Endlich ist es vollbracht und Dieter Hapel (65), der ehemalige Bezirksbürgermeister von Tempelhof und von Tempelhof-Schöneberg, ist auf Leinwand in Öl verewigt. Nun wurde das Bild öffentlich in einer kleinen Feierstunde vorgestellt. Der Maler, Grafiker und Journalist Horst-Dieter Keitel ist der Urheber des Werkes.


Angelika Schöttler, Horst-Dieter Keitel (HDK), Dieter Hapel und Jutta Kaddatz vor dem Kunstwerk

Die öffentliche Übergabe der zweiten Version des Kunstwerkes erfolgte nach dem Kulturausschuss am 2. März 2017 bei Anwesenheit des Gemalten und des Künstlers im Rathaus Tempelhof. Hapel und Keitel freuten sich, dass es nun nach vielen Jahren geklappt hat. Das Bild wurde bereits 2014 fertiggestellt und wartete schon einige Zeit auf eine offizielle Enthüllung.

Zur Bildeinweihung lud die Kulturstadträtin Jutta Kaddatz ein.

Sie begrüßte die vielen Weggefährten von Dieter Hapel und zeigte die Geschichte der Entstehung des Rathauses Tempelhof auf. Jutta Kaddatz bedankte sich bei dem leidenschaftlichen Künstler für die gelungene Umsetzung. Für die Bildungsstadträtin Kaddatz wäre es wünschenswert, wenn die Tempelhofer Bezirksbürgermeistergalerie wieder in den Mitteltrakt des Rathauses in den ersten Stock zieht, damit sie dann von Besuchern besser wahrgenommen werden kann.

Dieter Hapel mit Jutta Kaddatz (lks) und Angelika Schöttler

Zweimal Dieter Hapel + Angelika Schöttler + HDK

Die jetzige Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler brachte ihre Freude zum Ausdruck, dass endlich der BVV-Antrag für das Porträt aus dem Jahr 2005 als abgeschlossen betrachtet werden kann. Sie würdigte die Arbeit des ehemaligen Bezirksbürgermeisters Dieter Hapel.



Hier wird in Kürze auch "Dieter Hapel 2" hängen...

Im Rathaus Tempelhof sind die ehemaligen Bürgermeister des Bezirks Tempelhof in einer „Ahnengalerie“ verewigt. Die Bilder sieht man etwas versteckt, wenn man in der Eingangshalle nach oben schaut.

Bezirksbürgermeister a.D. Wolfgang Krueger und Frau
Horst-Dieter Keitel hat bereits den ehemaligen Tempelhofer Bezirksbürgermeister Wolfgang Krueger, den Vorgänger von Dieter Hapel, im Jahr 1998 gemalt. Seit Kriegsende bis zur Bezirksfusion ist die Galerie jetzt lückenlos. Dieter Hapel ist der zehnte und letzte Bezirksbürgermeister von Tempelhof und beendet diese Tradition. Dieter Hapel, der vor seiner Bezirkszeit Abgeordneter im Abgeordnetenhaus war, war auch noch für ein Jahr „Fusions-Bürgermeister“ von Tempelhof-Schöneberg. Im Bezirk Schöneberg bevorzugte man für die ehemaligen Bürgermeister Fotografien.

In der Dankesrede von Dieter Hapel brachte er zum Ausdruck, dass er sich auch schon auf die Enthüllung des Fotos in der Riege der Bürgermeister für den Fusionsbezirk Tempelhof-Schöneberg freut.

Für eine gelungene musikalische Umrahmung sorgten die Männerstimmen vom Sonari-Chor Berlin.


Die Amtszeit Hapels als Tempelhofer Bürgermeister endete bereits vor über fünfzehn Jahren. Den Auftrag für das Gemälde erhielt der Künstler Keitel erst zwölf Jahre nach Ende der Amtszeit. Und das sollte sich auch als Schwierigkeit darstellen, denn der Bezirksbürgermeister a.D. sollte so dargestellt werden, wie er um 2000 zum Ende der Amtszeit aussah. Der Maler berichtet: „Aber da Hapel sich zwischenzeitlich physiognomisch ziemlich verändert hatte, habe ich bei der ersten Version so ein Zwischending zwischen gestern und heute kreiert.“


Hier nun die Version Hapel 1, die jetzt noch im Atelier des Künstlers ist.

