Seit Ende 2015 gehört die Lichtenrader Bahnhofstraße zum Städtebau-Förderprogramm „Aktive Zentren“. Ein wichtiges Ziel ist, die Einkaufs- und Aufenthaltsqualität in der Bahnhofstraße zu verbessern. Dadurch sollen mehr Besucher_innen und Kund_innen in die Bahnhofstraße geholt werden, um künftig einen höheren Anteil des Kaufkraftpotenzials aus Lichtenrade im Kiez zu binden.
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Foto Moser
Damit das klappen kann, sind viele Voraussetzungen nötig. Unter anderem eine Optimierung des Waren- und Dienstleistungsangebotes sowie die Verbesserung des Kundenservice. Wo es hakt, können die Planer_innen, Händler_innen und Dienstleistenden nur herausfinden, wenn möglichst viele und aussagekräftige Informationen vorliegen. Die Lichtenrader_innen sind also gefragt, im wahrsten Sinne des Wortes: Die Verantwortlichen im Aktiven Zentrum Lichtenrade Bahnhofstraße möchten wissen, wie die Bürger_innen im Kiez ihre Einkaufsmeile sehen, wo und wie sie einkaufen. Welche Angebote vermissen sie, welche Einkaufsmöglichkeiten kennen und nutzen die Lichtenrader_innen? Welche Geschäfte schneiden gut ab, wo gibt es Verbesserungsbedarf?

Die Teilnahme kann sich lohnen: Preise im Gesamtwert von über 550 Euro winken

Die Teilnahme an der Umfrage ist anonym und es locken tolle Gewinne. Unter dem Link https://www.surveymonkey.de/r/azlira-umfrage07  ist die Umfrage ab sofort zu finden. Die Beantwortung dauert etwa 15 Minuten. Bitte nehmen Sie sich diese Zeit, denn Sie helfen mit Ihrer Meinung, die Bahnhofstraße in Lichtenrade schöner, attraktiver und kundenfreundlicher zu gestalten. Als Belohnung können Sie tolle Preise gewinnen: Sachpreise und Einkaufsgutscheine im Gesamtwert von über 550 Euro.

QR Code umfrage Bahnhofstr
Der QR-Code zur Teilnahme (siehe oben)

Nur für die Teilnahme am Gewinnspiel werden Ihre Kontaktdaten benötigt. Diese werden getrennt von den Umfrageergebnissen erhoben und dienen ausschließlich der Gewinnauslosung. Nach der Auslosung werden alle Personenangaben vernichtet. Die Umfrageantworten werden völlig anonym behandelt.

Teilnahme für sehbehinderte oder blinde Menschen

Falls sehbehinderte oder blinde Menschen technische Probleme mit der Erfassung per Screen-Reader haben, gibt es ein alternatives Angebot zur Teilnahme: Sie können sich nach telefonischer Terminvereinbarung die Umfrage direkt im AZ-Büro vorlesen lassen oder gleich telefonisch durchführen. Die Rufnummer des AZ-Büros lautet (030) 894 03 590. Sprechzeiten des AZ-Büros sind Dienstag von 11.00 bis 13.00 Uhr oder Donnerstag von 17.30 bis 19.30 Uhr. Der Kontakt per Mail ist möglich unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Auftraggeber der Umfrage ist das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg, John-F-Kennedy-Platz, 10825 Berlin. Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Die Umsetzung liegt in den Händen der Stilelement Werbeagentur GmbH.


 

Der Bär ist los in Lichtenrade!

Zum 11. Mal präsentiert sich vom 1. bis 29.9.2018 das Lichtenrader Kunstfenster in rund 50 Geschäften und bei Dienstleistern der Bahnhofstraße. Über 50 Künstlerinnen und Künstler präsentieren verschiedenartige Werke.

Vielfältige Malereien, Grafiken, Collagen, Fotografien, plastische Werke zum Beispiel aus Holz oder Pappmaché, Porzellan, Schmuck und Kunstdrucke können im September in den Schaufenstern der Geschäfte bestaunt und auch erworben werden.
Logo Kunstfenster 2018
Die teilnehmenden Künstler kommen überwiegend aus Lichtenrade oder den angrenzenden Bezirken. Einige Künstler konnten aus Ihrem „Schattendasein“ herausgelockt und motiviert werden. Nun werden ihre beachtlichen Werke der Öffentlichkeit präsentiert: „Lassen Sie sich überraschen, wie viel Kreativität im Süden der Stadt zu entdecken ist.“
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In Plan vergessen das Bürgerbüro von Melanie Kühnemann-Grunow (MdA; SPD) in der John-Locke-Straße 19
Dieses Event ist aus Lichtenrade gar nicht mehr wegzudenken und schreibt mit seinen jährlich wechselnden Organisationsteams schon ein wenig Geschichte. Ursprünglich wurde das Kunstfenster in Lichtenrade und Tempelhof gemeinsam vom Bezirksamt unter der Leitung von Wilfried Postier (der ehemalige Leiter des Heimatmuseums Tempelhof/Mariendorf) organisiert. Als Wilfried Postier 2009 verstarb, fiel das Kunstfenster in einen siebenjährigen Dornröschenschlaf. Dann wurde es 2016 wieder wachgeküsst. Mit einem engagierten Team aus Veranstaltern, Geschäftsleuten und Künstlern erblühte das Event zu neuem Leben. Während 2016 und 2017 noch eine finanzielle und werbetechnische Unterstützung vom Bezirk und dem Aktiven Zentrum Bahnhofstraße dem Event auf die Beine half, organisieren nun im dritten Durchlauf Künstler und Geschäftsleute autonom diese Veranstaltung.

