10 Jahre Interkultureller Blohmgarten in Lichtenrade: Aus Grau mach Grün





Der Blohmgarten in Lichtenrade wurde zehn Jahre alt und feierte dies ausgiebig am 17. August 2019 bei einem prachtvollen Sommerfest. Der erste Hingucker war neben der herrlichen Blütenpracht in diesem Jahr, dass die Lichtenrader Künstlerin Sylvia Zeeck etliche ihrer Kunstwerke schön im Garten platzierte und auch ein Kunstwerk verkaufen konnte.

Stadtrat Oliver Schworck hier mit Marlies Königsberg (Unternehmer-Initiative Tempelhofer Damm, die kürzlich das 5-jährge Jubiläum feierten) im Gespräch
Von der Eröffnungsrede vom Stadtrat Oliver Schworck (SPD) waren viele Beteiligte begeistert, zumal er auch noch weitere Jahre für eine Nutzung in Aussicht stellte. Erst kürzlich wurde ein fünfjähriger Verlängerungsvertrag für den Interkulturellen Garten unterschrieben. Nun stehen mindestens weitere 5 Jahre oder sogar noch mehr im Raum. Eine längere Planungssicherheit ist für die Gärtnergemeinschaft und für den Betreiber, das Nachbarschaftszentrum NUSZ der ufaFabrik, besonders für die geplanten nachhaltigen Investitionen sehr wichtig. Die Geschäftsführerin Renate Wilkening war jedoch schon erfreut, dass jetzt zumindest insgesamt weitere 10 Jahre gesichert zu sein scheinen. Diese Freude übertrug sich auch auf die Gärtnerinnen und Gärtner, die sicher das Bezirksamt gerne weiterhin als Vertragspartner an ihrer Seite sehen.

Stadtrat Oliver Schworck schrieb gleich in den sozialen Medien: „Großartig: 10 Jahre Blohmgarten! Als Renate Wilkening vom NuSZ und ich vor 10 Jahren den Nutzungsvertrag unterschrieben hatten, hofften wir, dass es sich gut entwickeln wird. Es ist noch besser geworden, wir wollen diese Einrichtung nicht mehr missen. Danke an alle Engagierten, die mit viel Liebe die Gemeinschaft pflegen. Einer weiteren langjährigen Überlassung sollte damit nichts im Wege stehen, damit weitere Investitionen möglich sind.“ Von der ufaFabrik waren noch viele weitere Verantwortliche zum Jubiläum gekommen: Juppy, Sigrid Zwicker und die Verantwortlichen für den Blohmgarten Heidi Simbritzki-Schwarz und Hinrich Scheffen.

V.lks.n.re.: Bundestagsabgeordnete Renate Künast (MdB), Martina Zander-Rade und re. mit dem Fraktionsvorsitzenden Rainer Penk; im Gespräch mit Hinrich Scheffen (NuSZ/Blohmgarten/2.v.re.)
Gesichtet wurde auch eine starke Fraktion der Grünen. Die Bundestagsabgeordnete Renate Künast kennt den Interkulturellen Garten schon von früheren Veranstaltungen. Aus dem Bezirk kamen von den Grünen der Fraktionsvorsitzende Rainer Penk und Martina Zander-Rade. Gesichtet wurde beim Rundgang auch von der bezirklichen CDU-Fraktion Christian Zander.


Wolfgang Spranger vom Volkspark Lichtenrade und Juppy von der ufaFabrik
Wolfgang Spranger vom Volkspark Lichtenrade durfte natürlich auch nicht fehlen. Von der Unternehmer-Initiative Tempelhofer Damm war auch die Presseverantwortliche Marlies Königsberg dabei.

Für reichlich musikalische und sonstige Unterhaltung und Essen war gesorgt. Besonders erfreulich war, dass bei dieser Blohmgartenveranstaltung nun auch leckere Bio-Würstchen und Brötchen aus der ufaFabrik am Start waren.

Ein gelungenes gut besuchtes Fest. Herzlichen Glückwunsch für den Blohmgarten zum 10-jährigen Jubiläum. Mögen es mindestens (!) weitere 10 Jahre werden!

Thomas Moser

10 Blohmgarten2019 nusz moser 16












Ein prachtvolles Tomatenfeld, sogar mit schwarzen Tomaten...