... und Dieter Hapel 2...
Das erste Bild wurde jedoch nach einer Veröffentlichung in PaperPress vor allem wegen der Pose des Modells kritisiert. Horst-Dieter Keitel weiter: „Die Intention, die mir bei Hapels Körperstellung unterstellt wurde, habe ich bis heute nicht wirklich verstanden. Aber aufgeregt habe ich mich auch nicht, sondern einfach ein neues Bild nach Vorlage einer CDU-Wahlwerbepostkarte von 2000 gemalt.“ Aber der Künstler steht nach wie vor zu seinem erstes Hapel-Werk: „Dennoch halte ich die erste Version nach wie vor für die gelungenere!“

Das zweite Werk ist 2014 entstanden...

Das Ölbild auf Leinwand ist 70 mal 100 cm groß und wurde vor über drei Jahren in etwa drei Monaten gemalt.

Das Tempelhof-Wappen vom Schlips musst immer dabei sein...
Die Abbildung des Tempelhof-Wappens wurde in beiden Versionen von Hapel ausdrücklich gewünscht.

Die Lieblingsmotive des Malers Horst-Dieter Keitel sind seit Jahren Katzen, obwohl er auch schon viele Porträts gemalt hat. Bereits der Alt-Bürgermeister Wolfgang Krueger meinte schmunzelnd bei der Vergabe für sein Porträt an Keitel, dass es bei dem Katzenmaler schon ein gewisses Risiko war. Für das Ergebnis des Krueger-Bildes, dass heute im Lichthof vom Rathaus Tempelhof hängt, wurde er jedoch einhellig gelobt. Keitel erklärt, dass der Unterschied zur Katzenmalerei gewaltig ist: „Die Katzen male ich in monochromer Machart in plakativ-stilisierter und auf das Wesentliche reduzierter Form. Für das Porträt waren jedoch Realismus und Detailtreue wichtig.“ Die Technik ist im Prinzip identisch und für den Laien kaum unterscheidbar. Beides wird in der Regel mit Pinsel und Farbe gemalt. Die Katzenbilder sind aus Acryl hergestellt und trocknen extrem schnell durch. Bei Öl braucht dies einige Wochen, in denen die Farbverbindungen auch noch ein bisschen „arbeiten“.

Freuen sich über die Ansprachen: Frau Hapel, Wolfgang Krueger und Frau, Dieter Hapel (v.lks)


Rainer Kotecki war auch dabei.

Rüdiger Jakesch und Angelika Schöttler

Ed Koch von PaperPress und HDK
Die kleine Feierstunde besuchten auch die ehemaligen Bezirksbürgermeister Wolfgang Krueger (Tempelhof) und Rüdiger Jakesch (Schöneberg), der ehemalige BVV-Vorsteher Rainer Kotecki und der jetzige CDU-Fraktionsvorsitzende der BVV Matthias Steuckardt.

Thomas Moser

Zu Dieter Hapel:

Dieter Hapel ist im Juni 19551 in Berlin zur Welt gekommen, er ist verheiratet und hat zwei Kinder. Von Beruf ist er Diplom-Verwaltungswirt. Die Ausbildung machte er bei der Deutschen Bundespost mit dem Abschluss als Postinspektor im gehobenen nicht-technischen Verwaltungsdienst. Er war Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus und ab Februar 1998 Bürgermeister von Tempelhof.

Zu Horst-Dieter Keitel:

Der Maler, Grafiker und Journalist Horst-Dieter Keitel ist sprichwörtlich gesagt auf die Katze und nicht auf den Hund gekommen. In seinen Bildern drückt er seine schier grenzenlose Vorliebe für seine schwarzen Lieblinge aus. Angefangen hat alles mit der pechschwarzen Hauskatze Lolita (1988-2004 ). Aktuell sind zwei andere schwarze Katzen -Kater Picasso und seine Schwester Suleika- seine Muse, die immer wieder als Motive für seine Kunstwerke  Modell stehen oder besser gesagt „Modell liegen.“

Es gibt wohl kaum eine Pose, in der er seine Lieblinge nicht auf die Leinwand gebannt hat. Keitel hatte schon viele Ausstellungen mit seinen Leinwandstars, die förmlich zu schnurren scheinen, mit Mäusen oder Fischen spielen oder einfach nur rumliegen.

