Pressemitteilung vom Grundeigentümerverein Lichtenrade e.V.:

Seit Jahren wird über einen möglichen Ausbau von Teilen der Straße Dielingsgrund und der Schwedter Straße in Lichtenrade gesprochen. Bei den aktuellen Haushaltsberatungen in der BVV Tempelhof-Schöneberg stand dieses Thema wieder an. Dabei zeichnete sich ab, dass die Anlieger der betroffenen Straßenabschnitte möglicherweise Erschließungsbeiträge zahlen sollen. Hierbei können bis zu 90% der Kosten auf die Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümer umgelegt werden.

„Es ist derzeit zwar nicht absehbar, ob und wann Baumaßnahmen ausgeführt werden, aber es kann nicht sein, dass die Anlieger hierfür zahlen sollen.“, so Frank Behrend, Vorsitzender des Grundeigentümervereins Berlin-Lichtenrade e.V. „Die Straßen sind seit Jahrzehnten vorhanden und müssen endlich mal saniert werden. Dafür können aber keine Erschließungsbeiträge erhoben werden.“

Der Grundeigentümerverein Berlin-Lichtenrade e.V. fordert das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg sowie die BVV-Fraktionen auf, sämtliche Maßnahmen ohne Kostentragung durch die Anlieger zu planen.

https://hwgv-lichtenrade.de/ 


 

Nahariya-Grundschule: „Welten gestalten“ in Lichtenrader Willkommensklassen

Vor den Herbstferien präsentieren stolz und teilweise ein wenig verlegen die Schülerinnen und Schüler der Willkommensklassen der Nahariya-Grundschule ihre künstlerischen Ergebnisse des Projektes „Welten gestalten“. Am 2. Oktober 2019 wurden die Kinder und Eltern zur Abschlusspräsentation in die Lichtenrader Stadtteilbibliothek eingeladen.

In der Kinderecke der Bibliothek wurden vorher schon die Kunstwerke der Kinder ausgestellt; sie werden an dieser Stelle auch noch einige Zeit hängen bleiben.

Die Bibliothekarinnen begrüßten herzlich die Kinder und zeigten kurz ihre Räumlichkeiten. Denn Kinder sind hier immer herzlich willkommen!




An vier Terminen haben die Schülerinnen und Schüler zusammen mit der Autorin Ilke Prick und der Illustratorin Julia Dürr eigene Geschichten und Bilder erarbeitet. Zuerst fing man mit einzelnen Körperteilen an, die gemalt wurden. Daraus setzten sich dann spielerisch die Menschen zusammen, die in ihren Welten zu leben begannen. Dieses ganz praktische und kreative Lernen förderte quasi so ganz nebenbei die Sprachkompetenz und die Kinder konnten eigene kleine Texte präsentieren, die ihre Welt ein wenig mehr in deutscher Sprache erfahrbar machten.

welten gestalten Nahariya grundschule Willkkommen 02102019 1
Gefördert über das Programm "Kultur macht stark" und durch den Friedrich-Bödecker-Kreis e.V. war dieses außergewöhnliche, den Unterricht ergänzende Angebot Realität geworden. Unterstützt wurde das Projekt von den Willkommensklassenlehrerinnen Frau Habermann und Frau Könemann, die von dem Kunst-Kollegen Herrn Ortleb tatkräftig unterstützt wurden .


Die kommissarische Schulleiterin Dr. Petra Fleischmann bedankte sich bei den Kindern und bei allen Mitwirkenden. Und dann ging es aber auch gleich in die Herbstferien.

Thomas Moser

http://nahariyaschule.de/

http://www.boedecker-kreis.de/

https://www.buendnisse-fuer-bildung.de/de/die-eigenen-talente-entdecken-1869.html


 

lesung hermione preuschen Fischer die flucht ins Leben 

Liebe Literaturfreundinnen und -freunde,
 
das neue Buch des Autoren und Verlegers Bernd Erhard Fischer (Lichtenrader Verlag Edition A-B-Fischer) über die exzentrische Künstlerin, Schriftstellerin, Weltreisende und Frauenrechtlerin  Hermione von Preuschen ist nun endlich fertig geworden. Der Autor freut sich,  HERMIONE – Die Flucht ins Leben auf zwei Veranstaltungen vorstellen zu können, zu denen ich herzlich einlade.
 
