden als „Mary“ – hier nun in der Rolle des umstrittenen Papstes Pius XII. Er mahnt: „Machen wir den Mund auf gegen Unmenschlichkeit und Fanatismus, solange wir es noch gefahrlos können.“

„Der Stellvertreter“ von Rolf Hochhuth, Neu-Fassung von Philip Tiedemann
Premiere: Samstag, 8. September 2018, 20 Uhr
Weitere Vorstellungstermine im September 2018 bis Januar 2019.

Der Stellvertreter von Rolf Hochhuth / Fassung für das Schlosspark Theater von Philip Tiedemann
Regie: Philip Tiedemann / Bühne & Kostüm: Stephan von Wedel / Musik: Henrik Kairies
Mit Georg Preusse als Papst Pius XII. sowie Krista Birkner, Joachim Bliese, Winfried Peter Goos, Tilmar Kuhn, Oliver Nitsche, Mario Ramos & Martin Seifert
Rolf Hochhuths legendäres Theaterstück über Papst Pius XII. und seine umstrittene Rolle während des Dritten Reiches, uraufgeführt von Erwin Piscator 1963 in Berlin im Theater am Kurfürstendamm (dem damaligen Haus der Freien Volksbühne) – jetzt völlig neu inszeniert für das Schlosspark Theater!
Die 45 Personen des umfangreichen Doku-Dramas in 5 Akten von Hochhuth werden in einer Kammerspiel-Fassung von Philip Tiedemann für das Schlosspark Theater in 8 Szenen mit sieben Schauspielern und einer Schauspielerin konzentriert und verdichtet.
Zum Inhalt:
Der junge Pater Riccardo besucht Berlin und stößt auf die heftigen Auswirkungen des Paktes zwischen Hitler und dem Heiligen Stuhl (das „Konkordat“), erfährt von Verhaftungen, Deportationen und dem Holocaust.
Seine Empörung und Verzweiflung führen ihn – an der Seite des SS-Sturmbannführers Gerstein, der sich als Doppelagent versteht – zurück nach Italien und schließlich zum Papst selbst. Pius versucht nun seine Position als Stellvertreter Christi auf Erden und Oberhaupt der katholischen Weltkirche zu behaupten – dagegen wendet sich der junge Pater nach Auschwitz, um das Schicksal der Juden zu teilen – und so Christus zu vertreten (wie es tatsächlich der Berliner Domprobst Bernhard Lichtenberg forderte).
Zum Stück (von Philip Tiedemann)
1958 verbringt Rolf Hochhuth (27 Jahre alt) ein Vierteljahr in Rom und schreibt dort ein Stück: „Der Stellvertreter“ – angeregt durch einen Brief aus dem Jahr 1943, verfasst vom deutschen Botschafter im Vatikan, Ernst von Weizsäcker (Vater des Bundespräsidenten), der schrieb: „Der Papst hat sich, obwohl dem Vernehmen nach von verschiedenen Seiten bestürmt, zu keiner demonstrativen Äußerung gegen den Abtransport der Juden aus Rom hinreißen lassen...“.
Ausgangspunkt des Stückes – zunächst war eine Erzählung gedacht – ist die historische Figur Kurt Gersteins: ein aktiver evangelischer Ingenieur, der nach „christlicher Betätigung gegen den Nazistaat“ ins KZ kam, aber später als kompetenter „Hygienebeauftragter“ in die SS übernommen wurde. Gerstein verfasste etliche Berichte über die Zustände in den Konzentrationslagern und sein Besuch in der Nuntiatur in Berlin hat tatsächlich stattgefunden.
„Ich arbeite nach dem Gesetz, das Thomas Mann formuliert hat: Man soll sich nichts ausdenken, sondern aus den Dingen etwas machen...“. (Hochhuth)
Das Stück liegt zwei Jahre unbesehen in den Theater-Dramaturgien herum – bis Erwin Piscator, der gerade nach Deutschland wiederkehrte und die Intendanz der Freien Volksbühne erlangte, es von Rowohlt zugesandt bekommt und eine Stunde später telegraphiert: „Ich spiele dieses Stück“!
