Erfolgreiche historische Modelleisenbahnausstellung 2019 mit vielen Höhepunkten!

Am 12. und 13. Oktober 2019 fand wieder die große historische Modelleisenbahnausstellung Berlin 2019 in der Gustav-Heinemann-Oberschule statt.

Ein kleiner Eindruck von der Ausstellung in bewegten Bilder: https://www.youtube.com/watch?v=qJ3C5o3P6QI&t=0s 
Video Bild hist Modellbahn 2019

Mitten in den Herbstferien haben sich wieder die Freunde alter Bahnen in Berlin-Marienfelde getroffen. Die große historische Modelleisenbahnausstellung stand wieder auf dem Terminkalender und viele Eisenbahnfans ließen sich diesen absoluten Höhepunkt nicht nehmen. Die kleinen und großen Besucher wurden nicht enttäuscht, denn es gab unendlich viel zu schauen. Erneut wurde die Modelleisenbahnausstellung wieder mit internationaler Beteiligung durchgeführt. Veranstalter waren die TRIX Freunde Berlin zusammen mit der Gustav-Heinemann-Oberschule. Alles war perfekt organisiert.

Neben TRIX-Bahnen wurden die vielfältigsten historischen Eisenbahnen und Spielzeuge von den verschiedensten Firmen in den unterschiedlichsten Ausführungen und Materialien präsentiert. Aber auch viele selbstgebaute Fahrzeuge konnten bestaunt werden.

Organisator Dieter Weißbach von den "TRIX EEPRESS Freunden Berlin" freute sich über die vielen Aussteller und über das Publikumsinteresse. Er hat, neben den vielen Arbeiten rund um die Ausstellung, intensiv in vielen Archiven über den Potsdamer Platz recherchiert und dabei viele interessanten Dinge entdeckt (unten mehr davon).
An 53 Stationen gab es Eisenbahnvergnügen pur und auch viele geschichtliche Hintergrundinformationen, diesmal besonders rund um den Potsdamer Platz, wurden in einer ganz besonderen Art und Weise präsentiert.

Die Gustav-Heinemann-Oberschule ist immer gerne Gastgeber, denn viele Schüler sind trotz Computer nach wie vor verrückt nach Modellbahn.



Die große Modulanlage der Berliner Stadtbahn, in über 35 Jahren von der Modellbahn-Arbeitsgemeinschaft der gastgebenden Schule gebaut, hat im Foyer und im Zentrum der Ausstellung wieder Jung und Alt begeistert. Besonders sei an dieser Stelle schon auf die Modelleisenbahntage der Schülerarbeitsgemeinschaft der Gustav-Heinemann-Oberschule am 1. und 2. Februar 2020 (Samstag von 13-18 Uhr; Sonntag von 10-17 Uhr) hingewiesen. Es wird dann die große Modulanlage "Rund um den Bahnhof ZOO" in seiner ganzen Pracht aufgebaut. Diese Anlage hat die Berliner Stadtbahn zum Vorbild und zeigt üblicherweise einen dichten Verkehr mit modernen ICE-, EC- und RE-Zügen sowie S-Bahnen.
Auch wird es einige Kleinanlagen zu sehen geben und man kann gespannt sein, ob das Modell vom Potsdamer Platz von den TRIX EXPRESS Freunden Berlin (siehe unten) wieder gewachsen ist.




Mit inzwischen über 50 Stationen hat sich die historische Modellbahn-Veranstaltung zu einer der größten Ausstellungen historischer Modellbahnen in Deutschland entwickelt. Aussteller aus England, aus den Niederlanden, aus Frankreich, aus Österreich und aus der Schweiz kamen nach Berlin-Marienfelde, um ihre Schätze zu den Thememschwerpunkten zu präsentieren. Die Besucher konnten sich wieder über viel Eisenbahn und Fahrspaß der ganz besonderen Art freuen! 

modelleisenbahn historisch GHO TRIX 2019 38


Die viellfältigsten S-Bahnen aus den unterschiedlichsten Jahren waren zu bewundern. Viel Handarbeit kann bestaunt werden.




Das Straßenbahnmodul (HAMO Straßenbahn)  wurde wieder mit einem Original Fahrkurbelschalter von Wolfgang K. präsentiert. Stationsansagen inklusive!

Die Europa-Bahn "No Brexit" ist nach wie vor aktuell. Frankreich, Deutschland und England präsentieren Thomas und Axel K. in einer "vereinten" Anlage.

Daneben zeigt der über 80ig jährige Engländer John Hopkinson (re., hier ein Archivbild mit Dieter Weißbach) TTR und TRIX Repaintings; die liebevoll bemalten Stücke faszinieren immer wieder die Besucher.

In diesem Jahr ein besonderer Höhepunkt: Die Spur 0 Tinplate Hochbahn präsentiert Udo. Tolle Fotomotive waren garantiert!



Viele schöne Eisenbahnen waren zu bewundern. Nachfolgend ist eine kleine Auswahl anzuschauen:








Elektrische S-Bahnen und Hoch- und Untergrundbahnen Berlin Potsdamer Platz 1929/1939

Der Potsdamer Platz ist schon seit über 100 Jahren ein Platz mit einer besonderen Magie, wo sich der städtische Verkehr in einer ganz besonderen Art und Weise bündelt. Im Rahmen der Ausstellung wurde ein Potsdamer Platz Schaustück mit Erzgebirge-Miniaturen in einer Vitrine gezeigt.



... wer genau hinschaut sieht den Vogel Strauß im Modell, der tatsächlich Werbung in der Stadt machte (siehe Foto unten)...


Der Potsdamer Platz mit Geschichten und Fakten rund um Menschen und Gebäuden wurde an Stelltafeln eindrucksvoll dokumentiert.

Es werden die verschiedensten Aspekt aufgezeigt.


Der Ausstellung-Organisator Dieter Weißbach verbrachte viel Zeit damit, den Potsdamer Platz der Vergangenheit lebendig werden zu lassen. So nahm er sich einen kleinen Ausschnitt von historischen Adressbüchern vor und konnte (in umfänglichen Tabellen dokumentiert) Veränderungen bei den Menschen vom Potsdamer Platz aufzeigen. So zeigte er den Weg des damals bekannten Rechsanwalts Dr. Erich Frey auf, der als Jude ab Januar 1933 nicht mehr seinen Beruf ausüben durfte aber sozusagen in letzter Minute Deutschland verlassen hatte. 
Weiter gab es Informationen zum Haus Vaterland, zum Pschorrhaus und zum Columbushaus.

Zum diesjährigen Thema einige Hintergründe:

Elektrische S-Bahnen und Hoch- und Untergrundbahnen sowie der Potsdamer Platz 1929/1939 sind die Schwerpunktthemen der diesjährigen Historischen Modellbahnausstellung in Berlin.

Im Jahr 1929 wurden in Berlin unter Ernst Reuter die bislang eigenständigen Gesellschaften von Hoch- und Untergrundbahnen, Straßenbahnen und Autobuslinien in eine gemeinsame städtische Aktiengesellschaft, die BVG, zusammengeführt. Dies war eine wesentliche Voraussetzung für eine abgestimmte Nahverkehrsplanung und die Einführung eines Gemeinschaftstarifs mit Umsteigeberechtigung.

Die Verkehrstürme wurden besonders präsentiert.
Am 15. Dezember 1924 ging mit dem bekannten Verkehrsturm am Potsdamer Platz die erste Ampelanlage Deutschlands in Betrieb.