Am  Sonntag 20. Oktober 2019 um 15 Uhr im Lortzingclub, Lortzingstraße 16, Berlin Lichtenrade


und...
hermione tempelhof museum
Begleitveranstaltung - Lesung:
Am  Freitag 24. Januar 2020 um 17:30 im Tempelhof-Museum, Alt-Mariendorf 43, Berlin Mariendorf (im Rahmen der Ausstellung  Verborgene Schätze)

Verborgene Schätze Einblicke in das Tempelhofer Kunstdepot
Ottilie Ehlers-Kollwitz, Paul Kuhfuss, Hermione von Preuschen, Ernst Wilhelm Müller-Schönefeld – die Sonderausstellung »Verborgene Schätze – Einblicke in das Tempelhofer Kunstdepot« wirft Schlaglichter auf ausgewählte Glanzstücke der bezirklichen Kunstsammlung. Bereits 1948 begann das damalige Heimatarchiv Tempelhof seine Sammlungstätigkeit. Seitdem sind viele sehenswerte Gemälde und Grafiken zusammengetragen worden, die bis heute nahezu ungesehen im Depot schlummern. Alle ausgewählten Künstlerinnen und Künstler weisen einen engen Bezug zur Geschichte Tempelhofs und Berlins auf – nicht wenige von ihnen gestalteten diese sogar maßgeblich mit. Allen voran ist hier die Malerin und Schriftstellerin Hermione von Preuschen zu nennen. Die von vielen als exzentrische und reisehungrige Persönlichkeit beschriebene Künstlerin bewohnte von 1908 bis zu ihrem Tod eine tempelartige Villa in Lichtenrade. An diesem verträumten Ort fanden zahlreiche Feste und Kunstausstellungen statt. Viele ihrer Bilder sind nicht mehr auffi
ndbar. Das Tempelhof Museum besitzt jedoch ein kleines Konvolut an Ölgemälden und Reiseskizzen.
Eine weitere ausgestellte Kostbarkeit ist ein Bild des Jugendstil-Architekten Bruno Möhring. Dessen farbige Kreidezeichnung »Kloster zum Guten Hirten Marienfelde«  zeigt die zwischen 1903 und 1905 errichtete Niederlassung der gleichnamigen »Rettungsanstalt für Gefallene Mädchen«  in Marienfelde. Kirche und Kloster zählen heute zu den Berliner Kulturdenkmalen. Möhrings malerisches Werk ist von unterschiedlichster Technik. Als Architekt brachte er sich städtebaulich in Schöneberg, Tempelhof und Marienfelde ein. Der Ausstellungsraum des Tempelhof Museums wird zum offenen Magazin: Es treffen filigrane Liniengefüge auf pastose Farbflächen, kleinformatige Grafi ken auf großformatige Ölbilder, Tempelhofer Motive auf exotische Landschaftsausschnitte. Gezeigt werden Kunstschätze direkt aus dem Depot – mit all ihren Spuren der Zeit.

Eröffnung:  »Verborgene Schätze – Einblicke in das Tempelhofer Kunstdepot« am FR 25.10.2019 I 18:30 Uhr

Eine Sonderausstellung im Tempelhof Museum

Es sprechen:

Dr. Irene von Götz, Leiterin der Museen Tempelhof-Schöneberg

Jasmin-Bianca Hartmann, Kuratorin der Ausstellung, Hans Philipp Offenhaus, Co-Kurator

Ort: Tempelhof Museum, Alt-Mariendorf 43, 12107 Berlin

In beiden Fällen ist die Platzzahl begrenzt und es wird um Anmeldung gebeten
 

Mehr über Hermione von Preuschen hier: LINK

Zum Verlag: https://www.edition-abfischer.de/

 

 

Presseerklärung der SPD-Fraktion Tempelhof-Schöneberg:

SPD-Fraktion on tour in Lichtenrade

Die SPD-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg startete am vergangenen Montag mit ihrer neuen Veranstaltungsreihe Fraktion vor Ort. Als erster Ortsteil wurde Lichtenrade besucht.
700BV Kevin Kuehnert beim Rundgan gmit der Polizei
Mit den zwei Lichtenrader Pflanzen Ingrid Kühnemann und Kevin Kühnert stammen das älteste und jüngste Mitglied der Fraktion aus dem Süden des Bezirks.

