Der Grundeigentümerverein Berlin-Lichtenrade feierte am 16. Juni 2018 auf dem Gelände des Ulrich-von-Hutten-Gymnasiums sein 115-jähriges Jubiläum mit Vereinsmitgliedern und deren Familien.


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Der Vorsitzende Frank Behrend begrüßte die Gäste und wies besonders auf eine zusammengestellte Chronik vom Grundeigentümerverein hin, die man sich im Laufe der Veranstaltung in der Aula anschauen konnte.


Frank Behrend: „Unser Verein hat in den vergangenen 115 Jahren Lichtenrade mitgestaltet und sich dabei immer für die Interessen der Eigentümer eingesetzt.“


Im Grußwort führte die Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler (SPD) besonders den Wert der Arbeit in Lichtenrade und im Bezirk aus und bedankte sich für das ehrenamtliche Engagement.



Der Lichtenrader Bundestagsabgeordnete Dr. Jan-Marco Luczak (CDU) dankte ebenfalls für die Arbeit des Vereins und für die engagierten Diskussionen. Luczak spannte den Bogen zur Bundespolitik, jedoch findet er es wichtig, dass auch die Interessen von den „kleinen“ Eigentümern und Vermietern gewahrt werden und nicht nur die Worte von großen Unternehmen bei der Politik ankommen.

Vom Unternehmer-Netzwerk Lichtenrade überbrachten Christiane Fuchs (Foto rechts) und Dr. Maren Kaiser Grüße und die besten Wünsche.

Bei bestem Wetter war für Musik, Linedance und für einige Kinderaktivitäten gesorgt.

Auch Essen und Trinken gab es reichlich für die Besucherinnen und Besucher. Die Einnahmen für die Bierspende vom Familienrestaurant Reisel werden der Schule und dem Förderverein zur Verfügung gestellt. An einem Info-Stand konnten sich die Besucher informieren und von Vorstandsmitglieder beraten lassen. Eine lockere und gleichzeitig würdige Veranstaltung!

Die Gründerjahre und die Arbeit im Verein

Im Jahre 1903 gründeten Siedler und Grundeigentümer den Haus- und Grundbesitzer-Verein Lichtenrade 03 e.V., der vor allen Dingen westlich der Eisenbahntrasse aktiv war. In anderen Teilen Lichtenrades gründeten sich ähnliche Vereine. Im Jahr 1947 schlossen sich diese Vereine zum heutigen Grundeigentümerverein Berlin-Lichtenrade e.V. zusammen. Straßenbau und Verkehr, Kanalisation und Entwässerung, Plätze und Schule und all das waren und sind Themen, mit denen sich die Mitglieder der Vereine befassten. Der erste Vorsitzende des Haus- und Grundbesitzer-Vereins Lichtenrade 03 e.V., der Rechnungsrat Franz Carl Emil Rohrbach, erreichte die Pflasterung der Hilbertstraße, Krügerstraße, Paetschstraße und zahlreicher weiterer Straßen westlich der Eisenbahn. Teilweise sind diese Pflasterungen heute nach über 100 Jahren immer noch in Benutzung. Nach Rohrbach wurde die Rohrbachstraße in Lichtenrade benannt. Auch der Lichtenrader Chronist Hermann Wundrich war von 1947 bis 1949 Vorsitzender des fusionierten Vereins.

Wegen starker Regenfälle in den Jahren 1926/27 wurde auf Druck des Vereins in Lichtenrade und in den angrenzenden Ortsteilen ein Kanal errichtet, der das Wasser in den Teltowkanal leitete. Diesen Lichtenrader-Lankwitzer-Regenwasser-Sammelkanal- kurz LiLaReSa- gibt es heute noch und ist teilweise sichtbar. Andere Teile werden in Röhren unterirdisch geführt.

Der Verein hat ein weites Angebotsspektrum

Seit 1903 vertritt der Verein die Interessen von Haus-, Wohnungs- und Grundstückseigentümern: „Ganz gleich, ob sie die Immobilien in Lichtenrade, Marienfelde, Mariendorf, Buckow oder anderswo haben.“ Mit aktuell rund 3.000 Mitgliedern ist es der größte Eigentümerverein in Berlin, der kostenlose Beratung durch Immobilienfachleute, Steuerberater, Anwälte, Architekten und mehr anbietet: „Unsere Experten beraten Sie von Eigentümer zu Eigentümer, aus der Praxis für die Praxis. Egal ob Mietrecht, Wohnungseigentumsrecht, Erbrecht, Nachbarrecht bzw. Nachbarschaftsstreit, Steuerrecht, Baurecht, Immobilienversicherung, Immobilienfinanzierung, Grundstückspreise und Bodenrichtwerte in Lichtenrade: Diese Leistungen können die Mitglieder meist kostenlos bzw. zu sehr günstigen Konditionen beanspruchen.“

Der Verein war bei den verschiedensten Pflanzaktionen beteiligt. Aktuell waren Vereinsmitglieder wieder im Mai 2018 bei der Bepflanzung eines Hochbeetes in der Lichtenrader Bahnhofstraße aktiv.

Lichtenrade gratuliert herzlich und wünscht weiterhin alles Gute!

Thomas Moser



Zur Chronik des Vereins: https://www.hwgv-lichtenrade.de/ueber-uns/chronik.html

Ein Auszug aus den Gründerjahren:

