Die Berliner Zeitung berichtete am 22. Mai 2018 als erste Tageszeitung, dass vermehrt über neue Straßenbahnlinien nachgedacht wird. Auch Lichtenrade wurde dabei ins Gespräch gebracht. Dabei wird von einem Entwurf eines Bedarfsplans für den öffentlichen Personennahverkehr gesprochen, der gemeinsam von Senatsverkehrsverwaltung und dem Center Nahverkehr Berlin (CNB) erstellt wurde. Ein solch massiver Ausbau sei bislang nach Zeitungsangaben in keinem offiziellen Konzept vorgeschlagen worden. Politisch abgestimmt und entschieden ist jedoch noch gar nichts. Auch ist eine Finanzierung völlig offen. Im Senat gibt es aktuelle Stimmen, die den Straßenbahnausbau im Gegensatz zum U-Bahn-Ausbau aus Kostengründen bevorzugen.
Strassenbahn Ausbau bedarfsplan Entwurf
Die Straßenbahnen sind auch für die ehemaligen West-Bezirke angedacht. So wird vorgeschlagen, dass die Strecke der ehemaligen Straßenbahnlinie nach Lichtenrade wieder aktiviert wird. Das würde nach den Plänen heißen, dass von Alt-Mariendorf die Linie nach Lichtenrade geführt werden soll. Nach einer Entwurfskarte sieht es so aus, dass die Straßenbahn auch durch die Bahnhofstraße geführt werden würde. Bedacht wurden vermutlich nicht die aktuell geplanten Änderungen in der Bahnhofstraße, die im Rahmen des Aktiven Zentrums Lichtenrade entwickelt wurden. Aus der Planungskarte kann man auch die Idee einer Straßenbahnlinie zwischen Steglitz, Lankwitz, Marienfelde, Buckow/Gropiusstadt und Johannisthal ersehen; damit würde der Lichtenrader Norden auch tangiert werden. Für diese Linien wird jedoch davon gesprochen, dass sie -wenn überhaupt- erst nach 2035 entstehen würden.

In Lichtenrade fuhr schon mal eine Straßenbahn

Diese Idee kommt in Lichtenrade immer wieder auf, zumal bis 1961 eine Straßenbahn fuhr. Die erste Straßenbahnverbindung der Linie 99 von Lichtenrade bis Seestraße Ecke Togostraße, später mit wechselnden Zielen, wurde am 17. Oktober 1928 eröffnet.

Die Streckenlänge betrug 24,2 Kilometer und die Fahrzeit betrug 87 Minuten.

Die Linie führte auf dem Mittelstreifen zwischen Lindenbäumen bis zum Ende des Lichtenrader Dammes, dann durch die Bahnhofstraße und hatte die Kehrschleife auf dem heutigen Pfarrer-Lütkehaus-Platz. Diese Straßenbahnlinie soll die Linie gewesen sein, die die längste gerade Strecke fuhr. Die Straßenbahn wurde in der Nacht zum 1. Oktober 1961 durch den Bus A 76 nach Alt-Mariendorf ersetzt. Historisches zur Straßenbahn und zu den anderen Verkehrsmitteln kann auf der Lichtenrade-Website www.lichtenrade-berlin.de (genauer Link siehe unten) nachlesen werden.