Zur Zeit wird an einem Modell gearbeitet, dass auch den Potsdamer Platz im unterirdischen Querschnitt mit dem S-Bahntunnel präsentieren wird.
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Nachbau des Verkehrsturms am Potsdamer Platz (im Rahmen des Festival of lights 2019 aufgenommen)
Man kann gespannt sein, ob und wie im nächsten Jahr das Modell gewachsen sein wird. Der Beginn der Arbeiten wurden schon gezeigt (Foto unten).

Der Bau der neuen Nordsüd-S-Bahn war in der Realität technisch sehr anspruchsvoll und wurde trotzdem in nur wenigen Jahren fertiggestellt. Drei Untergrundbahnen und zwei Wasserläufe waren zu kreuzen. In vielen Abschnitten führte die Tunnelstrecke dicht an den Fundamenten der Häuser vorbei. Einige Häuser mussten sogar aufwändig unterfahren oder gar abgerissen werden. Nur mit engsten Kurvenradien, hohen Steigungen und einem besonders niedrigen Lichtraumprofil konnte eine realisierbare Trassierung festgelegt werden. Ein erster Abschnitt wurde im Juli 1936 vom Stettiner Bahnhof im Norden bis zum Bahnhof Unter den Linden zur Eröffnung der Olympischen Spiele in Betrieb genommen.

Die Bauarbeiten am zweiten, südlichen Abschnitt der Nordsüd-S-Bahn waren teilweise bereits 1934 angelaufen, insbesondere die Unterfahrung des Landwehrkanals. An den zentralen Plätzen wie dem Potsdamer Platz und dem Askanischen Platz vor dem Anhalter Bahnhof erfolgten zunächst nur Bauvorbereitungen wie Leitungsverlegungen und das Einrammen der Baugrubeneinfassungsträger. Nach dem Ende der Olympischen Sommerspiele 1936 setzten die Arbeiten  auch im Südabschnitt im vollen Umfang ein.

Besonders aufwändig gestaltete sich der Bau des unterirdischen S-Bahnhofs Potsdamer Platz. Aufgrund der hohen Verkehrsbedeutung war hier ein viergleisiger Bahnhof mit breiten Bahnsteigen und drei Fußgängerverteilerebenen geplant.

https://trixstadt.de


 

Klosterfrau in Marienfelde wieder sichtbar

Wenn’s vorne zwickt und hinten beißt, nimm‘ Klosterfrau Melissengeist!

Wer kennt denn nicht diesen alten Slogan aus den siebziger Jahren? Klosterfrau war vermutlich in (fast) allen Haushalten zu finden. Lange Jahre befindet sich in der Marienfelder Motzener Straße schon ein Werk von Klosterfrau. In letzter Zeit war der Schriftzug durch "Artesan" ersetzt worden. Seit Anfang Oktober 2019 ist nun wieder das bekannte "Klosterfrau" das Aushängeschild. Der Vorsitzende vom UnternehmensNetzwerk Motzener Straße, Ulrich Misgeld, schickte uns als Beweis die folgenden aktuellen Fotos...
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Fotos Rainer Jahn

Die Klosterfrau Healthcare Group entwickelt und fertigt über 200 Arzneimittel für den Humanbereich, Medizinprodukte, diätetische Lebensmittel, Nahrungsergänzungsmittel und Kosmetika. Alles unter Beachtung höchster Qualitätsanforderungen und mit dem anspruchsvollen Ziel Gesundheit und Wohlbefinden für die Menschen zu schaffen. Ein Großteil dieser Produkte wird bei der Klosterfrau Berlin GmbH hergestellt oder beschafft. Die artesan, eine 100%ige Tochter von Klosterfrau, ist im Geschäftsbereich Auftragsherstellung für interne und externe Kunden aktiv.

UnternehmensNetzwerk Motzener Straße e.V.: http://www.motzener-strasse.de/startseite 

Bericht 50 Jahre UnternehmensNetzwerk Motzener Straße (März 2017) : https://www.lichtenrade-berlin.de/news/nachbarn-news/402-50-jahre-industriegebiet-motzener-strasse-und-die-zukunftsziele 

UnternehmensNetzwerk und eine Streuobstwiese (Sept. 2019): https://www.lichtenrade-berlin.de/news/nachbarn-news/1574-naturranger-und-unternehmensnetzwerk-wollen-mit-streuobstwiese-stadtklima-verbessern-2 


 

DB-Information zur Dresdner Bahn mit Schwerpunkt Marienfelde

24.9.2019 Die DB informierte bereits kürzlich in einer Bürgerversammlung in Lichtenrade. Nun war Marienfelde dran. Im großen Auditorium von GE Energy Power Conversion GmbH* in der Culemeyerstraße 1 informierten In der gut besuchten Abendveranstaltung Bahnvertreter besonders über die in nächster Zeit bevorstehenden Bauarbeiten mit dem Schwerpunkt Marienfelde.

Projektleiter Holger Ludewig und Benjamin Döring wurden durch den verantwortlichen Bauingenieur Christoph Anhalt unterstützt. Nach einer Präsentation bemühte man sich alle Fragen zu beantworten beziehungsweise sagte man eine Beantwortung im Nachgang zu.
info veranstaltung dresdnerbahn25092019 10

Die aktuellen und nächsten Sperrungen und der SEV

Gestartet wurde anhand einer Präsentation mit der Projektübersicht und betont dabei, dass die Dresdner Bahn einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Angebotsqualität im Nah- und Fernverkehr leistet. Streckenlängen von 10,7 Kilometer in Berlin und 5,5 Kilometer in Brandenburg sind betroffen.

Geplant ist eine Geschwindigkeit für Fernzüge in Berlin von 160 km/h und in Brandenburg von 200 km/h.

Das Projekt ist in 4 Abschnitten gegliedert: Marienfelde, Lichtenrade, Blankenfelde /Mahlow und im Norden Schöneberg. Damit soll eine Reisezeitverkürzung zwischen den Berliner Hauptbahnhof und Dresden von circa 10 Minuten auf circa 92 Minuten einhergehen und der noch nicht eröffnete BER-Flughafen hat dann eine direkte Verbindung, ohne die Umleitung über die Anhalter Bahn. In allen Bereichen hat man mittlerweile Planfeststellungbeschlüsse.

In allen Berliner Bereichen kann man bauvorbereitende Tätigkeiten besonders dann sehen, wenn man mit der S-Bahn fährt. Zurzeit ist die S-Bahn der Linie S 2 jedoch wegen einer Totalsperrung zwischen Blankenfelde und Priesterweg bis zum 3.10.2019 (7 Uhr) geschlossen. Ein Schienenersatzverkehr verbindet die Stationen. Erstmals hat man auch auf Anregung von Bürgern eine SEV-Expressbuslinie von Blankenfelde über Lichtenrade/Goltzstraße (nicht S-Bahnhof Lichtenrade) über Alt-Mariendorf zum S-Bahnhof Priesterweg eingerichtet. Vom 20.12.2019 (22 Uhr) bis zum 23.12.2019 (4 Uhr) wird es erneut eine Sperrung zwischen Lichtenrade und Marienfelde geben.

Was steht konkret an?

Die S-Bahngleise werden grundsätzlich nach Westen verschwenkt, damit die Gleise für die Fernbahn östlich davon errichtet werden können. Bei der eingleisigen Lösung für die S-Bahn von Lichtenrade bis Blankenfelde wird es bleiben; eine Änderung ist nicht Bestandteil der Planfeststellung.