Lichtenrade 1903: Wir hatten das Kaiserreich, Deutschland stand auf der Höhe seiner Macht. Die Milliarden, die nach dem Krieg von 1870/71 aus Frankreich nach Deutschland flossen, die Proklamierung des Kaiserreichs und die Ausrufung Berlins zur Reichshauptstadt brachten einen gewaltigen Aufschwung. Berlin zog die Menschen aus Schlesien, Pommern, Ostpreußen und Westpreußen sowie aus der Mark Brandenburg und Sachsen wie ein Magnet an. Häuser schossen wie Pilze aus der Erde, jene Häuser mit zwei und drei Hinterhöfen, Quergebäuden und Seitenflügeln. Baugesellschaften wurden gegründet und machten Pleite; die Spekulation blühte. Die Menschen, die vom Land herkamen, zogen nun in diese Baublöcke. Sie waren gewöhnt an Feld und Flur, an Wald und Wiese und an überschaubare Verhältnisse. Hier sahen sie allenfalls einige Quadratmeter Himmel und graue Mauern. Sie verdienten hier gut, hatten Chancen, es zum Wohlstand zu bringen, haben Firmen gegründet, die später Weltruf erlangten. Aber die Sehnsucht nach freiem Blick, nach Luft, Feld und Wald blieb. Sie wollten ein Plätzchen, das ihnen gehörte, wo sie ein paar Bäumchen pflanzen und ihre Erdbeeren selbst ziehen konnten. So wurde die Sehnsucht nach dem eigenen Stückchen Land immer stärker. Zuerst vielleicht eine kleine Laube, später ein kleines Häuschen. Das konnte nur außerhalb Berlins geschehen, hier war der Boden noch billig. So musste und wollte man auch weit hinaus, um in der freien Natur zu sein. Unbequemlichkeiten, oft kilometerlange Wege, wurden in Kauf genommen.

So kamen um die Jahrhundertwende die ersten Siedler, man nannte sie geringschätzig "Laubenpieper". Nicht nur in Lichtenrade, sondern auch im Norden, Osten und Westen fanden sich Siedler ein. Lichtenrade war damals ein Dorf im Kreis Teltow mit ca. 900 Einwohnern, weit abgelegen, verkehrsmäßig nicht erschlossen. Mit der Dorfaue, dem Teich, den weiten Feldern ein idealer Platz für die Menschen, die vom Lande gekommen waren.

Keine Straßenbahn fuhr, kein Bus; nur ein Dampfzug fuhr alle Stunde vom Potsdamer Ringbahnhof, und der hielt auch nur in Lichtenrade, wenn jemand sichtbar an dem Haltepunkt stand oder vorher dem Zugführer gesagt hatte, dass er in Lichtenrade aussteigen wollte. Später fuhr dann eine Straßenbahn nach Mariendorf, von dort musste man laufen. Erst am 15. Mai 1939 wurde der elektrische Betrieb Berlin - Potsdamer Ringbahnhof - Lichtenrade - Mahlow aufgenommen.

Hermann Wundrich, ehemals Vorsitzender und später Ehrenmitglied des Vereins, schreibt darüber sehr anschaulich in seinen Erinnerungen:

"Ich erwarb mir 1907 in Lichtenrade ein Grundstück, und das kam so. Eines Tages sagte ein Freund, er hätte sich in Lichtenrade ein Grundstück gekauft. Nach Rede und Gegenrede, wo denn das Lichtenrade überhaupt ist, gab der neue Grundstücksbesitzer die nötige Auskunft. Wenn er seine Laube fertig habe, würde er die Klubmitglieder nach Lichtenrade einladen. Nach einiger Zeit war es dann soweit. Bei schönstem Sonntagswetter fuhren wir, 27 Damen und Herren, mit der Straßenbahn 73 gen Lichtenrade. Die Endhaltestelle der 73 war etwas vor der jetzigen Rennbahn. Dann kam der Spaziergang auf der staubigen Chaussee, die noch nicht gepflastert war. Der neue Grundbesitzer hatte uns vorher die Lage des Grundstücks beschrieben. Der Weg auf der Chaussee ging bis zum Kilometerstein 13,2, der an der heutigen Goethestraße erreicht wurde. Hier rechter Hand in einen Feldweg einzubiegen hieß es. Nach etwa 200 m Feldweg kam linker Hand ein Roggenfeld, durch das ebenfalls linker Hand ein Trampelpfad führte. Der Trampelpfad führte dann weiter über einen großen Kartoffelschlag bis etwa zur heutigen Geibelstraße in der Höhe der Fontanestraße. Man sollte sich aber nicht von den Bauern erwischen lassen, sonst gäbe es Unannehmlichkeiten. Hier fanden wir auch das Grundstück unseres Freundes. Die Hausfrau hatte sich schon vorher bereit erklärt, das Kaffeewasser aus der neuen, gerade fertig gewordenen Pumpe zu kochen. Wer aber seinen mitgebrachten Kaffee aus einer Tasse trinken möchte, müsse sich dazu alles mitbringen, ebenso Gebäck, Abendbrot usw. Zum Abendbrot spendierte der neue Grundbesitzer einen Kasten Bier. Vom Zimmerermeister Sachs ließ sich der neue Grundbesitzer zu diesem Tage einen runden Tisch anfertigen, 3,12 m im Durchmesser. Da es keine Sitzgelegenheit gab, standen wir alle um den Tisch herum und verzehrten unseren Imbiß. Nach der Kaffeepause lud uns der neue Grundbesitzer zu einem Spaziergang durch die neu entstehende Kolonie ein. Plötzlich blieb er stehen, klopfte mir auf die Schulter und sagte: Herr Wundrich, das wäre hier ein Grundstück für Sie. Ich winkte ab, da wir, meine Freundin und ich, gerade beim Überlegen waren, ob wir uns ein Ruderboot oder ein Segelboot anschaffen möchten. Der Rückweg nach Berlin war derselbe wie der Hinweg und verlief bei Gesang und Plauderei an diesem schönen Sommerabend wunderbar. Abends nach 11 Uhr brachte ich meine Freundin nach Hause. Ihre Eltern, die ein Restaurant am Heinrichsplatz hatten, waren um ihre Tochter schon in großer Sorge. Ich konnte aber die Eltern , die ich hierbei erstmalig kennenlernte, beruhigen. Es sei doch der Weg nach und von Lichtenrade sehr weit gewesen. Es sei aber bestimmt nichts passiert."

Als Hermann Wundrich 1907 sein Grundstück kaufte, bestanden einige Lichtenrader Grundbesitzer-Vereine. Ihre Gründung war nötig, um wirksam die Interessen der Siedler zu vertreten. Die jungen Grundbesitzer hatten viele gemeinsame Interessen, die durchzusetzen besser möglich war, wenn man gemeinsam handelte. Viele Sorgen und Probleme gab es da. Die Bauern, die einem Land verkauften, aber mit Knütten aufpassten, dass man die abkürzenden Wege durch die Felder nicht benutzte, die Sorge um Wasser, um Licht, neue Wege, in denen man bei Regen nicht im Dreck versank, später um Schulen usw.

