Der CDU-Bezirksverordnete Patrick Liesener informierte auf seiner Internetseite über Baumfällungen auf dem Rehagener Platz in Lichtenrade. Hier soll ein Spielplatz entstehen; die Planungen für den Spielplatz wurden in Gremien des Aktiven Zentrum Lichtenrade Bahnhofstraße vorgestellt.
rehagener Platz baum lichtenrade moser
Hier sind die Antworten des Bezirksamtes auf Fragen von Patrick Liesener aus der Bezirksverordnetenversammlung vom 20.2.2019:

Wie alt waren die Bäume auf dem Rehagener Platz und nach welchen Abwägungskriterien wurde entschieden, dass sie für die Anlage eines Spielplatzes gefällt werden?

Die Bäume auf dem Rehagener Platz wurden im Vorfeld der Planungen für einen Spielplatz auf dem Rehagener Platz durch einen öffentlich bestellten Sachverständigen begutachtet. Als Ergebnis der Untersuchung wurde für die 10 begutachteten Bäume die Entnahme empfohlen. Dies erfolgte unter der Berücksichtigung der vorgefundenen Schäden, der Baumstandorte, der sehr hohen Sicherheitsanforderungen auf dem zu entwickelnden Spielplatz und im Hinblick auf die geplanten Umgestaltungsmaßnahmen.

Die Bäume waren zwischen 24 und 75 Jahre alt. Der größte Teil der Exemplare wies größere Kronenschäden oder Fehlwüchse auf, insbesondere nach Kappungen des Leittriebes in der Vergangenheit mit der Ausbildung von bruchgefährdeten Ständerästen an den Kappungsstellen. In den Kappungsstellen hatten sich Fäulnisstellen etabliert.

Die Planungen zum Spielplatz wurden auf verschiedenen Gremien im Rahmen des AZ Bahnhofsstraße präsentiert, zuletzt bei der Spielplatzkommission am 29.01.2019. Dabei wurde die Notwendigkeit von Baumfällungen erläutert zu Gunsten eines nachhaltigen und verkehrssicheren Betriebes des Spielplatzes und zur Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit am Standort.

Wie wurde die Öffentlichkeit im Vorfeld über die geplanten Fällungen informiert?

Über die geplanten Fällungen wurde die Baumschutzkommission per E-Mail am 15.01.2019 informiert.
Die Öffentlichkeit wurde am 01.02.2019 durch Einstellen der Liste zu Baumfällungen auf der Internetseite der Berliner Verwaltung berlin.de/Bezirksamt-Tempelhof-Schöneberg informiert. Zusätzlich erhielten die direkten Anwohnerinnen und Anwohner des Rehagener Platzes, die sich im Rahmen der Beteiligungsveranstaltungen mit ihrer Einwilligung gem. DSGVO in eine E-Mail-Liste eintrugen, am 31.01.2019 eine E-Mail zur Information über bevorstehende Baumfällarbeiten.


 

Stellen Sie sich vor: Es ist Frauenmärz und der halbe Saal ist leer…

Um es vorweg zu nehmen: Den Tempelhof-Schöneberger Frauenmärz finde ich eine der wenigen großen und wichtigen Veranstaltungen im Bezirk. Ich würde mir sehr wünschen, dass dies auch so bleibt und der Frauenmärz nicht untergeht.

Bereits zum 34. Mal bietet der Frauenmärz, wie es im Programm heißt „eine Plattform für einen lebendigen Austausch zu historischen und aktuellen frauenspezifischen Themen.“ Ja, nun geht mir so durch den Kopf, man stelle sich vor, es ist Frauenmärz und nur wenige gehen hin. Diese Gedanken ergaben sich nach der diesjährigen Eröffnungsveranstaltung im Gemeinschaftshaus Lichtenrade, die an sich immer einer der großen Glanzpunkte im bezirklichen Jahreskalender ist.

Rückblick auf Vorjahre: Ein kulturelles Feuerwerk für den Frauenmärz… und bröckelnde Unterstützung

Kurz zu den Anfängen im damaligen Bezirk Tempelhof zurückgeblickt: Es wurden immer zum Frauenmärz, auch in den Anfangsjahren, mit viel Herzblut und Engagement tolle Veranstaltungen auf die Beine gestellt. In den letzten Jahren hat mit einer unendlichen Kraft, Energie und Liebe die ehemalige für die bezirkliche dezentrale Kulturarbeit zuständige Ute Knarr-Herriger auch die Eröffnungsveranstaltungen zum kulturellen Höhepunkt werden lassen.

Die überparteiliche Unterstützung, die für solche Bezirksveranstaltungen natürlich sehr wichtig ist, war (gelinde gesagt) seit einigen Jahren nicht wirklich zu spüren. Im Hintergrund brodelte es und man, oder in diesem Fall wohl auch Frau, fand sich durch die aktuelle politische Verantwortung, die nun einmal bei der Kulturstadträtin Jutta Kaddatz liegt, nicht richtig vertreten, eingebunden und vermutlich nicht wertgeschätzt. Dazu kann ich als Außenstehender nicht viel sagen und halte dann lieber die Klappe.
frauenmaerz2019 1
Gastgeberin Kulturstadträtin Jutta Kaddatz
Viel wurde aber letztendlich offensichtlich auf dem Rücken der Frau ausgetragen, die die Veranstaltung in den letzten Jahren getragen hat, und das war nun einmal Ute Knarr-Herriger. Diese mangelnde Unterstützung endete sogar darin, dass faktisch zumindest die Eröffnungsveranstaltung von etlichen Frauen einer Partei offensichtlich boykottiert wurde, obwohl genau dieses Wort so nie ausgesprochen wurde. Was ich einfach nicht verstehe, dass eine so wichtige Veranstaltung an Parteiquerelen und Animositäten scheitern sollte. Genau so etwas macht doch Parteienverdruss aus. Gerade noch hat der Berliner Senat einen Frauentag als gesetzlichen Feiertag beschlossen. Egal wie man dazu stehen mag ist es für mich doch irre, wenn nicht einmal die geballte bezirkliche Politikerinnenpower hinter so einer Bezirksveranstaltung zu stehen scheint.