Die SPD-Fraktion will mit den Anwohnerinnen und Anwohnern ins Gespräch kommen und sich mit Akteurinnen und Akteuren, die vor Ort in den einzelnen Ortsteilen tätig sind, austauschen. So gehörten zum Besuch in der Lichtenrader John-Locke-Siedlung sowohl ein Infostand als auch Tür-zu-Tür-Gespräche. Gemeinsam mit Vertretern des Polizei Abschnitts Lichtenrade fand eine Begehung des Kiezes statt, um sich über Kriminalität und Handlungsfelder zu informieren. Zum Abschluss ging es um nachbarschaftliches Miteinander im Familien- und Nachbarschaftszentrum sowie Musikkeller des Trägers NUSZ (Nachbarschafts- und Selbsthilfezentrum e.V.) im Gemeinschaftshaus Lichtenrade.
700Fraktionsvorsitzende Marijke Hoeppner beim Kiezrundgang mit der Polizei
„Mit der Fraktion vor Ort in den einzelnen Ortteilen unterwegs zu sein, die dort tätigen oder dort lebenden Menschen zu treffen und mit ihnen in den Austausch zu kommen, ist für die politische Arbeit in der Bezirksverordnetenversammlung unschätzbar wertvoll. Dinge, über die in der Fraktion abstrakt diskutiert wurde, auch mit eigenen Augen zu sehen, ist auch für die einzelnen Bezirksverordneten ein Gewinn. Wir wollen mit unserer politischen Arbeit das Leben der Menschen verbessern. Da liegt es nahe uns die Orte gemeinsam anzusehen und mit den Akteurinnen und Akteuren vor Ort über Verbesserungsmöglichkeiten zu reden.“, so die Fraktionsvorsitzende Marijke Höppner zum Auftakt der Veranstaltungsreihe „Fraktion-vor-Ort“.

Besonders spannend waren die Einblicke, die Polizei und Nachbarschaftszentrum in Ihre Arbeit geben konnten.

Bei einem Rundgang durch Lichtenrade informierte die Polizei über die Herausforderungen in ihrem Polizeiabschnitt. Die gute Nachricht: Bei den polizeilichen Handlungsfeldern gibt es in Lichtenrade keine besonderen Auffälligkeiten weder in der Kriminalität noch im Bereich des Verkehrs.
700Kiezrundgang
Beim Gang am Lichtenrader Graben gab die Polizei die Anregung des Rückschnitts des Grüns, damit sich die Nutzerinnen und Nutzer des Verbindungsweges sicherer fühlen können und dadurch auch mehr Menschen den Weg nutzen. Licht und weite Sicht sind auch für Umweltsünder ein unüberwindliches Hindernis. So wird der Park & Ride-Parkplatz an der Steinstraße nicht mehr als Müllkippe missbraucht, seitdem im Umfeld Wohnhäuser errichtet wurden und das Grün zurückgeschnitten worden ist. Für die Polizei ist wichtig, dass sich speziell um die Jugendliche und älteren Menschen gekümmert werden sollte. Auch die Verkehrssituation wurde besprochen.
700Gespraech im Familien  und Nachbarschaftszentrum
Das Familien- und Nachbarschaftszentrum Lichtenrade, eine offene Einrichtung für Familien, Eltern und Nachbarinnen und Nachbarn am Standort Gemeinschaftshaus Lichtenrade, wurde zum Abschluss des Tages besucht. Seit 2017 betreibt das Nachbarschafts- und Selbsthilfezentrum in der UFA-Fabrik e.V.(nusz) das Familien- und Nachbarschaftszentrum Lichtenrade. Nach einem Rundgang durch die Räume tauschte sich die SPD-Fraktion mit der Einrichtungsleitung, dem Leiter des dazugehörigen Musikkellers für junge Bands und der Geschäftsführerin von nusz aus. Themen wie Einsamkeit entgegenwirken, Mütter von jungen Kindern entlasten, ehrenamtliches Engagement, Kinderarmut waren die Themen.

