Presseerklärung der SPD-Fraktion Tempelhof-Schöneberg:

Senatsverwaltung verzichtet auf direkte Zugänge am Bahnhof Marienfelde - Kritik der SPD-Fraktion
Am S-Bahnhof Marienfelde wird es keine direkten Bahnhofszugänge an der Unter-führung Marienfelder Allee als direkte Verbindung zu den dortigen Bushaltestellen geben. Dies teilte die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz dem Bezirksamt nun mit.
Im Mai hatte die BVV beschlossen, dass sich der Bezirk für eine solche zukunftsorientierte Lösung bei der Deutschen Bahn einsetzen möge, die im Zuge des Ausbaus der Dresdener Bahn die Unterführung ohnehin erneuert und verbreitert. Das Verschieben des Bahnsteiges bis in den Bereich oberhalb der Unterführung war daher auch von der DB geplant und hätte sich sehr angeboten. In der Kombination mit direkten Zugängen wäre ein zeitgemäßer fahrgastfreundlicher moderner Standard geschaffen worden.
Die Senatsverwaltung wendet dagegen ein, dass eine Verschiebung des Bahnsteigs das Planfeststellungsverfahren Dresdener Bahn weiter verkompliziert hätte sowie Grüneingriffe und einen Lärmeintrag zur benachbarten Wohnbebauung zur Folge gehabt hätte. Die direkten Zugänge wurden daher vom Land bei der Bahn nicht bestellt.
Christoph Götz, Stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD-Fraktion: „Es ist sehr bedauerlich, dass am Bahnhof Marienfelde kein moderner Umsteigeknoten realisiert wird. Damit wird eine große Chance vertan. Das passt nicht in unsere Zeit, in der der alle Möglichkeiten genutzt werden müssen, um das Umsteigen vom PKW zum ÖPNV attraktiver zu machen. Fahrgäste werden in Marienfelde nun auch die nächsten Jahrzehnte 200 Meter zwischen Bus und Bahn laufen müssen, auch bei Wind und Wetter. Anspruch und Wirklichkeit gehen bei der grün geführten Verkehrsbehörde offenbar auseinander“.


 

Mit der Onlineplattform meinBerlin steht den Berliner_innen ein neues Beteiligungsinstrument zur aktiven Mitgestaltung ihrer Stadt zur Verfügung. Auf der Plattform sind alle öffentlichen Beteiligungsverfahren der Verwaltungen des Landes Berlin erreichbar. Es bietet die Möglichkeit sich über aktuelle Verfahren zu informieren und auf unterschiedlichen Wegen zu beteiligen. Aktuell findet eine Onlinebeteiligung im Rahmen der sozialraumorientierten Planung statt.

Die sozialraumorientierte Planung verfolgt das Ziel, Berlin in allen Stadtteilen attraktiv, sozial ausgeglichen, kulturell vielfältig und weltoffen zu gestalten. Der Blick wird hierbei auf die Entwicklung der Sozialräume (Kieze) gerichtet, also auf das Wohn- und Lebensumfeld der Berliner_innen. Ein wesentlicher Baustein für die Umsetzung der Sozialraumorientierung sind Bezirksregionenprofile. Sie geben einen Überblick über die vielschichtigen Entwicklungen, Aktivitäten und Herausforderungen in der Region und sind ein Instrument zur Analyse, Planung und Steuerung für die Verwaltung. Die Profile sind eine Grundlage für ein abgestimmtes und gemeinsames Handeln von Verwaltung, Politik, lokalen Akteur_innen und Bewohner_innen.

Die Bezirksregionenprofile bestehen aus zwei Teilen. Teil 1 besteht aus Zahlen, Daten und Fakten zu der Bezirksregion und beschreibt die Region. Dieser Analyseteil wurde bereits in 2017 für alle Regionen im Bezirk Tempelhof-Schöneberg erstellt. In Teil 2 sind gemeinsame Ziele sowie konkrete Maßnahmen und Projekte für die Entwicklung der Region definiert. Mit Unterstützung des beauftragen Stadt- und Regionalplanungsbüros slapa & die raumplaner gmbh soll dieser Teil in 2018 für Lichtenrade erarbeitet werden. Dazu sind die Ideen der Lichtenrader_innen gefragt. Vom 17. September bis zum 02. Oktober 2018 können sich alle Interessierten online einbringen und über das Vorhaben informieren. Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit Anregungen am 02. Oktober 2018, von 11:00 bis 13:00 Uhr persönlich im AZ-Büro in der Prinzessinnenstraße 31 in 12307 Berlin, mitzuteilen.

Die eingegangenen Hinweise fließen in eine Ideenwerkstatt Anfang Oktober ein, zu der die ortsansässigen Institutionen, sowie in der Region aktive Multiplikatoren eingeladen werden und auf der Basis der Ergebnisse der online-Befragung gemeinsam Ziele und Maßnahmen für Lichtenrade erarbeiten.

Stellvertretender Bezirksbürgermeister und Bezirksstadtrat Jörn Oltmann freut sich, dass die Entwicklung des Bezirks gemeinsam mit den Bewohner_innen vorangetrieben wird und setzt auf eine rege Beteiligung der Lichtenrader_innen: „Wir versprechen uns viele hilfreiche Beiträge sowohl aus der Onlinebeteiligung als auch aus der Ideenwerkstatt, um die Bedarfe und Chancen der Regionen zu identifizieren und in Angriff zu nehmen. Die Bezirksregionenprofile bieten uns die Chance die zukünftigen Aufgaben genau auf die Kieze auszurichten und sie gleichzeitig fachämterübergreifend anzuwenden. Dadurch ist es möglich, Tempelhof-Schöneberg sowohl kleinräumlich als auch im großen Maßstab zu betrachten, Verbindungen herzustellen und interdisziplinär zu arbeiten, um den Bezirk voranzubringen.“

Der Erarbeitungsprozess für den Teil 2 des Bezirksregionenprofils wird voraussichtlich Ende 2018 abgeschlossen sein. Die Ergebnisse werden auf der Internetseite des Bezirksamts Tempelhof-Schöneberg veröffentlicht.

Mehr Informationen zu dem Vorhaben und die Möglichkeit zur Onlinebeteiligung sind unter folgenden Link zu finden: https://mein.berlin.de/projects/ideensammlung-in-lichtenrade-zum-bezirksregionenpr/


 

Wenigstens bekommt der flüchtende Kabeldieb jetzt sein Gebiss zurück. In der Nacht zum 14.9.2018 flüchtete in Lichtenrade ein Kabeldieb und ließ so einiges zur Überraschung der Bundespolizei zurück: Auto, Schlüssel, Ausweispapier und ein Gebiss im Fahrzeug. Um 4 Uhr in der Nacht erwischten Bahnmitarbeiter am S-Bahnhof Lichtenrade den Mann beim Kabeldieb, wie es in Twitter heißt. Gut auch, dass dieser Kabeldiebstahl verhindert wird. Dies kommt immer wieder vor, sorgt für erbebliche Schäden und immer wieder auch für Verspätungen bei der Bahn.

