Liebhaber historischer Ansichten können sich auch das nächste Jahr an hochwertigen Postkarten-Kalenderblättern aus dem Tempelhofer Kiez erfreuen. Schon seit vielen Jahren verzaubert der Heimatforscher und Postkartensammler Hans-Ulrich Schulz mit einem sehr ansprechenden Kalender „Tempelhof uns seine Vororte in alten Ansichten“ mit historischen Postkarten aus Tempelhof. Auch für 2019 hat er wieder in seinen umfangreichen Schätzen gestöbert und in Zusammenarbeit mit dem Verlag Morgana-Edition einen Kalender herausgebracht. In den Tempelhofer inhabergeführten Buchhandlungen kann das Werk für 13 Euro erworben werden. Ein perfektes Weihnachts- oder Geburtstagsgeschenk!

Das Deckblatt zeigt eine interessante Lithokarte aus Freibergs-, später Blümels Garten, der direkt am Eingang zum heutigen Volkspark Mariendorf gelegen war. In dem unter Denkmalschutz stehenden Gebäude, viele Jahre Kindertagesstätte, ist heute das Jugendfreizeitheim Bungalow beheimatet. Der Kartentext, geschrieben 1905, weist auf einen Mariendorfer Kriminalfall hin: „Unweit der Bobbe-Falle sitzen wir hier und gedenken Euer bei einem Glase Bier.“ Schulz erläutert jeweils in kurzen Begleittexten die Hintergründe zu den Postkarten. So gibt er auch Hinweise zu diesen Hintergründen: Dies weist auf ein grausiges Verbrechen hin, das 1901 nahe dem Eckernpfuhl in einem alleinstehenden Haus geschah. Bobbe war der Name eines Zuchthäuslers, der die Frau seines Vermieters sowie zwei Jungen ermordete, einen Geldbriefträger schwer verwundete und bei seiner Flucht auch noch seinen Vermieter anschoss, bevor er sich selbst mit einem Kopfschuss tötete. Die Opfer warf er in eine selbst ausgehobene Gruppe unter seinem ebenerdigen Zimmer, der sogenannten „Bobbe-Falle“.

Für die Lichtenrader hat Hans-Ulrich Schulz gleich drei Ansichten gefunden.
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Im März zeigt die Postkarte den Blick auf das Christophorus-Kinderkrankenhaus, Pfarrhaus und Kirche der St. Salvator-Kirche (damals noch ohne Turm) um 1940 in Briesing- Ecke Bahnhofstraße. Das Kinderkrankenhaus wurde am 5. Februar 1933 eröffnet und 1995 in des Tempelhofer St. Joseph Krankenhaus eingegliedert. Heute ist im umgebauten ehemaligen Krankenhaus unter anderem das Bezirksamt Tempelhof mit dem Bürger- und Jugendamt vertreten. Für die Bibliothek ist der Umzug in den Alte Mälzerei geplant.

Im August geht der Blick in den Lichtenrader Heimweg um 1922. Nach dem ersten Weltkrieg wurde durch die Siedlungsgemeinschaft der Gemeinde Lichtenrade die Abendrotsiedlung mit Gartenstadtcharakter zur Selbstversorgung erbaut. Die würfelförmigen Häuser entstanden als Doppel- und Reihenhäuser mit Gärten und Kleintierhaltung.

Lichtenrade Süd 1917 wird in einer weiteren Karten betrachtet: Mietshäuser stehen zu dieser Zeit in der Umgebung Papestr./Ecke Moltkestraße nur wenige. Beide Straßen wurden nach dem 2. Weltkrieg umbenannt, heute Horstwalder Straße / Ecke Rehagener Straße.

Insgesamt werden 13 Karten von Hans-Ulrich Schulz präsentiert.

Für Marienfelder dürfte der noch heute bewirtschafte „Gasthof zur grünen Linde“ in der Dorfaue Marienfelde (Dorfstraße 40, heute Alt-Marienfelde 28) besonders interessant sein. Errichtet wurde die „Grüne Linde“ bereits 1830. Hier wurden auch Ausspann- und Übernachtungsmöglichkeiten angeboten. Der Saal für Festlichkeiten wurde während des 2. Weltkrieges durch Bomben zerstört.

Für alle Tempelhofer dürfte die „Urzelle“ des heutigen Karstadt-Kaufhauses für Aufmerksamkeit sorgen. Edmund Elend eröffnete das Kaufhaus Tempelhof an der Berliner Straße/ Ecke Friedrich-Wilhelmstraße. Später baute er ein großes Gebäude am heutigen Standort Ecke Kaiserin-Augusta-Straße. In der NS-Zeit arisiert als Kaufhaus Sera übernahm Carl Walden es 1950. Im Jahr 1967 hat Karstadt das Geschäft erworben. Das Gebäude wurde um 1980 unter Nachbildung der ehemaligen Fassade neu errichtet.

Und Schulz macht noch viel mehr

Im Jahr 2009 veröffentlichte der Heimat- und postgeschichtlich interessierte Mariendorfer das Handbuch mit Katalog „Im Zeichen der Luftbrücke.“ Diese Ausgabe ist leider vergriffen. Eine dritte erneut überarbeitete Auflage wird Anfang bis Mitte 2019 erscheinen.

Vom 26. bis 28. April 2019 findet die „AeroBerlin 2019“, eine Briefmarken-Ausstellung Rang 2, mit internationaler Beteiligung im Rathaus Schöneberg statt. Themen: 100 Jahre erste amtliche Luftpost in Deutschland, 70 Jahr Berliner Luftbrücke und 60 Jahre Forschungsgemeinschaft Berlin. Veranstaltungsleiter ist, wie kann es anders sein, der engagierte Hans-Ulrich Schulz. Die Vorbereitungen laufen schon auf Hochtouren.

Technische Daten für die Kalender: 13 Seiten Bilderdruck auf 250 g Papier, Größe 31 x 37 cm; die Ansichtskarten sind auf 26 x 17 cm vergrößert und mit einem erklärenden Text versehen. Der Kalender erscheint in einer limitierten Auflage und ist in den Tempelhofer inhabergeführten Buchhandlungen zu einem Preis von 13 Euro zu erwerben (Kalcher-Kronauer in der Manfred-von-Richthofen-Str. 19, Menger am Tempelhofer Damm 186, Lichtenrader Bücherstube in der Bahnhofstraße 25 und für Mariendorf bei Lotto-Kaiser am U- Bahnhof Westphalweg) oder kann beim Verlag (Porto 5 €) bestellt werden. Der Kalender ist für Tempelhof interessierte Menschen sicherlich genau das richtige Weihnachtsgeschenk.