HDK ... Katzenbilder beim Lichtenrader Kunstfenster...

Er wirkte auch aktiv beim 9. Lichtenrader Kunstfenster im Jahr 2016 mit. Horst-Dieter Keitel hat ein ganz besonders inniges Verhältnis zu seinen Katzen. Der Psychologe und Kunsthistoriker Dr. Karl-Heinz Tigglers mutmaßte anlässlich einer Ausstellung: „Keitel muss in seinem früheren Leben ein Kater gewesen sein.“

HDK mit Markenzeichen, der roten Mütze...
Horst-Dieter Keitel ist den Tempelhof-Schönebergern als langjähriger Reporter der Berliner Woche unter seinem Kürzel „HDK“ durch seine spitze Feder bekannt. Mit seinem auffälligen Bart und auch oft mit seiner Strickmütze ausgestattet ist er überall dort in Tempelhof zu finden, wo sich eine Geschichte auftut.

Als „Privatmann“ ist Horst-Dieter Keitel ein Künstler mit vielen verschiedenen Fassetten. Keitel kann natürlich viel mehr als „nur“ Katzen. Er hat in seinem Leben viele künstlerische Sachen gemacht. So ist eine Spezialität, dass der Maler Horst-Dieter Keitel mit wenigen Strichen die Besonderheiten von Persönlichkeiten auf Papier festhält: „Das erfordert höchste Konzentration. Denn bei den Feder- oder Filzstiftzeichnungen muss jeder Strich sitzen. Was einmal auf dem Papier ist, bleibt und ist unveränderbar.“

Die ersten Zeichnungen sind Anfang der 80er-Jahre entstanden. Seine Portraits von Politikerköpfen schmückten das Berliner Kabarett „Die Stachelschweine“ im Europa-Center.

Horst-Dieter Keitel wurde 1950 in Berlin-Moabit geboren. Seine Lehrer waren Professor Horst Strempel und Professor Hermann Pippart. Nach einer dreieinhalb jährigen Wanderzeit durch Frankreich, Italien und der Schweiz, wo er seinen Lebensunterhalt durch Pflastermalen verdiente, stellte er fest, dass Kunst nicht brotlos ist. Seit 1973 arbeitet er wieder als freischaffender Künstler in Berlin oder besser gesagt an seinem Wohnort Spandau.

Thomas Moser

Viele weitere Informationen unter www.atelierkeitel.de


Alle Fotos (bis auf Hapel 1) Thomas Moser


 

Ende Januar feierte das Unternehmerinnen-Netzwerk Tempelhof-Schöneberg (UTS) seinen zehnten Geburtstag in der ufaFabrik.


Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler beglückwünschte das dienstälteste Netzwerk im Bezirk mit einer riesigen Torte und mutmachenden Worten.

Rund 80 Frauen waren der Einladung von Gründerin Beate Challakh gefolgt, unter ihnen auch die Bezirksstadträtin Christiane Heiß (Bündnis 90/Die Grünen) und Heike Marfilius von der Wirtschaftsförderung.


Charmant und schlagfertig führte Ute Knarr-Herriger durch den Abend und stellte einige Netzwerkerinnen und ihre Arbeiten vor. Die Leiterin der dezentralen Kulturarbeit ist dem UTS seit langem verbunden.

Akkordeon-Musik von Angelica Paulic, das Improtheater "Die Gorillas" und das fliegende Büffet vom Café Pausini sorgten für kurzweilige Unterhaltung und ließen genügend Zeit zum Netzwerken.

Alle Unternehmerinnen und Freiberuflerinnen aus Tempelhof-Schöneberg sind herzlich zu den regelmäßigen Treffen eingeladen. Diese finden immer am 5. eines Monats im Rathaus Schöneberg statt. Eine Netzwerkerin hält einen Kurzvortrag zu einem Businessthema, anschließend können sich die Frauen in Kleingruppen austauschen.