Experten beraten über den Nahverkehr der Zukunft

In der Berliner Zeitung heißt es zu den aktuellen Ideen: „Das Kartenwerk, das auch die S-Bahn und den Regionalverkehr berücksichtigt, wurde im April Experten vorgestellt, die an der Fortschreibung des Nahverkehrsplans für 2019 bis 2023 arbeiten.“ Die Entwürfe können auf der CNB-Internetseite betrachtet werden. Auf der Website von CNB heißt es u.a. zum Prozess der Diskussionen: „Das „Forum Nahverkehr Berlin“ ist eine Veranstaltungsreihe, die durch die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz in ihrer Rolle als ÖPNV-Aufgabenträger seit dem Jahr 2006 regelmäßig durchgeführt wird. Die Inhalte der NVP-Foren orientieren sich am jeweiligen Stand des NVP-Prozesses (Planung und Umsetzung) sowie den aktuellen Themen des ÖPNV in der Hauptstadt. Die Foren richten sich an die Fachöffentlichkeit, aber auch an ein breiteres Publikum aus der Politik, den Bezirken, Unternehmen, sowie Verbänden und Vertreter unterschiedlicher Interessensgruppen. Experten aus der Verwaltung sowie externe Referenten aus Wissenschaft und Praxis unterstützen Anlass bezogen die Diskussionen. Mit der Fortschreibung des Berliner Nahverkehrsplans für die Jahre 2019-2023 legt das Land Berlin die planerische und administrative Grundlage für die Ausgestaltung und Weiterentwicklung von Leistung und Qualität im Berliner ÖPNV.“

Diskussion über eine U-Bahn-Verlängerung im Bezirk

Erst kürzlich hat die CDU Tempelhof-Schöneberg als Idee die Verlängerung der U-Bahnlinie 6 von Alt-Mariendorf nach Lichtenrade vorgeschlagen und fand damit zumindest in den sozialen Medien große Beachtung (Link zur Lichtenrader Internetzeitung; u.a.: https://www.lichtenrade-berlin.de/news/aktuelle-news-internetzeitung/1131-cdu-tempelhof-schoeneberg-legt-nach-u-6-nach-lichtenrade ).

Thomas Moser

Link zum Center Nahverkehr Berlin (CNB): http://www.cnb-online.de

Historisches zum Verkehr: https://www.lichtenrade-berlin.de/historisches-bahn-und-verkehr


 

Antworten der Berliner Wasserbetriebe und vom Bezirksamt auf eine Mündliche CDU-Anfrage

Der Bahnübergang an der Säntisstraße ist seit einigen Wochen für eine lange Zeit geschlossen worden. Nur eine provisorische nicht behindertengerechte Fußgängerbrücke, über die sich viele Anwohner ärgern, ist an dieser Stelle die einzige Verbindung. Dies hängt hauptsächlich mit den Bauarbeiten zur Dresdner Bahn zusammen. Auch die Lichtenrader Internetzeitung berichtete darüber.

Kürzlich wurde die Redaktion von Seiten eines Anwohners darauf hingewiesen, dass die Arbeiten von den Berliner Wasserbetrieben noch nicht gestartet sind und somit eine Vollsperrung noch gar nicht nötig gewesen wäre. Bei einer öffentlichen Versammlung der Bürgerinitiative Dresdner Bahn nahmen auch Bahn-Vertreter Stellung. Zum verzögerten Baubeginn an der Säntisstraße wurde insbesondere an die Berliner Wasserbetriebe verwiesen. Die Redaktion nahm jetzt mit den Wasserbetrieben Kontakt auf. Die Antwort vom 22. Mai 2018, die doch abweichend von den Bahnauskünften sind, wird folgend abgedruckt.

Im unmittelbaren Anschluss wird die Beantwortung einer Mündlichen Anfrage des CDU Bezirksverordneten Christian Zander veröffentlicht, in der von Kampfmitteluntersuchungen gesprochen wird. Auf den Kampfmittelverdacht machte vor einiger Zeit ebenfalls ein Anwohner aufmerksam.


Foto Thomas Moser

Antwort der Berliner Wasserbetriebe

Die Berliner Wasserbetriebe sind sich bewusst, dass die Situation vor Ort für die Lichtenrader ein gravierendes Problem darstellt und tun alles, um ihren Teil der Bauarbeiten schnell zu erledigen. Das sind:

Umverlegung von

- 180m Schmutzwasserkanal, DN 500

- 180 m Regenwasserkanal, DN 2000

- Ausbau von 230 m Abwasserdruckleitung, Totlegung von weiteren 2.520m Abwasserdruckleitung

- Auswechslung von knapp 100 m Trinkwasserleitung DN 150.