Das 11. Lichtenrader Kunstfenster wurde in diesem Jahr ehrenamtlich und unabhängig von einem achtköpfigen Team, bestehend aus drei Geschäftsleuten (Anneliese Friesecke, Astrid Klein, Katja Tiedtke) und fünf Künstlern (Liane Matia, Dorothea Paschke, Manfred Raß, Sylvia Zeeck und Horst Zeitler) organisiert. So versprechen sich die Organisatoren eine persönliche Nähe zu den Künstlern und mehr Flexibilität in den Vorbereitungen. Doch bleibt bei dieser Unabhängigkeit nicht aus, dass auch Gelder für die Werbung, die Plakate und für die Vernissage benötigt wurden. Daher gab es erstmals eine Teilnahmegebühr von 10 Euro pro Künstler.

„Über Monate wurde dynamisch, fröhlich und sehr einig organisiert,“ berichten die Veranstalter. Bewerbungsbögen wurden entworfen, das Plakat gestaltet, Künstleraufrufe getätigt, Geschäfte angeschrieben und abgelaufen, Geschäftsleute wurden motiviert, Künstler vermittelt, Anrufe entgegengenommen: „Es wurde hoffentlich dafür gesorgt, dass alle zufrieden sind.“

Gerne laden die Künstlerinnen und Künstler alle Interessierten zur Vernissage am 1. September 2018 um 14.30 Uhr in den Hort Shanúù der Stadtindianer, Mellenerstraße 28, ein, um sich die Kunstwerke und das Ergebnis langer Vorbereitungen anzusehen. In einer Diashow werden die Künstler und ihre Werke vorgestellt.

Das Duo Gaby Weber-Wagnitz (Querflöte) und Uli Zeitler (Klavier) sorgen für die musikalische Untermalung und für eine inspirative Stimmung. Mit einem kleinen Buffet werden Spenden als Dank für den Hort gesammelt, der seine Räume kostenfrei für die Vernissage zur Verfügung stellt. Eine Mitmach-Fotoaktion ist ebenfalls vorgesehen.
Plakat LichtenraderKunstfenster2018
Text Sylvia Zeeck/ToM - Zeichnung für das Plakat: Sylvia Zeeck, grafische Gestaltung: Horst Zeitler


 

Eine unscheinbare Mail von Hans K. aus Worms erreichte den Lichtenrader Kiezreporter. Vor Jahren hatte der Wormser das Lindcar-Fahrrad, dass vermutlich in den 30iger Jahren in Lichtenrade produziert wurde, vor dem Schrothändler bewahrt. Er erahnte, dass es sich um einen kleinen Schatz handeln würde: „Es ist fast alles noch im Original erhalten!“ Aber die Felgen waren so durchgerostet und wurden dann bei einer Restaurierung erneuert. Typisch dürfte die Handbremse und der Scheinwerfer sein. Für Sammler ist sicher das Firmenschild besonders interessant.

Lindcar fahrrad lichtenrade moser700 2

Fotos privat von Hans K./Worms
Nun fragte Hans K. an, ob ein Kontakt zum Heimatmuseum Tempelhof vermittelt werden kann? Der Kontakt wurde hergestellt. Jetzt kann man gespannt sein, ob das Heimatmuseum an diesem kleinen Schmuckstück Interesse hat und damit eine Ausstellung bereichern würde. Eine Rückmeldung liegt bislang nicht vor.

Hintergründe zur Lindcar-Produktion

Die Automobilproduktion von Lindcar begann im Gewerbehof Kochstraße 37 in der südlichen Friedrichstadt (später zum Stadtbezirk Kreuzberg gehörig). Im Jahr 1922 verlegte das Unternehmen die Produktion in die Anlagen der ehemaligen Lichtenrader Metallwaren-Fabrik GmbH in Berlin-Lichtenrade. Ab 1908 war an dieser Stelle die Versuchsanstalt der Reichsmarine untergebracht.

Unter dem Direktor Wilhelm Kulp, der zuvor in leitender Position beim Werk Wittenau der Deutsche Waffen- und Munitionsfabriken AG und beim Werk Haselhorst der Deutsche Werke AG war, begann Lindcar 1922 auch mit der Herstellung von Fahrrädern. Der Unternehmenszweck wurde nun mit Herstellung und Vertrieb von Kraftwagen jeder Art und Fahrrädern sowie Handel mit Motoren und allen sonstigen einschlägigen autotechnischen Artikeln beschrieben. Die Produktion eigener Kleinwagen-Modelle wurde 1925 eingestellt…

1926 wurde die Firma von der gewerkschaftsnahen "Bank der Arbeiter, Angestellten und Beamten AG" mit Sitz in Berlin übernommen, saniert, und zur Lindcar-Fahrradwerk AG umbenannt (Quelle aus „Rennrad-News). Ab 1926 wurden unter der geänderten Firma Lindcar Fahrradwerk AG ausschließlich Fahrräder produziert, 1936 wurde das Unternehmen aufgelöst. (Quelle weitestgehend Wikipedia)

1937 erwarb das Unternehmen Hermann Herdegen (mit Beteiligung von Leitz / Metall- und Papierverabeitung) das Gelände. Die Anlagen wurden weitestgehend durch Bombenangriffen der Alliierten im zweiten Weltkrieg zerstört.

ToM


 

„Meet one“ muss schließen: Abschied und Neuanfang!

Ende Juli 2018 ist Schluss mit einer 40jährigen Kneipen-Familientradition.
Meet one1
Direkt am S-Bahnhof Lichtenrade muss die Raucherkneipe „Meet one“ dem Vorhaben der Dresdner Bahn weichen. Das Lokal befindet sich auf einem Grundstück der Bahn. Die letzten Mieter wurden gekündigt und müssen den Bahnplanungen Platz machen. Viele Stammkunden trauern um den beliebten fast familiären Treffpunkt. Hier traf sich über viele Jahre „Jung und Alt“, schaute die Bundesliga-Spiele, spielte Billard, redete beim Bier über dieses und jenes und hatte einfach nur etwas Spaß.