Vor zehn Jahren… und heute

Am Anfang stand die Idee: Nach dem Vorbild der Community Gardens in Amerika wurde in den 1990ern in Wuppertal die Stiftung Interkultur gegründet. Ziel war und ist es, brachliegende Flächen in Städten und Gemeinden Hobbygärtnern zur Bewirtschaftung zur Verfügung zu stellen. So auch in Berlin.

Nach jahrelanger Vorarbeit der Bürgerinitiative „Rettet die Marienfelder Feldmark“ war es am 30. Juni 2009 soweit, dass der Tempelhof-Schöneberger Umweltstadtrat Oliver Schworck (SPD) und die Geschäftsführerin des Nachbarschafts- und Selbsthilfezentrums in der ufaFabrik e.V., Renate Wilkening, einen zehnjährigen kostenfreien Pachtvertrag für das Grundstück in der Blohmstraße unterzeichnen konnten.

Auf gut 5.000 m² probierte sich fortan eine interkulturelle und generationenverbindende Gemeinschaft von fleißigen Gärtnerinnen und Gärtnern aus. Zurzeit stehen 38 Beete a 20 m² und neun Hochbeete á zwei m² den aktiven Gärtnern und Gärtnerinnen zwischen Anfang 20 bis Ende 70 zur Verfügung. Mal als Einzelperson und mal als Familie mit zwei Kindern tummeln sich rund 80 Teilnehmer/innen bei den regel-mäßigen Gemeinschaftsarbeiten auf dem Gelände. Bei diversen Veranstaltungen auf dem Gelände wie Frühlingsfesten, Sommerfeste, Erntefesten und beim langen Tag der StadtNatur kamen in den letzten zehn Jahren über 5.000 kleine und große Besucher in den Blohmgarten, um sich hier wohlzufühlen und auszutauschen.

Bis es jedoch soweit war, mussten viele Probleme gelöst werden. Zuerst ging es dem Wildwuchs, ein bis zu zwei Meter hoher Dschungel, an den Kragen. Ein Heer freiwilliger Helfer riss Stück für Stück die Pflanzen heraus. Das dauerte ein Jahr.

Das nächste Problem war: Kein Wasser und kein Strom auf dem Gelände. Finanziell ausgeschlossen: der Anschluss an die städtische Wasser- und Strom-versorgung wegen unbezahlbarer Kosten. Die Lösung: einen Grundwasser-Brunnen bohren und einen Stromgenerator anschaffen. Wie? Ganz einfach: mit dem Fernsehen. Der rbb hilft sozialen Projekten mit seiner Aktion „96 Stunden“. So auch hier im Blohm-garten. Wer diese turbulente Woche miterlebt hat, wird sie niemals vergessen. Ergebnis: ein Brunnen, ein Weg, ein Gartenhaus, das in den folgenden Monaten mit zwei hervorragend funktionierenden Toiletten von einem Gärtner ausgestattet wurde. Nach diesen ersten drei aufregenden Jahren entwickelte sich der Garten schnell zu der heutigen Pracht: Neben den Einzelbeete mit reichen Erträgen, sind auch das Kita-Projekt „Vom Acker auf den Tisch“, wesens-gemäße Bienenhaltung als syrisch-deutsche Kooperation und eine Streuobst-Wiese mit Insekten-freundlicher Wildpflanzung entstanden.

Auch für die Zukunft gibt es Pläne: eine Photovoltaik-Anlage auf dem Gartenhaus zur umweltfreundlichen Stromgewinnung und vielleicht ein energieeffizientes Strohballen-Haus zur ganzjährigen Nutzung. Es bleibt spannend, wie sich der Blohmgarten weiter entwickeln wird. Gerade wurde der Pachtvertrag um weitere fünf Jahre bis 2024 mit dem Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg verlängert.

Und dass alles wurde am 17. August 2019 bei einem Sommerfest in der Lichtenrader Blohmstraße 71 ausgiebig gefeiert.
https://nusz.de/aktiv-im-stadtteil/blohmgarten/

ALLE FOTOS Thomas Moser

Ältere Berichte in der Lichtenrader Internetzeitung:

Frühlingsfest im Mai 2016 im Blohmgarten: https://www.lichtenrade-berlin.de/25-blog/blog2016/279-sommerfest-im-blohmgarten-ein-schoener-jahresabschluss

Lange Tag der Stadtnatur (Juni 2013) im Blohmgarten: https://www.lichtenrade-berlin.de/25-blog/blog2016/442-der-lange-tag-der-stadtnatur-2013-war-ein-voller-erfolg


