Die Bezirksbürgermeisterin von Tempelhof-Schöneberg, Angelika Schöttler, hat die Lokalpresse zu einem Jahrespressegespräch einschließlich einer ganz besonderen Beköstigung eingeladen. Fast drei Stunden geballte Informationen: Rückblicke in die wichtigsten Bereiche der Bezirkspolitik und der Ausblick über die anstehenden Schwerpunkte.

Dass der Rahmen des Arbeitstreffens auch sehr viel angenehme Aspekte hatte, kann man nicht leugnen. Eingeladen wurde in die „Palladin Kochschule“ in die Schöneberger Pallasstraße 14.

Eine gute Atmosphäre in der Küche!

Der Träger „ubs e. V.“ (Umwelt, Bildung, Sozialarbeit) betreibt einige Großküchen und gibt so vielen Jugendlichen, die nicht die optimalsten Startchancen hatten, eine gute Zukunftsperspektive. In der „Palladin-Kochschule“ werden die Besonderheiten der gehobenen Küche vermittelt. An diesem Abend zeigen die jungen Leute, was in ihnen steckt und wie hochwertige Speisen und ein äußerst angenehmer Service zusammengehören. Ein etwas anderer Weg der Ausbildung, der sehr erfolgreich ist!

Lecker... (Foto Ed Koch) ... Erläuterungen siehe unten bei paperpress...
Wer denkt, dass ist doch bestimmt alles nur wegen der Presseleute so lecker gemacht worden. Typisch! Jeder hat jedoch die Chance sich selbst von der Qualität zu überzeugen. Von Montag bis Freitag bereitet das Team verschiedene Gerichte für den Business-Lunch von 11:30-16:00 Uhr zu (selbstverständlich auch für Vegetarier). Viele Geschäftsleute der Umgebung nutzen gerne und regelmäßig das Angebot. Guten Appetit!

Im Anschluss dieser kleinen Impression wird der Bericht von paperpress abgedruckt, der einen guten Einblick in die Atmosphäre des Abends gibt und die wichtigsten Themen benennt. Viele dieser Themen wird die Lokalpresse in diesem Jahr zwangsläufig begleiten.

An dieser Stelle bleibt nur zu betonen, dass es eine angenehme Einladung mit Arbeitscharakter war, die einen ganz besonderen bezirklichen Leuchtturm, die Palladin Kochschule, in den verdienten Mittelpunkt gestellt hat.

Thomas Moser

Aus der Website des Sozialunternehmens „ubs“:

Junge Menschen stehen im Mittelpunkt unserer Arbeit.

Um Jugendlichen mit einer qualifizierten und modernen Ausbildung berufliche Perspektiven zu eröffnen, betreiben wir in Berlin-Schöneberg eine Lehrkonditorei, diverse Großküchen und ein à la carte Restaurant namens Kochschule.

Im Palladin werden Konditoren und Konditorinnen ausgebildet. Sie lernen den direkten Umgang mit Auftraggebern und stellen täglich Torten, Kuchen und Gebäck in Spitzenqualität her.

In unseren Großküchen wird gesunde und leckere Kinderkost für Kindertagesstätten und Schulen gekocht und Jugendliche zu Köchen und Köchinnen ausgebildet.

In der Palladin Kochschule ist die Ausbildung zur Fachkraft im Gastgewerbe angesiedelt. Die  Kochschule rundet zudem unser Ausbildungskonzept ab, da sie den Azubis ermöglicht, ihre Fähig- und Fertigkeiten zu verfeinern und sich auf ihre Abschlussprüfungen intensiv vorzubereiten.

http://www.ubs-ev.de

Paperpress Nr. 513 Q vom 23. Januar 2015

Zu Gast in Palladins Wunderküche

Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler (SPD) lud in diesem Jahr die Lokalpresse von Tempelhof-Schöneberg in die Palladin Kochschule, Pallasstraße 14 in Schönenberg ein. Sinn der Veranstaltung ist es, auf das vergangene Jahr zurückzuschauen und auf das vor uns liegende zu blicken. Die Blicke richteten sich allerdings während des ganzen Abends weniger auf die 14- seitige Tischvorlage, in der alle relevanten Themen aufgelistet waren, sondern vielmehr auf das, was auf dem Tisch passierte.