Ob der Dieb gefangen wurde, ist bislang nicht bekannt. So schwierig dürfte es diesmal nicht werden. ToM
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Am 12. September 2018 fand außerplanmäßig die Unterbrechung des S-Bahnverkehrs zwischen Lichtenrade und Blankenfelde statt. Zwei herrenlose Koffer wurden in der Lichtenrader Briesingstraße an einem Zaun in der Nähe des Bürgeramtes gefunden.
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Foto-Archiv Thomas Moser (nach den Rodungsarbeiten); Kofferfund auf der anderen Seite der Gleise
Auf Nachfrage von rbb 24 und dem Tagesspiegel bei der Berliner Polizei hieß es, dass nach Prüfung durch Kriminaltechniker festgestellt wurde, dass die Koffer harmlos mit Kleidung gefüllt waren. Somit musste es gar nicht zu der von S-Bahn Berlin befürchteten „Bombenentschärfung“ kommen.
S Bahn Twitter Bombenalarm
Die Meldungen der Bahn wurde über Twitter veröffentlicht.


 

Eines von Berlins beliebtestes Wein- und Winzerfeste fand bereits zum 31. Mal in Lichtenrade statt.



Nummer 32 wartet schon sehnsüchtig auf die vielen Besucherinnen und Besucher. Mittlerweile ist der Dorfteich der perfekte idyllische Rahmen für drei Tage niveauvoller Leichtigkeit.




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Vom 7. - 9. September 2018 präsentierten wieder rund 30 Winzer aus ganz Deutschland und Österreich ihre edlen Tropfen. Menschen, die Wein machen, trafen auf diejenigen, für die sie das tun: persönlich, kompetent und vor allem gut gelaunt! Nach Herzenslust konnte gefachsimpelt werden. Die Weinlese 2018 scheint für die Winzer ganz erfreulich zu werden. Das Wetter war perfekt.

Passende Live-Musik sorgte für den richtigen Rahmen. Und natürlich gab es auch viele Leckereien, die eine gute Grundlage für die edlen Tröpfchen bot. Für jeden Geschmack war etwas dabei.

Offiziell wurde das Weinfest am zweiten Tag von der Schirmherrin, der Kulturstadträtin Jutta Kaddatz eröffnet.


Stefan Piltz von Family & Friends sprach die einleitenden Worte.

Hagen Kliem als Vorsitzender der Aktionsgemeinschaft Bahnhofstraße mit Kulturstadträtin Jutta Kaddatz.

Bundestagsabgordneter Dr. Luczak besucht gerne das Fest und war auch schon öfters Schirmherr.
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Kaddatz: Jetzt ist das Fest auch offizell eröffnet!
Als eine Herzensangelegenheit bezeichnete sie die Planungen rund um die Alte Mälzerei in Lichtenrade, wo ein Bildungs- und Kulturstandort einschließlich der Lichtenrader Suppenküche entstehen soll. Sie betont jedoch, dass noch nicht alle Hürden genommen sind und hier noch einige Anstrengungen notwendig sind.

Von der Aktionsgemeinschaft Bahnhofstraße, die Kooperationspartner beim Wein- und Winzerfest sind, begrüßte der Vorsitzende Hagen Kliem die Gäste, die vielen anderen Kooperationspartner und den Bundestagsabgeordneten Dr. Jan-Marco Luczak. Von den Einnahmen der regelmäßigen Konzert der Aktionsgemeinschaft konnten wieder Schecks für Lichtenrader Partner von Angelika Heigl vergeben werden.

Die Schulleiterin der Annedore-Leber-Grundschule Tamara Adamzik und der LBC-Vertreter freuten sich über den Scheck.


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HIer der Volkspark-Stand: Ehrenamtlicher Nachwuchs für handfeste Gartenarbeit wird dringend gesucht!
Der Volkspark Lichtenrade, die Annedore-Leber-Grundschule und der LBC 25 waren diesmal dabei und nahmen erfreut den „Geldsegen“ für ihre Arbeit in Empfang. Über das nächste Konzert der Aktionsgemeinschaft im November wird in Kürze berichtet werden.


Ergänzt wird das Lichtenrader Weinfest traditionell durch eine große Kunsthandwerkermeile. So auch in diesem Jahr und es war wieder sehr abwechslungsreich und anspruchsvoll. Künstler und Kunsthandwerker stellten ihre ansprechenden Produkte aus, ließen sich bei der Arbeit über die Schulter schauen und verkauften ihre selbst gefertigten Kunst-Stücke an Ort und Stelle. Genau das Richtige, um sich jahreszeitgemäß auszustatten und schon für Weihnachten einige Geschenke zu erwerben.










Und ob praktisch-schön, überraschend-edel oder überflüssig-genial - sie hatten immer eines gemeinsam: Sie waren und sind originell - und - original! Und auch viele Lichtenrader Kunsthandwerker waren dabei. So auch Holz-Design-Arbeiten von Clemens Rindlake, der besonders für Schreibgeräte passende edle hölzerne „Rahmen“ als Halter geschaffen hat.


Auch der Volkspark Lichtenrade und die Lichtenrader Imker hatten einen Stand. Am Freitag war Niels der Kupferklopfer, ebenfalls aus Lichtenrade, dabei.



Schön war auch zu beobachten, dass sich mehr Stände um das Wohl und um den Zeitvertreib der Kinder kümmern. Weiter so!


An allen Tagen wurden ebenfalls der lebendige Film über Lichtenrade in einem Zelt gezeigt. „Tatort Lichtenrade-Eine Hommage“ wurde präsentiert und fand Anklang bei den Besucherinnen und Besuchern, die den Fernseher im Zelt entdeckt hatten. Eine echte Hommage für Lichtenrade und schön, dass an dieser Stelle der Film öffentlich quasi vorab gezeigt wurde.






Apropos Live-Musik: den musikalischen Anfang machte am Freitag der Berliner Neo-Crooner Lenard Streicher & Band. Ihre einzigartige Mischung aus Swing, Jump & Jive, Rockabilly, Boogie und Rock'n'Roll und einer gehörigen Portion Live-Entertainment ließ keine Wünsche offen. Back to the Sixties … und vorwärts zum Live-Sound der Beatles! Frankie Goes To Liverpool setzte dabei vor allem auf Authentizität und zelebrierte ohne Firlefanz und Mummenschanz die Songs der Fab Four. Die musikalische Beatles Experience! Hamburgs beliebteste Rock’n’Roll-Partyband, die Rockhouse Brothers sind mit ihrer Art, 50er-Jahre Rockabilly mit aktuellen Party-Hits zu verbinden und mit einer gepfefferten Bühnenshow zu würzen, ein Garant für gute Stimmung. Das zeigten sie auch wieder überzeugend. Den Abschluss bilden More Town Soul. Mit tollen Soul-Stimmen und fetzigen Bläsersetzen sorgten sie für Party-Stimmung am Lichtenrader Dorfteich.





Die Jazzpolizei, eine akustische Marching Band bewaffnet mit Megaphon und Trompete, Banjo und Sousaphon, überzeugte mich viel Lust und Spaß die Besucher an den Weinständen.
Der Sonntag begann traditionell mit einem ökumenischen Gottesdienst und dem Auftritt des beliebten Lichtenrader Gospelchor.

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Wie es mit dem Wein- und Winzerfest anfing?

Die Aktionsgemeinschaft Bahnhofstraße, mit dem besonderen Engagement der damaligen Geschäftsführerin Beatrix Bockenkamp, hat für den Beginn dieser Tradition gesorgt.