Mehr Informationen gibt es auf der Website des UTS: www.unternehmerinnen-ts.de

Maren Kaiser und Katrin Schwahlen

Alle Fotos © Businessfotografie Inga Haar

Der Bericht in der Lichtenrader Internetzeitung zum 10jährigen Jubiläum: LINK


 

In der Marienfelder Gustav-Heinemann-Oberschule (GHO) konnten am 4. Februar 2017 einige hundert Besucherinnen und Besucher eine große interessante Modellbahnanlage mit Berlin-Bezug bewundern.

Ein nachgebautes Signal zeigt auf dem Schulgelände am Stadtrand den Weg zur HO-Anlage.

Diesmal konnte die komplette Anlage der Schule angeschaut werden. Vor 35 Jahren begann es mit der Schulmodelleisenbahnanlage. Die Modellbahn AG ist neben den vielen anderen Schulangeboten, auch in Zeiten von Computer und Smartphone, noch eine echte Alternative für Kinder der Neuzeit. Die ehemaligen Lehrer Wolfgang Peißker und Michael Fink sind für die AG verantwortlich und fühlen sich auch nach der Pensionierung mit der Schule, der Arbeitsgemeinschaft und den Kindern verbunden. Freitags von 14 bis 19 Uhr wird an der Anlage gebaut und repariert. Die Kinder können auf diese Art und Weise viel spielerisch über Teamarbeit aber auch über die Technik und Elektrik lernen.









Zurückbleiben von der Bahnsteigkante! Die Zuschauer verschmelzen förmlich mit der Anlage. Die Berliner S-Bahn und auch die Fernbahn sind mit ihren Bahnhöfen Zoologischer Garten, Alexanderplatz und Savignyplatz auf der großen Modulanlage der Schüler-Arbeitsgemeinschaft zu bestaunen. Und zum Staunen kamen Jung und Alt und die Schülerinnen und Schüler der AG erklärten gerne den Gästen die Anlage. Teile der Anlage konnten die Besucher bereits in den vergangenen Jahren bei den Modellbahn-Ausstellungen im Freizeit- und Erholungszentrum Wuhlheide und bei den historischen Ausstellungen der TRIX EXPRESS Freunde Berlin bewundern.

Die komplette Modellbahn-Anlage Berliner Stadtbahn setzt sich aus insgesamt über 50 Module zusammen.

Es findet ein S-Bahn-Betrieb mit sieben Bahnhöfen und einem Betriebswerk „Heinefelde“ statt.


Vor dem Bahnhof Zoologischer Garten wird gerade dafür protestiert, dass der Bahnhof ein Fernbahnhof mit Halt bleibt. Auf den parallelen Fernbahngleisen verkehren gleichzeitig Regional- und Fernzüge. Die ständig wachsende Anlage kann 2017 das 35. Jahr ihres Bestehens feiern.


Weitere Anlagen von den TRIX EXPRESS Freunde Berlin konnten angeschaut werden. Schon am 28. und 29. Oktober 2017 wird in Marienfelde die nächste internationale historische Ausstellung der TRIX EXPRESS Freunde mit neuen Überraschungen zu bestaunen sein. Und natürlich ist auch wieder die Modellbahn AG der GHO dabei. Termin notieren und sich schon jetzt auf diesen Höhepunkt freuen!

Thomas Moser

http://modellbahn-gho.de

https://gho.berlin

https://trixstadt.de

WEITERE FOTOS:







Alle Fotos: Thomas Moser


 

... oder: Wer ist Friedrich Küter?

Zwei Tage nach dem Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus traf sich am 29. Januar 2017 eine größere Gruppe von jungen und älteren Menschen in Mariendorf, um gemeinsam den Gedenktag zu begehen. Das Datum erinnert an die Befreiung des KZ Auschwitz-Birkenau im Jahr 1945 durch die Rote Armee.

Eingeladen hatte, wie jedes Jahr, die SPD-Bundestagsabgeordnete Mechthild Rawert diesmal in das Jugendfreizeithaus Bungalow, das sich in unmittelbarer Nähe vom Volkspark Mariendorf befindet.

Im Mittelpunkt standen diesmal die verschiedensten Projekte von Jugendlichen aus Mariendorf und die Ehrung des verfolgten Mariendorfer Kommunalpolitikers Friedrich Küter.