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Email zum Verlag Morgana-Edition: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Thomas Moser

Artikel zum Bericht über „Im Zeichen der Luftbrücke“: http://www.lichtenrade-berlin.de/news/nachbarn-news/532-zum-ende-der-berlin-blockade-vor-65-jahren-im-zeichen-der-luftbruecke

Vorab-Terminhinweis für eine ganz besondere Briefmarken-Ausstellung:

Vom 26. bis 28. April 2019 findet die „AeroBerlin 2019“, eine Briefmarken-Ausstellung Rang 2, mit internationaler Beteiligung im Rathaus Schöneberg statt. Themen: 100 Jahre erste amtliche Luftpost in Deutschland, 70 Jahr Berliner Luftbrücke und 60 Jahre Forschungsgemeinschaft Berlin.

Thomas Moser


 

Eine der größten Veranstaltungen in Deutschland
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Herbstferienzeit ist Modelleisenbahnzeit. Jedenfalls traditionell in der Marienfelder Gustav-Heinemann-Oberschule, in der man schon seit vielen Jahrzehnten ein Herz für Modellbahnen hat und die Schülerinnen und Schüler dafür begeistert. Hier findet die Historische Modelleisenbahnausstellung Berlin statt; eine der größten Veranstaltungen in Deutschland. Modellbahner aus vielen Länder reisen an und die Schule präsentiert auch ihre einmalige Anlage.

Genau in der Mitte der Herbstferien war auch in diesem Jahr die Zeit zum Staunen in Marienfelde! Vom 27. bis 28. Oktober 2018 verwandelte sich die Gustav-Heinemann-Oberschule in der Marienfelder Waldsassener Straße zu einem  Treffpunkt für Sammler und Freunde alter Modellbahnen.

Die jährlich stattfindende Veranstaltung zählte diesmal sogar 43 Anlagen, Stationen und Schaukästen. Sie ist erneut gewachsen und zählt zu den größten ihrer Art in Deutschland. Die Aussteller und Besucher kamen aus ganz Deutschland und sogar aus dem Ausland nach Berlin angereist.

Auch der Eisenbahnfreund aus England ist wieder angereist und präsentiert seine schmucken neu lackierten Modelle.
Aussteller aus England, aus den Niederlanden, aus Frankreich, aus Österreich und aus der Schweiz besuchen immer gerne die Ausstellung und können zu den Themen auch immer wieder viele neue Dinge zeigen.







Die große Modulanlage der Berliner Stadtbahn, in über 35 Jahren von der Modellbahn-Arbeitsgemeinschaft der gastgebenden Schule gebaut, wurde wieder im Zentrum der Ausstellung im Foyer gezeigt und begeisterte. Interessant zu beobachten war die Begeisterung der Schüler; wobei tatsächlich Schülerinnen nicht gesehen wurde. Hier muss man sich zumindest um den männlichen Nachwuchs keine Sorgen machen. Es gibt auch schon jüngere Lehrer, die in der AG mitmachen. Hier würde man sich aber doch noch etwas mehr Lehrernachwuchs wünschen; zurzeit sind einige Lehrer im Ruhestand noch dabei aktiv sind. In einem Gespräch mit einem ehemaligen Schüler kam heraus, dass die Deutsche Bahn – DB Netz für die Schule und die AG Kooperationspartner ist und er selbst aktiv mitmacht. So kommt es offenbar auch zu Win-Win-Situationen und die DB kann auch etwas aktiv für ihren eigenen Nachwuchs tun. Der ehemaliger Schüler ist sozusagen das Bindeglied zum Unternehmen und als Mitarbeiter der DB Netz aktiv in der AG der Schule dabei.







Diese Anlage hat die Berliner Stadtbahn zum Vorbild und zeigt üblicherweise einen dichten Verkehr mit modernen ICE-, EC- und RE-Zügen sowie S-Bahnen. Diesmal wurden aber, passend zur historischen Modellbahnausstellung, vor allem ältere Züge aus der 1950er bis 1980er Jahren fahren.

Vom 9. bis 11. November 2018 nimmt die Arbeitsgemeinschaft der Schule mit der kompletten Anlage an der 7. Internationalen Modellbahnausstellung im FEZ Berlin teil. Auch mal wieder eine Ausstellung, die sicher interessant werden dürfte.

Der Hauptverantwortliche war wieder Dieter Weißbach von den TRIX-EXPRESS-Freunden Berlin, der die Fäden sicher in der Hand hatte. Am Herzen lag ihm die Station 5, in der die Vertreibung der jüdischen Spielwarenfabrikanten 1938 aus Deutschland an Hand von Stefan Bing nachzulesen war. Es wurde die Ausgrenzung und Verfolgung in der Nazi-Zeit beschrieben: „Eine Zeit, die sonst in Ausstellungen gar nicht erwähnt wird“, wie Weißbach erläutert.


Jedes Jahr gibt es Schwerpunkte in der Ausstellung, die von den „TRIX EXPRESS Freunden Berlin“ mit viel Engagement und Liebe zusammengestellt und präsentiert wird. Das Motto für die große Ausstellung in 2018 hieß „Stromlinienlokomotiven und Geschwindigkeitsrekorde.“ Diesmal wurden diese Themen konkret im Mittelpunkt stehen: - Stromlinienlokomotiven der 1930er Jahre, Internationale Expresszüge, die Berliner S-Bahn und Tinplate-Bahnen in Spur 0. Zum historischen Anlass des Themas hieß es: „In den 1930er Jahren konnten neue technische Entwicklungen für die Eisenbahn erschlossen werden, um die Lokomotiven leistungsfähiger und die Züge schneller zu machen. Gleichzeitig erhielten die Lokomotiven aus der Luftfahrt entlehnte stromlinienförmige Verkleidungen, um den Luftwiderstand zu verringern und damit die Geschwindigkeit weiter zu erhöhen. Ein regelrechtes Stromlinienfieber brach aus.“ Stichworte für Eisenbahnfans sind der Schienenzeppelin mit seinem Propeller, der „Fliegende Hamburger“, aber auch Dampflokomotiven mit ihren Stromlinienverkleidungen. Auch TRIX war bei diesem Thema dabei. Dazu hieß es: „TRIX TWIN folgt 1939 mit einem Modell der englischen Stromlinienlokomotive Coronation der LMS. Das Vorbild dieser Lokomotive 6220 wurde im Frühjahr 1939 zusammen mit ihrem neuen Expresszug in die USA gebracht. Sie wurde dort auf der New Yorker Weltausstellung, die in den Sommermonaten 1939 und 1940 stattfand, präsentiert.“



Auch war wieder ein historisches Straßenbahnmodul enthalten und die Ansagen waren inklusiv.

In vielen Klassenräumen ging es weiter...