Fotos Justin Sudbrak


 

Schließung der Bürgeramter in Schöneberg und Lichtenrade

Aufgrund von internen Fortbildungsmaßnahmen bleibt das Bürgeramt Schöneberg am Mittwoch, den 30. Oktober 2019 sowie am Freitag, den 29. November 2019 ganztägig geschlossen und das Bürgeramt Lichtenrade am Freitag, den 08. November 2019 ganztägig geschlossen.

Dokumente können an diesem Tag nicht abgeholt werden.
buergeramt2011 700


 

Rund um die Alte Mälzerei Lichtenrade: Beteiligung der Öffentlichkeit an der Bauleitplanung

Öffentliche Auslegung gemäß § 3 Abs. 2 Baugesetzbuch

Der Entwurf des Bebauungsplans 7-87 für die Grundstücke Steinstraße 37-44, Bahnhofstraße 30-32 sowie eine nördlich angrenzende Teilfläche des Parkplatzes Steinstraße und südlich angrenzenden Teilflächen entlang der Bahnhofstraße im Bezirk Tempelhof-Schöneberg, Ortsteil Lichtenrade liegt mit Begründung einschließlich Umweltbericht sowie den wesentlichen umweltbezogenen Stellungnahmen gemäß § 3 Abs. 2 Baugesetzbuch öffentlich aus.

Ziel des Bebauungsplans ist die Entwicklung des Geländes rund um die Alte Mälzerei Lichtenrade zu einem neuen Stadtquartier mit Wohnnutzungen, kulturellen und sozialen Einrichtungen, Einzelhandelsnutzung sowie Gewerbeflächen.

Foto Thomas Moser
Sie haben die Möglichkeit, sich an der Planung zu beteiligen. Während der Auslegungsfrist können Stellungnahmen abgegeben werden. Diese sind in die abschließende Abwägung der öffentlichen und privaten Belange gegeneinander und untereinander einzubeziehen. Nicht fristgerecht abgegebene Stellungnahmen können unberücksichtigt bleiben.

Zeit:     

Vom 30. September 2019 bis einschließlich 01. November 2019

Montag bis Mittwoch von 08:00 bis 15:30 Uhr, Donnerstag von 7:30 bis 18:00 Uhr, Freitag  von 08:00 bis 14:30 Uhr sowie nach telefonischer Vereinbarung auch außerhalb dieser Sprechzeiten.

Ort:     

Rathaus Schöneberg, John-F.-Kennedy-Platz, Raum 3046
(Postanschrift: Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg von Berlin, 10820 Berlin)

Sie können die Unterlagen außerdem ab Auslegungsbeginn im Internet auf der Internetseite des Bezirksamtes Tempelhof-Schöneberg einsehen: https://www.berlin.de/ba-tempelhof-schoeneberg/bebauungsplan oder auf der Internetseite der Beteiligungsplattform mein Berlin: https://www.mein.berlin.de.


 

Linke Diskussion in Lichtenrade: Sahra Wagenknecht und Kevin Kühnert im Gemeinschaftshaus

Eher ungewohnt für Lichtenrade, dass auch linke Politikerinnen und Politiker sich nach Lichtenrader verirren. Sahra Wagenknecht (MdB), bekannte Politikerin von den Linken im Bundestag, und Kevin Kühnert, Juso-Bundesvorsitzender und Bezirksverordneter der SPD in Tempelhof-Schöneberg, diskutierten mit weiteren gesellschaftlich aktiven Vertretern am 25. September 2019 in Lichtenrade darüber, wie das Land zu verändern ist. Jedenfalls war so die Überschrift der Einladung von der linken Sammlungsbewegung „Aufstehen“. Die Veranstaltung konnte auch über die sozialen Medien verfolgt werden.
kuehnert wagenknecht aufstehn lichtenrade 092019 20

