30 Jahre „JAZZ FÜR ALLE E.V.“ – Jubiläumskonzert am 1.9.2019 im Jazzclub „Schlot“

Der älteste Jazzverein Berlins, „JAZZ FÜR ALLE E.V.“, wird in diesem Sommer 30 Jahre alt. Lange Zeit war Lichtenrade die Heimat von "Jazz für Alle"... vielleicht wird es in der Alten Mälzerei mal (nach der Eröffnung) eine neue Möglichkeit für diese beliebte Musikinstitution geben.

Seine Ursprünge gehen auf die wohl populärste Jazz-Radiosendung Deutschlands in West und Ost zurück: Fast 30 Jahre bot der Ende 1957 ins Leben gerufene „Club 18 – Jazz für alle“ von und mit John Hendrik, sonnabends 15 Uhr in RIAS 1 ausgestrahlt, einen Treffpunkt von Jazzmusikern und -fans sowie eine Radioübertragung von Live-Auftritten nicht nur der großen internationalen Stars, sondern auch der Amateur-Jazz-Szene Berlins. Mit dem Fortfall dieser Sendung entfiel diese Möglichkeit, sich zu treffen und zu präsentieren.

Daher wurde von Jazz-Musikern und -Enthusiasten ein eigener Verein gegründet, der nunmehr die Aufgabe übernehmen sollte, für Konzerte und Treffen in Eigenregie zu sorgen. „JAZZ FÜR ALLE“ blieb dabei das Motto – und wurde zum Namen des im Sommer 1989 gegründeten Vereins.

Jede Menge Konzerte, Workshops und natürlich Jam Sessions

Seither wurden durch den Verein Hunderte von Jazz-Konzerten, Jugend-Workshops, Sessions und einige Weiterbildungsseminare im In- und Ausland ehrenamtlich veranstaltet. Viele Fans fanden und finden die Musik ihrer Vorliebe und trafen und treffen die Musiker der von ihnen geschätzten Bands.

Auch sind die Lichtenrader Jazzfeste unvergessen (Link und FotosBericht 2017/Thomas Moser: https://www.lichtenrade-berlin.de/24-blog/blog2017/736-6-lichtenrader-jazzfest-2017-4-tagen-jazz-und-andere-musik-vom-feinsten). Vor der Lichtenrade-Zeit fanden viele Konzerte im Rathaus Tempelhof statt.

Auch werden immer wieder Gelegenheiten geschaffen, bei denen Interessierte den live gespielten Jazz in unterschiedlichen Stilrichtungen kennen- und schätzen lernen können. Seit etlichen Jahren ist zudem die Förderung junger Jazz-Nachwuchsmusiker ein Schwerpunkt des Vereins. Um diesen Bühnenerfahrung zu vermitteln, laufen viele Veranstaltungen des Vereins zweigeteilt ab: Am Anfang spielt eine Nachwuchsband, danach dann die „Profis" bzw. die „Alten Hasen“ aus den besten Amateurjazzbands der Stadt. Der Eintritt zu den Veranstaltungen des gemeinnützigen Vereins ist meist frei.

Der regionale Schwerpunkt der Aktivitäten lag in den vergangenen Jahren rund um den Bezirk Tempelhof, durch dessen Abteilungen Volksbildung bzw. Kultur der Verein ebenso Förderung erfahren hat wie von der Senatsverwaltung für kulturelle Angelegenheiten. Sowohl der regionale Bezug von Veranstaltungen und Kooperationen wie auch das stilistische Gepräge der Jazzveranstaltungen des Vereins sollen aber in der Zukunft erweitert werden. So kann der Verein schon jetzt eine Kooperation mit dem Jazzclub „Kunstfabrik Schlot“ in Berlin-Mitte für eine Veranstaltungsreihe ab 2020 ankündigen; weitere neue Aktivitäten werden folgen.

Die Förderung von Jazzmusik

„JAZZ FÜR ALLE E.V.“ geht es gemeinsam mit vielen Kollegen und Mitstreitern in den vorhandenen weiteren Institutionen und Vereinen des Jazz in Berlin darum, auch künftig aktives Jazz-Musizieren in dieser Stadt zu fördern und die Vernetzung der Musiker – ob jung, ob alt, egal welcher Stilrichtung im Jazz – zu unterstützen. Anders als für etliche Formen der Populärmusik wird es dabei stets einer direkten oder indirekten Förderung bedürfen, um das Erlernen von Jazz, aber auch das Spielen vor Publikum weiter zu ermöglichen. „JAZZ FÜR ALLE E.V.“ ruft anlässlich seines Jubiläums die Kulturverantwortlichen in der Stadt dazu auf, sich noch aktiver öffentlich für diesen Bereich zu engagieren.