Die diesjährige Ausstellung hat man sich neben den Stromlinienlokomotiven und den schnellen Expresszügen beispielsweise auch mit folgenden weiteren Themen befasst: Durch die Modulanlage der GHO-Schul-AG waren S-Bahnen schon immer auf der Ausstellung vertreten. Diesmal hat der Veranstalter gezielt geschaut, was noch zu diesem Thema präsentiert werden kann.



In Vitrinen gab es schöne Modelle zu bestaunen und auf einer Märklin-Anlage fuhren von Sammlern zur Verfügung gestellte S-Bahn-Modelle. In Zeiten, in denen in Europa und auch weltweit wieder neue Grenzen entstehen, haben die Aussteller den Blick auf internationale Express-Züge und offene Grenzen gerichtet.


So wurde auch eine No-Brexit-Bahn präsentiert, auf der britische, französische und deutsche Züge ungehindert Verbindungen auf einer vereinfachten Europa-Platte hergestellt haben. Die Sammlerfreunde haben durch das Hobby viele Kollegen in den Nachbarländern kennengelernt und sehen insbesondere die Brexit-Entwicklung mit großer Sorge. Eine Rekonstruktion des Kibri-Schaustücks Zeppelin-Flughafen aus dem Jahr 1930 hat man auch gezeigt.





Eine wirklich schöne Schaufensteranlage, die noch durch einen funktionierenden Gasometer ergänzt wurde.












Wie bereits in den letzten Jahren konnten sich die kleinen und großen Besucher wieder an einigen Spur 0 Tinplate-Bahnen erfreuen.


TT-Spur in Marienfelde:








Auch war die Ausstellung wie bisher nicht nur auf TRIX EXPRESS beschränkt sein, auch historischen Bahnen von Bing, Bub, Märklin, Fleischmann und anderen Marken sowie andere Spurweiten waren zu sehen. Neu vertreten waren die Berliner Unterwelten, die ein Modell des Fichtebunkers in Kreuzberg zeigten.


Auch wiesen sie mit anderen Modellen auf die Geschichtsausstellung „Mythos Germania – Vision und Verbrechen“ hin. Die Nazi-Planungen im Städtebau u.a. in ihrem Verhältnis zum Reichstag oder zum Brandenburger Tor wurden ansatzweise gezeigt und zeigen den Größenwahn der damaligen Machthaber.

Eine wirklich einmalige und immer wieder abwechslungsreiche historische Modellbahn-Ausstellung, die viel Spaß aber auch viele Informationen bringt. Danke den Veranstaltern und der Gustav-Heinemann-Oberschule.


Nach der Ausstellung ist vor der Ausstellung: So steht für die Planung in 2019:das Wochenende Samstag 12.10.2019 und Sonntag 13.10.2019. Das ist wieder in der Mitte der Berliner Herbstferien

Thomas Moser (auch alle Fotos)

www.trixstadt.de

https://modellbahn-gho.de/

https://www.berliner-unterwelten.de/


 

Zum zehnten Geburtstag der Kindertagesstätte in der Lichtenrader Blohmstraße besuchte die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Franziska Giffey, am 23. Oktober 2018 die Einrichtung vom Nachbarschaftszentrum NUSZ der ufaFabrik. Seinerzeit wurde die Kita auf Initiative des UnternehmensNetzwerks Motzener Straße gegründet. Früher war in den Räumen der Kita die Werkskantine der Firma Herdegen. Daran erinnert heute nichts mehr, obwohl hier immer noch leckeres Essen Vorort für die Kinder gekocht wird.
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Die Ministerin im lockeren Gespräch mit den Kindern.

Gruppenbild mit Kindern...

Bei ihrem Besuch informiert sich die Ministerin über die Entwicklung der Kita und über ihre enge Kooperation mit dem UnternehmensNetzwerk im nahegelegenen Industriegebiet.

Die Kita ist auch ein Angebot an Beschäftigte aus Unternehmen des Industriegebiets, die Kinder während der Arbeitszeit ihrer Eltern zu betreuen.

Bei ihrem Besuch wurde Franziska Giffey von der Bürgermeisterin des Bezirks Tempelhof- Schöneberg, Angelika Schöttler und vom Vorsitzenden des UnternehmensNetzwerks Motzener Straße, Ulrich Misgeld, begleitet.

Foto: Rainer Jahn, Ulrich Misfeld, Dr, Franzika Giffey, Renate Wilkening, Angelika Schöttler
Auch ließ es sich das Ehrenmitglied vom UnternehmensNetzwerk Rainer G. Jahn nicht nehmen, dem Jubiläum und dem hohen Bundesbesuch beizuwohnen. Jahn war sozusagen der Vater und Geburtshelfer der Idee, dass das UnternehmensNetzwerk einer Kita Raum gibt und auch ansonsten aktiv unterstützt.


Ministerin Giffey mit Ulrich Misgeld
Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey hat die Kindertagesstätte in der Lichtenrader Blohmstraße als gelungenes Beispiel für unternehmerisches Engagement gewürdigt. Am Herzen lag ihr besonders der familienfreundliche Aspekt. Was für den Träger eine Selbstverständlichkeit ist, muss Giffey sonst oft betonen: Kitas sind Bildungseinrichtungen.

Dies kann man im Eingangsbereich der Kita dann auch deutlich erkennen und nachlesen. Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey: „Ich bin beeindruckt, was die Unternehmen im Netzwerk Motzener Straße zusammen mit dem Kitabetreiber auf die Beine gestellt haben. Auf Initiative des Netzwerks und seiner Unternehmen sind zusätzliche Kitaplätze entstanden, die nicht nur für Kinder von Firmenmitarbeiterinnen und -mitarbeitern zur Verfügung stehen. Dieses Beispiel darf durchaus Nachahmer finden.“ Für die Bundesministerin ist eine ausreichende Kapazität, qualifiziertes Personal und die Qualität der Arbeit in allen Kitas wichtig. Sie führt aus, dass ihr Ministerium eine Fachkräfteinitiative anschieben wird. Im Gespräch nennt sie Beispiele in Bundesländern, wo ausreichend Personal angeworben werden konnte, dies jedoch auch mit einer guten Bezahlung bereits in der Ausbildung einherging. Ein wichtiges Anliegen ist von Dr. Franziska Giffey das Unternehmensnetzwerk „Erfolgsfaktor Familie“ wo es um das Teilen von Erfahrungen und das Entwickeln von Ideen geht.

Dafür weist sie auf den Flyer und auf die Internetseite hin, wo sich Unternehmer anmelden sollten.