Lichtenrade ist -parteipolitisch betrachtet- sicher kein rotes Nest, keine rote Zelle oder eine SPD-Hochburg. Solange ich denken kann, hatte die CDU hier im Süden von Berlin in vielen Bereichen ein Heimspiel. So gab es schon öfters „hohen Besuch“ und Wahlkampfunterstützung von CDU-Politikerinnen und Politikern vom Bund im Gemeinschaftshaus Lichtenrade… Ursula von der Leyen, Wolfgang Bosbach, Volker Kauder, um nur einige zu nennen. Aber diesmal wurde der große Saal im Gemeinschaftshaus, der nach dem ehemaligen CDU-Politiker und verstorbenen Bezirksbürgermeister Wolfgang Krueger benannt wurde, zum Veranstaltungsort der geballten Linken. Und der Saal war richtig voll.


Da der Verfasser dieses Berichtes kein politischer Journalist ist und sich auch nicht auf dieses Feld begeben will, soll die Veranstaltung hier eher kurz erwähnt werden, zumal es für Lichtenrade in dieser Farbgebung schon etwas Besonderes ist. Kevin Kühnert, der ursprünglich ja ein Lichtenrader Gewächs ist, ist mittlerweile durch die Medien bundesweit bekannt. Er engagiert sich auch ganz praktisch in den „Niederungen“ der Bezirkspolitik in der BVV und im Ortsteil Lichtenrade. An diesem Tag ging es aber um mehr, denn grundsätzlíche Fragen der Gesellschaft, des Zusammenlebens und der Linken wurden angerissen. Auch an selbstkritischen Hinweisen an die eigene Adresse der Parteien fehlte es nicht und machte die Diskussionsbeiträge eher konkret.



Um nur einige Aspekte anzureißen: Sahra Wagenknecht, die mit Sorge in die Zukunft blickt, möchte den Menschen und nicht den Profit von Einzelnen im Mittelpunkt sehen, ohne dabei Konkurrenz und Wettbewerb abzuschaffen. Kurz und gut eine sozial gerechtere Gesellschaft.



Dieser Ansatz wird von Kevin Kühnert erwartungsgemäß geteilt. Um für eine mögliche linke Mehrheit eine Chance zu haben, ist für Kühnert der Kontakt mit den Grünen wichtig, auch wenn etliche Positionen nicht unbedingt geteilt werden. Keinesfalls will er sich bei all der von ihm geäußerten Kritik auf eine Rote-Socken-Kampagne oder ähnliches einlassen, nur wenn mal kritische Aspekte hinterfragt und angesprochen werden. Themen waren auch die Klimapolitik und ein Aspekt des Berufsbildungsgesetztes, wo besonders auch duale Ausbildungsgänge und Studium einen Raum finden müssen.

Eine Kernfrage war dann auch, wie das Vertrauensproblem, das SPD und Linke zweifellos haben, aufzulösen ist. Deutlich machte Wagenknecht, dass verspieltes Vertrauen nicht so leicht wiedergewonnen werden kann. Und die Linke hat z.B. in der Regierungszeit im Berliner Senat Fehler gemacht, so Sahra Wagenknecht. Sie macht deutlich, dass sie nichts davon hält, dass es den Leuten erst noch schlechter gehen muss, damit sie aufgerüttelt werden und vielleicht dann doch links wählen. Das wäre fatal und kann kontraproduktiv sein. Sie findet den Druck der Straße wichtig, damit Fragen der sozialen Gerechtigkeit vehement und prominent in den Mittelpunkt der Diskussionen gestellt werden. Auch Kühnert will nicht nur ein aktionistisches Handeln von einem zu anderen Thema, sondern eine soziale Politik mit Weitsicht.