Der Verein besteht nun seit bereits 30 Jahren und hat in der Vergangenheit – durch seine bisherigen Vorstände unter den Vorsitzenden Detlef Passlack (1989-2003), Matthias Dannenberg (2003-2005), Zvonimir „Piet“ Kolobaric (2006-2007), Wolfgang Riemer (2007-2008), Lutz Fußangel (2008-2019) und Sebastian Claudius Semler (seit 2019) – ein breites Aktivitätsspektrum (Konzerte, Veranstaltungsreihen, Workshops, Sessions) entwickelt und unterschiedliche öffentliche Förderungen für sein Engagement erhalten, u.a. durch die Abteilung Volksbildung des Bezirks Tempelhof.
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...im Gemeinschaftshaus Lichtenrade (jetzt Wolfgang Kruerger Saal)...
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"Jazz Lounge" in der Jugendfreizeitenrichtung Barnetstraße; auch im Gemeinschaftshaus Lichtenrade...
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... im ehemaligen Restaurant JANUS in Tempelhof (3 Fotos oben von Sebastian Claudius Semler)
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Foto... so ungefähr vor 20 Jahre (Foto: Detlef Passlack)
Wichtig ist das Vorhalten und Bewerben entsprechender Kapazitäten an Musikschulen, aber auch die Unterstützung privater Initiativen. Insbesondere bedarf es einer aktiven Unterstützung von Spielstätten, die Jazz-Live-Musik anbieten und ihre Bühnen auch den Musikern dieser Stadt und dem Jazznachwuchs zur Verfügung stellen. Von ökonomischen Zwängen bis hin zu Lärmschutz und Verwertungsrecht werden diese einen wertvollen kulturellen Beitrag leistenden Einrichtungen vor erhebliche Herausforderungen gestellt, zu deren Bewältigung sie mehr Unterstützung der Stadt benötigen.

Bei allen Förderungen und Unterstützungen ruft „JAZZ FÜR ALLE E.V.“ dazu auf, die stilistische Vielfalt des Jazz nicht selektiv einzuschränken. Förderwürdigkeit und Förderbedarf gelten gleichermaßen für „modernen“ wie auch für „traditionellen“ Jazz, der mittlerweile ebenso auf Schwierigkeiten trifft, Live-Spielstätten zu finden und in Curricula des Musikernachwuchses Eingang zu finden.

Jubiläumskonzert am 1. September im Jazzclub Schlot

Anlässlich des 30jährigen Jubiläums lädt „JAZZ FÜR ALLE E.V.“ zum Jubiläumskonzert am Sonntag, 1. September 2019, ab 18 Uhr im Jazzclub „Schlot“ ein. Historie und Tradition werden kurz beleuchtet – im Mittelpunkt wird aber die Musik stehen, diesmal mit einem Schwerpunkt im traditionellen Jazz: Gleich vier Bands werden sich dem Publikum präsentieren, darunter eine eigens für diesen Anlass zusammengestellte „All Star Band“ von aktiven Musikern aus der Vereinsmitgliedschaft, die gemeinsam einen Querschnitt durch viele Berliner Jazzbands repräsentieren. Passend zur Tradition des Vereins: Zum Abschluss gibt es eine Jam Session – und der Eintritt ist frei!
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Neue Spielstätte, neuer Veranstalter, neue Kooperation

Nachdem das Lichtenrader Gemeinschaftshaus für die beliebten Jazzkonzerte des Vereins nicht mehr zur Verfügung steht, ist das BREWDOG *nähere Infos siehe unten (vormals Stone Brewing) im Mariendorfer Marienpark (12107 Berlin, Im Marienpark) als neue Spielstätte und Veranstalter „eingesprungen“ und kooperiert, mit neuen Partner, mit dem Verein.

„Der älteste Jazzverein Berlins“: i.S.v. kontinuierlich in eigener Rechtsform aktiv arbeitend; andere Jazzgruppierungen in der Stadt sind älter, haben aber ihre Vereinsgründung erst später vollzogen. Zum ehrenamtlichen Engagement von Vereinen zugunsten des Jazz in Berlin siehe auch R. Bratfisch „Jazz in Berlin“ (Nicolai, Berlin, 2014).

www.jazzfueralle.de

Erste Informtionen vom „neuen“ Spielort auch für Jazzkonzerte

BrewDog DogTap Berlin im Marienpark, Berlin-Mariendorf hat ab 10. August 2019

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(Fotos von BrewDog)

  • der DogTap Berlin ist eine Restaurant mit Biergarten und Brauerei und das Zuhause der schottischen Brauerei BrewDog auf dem europäischen Festland
  • Mitten auf dem Gaswerksgelände von Mariendorf gelegen, befinden sich DogTap Berlin und die Brauerei in einem historischen Gebäude von 1901
  • das Gebäude ist ein wahres Schmuckstück, mit dem großen beeindruckenden DogTap (Hauptraum) sowie weiteren Schankräumen, einem Bier Museum und einem sensationellen Biergarten
  • neben einer riesigen Auswahl von 60 Bieren am Hahn, sowie einem großen abwechslungsreichen Menü gibt es auch jede Menge Möglichkeiten hier seine Zeit zu verbringen: von einer Gaming Area mit Flippern und klassischen Arcade-Games, über Shuffleboard-Bahnen bis zur Minigolf-Anlage
  • die Speisen umfassen das bekannte BrewDog Menü mit einer großen Auswahl an Pizza, Burgern und Wings, das Menü ist außerdem bei BrewDog immer zu 50% vegetarisch und zu 25% vegan
  • zusätzlich gibt es auch typische deutsche oder Berliner Gerichte: unter anderem Strammer Max, Currywurst, ein Wurst Trio aber auch Wiener Schnitzel, Steaks inkl. Tomahawk Steak und Fish & Chips
  • an Wochenenden und Feiertagen gibt es ein reichhaltiges Angebot zum Frühstücken und Brunchen vom Warmen Walnuss-Schokoladen Brownie über Hühnchen und Waffeln bis hin zum Apfel IPA Strudel  
  • die Brauerei besteht aus einer 100 Hektoliter-Haupthaus und einer 10 Hektoliter Pilotanlage
  • wer sich gerne selbst einmal am Brauen versuchen möchte, kann dies ebenfalls hier tun: Eines von acht 50-Liter-Brausets steht bereit, um sich am Braukessel auszuprobieren
  • natürlich gibt es auch Brauerei-Touren…

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