Am 20. März 1963 erfolgt die Uraufführung im Theater am Kurfürstendamm – das 55 Jahre später zum Abbruch freigegeben ist – durch Piscator mit Dieter Borsche als Papst. Die Regierung der Bundesrepublik wird vom Heiligen Stuhl aufgefordert, gegen Hochhuths Drama vorzugehen. Eine Anfrage im Bundestag folgt... Herbert Marcuse schreibt: „Der wirkliche Geist unserer Zeit zeigt sich in Becketts Romanen; ihre wirkliche Geschichte wird in ‚Der Stellvertreter‘ geschrieben.“ Hilde Domin: „Das umstrittene Schauspiel des Jahrhunderts“. Hannah Arendt: „Als man ihm (Papst Johannes XXIII.) Hochhuths ‚Stellvertreter‘ mit der Frage gab: ‚Was kann man dagegen tun?’, sagte der Papst: ‚Nichts – gegen die Wahrheit kann man nichts tun!’“
Bis heute wurde der „Stellvertreter“ in über 100 Städten gespielt (zuletzt in Münster), in 28 Sprachen übersetzt – in der DDR hatte Hochhuth verfügt, sein Stück dürfe nicht gespielt werden, solange Wolfgang Harich im Zuchthaus sitzt – mit der Haftentlassung gab er es frei.
Allein Peter Brooks Inszenierung des „Stellvertreters“ wurde am Théatre Athenée in Paris (1964/65) 364 Mal gespielt.
Am 12. September 2001 – einen Tag nach 9/11 – hat die Inszenierung Philip Tiedemanns am Berliner Ensemble Premiere und erlebt dort über 50 Vorstellungen mit 12 Publikumsgesprächen.
Heute, 2018, spielt das Schlosspark Theater dieses Stück in einer Neuinszenierung – im Gedenken an die unzähligen Berliner Juden, die deportiert und ermordet wurden, zur Erinnerung und zur Mahnung!
60 Jahre Stellvertreter – Stellungnahmen zur Neuinszenierung
Dieter Hallervorden lässt meinen, 1963 durch Erwin Piscator im Theater am Kurfürstendamm uraufgeführten, „Stellvertreter“ an seinem Haus neu inszenieren!
Allein um der Familie Wertheim willen, von der 27 Angehörige im Dritten Reich ermordet wurden, ist dies ein Akt der Verpflichtung... Das Schlosspark Theater beeindruckt mich, und ich freue mich auf die neue Inszenierung meines Stücks durch Philip Tiedemann.
Rolf Hochhuth, Autor
60 Jahre nachdem Hochhuth den „Stellvertreter“ schrieb, stellen wir fest, dass die Hoffnung, es möge inmitten dieser Welt voll von Krieg, Ungerechtigkeit, Verfolgung und Unterdrückung doch wenigstens eine Stimme, eine Instanz geben, die moralisch integer, die erhaben sei, da stellen wir fest, dass diese Sehnsucht nach wie vor unerfüllt bleibt. Wenn der Stellvertreter Christi auf Erden, der Papst, dies nicht war und nicht sein kann – wer ist es dann, wer war es je, und: wer (um Gottes Willen!) wird es zukünftig sein?
Philip Tiedemann, Regisseur & Verfasser der Neufassung
Meine Wurzeln liegen in der politischen Satire. Ich beziehe gern Stellung, gebe meine Meinung kund, zeige Fahne! Zu Zeiten, in denen AfD-Politiker unverblümt ihre dunkelbraunen Reden schwingen, ist es für ein heutiges Theater geradezu eine Selbstverständlichkeit, zu zeigen, wohin solche Hetztiraden, solch eine rechtsradikale „Alternative“ schon mal geführt haben. Um beim „Stellvertreter“ zu bleiben: „GOTT sei Dank! Das musste mal raus!“
Dieter Hallervorden, Intendant Schlosspark Theater