Der Lokalreporter HDKeitel von der Berliner Woche geht zum Angriff über ;-) ... rechts Ed Koch von paperpress

Bezirksbürgermeisterin Schöttler war eine Schälexpertin!

Angelika Schöttler; zweite Siegerin im Wettbewerb, im Hintergrund Gisela Gut vom Quartiersmanagement überwacht den ordungsgemäßen Ablauf.

Bevor es allerdings ans Essen ging, fand ein kleiner Wettbewerb statt. Karottenschälen. Unter den kritischen Augen von Gisela Gut aus der bezirklichen Wirtschaftsförderung traten (links) Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler und Berliner Woche-Reporter Horst Dieter Keitel gegen die Kochschüler Hüseyin, Adrian und Nico an. Hüseyin gewann das Wettschälen, die Bürgermeisterin brachte es auf Platz 2. Platz 5 belegte HDK, was vermutlich daran lag, dass er das Schälmesser verkehrt herum einsetzte. Sein Kommentar: „Es geht nicht um Schnelligkeit, sondern um Schönheit.“ Danach nahmen alle Anwesenden an der Tafel platz, und die Bürgermeisterin versuchte vom Kopfende her, ihre Botschaften zu verbreiten.

Die Schäler_innen
Zum Beispiel: „Unternehmen halten und Arbeitsplätze sichern durch die Förderung von Unternehmensnetzwerken!“ Während die Verwaltungschefin diesen Satz am Beispiel des Unternehmensnetzwerks Südkreuz erklärte, betrat Hüseyin mit seinen Kollegen den Raum und brachte die Vorspeisenplatten, bestehend aus allerlei Leckereien, liebevoll zubereitet und geradezu als kleine Kunstwerke auf den Platten gestaltet. In einer Schüssel befanden sich dunkelrote Kartoffelchips mit Guacamole-Paste. Die Farbe verdanken die Chips Roten Beeten.

Dem Autor dieses Beitrages fehlen, trotz seines Namens, die Kenntnisse, welche Köstlichkeiten kredenzt wurden. Auf jeden Fall schmeckte alles ganz hervorragend.

Die Bürgermeisterin versuchte, ihr Manuskript abzuarbeiten. „Übergang Schule-Beruf erfolgreich gestalten: Win-Win für Jugendliche und Unternehmen!“ Die Küchen-Crew räumte die leeren Platten derweil ab.

„Seit Oktober 2011 setzt das Unternehmensnetzwerk Großbeerenstraße erfolgreich das Ringpraktikum um!“ Hüseyin steht im Türrahmen. „Wer hat Fisch bestellt?“ Einige Arme schnellen in die Höhe. Wenig später kommt der Fisch. White Wine with the Fish? Na klar. „Ich stehe für solide Finanzen und nachhaltige Investitionen in die Zukunft!“, verkündet Angelika Schöttler. Hüseyin: „Vegetarisch?“ „Tempelhof-Schöneberg wird für seine Einwohnerinnen und Einwohner auch weiterhin ausreichend Angebote mit einer guten Qualität bereithalten.“

Und für Menschen, die sich weder etwas aus Fisch, noch Vegetarisch machen, gab es  zum Glück auch etwas. Ein besonderer Hingucker war der ausgehüllte Kohlrabikopf, indem sich verschiedene Gemüse befanden. Ein kleines Kunstwerk, für dessen Erstellung man geschickte Hände braucht.

„Erfolgsfaktor gut ausgebildetes und motiviertes Personal!“ das war im Palladin klar zu erkennen, und sicherlich ist es in den Dienststellen des Bezirksamtes auch so, obwohl die Arbeit dort recht ungleich verteilt ist, so dass es Motivationsschwankungen gibt. Auch ist die Bezahlung längst nicht so üppig, wie sich das der Otto-Normal-Bürger so vorstellt. Vor allem hoch qualifiziertes Personal lässt sich kaum finden. Die meisten springen schon in der Bewerbungsphase ab, wenn sie hören, was man ihnen zahlen kann.