Das UnternehmensNetzwerk hatte die Kindertagesstätte im Jahr 2008 als zusätzliches Angebot für die Kinder von Beschäftigten in den Netzwerkbetrieben gegründet. Seit 2013 ist mit dem NUSZ, dem Nachbarschafts- und Selbsthilfezentrum in der UFA- Fabrik e.V. ein kompetenter Träger an Bord, der neben der Kita in der Blohmstraße noch weitere Einrichtungen in verschiedenen Stadtteilen unterhält. Derzeit sind etwa 10 Prozent der 78 Kitaplätze durch Kinder aus den Unternehmen belegt. Zurzeit sind 76 Plätze belegt. Die Kinder werden von neun pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und zwei Heilpädagogen betreut.

Für den Vorsitzenden des Unternehmensnetzwerkes, Ulrich Misgeld hat die Kita im Industriegebiet eine besondere Bedeutung als Werbefaktor. Misgeld: „Die Unternehmen am Standort machen bei Bewerbungsgesprächen immer wieder sehr positive Erfahrungen, wenn sie bei entsprechendem Bedarf auf die Kita hinweisen können. Ein Beschäftigungsverhältnis scheitert also mit Sicherheit nicht an Schwierigkeiten bei der Kindesunterbringung.“ Zufrieden äußert sich auch Kita-Leiterin Elke Kirschenhofer: „Die besondere Lage der Kita zwischen Wiesen und Wirtschaft verschafft uns auf kurzen Wegen viele unterschiedliche Möglichkeiten, täglich ein abwechslungsreiches Programm für unsere Kitakinder zu gestalten. Schnell sind wird im Naturpark Marienfelde, oder wir können im Industriegebiet Firmen besichtigen.“

Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler freut sich über das Angebot: "Ich bin davon überzeugt, dass dies ein wichtiger Baustein zum Thema Fachkräftesicherung ist, denn Flexibilität in der Kinderbetreuung ist essentiell. Am Standort war die Realisierung nicht ganz einfach, da es sich um ein Industriegebiet handelt, aber der Aufwand hat sich gelohnt".

Für Renate Wilkening, die Geschäftsführerin des NUSZ, die alle Gäste begrüßte, ist die hier gelebte Kooperation mit den Unternehmen „eine wertvolle Erfahrung und ein besonderes Aushängeschild für die Kita.“ Ministerin Giffey nahm sich ausführlich Zeit für die Besichtigung und kam dabei mit den Kindern, aber auch mit den Verantwortlichen ins Gespräch.

Für die Kinder hatte sie auch kleine Geschenke dabei. Ein sehr sympathischer und natürlicher Gast in Lichtenrade, der die praktischen Erfahrungen aus der Neuköllner Lokalpolitik unaufgeregt und kompetent in der Bundespolitik umsetzt!

Die Initiatoren vom UnternehmensNetzwerk kamen nicht mit leeren Händen zum Jubiläum. Zum zehnten Geburtstag spendete das UnternehmensNetzwerk Turnringe für den Sportraum der Kita.

Das Industriegebiet Motzener Straße und das UnternehmensNetzwerk Zahlen und Fakten:

Das Gewerbe- und Industriegebiet Motzener Straße liegt in südlicher Stadtrandlage, unmittelbar an der Landesgrenze zu Brandenburg. Über die Bundesstraßen B 96 und B 101 auch den Berliner Ring A 10, vom Flughafen Berlin-Brandenburg International sowie von den beiden Güterverteilzentren Berlin-Süd und Berlin-Ost ist der Industriestandort Motzener Straße schnell zu erreichen.

Mit der S-Bahn-Linie 2, die ebenfalls direkt in die City führt, sowie mehreren Buslinien ist das Gebiet gut in das regionale ÖPNV-Netz integriert.

Mit seinen 112,5 ha zählt das Gewerbe- und Industriegebiet zu den größten gewerblichen Bereichen im Bezirk Tempelhof-Schöneberg von Berlin.

Der Standort Motzener Straße weist die höchste Industriequote der drei bezirklichen Industriegebiete auf: Insgesamt sind rund 200 Betriebe mit gut 5.000 Beschäftigten auf dem Gelände tätig. Davon gehören knapp die Hälfte der Betriebe und rund 80

Prozent der Beschäftigten zum "Produzierenden Gewerbe". 60 dieser Betriebe mit ca. 2.500 Beschäftigten gehören zu der seit 2005 bestehenden Standortinitiative UnternehmensNetzwerk Motzener Straße. Das Netzwerk finanziert sich aus den Mitgliedsbeiträgen der Partnerunternehmen, fördert den Erfahrungsaustausch und organisiert Aus- und Weiterbildungsaktivitäten. Zum Netzwerk gehört auch die durch die Partner errichtete Kita im Industriegebiet.

Das Projekt NEMo ist im Rahmen des bundesweiten Innovationswettbewerbes „Deutschland – Land der Ideen“ als „Ausgezeichneter Ort 2016“ prämiert worden und war in 2015 „Projekt des Monats“ der Nationalen Klimaschutz Initiative.

Thomas Moser

Link zur Kita: https://www.nusz.de/start/kindertagesstaetten/kindertagesstaette-blohmstrasse/

Link zum UnternehmensNetzwerk Motzener Str. e.V.: http://www.motzener-strasse.de/

Link zum „Erfolgsfaktor Familie“: https://www.erfolgsfaktor-familie.de/
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Wolfgang Krueger (*5.12.1937) ist im Alter von 80 Jahren in der Nacht zum 14. Oktober 2018 nach schwerer Krankheit verstorben und viele Lichtenrader und Tempelhofer trauern.
Wolfgang Krueger Foto Fred Baumgart
Wolfgang Krueger (Foto: Fred Baumgart)
Der verdiente Bezirksbürgermeister von Tempelhof a.D. und aktive Lichtenrader Wolfgang Krueger wohnte in Lichtenrade und setzte sich aktiv auch nach seinem Ruhestand für die Belange der Bürger ein.

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Wolfgang Krueger mit seiner Frau Carmen beim Bundeswehrkonzert der AG Bahnhofstraße am 15. November 2017

