Klassik und Feuerwerk im Britzer Garten begeistert!

24. August 2019 Seit 21 Jahren lädt Grün Berlin zu „Feuerblumen und Klassik Open Air“ ein und Jahr für Jahr kommen die Besucherinnen und Besucher zu diesem Klassikkonzert mit Feuerwerk. Eine Veranstaltung mit Tradition!
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Noch zwei Stunden bis Konzertbeginn...



Die Wiese vor der extra errichteten großen Bühne am Seeufer hat mittlerweile viele Sitzreihen für einen bequemen Konzertgenuss. Das eher ursprüngliche Konzert- und Familienvergnügen findet dahinter auf dem sogenannten Rodelberg statt, der schon viele Jahre mangels Schnee keine Rodel mehr gesehen hat. Hier treffen sich beim Feuerblumenspektakel Freundeskreise und ganze Familien, um oft erst einmal ausgiebig zu picknicken. Dafür ist man schon gerne teilweise bis zu fünf Stunden vor Beginn da, um angestammte Plätze zu sichern.









In diesem Jahr hieß das Motto des Abends „Karneval der Romantik“. Unter der souveränen Leitung des jungen estnischen Dirigenten Risto Joost nimmt die Tschechische Philharmonie Brünn die Gäste mit auf eine kurzweilige und unterhaltsame Reise. „Das beliebte Motiv des Maskenballs, die Maskerade und die Täuschung werden zum musikalischen Thema diesen fulminanten und bunten Abends,“ hieß es treffend in der Programmankündigung. Exzellentes Spätsommerwetter machte den Abend tatsächlich zu einem schönen runden Höhepunkt.





Das Orchester zeigte erstklassige Leistungen und die slowakische Sopranistin Patricia Janečková sorgte als Solistin für wahre Emotionen und sogar Begeisterungsstürme bei den Zuhörern. Eine erstklassige Wahl für musikalische Werke mit Solisten!


An diesem Abend ist ebenfalls die Moderatorin Ulrike Finck vom rbb zu loben. Leicht, locker, etwas frech und natürlich erläuterte sie dem Publikum die Stücke der Komponisten und animierte das Publikum zum Mitmachen, was bekanntermaßen in Berlin durchaus eine Herausforderung darstellt. Es gelang ihr sehr gut, zumal die Leistungen im Konzert überzeugten. Natürlich war auch die Musikauswahl für OpenAir gut angepasst.

Jaques Offenbach und sein „Can Can“ aus Orpheus in der Unterwelt reißt mit, Franz Lehar und die Lippen, die so heiß küssen und Stücke aus der Fledermaus von Johann Strauß II überzeugten das Publikum. Der zweite Teil des Abends war eher etwas schwerer und getragen.

Dann ging es pünktlich zum von vielen Besuchern sehnsüchtig erwarteten Höhepunkt. Das Feuerwerk zur Feuerwerksmusik von Georg Friedrich Händel erhellte den Nachthimmel. Eine gute Leistung vom „Potsdamer Feuerwerk.“



Ein kleiner Hinweis scheint an dieser Stelle für künftige Veranstaltungen angebracht. Auf der Wiese organisieren sich die Besucher mit ihren Decken und Stühlen selbst. Das ist sicher auch gut so und klappt immer irgendwie. Ein oder zwei Hauptgänge sollten vielleicht markiert werden, damit auch das Sicherheitsgefühl dieser Gäste berücksichtigt wird und Gefahrensituationen nicht im Chaos enden. Das der Veranstalter äußerst flexibel und weitsichtig bei der Organisation ist, hat er schon über viele Jahre bewiesen.

Nach den Feuerblumen ist vor den Feuerblumen. Und so kann man sich schon auf 2020 freuen. Am 22. August 2020 wird wieder ein musikalisches und richtiges Feuerwerk das schöne Grün im Britzer Garten mit Klängen und Farben veredeln und hauptsächlich die Besucher und die vielen Stammgäste in eine etwas andere Welt entführen. Der Kartenverkauf wird rechtzeitig vor Jahresschluss beginnen, damit das nächste Weihnachtsgeschenk gesichert ist.

Ein schöner farbenfroher und musikalischer Abend!

Thomas Moser (auch Fotos)

https://gruen-berlin.de/britzer-garten

WEITERE FOTOIMPRESSIONEN:











Fotos Thomas Moser


 

 30 Jahre „JAZZ FÜR ALLE E.V.“ – Jubiläumskonzert am 1.9.2019 im Jazzclub „Schlot“

Der älteste Jazzverein Berlins, „JAZZ FÜR ALLE E.V.“, wird in diesem Sommer 30 Jahre alt. Lange Zeit war Lichtenrade die Heimat von "Jazz für Alle"... vielleicht wird es in der Alten Mälzerei mal (nach der Eröffnung) eine neue Möglichkeit für diese beliebte Musikinstitution geben.

Seine Ursprünge gehen auf die wohl populärste Jazz-Radiosendung Deutschlands in West und Ost zurück: Fast 30 Jahre bot der Ende 1957 ins Leben gerufene „Club 18 – Jazz für alle“ von und mit John Hendrik, sonnabends 15 Uhr in RIAS 1 ausgestrahlt, einen Treffpunkt von Jazzmusikern und -fans sowie eine Radioübertragung von Live-Auftritten nicht nur der großen internationalen Stars, sondern auch der Amateur-Jazz-Szene Berlins. Mit dem Fortfall dieser Sendung entfiel diese Möglichkeit, sich zu treffen und zu präsentieren.

Daher wurde von Jazz-Musikern und -Enthusiasten ein eigener Verein gegründet, der nunmehr die Aufgabe übernehmen sollte, für Konzerte und Treffen in Eigenregie zu sorgen. „JAZZ FÜR ALLE“ blieb dabei das Motto – und wurde zum Namen des im Sommer 1989 gegründeten Vereins.

Jede Menge Konzerte, Workshops und natürlich Jam Sessions

Seither wurden durch den Verein Hunderte von Jazz-Konzerten, Jugend-Workshops, Sessions und einige Weiterbildungsseminare im In- und Ausland ehrenamtlich veranstaltet. Viele Fans fanden und finden die Musik ihrer Vorliebe und trafen und treffen die Musiker der von ihnen geschätzten Bands.

Auch sind die Lichtenrader Jazzfeste unvergessen (Link und FotosBericht 2017/Thomas Moser: https://www.lichtenrade-berlin.de/24-blog/blog2017/736-6-lichtenrader-jazzfest-2017-4-tagen-jazz-und-andere-musik-vom-feinsten). Vor der Lichtenrade-Zeit fanden viele Konzerte im Rathaus Tempelhof statt.

Auch werden immer wieder Gelegenheiten geschaffen, bei denen Interessierte den live gespielten Jazz in unterschiedlichen Stilrichtungen kennen- und schätzen lernen können. Seit etlichen Jahren ist zudem die Förderung junger Jazz-Nachwuchsmusiker ein Schwerpunkt des Vereins. Um diesen Bühnenerfahrung zu vermitteln, laufen viele Veranstaltungen des Vereins zweigeteilt ab: Am Anfang spielt eine Nachwuchsband, danach dann die „Profis" bzw. die „Alten Hasen“ aus den besten Amateurjazzbands der Stadt. Der Eintritt zu den Veranstaltungen des gemeinnützigen Vereins ist meist frei.