Im Bereich der Attilastraße finden schon umfangreiche Leitungsverlegearbeiten Dritter statt, davon zeugt schon eine Kabelhilfsbrücke direkt am Bahnhof. Ein Weichen- und Gleiseinbau steht zurzeit an.


Im Bereich Großbeerenstraße, direkt nördlich vom Bahnhof Marienfelde, haben bereits Kabelumverlegungen stattgefunden. Nach der Schaffung der Baufreiheit muss die bestehende, noch nicht so alte Brücke abgerissen und im Neubau verbreitert werden. Im Bereich südlich vom Bahnhof Mariendfelde sind Kabeltiefbauarbeiten abgeschlossen und Eidechsenhabitate fertiggestellt worden. Auch hier steht aktuell ein Weicheneinbau an, ein Abstellgleis wird bis 06/2020 fertiggestellt und Lärmschutzwände werden errichtet.

S-Bahnhof Marienfelde bleibt erstmal nicht behindertengereicht

Der Bahnhof Marienfelde bleibt im Wesentlichen bestehen. Dies betrifft für dieses Projekt auch die völlig unzureichenden Fußgängerzugänge, die keine Fahrstühle und ähnliches aufweisen. Für zurzeit angedachte und bestellte Arbeiten, die wenn nach dem Bauprojekt umgesetzt werden könnten, ist eine andere Bahntochter für Station & Service in Zusammenarbeit mit dem Land Berlin zuständig.

Bauarbeiten Säntisstraße lauter als geplant und mehr Transparenz erwünscht

Im Bereich Säntisstraße, der Bahnübergang der bereits seit Monaten geschlossen ist und wo die nicht barrierefreie Behelfsbrücke für Fußgänger nach wie vor für viel Ärger sorgt, sind die Arbeiten der Wasserwerke abgeschlossen. Aktuell finden sehr laute Tätigkeiten für den weiteren Ausbau statt. Auch wird im Bereich Säntisstraße bemängelt, dass aufgestellte Hinweisschilder nicht genügend eindeutig und klar besonders für ausländische LKW-Fahrer sind und es damit zu schwierigen Verkehrssituation in der Sackgasse kommt.


Für die Baustelle des bisherigen Übergangs Säntisstraße wurde aktuell berichtet, dass der Boden erheblich härter als erwartet ist und andere Geräte und Techniken genutzt werden mussten.
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Diese Arbeiten sorgte auch bei der Fragerunde für Nachfragen, zumal man mit der Informationspolitik der DB nicht zufrieden war.

Für die verschiedensten Probleme wurden immer wieder von Anwohnern mobile Schallschutzwände für die Bauarbeiten angesprochen. Diese wurden nicht grundsätzlich abgelehnt, jedoch werden sie als nicht optimal angesehen und kämen wenn eher für ein begrenzten Baubereich und nicht für Streckenarbeiten in Frage.

In Lärmschutzfragen wurde an das geschaltete Lärmtelefon verwiesen. Darüber wäre auch ggf. bei Lärmüberschreitungen zu klären, ob ein Hotelaufenthalt bezahlt wird.

Buckower Chaussee dauert noch und Anregungen von Unternehmern

Bis Ende 2021 wird es keine volle Sperrung des Bahnübergangs an der Buckower Chaussee geben. Danach finden die Bauarbeiten für eine Autobrücke über die Bahn statt, für die das Land Berlin und nicht die Bahn zuständig ist.

Der angedachte Regionalbahnhalt an der Buckower Chaussee wurde auch vom Vorsitzenden vom UnternehmensNetzwerk Motzener Straße, Ulrich Misgeld, angesprochen. Dieser Halt ist noch nicht bestellt und die Umsetzung ist noch völlig unklar. Platz genug für einen nachträglichen Bau ist jedoch vorhanden. Ein Problem ist jedoch laut Bahnvertretern, dass mit jedem Halt die Zugtaktungen schwieriger werden. Misgeld sprach auch die Probleme rund um die Barrierefreiheit des Bahnhofs an und das beispielsweise keine geschützten Fahrradabstellanlagen geplant sind. Die DB-Vertreter erklärten eindeutig, dass jetzt von der Bahn nur das wiederhergestellt wird, was vorher vorhanden war. Sprich, wenn es 10 Fahrradbügel gab, werden 10 umgesetzt oder wieder errichtet. Für den Unternehmensvertreter Misgeld wäre dies alles wichtig, damit klimaneutrale Überlegungen berücksichtigt werden und auch Industrie, Beschäftigte und Anwohner Erleichterungen spüren.

Eine barrierefreie Querung für Fußgänger und Radfahrer (ggf. mit temporären Fahrstühlen) wird es auch dann geben, wenn der Übergang im Rahmen der Bauarbeiten gänzlich geschlossen wird. Diese Zusage wurde an diesem Abend in Marienfelde gegeben. Der endgültige Zustand des Bahnhofs und der Zugänge sind zurzeit noch nicht abschließend geklärt. Der Haltepunkt wird verschoben.

Schichauweg, S-Bahnhof Lichtenrade und Wolziger Zeile

Der S-Bahnhof Schichauweg bleibt erhalten. Für die Fernbahn wird eine Brücke östlich davon errichtet. Die S-Bahnhöfe Lichtenrade und Blankenfelde werden neugebaut und zumindest Lichtenrade wird verschoben.

In Lichtenrade werden als nächste Schritte die Gas- und Wasserleitungen sowie die Strom- und Telekomkabel bis 01/2020 verlegt.

Auch finden sogenannte Kabeltiefbauleistungen bis 06/2020 statt. Die Bauarbeiten am Bahnhof Lichtenrade werden zurzeit ausgeschrieben. Die Schließung der Bahnhofstraße für Kraftfahrzeuge findet voraussichtlich im 2. Quartal 2020 statt. Das heutige Kopfgleis wird vorab „vorgestreckt“, damit eine Baufreiheit hergestellt wird. Einige denkmalgeschützte Elemente will man erhalten, wobei es hier offensichtlich nur zum Beispiel um einen Schriftzug u.ä. handelt. Unter der geplanten Unterführung wird ein großes Regenwasserauffangbecken und ein Pumpwerk gebaut, das von den Wasserbetrieben betrieben wird.

An der Wolziger Zeile wird bereits schon an der Bahnunterführung für Fußgänger und Radfahrer gebaut. Die Verkehrsfreigabe für diesen Tunnelbau wird jedoch erst nach Fertigstellung der Eisenbahnunterführung am S-Bahnhof Lichtenrade / Bahnhofstraße erfolgen. Die Wolziger Zeile dient während der Bauarbeiten als eine Umleitungsstrecke.

Es geht voran

Eines kann man der Bahn nicht vorwerfen, dass die Arbeiten rund um die Dresdner Bahn verschleppt werden. Alles scheint im Plan zu sein, ob man es nun schön findet oder nicht. Die Bauarbeiten für das gesamte Projekt sind bis Dezember 2025 geplant.

Die Anwesenden sind jedoch zufrieden, dass diese Informationsveranstaltung stattfand und auch ihre Anliegen zumindest gehört wurden.

Thomas Moser (Fotos Thomas Moser; Pläne DB Netz AG)

https://bauprojekte.deutschebahn.com/p/dresdner-bahn

*GE Power Conversion (vormals Converteam) mit Sitz in Massy bei Paris ist eine französische Tochter des General Electric Konzerns für elektrische Antriebs und Automatisierungslösungen.