Mit dem Erwerb von Grund und Boden durch viele Berliner setzte bald eine rege Bautätigkeit ein. Schon 1904 konnten mehrere Neubauwohnungen in Lichtenrade bezogen werden. Man muss noch heute den Mut der Grundbesitzer bewundern, Wohnhäuser inmitten der Feldmark zu erbauen, ohne feste Straßen, ohne Wasser- und Gaszuleitung, ohne Kanalisation und ohne elektrischen Strom. So entstand zuerst das Bahnhofsviertel westlich der Eisenbahn. Die Mälzerei der Schloßbrauerei Schöneberg an der Steinstraße war 1903 bereits in Betrieb. Der Ausschank des Schloßbräu erfolgte in einer neuen Gaststätte (ehemals "Haus Buhr"). Auch das Diakonissen-Mutterhaus "Salem" wurde in dieser Zeit an der Hohenzollern-/Ecke Rohrbachstraße gebaut. Von 1905 an setzte eine ungeahnte Entwicklung von Lichtenrade ein. Die Bewohner des Berliner Südwestens und Südens kamen des Sonntags mit Kind und Kegel nach Lichtenrade und picknickten zur Erholung in der Nachtbucht, dem Nachtlager der Viehherden. Die Nachtbucht war damals mit dichtem Ginstergebüsch bewachsen, also noch nicht das heutige, unterholzfreie und durch Wege erschlossene Erholungsgebiet. Nahe der Nachtbucht wurde dann später das Komponistenviertel mit Mozart -, Beethoven -, Straußstraße usw. angelegt. Von 1905 an verkauften die Lichtenrader Bauern große Teile ihres Ackerlandes im heutigen Dichterviertel oder auch West-Kolonie genannt, weil dieses Gebiet westlich des Lichtenrader Damms liegt. Goethe-, Schiller-, Geibel-, Raabestraße usw. erinnern daran. Östlich des Lichtenrader Damms entstand das Märkische Viertel mit Potsdamer, Soldiner, Schwedter Straße. Im Taunusviertel gab es bald danach die Wiesbadener, Homburg-, und Krontalstraße. Östlich des alten Dorfes haben die letzten Lehngutsbesitzer Bornhagen und Bohnstedt ein Denkmal bei der Straßenbenennung erhalten. Östlich des Kirchhainer Damms entstand das Bayerische Viertel mit Würzburger, Regensburger, Bamberger, Nürnberger Straße usw. Westlich des Kirchhainer Damms finden wir das Feldherrenviertel mit Moltke-, Roon-, Falckensteinstraße. Im Flüsseviertel nahe der heutigen Steinstraße gibt es die Nuthe-, Rhin- und Dossestraße. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Siedlung mit den Wegen Franziusweg, Grenzweg, Abendrotweg gebaut. Der Gemeinnützige Verein Heimatland erwarb 1931 ein Gelände zwischen Kettinger Straße und der Eisenbahn und parzellierte es. Die bekanntesten Namen auf diesem Gelände sind die Eisnerstraße, der Scheerbartweg und der Dörfelweg.

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https://www.hwgv-lichtenrade.de
Alle Fotos Thomas Moser


 

15. Juni 2018 Es tut sich was am ehemaligen Haus Buhr am S-Bahnhof-Lichtenrade. Dies findet in den sozialen Medien sehr großes Interesse und positive Rückmeldungen. Nun wurde der linke historische Teil des Gebäudes eingerüstet.
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Auf Nachfrage erklärt dazu der Eigentümer vom Haus Buhr und der Alten Mälzerei Thomas Bestgen: „Wir rüsten das Landhaus Lichtenrade gerade ein, um das Dach zu erneuern. Wir hatten im Frühjahr bereits eine Genehmigung für Sofortmaßnahmen bekommen, da das Dach offen, und im gesamten Haus inklusive Anbau das Holz verfault und der Hausschwamm im Holz sowie im Putz bis ins Mauerwerk 20 Jahre wachsen durfte. Innerhalb des Hauses haben wir den Schwamm entfernt und das Haus trockenlegen können. Nun können wir endlich das Dach auch von oben wieder abdichten.“


...von hinten...
Vermutlich wird der rechte Anbau mit Saal nicht zu retten sein. Hier sind jedoch noch Gespräche mit der oberen und der unteren Denkmalbehörde um das Gesamtkonzept für das Landhaus Lichtenrade auch bezüglich eines zukünftigen Anbaus notwendig.

Thomas Bestgen erklärt weiter: „Meine Idee ist es nach wie vor, das Landhaus Lichtenrade, und zwar das dreistöckige Fachwerkhaus, so wie es ist, zu retten und zu sanieren, ohne etwas von außen zu verändern. Es bleibt auch dabei, innen eine Gaststätte im Erdgeschoss wieder einzurichten und natürlich fließt auch irgendwann dort wieder das Bier, und zwar Selbstgebrautes, neudeutsch craftbeer „Das Lichtenrader“ oder so ähnlich. Auch die oberen beiden Etagen sollen die gleiche Funktion wieder bekommen, die sie schon einmal hatten, eben als kleine Pension beziehungsweise Gästezimmer für das neue Stadtquartier Alte Mälzerei.“
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Auch die Baumaßnahmen an der Alten Mälzerei haben begonnen: „Die finale Baugenehmigung dazu liegt seit zwei Wochen endlich vor.“ Auch sind die Planungen für den Innenausbau der Bibliothek, der Suppenküche, der Volkshochschule, der Musikschule und des Cafés ebenso auf einem guten Weg.

Thomas Moser (auch Fotos)


 

Der Bezirk Tempelhof-Schöneberg hat am 8.6.2018 im feierlichen Rahmen neun Verdienstmedaillen und zwei Förderpreise für herausragendes bürgerschaftliches Engagement in unserem Bezirk verliehen.

Eine Verdienstmedaille ging auch nach Lichtenrade an Pfarrer a.D. Reinhard Kraft! Hier der Link zum "Geburtstagsartikel": https://www.lichtenrade-berlin.de/news/aktuelle-news-internetzeitung/1112-lichtenrader-institution-wurde-80-reinhart-kraft

Weitere Ausführungen zu den Hintergründen bei allen Geehrten siehe unten!