Der regionale Schwerpunkt der Aktivitäten lag in den vergangenen Jahren rund um den Bezirk Tempelhof, durch dessen Abteilungen Volksbildung bzw. Kultur der Verein ebenso Förderung erfahren hat wie von der Senatsverwaltung für kulturelle Angelegenheiten. Sowohl der regionale Bezug von Veranstaltungen und Kooperationen wie auch das stilistische Gepräge der Jazzveranstaltungen des Vereins sollen aber in der Zukunft erweitert werden. So kann der Verein schon jetzt eine Kooperation mit dem Jazzclub „Kunstfabrik Schlot“ in Berlin-Mitte für eine Veranstaltungsreihe ab 2020 ankündigen; weitere neue Aktivitäten werden folgen.

Die Förderung von Jazzmusik

„JAZZ FÜR ALLE E.V.“ geht es gemeinsam mit vielen Kollegen und Mitstreitern in den vorhandenen weiteren Institutionen und Vereinen des Jazz in Berlin darum, auch künftig aktives Jazz-Musizieren in dieser Stadt zu fördern und die Vernetzung der Musiker – ob jung, ob alt, egal welcher Stilrichtung im Jazz – zu unterstützen. Anders als für etliche Formen der Populärmusik wird es dabei stets einer direkten oder indirekten Förderung bedürfen, um das Erlernen von Jazz, aber auch das Spielen vor Publikum weiter zu ermöglichen. „JAZZ FÜR ALLE E.V.“ ruft anlässlich seines Jubiläums die Kulturverantwortlichen in der Stadt dazu auf, sich noch aktiver öffentlich für diesen Bereich zu engagieren.

Der Verein besteht nun seit bereits 30 Jahren und hat in der Vergangenheit – durch seine bisherigen Vorstände unter den Vorsitzenden Detlef Passlack (1989-2003), Matthias Dannenberg (2003-2005), Zvonimir „Piet“ Kolobaric (2006-2007), Wolfgang Riemer (2007-2008), Lutz Fußangel (2008-2019) und Sebastian Claudius Semler (seit 2019) – ein breites Aktivitätsspektrum (Konzerte, Veranstaltungsreihen, Workshops, Sessions) entwickelt und unterschiedliche öffentliche Förderungen für sein Engagement erhalten, u.a. durch die Abteilung Volksbildung des Bezirks Tempelhof.
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...im Gemeinschaftshaus Lichtenrade (jetzt Wolfgang Kruerger Saal)...
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"Jazz Lounge" in der Jugendfreizeitenrichtung Barnetstraße; auch im Gemeinschaftshaus Lichtenrade...
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... im ehemaligen Restaurant JANUS in Tempelhof (3 Fotos oben von Sebastian Claudius Semler)
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Foto... so ungefähr vor 20 Jahre (Foto: Detlef Passlack)
Wichtig ist das Vorhalten und Bewerben entsprechender Kapazitäten an Musikschulen, aber auch die Unterstützung privater Initiativen. Insbesondere bedarf es einer aktiven Unterstützung von Spielstätten, die Jazz-Live-Musik anbieten und ihre Bühnen auch den Musikern dieser Stadt und dem Jazznachwuchs zur Verfügung stellen. Von ökonomischen Zwängen bis hin zu Lärmschutz und Verwertungsrecht werden diese einen wertvollen kulturellen Beitrag leistenden Einrichtungen vor erhebliche Herausforderungen gestellt, zu deren Bewältigung sie mehr Unterstützung der Stadt benötigen.

Bei allen Förderungen und Unterstützungen ruft „JAZZ FÜR ALLE E.V.“ dazu auf, die stilistische Vielfalt des Jazz nicht selektiv einzuschränken. Förderwürdigkeit und Förderbedarf gelten gleichermaßen für „modernen“ wie auch für „traditionellen“ Jazz, der mittlerweile ebenso auf Schwierigkeiten trifft, Live-Spielstätten zu finden und in Curricula des Musikernachwuchses Eingang zu finden.

Jubiläumskonzert am 1. September im Jazzclub Schlot

Anlässlich des 30jährigen Jubiläums lädt „JAZZ FÜR ALLE E.V.“ zum Jubiläumskonzert am Sonntag, 1. September 2019, ab 18 Uhr im Jazzclub „Schlot“ ein. Historie und Tradition werden kurz beleuchtet – im Mittelpunkt wird aber die Musik stehen, diesmal mit einem Schwerpunkt im traditionellen Jazz: Gleich vier Bands werden sich dem Publikum präsentieren, darunter eine eigens für diesen Anlass zusammengestellte „All Star Band“ von aktiven Musikern aus der Vereinsmitgliedschaft, die gemeinsam einen Querschnitt durch viele Berliner Jazzbands repräsentieren. Passend zur Tradition des Vereins: Zum Abschluss gibt es eine Jam Session – und der Eintritt ist frei!
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Neue Spielstätte, neuer Veranstalter, neue Kooperation

Nachdem das Lichtenrader Gemeinschaftshaus für die beliebten Jazzkonzerte des Vereins nicht mehr zur Verfügung steht, ist das BREWDOG *nähere Infos siehe unten (vormals Stone Brewing) im Mariendorfer Marienpark (12107 Berlin, Im Marienpark) als neue Spielstätte und Veranstalter „eingesprungen“ und kooperiert, mit neuen Partner, mit dem Verein.

„Der älteste Jazzverein Berlins“: i.S.v. kontinuierlich in eigener Rechtsform aktiv arbeitend; andere Jazzgruppierungen in der Stadt sind älter, haben aber ihre Vereinsgründung erst später vollzogen. Zum ehrenamtlichen Engagement von Vereinen zugunsten des Jazz in Berlin siehe auch R. Bratfisch „Jazz in Berlin“ (Nicolai, Berlin, 2014).

www.jazzfueralle.de

Erste Informtionen vom „neuen“ Spielort auch für Jazzkonzerte

BrewDog DogTap Berlin im Marienpark, Berlin-Mariendorf hat ab 10. August 2019

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(Fotos von BrewDog)

  • der DogTap Berlin ist eine Restaurant mit Biergarten und Brauerei und das Zuhause der schottischen Brauerei BrewDog auf dem europäischen Festland
  • Mitten auf dem Gaswerksgelände von Mariendorf gelegen, befinden sich DogTap Berlin und die Brauerei in einem historischen Gebäude von 1901
  • das Gebäude ist ein wahres Schmuckstück, mit dem großen beeindruckenden DogTap (Hauptraum) sowie weiteren Schankräumen, einem Bier Museum und einem sensationellen Biergarten
  • neben einer riesigen Auswahl von 60 Bieren am Hahn, sowie einem großen abwechslungsreichen Menü gibt es auch jede Menge Möglichkeiten hier seine Zeit zu verbringen: von einer Gaming Area mit Flippern und klassischen Arcade-Games, über Shuffleboard-Bahnen bis zur Minigolf-Anlage
  • die Speisen umfassen das bekannte BrewDog Menü mit einer großen Auswahl an Pizza, Burgern und Wings, das Menü ist außerdem bei BrewDog immer zu 50% vegetarisch und zu 25% vegan
  • zusätzlich gibt es auch typische deutsche oder Berliner Gerichte: unter anderem Strammer Max, Currywurst, ein Wurst Trio aber auch Wiener Schnitzel, Steaks inkl. Tomahawk Steak und Fish & Chips
  • an Wochenenden und Feiertagen gibt es ein reichhaltiges Angebot zum Frühstücken und Brunchen vom Warmen Walnuss-Schokoladen Brownie über Hühnchen und Waffeln bis hin zum Apfel IPA Strudel  
  • die Brauerei besteht aus einer 100 Hektoliter-Haupthaus und einer 10 Hektoliter Pilotanlage
  • wer sich gerne selbst einmal am Brauen versuchen möchte, kann dies ebenfalls hier tun: Eines von acht 50-Liter-Brausets steht bereit, um sich am Braukessel auszuprobieren
  • natürlich gibt es auch Brauerei-Touren…