Die Bahnhofstraße in Lichtenrade sollte belebt werden und Beatrix Bockenkamp hatte gute Verbindungen zu Winzern. Viele Winzer kamen über viele Jahre, einige sind heute noch dabei. Dann kam die Aktionsgemeinschaft in eine Krise und damit stand fast das Wein- und Winzerfest auf der Kippe. Family & Friends e.V. haben sich mit der Aktionsgemeinschaft und anderen Lichtenrader Künstlern und Initiativen verknüpft und das Wein- und Winzerfest nicht sterben lassen und dabei einige Hürden überwunden. Zwar ist der Verein aus Westend, ursprünglich eine Spielplatzinitiative, hat aber dort viele Erfahrungen mit großen Festen gesammelt. Mittlerweile ist der Verein in Lichtenrade gut etabliert und unterstützt Kunst- und andere Aktionen. Der Verein "Family & Friends" ist auch die treibende Kraft gewesen, damit der Spielplatz im Volkspark Lichtenrade erneuert und verbessert werden konnte. Erst kürzlich wurde der Film „Hommage an Lichtenrade“ mit Schülerinnen und Schüler mit viel Engagement produziert.

Mittlerweile hat sich der Dorfteich seit einigen Jahren als bessere Alternative für die Feste etabliert, zumal auch viele Händler der Bahnhofstraße diese Art von Festen nicht mehr unterstützten. Es wird ohne Eintritt ein attraktives künstlerisches Beiprogramm angeboten. Ganz wichtig ist es, dass es keine Ramsch-Stände gibt. Qualität hat sich durchgesetzt. Es sind viele interessante kunsthandwerkliche Stände dazugekommen.





Örtliche Organisationen machen mit

Eine Besonderheit bei den Lichtenrader Festen ist die enge Einbindung von örtlichen Organisationen, Gruppen und Unternehmern.

Die Kooperation wird mit Family & Friends e. V., der Aktionsgemeinschaft Bahnhofstraße e.V. , dem Trägerverein Lichtenrader Volkspark e.V., der Künstlergemeinschaft Lichtpunkt 49, dem BUND AK Tempelhof-Schöneberg, der Bürgerinitiative Lichtenrade/Mahlow-Nord gegen Fluglärm, der Welz Logistik GmbH und ALBA Berlin GmbH gepflegt.

Der Lichtenrader Dorfteich ist zwar der Mittelpunkt des Festes, aber er bleibt auch bei dem bunten Treiben ein Ruhepunkt, den die einen und anderen Besucher immer gerne annehmen. Natur und Freude sind an diesen Tagen kein Gegensatz, da die Verantwortlichen schon in der Vergangenheit besonders auf den Schutz des Gewässers Wert legen. Die Familien entdecken die Grünflächen, die nach diesem Sommer nicht mehr von Grün haben, als gemütlichen Aufenthaltsort.

Ein dreitägiges Herbst-Vergnügen, das ohne Eintritt auskommt und trotzdem hochwertige Kunst und ein ansprechendes Programm angeboten hat. Auf so eine lange Tradition können in Berlin nur wenige Veranstaltungen zurückblicken. Das Winzerfest ist in jedem Falle eine Reise nach Berlin und bis nach Lichtenrade wert! Und im nächsten Jahr geht es wieder weiter. Aber als nächste Veranstaltung steht an dieser Stelle am 1. Advent wieder der bezirkliche Lichtenrader Lichtermarkt an, wo auch viele Schulen, Kitas und Initiativen dabei sein werden. Lichtenrade kann im Bezirk mit beachtlichen Höhepunkten überzeugen. So sollte es bleiben und die Unterstützung der künftigen Alten Mälzerei mit allen Möglichkeiten sollte dabei selbstverständlich sein. Lichtenrade als Kunst- und Kulturstandort. Eine Herzensangelegenheit von Stadträtin Kaddatz und sicher von vielen Lichtenradern!

Thomas Moser

ALLE FOTOS Thomas Moser


 

Alles rund um die Entstehung der Hommage für Lichtenrade

„Klappe, die Erste!“ Es ist vollbracht! Spätestens jetzt hat Lichtenrade ein Denkmal erhalten: Ein filmisches Denkmal, das mit viel Herzblut und Engagement von vielen Lichtenraderinnen und Lichtenradern gestemmt wurde. Die Filmemacher waren Schülerinnen und Schüler der Carl-Zeiss-Oberschule.
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Lichtenrade kennt man, wenn man hier im Süden von Berlin wohnt, aber sonst? Tja, was antwortet man aber als Lichtenrader bei einer spontanen Befragung auf der Straße, welche Sehenswürdigkeiten es in Lichtenrade gibt? Gar keine einfache Frage. Der Film „Tatort Lichtenrade – Eine Hommage“ hilft die Frage zu beantworten. Der Film ist eine mutmaßliche Kriminalgeschichte mit vielen Informationen rund um den Ortsteil Lichtenrade. Also so eine Art Dokumentation mit einem roten Krimi-Faden. So staunten auch viele Passanten bei den Dreharbeiten im Vorbeigehen nicht schlecht, dass in Lichtenrade ein Tatort entstand. Und es sollte ein ganz besonderer Tatort werden!

Wo fängt man an zu erzählen? In Lichtenrade wird sich in nächster Zeit viel verändern. Rund um die Dresdner Bahn wird gebaut, mit der Bahnhofstraße gibt es verschiedene Ideen und der Alten Mälzerei und dem ehemaligen Landhaus Lichtenrade wird wieder Leben eingehaucht. Bisher lief es in Lichtenrade alles eher beschaulich, aber an einigen Ecken wird man Lichtenrade bald kaum noch wiedererkennen. Ein Grund mehr, dass das heutige Lichtenrade in einem Film festgehalten wird. In der Filmbeschreibung heißt es dazu: „Über Jahrzehnte erworbene Gewohnheiten und verblasste Schönheiten wohnt nun der Hauch des Abschieds inne. Und so manches Vertraute wird bald weichen. Zeit, kurz einmal innezuhalten und zurückzublicken …“

Ohne die kreative Kraft und Energie von Claudia Scholz von Family & Friends wäre das Gesamtkunstwerk wohl nie entstanden. Aber auf diesem Weg hat sie viele Menschen mitgenommen und auch notwendige finanzielle Unterstützungen erhalten. Schülerinnen und Schüler der siebten Klasse der Lichtenrader Carl-Zeiss-Oberschule lernten in unterschiedlichen Workshops, wie man einen Film macht, schrieben mit Unterstützung ein Drehbuch und zeichneten sich für die Fertigstellung des Films verantwortlich. Bei ALEX TV haben sie in den Ferien einen Crashkurs in den Bereichen Kamera, Schnitt und Ton absolviert. Mit der Produzentin Claudia Scholz und dem Künstlerischen Leiter und Regisseur Tobias Rahm von der „Internetwerkstatt Netti“ setzten die Schüler Erlerntes um.