 

Man muss gar nicht lange drumherum reden: Marius Müller-Westernhagen hat sein Publikum mit seinem Unplugged-Konzert ganz und gar beglückt.

Das Leben von Marius Müller-Westernhagen ist tatsächlich ein Leben mit und für die Musik. Nach einer langen Musikerkarriere tourt er immer noch voller Energie durch die großen Arenen und beglückt seine Fans, aber nicht zuletzt auch sich selbst.

Am Anfang des Konzertes seiner „MTV Unplugged Tour“ in Berlin, die ihn und seine grandiose internationale Band in die Mercedes Benz Arena geführt hatte, sah Marius Müller-Westernhagen noch angespannt und eher müde aus. Der 69jährige Deutsch-Rockmusiker blühte aber Zusehens auf, als er den Kontakt mit seinen Fans in der ausverkauften Arena spürte. Sie machten sofort mit, tanzten, klatschten und sangen die Lieder mit. Gleich bei „Ladykiller“ rockte der Saal.
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Ankündigung vor der Arena (Foto Moser)
Die Phase des Künstlers, die oft auch bei seinen Kollegen beobachtet wird, seine Fans nicht mit seinen Hits zu beglücken, ist gottseidank längst vorbei. „Mit Pfefferminz bin ich dein Prinz…Liebling, lass uns tanzen, denn tanzen darf ein jeder Jud“ ist eines von ganz vielen Hits des Meisters. Mit seinem ausladenden Hut rockte er die große Halle, konnte aber andererseits auch leise Lebens-Balladen gefühlvoll rüberbringen. Die Wechsel von ruhigen „Weil ich dich liebe“-Liedern zu seinen spritzigen Songs gingen schnell, aber letztendlich ohne wirkliche Brüche, denn Beides gehört zu Marius.
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Foto: Jörg Steinmetz - virgin-records
Seine Stimme erschien anfangs brüchiger, aber dafür irgendwie noch authentischer als zu Jugendzeiten des beliebten Sängers und Songwriters. Da kommen mir doch die Erinnerungen an ein Konzert vor circa 40 Jahren in der Deutschlandhalle in den Sinn. Natürlich war er da noch viel quirliger und hippeliger. Auch wenn heute der gelegentliche Hüftschwung noch klappt, ist eine Unplugged-Tour ideal, bei der rockige Musik im Sitzen zelebriert werden kann. „Wir haben ‚Unplugged‘ als künstlerische Herausforderung gesehen“, sagt Marius Müller-Westernhagen über die Show. „Wir wollten uns nicht einfach nur akustische Gitarren umhängen und die originalen Arrangements als verkapptes Best of runterspielen. Es galt, das Material von über vier Jahrzehnten meiner Arbeit als Songschreiber zu sichten und sich mit ausschließlich analogen Mitteln völlig neu zu erarbeiten. Wir hatten die Ambition, es für uns wie für das Publikum auf den heutigen Stand unseres Verständnisses von guter Musik zu bringen.“

Fans durften sich an diesem tollen Konzertabend daran erfreuen, den langen Weg seines musikalischen Lebenswerkes und seiner Karriere mit den einzigartigen Kompositionen live und ohne Schnickschnack erleben zu dürfen. Westernhagen scheint von dem Berliner Publikum ehrlich gerührt: „Ich bin überwältigt hier zu sein!“ Begeistert fügt der Künstler an, der vor einem Jahr schon unplugged die Berliner Waldbühne füllte: „Ich darf in dieser Stadt leben!“

Promo-Foto: Daniela Midenge
Mit seiner Frau, Lindiwe Müller-Westernhagen, sangen sie gefühlvoll im Song „Luft um zu Atmen“ auch davon, dass sie Musik zum Leben brauchen und sich brauchen: „Ich brauch dich zum zu lieben.“ Aber Müller-Westernhagen ist auch politisch geblieben und singt laut gegen Rassismus und für Demokratie „Liebe-Um der Freiheit willen.“ Neu interpretiert wurde „Sexy“. Der Musiker nahm ebenfalls seine Mundharmonika in Betrieb und besang in „Wieder hier“ sein Revier und beschwor in „Ich habe dich wirklich lieb“ seine Liebe.

Sein Freund Kevin Bents ist als Musical Director aktiv eingebunden und an der Gitarre und Keyboards musikalisch selbst aktiv. Er stellte die erstklassige Band und die tollen Background-Sängerinnen und Sänger vor. Einmalige Soli an den Instrumenten machten den Abend zu einem wundervollem Konzertvergnügen. Und ja, im Zugabe-Teil durfte „Johnny Walker“ nicht fehlen. Es wäre auch zu schade gewesen! Das Publikum jubelte begeistert.

Ein Klasse Konzert voller Emotionen und erstklassig-lebendiger Musik, verpackt in einem einzigartig unaufgeregten Gesamtkunstwerk. Marius, komm einfach wieder!

