Es war nicht vorherzusehen, dass nach den regnerischen Tagen das 10. Multi-Kulturenfest auf dem Gelände des Jugendfreizeithauses Bungalow am Mariendorfer Damm vom angenehmen Wetter überrascht wurde. Am Sonntag, den 21. Juni, regnete es nicht und kurz vor dem Ende ließ sich sogar die Sonne blicken.

Die Wertschätzung, die das nun zum zehnten Male stattfindende Fest genießt, sieht man an der Beteiligung der Bezirksprominenz, den immer wieder aktiv teilnehmenden Gruppen und an der noch immer zunehmenden Besucherzahl, darunter auch einige Flüchtlingsfamilien.

Bei der Veranstaltung geht es nicht nur um Spiel und Spaß, sondern auch um die Ehrung von engagierten Kindern, die als Konfliktlotsen/Streitschlichter und Buddy`s an den Mariendorfer Grundschulen tätig sind.

Jugendstadtrat Oliver Schworck begrüßte im großen Saal der Jugendeinrichtung die mit Urkunden bedachten Kinder. Die Moderation übernahmen dieses Mal Cindy und Yasemin, die schon lange eng mit CdM42 verbunden sind und auch schon für den Weltmädchentag am 9.10.2015 „gebucht“ sind. Hans-Ulrich Schulz, Sozialraumkoordinator des  Jugendamtes für die Region Mariendorf, hatte insgesamt 92 Urkunden vorbereitet und die Aktivitäten im Saal, gemeinsam mitOutreach, bestens organisiert.


Es gab, neben anderen Auftritten (Eckener-Gymnasium, Dt.-Tamilische-Gesellschaft, ein Solo eines Tanzmädchens), auch wieder eine tolle Entertainment-Tanzeinlage von Romeo und seinem Schüler Andre von Samuels Dance Hall e. V., der alle geehrten Kinder mit einem wertvollen Tanzkursgutschein beschenkte. Gleich zwei Schulleiter und verschiedene Lehrer der Mariendorfer Grundschulen beglückwünschten und freuten sich mit ihren Schülerinnen und Schülern über diese öffentliche Anerkennung.



Neben der Hüpfburg gab es eine ganze Reihe von Angeboten wie Schminken, Reifenrollen, Jonglieren, Balancieren, Frisbee-Golf, Torwand schießen, Basketball, Schatzsuche und Märchenerzählen im Saal durch den Nachbarschaftstreff Britzer Straße und Outreach. Der VBU bot unter anderem Tipp-Kick an und Femia diverse orientalische Köstlichkeiten. Im Zelt von Outreach konnte man sich wieder in kunstvollen arabischen Schriftzeichen seinen Namen schreiben lassen und es wurde stimmungsvoll getrommelt.

Die Präventionsbeauftragte des Polizeiabschnitts 44, Frau Fäller, war zur Ehrung vor Ort und ihr Kollege führte einen Parcours als Angebot durch. Die DLRG ließ die Besucher wieder Kisten erklettern, Leben Lernen hatte ein Glücksrad mit immer wieder spannenden Fragen rund um das Thema „Liebe“ mitgebracht. Zusätzlich gab es Kaffee, selbstgemachten Kuchen, Würstchen und Popcorn.

Alle Angebote, bis auf das Essen, waren wieder kostenlos, viele von CdM42 Kids betreut, und die wahrgenommenen Aktivitäten wurden auf einer Spielkarte abgestrichen. Am Ende gab es dann für jeden Teilnehmer einen Preis. 

Wieder war dieses Fest ein voller Erfolg und sowohl Teilnehmer als auch Besucher gingen froh und zufrieden nach Hause, im Ohr das Grußwort vom Jugendstadtrat Oliver Schwork, der sich eine Fortsetzung dieses Familienfestes noch für viele Jahre wünscht.

Veranstalter des Multi-Kulturenfestes ist die Kinder- und Jugendversammlung Mariendorf CdM42 - Evangelische Kirchengemeinde Berlin-Mariendorf in Kooperation mit dem Jugendamt und den Einrichtungen Bungalow, KiJuM, Sonnetreff, sowie Outreach Mariendorf und dem Schülerclub „Villa“ der Rudolf- Hildebrand-Grundschule.

Zur Geschichte der Kinder -und Jugendversammlung Mariendorf CdM42 (Club der Mariendorfer): Diese Gruppe ist aus der 1. Kinder- und Jugendversammlung Mariendorf heraus im November 2005 als Mitbestimmungs- und Beteiligungsprojekt entstanden. Seitdem ist so einiges geschehen: Die Kinder und Jugendlichen organisieren mit pädagogischer Unterstützung der beteiligten Einrichtungen in Mariendorf die Feten für 9 bis 15 jährige Schülerinnen und Schüler, haben im November 2007 und 2009 mit selbst gestalteten Workshops weitere Kinder- und Jugendversammlungen durchgeführt und Pläne für einen Spielplatz entworfen, der im Mai 2008 in der Ringstraße eingeweiht werden konnte.

Darüber hinaus haben sie erfolgreich Seminare zu den Themen "Toleranz und Akzeptanz", "Demokratie und Mitbestimmung" sowie diverse Teamtage durchgeführt und beteiligen sich maßgeblich an der U18-Wahl im Bezirk.

In den letzten Jahren fanden diverse Projekte zur historischen Spurensuche statt (Hörspiel über Mariendorf, sowie erfolgreiche Ausstellungen zum Thema "Mariendorfer Kinder und Jugendliche in der NS- und Nachkriegszeit", „Verfolgung von Kindern und Jugendlichen im Nationalsozialismus“, „Schicksale junger Menschen im KZ Ravensbrück“, Film über Ravensbrück, Teilnahme und Aktionen anlässlich der 70. Jahr-Feier zur Befreiung des KZ Ravensbrück).


Im Gespräch vom Jugendamt Fachleiter Jugendförderung Manfred Schulz, Sozialraumkoordinator Uli Schulz, Regionalleiterin Claudia Dorow und der ehemalige Jugendamtsdirektor Wolfgang Mohns.

Quelle, KiTS aktuell Text: Petra Steinborn

Fotos Thomas Moser


 

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