Wie die HOMMAGE nach LICHTENRADE kam …

Lichtenrader Organisationen nahmen Kunstfenster, Traditionsbus, Stadtführungen und über 30 Jahre unterschiedlichste Aktionen in der Bahnhofstraße zum Anlass, gemeinsame Erfahrungen weiterzudenken. Eine Liebeserklärung an Lichtenrade sollte es werden. TATORT LICHTENRADE – EINE HOMMAGE ist es geworden. Lichtenrade ist ein liebenswerter „Vorort“ von Berlin, in den gern junge Familien ziehen. Weitab vom Getöse der großen Stadt findet der Lichtenrader seinen Lebensrhythmus zwischen Natur, Kleingarten und fröhlichem Treiben der Vorstadtidylle. Es gibt eine natürliche Distanz gegenüber dem Neuen, den Bauboomern und der aufgesetzten Kultur der Großstadt. Die Lichtenrader wissen ihr schönes Wohnumfeld zu schätzen und nutzen zum Beispiel diejenigen Einrichtungen wie Kindertagesstätten und Schulen, die sich durch ihr spezielles Programm auszeichnen.

Die Carl-Zeiss-Oberschule meldete sich, als es um die Frage ging, welche Schule ein solches Projekt am Start sehen möchte.

Beim Kinder- und Jugendparlament wurde es von den Schülerinnen und Schülern der Klasse 7 des Klassenlehrers Jannis Trociewitz vorgestellt. Während eines Workshops entwarfen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Drehbuch zum Geschehen in Lichtenrade. Und so widmet sich der Film über 30 Minuten der seriösen Berichterstattung über Lichtenrade und richtet sich an ein modernes und weltoffenes Publikum.

Zum einen geht es um Geschichtliches in Lichtenrade, das möglichst vergnüglich „transportiert“ werden möchte. Und es braucht ein frisches Element – getragen von den Menschen, die ihren Ort lieben. Um der Dokumentation also den Anspruch der „Einzigartigkeit“ zu nehmen, sollte es eine Geschichte als Rahmenhandlung geben.
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„Emil und die Detektive“ stand Pate, und so wurde ein Kunst-Raub daraus, der den Sportsgeist einer jungen Dame mit Hund weckte, nachdem ein Finderlohn ausgelobt worden war.

„Tatort Lichtenrade – Eine Hommage“ huldigt die freundliche Zugewandtheit der Menschen am Ort, die mit ihrer Berliner Schnauze durchaus zu sagen vermögen, was sie denken, und tun, was den Zusammenhalt unter Menschen gebietet. Lebendiger Beweis dafür ist Julias Weg durch den Ortsteil, der zeigt, wie gut Lichtenrade vernetzt ist. „Lichtenrade ist halt ein Dorf“, heißt es im Film einmal, „auf dem Weg in die Großstadt gewissermaßen.“

Die Handlung schöpft ihre Kraft aus dem Mitwirken vieler bekannter Persönlichkeiten, mit denen sich Lichtenrade verbunden fühlt: Künstler, Gewerbetreibende, Bürgerinnen und Bürger, Kiez-Reporter, Stadtteilchronisten, ehrenamtlich Tätige im Volkspark, die Freiwillige Feuerwehr, Pfarrer kirchlicher Gemeinden, Schriftsteller, Dackelranch, Vertreter verschiedener Vereine und Gemeinschaften. Alle Einrichtungen wie zum Beispiel das Bürgeramt und die Stadtteilbibliothek machten weit über das gewohnte Maß ihre Pforten auf, sodass die Zusammenarbeit eine helle Freude war.“

Zur Geschichte ist so viel zu erzählen:

Julia, deren Dackel sich aus dem Karneval der Hunde gelöst hat, geht auf Spurensuche, und so trifft sie u. a. bei ihrem Vater ein, der bei der Freiwilligen Feuerwehr arbeitet, nachdem sie den Volkspark Lichtenrade auf ihrem Weg nach Hause hinter sich gelassen hat. Er ist zufällig befreundet mit dem Pfarrer und empfiehlt ihr, ihn zu fragen, denn er kennt Hinz, Kunz und so manchen "Pappenheimer".

Bei der Premiere: Pfarrer Wieloch (Mitte) mit dem Regieassistenten Cem Lübke und Claudia Scholz
Dem Pfarrer steht das Beichtgeheimnis und dergleichen im Weg. Doch er denkt, es könnte sich lohnen, den Kiezreporter zu fragen, der schließlich ebenfalls Diesen und Jenen und so manchen anderen kennt und auch schon viel über Kunst aus Lichtenrade geschrieben hat. Der Kiezreporter hält sich beim Bürgeramt auf, wo man gerade dabei ist, seinen Ausweis zu verlängern. Danach soll es gleich zur Ausstellung bei der Mälzerei gehen, die Stadthistorisches über Lichtenrade zum Thema hat. Die Ausstellungsleiterin kann nicht wirklich helfen, doch am Bahnhof Lichtenrade hat sie eine seltsame Beobachtung gemacht ...

Der rbb-Moderator Daniel Gäsche unterstützte professionell die Dreharbeiten als Geschichtenerzähler und Bibliothekar. Gäsche erklärt das Geschichtliche, was die Heimatchronistin Marina Heimann zusammen gestellt hatte.

Der Film aus Sicht des Kiez-Reporters

Viel Aufregung kurze Zeit vor dem ersten Filmtag, zumal es einen richtig feststehenden Zeitplan nicht wirklich gab und dieser auch immer wieder den Gegebenheiten anzupassen war. Also positiv ausgedrückt: Ein kreatives Chaos. Verschiedene Mails und Anrufe von Claudia Scholz, die erst einmal gedanklich zu sortieren waren: „Wir brauchen noch einen Polizisten, der nach dem Kunstraub vor Ort ist. Kennst Du nicht jemand?“ Leichter gesagt als getan. Aber ja, mein Nachbar ist doch Polizist. Den kann ich doch wenigstens mal fragen. Gesagt getan. Und er hat ja gesagt und tatsächlich spontan Zeit gehabt. Früher hatte er schon mal im Film als Komparse gearbeitet und er freute sich tatsächlich, dass er so eine „tolle Sache“ unterstützen durfte.


Am ersten Drehtag gab es dann eine kleine Dackelparade mit aufgeregten Dackeln, Frauchen, Herrchen und Komparsen, die sich nicht so recht einzuordnen wussten. Im Filmtagebuch heißt es: „In der Goltzstraße beim Friedhof bezog man Aufstellung.

Die Filmcrew, bestehend aus Lucas, Björn, Benjamin und Denice von der Carl-Zeiss-Oberschule sowie Tobias Rahm vom Medienkompetenz­zentrum Tempelhof-Schöneberg und Cem Lübke vom evangelischen Kinder- und Jugendhaus im Nahariya-Kiez stellten sich als Team für Technik und Regie in Position. Meist lief es auf „vier Einstellungen“ hinaus und so musste so manches Mal erneut Aufstellung genommen werden. Die beim Workshop mittels Trockenübung einstudierte Dramaturgie sollte volle Wirkung zeigen, weshalb die Filmcrew sich auf die „Totale“, „Halbtotale“, „Nahaufnahme“ bis „Detailaufnahme“ verständigte, und zwar von vorne, hinten und der Seite.“


Dann ging es zur aufgeregten Juwelierin Heigl, die auch im echten Leben schon mehrere Raubüberfälle erleben musste. Hier spielt sie sehr authentisch und ließ sich kaum vom Polizisten beruhigen. So machte sich dann Julia mit der Dackeldame Cosi auf die Suche nach dem Gemälde. Schnitt! Jetzt wurde am ersten Drehtag die letzte Filmszene am Dorfteich Lichtenrade gedreht.