Foto privat

Im Beisein von 100 Gästen wurden Ehrenamtliche mit den höchsten Auszeichnungen des Bezirks für ihr langjähriges Engagement gewürdigt.

„Es ist mir eine große Freude, engagierte Bürger_innen für ihre Verdienste in den unterschiedlichsten Engagementfeldern auszeichnen zu dürfen und ihnen für ihre langjährige ehrenamtliche Tätigkeit zu danken. Die Engagierten bereichern mit ihrem Ehrenamt den Kiez, zeigen Solidarität und sind sichtbares Zeichen des Miteinanders in der Gesellschaft.“ betonte Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler anlässlich der Verleihung.

Träger der Verdienstmedaille 2018
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Reinhart Kraft aus Lichtenrade

Herr Pfarrer i.R. Reinhart Kraft begann nicht erst mit seiner Pensionierung 2001 mit der Ausübung seiner verschiedenen Ehrenämter, sondern hatte nun noch mehr Zeit, sich mit viel Energie unterschiedlichen Projekten zu widmen. Seine unterschiedlichen Projekte sind angefüllt von Leidenschaft und Einsatzfreude, eine Herzensangelegenheit für ihn, wie z.B. die Gründung der Ökumenischen Umweltgruppe Lichtenrade. Zu seinen Aktivitäten gehören z.B. die Organisation von Informationsveranstaltungen zur Entwicklung des „Zentrums Lichtenrade“, aber auch das Frühstück auf der Bahnhofstraße, Führungen durch die alte Mälzerei und vieles mehr. Reinhart Kraft ist das menschliche Gesicht von Lichtenrade und sein Engagement ist außerordentlich. Die Laudatio hielt der Stellvertretende Bezirksbürgermeister Jörn Oltmann.

Barbara Adameit

Frau Adameit engagiert sich seit über 20 Jahren in der Mittwochsgruppe des Nachbarschaftsheims Schöneberg und organisiert regelmäßig Gruppenangebote für ältere Menschen. Gemeinsames Essen, Kaffee trinken, Spielen sorgen für eine Abwechslung vom Alltag, Menschen mit Demenz und Menschen mit Behinderung erfahren hier liebevolle Zuwendung. Soziale Kontakte können gepflegt werden, Frau Adameit und ihr Engagement in der Mittwochsgruppe leisten einen wichtigen Beitrag gegen die Isolation und Vereinsamung älterer Menschen.

Eva Liebchen

Frau Liebchen ist seit über 10 Jahren für das Projekt „ Wundertüte“ des Kreisverbandes der Arbeiterwohlfahrt Südwest e.V. ehrenamtlich tätig. Ziel des Projektes ist die Unterstützung benachteiligter Friedenauer Schulkinder bei der Beschaffung von Lernmaterialien und Sportsachen, Finanzierung von Ausflügen, Lernhilfen, Förderunterricht, Schwimmunterricht und vieles mehr.

Immer mehr Menschen geraten in unverschuldete Not und betroffen davon sind auch immer mehr Kinder, dies war der Anlass, das Projekt „Wundertüte“ 2008 ins Leben zu rufen. Mit dem Projekt soll die Chancengleichheit benachteiligter Kinder unbürokratisch und  praktisch gefördert werden. Frau Liebchen besucht regelmäßig die Friedenauer Schulen, spricht aktuelle Bedarfe und konkrete Unterstützungswünsche ab. Das Engagement von Frau Liebchen ist außerordentlich, das Wohl der Kinder und der Wunsch möglichst vielen von ihnen einen optimalen Start in die schulische Ausbildung zu verschaffen, ist die Quelle des langjährigen, regelmäßigen Engagements von Frau Liebchen.

Peter Marquard

Herr Marquard ist seit Beginn der 70er Jahre aktives Mitglied in der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft und hat in seinem langjährigen Ehrenamt für die DLRG Schöneberg unterschiedliche Aufgaben erfüllt. Begonnen hat das Engagement als technischer Leiter, später Bezirksleiter und Ausbilder für Rettungsschwimmer, noch heute ist Herr Marquard an jedem Freitag in der Schwimmhalle Schöneberg und bildet junge Rettungsschwimmer aus. Schwimmen hält jung und fit, ist sein Motto und deshalb ist er trotz seines hohen Alters (Jahrgang 1935) ein Vorbild an Einsatzbereitschaft, Motivation und Verlässlichkeit

Rainer G. Jahn

Herr Jahn ist Gründungsmitglied des Unternehmensnetzwerk Motzener Str. e.V. und war von 2005-2018 als Vorstand und stellvertretender Vorsitzender aktiv. Zweck des Unternehmensnetzwerkes ist die Belebung und Stärkung des Gewerbe – und Industriegebiets Motzener Straße. Der Verein vernetzt die Gewerbetreibenden und ermöglicht eine gemeinsame Interessenvertretung und fördert gemeinsame Beziehungen. Besonders hervorzuheben ist die Errichtung einer Kindertagesstätte im Netzwerkgebiet, die Initiierung des Projektes „Schule kann mehr“, die Kooperation mit der Naturschutzstation im Freizeitpark Diedersdorfer Weg sowie die Mitwirkung im Umweltprojekt „Null Emission Motzener Strasse“ von Herrn Jahn. Sein jahrelanges Engagement ist vorbildlich, nachhaltig und innovativ.

Miguel-Pascal Schaar

Herr Schaar ist seit 10 Jahren vielfältig in der Zwölf-Apostel Kirche und im Schöneberger Norden ehrenamtlich aktiv. Er bereichert das kulturelle Leben im Kiez durch die Organisation unterschiedlichster Veranstaltungsreihen, Konzerte und musikalischer Vespern. Er initiierte und organisierte überparteiliche Diskussionsforen, um das Interesse an Politik zu wecken und zur aktiven Teilnahme an Demokratie zu motivieren. Auf Schöneberger Friedhöfen hat er Gedenkveranstaltungen für Trauernde, aber auch Fürbittandachten nach Terroranschlägen angeboten. Herr Schaar gründete das Ökumenische Rogate-Kloster Sankt Michael und engagiert sich gegen Homo – und Transphobie. Er gibt Veranstaltungen über Intersexualität, aber auch Seelsorgeangebote für Betroffene und deren Angehörige, dies seit vielen Jahren in Zusammenarbeit mit dem LSVD und der Beratungsstelle Maneo.