 

NaturRanger und Unternehmensnetzwerk wollen mit Streuobstwiese Stadtklima verbessern

Klimaschutz durch Obstbäume- Baumpflanzaktion in der Motzener Straße

Jetzt soll in Marienfelde, direkt hinter dem BAUHAUS-Gelände am Nahmitzer Damm, eine Streuobstwiese ein Stück mehr Natur bringen und so ganz nebenbei auch das Stadtklima verbessern. Der NaturRanger Björn Lindner, von der Marienfelder Naturschutzstation, erklärt dazu: „Im Natur- und Landschaftspark Marienfelde planen wir gemeinsam mit regionalen Unternehmen, dem BAUHAUS am Nahmitzer Damm, dem UnternehmensNetzwerk Motzener Straße und im späteren Verlauf mit regionalen Schulen, eine Baumpflanzaktion.“
streuobstwiese marienfeld 2019 3

Die ersten zwei Bäume wurde vormittags am 20. September 2019 gepflanzt.

Mit der Pflanzung eines Gewürzapfelbaums und einem Baum der Apfelsorte Gravenstein begann die symbolische Pflanzung im nördlichen Teil des Naturparks Marienfelde. Die Pflanzaktion alter Obstbäume soll eine ganz praktische Klimaschutzmaßnahme sein. Damit wollen die Unternehmen im UnternehmensNetzwerk Motzener Straße in Berlin-Marienfelde pünktlich zur Sitzung des Klimakabinetts der Bundesregierung und zu den Klimastreiks ein aktives und nachhaltiges Zeichen für mehr Klimaschutz setzen.

Mit der Aktion soll ein praktischer Ansatz mit Bezug zur aktuellen Klimasituation hergestellt werden. Für die angrenzenden Unternehmen ist es wichtig: „“Wir tun was.“ Mit dem Team der Naturschutzstation, gemeinsam mit der Gartenfachfirma GrünConcept, wird das Anliegen unterstützt, die Streuobstwiese als artenreichen Lebensraum weiterzuentwickeln und damit die biologische Vielfalt zu fördern und zu schützen. Durch die Obstbaumpflanzungen soll die Sortenvielfalt erhöht werden. Auch wird damit ein Beitrag zum Erhalt "Alter Sorten" in der Berliner und Marienfelder Kulturlandschaft geleistet. Diese Obst-Baumpflanzaktion leistet einen aktiver Beitrag zur CO2-Reduktion. Neben positiven Auswirkungen für das Stadtklima, kann bei erfolgreicher Bestäubung von Insekten sogar noch leckeres Obst reifen.

Der Vorsitzende des UnternehmensNetzwerks Motzener Straße, Ulrich Misgeld, erklärte zur Aktion: „Heute ist ein guter Tag, um in Sachen Klimaschutz einmal mehr praktisch anzupacken. Die Baumpflanzaktion des UnternehmensNetzwerks ist die ideale Ergänzung in Nachhaltigkeit und Klimaschutz, die die Firmen in ihrer täglichen Arbeit bereits verfolgen. Klimaschutz haben wir uns in unserem Verbund groß auf die Fahnen geschrieben. Seit fünf Jahren betreiben wir mit Unterstützung dutzender Unternehmen das Projekt „Null Emission Motzener Straße 2050“ mit bisher tausenden Tonnen CO 2 Einsparungen. Wir verfolgen das Ziel, bis zum Jahr 2050 in der Motzener Straße auf Null Emissionen zu kommen. Mit vielen weiteren Maßnahmen und Kooperationen machen sich die Firmen jeden Tag für Klima- und Umweltschutz stark. Mit einem Streik sparen wir kein Kilogramm CO2 ein, wohl aber mit dem Pflanzen gesunder Bäume und mit effektiver Unternehmensorganisation und nachhaltiger Gestaltung der Arbeitsabläufe. Wir streiken nicht, sondern arbeiten ganz praktisch für das Klima, und das jeden Tag!“


Zunächst wurden symbolisch zwei Bäume in die Erde gesetzt. In nächster Zeit und im nächsten Frühjahr sollen dann acht weitere gepflanzt werden, wie NaturRanger Björn Lindner von der Naturschutzstation erläutert. Zurzeit ist es für Pflanzungen noch zu früh, da die Böden trotz Regen viel zu trocken sind. Die Pflanzaktion der Unternehmen hat ein ökologisches Ziel: im Naturpark soll die bestehende Streuobstwiese mit Obstbäumen alter Sorten erweitert werden und so mehr Biodiversität vor Ort schaffen. Finanziert und praktisch unterstützt wurde die Aktion bisher schon u.a. von den Firmen am Standort : Promess, Stanova, CLR RICHTER, GUK, BarteltGlas, Bauhaus, Reiseagentur Hecht, Stadt und Land. Auch der Lionsclub Kurfürstendamm spendete 700 Euro für die neuen Bäume.
Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler erklärt: „Ich freue mich, dass das Unternehmensnetzwerk Motzener Straße im Bereich Nachhaltigkeit so engagiert ist und hier in Tempelhof-Schöneberg aktiv Grünflächen aufwertet. Dieses großartige Engagement ist alles andere als selbstverständlich.“

Durch die Unterstützung vom BAUHAUS konnte die Fläche bereits in diesem Jahr eingefriedet werden. Für Björn Lindner ein wichtiger Schritt: „Damit ist eine Beweidung durch unsere Schafe nun realisierbar.“ Im späteren Verlauf ist geplant, dass die Streuobstwiese als Natur-Erlebnis-Raum für regionale Schulen durch die Naturschutzstation ermöglicht wird.

Im Juni 2019 traf sich der Kiez-Reporter Thomas Moser bereits mit dem NaturRanger Björn Lindner auf der Wiese hinter dem BAUHAUS am Nahmitzer Damm: In dem Bericht heißt es einleitend: „Der spontan verabredete Treffpunkt liegt diesmal im Landschaftspark Marienfelde, zwischen Freizeitpark Marienfelde, Industriegebiet und dem Baumarkt „BAUHAUS“ am Nahmitzer Damm: Ein Stück umzäunte ursprüngliche Natur, die den Insekten und Pflanzen einen geschützten Raum schenkt und die Vielfalt damit fördert. Der NaturRanger Björn Lindner: „Wir können nicht alles durch die Honigbiene kompensieren, wir müssen auch was für die Wildbienen tun! Es soll hier so störungsarm wie möglich sein.“ Auf dieser Streuobstwiese sollen später Baumpatenschaften angeboten werden. Björn Lindner weiß von Vögeln (z.B. Goldammer, Neuntöter) zu berichten, die hier als Bodenbrütern heimisch sind. „BAUHAUS“, zu denen diese Fläche gehört, fördert die Arbeit rund um diesen Lebensraum mit tatkräftiger Unterstützung und notwendigen Materialien. Genau dies ist auch die kieznahe Vernetzung, auf die man in der Naturwacht Berlin so dringend angewiesen ist….“

Spender für Streuobstwiese und Schaf-Paten gesucht

Der NaturRanger Björn Lindner und sein Team von der Naturschutzstation und der Naturwacht Berlin freuen sich über Spenden für die Weiterentwicklung der Streuobstwiese.