 

Seit 32 Jahren erklingt der Ruf: „Die Winzer sind in Lichtenrade!“
32weinfest2019 lichtenrade schild bahnhof

Liebe Besucherinnen und Besucher,
…wir heißen Sie alle herzlich willkommen zum 32. Wein- und Winzerfest am Dorfteich Lichtenrade.
Die Aktionsgemeinschaft Bahnhofstraße in Kooperation mit „Family & Friends“, unterstützt vom Trägerverein Lichtenrader Volkspark e.V., Künstlergemeinschaft Lichtenrade, Welz Logistik GmbH, Raimund Bayer u.v.a., unter der Schirmherrschaft des Vorstehers der Bezirksverordnetenversammlung von Tempelhof – Schöneberg, Herrn Stefan Böltes, freuen sich, diese Lichtenrader Tradition mit Ihnen gemeinsam zu feiern.
Die Aktionsgemeinschaft Bahnhofstraße begrüßt die Winzer aus Nah und Fern und freut sich ganz besonders über den Besuch von den Winzern, die uns und Lichtenrade von der ersten Stunde an die Treue gehalten haben. Vielen Dank von uns dafür!
Stets war es uns Auftrag und Verpflichtung, dieses traditionelle Fest auf einem qualitativ hohen Niveau für alle Beteiligten und für Sie liebe Gäste zu organisieren.
Der Dorfteich in Lichtenrade wird bei hoffentlich schönem Wetter wieder zum idealen Treffpunkt für Genießer und Romantiker. Und Sie alle sind herzlich eingeladen dabei zu sein.
Die zahlreichen Weinerzeuger präsentieren Weine und Sekte ihrer Anbaugebiete. Jeder der wissen will, wie sich der Jahrgang entwickelt hat, kann individuell probieren und mit den Winzern fachsimpeln. Bekanntes und Neues gibt es zu entdecken.
Aber ein Fest von und für Lichtenrade wird es sein.
Nicht nur Weinliebhaber und Gourmets kommen hier auf ihre Kosten, die Veranstalter sorgen auch für ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm und die Angebote der Kunsthandwerker geben diesem Fest seine besondere Note.
Lichtenrade kennt das Motto: „Beherzige drei Worte: Kaufe im Orte!“
Unsere Mitglieder und die uns unterstützenden Organisationen grüßen Sie und werden sich auch weiterhin für die sozialen und karitativen Einrichtungen unseres Ortsteils engagieren.
Aus einer Idee der Aktionsgemeinschaft Bahnhofstraße wurde Leidenschaft und schließlich eine Mission für das gesamte Veranstalter-Team:
„Wir machen Dampf für Lichtenrade“!
Wir alle wünschen unseren Gästen, Besuchern, Winzern, Künstlern und Kunsthandwerkern eine schöne und unbeschwerte Zeit in Lichtenrade.
Möge der Weingott Bacchus uns gewogen sein!

Hagen Kliem
auftakt weinfest 30 heigl Kliem bockenkamp
Angelika Heigl Hagen Kliem Beate Bockenkamp
Vorstand der AG Bahnhofstraße e.V.

Weitere Stimmen und Grußworte zum 32. Wein- und Winzerfest von Beteiligten und Anderen:

Manfred Könings, Trägerverein Lichtenrader Volkspark e. V.
Für den Trägerverein ist es wichtig, sich als Bürgerinititiative präsentieren zu können. Diese Gelegenheit nehmen wir seit Jahrzehnten wahr. Mir persönlich gefällt die Vielfalt der Aussteller. Das macht mir Jahr für Jahr sehr viel Freude.

Raimund Bayer, GKR-Mitglied kath. Gemeinde Salvator Lichtenrade:
Nirgends schmeckt der Wein so gut als mit Freunden im Spätsommer am Lichtenrader Dorfteich. Das schönste Weinfest Berlins lädt alle Freunde Lichtenrades dazu ein. Vorbeikommen, staunen und genießen – wer mitmac0ht wird immer wieder gerne kommen.

Christian Marscheck, Lichtenrader Honig
Der Bienen Krönung ist der Honig für das Wein- und Winzerfest. Zugegeben, das ist mit viel Arbeit verbunden denn der Honig wird das ganze Jahr über geerntet. Dieses Jahr sind Robinie und Linde besonders stark. Beim Weinfest trinke ich am liebsten Rotwein. Auch beim Kunsthandwerk schaue ich gern vorbei. Dort findet sich Jahr für Jahr ein liebgewonnene Gemeinschaft zusammen, auf die sich die Besucher freuen.