Erwin Diener

Seit 2009 kümmert sich Herr Diener sehr engagiert um seinen Kiez in der Großsiedlung Waldsassener Straße in Marienfelde. Das Engagement von Herrn Diener ist äußerst vielfältig, er hat immer Ideen, neue Nachbarschaftsprojekte zu entwickeln und umzusetzen. Der Beginn seines Engagements lag in der Organisation eines Mieterfestes, dass nun in diesem Jahr zum 10. Mal stattfindet. Weitere Aktivitäten von Herrn Diener sind die Pflege eines Blumenbeetes, eine Frühjahrsputzaktion, eine Hundehalterinitiative, Kieztrödelmärkte, ein Kuchenwettbewerb, Weihnachtsmarkt, Nachbarschaftstag und vieles mehr. Seit 2016 ist Herr Diener gewählter Mieterbeirat seiner Wohnanlage und vertritt engagiert die Interessen der Anwohner_innen. Das facettenreiche Engagement von Herrn Diener trägt zur Steigerung der Lebensqualität und Wohnumfeldzufriedenheit bei und ist Symbol für ein nachbarschaftliches Miteinander.

Förderpreise

Die Jury hat sich aufgrund zweier hervorragender Projekte für die Vergabe von 2 Förderpreisen, dotiert jeweils mit 500 Euro, für 2018 entschieden.

Mittwochsinitiative
Mittwochsinitiative
Die Mittwochsinitiative eV erfüllt in jeder Hinsicht die Richtlinien zur Vergabe des Förderpreises, hierbei soll eine außerordentliche, herausragende und nachhaltige Leistung im Ehrenamt für die Allgemeinheit im Bezirk gewürdigt werden. Die Mittwochsinitiative bietet seit mehr als 20 Jahren in den Räumen der evangelischen Zwölf-Apostel-Kirchengemeinde ein niedrigschwelliges Angebot für Konsument_innen illegaler Drogen und für die im Bereich der Kurfürstenstraße arbeitenden Prostituierten an. Die Arbeit der Ehrenamtlichen der Mittwochsinitiative ist seit vielen Jahren vorbildlich für die Versorgung von suchtkranken Menschen und Prostituierten im Bezirk und leistet damit gleichzeitig einen wichtigen Beitrag für das Wohl der Gemeinschaft. Die Ehrenamtlichen weisen ein hohes Maß an Toleranz und Einfühlungsvermögen auf, auch schwierige Situationen werden von ihnen in Kauf genommen und gemeistert. Angesichts der zunehmenden Problematik des Drogenkonsums und der Prostitution im öffentlichen Raum ist die Arbeit der Mittwochsinitiative auch für die Nachbarschaft im Kurfürstenkiez und den Bezirk insgesamt von unschätzbarem Wert und wird mit der Vergabe des Förderpreises gewürdigt.

Ausgabestellen in Tempelhof-Schöneberg von Laib und Seele
LAIB UND SEELE
In den 5 Laib und Seele Ausgabestellen im Bezirk können bedürftige Menschen aus der Nachbarschaft einmal in der Woche Lebensmittel erhalten. Insgesamt bedienen die 5 Ausgabestellen über 600 Haushalte, die aus alleinstehenden Personen bis zu 14-köpfigen Familien bestehen. Ehrenamtliche sammeln bei den Kooperationspartnern Lebensmittelspenden ein, in Tempelhof-Schöneberg beteiligen sich bereits 154 Supermärkte an der Aktion und es konnten auf diesem Weg 2017 insgesamt 403,9 Tonnen Lebensmittel gerettet werden. Die Ehrenamtlichen bereiten am jeweiligen Ausgabetag die Räumlichkeiten in den Kirchen vor, Tische werden aufgestellt, die Lebensmittel sortiert und für die Ausgabe an rund 100 Haushalten pro Ausgabetag vorbereitet. Neben der Lebensmittelausgabe gehört auch eine Kleiderkammer, ein Büchertisch oder ein Mini-Flohmarkt zum Angebot. Die Besucher_innen können aber auch ein kostenloses vielfältiges Beratungsangebot nutzen, wie z.B. Rechtsberatung, Pflege – und Lebensberatung oder Stromsparberatung. Alle Ausgabestellen werden ausschließlich ehrenamtlich betrieben, zur Zeit sind rund 190 Ehrenamtliche in den Laib und Seele – Ausgabestellen des Bezirks aktiv. Die Arbeit der ehrenamtlichen Teams hat eine besondere Bedeutung für den Kiez, es ist ein deutliches Zeichen der Solidarität und der Mitmenschlichkeit und verdient höchste Anerkennung mit der Vergabe des Förderpreises.

Fotos BA T-S


 

Nur noch wenige Tage, dann laden Rocktreff und Spielfest wieder in das Fußballstadion des Volksparks Mariendorf ein. Heute fand das traditionelle Sponsorenfrühstück statt, sozusagen der offizielle Startschuss für die heißeste Phase der Vorbereitung.

Das Treffen der Veranstalter und Unterstützer fand in diesem Jahr in einer neuen Location statt, nämlich bei Stone Brewing im Marienpark. Stone und der Marienpark sind neue Sponsoren des Rocktreffs und Spielfestes.

Die Räumlichkeiten im Stone Brewing World Bistro & Gardens sind ebenso beeindruckend wie gemütlich. Und die Küche ist große Klasse. Die 35 Teilnehmer am Sponsorenfrühstück waren jedenfalls äußerst begeistert.
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Der Veranstalter von Rocktreff und Spielfest, Jugendstadtrat Oliver Schworck (Foto lks. mit Stefan Böltes), begrüßte die Gäste, darunter Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler und den Vorsteher der Bezirksverordnetenversammlung von Tempelhof-Schöneberg, Stefan Böltes. Schworck bedankte sich vor allem bei den vielen Unterstützern und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern des CPYE e.V. – ROCK-INI und des MitSpielen e.V.