Seit Kriegsende wohnte Wolfgang Krueger, Sohn eines Tischlermeisters, in Lichtenrade. „Die Mutter stammt aus Pommern, der Vater aus Ostpreußen und der Piepel ist in Berlin geboren“, erzählte Krueger. Wolfgang Krueger wurde wie sein Vater Tischler und Zimmermann. Sein Abitur hat er an der Abendschule gemacht. Danach studierte er an der Staatlichen Ingenieurschule für Bauwesen und an der Technischen Universität Berlin. Als Bauleiter war er zum Beispiel am Reichstag und für die Stiftung Preußischer Kulturbesitz tätig.
Nebenbei war Wolfgang Krueger politisch engagiert. 1957 tritt er in die CDU in Lichtenrade ein. Er beginnt in der Jungen Union. 1967 ist er für die CDU in die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) in Tempelhof eingezogen.
1980 ist er Bezirksstadtrat für Gesundheit geworden. Ein Jahr später wurde er Baustadtrat. In diesem Amt blieb er 10 Jahre. 1991 wurde das Lichtenrader Urgestein als Nachfolger von Siegmund Jaroch Bezirksbürgermeister und ist 1995 in diesem Amt bestätigt worden. Nach einer schweren Herzoperation im Dezember 1997 konnte und wollte er dieses Amt nicht mehr ausüben.
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Wolfgang Krueger (re) in der Bürgermeister-Galerie im Rathaus Tempelhof
Wolfgang Krueger hat zum Wohle der Bürger gesetzliche Spielräume genutzt und war ein Bürgermeister, „der ohne politisch eingefärbte Brille alle Tempelhofer vertreten hat“ (Aussage des seinerzeitigen SPD-Fraktionsvorsitzenden Wöhrle).
Innerhalb der CDU wirkte er über Jahre als Ortsvorsitzender und war von 1987 bis 1993 zudem Kreisvorsitzender der CDU Tempelhof. Wolfgang Krueger war Ehrenvorsitzender der Lichtenrader CDU, Ehrenvorsitzender in der Aktionsgemeinschaft Bahnhofstraße und auch ehrenamtlich bei der Bürgerinitiative Dresdner Bahn und in vielen anderen Vereinen tätig. Zum Beispiel demonstrierte Wolfgang Krueger auch gegen die geplanten abgeknickten Flugrouten, die nach Eröffnung des neuen Flughafen in Schönefeld auch über Lichtenrade führen sollten bzw. Lichtenrade streifen sollten.


Foto vom 3. März 2018

Erst Anfang des Jahres wurde der Altbürgermeister zu seinem 80. Geburtstages und seiner 60jährigen CDU-Mitgliedschaft mit einem Festakt gewürdigt, an dem auch der frühere Regierende Bürgermeister Eberhard Diepgen teilnahm.
In einem Nachruf der CDU Lichtenrade schreibt der Bundestagsabgeordneter Dr. Jan-Marco Luczak: „Mit Wolfgang Krueger verlieren wir einen wichtigen Wegbegleiter, Ratgeber und Freund. Wir alle haben ihm viel zu verdanken. Sein Name war und wird immer auf das Engste mit der Kommunalpolitik in unserem Bezirk und insbesondere in Lichtenrade verbunden sein. Unser Ortsteil und seine Menschen standen für Wolfgang Krueger immer im Mittelpunkt. Auch nachdem er nicht mehr in Amt und Würden war, prägte er die Geschicke Lichtenrades etwa im Rahmen der Aktionsgemeinschaft Bahnhofstraße oder der Bürgerinitiative Dresdner Bahn maßgeblich mit. Die Menschen in Lichtenrade haben ihm dafür allergrößte Wertschätzung und Respekt entgegengebracht. Wolfgang wurde 80 Jahre alt. Ich bin dankbar, dass ich ihn ein Stück seines Weges begleiten durfte und er mir immer mit wertvollem Rat zu Seite stand. Er wird mir fehlen. In diesen schweren Stunden sind unsere Gedanken und unsere Anteilnahme bei seiner Frau Carmen. Wir werden Wolfgang ein ehrendes Andenken bewahren.“
Ed Koch von PaperPress schreibt in einem Nachruf: „… auch im restlichen Tempelhof genoss Krueger ein hohes Ansehen, auch innerhalb der Bezirksverwaltung. Er war ein Chef, mit dem man reden konnte, der allerdings auch klare Kante zeigte, wenn es erforderlich war. Krueger war Bürgermeister zu einer Zeit, als alle, bis auf einen Stadtrat der CDU angehörten. Dieser eine war der Sozialdemokrat und spätere Bürgermeister von Tempelhof-Schöneberg Ekkehard Band. Krueger ließ ihn nie im Regen stehen, sondern bezog ihn in die politischen Abläufe mit ein. Krueger war fair gegenüber jedermann. Sein Markenzeichen war es, das Krawattenende, also die Spitze, während eines Gespräch nach oben ein- und wieder herunterzurollen. War es ein Trick oder tat er es unbewusst? Er hat es nie verraten. Wolfgang Krueger war ein sehr angenehmer, freundlicher Mensch.“
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Ich bin sehr traurig und denke immer gerne an Wolfgang Krueger... als Lichtenrader "Weggefährten" und als Bürgermeister, der mich auch dienstlich sehr bei der PC-Einführung im Jugendamt Tempelhof vor vielen Jahren mit Tatkraft unterstützt hat… in einer Zeit, wo es fast noch keine Computer in der Verwaltung gab. Was musste, musste halt sein und da hat Wolfgang Krueger dann einfach gehandelt und schnell notwendige finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt. Auch denke ich gerne an Wolfgang Krueger als liebenswerten Menschen und an das Vereinsmitglied im Landheimverein Tempelhof. Ich bin in Gedanken bei seiner Ehefrau und wünsche seiner lieben Frau Carmen viel Kraft.
Thomas Moser (auch Fotos; bis auf 1. Foto: Fotograf Fred Baumgart http://www.fotograf-baumgart.de/

Allen Bürger_innen wird ab Freitag, dem 19. Oktober 2018, die Gelegenheit gegeben, sich in das Kondolenzbuch im Foyer des Rathauses Tempelhof einzutragen und sich zu verabschieden.
Der Bezirksverordnetenvorsteher Stefan Böltes und Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler sprechen gemeinsam den Angehörigen und Freund_innen ihre Anteilnahme aus.
Wolfgang Krueger hat das politische Leben und den Bezirk Tempelhof stark geprägt.
Die Bezirksbürgermeisterin von Tempelhof-Schöneberg Angelika Schöttler hat sich als Erste in das Kondolenzbuch eingetragen.
Das Kondolenzbuch liegt ab Freitag, dem 19. Oktober 2018, (11:00 Uhr) bis Freitag, dem 02. November 2018 täglich von 08:00 bis 18:00 Uhr im Foyer des Rathauses Tempelhof, Tempelhofer Damm 165, 12099 Berlin, aus.


 

Herbstferienzeit ist Modelleisenbahnzeit. Jedenfalls traditionell in der Marienfelder Gustav-Heinemann-Oberschule, in der man schon seit vielen Jahrzehnten ein Herz für Modellbahnen hat und die Schülerinnen und Schüler dafür begeistert.
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Genau in der Mitte der Herbstferien ist die Zeit zum Staunen in Marienfelde! Am 27. Oktober 2018 (Samstag von 10:00 - 18:00 Uhr) und am 28. Oktober 2018 (Sonntag 10:00-17:00 Uhr) ist die Gustav-Heinemann-Oberschule in der Waldsassener Str. 62 in 12279 Berlin-Marienfelde erneut Treffpunkt für Sammler und Freunde alter Modellbahnen.