Ganz konkret Erinnerungsarbeit von Kinder und Jugendlichen: Zeitzeugen sind wir Alle


Mechthild Rawert

Frank Baczynski
Mechthild Rawert und der Einrichtungsleiter Frank Baczynski begrüßten die Gäste und die vielen aktiven Menschen, die sich bei der Vorbereitung des Tages eingebracht haben. Für Rawert ist es wichtig, dass Erinnerung einen Ort bekommt. Dieser Ort ist diesmal Mariendorf. Hier beschäftigen sich Jugendliche vom Club der Mariendorfer (CdM 42), ein Zusammenschluss von Kids der evangelischen Jugend, der Kinder- und Jugendeinrichtung KiJuM und dem Jugendfreizeithaus Bungalow, nicht nur mit der Organisation von Feten, sondern schon seit Jahren intensiv mit der NS-Vergangenheit und haben sich auf Spurensuche begeben.


Die Jugendlichen informierten über eine mehrtägige Projektfahrt zum Frauen-KZ Ravensbrück und dem Treffen mit einer korsischen Schulklasse, sowie dem Besuch des ehemaligen Nazi-Seebades (NS-Gemeinschaft Kraft durch Freude-Kdf) Prora auf Rügen. Sie besuchten auch das Berliner Dokumentationszentrum „Topographie des Terrors“ und das Stelen-Denkmal für die ermordeten Juden Europas (sogenannte Holocaust-Mahnmal) am Brandenburger Tor. Ihre ganzen Eindrücke präsentierten sie bereits kürzlich in einer Ausstellung im Abgeordnetenhaus.



Für das Engagement im Zusammenhang mit dieser Ausstellung zum Thema Gewalt und Ausgrenzung am Jugendforum „denk!mal ’17 - erinnern & gestalten“ erhielten die Jugendliche als Dank und Anerkennung Urkunden überreicht. Petra Steinborn vom KiJuM überreichte die Urkunden.


Auch konnte man auf den Stelltafeln im Jugendfreizeithaus die Ergebnisse der Forschungen der Jugendlichen nachlesen.


Auf einem meterlangen aufgemalten Deportationszug konnten die vielen menschenverachtenden Maßnahmen der Nazis in einer Zeitfolge beeindruckend nachvollzogen werden. Die Kinder- und Jugendlichen haben beeindruckend die antifaschistische Erinnerungsarbeit präsentiert.


Mechthild Rawert sagte: „Zeitzeugen sind wir Alle!“ Damit will sie zum Ausdruck bringen, dass auch in der jetzigen Zeit, wo nur noch wenige Verfolgte der Nazidiktatur leben, wir aufgefordert sind, die Erinnerung aufrecht zu erhalten. Dabei findet die Bundestagsabgeordnete jegliche Beschäftigung von Kinder und Jugendlichen mit diesen Themen wichtig: „Politisches Engagement hat viele Gesichter, nicht nur in einer Partei!“



Musikalisch umrahmt wurde das Programm von der Grup Canlar unter Leitung von Hüseyin Yoldaş, die armenische, griechische und hebräische Lieder vortrugen.

Volkspark-Kämpfer und Nazi-Opfer Friedrich Küter

Im zweiten Teil der Veranstaltung ging es um das Gedenken an den sozialdemokratischen Stadtrat Friedrich Küter, dem Mariendorf seinen Volkspark verdankt. Mechthild Rawert erinnerte an den Kommunalpolitiker. Friedrich Küter wurde am 19. Mai 1879 geboren, trat mit 21 Jahren 1900 in die Sozialdemokratische Partei Deutschland ein, wechselte zur USPD, bevor er dann später wieder in die SPD eintrat. Bereits 1910 war er Gemeindevorsteher in Mariendorf und wurde in die erste Bezirksverordnetenversammlung von Berlin-Tempelhof gewählt. Im November 1920 wurde Küter in freier und demokratischer Wahl zum ersten Bezirksverordneten-Vorsteher von Tempelhof gewählt.