Multimediale Lesetour: 100 Jahre in Berlin – Generation Kaiserzeit erzählt
„Eier kaufte ich als Bruch bei den ‚Eierjuden’ in der Mühlenstraße (heute Dominicusstraße). Ich ging mit der Milchkanne zum Laden, und da kamen die ‚Knickeier’ rein: ganz billig und frisch. Knickeier, das sind Eier, die schon ’n Riss oder Dellen hatten.
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Klara S., Jahrgang 1912, Foto: Marion Schütt, synopsisfilm
Der Laden der ‚Eierjuden’ lag nicht weit von unserer Wohnung entfernt, gleich am Bahnhof Schöneberg“, erzählt Klara S., die 1912 in Schöneberg, in dieser Zeit noch bei Berlin, geboren ist.
Mit gesundem Leben und Abstinenz habe ihr hohes Alter nichts zu tun, betont die 1911 in Kreuzberg geborene Ulla M.: „Nee, das möchte ich ablehnen. Im Gegenteil, wir haben viel gefeiert!“
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Ulla M., Jahrgang 1911, 2013, Foto: Marion Schütt, synopsisfilm
Geboren in der Kaiserzeit zwischen 1911 und 1916 sind die Hundertjährigen ganz besondere Zeitzeugen, die ein Stück der Geschichte Berlins erzählen, die so in keinem Geschichtsbuch steht. Sie vermitteln aus erster Hand das Lebensgefühl einer Stadt, die es so nicht mehr gibt. Positive Lebenseinstellung, starker Wille, Gelassenheit und Berliner Humor, aber auch Verluste und Ängste prägen die Biografien von Privatleuten, die hier zu Wort kommen.
Auf der neuen Lesetour, die im Vorfeld des 100-jährigen Jubiläums von „Groß-Berlin“ (2020) entstanden ist, werden fünf 100jährige Menschen aus Tempelhof-Schöneberg multimedial vorgestellt. Sie erzählen, wie sie das Ende des Ersten Weltkriegs erlebt haben, als in Berlin überall die Glocken läuteten und sich die Leute auf der Straße umarmten, vom Besuch im verruchten Transvestitenlokal „Eldorado“ während der Weimarer Republik, von der Teilnahme an den Olympischen Spielen 1936, vom Kampf ums Überleben im Zweiten Weltkrieg, vom Handeln auf dem Schwarzmarkt in der Nachkriegszeit und vom Wiederaufbau in den beiden noch jungen deutschen Staaten.
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Zur Premiere unserer Lesetour am Freitag, 30. August 2019 um 18 Uhr im Theater Morgenstern, wird herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.
Unsere multimediale Lesetour, die wir zusammen mit den Schauspielerinnen Finja Wrocklage und Hanna Schygulla präsentieren, wurde von der Dezentralen Kulturarbeit Tempelhof-Schöneberg gefördert. Unser Projekt entstand in Kooperation mit dem Verlag Berlin Brandenburg, in dem unser Buch „100 Jahre in Berlin – Generation Kaiserzeit erzählt“ erscheint.
Veranstaltungsort:
Rathaus Friedenau, im Theater Morgenstern, Rheinstraße 1, 12159 Berlin
Premiere der multimedialen Lesung:
Freitag, 30.08.2019, um 18 Uhr
Moderation: Rita Preuß
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Finja Wrocklage, 2019, Foto: Melina Waliczek
Es liest die Schauspielerin Finja Wrocklage. Im Anschluss an die multimediale Lesetour findet ein Publikumsgespräch statt.

Veranstaltungsort:
Rathaus Friedenau, im Theater Morgenstern, Rheinstraße 1, 12159 Berlin
Multimediale Lesung
Freitag, 20.09.2019, um 18 Uhr
Moderation: Rita Preuß
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Hanna Schygulla, 2019, Foto: Marion Schütt, synopsisfilm
Es liest die Schauspielerin Hanna Schygulla. Im Anschluss an die multimediale Lesetour findet ein Publikumsgespräch statt.


 

Das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg verleiht die Ehrenamtskarten
Im Rahmen einer Feierstunde am Freitag, dem 9. August 2019 im Goldenen Saal des Rathauses Schöneberg, bedankte sich der Bezirk Tempelhof-Schöneberg bei über 80 Ehrenamtlichen für ihr Engagement, mit der Verleihung der Ehrenamtskarte. Überreicht wurden die Ehrenamtskarten von Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler, der stellvertretenden Vorsteherin der Bezirksverordnetenversammlung, Martina Zander-Rade, Bezirksstadtrat Jörn Oltmann, Bezirksstadträtin Jutta Kaddatz und Bezirksstadtrat Oliver Schworck.
Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler würdigt den nicht selbstverständlichen Einsatz:„Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement sind entscheidend für unsere Gesellschaft. Wir brauchen aktive Menschen, die bereit sind, ihr Umfeld mitzugestalten und Verantwortung zu übernehmen.“
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Foto: BA T-S
Der Bezirk hat es sich zur Aufgabe gemacht, das freiwillige Engagement seiner Bürger_innen mit der Beauftragten für Bürgerschaftliches Engagement und dem Ehrenamtsbüro nachhaltig zu fördern und zu unterstützen.Die Ehrenamtlichen sind in den unterschiedlichsten Bereichen im Bezirk freiwillig tätig und setzen sich aktiv für das Wohl vieler Bürger_innen in ihrem Kiez ein. Zu den vielfältigen Engagementfeldern gehören die langjährige Arbeit in der Seniorenarbeit, in den Kirchengemeinden, Patenschaftsprogrammen aber auch für Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte.
Mit der Ehrenamtskarte möchte sich das Land Berlin für das freiwillige Engagement bedanken.

Würdigung des Ehrenamtes: Ein Bericht aus paperpress von Ed Koch

„Ehrenamtliches Engagement ist ein unverzichtbarer Baustein in unserer Gesellschaft und eine wichtige Basis für das partnerschaftliche und vielseitige Zusammenleben in Berlin und Brandenburg.“, steht auf der Internetseite der Ehrenamtskarte.

www.ehrenamtskarte.berlin-brandenburg.de

„Seit Anfang 2017 bieten die Länder Berlin und Brandenburg ihren besonders engagierten Bürgerinnen und Bürgern eine gemeinsame, in beiden Ländern gültige Ehrenamtskarte als Zeichen ihrer Anerkennung und Wertschätzung. Zahlreiche Partner der Ehrenamtskarten wie Museen, Einzelhändler, Gastronomiebetriebe, Kultur- und Unterhaltungseinrichtungen und Dienstleistungsunternehmen bieten den Karteninhaberinnen und Karteninhabern Vergünstigungen und Rabatte. Sie unterstreichen auf diese Weise ihre Wertschätzung für das Ehrenamt in Brandenburg und Berlin.“

Berlin hat bereits 2011 die Ehrenamtskarte eingeführt. Bisher sind in Berlin ca. 7.500 Karten ausgegeben worden. Die Ehrenamtskarte gilt für drei Jahre und ist an eine Reihe von Voraussetzungen geknüpft. So müssen die Ehrenamtlichen mindestens 200 Stunden pro Jahr unentgeltlich tätig sein. Erstattungen von Auslagen sind möglich. Wichtig ist auch, dass der Ehrenamtliche über den Tag der Verleihung der Karte hinaus tätig bleibt. Drei Jahre ist die Karte gültig, danach muss sie neu beantragt werden. Antragsberechtigt sind Vereine und Organisationen, in denen Ehrenamtliche tätig sind.