Thomas Moser

Tour logo MMWestenhagen2018 Moser
Foto Moser

Bericht vom letzen Waldbühnenkonzert: https://www.lichtenrade-berlin.de/news/berlin-news/831-westernhagen-auch-unplugged-ganz-gross


 

Daniel Barenboim & Lisa Batiashvili

19. August 2018 Die Berliner Waldbühne bot auch 2018 die perfekte Bühne für das West-Eastern Divan Orchestra unter Leitung von Daniel Barenboim. Und es war wieder ein perfektes Klassikvergnügen. Das sommerliche Wetter war für diesen Open-Air-Abend mit diesem ganz besonderen Orchester wie gemacht.
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Foto: Kai Heimberg
Seit fast 20 Jahren ist das von Daniel Barenboim und Edward W. Said gegründete West-Eastern Divan Orchestra als globaler Botschafter der kulturellen Verständigung ein Begriff in der Musikwelt. Die jungen Künstler aus Israel, Palästina, Syrien, Ägypten, dem Iran und anderen Ländern des Nahen Ostens und Nordafrikas bringen die Bereitschaft mit, über den Geist der Musik hinaus gemeinsam in Gesprächen und Diskussionen ein offenes Ohr für die Erfahrungen und Sichtweisen ihrer Kollegen zu entwickeln. Ein Höhepunkt der alljährlichen Sommertournee war auch diesmal der Auftritt in der Berliner Waldbühne, die mit ihrer einmaligen Atmosphäre und ihrem begeisterungsfähigen Publikum ein ganz besonders passender Ort für die Spielfreude dieses Orchesters ist.
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Foto: Kai Heimberg
Gemeinsam mit dem West-Eastern Divan Orchestra stand eine Künstlerin auf der Bühne, die seit Jahren eng mit Daniel Barenboim zusammenarbeitet: die Geigerin Lisa Batiashvili. Nach der erfrischend temperamentvollen „Polonaise“ aus der Oper Eugen Onegin (1877/78) von Pjotr Iljitsch Tschaikowski kam bereits vor der Pause der absolute Höhepunkt des Abends. Es war ein Violinkonzert des Komponisten zu hören, dass wohl alle Zuhörer in den Bann zog. Das zentrale Werk des romantischen Repertoires ist für Orchester und Solistin gleichermaßen eine große Herausforderung.
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Foto: Kai Heimberg
In der Ankündigung hieß es: „Beim ersten Aufeinandertreffen dieser Ausnahmekünstlerin mit dem West-Eastern Divan Orchestra ist ein ebenso reiz- wie kraftvolles musikalisches Miteinander zu erwarten.“ Und da wurde kein bisschen zu viel versprochen. Mit einer außergewöhnlichen Musikalität und Spielfreude erklang wie von Zauberhand die Violine. Die harmonisch gespielte Violine war in einer prächtigen Orchesterklangfarbe verpackt. Und ja, auch von Gänsehautfeeling zu sprechen ist keineswegs übertrieben. Eine musikalische Leistung der Extraklasse. Ein Konzert, das wie ein wunderbares Vogelkonzert anmutete, bei dem selbst die Vögel genussvoll der von Menschen gemachten Musik lauschten. Berechtigterweise erntete die Künstlerin und das Orchester für diese Leistung viel Begeisterung und Applaus.
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Foto: Kai Heimberg
Vervollständigt wurde das Programm durch zwei Stücke des berühmtesten Kompositionen Claude Debussys, dessen Todestag sich 2018 zum 100. Mal jährt. In der symphonischen Dichtung La Mer (1903-05/1909) fängt Debussy nicht weniger als den Charakter des Meeres musikalisch ein: „Die hochatmosphärische Partitur, die dem Orchester eine Fülle von Klangfarben entlockt, ist wie geschaffen für die sommerliche Stimmung eines Augustabends in der Berliner Waldbühne.“
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Auch mit Zugaben ließen die Künstler nicht lange auf sich warten. Ein grandioser Klassik-Konzert-Abend unter Sternenhimmel, den sicher auch die fliegenden Fledermaus-Besucher wohltuend empfanden. Ganz großes Kino, das im nächsten Jahr bereits sein 20. Jubiläum feiert.