Katharina Jeske (47) ist die Chefin des Lokals und bei den Kunden äußerst beliebt, wobei sie bei ihrer Kundschaft immer wieder von „ihrer Familie“ spricht und traurig auf den Abschied von diesem Lichtenrader Standort schaut: „Hier habe ich viel erlebt, meine Kindheit verbracht und kann mich an viele schöne Familienfeiern erinnern.“ Im „Meet one“ wurden immer wieder beliebte öffentliche Partys zu den verschiedensten Anlässen gefeiert: Sylvester, Fasching und Halloween. „Aber wir hatten auch Techno-Partys,“ berichtet Katharina Jeske. An den Wochenenden trifft sich im „Meet one“ immer eine größere Anzahl Jugendlicher, die durch den Weggang einen wichtigen Treffpunkt in der Nachbarschaft verlieren. „Bei uns stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis,“ wie die Chefin ganz nebenbei bemerkt.

Das „Meet one“ wird in Mariendorf weiterleben. Katharina Jeske schaut optimistisch, aber auch ein wenig mit Sorge auf den Neunanfang: „Wie bleiben bei unserem Konzept, freuen uns weiter auf unsere Stammkunden und wollen dann noch die Mariendorfer dazu gewinnen.“ Bei dem Abschied aus Lichtenrade klingt ebenfalls bei der Kundschaft immer wieder Wehmut durch. Stammgast Winne wird jedenfalls regelmäßig nach Mariendorf kommen: „Da fährt der Bus genau vor die Tür und es ist gar nicht viel weiter.“

Winne: „Mein zweites Zuhause!“

Der Lichtenrader Winne oder mit vollem Namen Winfried Zain (63) war schon Stammgast bei der Großmutter von Katharina Jeske. Auf die Kneipe ist er vor vielen Jahren durch Zufall gestoßen, weil er nach einer Nachtschicht morgens als Absacker noch ein Bierchen in aller Ruhe trinken wollte. Dann blieb Winne bis heute dem Lokal über Jahrzehnte treu: „Die Chefin ist für mich eine wunderbare Freundin geworden.“

Die Großmutter Ilse Lüdtke, die 2006 verstarb, hatte die Kneipe 1978 eröffnet und als „Treffpunkt 1“ geführt. Sie kam aus der Gastronomie und hat verschiedene Lokale gehabt. 2003 wollte sie aus Altersgründen die Kneipe aufgeben und hatte schon einen Nachmieter für ihren Laden. Für die Enkelin Katharina kam das gar nicht in Frage: „Das geht nicht. Ich mach das!“

Nach dem Wechsel gab es viel zu tun...

...das Ergebnis konnte sich sehen lassen.
Die Lichtenraderin hing an ihrer Heimat und an der Lokalität, die für sie ein wichtiges Stück Kindheit war: „Die ganze Familie war immer hier und ich bin hier groß geworden!“ Die Lichtenraderin Katharina Jeske ist in Lichtenrade groß geworden, hat hier die Grundschule und das Georg-Büchner-Gymnasium besucht.

Katharina Jeske: „Hier habe ich meine Kindheit verbracht und viel gespielt!“

Besonders an den Garten hinter der Gaststätte, mit Wohnwagen, Grillplatz und mit Pool kann sie sich gut erinnern: „Mein Vater hatte hier einen Birnbaum gepflanzt, als mein Bruder geboren wurde.“ Obwohl Katharina Jeske beruflich in der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft in einer ganz anderen Branche tätig war, wollte sie das Lokal weiterführen. Nach etlichen Umbauten startete sie unter dem Namen „Meet one“ und führte die Kneipen-Familientradition fort: „Jetzt kann ich mir gar nichts anderes mehr vorstellen. Darum mache ich weiter!“

Wenn man in die hinteren Räume des „Meet one“ ins Büro geht, sieht man erst, das die Räumlichkeiten größer als gedacht sind. Hier wird schon gepackt und der Umzug nach und nach vorbereitet. An der Theke und in den Nebenräumen sieht man von Aufbruch noch nichts. Nur ein Plakat weißt auf den neuen Standort an der Gersdorf-/ Ecke Kaiserstraße hin. Im Nebenraum wird in der Musikbox ein Hit der achtziger Jahre ausgewählt. Der junge Mann spielt mit seinem Freund Billard.

Im Hintergrund ist eine Wand, an der sich die Stammkunden der letzten Jahre verewigt haben. „Wir planen, dass wir nicht nur eine Fototapete, sondern die ganze Wand mit ins neue Lokal nehmen,“ erläutert Katharina Jeske.
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...was wohl nicht ganz geklappt hat...

An der Theke versammeln sich gerne die anwesenden Stammkunden zu einem Familienfoto. An diesem Tag sitzen viele Gäste im kleinen Vorgarten, um die Sonnenstrahlen in den frühen Abendstunden zu genießen.

Rocchigiani und viele Familienfeiern

In diesem Lokal hat schon die Hochzeitsfeier der Eltern, die Feier zur Einsegnung und die Feier zum 18. Geburtstag von Katharina Jeske stattgefunden. Aber auch ihr Sohn hat seinen 18. Geburtstag im „Meet one“ gefeiert: „Ganz groß wurde der 65. Geburtstag meiner Oma gefeiert.“ Zu diesem Zeitpunkt wurde Graciano Rocchigiani Box-Weltmeister. Sie erinnert sich noch gut daran, dass der Box-Profi ab und an das Lokal besucht hat: „Gerade kürzlich war er mit seinem Bruder bei mir.“ Die frühen Fotos vom Weltmeister hat sie, trotz intensiver Suche mit ihrer Mutter, nicht gefunden: „Ich kann mich noch gut erinnern. Er hatte sein Weltmeisterauto direkt vor der Tür abgestellt.“ 1988 wurde Rocchigiani nach Max Schmeling und Eckard Dagge der dritte und damit der jüngste deutsche Boxweltmeister.