Christine Fidancan, Beauftragte für das Bürgerschaftliche Engagement und Leiterin des Ehrenamtsbüros in Tempelhof-Schöneberg, wies bei einer Feierstunde zur Verleihung von Ehrenamtskarten am 9. August im Rathaus Schöneberg darauf hin, dass es in Berlin ca. eine Million Menschen gebe, die in unterschiedlichster Weise ehrenamtlich tätig sind. Aber nur 0,5 Prozent von ihnen habe eine Ehrenamtskarte. Da ist also noch Luft nach oben. Tempelhof-Schöneberg sei der einzige Berliner Bezirk, der regelmäßig Feierstunden veranstalte.

Eine Karte über seinen Verein beantragen und dann zusenden zu lassen, ist natürlich langweilig. Bei einer Feierstunde besteht die Möglichkeit zum Austausch mit anderen. Aus zehn Organisationen wurden Ehrenamtliche am Freitagabend des 9. August im „Gol-denen Saal“ des Rathauses Schöneberg ausgezeichnet und anschließend zu einem Empfang in den John-F.-Kennedy-Saal des Rathauses eingeladen mit einem leckeren Catering von „BärliFood“ und ein paar kühlen Getränken. Begleitet wurde die Veranstaltung von Luca Rummel von der Leo-Kestenberg-Musik-schule, der auf seiner Geige drei wunderschöne Werke vortrug. Diese Feierstunde war wirklich ein würdiger Rahmen und eine zusätzliche Auszeichnung für die Ehrenamtlichen.

Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler (SPD), Vize-Bürgermeister und Stadtentwicklungsstadtrat Jörn Oltmann (Grüne), Jugend-, Umwelt-, Gesundheits-, Schul- und Sportstadtrat Oliver Schworck (SPD), Kultur- und Seniorenstadträtin Jutta Kaddatz (CDU) und die stellvertretende BVV-Vorsteherin Martina Zander-Rade (Grüne) überreichten die Ehrenamtskarten.

Zu den Vereinen gehörten auch die Ehrenamtlichen des CPYE e.V., die sich mit Jugendstadtrat Oliver Schworck sowohl im Goldenen Saal als auch auf dem Balkon des John-F.-Kennedy-Saales, zu einem Gruppenfoto versammelten. Seit 1997 ist der CPYE e.V. Träger des Rocktreffs und Spielfestes, die kurz vor den Sommerferien im Volkspark Mariendorf stattfinden. Veranstalter von Rocktreff und Spielfest ist das Jugendamt Tempelhof-Schöneberg. Der Rocktreff fand im 35sten Jahr seines Bestehens zum 36sten Male in diesem Sommer statt. Über 13.000 Besucher nahmen in diesem Jahr am Rocktreff und Spielfest teil. www.rocktreff.de www.spielfest-mariendorf.de

Bei der Feierstunde wurden auch die Ehrenamtlichen der folgenden Vereine und Organisationen ausgezeichnet: „Freunde alter Menschen e.V.“, „Olympischer Sportclub Berlin e.V.“, „Straßenchor e.V.“, „Deutscher Rheumaliga e.V.“, „Cocas e.V.“, „Seniorenarbeit Tempelhof-Schöneberg“, „LSVD Berlin-Brandenburg“, „Ev. Kirchenkreis Tempelhof-Schöneberg“ und die „Wohnungslosentagesstätte Schöneberg.“

Es ist wichtig, die Arbeit der Ehrenamtlichen zu würdigen. Tempelhof-Schöneberg geht dabei den richtgen Weg. Ed Koch


 

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Wie entsteht das Ei? Das weltweit größte Huhn aus Pflanzen kennt die Antwort

Willkommen im BfR-Eiland: Ein interaktives Pflanzenlabyrinth vermittelt unterhaltsam und kindgerecht Wissenswertes zu Huhn und Ei



Luftaufnahme folgt...

Wie kommt das Ei vom Hühnerstall auf den Teller? Was steckt Gutes im Ei? Und was muss beim Umgang mit Lebensmitteln wie Eiern und Geflügelfleisch beachtet werden, damit diese gesundheitlich sicher sind? Antworten auf diese Fragen erhalten die Besucherinnen und Besucher des interaktiven Pflanzenlabyrinths, dem BfR-Eiland, das am 9. August eröffnet wurde. Auf der Entdeckungstour durch ein großes Feld aus Mais, Sonnenblumen und anderen Pflanzen erfahren sie Wissenswertes rund um Ei und Huhn. Zu den Themen gehören die Hühnerhaltung, Eierproduktion und praktische Tipps für den Alltag. „Unser Ziel ist es, Lebensmittelsicherheit mit einer Mischung aus Information und Unterhaltung zu vermitteln. Das ist besonders wichtig für Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene, die bei dem Rundgang spielerisch Neues erfahren,“ sagt BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel. Das BfR-Eiland ist bis 13. September 2019 geöffnet. Der Eintritt ist kostenlos.






Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) lädt Schülerinnen und Schüler, Kita-Gruppen, Familien und alle Interessierten vom 9. August bis 13. September 2019 ein, auf dem didaktischen Erlebnispfad im Pflanzenlabyrinth, dem BfR-Eiland, Wissenswertes zum Thema Ei und Huhn zu erfahren. Auf dem 1,5 km langen Weg durch das Labyrinth, das aus der Luft wie ein Huhn aussieht, können sie neues Wissen erwerben und testen - am Ziel winkt eine kleine Belohnung.

An unterschiedlichen Stationen wie einem Hühnermobil, Barfußpfad, Stinkodrom und einer Strohburg werden alle Sinne angesprochen. Für jüngere Besucherinnen und Besucher sind die Informationen und Interaktionen spannend und altersgerecht präsentiert.





Bereits zum vierten Mal bietet das BfR ein didaktisches Pflanzenlabyrinth an. Im Mittelpunkten standen bisher Haltung und Fütterung von Milchkühen (RisiKuhLabyRind), die Verarbeitung und Lebensmittelsicherheit von Fastfood (Currywurstlabyrinth) und die Sicherheit von Duft- und Aromastoffen (Schnupperlabyrinth).

Das BfR-Eiland ist ein Projekt in Kooperation mit der Universität Kassel. Die UNESCO hat das Konzept „Lernen im Labyrinth“ als Dekadenprojekt „Bildung für nachhaltige Entwicklung 2010/2011“ ausgezeichnet. Das Konzept des Fachbereichs Agrarwissenschaften der Universität Kassel bietet nach Ansicht der Jury vielfältige Möglichkeiten, agrarwissenschaftliche Lerninhalte lebensnah darzustellen und zu vermitteln. Studierende des Fachbereichs wurden und werden aktiv in die Konzeption eingebunden.