Ursprünglich hatten wir der Bahn einen Baustart im Oktober 2018 kommuniziert. Aufgrund der Situation vor Ort haben wir uns um eine Beschleunigung bemüht und befinden uns derzeit in der Ausschreibungsphase. Sollte alles planmäßig verlaufen und die Bahn alle Grundstücke, die für die Leitungsverlegung benötigt werden, erworben haben, können wir im Juli 2018 mit den Bauarbeiten beginnen.

 

Anfrage der CDU bei Bezirksamt

Die Stadträtin Christiane Heiß beantworte die Mündliche Anfrage des Bezirksverordneten Christian Zander (CDU) für das Bezirksamt am 11. Mai 2018 folgt:

Frage

Wann sollen die Arbeiten bzw. Vorarbeiten durch die Leitungsträger am Bahnübergang beginnen, die eigentlich schon ab Ende März 2018 vorgesehen waren?

Antwort

Bevor die Arbeiten der Leitungsbetriebe dort begonnen werden können, sind zunächst vorhergehende Kampfmitteluntersuchungen durchzuführen. Mit diesen soll kurzfristig begonnen werden.

Frage

Weshalb wurde trotz dieser Verzögerung der Bahnübergang an der Säntisstraße gesperrt und ist bei absehbarer längerer weiterer Verzögerung beabsichtigt bzw. wird vom Bezirksamt bei den zuständigen Stellen angeregt, den Bahnübergang bis zur Aufnahme der Arbeiten wieder für den Verkehr freizugeben?

Antwort

Die DB AG hat dem Bezirksamt mitgeteilt, dass der vorhandene Bahnübergang nicht mehr den technischen Vorschriften hinsichtlich der Sicherungstechnik entspricht und diesen entsprechend gesperrt.


 

Der Kinder- und Jugendclub ist zwar in die Jahre gekommen, wird jedoch nach wie vor gut angenommen. Vielen Lichtenraderinnen und Lichtenrader verbrachten hier viele Stunden ihrer Freizeit. Besonders beliebt war das kleine „Freibad“ im Garten der ehemaligen Villa, dass für viele Kinder und Jugendliche ein besonderer Anziehungspunkt war.

Zur Geschichte informierte der langjährige ehemalige und erst kürzlich verstorbene Einrichtungsleiter Volker Wallbaum die Redaktion der Lichtenrader Webseite.

Vom amerikanischen Offiziersclub zum Jugendclub

Die 1936 vom Bauunternehmer Bartels gebaute Villa hat mittlerweile eine 70jährige Geschichte als Jugendclub vorzuweisen. Die Geschichte begann sogar schon 1945 direkt nach dem 2. Weltkrieg, als die Russen in diesem Haus ein Jugenheim für die Vorgänger der FDJ eröffneten. Nach der Sektoreneinteilung und dem Weggang der russischen Besatzungsmacht übernahmen die Amerikaner das Haus und richteten zuerst einen Offiziersclub ein.

Dieser Offiziersklub wurde Anfang des Jahres 1948 von einer anderen amerikanischen Einheit übernommen, die daraus ein Jugendheim machte. Die Verbindungsoffiziere zwischen dem Jugendclub und der amerikanischen Armee waren zwei waschechte Amerikaner mit dem altdeutschen Namen Oberst Meier und Oberst Müller. Beide Offiziere wollten einen deutschen Leiter einsetzen. Sie sprachen deshalb den Direktor der nahen Ulrich-von-Hutten-Schule Dr. Theodor Feigel an. Und der hatte für dieses Projekt sofort Verständnis. Er bat einen jungen Lehrer sozusagen nur halbtags im Schuldienst zu sein und den Rest seines Dienstes im Jugendclub abzuleisten. Dieser Lehrer war Dr. Tüllmann. Am 1. April 1948 wurde der Jugendclub unter amerikanischer Leitung eröffnet.