Die jährlich stattfindende Veranstaltung zählt inzwischen mit rund 40 Anlagen und Schaustücken zu den größten ihrer Art in Deutschland. Die Aussteller und Besucher kommen aus ganz Deutschland und sogar aus dem Ausland nach Berlin angereist. Aussteller aus England, aus den Niederlanden, aus Frankreich, aus Österreich und aus der Schweiz sind eingeladen, die zu diesem Thema viel zu zeigen haben.

Die große Modulanlage der Berliner Stadtbahn, in über 35 Jahren von der Modellbahn-Arbeitsgemeinschaft der gastgebenden Schule gebaut, wird wieder im Foyer und im Zentrum der Ausstellung stehen und begeistern.

Diese Anlage hat die Berliner Stadtbahn zum Vorbild und zeigt üblicherweise einen dichten Verkehr mit modernen ICE-, EC- und RE-Zügen sowie S-Bahnen. Diesmal werden aber, passend zur historischen Modellbahnausstellung, vor allem ältere Züge aus der 1950er bis 1980er Jahren fahren.

Jedes Jahr gibt es Schwerpunkte in der Ausstellung, die von den „TRIX EXPRESS Freunden Berlin“ mit viel Engagement und Liebe zusammengestellt und präsentiert wird. Das Motto für die große Ausstellung in 2018 heißt „Stromlinienlokomotiven und Geschwindigkeitsrekorde.“ Diesmal werden diese Themen konkret im Mittelpunkt stehen: - Stromlinienlokomotiven der 1930er Jahre, Internationale Expresszüge, die Berliner S-Bahn und Tinplate-Bahnen in Spur 0.

Zum historischen Anlass des Themas heißt es: „In den 1930er Jahren konnten neue technische Entwicklungen für die Eisenbahn erschlossen werden, um die Lokomotiven leistungsfähiger und die Züge schneller zu machen. Gleichzeitig erhielten die Lokomotiven aus der Luftfahrt entlehnte stromlinienförmige Verkleidungen, um den Luftwiderstand zu verringern und damit die Geschwindigkeit weiter zu erhöhen. Ein regelrechtes Stromlinienfieber brach aus.“ Stichworte für Eisenbahnfans sind der Schienenzeppelin mit seinem Propeller, der „Fliegende Hamburger“, aber auch Dampflokomotiven mit ihren Stromlinienverkleidungen. Auch TRIX war bei diesem Thema dabei. Dazu heißt es: „TRIX TWIN folgt 1939 mit einem Modell der englischen Stromlinienlokomotive Coronation der LMS. Das Vorbild dieser Lokomotive 6220 wurde im Frühjahr 1939 zusammen mit ihrem neuen Expresszug in die USA gebracht. Sie wurde dort auf der New Yorker Weltausstellung, die in den Sommermonaten 1939 und 1940 stattfand, präsentiert.“

TRIX Coronation Loco Berlin 2018 700
Die diesjährige Ausstellung wird neben den Stromlinienlokomotiven und den schnellen Expresszügen beispielsweise auch folgende weitere Themen umfassen: Durch die Modulanlage der GHO-Schul-AG waren S-Bahnen schon immer auf der Ausstellung vertreten. Diesmal will der Veranstalter schauen, was noch zu diesem Thema präsentiert werden kann. In Zeiten, in denen in Europa und auch weltweit wieder neue Grenzen entstehen, wollen die Aussteller den Blick auf internationale Express-Züge und offene Grenzen richten. So wird auch eine No-Brexit-Bahn zu sehen sein, auf der britische, französische und deutsche Züge ungehindert Verbindungen auf einer vereinfachten Europa-Platte herstellen. Die Sammlerfreunde haben durch das Hobby viele Kollegen in den Nachbarländern kennengelernt und sehen insbesondere die Brexit-Entwicklung mit großer Sorge. Eine Rekonstruktion des Kibri-Schaustücks Zeppelin-Flughafen aus dem Jahr 1930 will man auch „voranbringen.“ Wie bereits in den letzten Jahren können sich die kleinen und großen Besucher wieder auf einige Spur 0 Tinplate-Bahnen freuen.

Auch soll die Ausstellung wie bisher nicht nur auf TRIX EXPRESS beschränkt sein, auch historischen Bahnen von Bing, Bub, Märklin, Fleischmann und anderen Marken sowie andere Spurweiten werden zu sehen sein.

Thomas Moser

Internet: www.trixstadt.de

Am 27. Oktober 2018 (Samstag von 10:00 - 18:00 Uhr) und

am 28. Oktober 2018 (Sonntag 10:00-17:00 Uhr)

Gustav-Heinemann-Oberschule

Waldsassener Str. 62, 12279 Berlin-Marienfelde

Nach der Ausstellung ist vor der Ausstellung: So steht für die Planung in 2019:das Wochenende Samstag 12.10.2019 und Sonntag 13.10.2019. Das ist wieder in der Mitte der Berliner Herbstferien.

 Veranstaltungsprogramm: https://trixstadt.de/trixstadt-terminkalender/veranstaltungsprogramm-historische-modellbahnausstellung-berlin-oktober-2018/


 

Rocktreff und Spielfest: Der Höhepunkt in Mariendorf!

Unter dem Stichwort „Einfach mal Danke sagen“ berichtete paperpress newsletter am 23. September 2018 vom Rocktreff-Spielfest-Dankeschön-Brunch. Diesen Text habe ich etwas ergänzt und angereichert.

Es sind nur fünf Buchstaben, die eines der schönsten Wörter bilden: DANKE! Und am 23. September wurde dieses Wort gleich mehrfach ausgesprochen. Es ist Tradition, dass sich Helferinnen und Helfer, Sponsoren und Unterstützer des Rocktreffs und Spielfestes ein paar Wochen nach der Veranstaltung zu einem Dankeschön-Brunch treffen.

In diesem Jahr fand er im Gartenhaus der Stone Brauerei im ehemaligen Gaswerk Mariendorf, heute Marienpark, statt. Eine wunderschöne Location des Sponsoren und Unterstützer des Rocktreffs! Danke an Stone Brewing Berlin!

Ein Dankeschön überreichte der Vorsitzende des CPYE e.V., dem Veranstaltungsträger, Bernd Puhlmann der Vorsitzenden des Freundeskreises Rocktreff und Spielfest, Petra Dittmeyer, durch deren generöse Spende der Brunch finanziert werden konnte.

Jugendstadtrat Oliver Schworck, die neue Veranstaltungskoordinatorin des Jugendamtes Beate Bruker, der Leiter der Jugendförderung Manfred Schulz und Jugendamtsdirektor Rainer Schwarz dankten allen Helferinnen und Helfern.