Abschied und ein Neuanfang

In Facebook ist das „Meet one“ vertreten und verabschiedet sich über dieses soziale Netzwerk: „Zeit zu gehen ... auch wir sind vom Dresdner-Bahn-Ausbau in Lichtenrade betroffen und müssen leider unseren Laden nach 40 Jahren im Familienbesitz und in dritter Generation schließen. Schweren Herzens stellen wir Ende Juli 2018 den Betrieb ein.

Am Samstag, 28.7.2018 ab 20 Uhr möchten wir mit Euch Abschied feiern. Es ist Zeit, für das, was war, danke zu sagen, damit das, was werden wird, unter einem guten Stern beginnt... danke für die tolle Zeit und die zahlreichen Erfahrungen!!! Und so geht es weiter .... wir sind auch zukünftig für Euch da und eröffnen am Samstag, 4.8.2018 ab 12 Uhr unseren neuen Laden in der Mariendorfer Gersdorf-/Ecke Kaiserstraße. Ab 20 Uhr findet dann die Eröffnungsparty statt.“


Die Lichtenrader verabschieden sich und die Redaktion wünscht einen guten Neustart!  Mit der Busanbindung M76, X76, 282 ist das neue „Meet one“ in der Gersdorfstraße 60 /Ecke Kaiserstraße in 12105 Berlin-Mariendorf gut erreichbar.

Und wie ging es weiter:
Das Meet one lebt weiter, in Mariendorf...
Meet one neu
Und das alte Meet one wurd Mitte August 2018 gleich abgerissen:
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Thomas Moser (auch Fotos)


 

Erste Geheim-Fotos vom Filmprojekt

Uns liegen hier schon geheime Fotos einer Filmkunstaktion mit Schülern der Carl-Zeiss-Oberschule vor. Der erste Tag ist abgedreht. Ein fast richtiger Krimi in Lichtenrade mit vielen Lichtenrader Protagonisten. Man darf auf den Film gespannt sein. Mal schauen, ob der Lichtenrader Kiezreporter sich auch reinschummeln kann? ToM (Fotos Thomas Moser)


Die Dackelparade durch Lichtenrade... mit vielen Vierbeinern... nimmt eine dramatische Wendung.


Die Hauptdarstellerin...
filmprojekt hommage Lichtenrade 6

raimund Film
Die Profis der Filmcrew...

Wer wird hier gefilmt?

Fördergeld für Lichtenrader Filmprojekt

Das Kinder- und Jugendparlament Tempelhof-Schöneberg veranstaltete im Rahmen des Jugend Demokratiefonds, „STARK gemacht! Jugend nimmt Einfluss“, einen Wettbewerb im Jugendfreizeitheim „Bungalow“ in Mariendorf. Bei dem Wettbewerb ging es darum, dass Jugendliche sich für ihr Projekt im Bezirk starkmachen. Aus dem Fördergeldtopf bekommt jede Gruppe einen gewissen Teil. Wie hoch dieser ausfällt, hängt davon ab, wie gut die Jugendlichen gegenüber einer Jury ihr Projekt vertreten. Anwesend waren 22 Gruppen aus dem Bezirk Tempelhof-Schöneberg mit unterschiedlichen Ideen und Vorhaben. Einige Projekte, die vorgestellt wurden, kamen aus Lichtenrade. Hier konnte u. a. das Filmprojekt: „Hommage an Lichtenrade“ mit überzeugenden Argumenten punkten und bekam Fördergelder in Höhe von 785 Euro. Bei diesem Projekt handelt sich um einen Spielfilm, bei dem während eines Karnevals der Hunde, hier ist die Teckelgruppe des Dakkelvereins Lichtenrade bestimmend, ein wertvolles Gemälde gestohlen wird. Anhand von Zeugenaussagen werden fünf Jugendliche der Carl- Zeiss-Oberschule versuchen, die zuvor in Workshops den Umgang mit der Kamera, Ton und Schnitt gelernt und ein entsprechendes Drehbuch erstellt haben, das Kunstwerk wieder zu finden. Dabei passieren sie Lichtenrader Sehenswürdigkeiten, dessen Geschichte in einem kurzen „Break“ erzählt wird. Tatkräftig unterstützt wird das Projekt der Jugendlichen vom Lichtenrader Organisationsteam, das sich zusammensetzt aus: Family & Friends e.V., dem Trägerverein Lichtenrader Volkspark e. V., der Aktionsgemeinschaft Bahnhofstraße e. V. und der Lichtenrader Chronistin Marina Heimann. Lichtenrader Magazin 07/2017


 

Beliebte Bezirksveranstaltung vom Jugendamt Tempelhof-Schöneberg - Rückblick mit Spielfest-Schwerpunkt

Wie sagt man mit Nachdruck in der Stimme, wenn alles in Ordnung ist: „Es läuft…!“ Ja, das Wochenende Ende Juni/Anfang Juli 2018 ist sogar sehr gut gelaufen. Der Rocktreff und das Spielfest in Mariendorf waren bei bestem Wetter wieder große Besuchermagneten. Die 14.700 Gäste konnten die vielfältigen Angebote rund um das Spielfest und den Rocktreff genießen.

Und auch die Qualität dieser Veranstaltungen des Jugendamtes Tempelhof-Schöneberg stimmte. Dank der vielen ehrenamtlichen Helferinnen, Unterstützer und Sponsoren hat sich die Kombi Rocktreff und Spielfest bewährt, zumal sich die Veranstaltungen nur an Randzeiten etwas überschneiden. Andererseits können Ressourcen gegenseitig genutzt werden.

Oliver Schworck hat auf der Bühne auf Nachfrage von Moderator Andie Kraft erklärt: „Es geht weiter!“ Das ist sicher ein Ansporn für die vielen Aktiven und Beteiligten.