In einem Bericht des ehemaligen Lichtenrader Erhard Scheffler heißt es: „"Ich kann mich noch gut an die Anfänge des GYA-Club mit Dr. Tüllmann im Jahr 1948 erinnern. Im 1.OG wurde ein Werk- und Materialraum eingerichtet. Zu den Räumen hatte ich von Dr. Tüllmann vertrauensvoll die Schlüssel erhalten. Durch die Berlin-Blockade (24.6.1948 - 12.5.1949) hat sich das Arbeitsthema Flugzeugmodelle von den "Rosinenbombern" herzustellen angeboten. Bei den Verbindungsoffizieren sind die Arbeiten gut angekommen, dass sie als Belegexemplare irgendwo ausgestellt wurden. Dr. Tüllmann, von uns "Tülle" genannt, war auch einer von unseren Lehrern. Durch seine guten Verbindungen war es möglich einen Schulausflug auf den Tempelhofer Flughafen zu machen. So konnten wir den Ablauf der Luftbrücke aus nächster Nähe erleben. Als Höhepunkt hat uns der Erfinder der kleinen Fallschirme, Pilot Gail Halvorsen, mit einem Imbiss und ein paar süßen Geschenken begrüßt und durch seine Maschine geführt. Natürlich war am nächsten Tag der Aufsatz "Die Luftbrücke" fällig."

Die Kinderarbeit übernahm Frau Bettina Dickmann. Als das Jugendprogramm der amerikanischen Armee das "GYA-Programm" (German Youth Activities) verkleinert wurde, wurde das Haus mit dem gesamten Inventar dem Bezirksamt Tempelhof, Abteilung Jugend und Sport, übergeben. Aus dieser Arbeit entstand die Basketballabteilung des VFL Lichtenrade, aus der auch die Nationalspielerin Uschi Stein (Hausstein) hervorging.

1953 stieg dann das Bezirksamt ein… und ein beliebtes Schwimmbad

Die Übernahme des Hauses im 13. Verwaltungsbezirk vollzog man zum 1.7.1953 in aller Stille. Der stellvertretende Bürgermeister von Tempelhof, Bezirksstadtrat Burgemeister, übernahm am 26.6.1953 von Oberst Lynch, einem Beauftragten des amerikanischen Stadtkommandanten von Berlin, den Lichtenrader GYA-Club in bezirkliche Verwaltung.  Mit Wirkung vom 30.6.1953 wurde das im Jahr 1946 eingerichtete GYA-Programm von den amerikanischen Behörden in Berlin abgeschlossen. Neben der Übergabe dieses Clubs übermittelte der US-GYA-Offizer Captain O´Quinn dem Bezirksamt Tempelhof eine großzügige Spende (5.000 Mark) und reichhaltiges Material.

In einem Artikel der Berliner Morgenpost aus dem Jahr 1953 hieß es u.a.: „Nach Ansicht des Tempelhofer Jugenddezernenten, Bezirksstadtrat Dümchen, ist das Klubhaus für die Jugendarbeit besonders geeignet...Das wertvollste „Stück“ ist jedoch ein 8 mal 15 Meter großes Schwimmbecken. Er bietet der Lichtenrader Jugend die einzige Möglichkeit, in ihrem Ortsteil zu schwimmen.“ 1954 wurde berichtet: „Fast 3000 Besucher kommen jeden Monat in das Jugendheim...7.200 Mark muß das Bezirksamt in jedem Jahr an Miete zahlen. Als der Eigentümer noch mehr Geld haben wollten, entschlossen sich die Beamten zum Kauf des Hauses.“

1955 wurde im Jugendheim ein „Jugend-Go-Club“ errichtet.

Der Berliner Telegraf berichtete am 17.1.1956: „Am Sonnabend war Jubiläumsturnier mit Geburtstagsgeschenk. Dr. Loewa vom Berliner Go-Club überreichte den Lichtenradern ein Geschenk des japanischen Botschafters ein echtes japanisches Go-Tischchen mit Original Spielsteinen aus Muscheln und Schiefer.“

Ein weiterer Schwerpunkt war bis in die siebziger Jahre die Musik. Besonders in der Zeit vom Heimleiter Adolf Schwericke, der Berufsoffizier und Musiker war.

1973 übernahm Volker Wallbaum vom Jugendamt Tempelhof die Einrichtung. Die erste Fahrt mit den Jugendlichen ging nach Krottendorf in Österreich.