Kooperationspartner des BfR präsentieren an den Wochenenden ihre Arbeit und Themen. Mit dabei ist der Naturschutzbund (NABU, Bezirksgruppe Steglitz-Zehlendorf), der über Bienenschutz und Landwirtschaft informiert. Am Stand der Berliner Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung können die Besucherinnen und Besucher die Frische von Eiern selbst testen. Der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft zeigt mittels interaktiver Exponate, worauf es bei der Geflügelhaltung heute ankommt. Weitere Kooperationspartner sind Friedensbrot e.V., Deutscher Verband Tiernahrung e. V. (DVT) und i.m.a. - information.medien.agrar e.V., die ebenfalls Aktionstage inhaltlich gestalten und über ihre Arbeit informieren.


Weitere Informationen finden Sie unter folgenden dem Link:

Das BfR-Eiland ist von Dienstag bis Sonntag in der Zeit von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Unter der Woche finden Führungen (ca. 1,5 Stunden) für Schulklassen und Kita-Gruppen statt. Diese melden sich bitte an unter folgendem Link an:

Einzelpersonen können einfach so vorbeikommen. Weitere Gruppenführungen gibt es auf Anfrage. Eine Anfahrtsbeschreibung finden Sie unter folgendem Link:

Über das BfR

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist eine wissenschaftlich unabhängige Einrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Es berät die Bundesregierung und die Bundesländer zu Fragen der Lebensmittel-, Chemikalien- und Produktsicherheit. Das BfR betreibt eigene Forschung zu Themen, die in engem Zusammenhang mit seinen Bewertungsaufgaben stehen.

Fotos Thomas Moser


 

Im Zeichen der Luftbrücke: 70 Jahre Berliner Geschichte

... und dazu am 2. September 2019 passend eine interessante Veranstaltung zum Thema (siehe hinter dem Bericht)!

Geschichte erlebbar machen… aber wie? Keine leichte Angelegenheit! Postalische Belege und Postkarten müssen nicht nur langweilig und altbacken sein. Es sind sozusagen Zeitzeugen, die Geschichte äußerst lebendig aufzeigen können. Besonders dann, wenn diese Belege in einen lebendigen geschichtlichen Kontext gestellt werden. Dies ist bei dem Buch über die Luftbrücke gut gelungen.
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Den Mariendorfer Hans-Ulrich Schulz (Jahrgang 1950) beschäftigt schon lange die Geschichte rund um die „Berliner Luftbrücke“. Schulz hat viele Belege über die Blockade und Luftbrücke gesammelt und stellt zum siebzigsten Jahrestag der Beendigung der Berliner Blockade eine neue, erweiterte und überarbeitete Auflage „Katalog und Handbuch der Blockade- und Luftbrückenbelege Berlin 1948/49“ unter der Überschrift „Im  Zeichen der Luftbrücke“ vor. Dieser Katalog mit postalischen Belegen und Fotos ist eher ein lebendiges Geschichtsbuch, dass anschaulich in diese Zeit eintaucht.

Die Bezirksbürgermeisterin dankt für das ganz besondere Geschichtsdokument

Die Bezirksbürgermeisterin von Tempelhof-Schöneberg bedankt sich bei dem Autor mit einem Grußwort. Dort heißt es:“… wer diesen Katalog in den Händen hält, erkennt mit wie viel Herzblut und Sachkenntnis hier postalische Belege über die Berliner Luftbrücke zusammen getragen worden sind. Hans-Ulrich Schulz, dessen Interesse für Briefmarken schon seit seinem achten Lebensjahr geweckt wurde und der heute über eine beachtliche Sammlung über Blockade- und Luftbrückenbelege verfügt, ist es gelungen, ein ganz besonderes Geschichtsdokument vorzulegen. Neueste Erkenntnisse und entdeckte Schätze wurden in der aktualisierten 3. Auflage des Handbuches aufgenommen. Das Wunder der Luftbrücke" eine der größten humanitären Rettungsaktionen für die von Lebensmitteln und anderen wichtigen Gütern abgeschlossen West-Sektoren während der Berlin Blockade wird hier durch die vielen akribisch zusammen getragenen Postbelege lebendig. Mit vielen Illustrationen wird erklärt, wie sich das tägliche Leben in der eingeschlossenen Stadt damals gestaltete, wie die Postwege während der Blockade aussahen, was erlaubt und was verboten war. Briefmarken mit Aufschriften wie ,,Helft Berlin" oder ,,Notopfer Berlin" dokumentieren die besondere Dramatik dieser Zeit. Vor 70 Jahren endete die Luftbrücke eines der bedeutsamsten Ereignisse der Berliner Nachkriegsgeschichte, aber natürlich auch der Tempelhofer Geschichte. Schließlich sind die ,Rosinenbomber" mit ihren Waren, Paketen und Briefen auf dem damals rasant ausgebauten Flughafen Tempelhof gelandet. Hans-Ulrich Schulz sei auf diesem Wege ganz herzlich für sein jahrzehntelanges philatelistisches und heimatgeschichtliches Engagement gedankt. Ich bin sicher, alle Leser innen werden mit dem vorliegenden Handbuch tief in die damalige Welt eintauchen!“

Blockade und Luftbrücke – Was war denn da?

Für viele Berliner ist die „Berliner Luftbrücke“ wenn überhaupt nur noch Geschichte. Für die Älteren  ist es oft mehr, denn sie können sich noch hautnah an Entbehrungen und politischen Spannungen während der Blockade des westlichen Teils von Berlin erinnern. Damals waren sie noch Kind oder Jugendlicher. Die „Berliner Luftbrücke“, die während der Blockade vom 24. Juni 1948 bis 12. Mai 1949 das Überleben der Insulaner sicherte, ist in der Erinnerung wie eingebrannt. Berlin war quasi in der Nachkriegszeit von der Welt abgeschnitten. Flugzeuge der Westalliierten sicherten bis September 1949 die Versorgung der Stadt, nachdem die sowjetische Besatzungsmacht die Land- und Wasserwege gesperrt hatte. Über die Flugzonen erfolgte die gesamte Versorgung in unvorstellbaren Mengen. So wurde das Überleben der Stadt gesichert. Kinder freuten sich besonders, wenn Piloten aus dem sogenannten „Rosinenbomber“ Süßigkeiten warfen, die an selbstgebastelten Fallschirmchen herunterschwebten.

In den unterschiedlichsten Fassetten wird Geschichte lebendig. In der Einleitung geht es um die Nachkriegszeit und die Zeit, in der die Siegermächte Berlin in 4 Sektoren aufteilten: „In den ersten sechs Monaten wurden insgesamt 442 Passagiere nach Berlin geflogen, fast ausschließlich Militärangehörige, Deutsche konnten nur mit ausdrücklicher Genehmigung fliegen, denn bis zum 2. März 1948 war den Deutschen das Fliegen untersagt! Die Berliner Luftbrücke wurde damit zur Lebensader der Berliner in den Westsektoren der Stadt. Zugleich fand in dieser Zeit bei den Bewohnern der Stadt ein zunehmender Stimmungswandel bezüglich der anwesenden alliierten Soldaten statt. Aus Besatzern wurden Freunde. Dies geschah schleichend und nicht in allen Westsektoren gleichzeitig, da die Franzosen zwar die Luftbrücke logistisch unterstützten, aber bis in das Jahr 1949 zugleich die Demontagen in ihrem Sektor fortsetzen und z. B. die Maschinen der Tegeler Borsigwerke herausrissen und im Tegeler See versenkten!“

Beachtenswerte Themenvielfalt rund um die Luftbrücke

Neben einer ausführlichen Chronologie der Berliner Luftbrücke werden die verschiedensten Themen aufgegriffen. Es geht zum Beispiel um die Flugzonen, die Rolle Frankreichs im blockierten Berlin, um Illegale Westpost und um die Luftpost. In Auszügen aus einem Tagebuch einer Insulanerin wird das alltägliche Lebensgefühl dieser Zeit beeindruckend deutlich.