Marina Heimann, Stadtteilchronistin, brueckenpfad.de
Das Wein- und Winzerfest in Lichtenrade ist eine Institution, die es seit 32 Jahren gibt und die für Lichtenrade nicht mehr wegzudenken ist. Es war übrigens das erste seiner Art in Berlin. Der historische Dorfteich gibt dieser Veranstaltung überdies noch das gewisse Extra. Das Weinfest, der Dorfteich und der Dorfkern kreieren zusammen eine einzigartige Idylle. Ich freue mich darüber.

Herr Welz, Welz Logistik GmbH:
Genießen Sie den Sommer im wunderschönen Ambiente des Lichtenrader Dorfteiches. Ein Highlight für Berliner und Touristen. Kulinarisch gestärkt geht man auf einen Rundgang und erfreut die Winzer aus Nah und Fern. Genießen Sie die kulturellen Darbietungen und künstlerisch gestalteten Angebote der Händler und Kunsthandwerker. Bei einem guten Glas Wein mit Freunden oder der ganzen Familie klingt Ihr Besuch in Lichtenrade harmonisch aus, dessen bin ich sicher.

akku-wechsel.de - wir tauschen Ihren fest verbauten Akku aus
Ich freue mich bereits zum zweiten Mal das nunmehr 32. Wein- und Winzerfest Lichtenrade unterstützen zu dürfen. Freuen wir uns auf idyllische Stunden bei einem guten Tropfen am Lichtenrader Dorfteich. Schauen Sie auch vorbei und tanken Sie neue Energie.
Mit energiereichen Grüßen
Sebastian Lehmann

Ein kleiner Vorgeschmack und das Programm in der Lichtenrader Internetzeitung: https://www.lichtenrade-berlin.de/news/aktuelle-news-internetzeitung/1486-6-8-september-2019-wein-und-winzerfest-am-lichtenrader-dorfteich

Fotos: Thomas Moser


 

Unsere Glocken hängen jetzt an Eichenholz-Jochen
Glockensanierung dorfkirche092019 1

Unsere Glocken rufen uns zum Dienst des dreieiniges Gottes. Sie erinnern uns an die Ewigkeit und verkünden unüberhörbar den Herrschaftsanspruch Jesu Christi über die Welt. Sie begleiten uns von der Taufe bis zur Bestattung als mahnende und tröstende Rufer des himmlischen Vaters. Sie klingen zur Ehre Gottes. Im Januar-Gemeindebrief informierten wir Sie dar-über, dass notwendige Reparaturen an unseren Glocken anstehen. Im Februar begannen die Arbeiten. Unsere große Glocke (Bild Mitte) wurde mit einem Flaschenzug angehoben und gewogen, denn in den Unterlagen gab es verschiedene An-gaben. Nun steht fest: Sie wiegt 483 kg. Passend zu dem Gewicht und zur Form wurde ein neuer Klöppel gefertigt, nicht mehr kugel-sondern trichterförmig. Die Glocke wurde um 60° gedreht aufgehängt, weil der alte, offensichtlich zu schwere Klöppel bedenklich tiefe Mulden in den Glocken-mantel geschlagen hatte. Auch die Glocke II (Bild rechts) erhielt einen neuen Klöppel, denn er war stark platt geschlagen.
Glockensanierung dorfkirche092019 3
Wie angekündigt, haben wir die aus Eisenträger zusammengesetzten Joche der Nachkriegszeit durch Joche aus Eichenholz ersetzt. Ja, der Klang der Glocken hat sich tatsächlich verbessert.

Auch die Antriebsräder, Drahtseile, Ketten und Drehstrommotore mit den Wende-Getrieben sind abgebaut. Moderne, wartungsfreie Linear-Motore treiben jetzt die Glocken schonender und präziser an und bremsen sie definiert ab. In den Bildern oben erkennbar: Am Balken des Glockenstuhls sind starke Elektro-Magnete montiert, in denen das Magnetfeld elektronisch gesteuert „wandert“. Fest mit dem Joch und somit mit der Glocke verbunden ist eine Blechtafel, die der Elektromagnet hin–und herzieht und dadurch die Glocke zum Klingen bringt.