Prominente Zeitgenossen im LortzingClub

Von prominenten Zeitgenossen und ehemaligen Besuchern berichtete die Morgenpost 1978: „So exclusiv, wie heute noch die Schwimmmöglichkeit, so prominent wurden inzwischen die ersten Gäste, zu denen vor 25 Jahren der jetzige Fernsehkorrespondent Lothar Loewe und auch der Synchronregisseur Rainer Bertram gehörten. Als Jugendliche tobten sie über das Gelände des Freizeitheimes an der Lortzingstraße in Lichtenrade.“ Seit 1991 konnte das Schwimmbad wegen notwendigen erheblichen Bau- und Instandsetzungsarbeiten nicht mehr genutzt werden. Geschätzt wurde eine Investition von 100.000 DM.
In der Berliner Woche wurde Anfang 2016 berichtet: "Zwischenzeitlich in Vergessenheit geraten war, dass in der ersten Zeit nach 1945 die später berühmt gewordene Malerin Ruth Baumgarte (1923-2013) aus Karlshorst ein Atelier im Lortzingclub hatte. Dies hat die gemeinnützige „Kunststiftung Ruth Baumgarte“ in Bielefeld herausgefunden, die das Leben und Werk der Malerin erforscht. Demnach landete die Malerin nach der Zwangsräumung von Karlshorst vorübergehend in Lichtenrade, wohnte in der Alvenslebenstraße und gab aushilfsweise Zeichenunterricht an der Ulrich-von-Hutten-Schule. „Ferner wissen wir, dass sie für kurze Zeit in einem Jugendheim in Lichtenrade gearbeitet hat. Es heißt, das Haus habe ein Schwimmbad besessen und sei ursprünglich die Villa eines Industriellen gewesen", so die Bielefelder Kunststiftung. Damit war klar, dass das nur die Bartel-Villa sein konnte."

Ein gemeinsamer Rückblick und die Hoffnung auf eine gute Zukunft
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Am 1.7. 2004 wurde die pädagogische Bezirkseinrichtung vom Jugendamt an den Träger AHB-Berlin Leipzig übergeben. Zurzeit leitet Carola Thiede die Einrichtung: „Das Team ist immer für euch da! Es spielt mit euch, bastelt, verkauft Getränke und Snacks, spricht mit euch über aktuelle Dinge, macht mit euch die Hausaufgaben, macht für euch ein Feuer, kocht leckere Sachen, behebt Computerprobleme, spielt Kicker und Billard – Ligretto bis zum Umfallen -, versucht, Liebeskummer zu beheben, macht mit euch Ausflüge, ist immer fair – unparteiisch noch dazu -, unterstützt eure Interessen und ist einfach für euch da, – wenn ihr es wollt.“

ZWEI VERANSTALTUNGEN IM LORTZINGCLUB

Mit vielen Veranstaltungen ist auch immer der Lichtenrader Gerhard Moses Heß vertreten. Am 3. Juni 2018 lädt er im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Salon Hermione“ zu der 6. Veranstaltung ein, die an die Geschichte vom LortzingClub erinnert: „…mit vielen Zeitzeugen, Fotos, Dokumenten und Klassik-Rock von der „Ellebasswoodband.“
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Heß macht sich um den Erhalt der Einrichtung Sorgen, da sie zwar nicht inhaltlich aber von der Bausubstanz in die Jahre gekommen ist. Der Eintritt ist frei und der „Austritt mit Hut.“ Eine Voranmeldung wäre schön: 0163/34 17 053.
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UND EINE WEITERE VERANSTALTUNG:

ritterfest lortzingClub2018 70Jahre

Thomas Moser

http://www.lortzing.club

Viele Geschichten rund um den LortzingClub kann man auf der Website www.lichtenrade-berlin.de nachlesen. Bei "Suchen" einfach "Lortzing" eingeben und stöbern...