Man stelle sich vor, es ist Frauenmärz und Keine geht hin…

Warum ich so viel schreibe? Bei der diesjährigen Eröffnungsveranstaltung zum Frauenmärz 2019 war gerade mal der halbe große Saal gefüllt, dort wo in Vorjahren hinten im großen Saal die Besucherinnen stehen mussten und sich förmlich um jeden Sitzplatz gerissen hatten. Aber richtig, in den letzten zwei Jahren bröckelte es schon merklich.
frauenmaerz2019 2
Neben der Kulturstadträtin als Gastgeberin, Jutta Kaddatz (CDU), war der CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Jan-Marco Luczak Gast des Abends, Stadtrat Oliver Schworck (SPD) war dabei und auch einige bezirkliche Parteien- und BVV-Vertreterinnen und Vertreter waren dabei. Aber richtig Viele waren es wahrlich nicht und alle Fraktionen waren nach meiner Einschätzung auch nicht vertreten. Gut, die wirklich treue Besucherin, die Bezirksstadträtin Angelika Schöttler, weilte im Partnerschaftsbezirk mit anderen Bezirksvertretern in Nahariya/Israel und der Bezirksverordnetenvorsteher Stefan Böltes ist halt krank geworden. Darüber rede ich nicht. Und die Berliner SPD-Abgeordnete Melanie Kühnemann hatte den Vorsitz beim BER-Untersuchungsausschuss zu führen, was natürlich auch nicht wirklich Vergnügen ist.

Aber wo waren die Netzwerke in den Parteien und Gruppen, die ihre Leute für den Frauenmärz aktiviert haben? Für eine Eröffnungsveranstaltung ein trauriges Bild, wie ich finde. Und ja, vielleicht kann man auch die Öffentlichkeitsarbeit optimieren.

Zuerst hatten wir kein Glück und dann kam auch noch Pech dazu

Zur Eröffnungsveranstaltung kann ich sagen, dass es nett war, aber dort sicher noch etliches an Optimierungsbedarf ansteht. Also ein ganz normaler Vorgang. Natürlich sind es große Fußstapfen, in die man tritt und da braucht man halt auch Zeit, die offensichtlich auch nicht da war.

Dann kam auch noch Pech dazu: Die ehemalige SPD-Politikerin, Senatorin, Rechtsanwältin und Autorin von „Selbstverständlich gleichberechtigt: Eine autobiographische Zeitgeschichte“, Lore Maria Peschel-Gutzeit, war als Gastrednerin angekündigt.  Und dann musste sie wegen der Folgen eines Unfalls und einer Krankenhauseinweisung kurzfristig als Gastrednerin absagen. Sicher ein großer Verlust für diese Veranstaltung. Aber auch das kann passieren.

Auch sei es so wie es war, dass kein bisschen Deko die Bühne bereicherte. Dass hätte man schon noch mit etwas Mühe besser hinbekommen können. Aber gut, hier werden die neuen Verantwortlichen der Veranstaltung für die Folgejahre sicher lernen, zumal das Programm zwar nicht spektakulär, aber gut und ansprechend war.



frauenmaerz2019 8
Mit Loosefit -Caspar Gutsche (Gesang) und Karolin Roelcke-Farrenkopf (Piano & Gesang)- wurden witzige musikalischen Töne angestimmt und für kurzweilige Improvisationen sorgten die Gorilla Ladies Billa Christe und Ramona Krönke vom bekanntesten Improvisationstheater Berlins.

Durch das Programm führten mit kurzen szenischen Beiträgen Meriel Brütting und Laura Hagemann vom Theaterkollektiv Berlocken. Auch die Moderation war okay, zumal es tatsächlich nicht immer die jahrelang erprobte Profimoderation sein muss.

Will Frau wirklich noch den Frauenmärz?

Um es auch nochmal abschließend zu sagen: Dies ist keinesfalls an die aktuellen Veranstalterinnen gerichtet! Alle Verantwortlichen jeder politischen Couleur sollten sich an die eigene Nase fassen und überlegen, ob man den Frauenmärz tatsächlich noch will oder lieber sterben lassen will…?

Also es ist noch viel zu tun, man stelle sich nur vor, es ist Frauentag und alle gehen arbeiten… Das kann doch nicht so gemeint sein! Soll der Frauenmärz eine Nischenveranstaltung werden? Das darf doch  nicht wahr sein…

Den neuen Verantwortlichen kann man jedenfalls nur viel Kraft, Energie und Power wünschen! An all die anderen politisch Verantwortlichen im Bezirk: Lasst den Frauenmärz nicht so jämmerlich untergehen!