Das wachgeküsste Spielfest

Derjenige, der den größten Anteil an der Spielfest-Reanimation hatte, hat ein wenig aus dem Nähkästchen geplaudert: Philipp Mengel (35). Ein Lichtenrader-Pressedienst schrieb bereits vor fünf Jahren anlässlich einer Dankeschön-Party im August 2013 treffend, dass der Spielfest-Organisator Philipp Mengel das Spielfest wieder wachgeküsst hat. Eine Aussage, die sich bewahrheitet hat! Dieser Kuss muss ein sehr inniger gewesen sein, denn die energetische Wirkung hält bis heute an! Und ein Ende ist glücklicherweise nicht absehbar!

Wer sich noch an Zeiten vor 2011 erinnert, der wird in den höchsten Tönen über das jetzige vielfältige und bunte Spielfest im Volksparkstadion Mariendorf jubilieren. In früheren Jahren war das Spielfest durchaus eine Erfolgsgeschichte, die dann jedoch mit der Zeit abbröckelte. Der richtige Motor fehlte oder besser gesagt: Er lief nicht mehr auf Hochtouren. Da kam Philipp Mengel mit seinem Tuning-Programm gerade richtig. Aber der Reihe nach.


Im Jahr 2011 hat Mengel hauptberuflich bei „Krazy Town“ im Tempelhofer Hafen gearbeitet und für das damals eher magere Spielfest ein Segway-Angebot bereitgestellt. Zu der Zeit sah Philipp Mengel schon vor seinem geistigen Auge die großen Möglichkeiten auf dem Festgelände, wo zu der Zeit im Wesentlichen der Rocktreff seinen Schwerpunkt hatte: „Es hat mich gereizt und ich habe das große Potential gesehen.“ Dann bot er den Verantwortlichen des Bezirksamtes und des Jugendamtes seine Unterstützung an. 2012 ging es richtig los und das neue Spielfest war gleich erfolgreich. Da hatte Philipp Mengel „sein Kind“ gefunden, obwohl er zwischenzeitlich selbst auch stolzer Vater ist.

Der Anfang war nicht so einfach. Es waren viele Kontakte zu knüpfen, Termine wahrzunehmen, Menschen anzusprechen, zusammenzubringen und für die Idee zu werben und immer und immer wieder Überzeugungsarbeit zu leisten: „Die Akquise war am Anfang schon schwierig, weil Leute das Fest aus den Vorjahren kannten und enttäuscht waren oder ganz einfach andere Feste damit verwechselt haben.“ Nach und nach kamen mit den ersten Zusagen weitere Zusagen von Schulen, Kitas, Freizeiteinrichtungen und anderen, die unbedingt dabei sein wollten. Dann ist das Spielfest Jahr für Jahr gewachsen. Jetzt gibt es eher kleinere Wechsel. Das Spielfest ist mittlerweile auch ein hervorragender Werbeträger für die mitmachenden Gruppen, Vereine, Firmen und Institutionen.


2014 übernahm Mengel (hier mit Jugendamtsleiter Rainer Schwarz. re.) als Jugendamtsmitarbeiter für ein Jahr hauptberuflich die Leitung der gesamten Veranstaltung und andere Jobs rund um Sponsoring und Öffentlichkeitsarbeit. Danach hat sich Philipp Mengel beruflich auf ganz andere Herausforderungen im Veranstaltungsbereich eingelassen, hielt jedoch dabei dem Spielfest als ehrenamtlich Engagierter bis heute immer die Treue. Das Spielfest des Jugendamtes ist nicht mehr aus dem Veranstaltungskalender wegzudenken! Mittlerweile wird das Spielfest sehr gut besucht und ist längst kein Anhängsel des beliebten Rocktreffs mehr.

Philipp Mengel (Mi) im Gespräch mit Veranstaltungsleiter Ed Koch (lks) und Jugendamtsleiter Rainer Schwarz
Ohne Unterstützung geht gar nichts!

Philipp Mengel zum Spielfest: „Es baut sich alles auf das Engagement der Ehrenamtlichen auf!“ Von allen Seiten gab es auch in der Anfangszeit Unterstützung, denn man sah das Engagement und freute sich, dass sich jemand um das Spielfest kümmerte.

Rainer Schwarz und Jugendstadtrat Oliver Schworck im Gespräch
Die Gewinnung von Sponsoren hatte eine hohe Priorität, da ohne ausreichende Finanzen ein solches Fest nicht auf die Beine gestellt werden kann.

Einige „Hauptattraktionen“ (Aquabälle, Bungeehüpfen, Hüpfburg und Riesenrutsche) sind auch immer wichtig, wie Philipp Mengel betont.
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Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler (6. v.lks.) besuchte jeden Stand, hier von den Mariendorfer Jugendfreizeitstätten Bungalow und KiJuM (Foto Marlies Königsberg)
Dank der Unterstützung der Präsentatorin des Spielfestes, Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler, konnten und können gegen eine geringe Kostenbeteiligung die Hauptattraktionen genutzt werden.  Bei den meisten Angeboten der Träger, Schulen, Vereine, Firmen und Institutionen fallen keine oder nur sehr geringe Kosten an. Jeder kann was finden, auch wenn man keinen Cent mitbringt.








Denn der Eintritt für das Spielfest und für den Rocktreff ist frei!


Der Kletterturm ist eine Jugendamtsattraktion, zumal man von oben das ganze Festgelände gut überschauen kann.


Und natürlich gibt es viele Informationsstände rund um Kinder, Jugendlichen und Familien, aber auch die Lichtenrader Suppenküche und ein Lichtenrader Imker waren dabei.


Der Lichtenrader LortzingClub wird vom Jugendamtsleiter Rainer Schwarz besucht.