Thomas Moser

20. Konzert: 17. August 2019

Das Waldbühnenkonzert des West-Eastern Divan Orchestra 2018

Besetzung:
Lisa Batiashvili, Violine
Daniel Barenboim, Dirigent
West-Eastern Divan Orchestra
Programm:
Pjotr Iljitsch Tschaikowski: Violinkonzert
Claude Debussy: Prélude à l’après-midi d’un faune
Claude Debussy: La mer


Die letzten 4 Fotos Thomas Moser


 

Die Gewinner vom BERLINER OPERNPREIS, dem von Neuköllner Oper und GASAG seit 1997 ausgeschriebenen Wettbewerb, stehen fest:

Die Jury entschied sich, beide Künstlergruppen mit ihren jeweiligen Inszenierungen „Arianna, Ariadne, Ariane“ und „Prothesen der Autonomie“ zu gleichen Teilen auszuzeichnen.

Eine kluge Entscheidung, denn die zwei künstlerisch sehr hochwertig inszenierten und präsentierten Stücke sind ganz anders angelegt und nicht vergleichbar. Bei "Arianna, Ariadne, Ariane" wird einfühlsam das Inselleben und die Zwangsgemeinschaft als klassisches Opernstück aufgeführt. Spannend die Klangfarben rund um die Klangwelt einer Insel. Die Zukunftsversion für einen Opernstar-Roboter bei "Prothesen der Autonomie" war modern inszeniert und "witzig" angelegt. Die Roboter-Opernsängerin will sich nicht schon wieder erstechen. Alle haben nach der Roboterprobe ein Einsehen: Der Umtausch wird akzeptiert. Zweimal sehr interessant angelegte Stücke, zweimal Künstlerinnen der Spitzenklasse. Auch wieder Klasse, dass die Neuköllner Oper für neue Wege immer eine tolle Plattform bietet. Auch gut, dass es Sponsoren wie die GASAG für die etwas andere Kunst gibt.

Die Preisträgerarbeiten wurden am 23. Mai 2018 in der Kirche St. Elisabeth/Berlin Mitte uraufgeführt und anschließend bewertet. In Anwesenheit des Staatssekretärs für Kultur und Europa, Dr. Torsten Wöhlert, übergaben Dr. Lothar Kramm, Vorsitzender des GASAG-Aufsichtsrats, und Eckhardt Barthel, Vorstand Neuköllner Oper e.V., die Preise. Die Inszenierungen sind am 25. und 26. Mai nochmals in St. Elisabeth zu sehen.

Arianna, Ariadne, Ariane

Prothesen der Autonomie
„Während uns bei Arianna, Ariadne, Ariane die Fähigkeit überzeugte, für die Stimme zu schreiben und emotionale Klangbilder aus einer affirmativ-romantischen Grundhaltung zu gestalten, beeindruckte uns bei Prothesen der Autonomie die Farbigkeit der Komposition und eine zwingende Inszenierung eines zum Teil sehr komplexen, intellektuell-diskursiven Werks,“ sagte Bernhard Glocksin, Künstlerischer Leiter der Neuköllner Oper und Mitglied der sechsköpfigen Jury.

„Ich freue mich sehr über diese inspirierenden Inszenierungen des heutigen Abends“, so Dr. Lothar Kramm, Vorsitzender GASAG-Aufsichtsrat, nach der Preisverleihung. „Erneut hat die Neuköllner Oper bewiesen, dass sie etwas von aktuellem, zeitgenössischem Musiktheater versteht und eine wunderbare Nachwuchsarbeit betreibt. Es ist schön, dass wir die Neuköllner Oper seit über 21 Jahren als Partner an unserer Seite haben. Ich wünsche mir mehr davon.“

Der BERLINER OPERNPREIS 2018 hatte unter dem Thema TAKE IT OR LEAVE IT zu einem neuen Umgang mit dem Erbe aus 400 Jahren Musiktheatergeschichte aufgerufen.

Das Team um Tom Smith und Caitlin van der Maas thematisiert den Ariadne-Mythos - drei Frauen sind auf einer Insel gestrandet, verlassen von ihren Männern. Drei Perspektiven, Sprachen, Zeiten und musikalische Idiome vermischen und ergänzen sich und formen ein neues Lamento d‘Arianna.