Ein enttäuschter Thomas Moser, der sich Gedanken über den Frauenmärz macht

Aber der Frauenmärz geht einen Monat lang:


 

Stellen Sie sich vor: Es ist Ostern und Sie machen mit!
poster wir machen mit 3 Kopie 700

Liebe Lichtenrader Eltern, Großeltern, Paten, Tanten und Onkel, liebe Kitaerzieher/-innen, liebe Grundschullehrer/-innen,

Sie sind Mutter, Vater oder die Großeltern, unterrichten in der Grundschule oder betreuen Kinder bei einer Tageseinrichtung und die Leidenschaft fürs Malen oder Basteln hat sie gepackt? Dann sind Sie bei uns genau richtig!

Eine Anzahl von Geschäften und Einrichtungen in und außerhalb der Bahnhofstraße belohnt die österliche Bastelarbeit (zum Aufhängen) mit einem Osterhasen aus Schokolade!

Ab April lesen Sie im Lichtenrader Magazin, in der Berliner Woche und auch auf Facebook, um welche Geschäfte und Einrichtungen es sind handelt. Außerdem hängen Plakate in den Schau­fenstern oder Türen der teilnehmenden Geschäfte, die von der Aktion erzählen und dazu ein­laden, die österliche Bastelarbeit dort abzugeben.

WIR SIND DABEI:
Teilnehmer Ostern Bahnhofstrasse 700
Mit dabei ist der Trägerverein Lichtenrader Volkspark e. V. Dort können Sie im April immer mitt­wochs und samstags zwischen 9.00 und 13.00 Uhr Ihre Basteleien bei den Ehrenamtlichen des Volksparks Lichtenrade gegen einen Schokoladenhasen aus dem Fairtrade-Programm eintauschen.

Damit alle ihre Freude daran haben, wird die schöne Bastelarbeit im Geschäft und Park ausgestellt. Wir kommen zum Fotografieren und im Magazin und auf Facebook werden Sie sehen können, wie gut sich die Bastelarbeiten als österliche Dekoration machen.
Osterglocken700
Weshalb Fairtrade?

Die Schokolade der Osterhasen stammt aus dem Fairtrade-Programm. Das bedeutet, dass bei der Herstellung des Kakaos keine Pestizide eingesetzt worden sind und keine Kinder bei der Produktion der Kakaobohnen im Einsatz waren. Das ist uns ganz wichtig! Außerdem werden die Bauern in den Erzeugerländern angemessen, also „fair“ bezahlt, so dass ihre Kinder die Schule besuchen und die Familien ihre Existenz in ihren Heimatländern sichern können. Dazu tragen Sie mit Ihrer Teilnahme an der Osteraktion bei.

Wir finden, das macht Spaß und ist eine gute Sache für alle!

Eine Aktion der Aktionsgemeinschaft Bahnhofstraße e. V. – Family & Friends e. V. – Trägerverein Lichtenrader Volkspark e. V. –

Fon. 305 55 21 / 0178 238 55 21

Die Aktion - Kurz und knapp:

Ostern in der Bahnhofstraße … (auch Nebenstraßen)

Die Aktion
Kinder basteln Osterschmuck oder bemalen Ostereier zum Aufhängen. Sie geben ihre Werke in einem teilnehmenden Geschäft oder Einrichtung ab und erhalten im Austausch einen Osterhasen aus dem Fairtrade-Sortiment.

Der Ablauf
Die Geschäfte, Bank und Einrichtungen hängen die Werke der Kinder vor dem Osterfest in einen Strauch vor ihrem Geschäft oder in Frühlingszweige, die sie hübsch in einer Vase im Schaufenster oder Verkaufsraum arrangiert haben.

Der Hintergrund
Kinder müssen im konventionellen Kakaoanbau arbeiten, statt zur Schule gehen zu können. Sie erleiden Vergiftungen durch Pestizide und Verletzungen durch schwere Maschinen, für deren Bedienung sie aufgrund ihres Alters nicht geeignet sind.

Durch Fairtrade-Standards im Kakaoanbau erhalten die erwachsenen Bauern in Afrika, Lateinamerika und Asien einen angemessenen Lohn für ihre Arbeit, der es ihnen ermöglicht, ihre Familien aus eigener Kraft zu ernähren und so ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen nachhaltig zu verbessern. Ihre Kinder können die Schule besuchen. Pestizide kommen nicht zum Einsatz. Diese Schokolade ist für die Menschen in den Kakaoanbaugebieten, die Natur und Umwelt und für unsere Gesundheit deutlich besser.

Das alles wollen wir unterstützen!
Ab 1. April sind mehr als 1 000 Osterhasen für die Kinder unterwegs. Es darf also reichlich gebastelt werden. Die Ostersträucher stehen bereit, und die Ausstellung kann beginnen. Die Osterhasen aus dem Fairtrade-Programm im Tausch für die Osterbastelei warten auf Abholung!

fairtrade logo Tempelhof Schoeneberg
qrcode Fairtrade Ostern Bahnhofstrasse700


Tempelhof-Schöneberg ist Fairtrade-Bezirk. Warum nicht einmal eine traditionelle Veranstaltung wie Ostern in der Bahnhofstraße in der Bahnhofstraße feiern und dieses christliche Fest unter das Motto auch unter das Motto des fairen Handelns bzw. Fairen Handels, also Fair Trade, stellen und das bezirkliche Anliegen – das seit November 2018 ein berlinweites Anliegen ist, bis nach Lichtenrade zu führen?