Historische Info ungekürzt: https://www.lichtenrade-berlin.de/historisch-lortzingclub

Aktuelle Fotos Thomas Moser


 

Für was Google doch alles gut sein kann. So hilft auch "Street View" von Google sich an die Vergangenheit zu erinnern. Hier kann man noch Aufnahmen von vor 10 Jahren sehen, als der Kirchhainer Damm in Lichtenrade noch fast den Charakter einer Dorfstraße hatte. Nunmehr ist die Strecke ins Umland schon seit Jahren vierspurig durchgehend vom Lichtenrader Damm bis zur Stadtgrenze ausgebaut.
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Übrigens, wo ist denn das Lichtenrade-Ortsteilschild geblieben? Wer kümmert sich darum?

Hier zwei Fotos aus dem Archiv Moser

Hans U. Scholz aus Lichtenrade machte die Redaktion der Lichtenrader Internetzeitung auf die Google-Fotos im Internet aufmerksam. Die Aufnahmen werden von Fahrzeugen von Google aufgenommen und als Panoramabild zusammengefügt. So kam es dann beim Kirchhainer Damm zur "Abkürzung": Kirainer Damm. Diese "Fotomontage" von Google wird hier aus Datenschutzgründen nicht gezeigt (dafür ist der Link unten anzuklicken). Hans U. Scholz hat ein wenig bei Street View gestöbert und fand auch einige neuere Geschäfte in Lichtenrade nicht: „Vielleicht entdeckt die eine oder der andere, wie sie Fahrrad fährt oder er seinen Hund ausführt.“ Aber keine Angst, Personen werden von Google unkenntlich gemacht. ToM

Der Link zu Street-View/“Kirainer Damm“: https://www.google.de/maps/@52.3818226,13.4139792,3a,75y,18.22h,91.35t/data=!3m6!1e1!3m4!1s_lWcPhgddsiH8RjnsWa4Dw!2e0!7i13312!8i6656


 

Der Kiezreporter sagt DANKE! Die 1.111-Marke für Likes wurde Mitte Mai 2018 geknackt! Ich freue mich und sage Danke für Ihr und Euer Vertrauen. Über Empfehlungen freue ich mich: https://www.facebook.com/KiezReporter.Moser

Euer Kiezreporter Thomas Moser

facebook kiezreporter1111


 

Bei uns können Sie was erleben – seien Sie dabei!! ... so lautete es in der Einladung der Bürgerinitiative "Rettet die Marienfelder Feldmark", die bereits seit 33 Jahren für den Erhalt der inszwischen letzten Feldmark im Süden von Berlin kämpft.

Unter diesem Motto hatte die BI für den 13. Mai 2018 Bürger und Vertreterinnen und Vertreter aus der Politik eingeladen. Die "Feierstunde" fand mit musikalischer Unterstützung durch Mitglieder des Bläserchores „Lazarus“ bei strahlender Sonne am südlichen Ende des Wäldchens am Königsgraben statt. Für Kuchen und Getränke hatte die BI gesorgt.

Die Informationstafel wurde feierlich im Beisein von Vertretern von Initiativen, von Bürgerinnen und Bürgern und Politikern enthüllt. Direkt daneben befinden sich der Gedenkstein und die Gedenktafel an die Gründerin der BI Ingetraud Müller. Es gibt noch viele weitere Informationstafeln in der Feldmark, die vom Bezirksamt in Zusammenarbeit mit der Naturwacht Berlin aufgestellt wurden. Dort kann man viele Informationen nachlesen. Nun sind auch die Aktivitäten der BI auf einer Tafel nachzulesen. Diese Tafel wurde mit tatkräftiger Unterstützung des NaturRangers aufgestellt. Dank der wichtigen finanziellen Unterstützung der Stiftung Ursula Merz konnte das Vorhaben auch realisiert werden.