Bei dem Nachbarschaftszentrum Suppenküche Lichtenrade konnte T-Shirts bemalt werden.

Leider ist der beliebte Stand vom MedienPoint Tempelhof nicht mehr vertreten.

Der ehemalige Motor vom MedienPoint Tempelhof, der Radiomoderator Henning Hamann, der aus Gesundheitsgründen nicht mehr weiter machen konnte, und einige engagierte Kollegen ließen sich den Besuch des Spielfestes trotzdem nicht nehmen.

In diesem Jahr konnte das Handballturnier aus Zeitgründen der Vereine nicht durchgeführt werden, was Mengel ebenfalls sehr bedauerte.


Der Stand vom Präsentator des Spielfestes "Möbel Höffner" ist immer beliebt, denn hier kann man was gewinnen...




STADT UND LAND; immer mit tollen Spielangeboten und "Geschenken"...
Am Stand der Jugendamtes Tempelhof-Schöneberg gab es Informationen über alle Angebote und Aufgaben...:

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Foto Marlies Königsberg




Die große Aufregung aus der Anfangszeit ist beim Spielfest auch bei den Mitwirkenden laut Philipp Mengel gewichen, da jeder weiß, wo es langgeht: „Es läuft sehr gut!“. Da muss man nur die neuen Stände intensiver unterstützen. Viele haben mittlerweile Routine, was sich als stabilisierender Faktor positiv auswirkt. Daher würde es Philipp Mengel auch nicht gelten lassen, wenn man von zu wenig Abwechslung spricht: „Die Abwechslung ist schon dadurch gegeben, dass wir so viel unterschiedliche Angebote haben! Es kann jeder was finden, was ihm und ihr Spaß macht und die Träger bringen auch immer wieder neue Ideen mit.“

Als Besucherin des Spielfestes kam natürlich die Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler und ließ es sich nicht nehmen jeden Stand zu besuchen. Der Veranstalter, Stadtrat Oliver Schworck, switchte immer zwischen Rocktreff und Spielfest und führte viele Gespräche. Jugendamtsleiter Rainer Schwarz war auch an mehreren Tagen an Bord. Ein Informationsstand des Jugendamtes, an einem Tag Spielangebote der Mariendorfer Jugendeinrichtungen Bungalow und KiJuM, ein Stand des Kinder- und Jugendparlaments und der besagte Kletterturm waren die Angebote des öffentlichen Trägers.





Für die Durchführung des Spielfestes ist der Förderverein „Mitspielen e.V.“ im Nachbarschaftszentrum der ufaFabrik verantwortlich, der teilweise auch noch andere Angebote im Rahmen der Kapazitäten stemmt. Den Hut für diesen Verein hat, wie könnte es anders sein, Philipp Mengel auf. Und zu den Wünschen befragt erläutert Philipp Mengel: „Es wäre schön, wenn man berlin- oder deutschlandweit mehr von solchen Veranstaltungen durchführen würde. Besonders wichtig ist, dass Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen spielerisch Orientierungen bekommen. Ein wichtiger Punkt auch für die nächsten Generationen.“ Anders ausgedrückt: Mariendorf in die Welt tragen! Aber auch für Philipp Mengel hat der Tag nur 24 Stunden.









Der Rocktreff rockte auch wieder das Stadion im Volkspark Mariendorf

In diesem Jahr lag der Schwerpunkt der Nach-Berichterstattung beim Spielfest.

Damit soll in keinster Weise der vorbildliche, engagierte, höchst professionelle und ehrenamtliche Einsatz alle Rocktreff-Beteiligten geschmälert werden. Wir berichteten in den Vorjahren auch über die Dinge hinter den Rocktreff-Kulissen und vom ausgefeilten Sicherheitskonzept. Die Crew hat sich eine Woche komplett und oft viele Monate im Vorfeld dem Rocktreff verschrieben. Veranstalter ist das Jugendamt Tempelhof-Schöneberg und Träger der gemeinnützige Verein CPYE e.V.
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BVV-Vorsteher Stefan Böltes (lks) mit Ed Koch und den drei Moderatoren des Rocktreffs (Foto ;Marlies Königsberg)
Die Schirmherrschaft über den Rocktreff hatte auch in diesem Jahr der Vorsteher der Bezirksverordnetenversammlung von Tempelhof-Schöneberg, Stefan Böltes, übernommen. Die ehemalige BVV-Vorsteherin Petra Dittmeyer ist als Unterstützerin und gute Seele des Rocktreffs nicht mehr wegzudenken.

1984 wurde der Rocktreff vom Jugendamt und der ROCK-INI der Ev. Jugend Tempelhof und ihrem damaligen Front-Mann Michael Abou-Dakn gegründet.

Bekannt ist der heutige Prof. Dr. Michael Abou-Dakn als Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am Tempelhofer St. Joseph-Krankenhaus, wo deutschlandweit die meisten Kinder zur Welt kommen. Allein 2017 waren es 4.301. Alles potenzielle Spielfest- und später Rocktreff-Besuchende. Der Gehörschutz bei Kindern wird beim Rocktreff großgeschrieben und aktiv darauf geachtet, dass alle Kinder einen entsprechenden Schutz tragen.










Am Backstage-Eingang eine kleine Pause...




In diesem Jahr war sogar der Berliner Sänger Frank Zander als Gast dabei, um seinem Enkelsohn zuzuhören, der in der Eröffnungsgruppe „JamPaX“ schon am gut besuchten Freitag den Rocktreff rockte.
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Frank Zander heute vor der Bühne... vom Rocktreff (Foto Marlies Königsberg)
Übrigens spielen alle Bands zum Spaß, für die Ehre und ganz ohne Gage.

Der technische Leiter Sven Perschmann sorgte für die Sicherheit. Für die Organisation verantwortlich waren Andie Kraft und Dominik Ziebarth.