Aus diesem Grund sind wir Mitveranstalter der „Aktion. Ostern in der Bahnhofstraße“ in diesem Jahr in unserer Einkaufsmeile. Für die Aktion Weihnachtsbäume hatten wir schon das eine oder andere Mal einen Fairtrade-Weihnachtsbaum zu stehen. Bei unseren Treffen, Sitzungen und Aktivitäten werden selbstverständlich FT-Erzeugnisse (FT = Fair Trade) gereicht und bei unseren Großveranstaltungen „Kunst trifft Wein“ sowie „Wein- und Winzerfest Lichtenrade“ ist die Kampagne an den FT-Ständen auf großes Interesse und Zuspruch gestoßen.

In enger Zusammenarbeit mit den Vereinen Lichtenrader Volkspark und Family & Friends haben wir bereits viele Aktionen ins Leben gerufen oder fortgeführt, darunter die Aktion „Weihnachtsbäume für die Bahnhofstraße“, Lichtenrader Kunstfenster 2016 und nun auch diese Aktion.

Also: „Stellen Sie sich vor: Es ist Ostern und Sie machen mit!“

Persönlich und im Namen der Aktionsgemeinschaft Bahnhofstraße e. V. wünschen wir Ihnen allen

VIEL FREUDE BEI DEN VORBEREITUNGSARBEITEN FÜR DAS BEVORSTEHENDE OSTERFEST!

Hagen Kliem & Angelika Heigl

Vorstand der Aktionsgemeinschaft Bahnhofstraße e.V.
osterblumen 2


 Unser Bezirk ist Teil einer weltweiten Bewegung

Tempelhof-Schöneberg darf sich seit September 2016 als „Fairtrade-Bezirk“ bezeichnen. Diesen Titel bekam der Bezirk verliehen, da er die Kriterien einer weltweiten Kampagne erfüllt, die Kommunen dafür auszeichnet, dass sie sich in besonderer Weise um den Fairen Handel verdient machen.
fair trade town ts
Ausschnitt Pressefoto
Der Faire Handel ist eine zivilgesellschaftliche Basisbewegung, die sich in Deutschland bereits in den 1970er Jahren entwickelte und seitdem immer größer und professioneller geworden ist. Zu Beginn wurde vor allem von Aktionsgruppen das Prinzip verfolgt, Waren aus dem Süden gegen einen „fairen“ Preis direkt zu importieren und zu unterschiedlichen Anlässen auch direkt zu vertreiben. Daraus entstanden später spezielle Importorganisationen (z.B. die Gepa im Jahr 1975) und spezialisierte Weltläden, in denen nur fair gehandelte Waren angeboten werden. Anfang der 1990er Jahre wurden die Konsequenzen daraus gezogen, dass es trotz allen Engagements nicht gelang, mit diesem Konzept aus einer kleinen Marktnische herauszukommen. In vielen Industrieländern entstanden nun Siegelorganisationen, die zum Ziel hatten, fair gehandelte Produkte  auch in den konventionellen Einzelhandel zu bringen und sie dort durch ein „Fairtrade-Siegel“ für die VerbraucherInnen erkennbar zu machen. Bis heute existieren beide Wege des Fairen Handels nebeneinander: Zum einen der Aufbau und Betrieb von Organisationen, die ausschließlich Fairen Handel betreiben, zum anderen Siegelorganiationen, die dafür sorgen, dass Produkte des Fairen Handels zu Recht das Siegel tragen und im Einzelhandel erhältlich sind.

Die Kampagne Fairtrade-Towns     

Der Verein Transfair e.V. ist der deutsche Partner im weltweiten Fairtrade-Verbund, der für die Standards des Fairtrade-Systems und die Bedingungen der Verwendung des Fairtrade-Siegels verantwortlich ist. Im Jahr 2009 wurde Deutschland Teil der internationalen Kampagne Fairtrade-Towns, die bei der Erfüllung bestimmter Bedingungen den Titel an Kommunen vergibt. In Berlin war der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf der Vorreiter, der bereits im Jahr 2011 damit ausgezeichnet wurde. Neben Tempelhof-Schöneberg haben inzwischen auch die Bezirke Mitte, Pankow, Friedrichshain-Kreuzberg, Steglitz-Zehlendorf und Treptow-Köpenick den Titel erworben. Neukölln ist auf dem besten Wege, so dass in Kürze acht von zwöf Berliner Bezirken für ihr Engagement ausgezeichnet sein werden. Bei dieser Fülle an Aktivitäten war es dann kein Wunder, dass im November 2018 die gesamte Stadt Berlin ebenfalls den „Titel Fairtrade-Stadt“ erhielt.
fairtrade logo
Die Anforderungen der Kampagne sind:
* Die Kommune verabschiedet einen Beschluss zur Unterstützung des Fairen Handels und Bewerbung um den Titel.
* Eine Steuerungsgruppe wird gebildet, die die Aktivitäten vor Ort koordiniert. Diese Gruppe besteht aus mindestens drei Personen aus den Bereichen Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft.

* In Einzelhandelsgeschäften und bei Floristen sowie in Cafés und Restaurants werden mindestens zwei Produkte aus Fairem Handel angeboten. Die notwendige Anzahl von Anbietern richtet sich nach der Einwohnerzahl.

* Produkte aus Fairem Handel werden in öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Vereinen und Kirchen verwendet. Darüber hinaus werden Bildungsaktivitäten zum Thema Fairer Handel umgesetzt.
* Die örtlichen Medien berichten über die Aktivitäten.

Heute haben weit über zweitausend Kommunen in aller Welt diese Kriterien erfüllt und kooperieren auf regionaler Ebene sowie auf internationaler Basis, um ihr kreatives Engagement für den Fairen Handel ständig weiter zu entwickeln.