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Foto von der Enthüllung mit Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler (2.v.re.) und BI-Vertreterinnen Sieglinde Dürr, Regina Pribyl und Angelika Hille (v.lks.n.re.) (Foto: Oliver Schworck)

Aus der Bezirkspolitik waren Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler und Stadtrat Oliver Schworck (jeweils SPD), der auch für die Umwelt zuständig ist, vertreten. Von der Bundesebene kam der Lichtenrader Abgeordnete Dr. Jan-Marco Luczak - MdB (CDU). In allen Redebeiträgen wurde deutlich, wie groß der Druck auf die letzte wertvolle Naturfläche im Süden des Bezirks geworden ist. Daher soll die Fläche schnellstmöglich unter Natur- und Landschaftschutz gestellt werden. Nach Aussage der Bezirksvertreter sie dies "inszwischen auf gutem Wege."

Auch Bauer Mette, der viele Felder im Umland bestellt, war gekommen. Er stellt am Rand der Felder Ackerstreifen zur Verfügung, damit Insekten und Bienen Nahrung finden können. So sollen auch die Felder geschützt werden, da es immer wieder Hundebesitzer gibt, die für ihre Vierbeiner keinen Halt kennen. Ackerrandstreifen sind Saumbiotope mit hoher ökologischer Bedeutung für den Biotopverbund, als Lebensraum und Nahrungshabitat für Insekten, Reptilien, Vögel und Kleinsäuger. Sie erhöhen die Strukturvielfalt auf oftmals monotonen landwirtschaftlichen Nutzflächen. Die einst weit verbreiteten und artenreichen Pflanzensippen der Ackerrandstreifen sind inzwischen durch verstärkten Dünger- und Herbizideinsatz und die intensive Bewirtschaftung der Äcker hochgradig gefährdet.

Die enthüllte Informationstafel.

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Direkt daneben ist der Gedenkstein und die Gedenktafel der Gründerin der BI Ingetraud Müller.

Von der BI sprach Regina Pribyl (lks) mit Bezirksbürgermeisterin Schöttler und NaturRanger Björn Lindner von der Naturwacht Berlin.

Björn Lindner bat auch um Spenden für die Arbeit der BI.


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Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler

Umweltstadtrat OIiver Schmidt
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NaturRanger Björn Lindner führte interessierte Besucherinnen und Besucher durch die Feldmark und erläuterte die Naturwunder.



Ein Ziel der BI ist es auch, den Wünschen der Industrie und der Bahn entgegen zu treten. Diese würden gerne eine direkte Anbindung vom Schichauweg durch die Feldmark zur B 101 verwirklichen, was eine Zerschneidung der Feldmark zu Folge hätte. Diesem Anliegen widersprach bereits Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler.

Auch Luczak (Foto oben) unterstreicht in einem Gespräch, dass die Feldmark einen wichtigen Wert hat. Ansonsten wäre zu befürchten, dass noch mehr Verkehr durch Lichtenrade fließen könnte bzw. angezogen wird.

Die Bürgerinitiative wirbt um ihr langjähriges Anliegen: "Die Marienfelder Feldmark als letzte Feldmark im Süden von Berlin ist ein einzigartiges Areal mit schützenswerter Flora und Fauna sowie Landwirtschaft und muss in seiner jetzigen Form als Naherholungsgebiet erhalten bleiben und darf nicht dem Wohn- oder Gewerbebau preisgegeben werden. Unsere Bemühungen in über 30 Jahren gemeinsamer Arbeit haben wir auf einer Infotafel einmal zusammengestellt." 1989 konnte der Bau einer Großklärschlammverbrennungsanlage und 2008 ein Autoumschlagsplatz in Lichtenrade verhindert werden. 1990 war die BI mit umfangreichen Aufforstungsaktionen am ehemaligen Grenzstreifen befasst. 1996 initiierte die Bürgerinitiative die „Lokale Agenda 21“ in Tempelhof und errichteten 2008 Insektenhotels und einen Waldlehrpfad im Lichtenrader Wäldchen. Der Interkulturelle Generationengarten „Blohm-Garten“ in Lichtenrade wurde unter Beteiligung der BI im Jahr 2009 eingeweiht. Ein konkretes immer noch aktuelles Ziel ist die Umwidmung der Marienfelder Feldmark in ein Landschaftsschutzgebiet. Die BVV hatte dem Vorschlag bereits 2014 zugestimmt. Die BI trifft sich jeden 1. Mittwoch im Monat um 19 Uhr im Tennisclub TV Weiß-Gelb im Franziusweg 114-128.