Und natürlich gibt es einen Katalog mit Postkarten, Briefen, Briefmarken, Stempeln u.a., wo sogar auch Fälschungen zu finden sind.

Einige interessante Themen werden hier in kurzen Auszügen angerissen:

DIE PAKETBLOCKADE: Nachdem der Alliierte Kontrollrat am 20.3.1948 seine Arbeit einstellte, nahmen die Verkehrsbehinderungen in die westlichen Berliner Sektoren ständig zu. Dies führte bereits Anfang April 1948 zu einer sogenannten ,,Baby-Luftbrücke", in der die West-Alliierten versuchsweise ihre Truppen durch die Luft versorgten. Zugleich wurde versucht, Nahrungsmittelreserven anzulegen, so dass zu Beginn der Blockade Lebensmittel für ca. 4 Wochen für die knapp 2,1 Mio. Westberliner eingelagert waren… Die ersten Vorboten der Blockade im Postverkehr gab es durch die am 1.4.1948 nicht offiziell ausgesprochene Beförderungssperre der Sowjets, Pakete und Päckchen von Berlin in die Westzonen zu befördern.
S32 SunderlandFlugboot 500

SUNDERLAND -FLUGBOOTE UNTERSTÜTZEN DIE BERLINER LUFTBRÜCKE:
Neben dem amerikanischen Flughafen Tempelhof und dem britischen Flughafen Gatow wurde die Havel ab 5. Juli 1948 bis zum Beginn der Vereisung am 15. Dezember 1948 als Landeplatz genutzt… Die Briten setzten hier ihre aus Hamburg-Finkenwerder anfliegenden Short-Sunderland- sowie zwei zivile Hythe-Flugboote ein, die im Bereich des Großen Wannsee wasserten und vor der kleinen Insel Schwanenwerder entladen wurden.
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Plusbrief individuell mit Logo der Stiftung Luftbrückendank zugunsten der Stiftung anlässlich "60 Jahre Luftbrücke" mit einem Rosinenbomber (DC 3) noch ab Zentralflughafen Tempelhof auf einem Rundflug über Berlin und Potsdam befördert.
Die Luftbrücke geht weiter: 78 Personen ließen während dieser Zeit ihr Leben…  Aus den Sieger- und Besatzungsmächten waren für die Westberliner die alliierten Schutzmächte geworden. Den 78 Opfern der Luftbrücke wurde auf dem Platz der Luftbrücke am 10.7.51 ein Denkmal gesetzt… Das 20 Meter hohe, von Eduard Ludwig entworfene Denkmal symbolisiert die drei Luftkorridore... Der ursprüngliche Entwurf des Künstlers sah einen Aluminiumüberzug über das gesamte Denkmal vor, der die Aluminiumflugzeughaut widerspiegeln sollte. Aus Kostengründen wurde dieser Entwurf nicht umgesetzt, so harrt das Betondenkmal noch heute auf seine Vollendung. Die Berliner tauften dieses Denkmal in ihrem Jargon sogleich Hungerharke. Alljährlich werden hier am 12. Mai Kränze niedergelegt.
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Frühsommer 1948- Die Douglas C-47 in der Entladereihe vor den Tempelhofer Hangars.
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Eine spannende und wichtige Geschichte für die Berliner Nachkriegszeit wird in der Dokumentation „Im Zeichen der Luftbrücke“ mit sehr viel Fachkenntnis und Liebe zum Detail aufgegriffen. Die Luftbrücke darf auch nach 70 Jahren nicht vergessen werden. Hans-Ulrich Schulz leistet einen gewichtigen Anteil, dass diese Zeit, die so lange noch gar nicht her ist, nicht so schnell in Vergessenheit gerät. „Im Zeichen der Luftbrücke“ ist eine wichtige Erinnerung, die neben der „Hungerharke“ vor dem ehemaligen Tempelhofer Flughafen einen wichtigen Platz in der Geschichte einnimmt.

Thomas Moser (auch Fotos, sofern nicht historisch)
Historische Fotos und Postkarte aus der Sammlung von Hans-Ulrich Schulz

Letzter Bericht:

https://www.lichtenrade-berlin.de/news/nachbarn-news/532-zum-ende-der-berlin-blockade-vor-65-jahren-im-zeichen-der-luftbruecke

Passend zum Thema ein Vortrag mit Hans-Ulrich Schulz

Vortrag und Get-together "Im Zeichen der Luftbrücke"

70 Jahre Ende der Berliner Luftbrücke

Das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg lädt alle „Luftbrücken-Kinder“ und Geschichtsinteressierte zu einem Zeitsprung in die Berliner Geschichte ein.

2. September 2019, 16:00 Uhr, Rathaus Schöneberg, Goldener Saal, John-F.-Kennedy-Platz, 10825 Berlin (barrierefreier Zugang über den Eingang Freiherr-vom-Stein-Straße)

Nach der Begrüßung durch die Bezirksbürgermeisterin und Gastgeberin Angelika Schöttler wird Hans-Ulrich Schulz mit allen Interessierten in die Geschichte der Berliner Blockadezeit einzutauchen.
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Unter dem Motto „Im Zeichen der Luftbrücke“ präsentiert der Post- und Heimatgeschichtler in seinem bilduntermalten Vortrag Alltagseinblicke aus dem Leben der „Luftbrücken-Kinder“ und wird der Frage nachgehen, was die Luftbrücke für das Leben der Berliner_innen bedeutete.

Im Anschluss des circa einstündigen Vortrages wird herzlich zum gemeinsamen „Get-together“ eingeladen. Dieses soll Raum für einen regen Erfahrungsaustausch von Jung und Alt sowie zum Geschichtenerzählen und –lauschen bieten.

Da die Sitzmöglichkeiten begrenzt sind, ist eine Anmeldung erforderlich!

Wir weisen darauf hin, dass während der Veranstaltung Foto- und Videoaufnahmen gemacht werden. Nähere Informationen zur Verwendung können bei telefonischer Anmeldung erfragt werden.

Kontakt:

Pressestelle Veranstaltungsmanagement

Frau Meyling

Telefon: (030) 90277-6390

E-Mail an Frau Meyling: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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Passend zum Thema zwei sogenannte Te-Damm Taler der Unternehmer-Initiative Tempelhofer Damm


 


Das Sommerfest der Unternehmer-Initiative Tempelhofer Damm fand in diesem Jahr am 3. und 4. August 2019 statt. Auf den Parkplätzen links und rechts vom Rathaus Tempelhof erwartete Jung und Alt ein vielseitiges Marktbild und ein wahrlich abwechslungsreiches Programm auf zwei Bühnen. Schon der erste Tag war sehr gut besucht und die Veranstalter freuten sich über diese große Resonanz. Ein echtes Bezirksfest für die Bürgerinnen und Bürger!
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Auf der Bühne wurde auch gekonnt zum Junggesellinnenabschied gesungen.