Die Dackelparade war beendet, die Dackel-Sieger ließen sich bei der Siegerehrung kaum auf dem Podest halten und Raimund Bayer überreichte als Sparkassendirektor den Scheck für den schönsten Dackel.

Der Kiezreporter (hier nicht sichtbar, da er das Foto macht) machte ein letztes Foto und… das war dann der erste Filmtag.

Viele Filmtage an den verschiedensten Drehorten folgten. Gedreht wurde auf der Bahnhof- Goltzstraße, in der Stadtbibliothek Tempelhof-Schöneberg von Berlin: Stadtteilbibliothek Lichtenrade „Edith-Stein-Bibliothek“, bei der Freiwilligen Feuerwehr Im Domstift, vor der Salvatorkirche mit dem ehemaligen Kinderkrankenhaus St. Christophorus, auf dem Pfarrer-Lütkehaus-Platz, vor der Alte Mälzerei in der Steinstraße, am Bahnhof Lichtenrade, am Mahnmal am Bornhagenweg, an der Schmiede und am Mühlstein in Alt-Lichtenrade, im Volkspark Lichtenrade an der Carl-Steffeck-Straße, im Bürgeramt in der Briesingstraße, an der Dorfkirche und Dorfteich in Alt-Lichtenrade und im Nahariya-Kiez.

Am achten Filmtag war der Kiezreporter dann nochmal richtig gefordert. Text lernen oder doch lieber improvisieren? Gar nicht so einfach und eine richtig aufregende Sache. Im Bürgeramt wurden die Mitwirkenden sehr freundlich nach der Sprechzeit von Mitarbeiterinnen empfangen und der Dreh ging dann schnell los. Erst im Warteraum und dann im Büro.

Der Kiezreporter gab Julia für ihre Ermittlungen einen Tipp, wo sie weitersuchen kann. Viele Einstellungen, noch ein „Schuss“ von Vorne und nach einer Stunde war alles vorbei.
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Dann ging es noch zur S-Bahn, wo der Maler und ehemalige Lokalreporter Horst-Dieter Keitel doch recht aufgeregt mit seiner Staffelei wartete. Alle 10 Minuten eine unfreiwillige Pause, denn die S-Bahn fuhr vorbei und man konnte nichts mehr verstehen.
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Das Filmtagebuch berichtet auch von den Widrigkeiten mit der Staffelei: „Da es windig war, wurden allerhand Konstruktionen zur Befestigung erprobt. Keine erwies sich als haltbar. So war es wiederum an Wolfgang Spranger persönlich „Dienst zu leisten“. Er hatte die Staffelei schließlich gebaut, so dass er sich am besten mit ihr auskannte.“ Er versteckte sich hinter der Staffelei und hielt sie fest. „Und Action!“ Auch in diesem Kiezfilm musste hin und wieder improvisiert werden. Etwas chaotisch war alles schon, aber künstlerisches Chaos gehört wohl auch dazu.
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Eine erfolgreiche Premiere und wie geht es weiter…

Die Premiere des Filmes fand im Rahmen eines Schul-Sommerfestes in der Carl-Zeiss-Oberschule am 31. August 2018 statt.



Stadträtin Jutta Kaddatz unterstützte das Projekt





Auch die Freiwillige Feuerwehr Lichtenrade unterstütze die Kinder bei den Dreharbeiten...Filmvater Hauptbrandmeister F. Tschentscher (re) war auch da...

Vom Volkspark unterstützten aktiv das Projekt Wolfgang Spranger, Dieter Genz und Manfred Könings (v.re.n.lks)

Schulleiter Dr. Zapfe mit der Regionalkoordinatorin für Lichtenrade Luzia Weber
Die Aula war bis zum letzten Platz gefüllt und der Schulleiter Dr. Stephan Zapfe besuchte auch die Premiere. Viele Mitwirkende und deren Angehörige waren zur Film-Premiere gekommen. Mehr oder weniger aufgeregt fieberten sie dem Film entgegen und wie das Endprodukt nun aussieht: Es ist halt doch ungewohnt, wenn man sich selbst im Film sieht und hört. Am Schluss war man sich einig, dass man die Sache doch recht gut gemacht hat und der Film Lichtenrade überhaupt einmal ins Licht rückt.

Der Klassenlehrer Jannis Trociewitz freute sich darüber, dass der Film die Schülerinnen und Schüler ein ganzes Stück weitergebracht hat. Es war beeindruckend anzusehen, wie die 13jährige Hauptdarstellerin Julia Bombik und die Schüler hinter der Kamera und Ton Benjamin Dietrich, Lucas Kapschitzki und Björn Müller mit Eifer, Ernsthaftigkeit und Freude viel Freizeit für den Film geopfert haben. Herzlichen Glückwunsch besonders an die Schülerinnen und Schüler.
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Als Nächstes ist der Film erst einmal bei dem internationalen REC-Filmfestival Berlin 2018, ein junges Filmfestival, in der ufaFabrik zu sehen. Der Film wird als Wettbewerbsbeitrag am 20. September 2018 um 10 Uhr gezeigt. In der katholischen Salvatorgemeinde wird der Film am 8. Oktober 2018 um 19.30 Uhr präsentiert. Ein Termin in der evangelischen Kirchengemeinde steht noch nicht fest. Für ganz Ungeduldige wird der Film schon beim Wein- und Winzerfest in Lichtenrade vom 7. bis 9. September in einem Zelt sichtbar sein. Auch ALEX TV wird den Film ausstrahlen. Und erst Ende Oktober 2018 kann man damit rechnen, dass der Film auch im Internet zu sehen sein wird. In der Lichtenrader Internetzeitung wird dann der Link veröffentlicht werden. Auch hoffen die Veranstalter, dass der Bezirk Tempelhof-Schöneberg auf seiner Website den Film der Öffentlichkeit präsentieren wird.

Den vielen Sponsoren ist an dieser Stelle zu danken, denn auch für so eine Projekt entstehen Kosten.

Dabei haben BVV-Sondermittel und Spendenmittel von der Kulturstadträtin Jutta Kaddatz geholfen. Weiter hat das Kinder- und Jugendparlament Tempelhof-Schöneberg und die Berliner Sparkasse, Beratungscenter Lichtenrade, den Film unterstützt. Eine Ergänzungsfinanzierung gab es über das Aktive Zentrum Bahnhofstraße/Lichtenrade.

Der Film und alles was sich so drumherum gerankt hat war eine richtig tolle Aktion, die aber jede Menge Engagement und Energie gekostet hat. Für Lichtenrade hat es sich gelohnt, soviel kann man schon jetzt sagen!