Die neue Veranstaltungskoordinatorin Beate Bruker im Gespräch mit Jugendamtsleiter Rainer Schwarz
Dem bisherigen Veranstaltungsleiter Ed Koch, der über seinen Ruhestand hinaus über Jahre diese Aufgabe mit Engagement erfüllte, dankte Stadtrat Schworck ausdrücklich.

Zwar hält Koch nichts von Dankesreden, aber das „einfache Danke“ seines Stadtrates tat ihn dann doch gut. Wer genau hinschaute, konnte bei dem „Haudegen“ Koch auch eine kleine gerührte Träne entdecken.

Bezirksbürgermeisterin Angelika Schötter

BVV-Vorsteher Stefan Böltes




Danke an das gesamte Team sagten auch der Rocktreff-Schirmherr Stefan Böltes, Vorsteher der BVV Tempelhof-Schöneberg, Bezirksbürgermeisterin und Präsentatorin des Spielfestes Angelika Schöttler, Petra Dittmeyer vom Freundeskreis und Bernd Puhlmann vom Veranstalter. Ein ganz besonderer dicker Dank ging an alle Sponsoren, die die finanzielle und logistische Basis für die Veranstaltungen darstellen. Ohne sie wüsste niemand, ob man das Rocktreff und Spielfest stemmen könnte… vermutlich eher nicht. Sven Regen und Sebastian Preißler vom PieReg Druckcenter Berlin, stellten beispielsweise alle Plakate, Flyer und Programmhefte für die Veranstaltungen her.



Die CPYE-Vorständen Andie Kraft und Dominik Ziebarth freuten sich besonders über den ältesten Sponsor des Rocktreffs: Radio Möller, die von Helmut Riedel und Hartmut Westphal vertreten wurden. Ohne den Hauptsponsoren Philipp Seifert von FACES-Veranstaltungstechnik gäbe es weder Licht noch Ton auf dem Rocktreff. Dies ist dann auch eine wichtige Grundlage für den ehrenamtlichen tätigen technischen Leiter der Veranstaltung Sven Perschmann.

Auch war der langjährige Unterstützer des Spielfestes, Jürgen Siegismund (hier im Gespräch mit Stadtrat Oliver Schworck), ehemals Stromnetz Berlin GmbH dabei, der immer wieder auch neue Ideen einbrachte. Ohne Unterstützer aus Lichtenrade geht es natürlich auch nicht: Der „Allzweckhelfer“ Wolfgang Spranger vom Volkspark Lichtenrade unterstützt immer mit voller Tatkraft und Christian Marscheck vom Imkerverein brachte süße Kostproben seiner flüssigen Goldschätze mit.

Thomas Schüler von der DLRG Schöneberg unterstützt ebenfalls seit vielen Jahren das Spielfest.
dankeschoenbrunch rocktreff 2018 StoneBrewing Koenigskinder
Vom Tempelhofer Journal überreichte Marlies Königsberg Ed Koch als kleinen Dank eine Flasche Lichtenrader Sekt, der sicher besonders gut schmecken wird. Auch Privatpersonen wie Regina Körper, Elke Kraft und Albert Weingartner unterstützen mit ihrer Spende den Rocktreff und das Spielfest. Und auch noch viele andere Unterstützter und Helferinnen waren dabei.

Eine Nachschau vom Rocktreff und Spielfest wurde schon in der Lichtenrader Internetzeitung veröffentlicht: https://www.lichtenrade-berlin.de/news/aktuelle-news-internetzeitung/1190-spielfest-und-rocktreff-2018-eine-nachschau. Zur Einstimmung der Veranstaltungen 2018 gab es einen Vorbericht: https://www.lichtenrade-berlin.de/news/nachbarn-news/1181-all-we-need-is-rock-n-roll-rocktreff-und-spielfest-2018 .


Leckeres kräftiges Essen...und auch Flüssigkeit...
dankeschoenbrunch rocktreff 2018 StoneBrewing 1

Thomas Moser

Sponsoren Spielfest

Angelika Schöttler, Bezirksbürgermeisterin, Möbel Höffner - Präsentator des Spielfestes, STADT UND LAND, Stromnetz Berlin GmbH

Sponsoren Rocktreff

Faces Veranstaltungstechnik, GeWo Süd, nitz + nitz , Optiker Hoppe, Petra Dittmeyer, BVV-Vorsteherin a.D., Popella Licht- und Tontechnik, PSD-Bank Berlin-Brandenburg - Präsentator des Rocktreffs, Radio Möller EURONICS, Rechtsanwältin Regina Körper, Riemer und Schultz Sanitär, Rockstar Energy Drinks, Social Elements Berlin, STAR FM - Präsentator des Rocktreffs, STONE BREWING World Bistro & Gardens, SWI Immobilienberatung, Uwe Saager, Bezirksbürgermeister a.D., Vierlande Food-Service, vitasyn care - Fritz Apotheke

Sponsoren Rocktreff und Spielfest

catering company, Marienpark, mediateam, Phrenetica Photography und Design, PieReg Druckcenter Berlin, stilbrand Designwerkstatt, Tempelhofer Journal

Mitwirkende des Spielfestes:
Amplifon, Bärlin Biker Crew, Bungalow und Kinder- und Jugendhaus Mariendorf, Deutsches Kinderhilfswerk, DLRG Schöneberg, Ev. Kita Rathausstraße, F.C. Stern Marienfelde, Förderverein LortzingClub e.V., Förderverein Schätzelberg Grundschule, Hort Rudolf-Hildebrand-Grundschule, IKT Stadtindianer Kita Tiponi, Imkerverein Lichtenrade e.V., Jugendberufsagentur - check up, Kinder- und Jugendparlament Tempelhof-Schöneberg, Kinderladen Marienkäfer , Kindertagespflege Kolibri, Kobukai - Kendoverein FU Berlin e.V., Michael Grass, MitSpielen e.V., Möbel Höffner, Nachbarschaftszentrum Suppenküche Lichtenrade e.V., Lothar Nest – Sportschule, Sonnetreff, STADT UND LAND, Stromnetz Berlin GmbH, Teakwondo Füchse Berlin e.V., TSV Marienfelde 1890 e.V., Jugendamt Tempelhof-Schöneberg

www.rocktreff.de und www.spielfest-mariendorf.de


 