„Es wird im Bezirk Tempelhof-Schönenberg keinen weiteren Personalabbau geben!“ Eine gute Nachricht. Schön, dass endlich Schluss ist mit dem Aderlass zu Lasten der Bürger. Über 1.703 Mitarbeiter/innen verfügt die Bezirksverwaltung, hinzukommen 66 Auszubildende. Ja, der Bezirk bildet aus. Und wenn alle so motiviert und gut sind wie die im Palladin, hat sich der Aufwand gelohnt. Alle Auszubildenden, die dies wollten, konnten 2014 übernommen werden.

Nachtisch. Schokoladenparfait mit Orangenscheiben. Danach tat ein Calvados dann wirklich gut.

Lieblingsthema seit einigen Jahren: Umbau der Dienstgebäude. Das ehemalige Gesundheitsamt in der Mariendorfer Rathausstraße wird fertig. Noch in diesem Jahr sollen einige Dienststellen des Jugendamtes dorthin umziehen. 15 qm große Räume, im Schnitt. Da wird einiges im leerzuräumenden Rathaus Friedenau übrig bleiben. 6,5 Mio. Euro wird der Umbau gekostet haben. Knapp 5 Mio. werden ab Anfang April im Rathaus Schöneberg verbaut. Ein Jahr lang hat sich alles verzögert, weil sich Denkmalschutz, Brandschutz und welcher andere Schutz sonst noch so benötigt wird, gegenseitig blockiert haben. Diese Blockade hat auch Geld verschlungen. Kein Wort jedoch darüber, ob man gegen die Blockierer Regressansprüche geltend machen kann.

Schlusssatz: „Ich engagiere mich für ein offenes und tolerantes Tempelhof- Schöneberg, damit der Bezirk ein attraktiver Lebensort für alle Menschen bleibt!“, sagt die Bürgermeisterin, für die sich die Frauenquote im Rat der Bürgermeister/INNEN(!) an diesem Abend, dem 22. Januar, erhöht hat. Neben ihr und Monika Herrmann aus Friedrichshain-Kreuzberg, hat jetzt auch Lichtenberg mit Birgit Monteiro eine Verwaltungschefin. 332.857 Einwohner/innen hatte Tempelhof-Schöneberg am 30.06.2014. 14,7 % sind unter 18 Jahre alt, 20,4 % über 65 und 32,4% haben einen Einwanderungshintergrund. Die Zukunft ihres Bezirks möchte Angelika Schöttler „gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern gestalten.“

Die beste Nachricht des Abends war jedoch die, dass sie im nächsten Jahr die Medienvertreter wieder in die Palladin Kochschule einladen wird.

„Die Palladin Kochschule ist Teil eines Ganzen und zugehörig zum gemeinnützigen Verein ubs e.V. Umwelt, Bildung, Sozialarbeit, der Jugendliche in der Gastronomie ausbildet. In der Kochschule können sich unsere Auszubildenden auf ihre Abschlussprüfungen vorbereiten und lernen Ausbildungsinhalte, die Ihnen in Großküchen nicht vermittelt werden können.

Von Montag bis Freitag bereitet das Team verschieden Gerichte für den Business-Lunch von 11:30-16:00 Uhr zu (selbstverständlich auch für Vegetarier). Wenn Sie in einer größeren Gruppe kommen, können Sie sich auch gerne vorab telefonisch anmelden. Zum Nachtisch bietet Ihnen die Kochschule u.a. Torten und Kuchen in Spitzenqualität aus der Konditorei im Palladin an.“

Pallasstraße 14, gleich neben dem Winterfeldtplatz.

Telefon: 8736 993

www.ubs-ev.de

Bericht: Ed Koch

Fotos (sofern nicht extra gekennzeichnet) Thomas Moser


 

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