Ostern – besser mit fairer Schokolade

Das Fairtrade-System hat im Laufe der Jahrzehnte vom  Kaffee über Tee bis zu Fußbällen und Textilien immer mehr Produktgruppen einbezogen und bei den jeweiligen Produzentengruppen zur Stabilisierung der Lebens- und Arbeitsbedingungen beigetragen. Fairtrade ist das einzige Zertifizierungssystem mit einem verpflichtenden Mindestpreis. Er dient als Sicherheitsnetz gegen die Schwankungen des Weltmarktpreises. Immer wieder gibt es aber auch Entwicklungen im internationalen Handel, die eine Anpassung des Systems erforderlich machen. So brach seit 2017 der Kakao-Weltmarktpreis um mehr als ein Drittel ein. Die Folge: dramatische Einnahmeverluste für viele Kakaobauern.  Fairtrade erhöhte deshalb den Mindestpreis und die zusätzlich gezahlte Prämie um jeweils 20 Prozent. „Für Fairtrade war die Erkenntnis ein Schock, dass viele Kakao­bauernfamilien in Westafrika auch innerhalb des Netzwerks unter der absoluten Armuts­grenze leben. Die 20 Prozent höheren Preise sind ein Schritt, um raus aus dem roten Bereich kommen zu können“, erklärte Jon Walker, Kakao-Verantwortlicher bei Fairtrade Interna­tional: „Auch die Fairtrade-Prämie haben wir erhöht. Die Kooperativen nutzen dieses Geld, um ihre Organisation zu stärken, für Direktleistungen für die Bauern und Gemein­schaftsprojekte. Zu unserem ganzheitlichen Ansatz gehört außerdem unter anderem, dass wir Kakaobauern schulen, Qualität und Produktion zu steigern.“    

Auf der gerade stattgefundenen Süßwarenmesse in Köln erkannte auch die Süßwarenbranche, dass der Preisverfall bei Kakao ihre eigene Lieferkette bedroht und geht zunehmend Kooperationen mit dem Fairtrade-System ein.  Das zeigt sich auch in den steigenden Absätzen von fairem Kakao, die 2018 ersten Hochrechnungen zufolge um 35 Prozent auf rund 50.000 Tonnen Kakao zunahmen. Der Marktanteil liegt damit etwa bei zehn Prozent. Offensichtlich ist hier noch viel „Luft nach oben“ - weshalb auch kreative Aktionen wie die Osterhasen-Aktion in Lichtenrade enorm wichtig sind, um immer mehr Menschen mit diesen Zusammenhängen bekannt zu machen und sie in die Lage zu versetzen, die Welt auch beim täglichen Einkauf ein Stück gerechter zu machen!

Volkmar Lübke (Sprecher der Steuerungsgruppe Fairtrade-Town Berlin)


 Fotos Thomas Moser


 

Saisoneröffnung der Naturschutzstation Marienfelde am 31. März

Die Saisoneröffnung in der Marienfelder Naturschutzstation findet am 31. März 2019 von 10 bis 16 Uhr statt.

Die Naturwacht Berlin e.V. begrüßt zum Saisonauftakt alle kleinen und großen Naturfreunde auf der Naturschutzstation. In den grünen Klassenzimmern dreht sich alles um unsere heimische Tier- und Pflanzenwelt, Landwirtschaft und das Thema Müll. Schließlich liegt die Station am Fuß einer ehemaligen Mülldeponie. Die Imker vom Lehrbienenstand des Imkervereins Lichtenrade sind mit von der Partie und informieren rund um die Biene.


Auf der Naturschutzstation Marienfelde dreht sich in diesem Jahr alles um die kleinen „Krabbler“ mit den sechs Beinen. Insekten stellen die Lebensgrundlage für viele andere Lebewesen dar, sei es als Bestäuber von Pflanzen oder als elementares Glied in verschiedenen Nahrungsketten. Im Landschaftspark Marienfelde auf einer ehemaligen Müllkippe hat sich im Süden Berlins ein HotSpot der Biodiversität erhalten und entwickelt. Erleben und erfahren Sie mehr über den Schutz, den Erhalt und die Entwicklungsmaßnahmen für strukturreiche Lebensräume als Basis vielfältigster Lebensgemeinschaften.
Saisoneroeffnung2019 Naturwacht
Saisoneroeffnung2019 Naturwacht2

Weiter geht es mit dem Langen Tag der Stadtnatur am 25. und 26. Mai

Der Lange Tag der Stadtnatur wird dann in Marienfelde am 25. und 26. Mai 2019 mit einem großen Programm unter der Überschrift „Insektenvielfalt auf der Kippe“ stattfinden.

Die Naturwacht Berlin lädt unter Leitung von NaturRanger Björn Lindner und Dipl.-Ing. Nathalie Bunke auf die Naturschutzstation Kinder, Jugendliche, Familien und Erwachsene ein. Am Samstag und Sonntag geht es am Lehrbienenstand um die „Welt der Honigbiene“, eine „Wiesen-Tour“ erschließt die Insekten der Kippe und eine ornithologische Entdeckungstour erkundet die Marienfelder Vogelwelt.