Stefan Böltes, Schirmherr des Rocktreffs, wies auf das Veranstaltungsmotto hin: All you need is Rock’n’Roll! Besonders freute er sich über die musikalische Vielfalt, die das Drei-Tage-Festival mit 16 Bands bietet. Unter www.rocktreff.de ist das komplette Programm mit den Auftrittszeiten der Bands nachzulesen.

Foto: Neben dem Veranstalter, Rocktreff-Schirmherren und Präsentatorin des Spielfestes sowie den Vorstandsmitgliedern des CPYE e.V. nahmen die Vertreter vom Stromnetz Berlin, dem Druckcenter Berlin, der PSD-Bank Berlin Brandenburg, STADT UND LAND, Möbel Höffner, stilbrand, nitz + nitz, Radio Möller, Social Elements Berlin,Tempelhofer Journal, Marienpark, Stone Brewing, die Privatsponsorin Regina Körper und als Vertreter des Spielfestes der TSV Marienfelde teil.

Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler, Präsentatorin des Spielfestes, ging in ihrem Statement auf die vielen Spiele und Attraktionen ein, die über 30 Vereine und Gruppen mit über 150 Ehrenamtlichen anbieten werden. Durch Unterstützung der Bürgermeisterin können die großen Attraktionen wie Bungeehüpfen, Riesenrutsche, Aquabälle und Hüpfburg wieder zu einem absoluten Familiensparpreis von 1,25 Euro pro Spiel angeboten werden. Alle weiteren Informationen unter www.spielfest-mariendorf.de

Weitere Eindrücke vom Sponsorenfrühstück...




…und natürlich an die Sponsoren, die wir in alphabetischer Reihenfolge nennen:

Akzente Sozial • Cameo Light • catering company – Rocktreff-Präsentator • FACES Veranstaltungstechnik • GeWo Süd • LD Systems • Marienpark • Maximilian Fleischwaren • mediateam • Möbel Höffner – Spielfest-Präsentator • nitz + nitz – schöner und sicherer leben • Optiker Hoppe • Phrenetica Photography und Design • PieReg Druckcenter Berlin • Popella Licht- und Tontechnik • PSD Bank Berlin-Brandenburg – RocktreffPräsentator • Radio Möller (Sponsor seit Beginn des Rocktreffs) • Riemer und Schultz Sanitär • Rockstar Energy Drinks • STADT UND LAND • star fm 87,9 Maximum Rock – Rocktreff-Präsentator • stilbrand Designwerkstatt • STONE BREWING World Bistro & Gardens • Stromnetz Berlin GmbH • SWI Immobilienberatung • Tempelhofer Journal • triolution Event- und Medientechnik • Vierlande Food-Service • vitasyn care – Fritz Apotheke • und die Privatspender Petra Dittmeyer, Regina Körper, Elke Kraft und Uwe Saager


Fotos Thomas Moser


 

Die Verfassungsbeschwerde im Rahmen des Genehmigungsverfahrens zur Dresdner Bahn durch Lichtenrade wird in einer Presseerklärung der „Bundesvereinigung gegen Schienenlärm“ näher erläutert. Es geht um die Verletzung des Grundrechts auf körperliche Unversehrtheit (Art. 2 Abs. 1 GG):

„Die gesetzlichen Regelungen zum Schutz vor Schlafstörungen durch Schienenlärm sind verfassungswidrig; sie sind offensichtlich nicht geeignet, die Vorgänge bei Vorbeifahrt eines Zuges realistisch zu erfassen und zu analysieren; sie produzieren systemisch gravierende Fehlanalysen; der verfassungsrechtlich gebotenen Gesundheitsschutz wird damit nur scheinbar garantiert.

Zur Unterstützung gleichlautender Beschwerden betroffener Bahnanlieger aus Berlin-Lichtenrade hat die „Bundesvereinigung gegen Schienenlärm, e.V.“ (BVS) am 29.5.2018 eine Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe eingereicht, nachdem dieser Weg durch ein klageabweisendes Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 29.6.2017 (AZ 3 A 1.16) auch für die BVS eröffnet war, da sie sich durch das Urteil auch in ihren Prozessgrundrechten verletzt sieht.

Soweit ersichtlich, handelt es sich um die erste Verfassungsbeschwerde mit der die gesetzlichen Kriterien der Analyse von Schienenlärm als verfassungswidrig angegriffen werden.

Im Mittelpunkt aller Beschwerden steht die Kritik an der systemisch fehlerhaften Analyse zur Beurteilung der vom Schienenlärm ausgehenden Gesundheitsgefahren in den Anl. 2 zu § 3 bzw. 4 der 16. BImSchVO, 1990/2014 (genannt „Schall03“), die auf unhaltbaren Annahmen beruht.

Diese entstammen einer bahninternen Verwaltungsanweisung der „Deutschen Bundesbahn“; die Bundesregierung hat sie 1990, ohne jede sachliche Überprüfung, wörtlich in eine Rechtsverordnung übernommen, die dann mit Zustimmung des Bundesrates 1990 erlassen wurde; diese Verordnung wurde zwar 2014 in Details überarbeitet, aber nicht im systemischen Ansatz mit seinen darin enthaltenen Fehlern, obwohl zahlreiche Sachverständige das eingefordert hatten.“


 

SSV und VfL Lichtenrade bitten zum Traditionslauf

Zum 35. Mal lockt am Sonntag, 3. Juni, die „Lichtenrader Meile“ Läufer aus ganz Berlin an, zumal wieder wertvolle Punkte im Rahmen des Berlin-Cups gesammelt werden können. Die Lichtenrader Meile ist hierbei der 7. Lauf in der Berlin-Cup-Serie. Jugendliche ab 16 Jahren werden über 7,5 km, Erwachsene über 15 km gewertet.