Vom Vorstand der Unternehmer Initiative Te-Damm Tobias Mette (re.), Robert Hahn (lks) und Andrea Jensch (2. v.lks.); re. daneben Marlies Königsberg, die sich um die Öffentlichkeitsarbeit kümmert.
Der Eintritt war wie immer frei und die Besucher aus Nah und Fern nahmen gerne das Angebot an, das gemeinsam mit der Veranstaltungsagentur Jüttner Entertainment und der Unternehmer Initiative Tempelhofer Damm e.V. auf die Beine gestellt wurde.

Der ganz besondere Höhepunkt war wieder das große Feuerwerk am Samstagabend (Foto aus den Vorjahren).


Besonders an die kleinen Besucher wurde gedacht, mit Kinder Zauber Show an zwei Tagen, Kinderkarussell, Hüpfburg, Bungee-Trampolin, einer Mini-Achterbahn und vieles mehr schlugen die kleine Herzen höher. Für das leibliche Wohl wurde reichlich gesorgt,






Es gab aber auch etliche Informationsstände. So konnte man sich über die intensiven Neuplanungen zur Neuen Tempelhofer Mitte bei fachkundigen Beraterinnen sachkundig machen. Die Seniorenvertretung informierte die älteren Besucherinnen und Besucher über das vielfältige Angebot.
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Bei der offiziellen Eröffnung waren die Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler und die Kulturstadträtin Jutta Kaddatz dabei (Foto von Marlies Königsberg).
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Bezirksstadtrat Oliver Schworck (Foto im Gespräch mit Robert Hahn von der UI Te-Damm) besuchte auch am ersten Tag das Fest. Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler: „Ich freue mich, dass es der Unternehmer-Initiative Te-Damm e. V. zum vierten Mal gelungen ist, den Tempelhofer Sommer auf die Beine zu stellen und damit einen wichtigen Beitrag zur Belebung des Tempelhofer Damms zu leisten und für alle Bürger_innen ein schönes Sommerfest zu geben.“

Als Moderator der ersten Stunde führte wieder Swen Mai durch das Programm. Neben den vielen regionalen Künstlerinnen und Künstlern, Vereinen aus Tempelhof-Schöneberg mit Show- und Akrobatikeinlagen sowie Musikbands waren auch berlinweit bekannte Künstler wie die Band Ulli und die grauen Zellen am Sonntag dabei.


Natürlich fehlte nicht die ufaFabrik mit einer kleinen Abordnung (2 Fotos von Marlies Königsberg). Die „ufaFabrik-Marke“ Juppy, Gabi Happe von Terra Brasilis und Charly bereicherten das Fest mit verschiedenen Einlagen. Die ufaFabrik feiert 2019 ihr 40-jähriges Bestehen. Der Bericht dazu: LINK

Viele unterschiedliche Unternehmen, Kunsthandwerker, gemeinnützigen Organisationen und Vereine präsentierten sich wieder selbst oder ihre Konzepte und Ziele. Dabei konnte man zudem ausgewählte Waren und Angebote erleben, die es rund um den Te-Damm gibt.

Ein gelungenes Bezirksfest, dass auch als Anerkennung für die Arbeit die UI Tempelhofer Damm gewertet werden kann.
Thomas Moser

Fotos vom "Hahn-Bestattungen-Haus" neben dem Rathaus Tempelhof. Von hier wurde auf zwei Ebenen das Feuerwerk gezündet.



Der große Hahn von oben...

... und unten.

Fotos Thomas Moser und Marlies Königsberg (3-UI Te-Damm)

Hier nochmals der Jubiläumsbericht:

Die Kümmerer: 5 Jahre Unternehmer-Initiative Tempelhofer Damm

Zehn Gewerbetreibende haben sich am 15. Juli 2014 zusammen mit der Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler auf den Weg gemacht, den Tempelhofer Damm aufzuwerten und attraktiver zu machen. Die Unternehmer-Initiative Tempelhofer Damm wurde gegründet. Daraus entwickelt hat sich ein Zusammenschluss von einigen gut vernetzten und engagierten Unternehmen, Gewerbetreibenden, Händlern, Grundstückseigentümern und weiteren Institutionen und Akteuren, die sich um ihre Einkaufsstraße kümmern und den Gewerbe- und Wohnstandort aufwerten wollen. Nun erinnern sich die Mitwirkenden gerne an die letzten fünf Jahre und was so alles bewegt wurde.

Wodurch zeichnet sich der Tempelhofer Damm aus?

Autos und Laster fahren dicht an dicht. Radfahrer wagen es kaum, diese Hauptverkehrsstraße entlangzufahren. Zu gefährlich! Ist der Te-Damm eine beliebte Einkaufsstraße? Na ja, diese Geschäftsstraße hat durchaus Höhepunkte, aber der Einzelhandel hat es schwer. Gesprochen wird von der Nord-Süd-Achse Tempelhofer Damm im Bezirk Tempelhof-Schöneberg mit der Bundesstraßenbezeichnung B 96. Der Te-Damm, wie er von den Anwohnern schon immer genannt wurde, beginnt im Süden am Teltowkanal im Anschluss vom Mariendorfer Damm und endet am Platz der Luftbrücke, wo der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg beginnt.

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Die Unternehmer-Initiative Te-Damm – Von der Gründung zur Gegenwart

Gründungsmitglieder waren u.a. das Servicebüro Tempelhof der STADT UND LAND Wohnbauten-Gesellschaft, Hahn Bestattungen, Karstadt Tempelhof, die Bauschlosserei Jensch, die Commerzbank, das Café Pausini, die Buchhandlung Menger, Brillen Marx, die Albrecht Apotheke sowie engagierte Tempelhofer. Weitere wichtige Akteure des Standortes kamen nach und nach dazu. Vor fünf Jahren äußerte sich die Bezirksbürgermeisterin und Wirtschaftsstadträtin Angelika Schöttler: „Der Zusammenschluss ist ein weiterer wichtiger Schritt für die Gewerbetreibenden am Tempelhofer Damm. Auch im Hinblick auf die weiteren, gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung geplanten Aktivitäten zur Steigerung der Attraktivität der Geschäftsstraße ist eine gemeinsame Interessenvertretung sinnvoll. Die Gründung dokumentiert die momentan herrschende Aufbruchstimmung unter den Akteuren, die ich als Wirtschaftsdezernentin nach Kräften unterstützen werde.“

Mit dabei sind heute circa 60 Aktive. Dazu gehören viele eher kleinere Unternehmen. Einige Große sind aber auch dabei. Am südlichen Te-Damm beginnt es mit dem Einkaufscenter Tempelhofer Hafen, der Kulturoase ufaFabrik, dann etwas weiter nördlich Karstadt. Aber auch das Unternehmer-Netzwerk Tempelhof-Schöneberg und das befreundete Unternehmer-Netzwerk Lichtenrade, die schon seit 2013 aktiv sind, unterstützen die Te-Damm Initiative.