Die Marienfelder Feldmark ist der letzte Rest der im Bezirk früher weit verbreiteten Landwirtschaftsflächen. Die Felder werden seit vielen Generationen bewirtschaftet und haben daher eine besondere kulturhistorische Bedeutung. Die Feldmark umfasst gegenwärtig ca. 59 ha Fläche. Davon werden über 60% landwirtschaftlich genutzt. Für die Anwohner ist es ein wichtiges Naherholungsgebiet.

Die Bürgerinitiative Rettet die Marienfelder Feldmark ist Mitglied im BUND und NABU. Kontakt kann man über Mail aufnehmen: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Ausführliche Infos https://www.naturwachtberlin.de/

Fotos Thomas Moser (sofern nicht gesondert gekennzeichnet)


 

Berlin-Lichtenrade, 12. Mai 2018 Seit circa 16 Uhr wird in Lichtenrade ein 3-jähriges Mädchen vermisst. Die Polizei machte Lautsprecherdurchsagen und seit Stunden suchen viele Lichtenraderinnen und Lichtenrade, die besonders über die sozialen Netzwerke aktiviert wurden, überall in Lichtenrade. Jeder Stein wurde quasi umgedreht. Bei meiner persönlichen Suche traf ich viele Menschen und sprach mit ihnen. Mit Auto, PKW und zu Fuß sind sie auch im Umland, in Mahlow und in Blankenfelde unterwegs, zumal nicht ausgeschlossen werden kann, dass das Mädchen auch mit der S-Bahn gefahren ist. Die Suche der vielen Lichtenrader ist beeindruckend und zeigt, wieviel Interesse an den Mitmenschen besteht. Sehr erfreulich!

Ich habe die Polizei um nähere offizielle Angaben gebeten, die ich gerne teile, sofern ich sie erhalte.

Um 21 Uhr kam die Meldung über Facebook, dass das Mädchen wieder bei der Mutter ist.

polizeihubschrauber
polizei Berlin

Thomas Moser (auch Fotos)


 

Der neue Lichtenrade-Song könnte "Loch an Loch" heißen. Vor einigen Tagen wurde von einer erneuten Absackung in der Lichtenrader Bahnhofstraße berichtet. Jetzt sieht man das ganze Ausmaß und kann nur noch den Kopf schütteln. Direkt vor Rossmann, in unmittelbarer Nähe des letzten Schadens. Kiezreporter Thomas Moser fragte im Bezirksamt und bei den Berliner Wasserbetrieben nach.

Die schnelle Antwort der Berliner Wasserbetriebe: "Es ist wieder ein Kanal von uns - allerdings diesmal ein ganze anderer: Am 7. Mai haben wir Meldungen über eine Einbruchstelle bekommen: Es handelt sich um einen defekten Regenkanal von 1936. Er besteht aus Beton, der teilweise korrodiert ist.

Nach Inspektion durch unsere Kollegen werden neben der Einbruchstelle 75 m Kanal erneuert. Die Baufirma beginnt morgen damit und ist in etwa 4 Wochen fertig. Während dieser Zeit läuft der Verkehr in beide Richtungen einspurig an der Baustelle vorbei."

Berichte vom letzten Schaden mit Komplett-Sperrung der Bahnhofstraße:

http://www.lichtenrade-berlin.de/news/aktuelle-news-internetzeitung/1070-bahnhofstrasse-wasserrohrbruch-ist-kein-wassserrohrbruch und

http://www.lichtenrade-berlin.de/news/aktuelle-news-internetzeitung/1082-bahnhofstrasse-ist-kurzfristig-wieder-befahrbarhttp://www.lichtenrade-berlin.de/news/aktuelle-news-internetzeitung/1082-bahnhofstrasse-ist-kurzfristig-wieder-befahrbar
Absackung erneut Bahnhofstr Lichtenrade052018 3

... und sah es noch vor wenigen Stunden aus:


Fotos Thomas Moser


 

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