Neu seit 2016 ist auch eine BCWertung für Kinder/Jugendliche unter 16 Jahren über 2 km. Die Zeitnahme erfolgt bei allen Läufen mit einem elektronischen Zeitnahmesystem, das korrekte Platzierungen und eine schnelle Auswertung sicherstellt. Die elektronische Zeitwertung erfolgt mit einem Chip in der Startnummer. Ausgegeben werden die Startnummern am Veranstaltungstag ab 7.30 Uhr am Nachmeldestand gegen Vorlage eines Zahlungsbeleges. Wichtig ist es, die Startnummern nicht zu knicken, denn dadurch könnte der Chip beschädigt werden. Die Startnummern sollten nach dem Lauf wieder zurückgegeben werden. Die zahlreichen Helfer sind bei der Abnahme der Nummern behilflich.

Ausgerichtet wird die Lichtenrader Meile gemeinsam vom SSV und VfL Lichtenrade – wieder freundlich unterstützt von Edeka Gayermann. Das Startgeld beträgt – je nach Lauf – 2,50 bis 10 Euro. Wer sich noch nicht angemeldet hat, bzw. die Startgebühr nicht entrichtet hat, kann sich noch am Veranstaltungstag bis kurz vor dem jeweiligen Start mit einer zusätzlichen Gebühr von 2 Euro nachmelden. Am Veranstaltungstag können alle Ergebnisse ab dem späten Nachmittag im Internet eingesehen werden. Mit einem Klick auf den jeweiligen Namen in der Ergebnisliste kann jeder Teilnehmer seine persönliche Urkunde einsehen und bequem zu Hause ausdrucken. Während der Veranstaltung können Urkunden nur für die Siegerehrungen ausgegeben werden. Auf Nachfrage gegen Ende der Veranstaltung werden einzelne Urkunden aber auch direkt vor Ort ausgedruckt.

Start und Ziel ist jeweils der Werzalit- Parkplatz (Imhoffweg/Schichauweg 52). Die Strecke führt über den Müllberg im Freizeitpark Marienfelde. Während der Veranstaltung können sich alle Teilnehmer und Besucher mit Kaffee und Kuchen, Grillwürstchen und Getränke stärken. Die kostenlose Versorgung aller Sportlerinnen und Sportler mit Tee und Wasser ist gewährleistet. Wasserversorgung gibt es auf der Strecke und im Ziel. Die Erste-Hilfe-Versorgung erfolgt über Motorrad und Sanitäter. Toiletten befinden sich in Start- und Ziel-Bereich. Die Klasse „Bambini I“ über 500 Meter für die Jahrgänge 2012 und jünger (Mindestalter 3 Jahre) startet um 8.30 Uhr. Über die Distanz von 1 Kilometer startet die Klasse „Bambini II“ für die Jahrgänge 2009 bis 2011 um 8.40 Uhr. Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 2003 und jünger starten um 8:50 Uhr über 2 Kilometer. Über die Distanzen 7,5 und 15 Kilometer starten die Klassen „Jungend“ (Jahrgänge 1999 bis 2002) und die Jahrgänge 1998 und älter um 9.30 Uhr. Die 7,5 Kilometer Walking- Strecke für alle Jahrgänge wird um 9:35 Uhr freigegeben und die 7,5 Kilometer Nord-Walking-Gruppe beginnt um 9.40 Uhr. Nordic- Walking und Walking sind Sportarten, bei denen der gesundheitliche Aspekt im Vordergrund stehen soll. Nordic- Walker und Walker erhalten eine personalisierte Soforturkunde mit Angabe der absolvierten Zeit jedoch ohne Wertung durch den Veranstalter. Alle Walker werden um rücksichtsvolles Verhalten auf der Strecke und um Hintereinandergehen gebeten - besonders an engen Stellen des Kurses, damit die Läufer nicht behindert werden.

Für die An- und auch Abreise zum Imhoffweg/Schichauweg 52 sollte man sich über Sperrungen im Zusammenhang mit der parallelen ADFC-Sternrundfahrt informieren. Am einfachsten ist die Anreise mit der S-Bahn (S2 bis Schichauweg, von dort ca. 800 m).

35. Lichtenrader Meile Start und Ziel: Werzalit-Parkplatz So., 3. Juni, ab 7.30 Uhr www.lichtenrader-meile.de


 

30. Mai 2018 Nun wurde Verfassungsbeschwerde gegen das Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes eingelegt. Die Bürgerinitiative Dresdner Bahn will damit die vermutlich letzte rechtliche Chance ergreifen, dass noch der vorliegende Beschluss gekippt wird.

Am 23. April 2018 berichtete die Lichtenrader Internetzeitung von einer Informationsveranstaltung der Bürgerinitiative Lichtenrade - Dresdner Bahn mit den Gästen der von der DB Netz: https://www.lichtenrade-berlin.de/news/aktuelle-news-internetzeitung/1116-der-dresdner-bahn-zug-durch-lichtenrade-rollt

Dort wurde schon berichtet, dass man Verfassungsbeschwerde gegen das Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes vom 29. Juni 2017 einlegen will. Mit dem Urteil wurden die Klagen von Anwohnern und der Bundesvereinigung Schienenlärm zur Aufhebung des Planfeststellungsbeschlusses zurückgewiesen und damit der Bahn die Zustimmung für das Bauvorhaben der Dresdner Bahn gegeben. Der ebenerdige Ausbau der Strecke wurde damit akzeptiert.

Die Verfassungsrichter in Karlsruhe sollen jetzt klären, ob die Anwohner durch den zu erwartenden Lärm in ihrem Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit verletzt werden. Ziel der Bürgerinitiative ist es, dass der vor einem Jahr ergangene Beschluss abgeändert wird. Sie wirft der Deutschen Bahn eine „menschenfeindliche Planung“ vor.

So und so ähnlich sehen die Befürchtungen der Lichtenrader aus:



Dank an die BI Dresdner Bahn zur Veröffentlichung der Grafik

Die Bahn sieht es etwas anders:
dresdner bahn bahnhofsstrasse trog west richtung ost 20160122 n
links: Westseite der Bahnhofstraße vor dem Umbau, rechts: Visualisierung der neuen Eisenbahnüberführung [Quelle: Ingenieurbüro Dipl.-Ing. H. Vössing GmbH/weitere Bearbeitung VECTORVISION]

In der Mitteilung der Bürgerinitiative Dresdner Bahn heißt es: "Am 29. Mai 2018 ist die angekündigte Verfassungsbeschwerde gegen die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts zum Ausbau der Dresdner Bahn eingelegt worden. Das Bundesverfassungsgericht wird zu klären haben, ob durch die zu erwartenden Lärmbelastungen das Grundrecht der betroffenen Anwohner auf körperliche Unversehrtheit verletzt wird. Die entsprechenden Argumente der Kläger sind auf 66 Seiten und diversen Anlagen dem BVfG unterbreitet worden. Wir erhoffen uns eine Abänderung der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts und die Verhinderung der menschenfeindlichen Planung der Deutschen Bahn AG."