Thierry Tidrow, Zsófia Geréb sowie Franziska vom Heede entwerfen in Prothesen der Autonomie – eine Sci-Fi Oper einen futuristisch-komödiantischen Blick auf das Jahr 2180 und auf »Reklamations- und Wartungszeiten der Gewerkschaft zur Verhinderung emotional belastender Arbeiten«. Denn zweifellos ist die gute alte Oper mit ihren leidenden Heroinen keiner modernen Sängerin zumutbar. Folglich übernimmt die Rolle der leidenden Heroin ein Roboter. Aber auch dieser hat so seine eigene Meinung und Macken.

36 Einsendungen aus neun Länder gab es für den Wettbewerb, der für einen erweiterten Musiktheaterbegriff und neue Produktionsformen steht. Aus den Einsendungen hatte die Jury sechs Konzepte ausgewählt, die zunächst von ihren Autoren in einem Workshop erläutert wurden. Am Ende dieses Workshops wurden zwei Arbeiten bestimmt, die dann mit einem Produktionsstipendium an der Neuköllner Oper ausgearbeitet wurden.

Der BERLINER OPERNPREIS 2018 in Kürze

Aufgabe: Umsetzung eines halbstündigen Werks zum Thema TAKE IT OR LEAVE IT!

Preise: Produktionsstipendium von 10.000 Euro pro Team. Jedes Team erhält außerdem ein Preisgeld in Höhe von 3.500 Euro.

Öffentliche Aufführungen: 25./26. Mai, 20 Uhr Kirche St. Elisabeth, Berlin

Jurymitglieder: Thomas Desi – Festivalleiter „Musiktheatertage Wien“ | Arash Safaian – Komponist, München | Mária Szilágy – Festivalleiterin, Budapest | Wiebke Roloff – Opernwelt | Andreas Altenhof – Direktorium Neuköllner Oper, Berlin | Bernhard Glocksin – Künstlerischer Leiter Neuköllner Oper,

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Gruppenfoto mit allen Beteiligten... alle Fotos Phillip Plum


 

Schwere Konkurrenz war es am Himmelfahrtstag für Patrizia Moresco schon, denn das Vergnügen im Freien war für viele halt doch sehr verlockend. Aber die Wahl-Berlinerin aus Schwaben mit italienischen Wurzeln meisterte ihre persönliche Premiere in den Berliner Wühlmäusen am Theodor-Heuss-Platz mit Bravour. Das Publikum war begeistert.

Patrizia Moresco nahm die vielen Alltäglichkeiten treffend aufs Korn. Natürlich mussten die Männer daran glauben, aber auch die Mädels, wie Moresco die Besucherinnen gerne bezeichnet, und besonders auch sich selbst ließ sie nicht außen vor. Und genau diese selbstkritische lebensbetonende Mischung macht es bei Moresco aus. Aber das wirklich Grandiose ist die Mimik, das Augenrollen, das sagenhafte Temperament und die Körperbetonung, womit die Künstlerin hinter ihren Aussagen dicke Ausrufezeichen setzt. In jeder Situation ist sie auf Zwischenrufe vorbereitet und kontert witzig.

Aktuelle politische Themen wurden aufs Korn genommen, der Smartphone- und Social-Media-Wahn und die ach so gesunde Ernährung ihrer Freunde wurden nicht ausgelassen. Das Thema des aktuell gespielten Programms „Die Hölle des positiven Denkens“ wurde immer wieder thematisch aufgegriffen und dabei der übertriebene Umgang mit Alltäglichkeiten aufgezeigt. Und ja, es gibt auch einen Irrsinn des positiven Denkens: „Beginn den Tag mit einem Lächeln…, dann hast du es hinter dir!“

Je nach Situation kommt die zynische, verzweifelte und witzige Art zum Tragen, die durch ihre Songs thematisch abgerundet werden. Und ja, ihre Sprüche haben auch Hintersinn mit Schmunzel-Garantie: „Denken ist wie googlen, nur krasser!“

Patrizia Moresco ist bekannt aus vielen deutschen Film- und Fernsehproduktionen und den Bühnenfans noch als Frontfrau der Comedygruppe „Shy Guys“ in bester Erinnerung, mit der sie 18 Jahre lang durch ganz Europa, Amerika und Kanada tourte.

Dieser Kabarettabend war eine unterhaltsame Zeit mit Niveau!

Thomas Moser

https://www.patriziamoresco.de


 

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