Die Kampagne „Aufstehen“ wurde von Kühnert zumindest in den Anfängen kritischer gesehen, was aber aktuell keine Rolle zu spielen scheint. Jedenfalls scheint sich in dieser Bewegung eine Mehrheit von Linken in der Gesellschaft zu versammeln, die nicht in den linken Parteien sind.

Die Moderation von Laura Laabs (Aufstehen Neukölln) war locker und frisch, wobei es an diesem Abend zumindest bei den Hauptdiskutanten kaum um die großen Unterschiede ging, sondern eher Gemeinsamkeiten deutlich wurden.



Zum Abschluss, als Sahra Wagenknecht schon zu einem weiteren Termin eilen musste, wurde noch weiter diskutiert und kritische Redebeiträge von den Mitdisktanten beigesteuert. Mit dabei war Mohssen Massrrat (wissenschaftlicher Beirat; Attac Deutschland), Raoul Didier (Stellv. Vorsitzender DGB Kreisverband Tempelhof-Schöneberg) und Michael Prütz von der Initiative Deutsche Wohnen & Co Enteignen.

Im Vorraum präsentierten sich einige Lichtenrader Vereine und Initiativen. Bei all den Lichtenrader Gruppen ist der Austausch mit Politikern der verschiedenen demokratischen Parteien eine Selbstverständlichkeit. Und das ist ja auch gut so!

Thomas Moser

Dr. Alexander King, Bezirksvorsitzender Die Linke Tempelhof-Schöneberg, ließ es sich nicht nehmen... und Sahra Wagenknecht schrieb ihm eine Widmung in ihre Biografie.






Fotos Thomas Moser


 

DB-Information zur Dresdner Bahn mit Schwerpunkt Marienfelde

24.9.2019 Die DB informierte bereits kürzlich in einer Bürgerversammlung in Lichtenrade. Nun war Marienfelde dran. Im großen Auditorium von GE Energy Power Conversion GmbH* in der Culemeyerstraße 1 informierten In der gut besuchten Abendveranstaltung Bahnvertreter besonders über die in nächster Zeit bevorstehenden Bauarbeiten mit dem Schwerpunkt Marienfelde.

Projektleiter Holger Ludewig und Benjamin Döring wurden durch den verantwortlichen Bauingenieur Christoph Anhalt unterstützt. Nach einer Präsentation bemühte man sich alle Fragen zu beantworten beziehungsweise sagte man eine Beantwortung im Nachgang zu.
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Die aktuellen und nächsten Sperrungen und der SEV

Gestartet wurde anhand einer Präsentation mit der Projektübersicht und betont dabei, dass die Dresdner Bahn einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Angebotsqualität im Nah- und Fernverkehr leistet. Streckenlängen von 10,7 Kilometer in Berlin und 5,5 Kilometer in Brandenburg sind betroffen.

Geplant ist eine Geschwindigkeit für Fernzüge in Berlin von 160 km/h und in Brandenburg von 200 km/h.

Das Projekt ist in 4 Abschnitten gegliedert: Marienfelde, Lichtenrade, Blankenfelde /Mahlow und im Norden Schöneberg. Damit soll eine Reisezeitverkürzung zwischen den Berliner Hauptbahnhof und Dresden von circa 10 Minuten auf circa 92 Minuten einhergehen und der noch nicht eröffnete BER-Flughafen hat dann eine direkte Verbindung, ohne die Umleitung über die Anhalter Bahn. In allen Bereichen hat man mittlerweile Planfeststellungbeschlüsse.

In allen Berliner Bereichen kann man bauvorbereitende Tätigkeiten besonders dann sehen, wenn man mit der S-Bahn fährt. Zurzeit ist die S-Bahn der Linie S 2 jedoch wegen einer Totalsperrung zwischen Blankenfelde und Priesterweg bis zum 3.10.2019 (7 Uhr) geschlossen. Ein Schienenersatzverkehr verbindet die Stationen. Erstmals hat man auch auf Anregung von Bürgern eine SEV-Expressbuslinie von Blankenfelde über Lichtenrade/Goltzstraße (nicht S-Bahnhof Lichtenrade) über Alt-Mariendorf zum S-Bahnhof Priesterweg eingerichtet. Vom 20.12.2019 (22 Uhr) bis zum 23.12.2019 (4 Uhr) wird es erneut eine Sperrung zwischen Lichtenrade und Marienfelde geben.