In diesem Zusammenhang werden auch Paten für Schafe, also für die „ökologischen Rasenmäher“ gesucht. Die "Ökologischen Wiesenmäher" können gerne mit einer Patenschaft ab € 25,-/mtl. auch zum Erhalt alter Nutztierrassen (300,-€/Jahr pro Schaf)  unterstützt werden. Spenderinnen und Spender für die Streuobstwiese und für die Patenschaft für Schafe melden sich vorab bei der Naturwacht, um Kontoverbindung per Mail zu erfragen!

Kontakt:

Naturwacht Berlin e.V.
NaturRanger Björn Lindner
Diedersdorfer Weg 3-5
12277 Berlin
Kontakt:
Telefon 030 757 747 66
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Internet www.naturwachtberlin.de

Der gesamte o.g. Bericht auf der Lichtenrader Website: https://www.lichtenrade-berlin.de/news/nachbarn-news/1447-treffen-mit-dem-naturranger-regionale-umweltarbeit-in-den-mittelpunkt-stellen-2

Das Industriegebiet Motzener Str. und das Unternehmensnetzwerk

Zahlen und Fakten:

Das Gewerbe- und Industriegebiet Motzener Straße liegt in südlicher Stadtrandlage, unmittelbar an der Landesgrenze zu Brandenburg und gehört zu den größten Arealen dieser Art in Berlin. Der Standort weist die höchste Industriequote der drei bezirklichen Industriegebiete auf: Insgesamt sind rund 200 Betriebe mit gut 5.00 Beschäftigten auf dem Gelände tätig. Davon gehören knapp die Hälfte der Betriebe und rund 80 Prozent der Beschäftigten zum "Produzierenden Gewerbe". 60 dieser Betriebe mit circa 2.500 Beschäftigten gehören zu der seit 2005 bestehenden Standortinitiative UnternehmensNetzwerk Motzener Straße. Das Netzwerk finanziert sich aus den Mitgliedsbeiträgen der Partnerunternehmen, fördert den Erfahrungsaustausch und organisiert Aus- und Weiterbildungsaktivitäten.

Das Projekt NEMo ist im Rahmen des bundesweiten Innovationswettbewerbes „Deutschland – Land der Ideen“ als „Ausgezeichneter Ort 2016“ prämiert worden und war in 2015 „Projekt des Monats“ der Nationalen Klimaschutz Initiative. Das Unternehmen des Netzwerks Motzener Straße kooperieren eng und organisieren einen intensiven Erfahrungsaustausch zur Unterstützung von NEMo.


 

Tempelhofer historischer Kiez-Kalender 2020 im Buchhandel

Alle Jahre wieder… gibt es Kalender ganz unterschiedlicher Art. Ein Tempelhof-Kalender hat über die Jahre schon etliche treue Fans, denn hier werden in einer besonders guten Qualität historische Postkarten aus Tempelhof Monat für Monat abgebildet. Liebhaber historischer Ansichten können sich auch 2020 an den Postkarten-Kalenderblättern erfreuen.

Mit seinen Ansichten der besonderen Art verzaubert der Heimatforscher und Postkartensammler Hans-Ulrich Schulz mit dem Kalender „Tempelhof uns seine Vororte in alten Ansichten“. Auch für 2020 hat er in seinen Schätzen gestöbert und in Zusammenarbeit mit dem Verlag Morgana-Edition einen Kalender herausgebracht. In den Tempelhofer inhabergeführten Buchhandlungen kann das Werk für 13 Euro erworben werden; also auch in der Lichtenrader Bücherstube. Ein perfektes persönliches Geschenk, das auch für Weihnachten oder zum Geburtstag etwas Besonderes ist.

Alle Tempelhofer Ortsteile werden im Kalender berücksichtigt. Ob Lichtenrade, Marienfelde, Mariendorf oder Tempelhof: jeden Monat öffnet sich ein neues Kalenderblatt.

Kiez-Kalender: Was man alles entdecken kann

Als Titelblatt wird immer ein besonderer Hingucker gewählt.
700Mariendorf Marienfelde
Für das nächste Jahr ist es eine Postkarte mit der im Jahr 1926 von Daimler-Benz übernommenen Motorfahrzeug- und Motorenfabrik AG, das zwischen den Dorfkernen von Mariendorf und Marienfelde direkt an der Dresdner Bahn unweit des Bahnhofs Marienfelde errichtet wurde.

Lichtenrader Höhepunkte

Lichtenrade zeigt im Februar den heutigen Franziusweg (Blick in den ehemaligen Waldweg) der Abendrotsiedlung um 1924.
700Jugendheim tannenhof viehwirtschaft
Ganz spannend ist die Aufnahme vom ehemaligen Jugendheim der Stadt Berlin in der Lichtenrader Mozartstraße. In den zwanziger Jahre wurden die „Zöglinge“ auf verschiedene Berufe vorbereitet. Offensichtlich gehörte dazu auch das Erlernen der Viehwirtschaft. Seit 1979 ist der „Tannenhof Berlin-Brandenburg“ dort als anerkannter Berliner Suchthilfeträger tätig. (weiterführende historische Infos zur Einrichtung: https://www.lichtenrade-berlin.de/historisch-tannenhof)
700Diakonissenhaus Salem ehemals Lichtenrade
Das ehemalige Diakonissenmutterhaus Salem in der Hohenzollernstraße u.a. zeigt im November seine alte Schönheit. 1905/06 wurde das Gebäude im neugotischen Backsteinstil errichtet. Die 46 dort wohnenden Diakonissen betreuten alte und kranke Menschen in verschiedenen umliegenden Gemeinden. Das denkmalgeschützte Haus wird heute als Kindertagesstätte genutzt. (weiterführende Infos zu Salem: https://www.lichtenrade-berlin.de/historisch-diakonissenhaus-salem)

Und was gibt es beispielweise noch?

Aber auch die Winteransicht vom Rodeln im Tempelhofer Park aus dem Jahr 1910 ist ein Seltenheit. Interessieren dürfte ebenfalls eine Fotokarte mit einer Panoramaaufnahme von 1929, die vermutlich vom Ullsteinhaus aufgenommen wurde und in Richtung des heutigen internationalen Kulturcentrums ufaFabrik ausgerichtet ist.
700Seebad Mariendorf
Das ehemalige Seebad Mariendorf, zwischen der heutigen Ullstein- und Markgrafenstraße, lädt im Juli zum Sprung ins kühle Nass ein.

In jedem Monat gibt es etwas Neues zu entdecken. Historisch interessierte Menschen mit Kiez- und Tempelhof-Bezug werden ihre Freude habe.

Thomas Moser (Postkarten Archiv Hans-Ulrich Schulz

Infos zum Kalender

13 Seiten Bilderdruck auf 250 g Papier, Größe 31 x 37 cm; morgana-edition

Die Ansichtskarten sind auf 26 x 17 cm vergrößert und mit einem erklärenden Text versehen.

Erhältlich in den inhabergeführten Buchhandlungen in Tempelhof z.B. in der Lichtenrader Bücherstube und am U Westphalweg im Lottoladen oder Bestellungen bitte direkt beim Autor: Email:  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Preis 13,00  Euro  zuzüglich 7,50 Euro Versandkosten  


Noch mehr Historisches von Hans-Ulrich Schulz

„Im Zeichen der Luftbrücke“: Ein ganz besonderes Projekt von Hans-Ulrich Schulz ist in einer dritten erweiterten Auflage in diesem Jahr neu erschienen

Schulz hat viele Belege über die Blockade und Luftbrücke gesammelt und stellt zum siebzigsten Jahrestag der Beendigung der Berliner Blockade eine neue, erweiterte und überarbeitete Auflage „Katalog und Handbuch der Blockade- und Luftbrückenbelege Berlin 1948/49“ unter der Überschrift „Im Zeichen der Luftbrücke“ vor. Dieser Katalog mit postalischen Belegen und Fotos ist ein lebendiges Geschichtsbuch, dass anschaulich in diese Zeit eintaucht.