Nicht zuletzt gehört ein gewaltiger Anteil der Ehre Ed Koch, der über viele, viele Jahre den Rocktreff und das Spielfest als Jugendamtsmitarbeiter, aber auch mit viel ehrenamtlichen Einsatz gestemmt hat. Ohne Ed Koch und ohne die Freunde und die Crew hinter ihm würde es diese Veranstaltungen schon längst nicht mehr geben. Ed Koch wird im nächsten Jahr die Verantwortung im Jugendamt abgeben, aber sicherlich den Veranstaltungen und den beteiligten Menschen verbunden bleiben.


Wir freuen uns auf 2019, mit einem Spielfest und dem 36. Rocktreff!

Rocktreff-Impressionen vom 2. Tag:







Andie Kraft, einer der vielen ehrenamtlichen Festival-Ausrichter


Sponsor Stone Brewing im Marienpark unterstützt den Rocktreff.




Text: Thomas Moser

Fotos: Marlies Königsberg (4 Fotos/Tempelhofer Journal/DANKE!), Thomas Moser

Und was auch sehr wichtig ist: Sponsoren, Mitwirkende und Besucherzahlen

Zuschauerzahlen: Rocktreff 8.000 und Spielfest 6.700 und damit knapp unter der Marke von 15.000 Besuchern.

Sponsoren Spielfest

Angelika Schöttler, Bezirksbürgermeisterin, Möbel Höffner - Präsentator des Spielfestes, STADT UND LAND, Stromnetz Berlin GmbH

Sponsoren Rocktreff

Faces Veranstaltungstechnik, GeWo Süd, nitz + nitz , Optiker Hoppe, Petra Dittmeyer, BVV-Vorsteherin a.D., Popella Licht- und Tontechnik, PSD-Bank Berlin-Brandenburg - Präsentator des Rocktreffs, Radio Möller EURONICS, Rechtsanwältin Regina Körper, Riemer und Schultz Sanitär, Rockstar Energy Drinks, Social Elements Berlin, STAR FM - Präsentator des Rocktreffs, STONE BREWING World Bistro & Gardens, SWI Immobilienberatung, Uwe Saager, Bezirksbürgermeister a.D., Vierlande Food-Service, vitasyn care - Fritz Apotheke

Sponsoren Rocktreff und Spielfest

catering company, Marienpark, mediateam, Phrenetica Photography und Design, PieReg Druckcenter Berlin, stilbrand Designwerkstatt, Tempelhofer Journal

Mitwirkende des Spielfestes:
Amplifon, Bärlin Biker Crew, Bungalow und Kinder- und Jugendhaus Mariendorf, Deutsches Kinderhilfswerk, DLRG Schöneberg, Ev. Kita Rathausstraße, F.C. Stern Marienfelde, Förderverein LortzingClub e.V., Förderverein Schätzelberg Grundschule, Hort Rudolf-Hildebrand-Grundschule, IKT Stadtindianer Kita Tiponi, Imkerverein Lichtenrade e.V., Jugendberufsagentur - check up, Kinder- und Jugendparlament Tempelhof-Schöneberg, Kinderladen Marienkäfer , Kindertagespflege Kolibri, Kobukai - Kendoverein FU Berlin e.V., Michael Grass, MitSpielen e.V., Möbel Höffner, Nachbarschaftszentrum Suppenküche Lichtenrade e.V., Lothar Nest – Sportschule, Sonnetreff, STADT UND LAND, Stromnetz Berlin GmbH, Teakwondo Füchse Berlin e.V., TSV Marienfelde 1890 e.V., Jugendamt Tempelhof-Schöneberg

Und noch viele glückliche Gesichter...









Die umfängliche Vorberichterstattung: https://www.lichtenrade-berlin.de/news/nachbarn-news/1181-all-we-need-is-rock-n-roll-rocktreff-und-spielfest-2018


 

Kinder laden Michael Müller und Oliver Schworck ein

Wenn der Regierende Bürgermeister, der Tempelhof-Schöneberger Jugendstadtrat und die Bezirkspresse von Kindern angeschrieben werden, muss es sich um eine sehr wichtige Angelegenheit handeln. Und so war es auch! Die Kinder aus dem Kinderparlament des Jugendhilfeträgers Tannenhof Berlin-Brandenburg haben selbständig für Ende Juni 2018 ein Fußballturnier organisiert und auf dem Sportplatz der Nahariya-Grundschule in Lichtenrade durchgeführt. Auch an wen sie als Ehrengäste Einladungen schicken wollten wurde im Kinderparlament festgelegt.

Der Regierende Bürgermeister Michael Müller bedankte sich schriftlich bei den Kindern in einem Brief und entschuldigte sich wegen anderer wichtiger Termine.



Der Jugendstadtrat Oliver Schworck ließ es sich nicht nehmen und besuchte das Turnier, dankte für die Einladung und hielt eine kleine Ansprache.

Einleitend sagte Schworck: „Ich finde es großartig, dass ihr euch im Kinderparlament beteiligt und einbringt. Ich wünsche ein tolles, spannendes und faires Turnier!“ Die kommissarische Schulleiterin der Nahariya-Grundschule Dr. Petra Fleischmann ließ auch die Kinder grüßen. Ein Sportlehrer der Schule, der auch als Lehrer in Tagesgruppen im Tannenhof arbeitet, erzählte am Rande der Veranstaltung voller Freude über die Arbeit mit den Kindern, in die auch die Eltern mit einbezogen werden.
Brief Tannenhof Fussballturnier2018
Die Presse wurde handschriftlich vom 10-jährigen Lenox angeschrieben, der dem Reporter vom Jugendamt und von Lichtenrade persönlich vorgestellt wurde. Lenox konnte es kaum glauben, dass sein Brief eine Wirkung hatte und jetzt der Mann mit der Kamera erschien. So eine persönliche Einladung erhalten die Berichterstatter der Presse so gut wie nie. Darum haben sich viele, auch die nicht kommen konnten, für diese besondere Einladung ganz individuell bedankt.