gemeindebrief ev Kirche10 2018
Oktober 2018
AUS DER GEMEINDE
kreuz dorfkirche
Als Turmzier trägt unsere Kirche zwei Kreuze. Die sind aus Holz und seit einiger Zeit rund geworden. Seit dem 24. August aber ist nun von „Zier“ keine Rede mehr. Das südliche Kreuz (Richtung Dorfteich, Bilder rechts) scheint auf dem Kopf zu stehen! Was ist passiert? Der Querbalken war leider nur von einer Seite mit vier Schrauben mit dem Stamm verschraubt. Und diese Schrauben sind offenbar ausgerissen. Der Querbalken ist heruntergerutscht und klemmt nun zwischen Blitzableiter und Stamm fest. Um ihn wieder anzuschrauben, müsste ein Gerüst aufgebaut werden. Das Gerüst allein kostet ein Vielfaches der Reparatur-Arbeiten. Deshalb haben wir nun überlegt, nicht zu reparieren sondern gleich beide Kreuze durch Edelstahlkreuze (dunkel pulverbeschichtet) zu ersetzen, die wieder eine wahre Turmzier werden und uns den Weg von der vergehenden Welt weg nach oben zu dem Herrn Himmels und der Erde weisen zu seiner Ehre. Aber das wird uns etwa 4.000 bis 5.000 € kosten, die nicht eingeplant waren.
Würden Sie uns mit Ihrer Spende unterstützen?
Zu überweisen auf das Konto des KVA Berlin-Mitte-West, IBAN DE80 100 100 10 0028 013 100,
Verwendungszweck „Lira 1312.00.0112.01.3500/DK-Turm“.
Vielen herzlichen Dank!
Rainer Otte

gospel eigenen verein


 

Erntedank im Lichtenrader Volkspark ist schon mehr als nur eine kleine Tradition.

erntedank Volkspark lichtenrade 2018 20



Die große Wiese verwandelt sich einmal im Jahr zum Herbstbeginn in eine Festwiese für ein Familienfest, das dieses Wort mehr als verdient hat und auch tatsächlich lebt. Im ehrenamtlich erschaffenen und über Jahrzehnte gepflegten Park, wo sonst Familien und Kindergruppen ihre Freizeit und das Wochenende genießen und sich treffen können, fand am 29. September 2018 das Erntedankfest des Volksparkvereins mit vielen Vernetzungspartnern aus der Nachbarschaft statt. Sicher ist es kein riesiges Fest, aber es ist ein Fest wo man gerne hingeht, den Kindern viele Aktivitäten geboten werden und wo man sich wohl fühlen kann. Herbstwetter mit Sonnenschein war der perfekte Rahmen.

Kaffee und viele Kuchen wurden angeboten, der Geruch von lecker gegrillten Würstchen und Fleisch zog über den Platz, frisches Fassbier zischte aus dem Hahn und für eine gute Weinqualität sorgte wieder der Lichtenrader Didi von Didis Weinvertrieb.

Volkspark Lichtenrade e.V. Vereinsvorsitzender Wolfgang Spranger


Eine reichhaltige Auswahl von Marmeladen zaubert Gisela, die Frau vom Volksparkschef Wolfgang Spranger, in die Gläser.


Lichtenrader Imker waren dabei und der Honig vom Volkspark wurde zum Kauf angeboten. Mit viel Liebe schön geschnitzte Holzfiguren wurden für eine Volksparkspende abgegeben. Neben Parteien, die hier immer wieder gerne auch ohne große Werbetrommel dabei sind (diesmal waren die CDU und die Grünen mit Ständen vertreten), ist von Beginn der Erntedankfeste an der Apotheker Dr. Andreas Dehne der Teltow-Apotheke mit vielen Kinderaktivitäten und mit viel Freude vertreten. Das Kinder- und Jugendhaus engagiert sich ebenfalls regelmäßig mit Spielangeboten.










Dieter Genz und Manfred Könings vom Volkspark; hier zumsammen mit dem Kupferklopfer Niels (v.lks.n.re.)
Der Lichtenrader Volkspark informierte mit beeindruckenden Bildern über seine Entstehungsgeschichte, die 1979 mit der ersten Pflanzaktion begann: Sozusagen vom Acker zum Volkspark! Auch die viele handgemachte Arbeit, die Woche für Woche zu erledigen ist, war Bestandteil der Präsentation. Wie unschwer bei den aktiven Vereinsmitgliedern zu erkennen ist, leidet man unter fehlenden Nachwuchs für die Betreuung dieser großen Fläche. Nachwuchs wird für die wöchentlichen Treffen gesucht, wo es um handfeste Hilfe geht. Aber auch im Bezirksamt wird man sich überlegen müssen, wie man dauerhaft dieses Stück herrlicher Natur für die Bevölkerung bewahren und im gärtnerischen Bereich unterstützen kann.

Erst kürzlich fand eine große Aktion für den Spielplatz im Volkspark statt, bei der mit viel Krafteinsatz verschiedenste Gelder für die Erneuerung der Anlage erfolgreich gesammelt wurden. Der Volksparkverein Lichtenrade ist selbst auch bei der Entwicklung von vielen Lichtenrader Projekten dabei.

Neben vielen Sach- und Geldspenden und persönlichen ehrenamtlichen Einsatz waren es nicht zuletzt Bayern, die den Volkspark immer wieder mit großzügigen Sachspenden unterstützten. Der Landkreis Cham unterstützte unter dem Motto „Berlin-Lichtenrade benötigt Grün aus dem Bayerischen Wald” und warben so für den Park. Unter der Führung des damaligen Landrates Ernst Girmindl wurde vom Landkreis Cham eine Patenschaft für den Volkspark in Lichtenrade übernommen. Darüber wurde sogar ein Vertrag gemacht, der im September 1983 unterzeichnet wurde. 1984 traf dann die erste Spende in Lichtenrade ein. Jedes Jahr folgten weitere Spenden, unter anderem auch die Christbäume, die seitdem vor dem Rathaus Tempelhof errichtet werden. Neben vielen, vielen Pflanzen stammen beinahe alle Bänke und Tische aus dem Patenschaftslandkreis Cham im Bayerischen Wald. Weiteres zur Geschichte des Vereins und des Volksparks ist in der Lichtenrader Internetseite nachzulesen: https://www.lichtenrade-berlin.de/lichtenrader-vereine-lichtenrader-volkspark

Erntedank ist im Lichtenrader Volkspark immer wieder ein Höhepunkt. So ließen sich in diesem Jahr den Besuch auch Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler und Stadtrat Oliver Schworck (beide SPD) nicht nehmen; sie sind immer wieder gerne Gäste der grünen Oase. Auch verschiedene Bezirksverordnete waren Gäste beim Erntedankfest. Der Park zwischen Feuerwache und angrenzender Nahariyasiedlung ist mehr als nur Park, er ist ein Stück gelebtes Lichtenrader Lebensgefühl!

Thomas Moser (auch alle Fotos)

Bericht u.a. vom Spielplatz: https://www.lichtenrade-berlin.de/news/aktuelle-news-internetzeitung/1170-test-bestanden-einweihung-vom-renovierten-spielplatz-im-volkspark-lichtenrade


 

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