Glocke III (linkes Bild oben) hat einen zusätzlichen Anschlaghammer bekommen (rechts von der Glocke zu erkennen). Eine elektronische Steuerung sorgt dafür, dass jede der sieben Bitten des Vater-Unser-Gebetes ab jetzt mit einem Glockenschlag bekräftigt wird.

Herzlich danken wir dem Förderverein der Gemeinde, der das Vorhaben mit 5.000 € unterstützt hat, und den zahlreichen Menschen, die mit kleinen und bis zu 250 € großen Einzelspenden mit insgesamt 2.300 € zur Finanzierung unserer Glocken beigetragen haben. Rainer Ott

Mit freundliche Genehmigung von Rainer Ott (auch Fotos)

Der gesamte Gemeindebrief mit weitere Berichten und interessanten Terminen als pdf-Dokument: https://kg-lira.de/resources/gemeindebrief/2019/09/brief.pdf


 

Gemeinsame Presseerklärung der SPD-Fraktion Tempelhof-Schöneberg und der Fraktion der Grünen Tempelhof-Schöneberg:

Ein Pflegestützpunkt für den Süden des Bezirks

Obwohl sich der demografische Wandel gerade in den Außenbezirken besonders stark bemerkbar macht: Marienfelde und Lichtenrade werden den Bedürfnissen einer älter werdenden Bevölkerung noch längst nicht gerecht. Was im Süden des Bezirks fehlt: Ein Pflegestützpunkt, wo sich pflegebedürftige Menschen bzw. deren Angehörige mit Rat und Tat helfen lassen können. Deshalb fordern die Fraktionen von Bündnis 90/Die Grünen und SPD in der Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg: Das Bezirksamt soll sich für Einrichtung eines solchen Stützpunktes stark machen, der BVV spätestens im November über das bis dahin Erreichte informieren.

Dabei haben die beiden Antragstellerinnen Janis Hantke von der SPD und Aferdita Suka von den Grünen auch schon einen möglichen Standort im Visier. Bestens geeignet erscheinen ihnen die Räumlichkeiten der Bibliothek in der Briesingstraße 6, die demnächst in die Alte Mälzerei umziehen wird.

Aferdita Suka, sozialpolitische Sprecherin der grünen BVV-Fraktion: „Wichtiger als die Adresse ist aber, dass überhaupt ein Pflegestützpunkt für Marienfelde und Lichtenrade eingerichtet wird. Schließlich ist kaum eine Bevölkerungsgruppe mehr auf wohnortnahe Unterstützung angewiesen als die Pflegebedürftigen, haben sie und ihre Angehörigen auch ein Anrecht darauf.“

Janis Hantke, gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion: "Wir möchten die Gelegenheit der freiwerdenden Räume nutzen, um die Gespräche um einen Pflegestützpunkt im Süden des Bezirks wieder anzuregen und mögliche Standorte prüfen zu lassen. Den Bedarf sehen wir schon lange, weshalb dies auch eine Forderung in unserer Rot-Grünen Zählgemeinschaftsvereinbarung ist."


 

Aktueller CDU-Antrag mit Lichtenrade-Bezug (August 2019)

IIlegale Müllentsorgung in der Lichtenrader Lützowstraße ist keine übliche Straßenverschmutzung

Die Bezirksverordnetenversammlung wolle beschließen:

Dem Bezirksamt wird empfohlen, federführend im Zusammenwirken mit allen zuständigen Stellen und Beteiligten dafür Sorge zu tragen, dass die erheblichen Müllablagerungen in der Lichtenrader Lützowstraße gegenüber der ehemaligen Jugendarrestanstalt umgehend beseitigt werden.

Begründung:

Am vorgenannten Ort entsteht nach und nach eine immer mehr anwachsende Müllmenge. Den Anwohnerbeschwerden wird seitens des Ordnungsamtes mit dem Verweis auf den Eintrag C dieser Straße im Straßenreinigungsverzeichnis begegnet.

Fraglich dürfte sein, ob die Reinigungspflicht der Anwohner für eine große Müllmenge besteht.

Ziel des Antrags ist das Verhindern einer Verfestigung dieses Zustandes. Bleibt der Müll einmal liegen, wird der Müllberg leider immer höher. Mit Verweis auf Nichtzuständigkeit aller Beteiligten, wird man dieses Ziel nicht erreichen.

Der Antrag wurde von Hagen Kliem aus Lichtenrade initiert.