Die Mitglieder der UI treffen sich einmal im Monat und planen ihre Aktivitäten. Dazu gehört auch der jährliche Neujahrsempfang in der ufaFabrik, an dem regelmäßig auch der Regierende Bürgermeister Michael Müller teilnimmt. Der Neujahrsempfang, der zusammen mit dem Unternehmer-Netzwerk Lichtenrade veranstaltet wird, ist zu einem wichtigen gesellschaftlichen Ereignis im Bezirk geworden.

Zum 5-jährigen Jubiläum überraschte die in der Initiative für Öffentlichkeitsarbeit verantwortliche Marlies Königsberg die Vorstandsmitglieder bei einem regelmäßigen Treffen mit einer Medaille als Dank und Anerkennung für die erfolgreiche Vorstandsarbeit. Die Vorstandmitglieder Tobias Mette (Stadt und Land), Andrea Jensch (Sicherheitstechnik) und Robert Hahn (Hahn-Bestattungen) freuten sich sichtlich über diese Wertschätzung. Marlies Königsberg wurde ihrerseits zur großen Überraschung mit einer Medaille zur Anerkennung ihrer umtriebigen Arbeit geehrt.

Der 4. Tempelhofer Sommer und weitere Aktivitäten

Zurückblickend kann die Unternehmer-Initiative auf Erreichtes stolz sein. So wird das Rathaus Tempelhof, das durch die Bezirksfusion an Bedeutung verloren hat, in diesem Jahr erneut durch den „4. Tempelhofer Sommer“ in den Mittelpunkt gerückt. Viele Attraktionen, ein schönes buntes Familienprogramm und ein beachtliches Feuerwerk (am Samstag) bringen die Mitte vom Tempelhofer Damm an zwei Tagen im Jahr zur Geltung. Das hat sich mittlerweile zu einer schönen Tradition entwickelt.

Die Initiative sorgt während der Advents- und Weihnachtszeit für eine stimmungsvolle Beleuchtung der Einkaufsstraße. Es wird beispielsweise auch der Mobile Adventskalender in Tempelhof, das Vivantes Hospiz und der bezirkliche Rocktreff und das Spielfest unterstützt. Es wurde zur Stärkung des Handels der sogenannte Te-Damm-Taler herausgebracht, der quasi ein attraktiver Gutschein ist.

Die Unternehmer-Initiative Tempelhofer Damm mischt sich aber auch ein. Sie sind beteiligt beim Stadtumbau Neue Mitte Tempelhof, wo sich rund um das Rathaus Tempelhof, der Polizei, Bibliothek und Schwimmbad vieles verändern wird. Der Vorstand wirkt aktiv an einer Standortanalyse zur Schaffung eines Micro-Hub für Lastenräder am Te-Damm mit. Der Verkehr spielt am Te-Damm eine zentrale Rolle. Ein Aspekt ist dabei das Problem der Zweite-Reihe-Parker. Als stetige Aufgabe hat die UI ein wachsames Auge auf einen guten Branchenmix, denn dies ist für die Verbesserung der Aufenthaltsqualität wichtig. Die Abwanderung von Kaufkraft wird weiterhin als ein Risiko gesehen, wie es im Tätigkeitsbericht 2018 heißt.

Es gibt noch viel zu tun

Rund um den Te-Damm gibt es viel zu tun. Diese wichtige bezirkliche Magistrale, seine Anwohner und Gewerbetreibenden haben es verdient, dass es hier ein Stückchen lebenswerter und freundlicher wird. Die Unternehmer-Initiative Tempelhofer Damm kümmert sich seit fünf Jahren darum.

Thomas Moser

https://www.ui-tempelhoferdamm.de

Alle Fotos Thomas Moser; bis auf drei gesondert gekennzeichnete Bilder von Marlies Königsberg


 

ufaFabrik: Mixed Show mit der Echse, viel Improvisation und Mitsingspaß

Einen bunten sehr unterhaltsamen Abend von und mit Michael Hatzius und die Echse, dem Improvisationstheater „Die Gorillas“ und dem „Schalala-Mitsingding“ kann man noch bis zum 3. August täglich ab 20 Uhr erleben. Kurzweilige Unterhaltung zum Lachen und Mitmachen!

Kurz vor der Premierenvorstellung schien die Welt unterzugehen. Heftiger Regen prasselte auf das Zelt der Sommerbühne der ufaFabrik. Aber alles blieb heil und auch die Feuchtigkeit konnte gebannt werden. Die Echse konnte witzig und mir ihrem trockenen Humor auch gleich Noah und die Arche in ihrer Version erzählen.
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Pressefoto von Christine Fiedler
Der preisgekrönte Puppenspieler und Comedian Michael Hatzius und seine allwissend, mürrische und charmante Echse kamen beim Publikum sehr gut an. Es ging um viele Geschichten und großmäulig wurden Anekdoten aus dem Leben zum Besten gegeben. So erzählte die Echse lustige Entengeschichten, die halt das Leben so schreibt. Die Programmankündigung hatte nicht zu viel versprochen.

Vom bekannten Improvisationstheater „Die Gorillas“ wurde improvisiert was das Zeug hält. Kurzweilig wurde das Publikum mit jeder Menge Beteiligung einbezogen. Themen, Charaktere und Aussagen wurden in den unmöglichsten Zusammenhängen lustig verknüpft. Die musikalische Livebegleitung unterstrich auf den Punkt passend die verschiedenen Stimmungen. An den Abenden in der ufaFabrik sind teils unterschiedliche Besetzungen mit jeweils drei Künstlerinnen und Künstlern zu sehen.

Im zweiten Teil zeigten dann „Die Gorillas“ zusammen mit der Echse ihr Können. Hier konnte Michael Hatzius und die Echse ihr Improvisationstalent voll und ganz ausspielen. Ein Leckerbissen für Improvisationsfans.

Zum Mitmachen besonders geeignet und auflockernd ist wie so oft das Singen. Und „Schalala-das Mitsingding“ hat das Publikum von der ersten Sekunde gepackt. Die Künstlerinnen und der Künstler, die sonst monatlich gemeinsames Mitsingen von Gassenhauern und Hits in der ufaFabrik zelebrieren, waren gut bei diesem etwas anderen Showmix aufgehoben. Die vielen zur Auswahl gestellten Lieder wurden vom Publikum im Zufallsverfahren ausgewählt und dann begeistert gesungen. Die Texte, die teils lustig uminterpretiert wurden, waren gut lesbar auf einer Leinwand zu sehen. Und es wurde kräftig mitgesungen. Die Künstler brachten sehr lebendig und unterhaltsam das Publikum zum Mitmachen, was in Berlin bekanntermaßen nicht immer ganz so einfach ist.

Das Sommerzelt war fast bis zum letzten Platz ausverkauft. Ein sehr unterhaltsamer Abend, dem auch die kühleren Nachregentemperaturen nichts anhaben konnten. Meine Empfehlung für einen schönen Abend!

Thomas Moser
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Schlussbild (Thomas Moser)

Programm zum 40-jährigen Jubiläumsbericht

Open Air Bühne im überdachten Sommergarten der ufaFabrik

Täglich bis zum 3. August 2019 um 20 Uhr

Normal: 19 €, Ermäßigt: 16 €, Studenten (nur im VVK): 12 €

www.michaelhatzius.com (link is external)

https://www.die-gorillas.de/start.html (link is external)
https://www.die-gorillas.de/ensemble.html (link is external)

https://www.schalala-das-mitsingding.de/ (link is external)


 

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