Thomas Moser -auch Fotos- (mit Auszügen aus dem Film-Tagebuch)

Besetzung:

Julia Bombik

Julia

Dackeldame Cosi

Agathe

Angelika Heigl

Juwelierin und Kunst-Beraubte

POK Marcus "Sammy" von Possel

Polizist Moshammer

Daniel Gäsche

Geschichtenerzähler

Wolfgang Spranger und Dieter Genz

Ehrenamtler im Volkspark Lichtenrade

Hauptbrandmeister F. Tschentscher

Julias Vater

Hagen Kliem

Taxifahrer

Cem Lübke

Fahrgast

Pfarrer Wieloch

Pfarrer

Marina Heimann

Ausstellungsleiterin

Thomas Moser

Kiez-Reporter /rasender Reporter

Horst-Dieter Keitel

Künstler

Statisten

Von der Dackelranch: Corinna und Mathias Grelak mit Cosi (Agathe), Renate Döhmer und Doris Krämer mit Julchen, Marion und Uwe Winter mit Raya,  Monika und Claus Gieschen mit Flori, Daniela Häusler mit Selma, Erika Thomas mit Lilly, Ute Senning mit Silvester und Salve, Michael Krause und Carola mit Watson

Hundebetreuung: Corinna und Mathias Grelak

Raimund Bayer, Bianca Hornschuch, Corinna Grelak, Doris Deom, Rainer Welz u. a.

Produktion  Claudia Scholz

Redaktion Geschichtsteil Marina Heimann

Künstlerische Betreuung und Postproduktion Tobias Rahm

Regieassistenz Cem Lübke

Kamera & Ton: Benjamin Dietrich, Lucas Kapschitzki, Björn Müller

Institutionen und Vereine:

Volkspark Lichtenrade e. V., Freiwillige Feuerwehr am Domstift, Carl-Zeiss-Oberschule, Aktionsgemeinschaft Bahnhofstraße e. V., Family & Friends e. V., ALEX TV

Catering:

Volkspark Lichtenrade e. V., Aktionsgemeinschaft Bahnhofstraße e. V., Welz Logistik GmbH

Finanzierung:

BVV-Sondermittel und Spende über Stadträtin Jutta Kaddatz, Berliner Sparkasse, Beratungscenter Lichtenrade, Kinder- und Jugendparlament Tempelhof-Schöneberg, Ergänzungsfinanzierung über AZ Lichtenrade

Abwicklung der Finanzierung + Teile der Ressourcenbereitstellung: Trägerverein Lichtenrader Volkspark e. V.

Eine Produktion von Family and Friends e.V. in Zusammenarbeit mit dem Medienkompetenzzentrum NETTI in Tempelhof-Schöneberg
unterstuetzer Film lichtenrade
... mit dabei auch der Kiezreporter von...
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Unter dem Motto „Der Bär ist los in Lichtenrade!“ präsentieren sich im Rahmen vom "Lichtenrader Kunstfenster" im September 52 Künstlerinnen und Künstler

Zum 11. Mal präsentiert sich vom 1. bis 29.9.2018 das Lichtenrader Kunstfenster in 47 Geschäften, Institutionen und bei Dienstleistern der Bahnhofstraße und in der näheren Umgebung. 52 Künstlerinnen und Künstler präsentieren ihre verschiedenartigen Werke.

Eine gut besuchte Vernissage

Die Vernissage im Cato-Bontjes-van-Beek-Haus der Stadtindianer/Hort Shanúù in der Mellener Straße war ein großer Erfolg. Der große Raum reichte nicht für die vielen Gäste. So mussten auch auf der Terrasse viele Besucherinnen und Besucher ein Plätzchen für sich suchen.


Schöne Musik und eine sehr ansprechende Fotopräsentation zeigte die Künstler und eine Auswahl von ihren Werken.

Als Gastgeber begrüßten von den Künstlern Sylvia Zeeck und Horst Zeitler, sowie von Händlerseite Katja Tiedtke die Gäste. Katja Tiedtke war von so vielen Besuchern der Vernissage überwältigt.

Katja Tiedtke (2.v.lks) prästentiert ihre Künstler...(Iks. Sylvia Zeek, 2.v.re Annette Rider und Jürgen Eichler
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lichtenrader kunstfenster moser 2018 19

Sie selbst präsentiert in ihrem Geschäft drei Künstlerinnen und Künstler: Annette Rider (Malerei), Sylvia Zeeck (Malerei und Kratzbilder) und Jürgen Eichler mit 3-D-Aufnahmen.

Das Duo Gaby Weber-Wagnitz (Querflöte) und Uli Zeitler (Klavier) sorgten bei der Vernissage für die musikalische Untermalung und für eine inspirative Stimmung. Mit einem reichhaltigen Buffet wurden die Gäste bewirtet und es wurden Spenden als Dank für den Hort gesammelt, der seine Räume kostenfrei für die Vernissage zur Verfügung stellte.

Eine Mitmach-Fotoaktion fand an einer von Sylvia Zeeck gestalteten Fotowand statt.

Kunstmeile in der Bahnhofstraße und noch ein Stück mehr!
Die Geschäfte ziehen sich über die gesamte Bahnhof- und Goltzstraße. Aber die Kunstwerke-Meile startet schon vor der S-Bahn in der Wünsdorfer Straße bei „Friesecke Passende Versicherungen“ mit der „Haus-Künstlerin“ Liane Matia. Im Restaurant/Pizzeria Principessa zeigt Ute Lempp ihre Malerei und im BlumenEck in der Hilberstraße zeigt Petra Wündisch ihre Bilder. Weiter geht es dann zur Edith-Stein-Bibliothek in die Briesingstraße, in der zu den Öffnungszeiten gleich vier Künstlerinnen und Künstler ihre Werke präsentieren. Auch etwas abgelegen wird Kunst im Bürgerbüro der Abgeordneten Melanie Kühnemann-Grunow (MdA; SPD) in der John-Locke-Straße 19 präsentiert.

Hier zeigt Künstler Harald Domagalla in seinen Kunstwerken, dass er ein ganz besonderer Eisenbahnfan ist. Es sind jedoch die eingeschränkten Öffnungszeiten zu beachten. Auf der anderen Seite der Bahnhofstraße endet die Kunstmeile in der „Wolleria“ am Kirchhainer Damm mit der Künstlerin Erika Winterstein (Malerei und Objekte) und bei der Wilhelm Lingsch KG (Beginn Lichtenrade Damm) mit der Malerei von Marianne Fehr. Viel Kunst im Kiez, nah und alltäglich greifbar.
Eindrücke von Schaufenstern in der Bahnhofstraße...
lichtenrader kunstfenster moser 2018 8






Auf dieser Übersicht sind einige kleine Lücken, die mittlerweile gefüllt sind...
Ausschließlich ehrenamtliche Organisation und wie alles entstand

Das 11. Lichtenrader Kunstfenster wurde in diesem Jahr erstmals ausschließlich ehrenamtlich und unabhängig von einem achtköpfigen Team, bestehend aus drei Geschäftsleuten (Anneliese Friesecke, Astrid Klein, Katja Tiedtke) und fünf Künstlern (Liane Matia, Dorothea Paschke, Manfred Raß, Sylvia Zeeck und Horst Zeitler) organisiert. So versprechen sich die Organisatoren eine persönliche Nähe zu den Künstlern und mehr Flexibilität in den Vorbereitungen. Doch blieb es bei dieser Unabhängigkeit nicht aus, dass auch Gelder für die Werbung, die Plakate und für die Vernissage benötigt wurden. Daher gab es erstmals eine Teilnahmegebühr von 10 Euro pro Künstler. Die Veranstalter haben hautnah gespürt, dass in eine solche Veranstaltungsreihe viel Kraft und Energie gesteckt werden muss. Aber es hat sich gelohnt!