 

Nahariya-Grundschule: Riesenfreude über neuen Streetball-Platz

15.8.2019 Die Kinder der Nahariya-Grundschule stürmten in der zweiten großen Pause die noch abgesperrte neu gebaute Streetball-Anlage. Die Schulleiterin Dr. Petra Fleischmann weihte mit Vertretern des Fördervereins „Freunde der Nahariya-Grundschule“ und den Schülerinnen und Schülern am 15. August 2019 die neue Attraktion offiziell ein. Viel Zeit war nicht, denn für Schüler und Lehrer ging der Unterricht danach wie gewohnt gleich weiter.

Aber erst einmal bedankte sich die Schulleiterin und der Vorsitzende des Fördervereins Matthias Ehrentraud bei den großzügigen Sponsoren und besonders bei den Kindern und ihren Familien, die mit der intensiven Teilnahme an Schülerläufen in zwei Jahren für einen Großteil der Finanzierung gesorgt hatten.

Schulleiterin Dr. Petra Fleischmann und der Fördervereins-Vorsitzende Matthias Ehrentraud bei der Eröffnung
Streetballanlage Nahariya eroeffnung moser 05082019 10
Diese Spender haben geholfen...

Für jede gelaufene Runde bezahlten Eltern, Großeltern und andere Verwandte einen bestimmten Betrag, was am Ende eine beachtliche Summe durch die Schülerläufe einbrachte. Das war aber auch notwendig, denn die Anlage schlug mit insgesamt circa 18.000 Euro zu Buche, wobei dann noch das Straßen- und Grünflächenamt bei der Korbanlage einsprang.

Im Januar 2019 hatte der Förderverein der Nahariya-Grundschule eine Spendenkampagne gestartet, um die restlichen Mittel für den geplanten Bau des Streetball-Platzes auf dem Schulgelände zusammenzubekommen. Um es vorweg zu nehmen: Die nicht unbeträchtliche Finanzierung konnte gestemmt werden, obwohl ein Unternehmer für den Platzbau mit einem günstigeren Angebot nicht mehr zur Verfügung stand. Aber es wurde auch so geschafft. Mit viel Einsatz der Aktiven vom Förderverein wurden alle Hürden umschifft. Gero Gebert, der stellvertretende Vorsitzender, sorgte für notwendige Abstimmungen mit den einzuschaltenden Stellen. Er ist zusammen mit der Finanzverantwortlichen des Vereins Katja Wahnfried, dem Fördervereins-Vorsitzenden Matthias Ehrentraud und der Schulleiterin Dr. Petra Fleischmann nun glücklich, dass dieser Platz jetzt fertiggestellt werden konnte.

In dem Aufruf Anfang des Jahres hieß es zu den Hintergründen der Planung: „Wir vom Förderverein der Nahariya-Grundschule in Lichtenrade haben eine Spendenkampagne für einen Streetball-Platz auf dem Schulgelände gestartet. Wir möchten in den nächsten Monaten Geld einsammeln, damit der Bau einer solchen Sportanlage noch in diesem Jahr realisiert werden kann. Zusammen mit der Schulleitung planen wir seit längerer Zeit einen Streetball-Platz, um den Schülerinnen und Schülern eine weitere Bewegungsmöglichkeit für den Sportunterricht und die Pausen zu bieten. Auch die Kinder wünschen sich dringend diesen Platz und haben bereits bei zwei Spendenläufen über 6.000 Euro erkämpft, die in dieses Sportprojekt fließen sollen. Leider sieht das Schulamt in den nächsten Jahren keine Möglichkeit, das restliche Geld für den Platz beizusteuern. In einem persönlichen Gespräch konnten wir immerhin das Straßen- und Grünflächenamt überzeugen, uns die Korbanlage zu spendieren. Auch wir vom Förderverein werden soweit möglich Geld dazugeben, jedoch fehlen für die fachmännische Vorbereitung des Untergrundes, die Bodenarbeiten und das Einsetzen der Korbanlage noch weitere 6.000 Euro. Dafür suchen wir großzügige Sponsoren, die uns unter die Arme greifen.“ Und die Sponsoren wurden gefunden. Nach der Abnahme des Platzes durch das Straßen- und Grünflächenamt wurden die letzten Hürden genommen, bevor der Platz dann kurz nach den Ferien freigegeben werden konnte.

Alle wollten das Eröffnungsband durchschneiden...