Voller Eifer und Freude: Ein Fußballturnier der Kinder

Das Turnier wurde auf einem Kleinfeld durchgeführt und 5 Mannschaften kamen zusammen. Die Mädchen und Jungen aus den Tages- und Heimgruppen des Trägers Tannenhof Berlin-Brandenburg lauschten ganz aufmerksam den Ausführungen von Nils Feyerabend, der für den Tannenhof das Kinderparlament und die Aktionen begleitet.

Nils Feyerabend und Oliver Schworck
Nils Feyerabend ist als therapeutische Fachkraft in einer Wohngruppe vom Tannenhof tätig und ist zu einem Teil seiner Arbeitszeit für die Unterstützung der Kinder im Kinderparlament verantwortlich. Er strahlt die Freude bei seiner Arbeit mit Kindern erkennbar aus.

In dem Kinderparlament, das die demokratische Einbeziehung und Stärkung der Kinder- und Jugendlichen zum Ziel hat, wurden die Regeln des Turniers besprochen und festgelegt. Auch war von den Kindern entschieden, dass zu jeder Mannschaft eine erwachsende Person dazukommen kann und die sogar Tore schießen darf. Am Spielfeldrand konnte beobachtet werden, wie einzelne Spieler noch motivierende Hinweise bekamen und ihre Wichtigkeit betont wurde. Wunderbar zu beobachten, wie ernsthaft, engagiert und mit voller Freude die Kinder in das Turnier gingen. Viele Eltern und einige Großeltern kamen mit den Kindern und erfreuten sich an ihren Sprösslingen.



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Als glücklicher Gewinner ging das Team Portugal von der Wohngruppe „Haus am Hügel“ vom Platz. Die weiteren Mannschaften Königskaiser (Tagesgruppen Feuerwache), TALI-Kicker (Tagesgruppen Kinderhof), Galaktische Sieger (Wohngruppe Kinderhof) und Blitzspieler (Tagesgruppe Bauernhof) kamen aus Gruppen der vier Standorte des Jugendhilfebereichs vom Tannenhof Berlin-Brandenburg. Eine richtig großartige Aktion, die eine Menge Begeisterung bei den Kindern erzeugte. Es war auch ihr eigenes Turnier!

Das Kinderparlament vom Tannenhof

Die ganz bewusste und auch fest etablierte Beteiligung der Kinder begann beim Tannenhof im Rahmen einer „Demokratiewoche“ in den Herbstferien 2017. Dann nahm das Thema Partizipation richtig Fahrt auf. Es wurden in jeder Gruppe Kinderräte gewählt und Anfang des Jahres 2018 wurde ein Kinderparlament eingerichtet, in dem die Sprecherinnen und Sprecher der Gruppen vertreten sind.

In einer Mitteilung vom Tannenhof heißt es: „…wir betreiben insgesamt 7 Tages- und Wohngruppen für Kinder. Mit den Zielen der Demokratiestärkung und der Partizipation wurde aus allen Gruppen heraus …ein Kinderparlament gegründet, in welchem regelmäßig die Kinder zusammenkommen, sich eigenständig besprechen und nur moderiert durch Erwachsene, Themen ihres Tannenhof-Alltages diskutieren.“ Konkret ausgedrückt bedeutet die Beteiligung der Kinder und Jugendlichen, dass sie Verantwortung übernehmen, Selbstständigkeit erlernen, eine Stärkung des Ichs, einen fairen Umgang lernen und viele andere positive Wirkungen dadurch erreicht werden. So gibt es im Kinderparlament bei den monatlichen Sitzungen regelmäßig wechselnd einen Moderator, Zeitnehmer und Protokollanten. Vielleicht wird es in der Zukunft noch eine Verbindung zu dem umtriebigen bezirklichen Kinder- und Jugendparlament von Tempelhof-Schöneberg geben. Aber die Vorortarbeit beim Tannenhof soll jetzt erst einmal richtig anlaufen.

Der Träger Tannenhof Berlin-Brandenburg ist auch wegen der Arbeit in der Suchthilfe in ihren unterschiedlichsten Formen bekannt. In entsprechenden stationären und ambulanten Therapien werden auch Klienten mit Kindern unterstützt. Eine Besonderheit ist, dass die Kinder bei den Eltern bleiben können und parallel gefördert und unterstützt werden.

Thomas Moser

https://www.tannenhof.de


 

Die Berliner Zeitung berichtete am 28. Juni 2018:

Zwischen den S-Bahnhöfen Lichtenrade und Mahlow haben Bauarbeiter am Donnerstagnachmittag Sprengstoff gefunden. Wie ein Polizeisprecher der Berliner Zeitung bestätigte, wurden die Entschärfer der Kriminaltechnik zur Wolziger Zeile, Ecke Golzstraße zu einem „verdächtigen Gegenstand“ gerufen.
sbauarbeiten Wolzier Archiv
Archivfoto von der Wolziger Zeile aufgenommen (Thomas Moser)
Nach Angaben von Ermittlern befanden sich in der Kiste etwa vier Kilogramm Sprengstoff - augenscheinlich Industriesprengstoff - und mehrere Zünder. Der Sprengstoff stammt wohl nicht aus dem Zweiten Weltkrieg, wurde aber vor mehreren Jahren dort vergraben, möglicherweise schon vor der Wende, sagen Polizisten.

Die Sprengstoffexperten der Polizei transportierten das Behältnis  zum Sprengplatz Grunewald, wo es weiter untersucht wird. Die Bahnstrecke war von 14.45 bis 15.40 Uhr gesperrt. „Wir ermitteln wegen Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz“, sagte der Polizeisprecher.


 

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