Dieses Event ist aus Lichtenrade gar nicht mehr wegzudenken und schreibt mit seinen jährlich wechselnden Organisationsteams schon ein wenig Geschichte. Ursprünglich wurde das Kunstfenster in Lichtenrade und Tempelhof gemeinsam vom Bezirksamt unter der Leitung von Wilfried Postier (der ehemalige Leiter des Heimatmuseums Tempelhof/Mariendorf) organisiert. Als Wilfried Postier 2009 verstarb, fiel das Kunstfenster in einen siebenjährigen Dornröschenschlaf. Dann wurde es 2016 wieder wachgeküsst. Mit einem engagierten Team aus Veranstaltern, Geschäftsleuten und Künstlern erblühte das Event zu neuem Leben. Während 2016 und 2017 noch eine finanzielle und werbetechnische Unterstützung vom Bezirk und dem Aktiven Zentrum Bahnhofstraße dem Event auf die Beine half, organisieren nun im dritten Durchlauf Künstler und Geschäftsleute autonom diese Veranstaltung.

Vielfältige Malereien, Grafiken, Collagen, Fotografien, plastische Werke zum Beispiel aus Holz oder Pappmaché, Porzellan, Schmuck und Kunstdrucke können im September in den Schaufenstern der Geschäfte bestaunt und auch erworben werden. Die teilnehmenden Künstler kommen überwiegend aus Lichtenrade oder den angrenzenden Bezirken. Einige Künstler konnten aus Ihrem „Schattendasein“ herausgelockt und motiviert werden. Nun werden ihre beachtlichen Werke der Öffentlichkeit präsentiert: „Lassen Sie sich überraschen, wie viel Kreativität im Süden der Stadt zu entdecken ist.“

Begrüßten von Künstlerseite die Gäste: Horst Zeitler und Sylvia Zeeck
„Über Monate wurde dynamisch, fröhlich und sehr einig organisiert,“ berichten die Veranstalter. Bewerbungsbögen wurden entworfen, das Plakat gestaltet, Künstleraufrufe getätigt, Geschäfte angeschrieben und abgelaufen, Geschäftsleute wurden motiviert, Künstler vermittelt, Anrufe entgegengenommen: „Es wurde hoffentlich dafür gesorgt, dass alle zufrieden sind.“ Ein besonders aufmerksamer Spaziergang durch Lichtenrade wird im Monat September ein echter Kulturlustgang. Abschließend ist zu sagen, dass natürlich die Künstler gerne auch ihre Werke verkaufen.

Thomas Moser (alle Fotos)


 

Die Nachmittagssonne brennt noch mit voller Intensität, als der Lichtenrader Schriftsteller Raimund Bayer mit seinem Fahrrad vor dem Café & Restaurant Rosengarten in Mahlow-Waldblick eintrifft.
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Gleich vor den südlichen Toren von Berlin, nur wenige Schritte vom Ortsteil Lichtenrade entfernt, sind wir zum Interview verabredet. Dieser Ort ist nicht ganz zufällig gewählt, denn er ist in der Polit-Krimi-Trilogie immer wieder ein örtlicher Bezugspunkt für den Hauptprotagonisten. Der dritte Teil von „Grenzüberschreitung“, ein spannender Krimi mit erschreckenden Umweltaspekten, ist im Sommer 2018 erschienen.

Drei ganz unterschiedliche Schwerpunktthemen bilden den Rahmen der Polit-Krimi-Trilogie von Raimund Bayer. Sein erstes Werk „Grenzüberschreitung - Die Rückkehr“ beschäftigt sich mit der Zeit um 1989 rund die Wiedervereinigung und einen Treuhand-Milliardenskandal. Der zweite Teil „Grenzüberschreitung - Das Projekt Noah“ beleuchtet die Zeit um 2015 und wie die Flüchtlingssituation Deutschland verändert hat. Der dritte Teil „Grenzüberschreitung - Der Abschied“ ist mit dem Hauptthema Klimawandel für Bayer die logische Fortsetzung. Das Buch hat einen ausgeprägten fiktionalen Teil mit Blick in die Zukunft und auf künstliche Intelligenz, wie vielleicht Teile der Menschheit überleben können: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Mensch alleine und die Weltgemeinschaft dieses globale Problem lösen kann.“ Das Gleichnis der Arche Noah war Vorbild für den Hobbyschriftsteller.

Schreiben ist Passion: Ich bin kaum noch zu bremsen!

Der agile und umtriebige pensionierte Lehrer und ehemalige Abgeordneter ist nunmehr Schriftsteller mit Haut und Seele. Raimund Bayer (68) lebt mit seinen Büchern, wenn er Ideen sammelt und die Geschichten schreibt. Seine Frau spricht dann von Besessenheit. Seit seinem Ruhestand im Jahr 2013 kann Bayer seine Passion so richtig ausleben, obwohl andere mit fünf Enkelkindern voll und ganz ausgelastet wären. Durch das Schreiben bekommt Raimund Bayer von der realen Welt manchmal gar nichts mit.

„Wenn man so eine Idee hat, dann kann man nicht aufhören. Man ist auch ein Stück getrieben. Immer wenn ich Ruhe habe fällt mir ganz viel ein. Ob beim Radfahren oder nachts im Bett.“ Dann macht er sich immer Notizen. Etwas verschmitzt sagt Bayer zu einem anderen Ort für seine Ideen: „Das darf man an sich gar nicht sagen: Wenn ich in der Kirche sitze…“ Raimund Bayer lebt mit seinen Büchern und geht darin voll und ganz auf!

Der Lichtenrader Pensionär schreibt schon viele Jahrzehnte für sein Leben gern: „Für mich ist es das schönste Hobby, das ich mir vorstellen kann.“ Schreiben ist seit seinem Ruhestand jedoch seine Passion geworden: „Ich bin kaum noch zu bremsen.“

Die Grundidee und der grobe Rahmen brauchen erst einmal Zeit. Mit Hilfe des Autorenprogramms „Papyrus“ können Strukturen gut entwickelt werden. Nach und nach kommen viele Details dazu und es verdichtet sich. Die Personen fangen an zu leben. Er schreibt schon mal ganze Nächte durch und vergisst die Zeit: „Wenn ich schreibe, ist es wie ein eigenes Leben.“ Wenn das Buch fertig ist, wird es noch mehrfach durchgearbeitet und in das richtige Format gebracht. Sein letztes Werk hat er erstmals professionell lektorieren lassen. Das Titelbild hat Bayer selbst gestaltet. Mit seinem neuesten Buch nimmt er am Wettbewerb für Autoren „kindle storyteller 2018“ teil.