Das Eröffnungsband des Platzes zerschnitt die Schulleiterin feierlich mit drei Schülern. Der Platz war nun offiziell eröffnet und dann wurde der Korb förmlich gestürmt. So fangen die Schultage nach den Sommerferien wieder richtig gut für die Kinder an. In der Einladung des Fördervereins hieß es: „Wir freuen uns, dass dieses für die Kinder der Schule wichtige Projekt erfolgreich umgesetzt werden konnte und dass nun die Bälle fliegen können...“

Zwei Bälle übergab der Förderverein dann noch dem Hort.

Den Kindern konnte man jedenfalls die große Freude über den neuen Streetball-Platz ansehen. Weitere Unterstützungen für die Schule hat der Förderverein schon im Auge.

Thomas Moser (auch Fotos)

http://www.nahariya-foerderverein.de

http://nahariyaschule.de






Das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg verleiht die Ehrenamtskarten
Im Rahmen einer Feierstunde am Freitag, dem 9. August 2019 im Goldenen Saal des Rathauses Schöneberg, bedankte sich der Bezirk Tempelhof-Schöneberg bei über 80 Ehrenamtlichen für ihr Engagement, mit der Verleihung der Ehrenamtskarte. Überreicht wurden die Ehrenamtskarten von Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler, der stellvertretenden Vorsteherin der Bezirksverordnetenversammlung, Martina Zander-Rade, Bezirksstadtrat Jörn Oltmann, Bezirksstadträtin Jutta Kaddatz und Bezirksstadtrat Oliver Schworck.
Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler würdigt den nicht selbstverständlichen Einsatz:„Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement sind entscheidend für unsere Gesellschaft. Wir brauchen aktive Menschen, die bereit sind, ihr Umfeld mitzugestalten und Verantwortung zu übernehmen.“
325 Das Bezirksamt Tempelhof Schoeneberg verleiht die Ehrenamtskarten 01
Foto: BA T-S
Der Bezirk hat es sich zur Aufgabe gemacht, das freiwillige Engagement seiner Bürger_innen mit der Beauftragten für Bürgerschaftliches Engagement und dem Ehrenamtsbüro nachhaltig zu fördern und zu unterstützen.Die Ehrenamtlichen sind in den unterschiedlichsten Bereichen im Bezirk freiwillig tätig und setzen sich aktiv für das Wohl vieler Bürger_innen in ihrem Kiez ein. Zu den vielfältigen Engagementfeldern gehören die langjährige Arbeit in der Seniorenarbeit, in den Kirchengemeinden, Patenschaftsprogrammen aber auch für Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte.
Mit der Ehrenamtskarte möchte sich das Land Berlin für das freiwillige Engagement bedanken.

Würdigung des Ehrenamtes: Ein Bericht aus paperpress von Ed Koch

„Ehrenamtliches Engagement ist ein unverzichtbarer Baustein in unserer Gesellschaft und eine wichtige Basis für das partnerschaftliche und vielseitige Zusammenleben in Berlin und Brandenburg.“, steht auf der Internetseite der Ehrenamtskarte.

www.ehrenamtskarte.berlin-brandenburg.de

„Seit Anfang 2017 bieten die Länder Berlin und Brandenburg ihren besonders engagierten Bürgerinnen und Bürgern eine gemeinsame, in beiden Ländern gültige Ehrenamtskarte als Zeichen ihrer Anerkennung und Wertschätzung. Zahlreiche Partner der Ehrenamtskarten wie Museen, Einzelhändler, Gastronomiebetriebe, Kultur- und Unterhaltungseinrichtungen und Dienstleistungsunternehmen bieten den Karteninhaberinnen und Karteninhabern Vergünstigungen und Rabatte. Sie unterstreichen auf diese Weise ihre Wertschätzung für das Ehrenamt in Brandenburg und Berlin.“

Berlin hat bereits 2011 die Ehrenamtskarte eingeführt. Bisher sind in Berlin ca. 7.500 Karten ausgegeben worden. Die Ehrenamtskarte gilt für drei Jahre und ist an eine Reihe von Voraussetzungen geknüpft. So müssen die Ehrenamtlichen mindestens 200 Stunden pro Jahr unentgeltlich tätig sein. Erstattungen von Auslagen sind möglich. Wichtig ist auch, dass der Ehrenamtliche über den Tag der Verleihung der Karte hinaus tätig bleibt. Drei Jahre ist die Karte gültig, danach muss sie neu beantragt werden. Antragsberechtigt sind Vereine und Organisationen, in denen Ehrenamtliche tätig sind.