Was steht konkret an?

Die S-Bahngleise werden grundsätzlich nach Westen verschwenkt, damit die Gleise für die Fernbahn östlich davon errichtet werden können. Bei der eingleisigen Lösung für die S-Bahn von Lichtenrade bis Blankenfelde wird es bleiben; eine Änderung ist nicht Bestandteil der Planfeststellung.

Im Bereich der Attilastraße finden schon umfangreiche Leitungsverlegearbeiten Dritter statt, davon zeugt schon eine Kabelhilfsbrücke direkt am Bahnhof. Ein Weichen- und Gleiseinbau steht zurzeit an.


Im Bereich Großbeerenstraße, direkt nördlich vom Bahnhof Marienfelde, haben bereits Kabelumverlegungen stattgefunden. Nach der Schaffung der Baufreiheit muss die bestehende, noch nicht so alte Brücke abgerissen und im Neubau verbreitert werden. Im Bereich südlich vom Bahnhof Mariendfelde sind Kabeltiefbauarbeiten abgeschlossen und Eidechsenhabitate fertiggestellt worden. Auch hier steht aktuell ein Weicheneinbau an, ein Abstellgleis wird bis 06/2020 fertiggestellt und Lärmschutzwände werden errichtet.

S-Bahnhof Marienfelde bleibt erstmal nicht behindertengereicht

Der Bahnhof Marienfelde bleibt im Wesentlichen bestehen. Dies betrifft für dieses Projekt auch die völlig unzureichenden Fußgängerzugänge, die keine Fahrstühle und ähnliches aufweisen. Für zurzeit angedachte und bestellte Arbeiten, die wenn nach dem Bauprojekt umgesetzt werden könnten, ist eine andere Bahntochter für Station & Service in Zusammenarbeit mit dem Land Berlin zuständig.

Bauarbeiten Säntisstraße lauter als geplant und mehr Transparenz erwünscht

Im Bereich Säntisstraße, der Bahnübergang der bereits seit Monaten geschlossen ist und wo die nicht barrierefreie Behelfsbrücke für Fußgänger nach wie vor für viel Ärger sorgt, sind die Arbeiten der Wasserwerke abgeschlossen. Aktuell finden sehr laute Tätigkeiten für den weiteren Ausbau statt.
saentis str rammen 092019
Auch wird im Bereich Säntisstraße bemängelt, dass aufgestellte Hinweisschilder nicht genügend eindeutig und klar besonders für ausländische LKW-Fahrer sind und es damit zu schwierigen Verkehrssituation in der Sackgasse kommt.


Für die Baustelle des bisherigen Übergangs Säntisstraße wurde aktuell berichtet, dass der Boden erheblich härter als erwartet ist und andere Geräte und Techniken genutzt werden mussten. Diese Arbeiten sorgte auch bei der Fragerunde für Nachfragen, zumal man mit der Informationspolitik der DB nicht zufrieden war.

Für die verschiedensten Probleme wurden immer wieder von Anwohnern mobile Schallschutzwände für die Bauarbeiten angesprochen. Diese wurden nicht grundsätzlich abgelehnt, jedoch werden sie als nicht optimal angesehen und kämen wenn eher für ein begrenzten Baubereich und nicht für Streckenarbeiten in Frage.

In Lärmschutzfragen wurde an das geschaltete Lärmtelefon verwiesen. Darüber wäre auch ggf. bei Lärmüberschreitungen zu klären, ob ein Hotelaufenthalt bezahlt wird.

Buckower Chaussee dauert noch und Anregungen von Unternehmern

Bis Ende 2021 wird es keine volle Sperrung des Bahnübergangs an der Buckower Chaussee geben. Danach finden die Bauarbeiten für eine Autobrücke über die Bahn statt, für die das Land Berlin und nicht die Bahn zuständig ist.