Die Ranger-Tour geht durch das „Wilde Marienfelde“ und begibt sich auf die Suche nach den Spuren dämmerungs- und nachtaktiver Wildtiere. Auch wird eine Wanderung durch die Marienfelder Feldmark angeboten. Am Sonntag findet von 10 bis 14 Uhr an der „Müller-Linde“ ein Bürgertreff statt, wo die BI Rettet die Feldmark ihre Arbeit bei Kaffee und Kuchen vorstellt. Dieser Ort ist direkt mitten in der Felder der Marienfelder Feldmark (Nähe Schichauweg, Egestorff-/Blohmstraße). Die Marienfelder Feldmark ist die letzte Landwirtschaftlich genutzte Fläche im Süden Berlins. Die BI „Rettet die Marienfelder Feldmark!“setzt sich seit vielen Jahren für den Erhalt und Schutz dieses historisch und ökologisch bedeutenden Gebiets ein. Informieren Sie Sich über dieses vorbildliche Bespiel bürgerlichen Engagements.

Das Programm mi den Uhrzeiten sollte im Internet nachgelesen werden: https://www.naturwachtberlin.de  .Kooperationspartner sind landeseigene Wohnungsbaugesellschaften, die Stiftung Naturschutz, die Bürgerinitiative  Marienfelder Feldmark und das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg.

Hintergrundinformationen rund um das Naturidyll: Ein HotSpot der Natur!

Der Besuch der Naturschutzstation und vom Naturpark in Marienfelde sind ein Ausflug in eine ganz besondere Natur und fast so etwas wie Urlaub auf dem Land: Eine grüne Oase für Körper und Geist! Hier wird auch der Bildungsauftrag ganz anschaulich umgesetzt, indem den Kindern die Natur ganz praktisch vermittelt wird. Von April bis Oktober lohnt sich ein Besuch auf der Naturschutzstation, denn dort gibt es immer etwas zu Lernen, zum Staunen, zum Wohlfühlen und Entspannen.

In der Naturschutzstation haben sich viele Dinge getan. Viel wurde sehr liebevoll neu errichtet. Wer die Station kennt, wird beim erneuten Besuch von den beeindruckenden Veränderungen begeistert sein.


Ein Höhepunkt dabei ist das neue Schmetterlingshaus. Beim langen Tag der Stadtnatur wurden viele sehr interessante Führungen angeboten und kleine Naturwunder konnten erlebt werden.

Der Freizeitpark Marienfelde, ein ehemaliger Müllberg, und die Naturschutzstation der Naturwacht Berlin in Marienfelde ist immer wieder ein Ausflug wert. Der Landschaftspark Marienfelde stellt ein HotSpot biologischer Vielfalt im Süden Berlins dar. Der NaturschutzPark war von 1950 – 1980 die Hausmülldeponie für Marienfelde. Auf der rund 40 ha großen Fläche wurden ca. 4,4 Mio. m³ Abfälle abgelagert, dann erfolgte die zehnjährige Umgestaltung in einen Freizeitpark. Nach einer kompletten Schließung von 2001 bis 2005 und der Errichtung eines neuen Gassicherungssystems, entwickelte sich der extensiv gepflegte NaturschutzPark ein vielfältiger Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten – ein biologisches Juwel im Süden Berlins.

Die Naturschutzstation präsentiert sich mit den grünen Klassenzimmern, in denen sich alles um unsere heimische Tier- und Pflanzenwelt, Landwirtschaft und das Thema Müll dreht. Die Projekte „Auf der Kippe“ (Stiftung Naturschutz) zum Thema Müllverwertung, -vermeidung und -recycling und „Vom Acker auf den Tisch“ (Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz) zum Thema Landwirtschaft werden präsentiert. Der sehr interessante Lehrbienenstand des Imkervereins Lichtenrade stellt eine gute fachliche Aufwertung des Bildungsangebotes dar. Die BSR informiert mit „Trenntstadt Berlin“ über Mülltrennung.

Schulen und Kitas sind herzlich willkommen. Es kann eine Natur- und Müllrallye absolviert werden oder die Erlebnisstationen auf der Naturschutzstation unterstützen die Projektarbeit. Beim Unterricht in der Natur können lebendig und anschaulich Umwelthemen betrachtet werden. Bestandteil der landschaftspflegerischen Tätigkeiten der Naturwacht sind die Pflege und Renaturierung von Gewässern, die Anlage von Kleinstlebensräumen für trockenheitsliebende Arten, die Anlage und Pflege von Schichtholzhecken als artenreiche Lebensräume und die Errichtung von Lebensräumen für Zauneidechsen. Diese kleine heimische Eidechse ist, neben der Knoblauchkröte und dem Moorfrosch, eine der drei Biodiversitätsarten im Naturschutzpark Marienfelde.

Es gibt viele wichtige örtliche und überörtliche Partner der Naturschutzstation und der Naturwacht Berlin. Besondere Unterstützter sind die Stiftung Naturschutz Berlin, die Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz, die Wohnungsbaugesellschaft „degewo“, das UnternehmerNetzwerk Motzener Straße und von der BSR „Trennstadt Berlin.“
Einen maßgeblichen Anteil an der Entwicklung der Naturherrlichkeiten in Marienfelde haben NaturRanger Björn Lindner und Naturpädagogin Nathalie Bunke, die mit tatkräftiger Unterstützung einiger Helferinnen und Helfer und jeder Menge Idealismus dieses kleine Naturwunder geschaffen haben.