Geschichte erlebbar machen… aber wie? Keine leichte Angelegenheit! Postalische Belege und Postkarten müssen nicht nur langweilig und altbacken sein. Es sind sozusagen Zeitzeugen, die Geschichte äußerst lebendig aufzeigen können. Besonders dann, wenn diese Belege in einen lebendigen geschichtlichen Kontext gestellt werden. Dies ist bei dem Buch über die Luftbrücke gut gelungen. Preis 32,50 € morgana-edition  ISBN: 978-394384463-4

Den Mariendorfer Hans-Ulrich Schulz (Jahrgang 1950) beschäftigt schon lange die Geschichte rund um die „Berliner Luftbrücke“.

Thomas Moser

Der Bericht zum Buch mit einigen Höhepunkten:

https://www.lichtenrade-berlin.de/news/aktuelle-news-internetzeitung/1501-im-zeichen-der-luftbruecke-70-jahre-berliner-geschichte


 

12. und 13.10.2019: Große Historische Modelleisenbahnausstellung Berlin 2019 in der Gustav-Heinemann-Oberschule

Elektrische S-Bahnen und Hoch- und Untergrundbahnen Berlin Potsdamer Platz 1929/1939

Im Herbst 2019, wieder mitten in den Herbstferien, werden sich die Freunde alter Bahnen in Berlin-Marienfelde treffen, um eine große historische Modelleisenbahnausstellung zu veranstalten. Und alle Fans sind eingeladen!

Erneut wird das Modelleisenbahnfest wieder mit internationaler Beteiligung durchgeführt. Veranstalter sind die TRIX Freunde Berlin zusammen mit der Gustav-Heinemann-Oberschule. Neben TRIX-Bahnen werden jedoch die vielfältigsten historischen Eisenbahnen und Spielzeuge in den unterschiedlichsten Ausführungen präsentiert. An über 50 Stationen gibt es Eisenbahnvergnügen und auch viele geschichtliche Hintergrundinformationen.

Die Gustav-Heinemann-Oberschule ist gerne Gastgeber, denn viele Schüler sind trotz Computer nach wie vor verrückt nach Modellbahn. Die große Modulanlage der Berliner Stadtbahn, in über 35 Jahren von der Modellbahn-Arbeitsgemeinschaft der gastgebenden Schule gebaut, wird wieder im Foyer und im Zentrum der Ausstellung stehen und Jung und Alt begeistern.

Diese Anlage hat die Berliner Stadtbahn zum Vorbild und zeigt üblicherweise einen dichten Verkehr mit modernen ICE-, EC- und RE-Zügen sowie S-Bahnen.

Es werden aber, passend zur historischen Modellbahnausstellung, vor allem ältere Züge aus der 1950er bis 1980er Jahren fahren.


Mit inzwischen über 50 Stationen hat sich die historische Modellbahn-Veranstaltung zu einer der größten Ausstellungen historischer Modellbahnen in Deutschland entwickelt. Aussteller aus England, aus den Niederlanden, aus Frankreich, aus Österreich und aus der Schweiz sind eingeladen, die zu diesem Thema viel zu zeigen haben.

Die Besucher können sich wieder über viel Eisenbahn und Fahrspaß der ganz besonderen Art freuen! ToM

Zum diesjährigen Thema einige Hintergründe:

Elektrische S-Bahnen und Hoch- und Untergrundbahnen sowie der Potsdamer Platz 1929/1939 sind die Schwerpunktthemen der diesjährigen Historischen Modellbahnausstellung in Berlin.

Im Jahr 1929 wurden in Berlin unter Ernst Reuter die bislang eigenständigen Gesellschaften von Hoch- und Untergrundbahnen, Straßenbahnen und Autobuslinien in eine gemeinsame städtische Aktiengesellschaft, die BVG, zusammengeführt. Dies war eine wesentliche Voraussetzung für eine abgestimmte Nahverkehrsplanung und die Einführung eines Gemeinschaftstarifs mit Umsteigeberechtigung.

Der Bau der neuen Nordsüd-S-Bahn war technisch sehr anspruchsvoll und wurde trotzdem in nur wenigen Jahren fertiggestellt. Drei Untergrundbahnen und zwei Wasserläufe waren zu kreuzen. In vielen Abschnitten führte die Tunnelstrecke dicht an den Fundamenten der Häuser vorbei. Einige Häuser mussten sogar aufwändig unterfahren oder gar abgerissen werden. Nur mit engsten Kurvenradien, hohen Steigungen und einem besonders niedrigen Lichtraumprofil konnte eine realisierbare Trassierung festgelegt werden. Ein erster Abschnitt wurde im Juli 1936 vom Stettiner Bahnhof im Norden bis zum Bahnhof Unter den Linden zur Eröffnung der Olympischen Spiele in Betrieb genommen.
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Nachbau: Der Verkehr am Potsdamer Platz (Foto TRIX-Freunde Berlin)
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Ein Modell vom Verkehrsturm (Foto TRIX-Freunde Berlin)
Die Bauarbeiten am zweiten, südlichen Abschnitt der Nordsüd-S-Bahn waren teilweise bereits 1934 angelaufen, insbesondere die Unterfahrung des Landwehrkanals. An den zentralen Plätzen wie dem Potsdamer Platz und dem Askanischen Platz vor dem Anhalter Bahnhof erfolgten zunächst nur Bauvorbereitungen wie Leitungsverlegungen und das Einrammen der Baugrubeneinfassungsträger. Nach dem Ende der Olympischen Sommerspiele 1936 setzten die Arbeiten  auch im Südabschnitt im vollen Umfang ein.

Besonders aufwändig gestaltete sich der Bau des unterirdischen S-Bahnhofs Potsdamer Platz. Aufgrund der hohen Verkehrsbedeutung war hier ein viergleisiger Bahnhof mit breiten Bahnsteigen und drei Fußgängerverteilerebenen geplant.

https://trixstadt.de

Samstag 12.10.2019 von 10:00 bis 18:00 Uhr und Sonntag 13.10.2019 von 10:00 bis 17:00 Uhr in der Gustav-Heinemann-Oberschule Waldsassener Straße 62 in 12279 Berlin-Marienfelde Für Verpflegung und Getränke wird gesorgt.