„Der Abschied“ von der Trilogie

Wenn man mit Bayer über Familie, Hobbys und das Leben spricht, hat der Autor eine äußerst positive Ausstrahlung. Wenn Raimund Bayer über sein aktuelles Thema rund um den Klimawandel und die Bevölkerungsentwicklung spricht spürt man, dass er äußerst sorgenvoll und skeptisch in die Zukunft blickt. In der Politik, in der Bayer selbst aktiv tätig war, sieht er zurzeit keine Ansätze und den Willen wirklich umzusteuern. Und da nimmt er seine Partei, die SPD, auch kein bisschen aus. Die Politik müsste schon längst gehandelt haben, aber könnte immer noch handeln. Bayer ärgert sich beispielsweise über die Macht der Autoindustrie und über die zahnlose Politik: Politik müsste stark sein. Es müssten in dieser wichtigen Frage rigorose Einschnitte vorgenommen werden und beispielsweise auch über das Geld massiv gesteuert werden. Man dürfe sich mit Arbeitsplätzen nicht erpressbar machen und keine Klientelpolitik betreiben: „Man muss doch erst mal die Lebensgrundlagen erhalten!“ Für Raimund Bayer ist die Umwelt das Hauptthema und auch eine soziale Frage, die in der Politik und bei allen Parteien im Mittelpunkt stehen müsste.
Cover Der Abschied
Jedes Buch ist für sich spannend und hat einen eigenen Spannungsrahmen, der Lust auf mehr macht. Raimund Bayer ist jedoch davon überzeugt, dass die Trilogie erst die volle Kraft entfaltet, wenn man alle drei Teile gelesen hat. Bestimmte Namen, Personenkonstellationen, Phasen und Ereignisse werden nach den Ausführungen des Autors erst richtig deutlich, wenn man die ersten beiden Bücher gelesen hat. Am Ende dieses Berichtes wird ein kleiner Inhaltsüberblick veröffentlicht.

Schreiben und kein Ende: Ideen sind schon vorhanden

Nach einer kleinen schöpferischen Sommerpause will Raimund Bayer weiterschreiben. Das steht fest! Er hat noch viele Pläne. Wenn er darüber ins Erzählen kommt blüht er richtig auf. Sein Erstlingswerk über das Leben im Ruhestand „Mit 65 fängt ein neues Leben an – Gesund und aktiv in den Ruhestand“ will er nach vielen Leserrückmeldungen überarbeiten und ergänzen. Der Titel steht so gut wie fest: „Was sucht die Laus auf meiner Leber?“

Seine zweite Idee stammt daher, dass er seinen Kindern, als sie noch klein waren, täglich abends an ihren Betten viele erfundene Geschichten erzählte: „Erst dann wollten sie einschlafen. Im Mittelpunkt stand immer Claudia, ein kleines Mädchen im Alter unserer Kinder. Claudia erlebte jeden Tag etwas Neues, lachte, weinte und musste in ihrer kleinen Welt zurechtkommen. Sie kam zurecht und mit ihr auch meine Kinder, die sich darüber freuten, dass ihre Claudia so ein tolles Mädchen wurde.“ Seine Kinder würden gerne, dass er die Geschichten aufschreibt. Dann könnten sie wiederrum ihren Kindern diese Geschichten vorlesen. Bayer meint, er kann sich an viele Geschichten gar nicht mehr erinnert. Aber mit Hilfe seiner Kinder kann aus diesem Projekt sicher doch was werden.

Sein drittes Projekt ist ein Liebesroman, wofür jedoch noch die zündende Idee fehlt. Als Raimund Bayer dies erzählte merkte man, wie es in seinem Kopf schon wieder arbeitet: „Auf jeden Fall kann ich nicht aufhören!“

Ein bewegtes Leben: Vom Bauernhof in die Traumstadt

Nach 8 Jahren Volksschule hat er eine Ausbildung als Jungwerker bei der Deutschen Bundesbahn absolviert und dann das Abitur mit Abendgymnasium und Internat auf dem 2. Bildungsweg gemacht. Der in einem Dorf mit vielen Geschwistern aufgewachsene Rheinland-Pfälzer Raimund Bayer hat Geschichte und Deutsch an der Erziehungswissenschaftlichen Hochschule Landau/Pfalz studiert: „Ich habe das Geld für mein Studium überwiegend durch Kloputzen verdient.“

Vor über 40 Jahren hat es ihn dann nach Berlin gezogen. Eine Stadt, die Bayer schon immer fasziniert hat: „Sozusagen vom Bauernhof in meine Traumstadt.“ In Berlin hat er als Lehrer in einer Neuköllner Gesamtschule angefangen, eine Schulrichtung, die er als Sozialdemokrat als ein Idealmodell betrachtete. Dann holte er seine Familie nach. Nach drei Jahren wurde Bayer der damals jüngste Rektor an einer Berliner Gesamtschule und hat Neukölln 28 Jahre seine Treue gehalten. Nebenbei war er immer politisch aktiv, erst als Bezirksverordneter und später im Abgeordnetenhaus. Danach arbeitete er als Schulrat, bevor er Personalratsvorsitzender in der Senatsbildungsverwaltung wurde. Vor 20 Jahren studierte er „Darstellendes Spiel“, was seinem Faible für Schauspiel, Literatur, Drehbücher und Regie kreative Nahrung gab.

Raimund Bayer geht ganz im Schreiben auf und hat seine Erfüllung gefunden. Man kann gespannt sein, was noch alles von Raimund Bayer als Schriftsteller zu lesen sein wird.

Vom letzten Interview im Garten der Familie Bayer - Archivbild aus 2016
Thomas Moser (auch alle Fotos)

Worum geht es im dritten Teil „Grenzüberschreitung-der Abschied“?

Thomas Köster ist die Person, die als Protagonist in den drei Politthriller das Geschehen bestimmt und gleichzeitig Getriebener des Geschehens ist. Mit ihm erleben wir die Geschehnisse in der Zeit, mit ihm leiden wir erwarten von ihm eine Lösung, auch wenn diese Lösung die Geschehnisse dieser Zeit nicht aufheben kann.

Berlin, die Karibik (Dom. Rep.), Israel und Amerika sind die Orte, in denen Geschichte gemacht wird und Geschichte erlitten wird. Die Folgen des Klimawandels werden zuerst am deutlichsten von den verheerenden Stürmen in der Karibik abgebildet, denen die Menschen nichts entgegensetzen können als die Flucht. Dass sich am Ende ein zig-millionenfacher Zug von Südostasien nach Europa wälzt ist der erschreckende Höhepunkt eines irren Raubbaus an der Natur.

Höchstens fünf Prozent der Menschheit wird in eigens ausgewählten Schutzgebieten den Klimawandel und seine Folgen überleben, ausgewählt vom skrupellosen Firmenkonsortium Beta-Goo – und mit dem Segen der Regierungen. Denn die sind unfähig, selbst Antworten zu finden und haben den fünf weltgrößten Unternehmen deshalb die volle Kontrolle übergeben. Beta-Goo soll die Menschheit retten, hat aber in Wahrheit ganz andere Pläne. Währenddessen bedrohen Stürme, Überschwemmungen und Dürren in immer mehr Regionen das Leben der Menschen. Katastrophen in allen Teilen der Welt werden zur Normalität. Millionen Menschen sterben, Abermillionen verlieren ihre Heimat. Lediglich eine kleine Gruppe von Spezialisten durchschaut das perfide Spiel. Mit hoch entwickelter künstlicher Intelligenz greifen sie in den Kampf um die Zukunft des Planeten ein.

Persönliche Website des Autors: https://raimundbayer.jimdo.com/%C3%BCber-mich/

Die Bezugsquelle für die Druck- sowie E-Book-Ausgaben über die Autorenseite oder direkt bei Amazon: https://www.amazon.de/Raimund-Bayer/e/B01HFGXSAU/ref=ntt_dp_epwbk_0

Der erste Bericht über den Autors in der Lichtenrader Internetzeitung: http://weblog.lichtenrade-berlin.de/archive/2016/11/01/raimund-bayer-und-ein-spannender-polit-thriller.htm


 

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