Der angedachte Regionalbahnhalt an der Buckower Chaussee wurde auch vom Vorsitzenden vom UnternehmensNetzwerk Motzener Straße, Ulrich Misgeld, angesprochen. Dieser Halt ist noch nicht bestellt und die Umsetzung ist noch völlig unklar. Platz genug für einen nachträglichen Bau ist jedoch vorhanden. Ein Problem ist jedoch laut Bahnvertretern, dass mit jedem Halt die Zugtaktungen schwieriger werden. Misgeld sprach auch die Probleme rund um die Barrierefreiheit des Bahnhofs an und das beispielsweise keine geschützten Fahrradabstellanlagen geplant sind. Die DB-Vertreter erklärten eindeutig, dass jetzt von der Bahn nur das wiederhergestellt wird, was vorher vorhanden war. Sprich, wenn es 10 Fahrradbügel gab, werden 10 umgesetzt oder wieder errichtet. Für den Unternehmensvertreter Misgeld wäre dies alles wichtig, damit klimaneutrale Überlegungen berücksichtigt werden und auch Industrie, Beschäftigte und Anwohner Erleichterungen spüren.

Eine barrierefreie Querung für Fußgänger und Radfahrer (ggf. mit temporären Fahrstühlen) wird es auch dann geben, wenn der Übergang im Rahmen der Bauarbeiten gänzlich geschlossen wird. Diese Zusage wurde an diesem Abend in Marienfelde gegeben. Der endgültige Zustand des Bahnhofs und der Zugänge sind zurzeit noch nicht abschließend geklärt. Der Haltepunkt wird verschoben.

Schichauweg, S-Bahnhof Lichtenrade und Wolziger Zeile

Der S-Bahnhof Schichauweg bleibt erhalten. Für die Fernbahn wird eine Brücke östlich davon errichtet. Die S-Bahnhöfe Lichtenrade und Blankenfelde werden neugebaut und zumindest Lichtenrade wird verschoben.

In Lichtenrade werden als nächste Schritte die Gas- und Wasserleitungen sowie die Strom- und Telekomkabel bis 01/2020 verlegt.

Auch finden sogenannte Kabeltiefbauleistungen bis 06/2020 statt. Die Bauarbeiten am Bahnhof Lichtenrade werden zurzeit ausgeschrieben. Die Schließung der Bahnhofstraße für Kraftfahrzeuge findet voraussichtlich im 2. Quartal 2020 statt. Das heutige Kopfgleis wird vorab „vorgestreckt“, damit eine Baufreiheit hergestellt wird. Einige denkmalgeschützte Elemente will man erhalten, wobei es hier offensichtlich nur zum Beispiel um einen Schriftzug u.ä. handelt. Unter der geplanten Unterführung wird ein großes Regenwasserauffangbecken und ein Pumpwerk gebaut, das von den Wasserbetrieben betrieben wird.

An der Wolziger Zeile wird bereits schon an der Bahnunterführung für Fußgänger und Radfahrer gebaut. Die Verkehrsfreigabe für diesen Tunnelbau wird jedoch erst nach Fertigstellung der Eisenbahnunterführung am S-Bahnhof Lichtenrade / Bahnhofstraße erfolgen. Die Wolziger Zeile dient während der Bauarbeiten als eine Umleitungsstrecke.

Es geht voran

Eines kann man der Bahn nicht vorwerfen, dass die Arbeiten rund um die Dresdner Bahn verschleppt werden. Alles scheint im Plan zu sein, ob man es nun schön findet oder nicht. Die Bauarbeiten für das gesamte Projekt sind bis Dezember 2025 geplant.

Die Anwesenden sind jedoch zufrieden, dass diese Informationsveranstaltung stattfand und auch ihre Anliegen zumindest gehört wurden.

Thomas Moser (Fotos Thomas Moser; Pläne DB Netz AG)

https://bauprojekte.deutschebahn.com/p/dresdner-bahn

*GE Power Conversion (vormals Converteam) mit Sitz in Massy bei Paris ist eine französische Tochter des General Electric Konzerns für elektrische Antriebs und Automatisierungslösungen.


 

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