Thomas Moser


Ort/Start: Tempelhof, Diedersdorfer Weg 3, 12277 Berlin, Naturwachthaus im NaturschutzPark

Anfahrt: S–Bahnhof Buckower Chaussee S2, Bus M11, X11, X83, M77, 277

https://www.naturwachtberlin.de

Programmübersicht bis Mai 2019

März

3.3., 7:30-9:30            Vogelwelt im Park                                                    

16.3., 18-20:30           Wildes Marienfelde                                                

31.3.,   10-16              Saison-Eröffnung der NaturschutzStation                                

31.3., 7:30-9:30          Feldlerche - Vogel des Jahres 2019                     

April

7.4., 7:30-9:30            Vogelwelt im Park                                                 

13.4. 12-14                 Auf der Kippe                                                        

20.4., 19-21:30           Wildes Marienfelde                                                

21.4., 7:30-9:30          Feldlerche - Vogel des Jahres 2019                      

28.4., 7:30-9:30          Vogelwelt im Park                                                

28.4., 14-16                Lust auf Natur                                                      

Langer Tag der StadtNatur

25.5., 15-1                  Stationsprogramm                                      

25.5., 15-19                Die Welt der Honigbiene auf dem Lehrbienenstand     

25.5., 15:30-17:30      Insektenwelt auf der Wiese                 

25.5., 18:30-20:30      Insektenwelt auf der Wiese                   

25.5., 18:30-20:30      Fliegen und Singen                       

25.5., 19:30-23           Wildes Marienfelde - RangerTour                                            

25.5., 23-1                  Nachtschwärmer - Licht lockt         

          

26.5., 10-17                Stationsprogramm                                   

26.5., 10-17                Die Welt der Honigbiene auf dem Lehrbienenstand       

26.5., 5-7:30               Wildes Marienfelde – Die StadtNatur erwacht      

26.5., 7:30-10             Mehr als Spatzen                                    

26.5., 10:30-13           Wildes Marienfelde – RangerTour auf der Feldmark           

26.5., 13-14                Insektenwelt auf der Wiese                    

26.5., 14-15:30           Kleine Insektenforscher                            

26..5., 14-16               Lust auf Natur                       

Alle Fotos Thomas Moser


 

Berlin-Brandenburg: Engagierte Personalratsvorsitzende Andrea Kühnemann jetzt in vorderster Reihe in der Gewerkschaft ver.di

Andrea Kühnemann, die langjährige Personalratsvorsitzende im Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg, wurde am 22. Februar 2019 in die Bezirksleitung Berlin-Brandenburg der Gewerkschaft ver.di gewählt.
andrea kuehnemann 2006 Moser 2
Die Landesbezirkskonferenz Berlin-Brandenburg der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft hat eine neue Landesbezirksleitung gewählt. Zum neuen ver.di-Landesbezirksleiter wählte die Konferenz Frank Wolf, bislang ver.di-Fachbereichsleiter Finanzdienstleistungen. Zu seinen Stellvertreterinnen wurden Andrea Kühnemann sowie Gabi Lips (bisherige stellvertretende Landesbezirksleiterin) gewählt. Im Vorsitz wurde die langjährig aktive Susanne Stumpenhusen abgelöst, die schon im letzten Jahr ankündigte, für eine erneute Wahl nicht mehr zur Verfügung zu stehen.

Andrea Kühnemann ist im Herzen eine Ur-Lichtenraderin und Tempelhofer-Schönebergerin. 1982 absolvierte sie ihr Abitur am Ulrich-von-Hutten-Gymnasium in Lichtenrade. Die Sozialpädagogin ist seit 1985 im Bezirksamt Tempelhof tätig. Im Jahr 1996 wurde sie zur Personalratsvorsitzenden beim Bezirksamt Tempelhof gewählt uns ist seit 2000 die Personalratsvorsitzende im fusionierten Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg. Gewerkschaftlich ist sie seit vielen Jahren als Sprecherin aller bezirklichen Personalräte aktiv und auch schon längere Zeit Mitglied im ver.di Landesbezirksvorstand Berlin-Brandenburg. Die Personalrätin mit Herz, Umsicht und Durchsetzungsvermögen ist seit 1981 in der SPD Mitglied, hat aber stets ihr Engagement für Arbeitnehmerinteressen in den Vordergrund gestellt. Im Jahr 2011 ist sie in Lichtenrade als Direktkandidatin für das Abgeordnetenhaus angetreten. Dabei konnte sie sich nicht durchsetzen. Dieser Wahlkreis ist und war ein CDU-dominierter Wahlkreis. Ihre Schwester, Melanie Kühnemann, ist in dieser Wahlperiode über die SPD-Liste in das Abgeordnetenhaus gekommen und hat in der John-Locke-Straße ihr Bürgerbüro. Andrea unterstützt regelmäßig Melanie in ihrer Arbeit. Ihre Mutter, Ingrid Kühnemann, ist auch in der SPD und seit vielen Jahren in der BVV tätig. Die drei „Kühnefrauen“ haben nach und nach sich durch engagierte und langjährige Tätigkeiten einen Namen gemacht.
andrea kuehnemann 2006 Moser 1
Andrea Kühnemann ist und war bei vielen Lichtenrader Aktivitäten aktiv dabei. 2006 hat sie beispielsweise bei einer großen Dresdner Bahn – Demonstration auf der Kundgebung gesprochen.

Wir wünschen Andrea Kühnemann viel Kraft, Power und ein gutes Händchen bei der Durchsetzung von Arbeitnehmer-Interessen.

ToM (Fotos aus dem Archiv Thomas Moser aus 2006)


 

in einer gemeinsamen Meldung Polizei und Staatsanwaltschaft Berlin vom 21. Februar 2019 heißt es:

Ein Vater fand gestern Abend in Lichtenrade seine schwer verletzte Tochter. Gegen 21.30 Uhr trafen alarmierte Rettungskräfte in der Wohnung in einem Mehrfamilienhaus an der Groß-Ziethener Straße ein und brachten das dreijährige Mädchen in ein Krankenhaus, wo es trotz sofortiger ärztlicher Versorgung verstarb. Unter dringendem Tatverdacht nahmen Einsatzkräfte die 44-jährige Mutter des Kindes fest und brachten sie in eine Gefangenensammelstelle. Die Ermittlungen der 3. Mordkommission dauern an.