Christine Fidancan, Beauftragte für das Bürgerschaftliche Engagement und Leiterin des Ehrenamtsbüros in Tempelhof-Schöneberg, wies bei einer Feierstunde zur Verleihung von Ehrenamtskarten am 9. August im Rathaus Schöneberg darauf hin, dass es in Berlin ca. eine Million Menschen gebe, die in unterschiedlichster Weise ehrenamtlich tätig sind. Aber nur 0,5 Prozent von ihnen habe eine Ehrenamtskarte. Da ist also noch Luft nach oben. Tempelhof-Schöneberg sei der einzige Berliner Bezirk, der regelmäßig Feierstunden veranstalte.

Eine Karte über seinen Verein beantragen und dann zusenden zu lassen, ist natürlich langweilig. Bei einer Feierstunde besteht die Möglichkeit zum Austausch mit anderen. Aus zehn Organisationen wurden Ehrenamtliche am Freitagabend des 9. August im „Gol-denen Saal“ des Rathauses Schöneberg ausgezeichnet und anschließend zu einem Empfang in den John-F.-Kennedy-Saal des Rathauses eingeladen mit einem leckeren Catering von „BärliFood“ und ein paar kühlen Getränken. Begleitet wurde die Veranstaltung von Luca Rummel von der Leo-Kestenberg-Musik-schule, der auf seiner Geige drei wunderschöne Werke vortrug. Diese Feierstunde war wirklich ein würdiger Rahmen und eine zusätzliche Auszeichnung für die Ehrenamtlichen.

Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler (SPD), Vize-Bürgermeister und Stadtentwicklungsstadtrat Jörn Oltmann (Grüne), Jugend-, Umwelt-, Gesundheits-, Schul- und Sportstadtrat Oliver Schworck (SPD), Kultur- und Seniorenstadträtin Jutta Kaddatz (CDU) und die stellvertretende BVV-Vorsteherin Martina Zander-Rade (Grüne) überreichten die Ehrenamtskarten.

Zu den Vereinen gehörten auch die Ehrenamtlichen des CPYE e.V., die sich mit Jugendstadtrat Oliver Schworck sowohl im Goldenen Saal als auch auf dem Balkon des John-F.-Kennedy-Saales, zu einem Gruppenfoto versammelten. Seit 1997 ist der CPYE e.V. Träger des Rocktreffs und Spielfestes, die kurz vor den Sommerferien im Volkspark Mariendorf stattfinden. Veranstalter von Rocktreff und Spielfest ist das Jugendamt Tempelhof-Schöneberg. Der Rocktreff fand im 35sten Jahr seines Bestehens zum 36sten Male in diesem Sommer statt. Über 13.000 Besucher nahmen in diesem Jahr am Rocktreff und Spielfest teil. www.rocktreff.de www.spielfest-mariendorf.de

Bei der Feierstunde wurden auch die Ehrenamtlichen der folgenden Vereine und Organisationen ausgezeichnet: „Freunde alter Menschen e.V.“, „Olympischer Sportclub Berlin e.V.“, „Straßenchor e.V.“, „Deutscher Rheumaliga e.V.“, „Cocas e.V.“, „Seniorenarbeit Tempelhof-Schöneberg“, „LSVD Berlin-Brandenburg“, „Ev. Kirchenkreis Tempelhof-Schöneberg“ und die „Wohnungslosentagesstätte Schöneberg.“

Es ist wichtig, die Arbeit der Ehrenamtlichen zu würdigen. Tempelhof-Schöneberg geht dabei den richtgen Weg. Ed Koch


 

Skat & Canasta-Spieler für nette Spiele-Nachmittage gesucht
Haben Sie mittwochs oder freitags von 13:30 Uhr bis 17:30 Uhr Zeit und Lust Karten zu spielen?
Die Seniorenfreizeitstätte im Gemeinschaftshaus Lichtenrade, Barnetstraße 11, 12305 Berlin sucht noch interessierte Mitspieler oder Mitspielerinnen.
Sollten Sie Interesse haben, so können Sie sich gerne bei der Leitung der Seniorenfreizeitstätte melden.
Kartenspiel700
Kontakt:
Seniorenfreizeitstätte im Gemeinschaftshaus Lichtenrade
Christel Sen
Telefon: (030) 90277-8136

Foto: Thomas Moser


 

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok Ablehnen