Eintritt:

- Erwachsener 4,50 Euro

- Ermäßigt 2,00 Euro

- Familien 9,00 Euro

Flyer hist ausstellung modellbahn 2019

BERICHT vom letzten Jahr: https://www.lichtenrade-berlin.de/24-blog/blog2017/1278-ein-traum-fuer-modelleisenbahner-die-historische-modellbahn-ausstellung-berlin-2018-war-wieder-ein-grosser-erfolg


 


„Kiez Keule in Space“ BrewDog schickt Gewinner der deutschen Prototypen-Challenge ins Weltall

▪ Dieser Launch am vergangenen Wochenende war einer der Höhepunkte des ersten AGM (Annual General Mayhem) im Dog Tap Berlin, BrewDogs neuer Heimat in Deutschland
▪ Kiez Keule – das erste Dortmunder im Weltall ist inzwischen wohlbehalten zurück auf der Erde angekommen
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Berlin, 9. September 2019  Das erste AGM (Annual General Mayhem) in BrewDogs neuem Zuhause in Deutschland, DogTap Berlin, war ein Riesenerfolg: Über 2.000 ausgelassene Gäste, 8 Bands, großartiges Essen und eine riesige Auswahl Biere von BrewDog und Gastbrauereien u.a. von Fierce Beer, Brlo, Fuerst Wiacek oder der Amundsen Bryggeri machten die Jahreshauptversammlung der Anteilseigner, BrewDog‘s Equity Punks, zu einem rauschenden Fest.
Eines der absoluten Highlights war jedoch der luftige Launch des „BrewDog Space Beers“. Um die Eröffnung von Dog Tap Berlin und die große deutsche Biertradition zu feiern, braute BrewDog im August drei typisch deutsche Bierstile mit einem ganz besonderen BrewDog Twist: Ein Zwickel, eine Berliner Weisse mit Himbeeren und ein Dry-Hopped Dortmunder. Die BrewDog Community konnte dann mitentscheiden, welches Bier auch weiterhin in Berlin gebraut werden sollte und welchen Namen es bekommt.
Der Sieger der Competition – das Dry-Hopped Dortmunder – mit dem Namen „Kiez Keule“ wurde schließlich zur Feier des Tages ins All geschickt.
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James Watt und Martin Dickie, die beiden Gründer von BrewDog, schickten das Bier gemeinsam mit den Stratonauten (www.stratonauts.org) an einem Wetterballon in die unendlichen Weiten:
▪ Kiez Keule flog über 33.000 Meter hoch, dreimal höher als eine Boeing 747
▪ Es hat 55 Grad aushalten müssen – viel kälter als am Nordpol
▪ Und es war über 170 km/h schnell: Auf dem Weg zurück zur Erde
▪ Verbraucht hat Kiez Keule 7,2 m3 Helium – das entspricht etwa 20,000 Flaschen Bier
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Nach etwas mehr zwei Stunden wurde es wiedergefunden. In Eberswalde, 65 Kilometer nördlich von Berlin entfernt. Großer Dank geht an die Freiwillige Feuerwehr Finow, die den Stratonauten half, die Luftfracht von einem Hausdach zu bergen. Die Feuerwache bekommt in den nächsten Tagen eine Ladung Bier als Dankeschön.
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James Watt, Mitgründer und Captain von BrewDog ergänzt: „Für uns bei BrewDog geht es immer auch darum neue Grenzen auszutesten, ob es nun neue Bierstile sind oder es darum geht, ein Bier in die Stratosphäre zu schicken. Kiez Keule, unser kaltgehopftes Dortmunder im Weltall, ist unser Liebesbrief in Bier geschrieben, von Brewdog an Deutschland.“
Mehr zur Flugstatistik:
Maximale Höhe: 33.634 Meter Minimale Temperatur: -55 Grad Maximale Höhengeschwindigkeit: 180 km/h Maximale vertikale Geschwindigkeit (Fallgeschwindigkeit): 173 km/h Entfernung am Boden: 65,5 km Flugdauer: 2:06 Stunden Gestartet von: BrewDog Berlin, Marienpark 23, 12107 Berlin - Gelandet in: Eberswalde (https://tinyurl.com/yxswd85f) Heliumverbrauch: 7,2m3 (ca. 20.000 Flaschen Bier)
Das Video zum Flug  https://tinyurl.com/y5ncc7ll
Über BrewDog BrewDog wurde 2007 gegründet, als zwei Männer und ein Hund zu einer Mission aufbrachen, die Craft Beer Welt zu revolutionieren. Ermüdet von der uninspirierenden Bier-Szene in Großbritannien, begannen die beiden Gründer, Martin Dickie und James Watt, als Homebrewer ihr eigenes Bier zu brauen – und ihre Freunde genauso von Craft Beer zu begeistern, wie sie es selbst sind. Heute ist BrewDog Marktführer in Sachen Craft Beer und eine der am schnellsten wachsenden Unternehmen in Großbritannien. BrewDog’s Punk IPA ist das Nummer 1 Craft Bier in Großbritannien. 2010 fand die erste Investitionsrunde der Crowdfunding-Aktion Equity for Punks statt. Eine Initiative, bei der in fünf Runden inzwischen über 67 Millionen Pfund gesammelt wurden – mehr als je in einer Online Crowdfunding Kampagne zuvor. Eine Armee von über 120.000 Equity for Punk-Shareholdern ermöglicht es BrewDog zu wachsen, ohne sich oder seine Ideale ausverkaufen zu müssen. BrewDog exportiert inzwischen Biere in über 60 Länder und betreibt über 90 Bars weltweit sowie Brauereien in Ellon (Schottland), Columbus, Ohio (USA), in Berlin und bald auch in Brisbane (Australien). Für 2020 ist der Bau einer Brauerei in China geplant.

Das ist Dogtap Berlin! 

Der BrewDog DogTap befindet sich im Süden Berlins, auf dem wunderschön restaurierten ehemaligen Gaswerksgelände in Mariendorf. Ein majestätisches rotes Backsteingebäude aus dem Jahr 1901 beherbergt die Brauerei samt Restaurant, umgeben von einem traumhaften Biergarten.

Hier wird das komplette BrewDog Menü, von Burgern über Chicken Wings bis Pizza angeboten. Das Besondere: Nur hier in Mariendorf gibt es zusätzlich eine grandiose Auswahl an Hauptgerichten on top, zum Beispiel das „Chicken on a Can“, Strammer Max, Wiener Schnitzel oder das Tomahawk-Steak.

Neben dem leckeren Menü und 60 Bieren vom Zapfhahn gibt es aber noch viel mehr zu entdecken: Zum Beispiel die BrewDog Beer School, ein Bier Museum und Brewkits an denen man selbst brauen kann. Eine Minigolf-Anlage, Flipper, Arcade-Games und Shuffleboards laden zum Verweilen ein. Für die vierbeinigen Freunde gibt es einen Dog Park. Alles in Allem also ein großer Spielplatz – nicht nur für Erwachsene.

  • der DogTap Berlin ist eine Restaurant mit Biergarten und Brauerei und das Zuhause der schottischen Brauerei BrewDog auf dem europäischen Festland
  • Mitten auf dem Gaswerksgelände von Mariendorf gelegen, befinden sich DogTap Berlin und die Brauerei in einem historischen Gebäude von 1901
  • das Gebäude ist ein wahres Schmuckstück, mit dem großen beeindruckenden DogTap (Hauptraum) sowie weiteren Schankräumen, einem Bier Museum und einem sensationellen Biergarten
  • neben einer riesigen Auswahl von 60 Bieren am Hahn, sowie einem großen abwechslungsreichen Menü gibt es auch jede Menge Möglichkeiten hier seine Zeit zu verbringen: von einer Gaming Area mit Flippern und klassischen Arcade-Games, über Shuffleboard-Bahnen bis zur Minigolf-Anlage
  • die Speisen umfassen das bekannte BrewDog Menü mit einer großen Auswahl an Pizza, Burgern und Wings, das Menü ist außerdem bei BrewDog immer zu 50% vegetarisch und zu 25% vegan
  • zusätzlich gibt es auch typische deutsche oder Berliner Gerichte: unter anderem Strammer Max, Currywurst, ein Wurst Trio aber auch Wiener Schnitzel, Steaks inkl. Tomahawk Steak und Fish & Chips
  • an Wochenenden und Feiertagen gibt es ein reichhaltiges Angebot zum Frühstücken und Brunchen vom Warmen Walnuss-Schokoladen Brownie über Hühnchen und Waffeln bis hin zum Apfel IPA Strudel  
  • die Brauerei besteht aus einer 100 Hektoliter-Haupthaus und einer 10 Hektoliter Pilotanlage
  • wer sich gerne selbst einmal am Brauen versuchen möchte, kann dies ebenfalls hier tun: Eines von acht 50-Liter-Brausets steht bereit, um sich am Braukessel auszuprobieren
  • natürlich gibt es auch Brauerei-Touren…
  • Fakten und Zahlen zum Dog Tap Berlin

    Öffnungszeiten

    Die Lobby ist wochentags immer ab 10 Uhr geöffnet, die Öffnungszeiten unten beziehen sich auf den großen Gastraum.