Nach öffentlichen Presseverlautbarungen hat die psychisch kranke Mutter die Tat gestanden und befindet sich in einer entsprechenden Einrichtung.


 

Das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg freut sich sehr, dass die Bezirksverordnetenversammlung die Schaffung eines integrierten Bildungs- und Kulturstandortes (Volkshochschule, Musikschule, Kinder- und Jugendmuseum „Experimentarium“ und Stadtbibliothek) unter einem Dach, im Ortsteil Lichtenrade im Gebäude „Alte Mälzerei“ beschlossen hat. Die Lichtenrader Internetzeitung berichtete bereits am 15. Januar 2019 von den konkreten Plänen: https://www.lichtenrade-berlin.de/news/aktuelle-news-internetzeitung/1358-naegel-mit-koepfen-die-alte-maelzerei-in-lichtenrade-wird-bildungs-und-kulturstandort . Dort heißt es in der Überschrift: "Nägel mit Köpfen: Die Alte Mälzerei in Lichtenrade wird Bildungs- und Kulturstandort. Nun gibt es im Bezirk den förmlichen Beschluss.

Damit bekommen die Lichterader Bürgerinnen und Bürger ein für den Bezirk einmaliges und vorzügliches Bildungs- und Kulturangebot, heißt es in der Pressemitteilung.

Die „Alte Mälzerei“ ist besonders verkehrsgünstig direkt am S-Bahnhof Lichtenrade und mehreren Buslinien gelegen.

Jutta Kaddatz, hier ein Archivfoto vom Lichtenrader Wein- und Winzerfest
Bezirksstadträtin Jutta Kaddatz, zuständig für den Bereich Bildung, Kultur und Soziales, hofft, dass auch das Abgeordnetenhaus von Berlin sich für die Schaffung des neuen Bildungs- und Kulturstandortes ausspricht und einen entsprechenden Beschluss fasst.


 

Am 13.2.2019 wurde die Ausstellung "27. Januar 2019 - Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus" in der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz eröffnet. Gemeinsam mit der Gedenkstätte und fächerverbindend in den Leistungskursen Kunst und Geschichte arbeiteten Schülerinnen und Schüler des 11. Jahrgangs des Ulrich-von-Hutten-Gymnasiums über Monate an dem Projekt. Nach gründlicher Recherche und dem Erstellen vieler Skizzen sind eindrückliche Plakate entstanden, die den Zugang junger Menschen im Umgang mit den Verbrechen des Nationalsozialismus zeigen. Die Sonderausstellung in der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz (Am großen Wansee 56-58, 14109 Berlin) ist noch bis zum 15.3.2019 zu sehen.

Das Ulrich-von-Hutten-Gymnasium bedankt sich bei der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz, insbesondere bei Aya Zarfati und Matthias Haß, und freut sich auf die zukünftige Kooperation.
uvh ausstellung verfolgung juden1

Rede der Schülerinnen und Schüler anlässlich der Austellungseröffnung am 13.02.2019

"Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Schülerinnen und Schüler,

mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 begann eine der dunkelsten Perioden in Europa, die die ganze Welt bewegte. Unter der grausamen Politik der NSDAP verloren Millionen von Menschen ihre Heimat, Familie und sogar ihr Leben. Insbesondere die gezielte Verfolgung und Vernichtung der europäischen Juden ist heute noch Thema. Aus diesem Grund wurde der 27. Januar als so geschichtsträchtiger und symbolischer Tag und in Anlehnung an die Befreiung des KZ Auschwitz von 1945 zum internationalen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus erklärt. Zu diesem Anlass haben die Leistungskurse Geschichte und Kunst in Zusammenarbeit mit Vertretern vom Haus der Wannseekonferenz Plakate zum Gedenktag erstellt.

Über Wochen hinweg haben wir uns mit der Thematik befasst und ihre Bedeutung immer mehr verinnerlicht. Zu Beginn der Arbeitsphase nahmen wir an Exkursionen zur Gedenkstätte Haus der Wannseekonferenz und zum Jüdischen Museum teil und bekamen Informationen aus erster Hand. In Gruppen haben wir die verschiedenen Mahnmale Berlins besucht und deren Bedeutung diskutiert. Die dabei gewonnenen Erfahrungen nutzten wir für das Sammeln von Ideen und die Erstellung erster Skizzen. Durch den Austausch, auch gruppenübergreifend, kamen neue Ideen und Verbesserungsvorschläge dazu. Letztendlich wurde viel verworfen, geändert und hinzugefügt, bis die Endprodukte standen. Nach dieser intensiven Auseinandersetzung und diesem Entwicklungsprozess freuen wir uns nun, auf unsere Leistungen und die Ergebnisse blicken zu können. Indem wir in den Gruppen selbst Verantwortung übernahmen und fächerübergreifend arbeiteten, konnten wir uns das Thema Nationalsozialismus so facettenreich wie nur möglich erschließen, was angesichts seiner geschichtlichen  Bedeutung nur angemessen, aber häufig im gewöhnlichen Unterricht nicht in dem Umfang möglich ist.
uvh ausstellung verfolgung juden2

Aus der Website der UvH (auch Fotos)

www.uvh-online.de


 

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok Ablehnen