Website der BI: http://www.dresdner-bahn.de


 

 

Jazzfest Lichtenrade 2018 1 700
Lichtenrade wurde 1375 das erste Mal urkundlich erwähnt. Neben Schmöckwitz ist Lichtenrade der südlichste Ortsteil Berlins und reicht bis an die Landesgrenze zu Brandenburg und dessen Landkreise Teltow-Fläming und Dahme-Spreewald heran. So viel zur Lage.

Der etwas verträumt anmutende Ortsteil, der immer wieder durch die Dresdner Bahn in die Schlagzeilen gerät, ist ansonsten nicht gerade der Berliner Hot Spot. Einmal im Jahr, am 1. Advent, findet rund um den Dorfteich der Lichtenrader Lichtermarkt statt, an dem tausende von Menschen teilnehmen. Auch in der Mainstreet des Ortsteils, der Bahnhofstraße, finden Feste statt. Vor allem aber hat man sich in Lichtenrade schon seit über 25 Jahren dem Jazz verschrieben. „Jazz für alle“ heißt eine Veranstaltungsreihe, die regelmäßig im Gemeinschaftshaus Lichtenrade für gute Musik sorgt. www.jazzfueralle.de

Detlef Passlack hat den Verein einst gegründet und ist heute Ehrenvorsitzender. Motor der Vereinsaktivitäten ist der aktuelle Vorsitzende Lutz Fußangel, der mit seinem Saxophon überall im Bezirk und darüber hinaus unterwegs ist, um Jazzmusik zu zelebrieren.

Zwischen dem 4. und 10. Juni 2018 findet bereits das siebte Jazzfest in Lichtenrade statt. In Jacques´ Weindepot am Mariendorfer Damm 428-430, 12107 Berlin, beginnt das Fest am 4. Juni um 17:00 Uhr mit dem Lello Franzen Quartett feat. Lutz Fußangel.
Jazzfest Lichtenrade 2018 1 ProgrammAm Dienstag, dem 5. Juni geht es Open Air weiter im Volkspark Lichtenrade, Carl-Steffeck-Straße 30, 12309 Berlin. Um 17:00 Uhr tritt die Vierer Jatz Bande auf.

Der Jugenclub Outreach im „Waschhaus“, Groß-Ziethener-Straße 94 präsentiert am Mittwoch, dem 6. Juni, ab 17:00 = 17. Kids in Concert Jugendjazzwettbewerb mit der Acid Jazz Party.

Am Donnerstag, dem 7. Juni, finden gleich mehrere Veranstaltungen statt. Eine gute Gelegenheit, die Geschäfte der Bahnhofstraße kennenzulernen. Ab 17:00 Uhr: Jazz in der Bahnhofstraße: Lichtenrader Bücherstube, Bahnhofstr. 25, Jazzgeschichten mit Lutz Fußangel, 17:30 Lederwaren Tiedtke, Bahnhofstr. 39, das Schwingschmiede Trio, 17:30 Tempelritter Apotheke, Bahnhofstr. 60, Ben von Poser, Klavier, 18:00 Tamcke Optik, Bahnhofstr. 47A, Arik Strauss, Israel + Guest , 18:00 Apollo Optik, Bahnhofstr. 2-3, SODA – Jazz-Standards und Bossa Nova , 18:00 Ihre Brille, Bahnhofstr. 54, HanCarMa / Jazz Manouche, 18:30 Barrique, Bahnhofstr. 29, Latin Jazz, 18:30 Erdmann & Schmitt, Bahnhofstr. 55 Uhr, Lello Franzen Trio, 19:00 Minow´s Tabak Depot, Bahnhofstr. 56, Bar Jazz, 17:00 Uhr Gemeinschaftshaus Lichtenrade, Workshop Gospelchor, 20:00 Uhr Gemeinschaftshaus Lichtenrade, Lichtenrader Gospelchor.

Am Freitag, dem 8. Juni, geht es gleich weiter im Gemeinschaftshaus Lichtenrade, Barnetstr. 11, 12305 Berlin, mit der Jazzlounge um 17:00 Uhr, Jazzbands der mitveranstaltenden Leo Kestenberg Musikschule, inkl. Session. 18:00 Uhr im großen Saal: Spotlight Tanzensemble, Caren Gish, um 20:00 Uhr wieder im großen Saal, Péter Sarik Trio – XBeethoven (Ungarn) und zum Tagesausklang um 22:00 Uhr in der Jazzlounge, Black Heritage (Madagaskar, USA)

Am Samstag, dem 9. Juni, geht es gleich weiter in der Jazzlounge des Gemeinschaftshauses Lichtenrade um 17:00 Uhr mit Supersonics Reeds, Uwe Dohnt, LKMS, öffentliche Probe & Vorspiel. 18:30 Uhr großer Saal - Sun-hill Duo, 19:00 Uhr Jazzlounge, Gesangsworkshop Martina Gebhardt. 20:00 großer Saal, Umbrella Jazzmen.

Am Sonntag, dem 9. Juni, endet das Festival in der Jazzlounge des Gemeinschaftshauses Lichtenrade ab 10:00 Uhr mit Damemas, Salsa, und ab 11:00 Uhr mit dem Augustin Lehfuss Quartett.

Mehr Jazz in einer Woche geht nicht. Und alles bei freiem Eintritt. Spenden werden vor Ort gern entgegengenommen. Willkommen in Lichtenrade.

Zusammenstellung: Ed Koch (Quelle paperpress newsletter vom 29.5.2018 (Nr. 553 Z 5)

Das Komplette Programm: http://lichtenrader-jazzfest.de

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