    Montag bis Donnerstag      16:00 - 23:00
    Freitag                                    16:00 - 00:00
    Samstag                                   9:00 - 00:00
    Sonntag                                    9:00 - 22:00

    Zapfhähne:                            60 inklusive 2er Cask Ale Hähne 

    Speisekarte:                          https://bit.ly/2ltpvya

    Kapazität                       
    Restaurant: 750 Sitzplätze
    Biergarten: 450 Sitzplätze

    Größe                    
    Restaurant (innen): 2.500 sqm
    Biergarten: 4.000 sqm

    Adresse:                                Im Marienpark 23, 12107 Berlin
    Reservierungen:                  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
    Website:                               https://www.brewdog.com/eu_de/bars/global/dogtap-berlin/
    Instagram:                            https://www.instagram.com/dogtapberlin/ @dogtapberlin
    Facebook:                             https://www.facebook.com/DogTapBerlin/


www.brewdog.com | www.facebook.com/brewdogdeutschland | www.instagram.com/dogtapberlin

Fotos BrewDog


 


70 Jahre Ende der Berliner Luftbrücke

Das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg lud zum 2. September 2019 alle „Luftbrücken-Kinder“ und Geschichtsinteressierte zu einem Zeitsprung in die Berliner Geschichte ein. Nach einem Grußwort der Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler informierte Hans-Ulrich Schulz in einem reichlich mit Fotos, Dokumenten und Postkarten bestückten einstündigen Vortrag über viele Hintergründe, die teilweise so noch nicht bekannt waren. Dazu wird auf den Link siehe unten in der Lichtenrader Internetzeitung nochmal ausdrücklich verwiesen. Der Saal war gut gefüllt. Einige Zeitzeugen steuerten ihre Erinnerungen bei. Aber auch jüngere Menschen waren anwesend, Schülerinnen und Schüler der Gail-Halvorsen-Schule.
Ed Koch berichtete in einer paperpress-Newsletterausgabe, die hier teilweise abgedruckt wird.
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paperpress Newsletter vom 3.9.2019 (Auszüge)

Die Luftbrücke als Folge des Zweiten Weltkriegs
Zu den Folgen des Zweiten Weltkrieges gehörte die Teilung Deutschland. Es stimmt versöhnlich, dass ausgerechnet der letzte Machthaber der Sowjetunion, Michail Gorbatschow einen wesentlichen Beitrag zur Wiedervereinigung Deutschland leistete. Darauf konnte man aber 1948 noch nicht hoffen, als Stalin Berlin insolierte und alle Zugangswege sperrte. Bis auf die Luftkorridore, auf die sich die Al-liierten schon vorher verständigt hatten. Die Blockade Berlins vom Juni 1948 bis Mai 1949 war der Versuch der Sowjetunion, Deutschland noch einmal neu zu sortieren. Die Westalliierten hätten auch entnervt Berlin aufgeben können. Dem Freiheitsgedan-ken der Amerikaner ist es im Wesentlichen zu verdanken, dass dieser Plan Stalins nicht aufging.
Über die Blockade und Luftbrücke glauben wir alles zu wissen und in diesem Jahr hinreichend erfahren zu haben. Das ist ein Irrtum. Hans-Ulrich Schulz beweist das Gegenteil.

Eigentlich ist der 1950 in Mariendorf, also nach dem Ende der Blockade, geborene Hans-Ulrich Schulz „nur“ ein Briefmarkensammler, und das bereits seit seinem achten Lebensjahr. Nicht zum ersten Male beweisen Briefmarken, die auf Postkarten und Briefumschlägen kleben, wie spannend Geschichte sein kann. Hans-Ulrich Schulz ist über seine Leidenschaft des Briefmarkensammelns zu einem anerkannten Heimatforscher geworden. So gibt er zum Beispiel seit Jahren Kalender mit historischen Aufnahmen über seinen Heimatbezirk Tempelhof heraus. Der neueste ist soeben im Verlag Morgana-Edition erschienen – www.morgana-edition.de – 13 Euro.
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Sein Meisterwerk ist jedoch das Buch „Im Zeichen der Luftbrücke“, das im selben Verlag erschienen ist. Am 2. September hielt Hans-Ulrich Schulz im Rathaus Schöneberg einen Vortrag über die Luftbrücke und sein Buch. Gekommen waren vorwiegend ältere Mitbürger, von denen einige die Luftbrücke noch erlebt hatten. Aber auch jüngere Menschen waren anwesend, Schülerinnen und Schüler der Gail-Halvorsen-Schule.

Begrüßt wurden die Gäste durch Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler, die die Veranstaltung einschließlich anschließendem Get-Together ausrichten ließ.

Thomas Moser, wie Hans-Ulrich Schulz, ehrenamtlicher Chronist, beschreibt auf seiner Internetseite das Buch. Die ganze Geschichte unter
https://www.lichtenrade-berlin.de/news/aktuelle-news-internetzeitung/1501-im-zeichen-der-luftbruecke-70-jahre-berliner-geschichte

Trotz der enormen Mengen an Lebensmitteln, Kohle und vielem mehr, immerhin 2,3 Mio. Tonnen in 277.569 Flügen, herrschte in West-Berlin Hunger und Not.

Der Schwarzmarkt blühte und wer die Möglichkeit hatte, besorgte sich etwas aus dem Umland. Nach Ost-Berlin gab es nur noch vier Zugangsstraßen, die natürlich auch von den Sowjets überwacht wurden. Keine Mauer, aber mit Mauersteinen, waren andere Straßen unpassierbar gemacht worden.

Die Luftbrücke war keine Einbahnstraße. Davon profitierten vor allem die Kinder, die zum Aufpäppeln ins freie Deutschland und andere europäische Länder zu Gastfamilien fliegen durften. Auch Aufenthalte in den USA waren möglich.
Man kann es sich kaum vorstellen, aber West-Berlin exportierte auch Waren während der Blockade, zum Beispiel technische Geräte. Dafür wurde ein eigenes Siegel entworfen, das das Wappentier zeigt, wie es die Ketten der Blockade zerreißt und dabei in Richtung Westen blickt. „Kauft vom blockierten Berlin“ hieß die Marketingkampagne. Hans-Ulrich Schulz forscht weiter, noch längst sind nicht alle Geschichten über die Luftbrücke erzählt und aufgeschrieben worden. Die Erinnerung an dieses Ereignis muss wachgehalten werden.

Ed Koch

Weitere Fotoeindrücke aus der Veranstaltung;









Alle Fotos Thomas Moser

 https://www.lichtenrade-berlin.de/news/aktuelle-news-internetzeitung/1501-im-zeichen-der-luftbruecke-70-jahre-berliner-geschichte


 

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