Als unbesoldeter Stadtrat war er bis 1925 Tempelhofer Stadtrat für Bauwesen und Gartenbau. Und in dieser Funktion forcierte er leidenschaftlich und unermüdlich die Parkplanungen zum Bau vom Volkspark Mariendorf. Die erforderlichen Mittel für den Volks- und Sportpark stellte dann der Berliner Magistrat zur Verfügung. Im Juni 1931 wurde der Park mit seinen Wasserflächen, Rosen- und Staudengarten, Rodelberg und Sportflächen eingeweiht und „der jubelnden Öffentlichkeit übergeben.“ Zwei Jahre später, im Jahr 1933, traf Küter das Schicksal vieler seiner Parteigenossen. Offiziell wurde er, auch von seinem normalen Arbeitsplatz im Bezirksamt Kreuzberg, beurlaubt. Der Staatskommissar setzte einen Nationalsozialisten als seinen Stadtrat-Nachfolger ein. Im April 1944 wurde Küter verhaftet und musste seinen 65. Geburtstag im Polizeipräsidium Alexanderplatz verbringen. Kaum freigelassen, wurde er durch eine Denunziation in das KZ Sachsenhausen ohne Angabe von Gründen verschleppt und ohne Verfahren in „Schutzhaft“ genommen. Anfang 1945 wurde das KZ Sachsenhausen aufgelöst und die Nazis schickten die Gefangenen auf Todesmärsche und deportierten in das KZ Bergen-Belsen. Dort verliert sich die Spur von Friedrich Küter. Das offizielle Todesdatum wird auf den 31. Januar 1945 festgesetzt. Ein Gedenkstein am Eckernphuhl im Mariendorfer Volkspark erinnert noch heute an den Stadtrat. Auch erinnert die Küterstraße, seitlich vom Mariendorfer Eckner-Gymnasium, an den engagierten Lokalpolitiker. In der Mariendorfer Strelitzstraße gibt es auch das Friedrich-Küter-Haus, wo heute Teile des Jugendamtes untergebracht sind.

Bei den geschichtlichen Erforschungen stand den Jugendlichen auch der Mariendorfer Heimatforscher Hans Ulrich Schulz hilfreich zur Seite. Gudrun Blankenburg lass aus einem Brief von Küters Tochter vor: „Mein Vater ist mutig gestorben!“








Abschließend ging die Gruppe zum letzten Wohnort von Friedrich Küter nach Alt-Mariendorf 53. Hier gibt es auch eine Gedenktafel. In Gedenken an Küter gab es eine Schweigeminute und Blumen wurden niedergelegt. Für die Anwesenden war die Teilnahme ein wichtiges Zeichen, um auch heute noch deutlich zu machen, dass „die Würde des Menschen unantastbar ist.“

Zum Ausklang der Veranstaltung gab es im Jugendfreihaus noch die Möglichkeit, sich die Gedanken bei Kaffee und Kuchen auszutauschen. Eine wichtige Veranstaltung, denn „Erinnerung braucht einen Ort!“

Thomas Moser (auch alle Fotos)

http://jfhbungalow.de


Der Dank galt auch der Mechthild-Rawert-Crew für die gute Vorbereitung!


 

Es wurde heute kein Leben gerettet, aber auch Neujahrsempfänge sind für die DLRG Schöneberg wichtig…

Die Zeit der Neujahrsempfänge ist wieder in vollem Gang. Januar, Februar und vereinzelt sogar März sind in Stadt und Land, in Gemeinde, Bezirk und Dorf die Zeit, um Neujahrsempfänge durchzuführen. Hier wird eingeladen was Rang und Namen hat, glaubt wichtig zu sein und vielleicht einfach auch nur interessante Menschen. Wer nicht eingeladen wird, gehört nicht wirklich dazu oder wurde einfach nur vergessen.

Parteien, Verbände, Netzwerke und Vereine laden zu Bier, Rotwein, Bretzel und Musik ein, um sich der wichtigen Öffentlichkeit und seinen eigenen Leuten zu zeigen: „Hier sind wir und das wollen wir!“ Für die Parteien wird es 2017 sicher der Bundestagswahlkampf sein, der spätestens jetzt eingeläutet wird. Für Vereine und Organisationen ist es wichtig zu zeigen: Hier sind wir und wir brauchen Eure Unterstützung. Alles legitime Überlegungen.

So geht es jetzt auch in Tempelhof-Schöneberg los. So hat die DLRG Berlin-Schöneberg zum traditionellen Neujahrsempfang bereits am 14. Januar eingeladen. Bei Grillwürstchen, Kuchen, Glühwein und Kaffee wurde im DLRG-Quartier hinter der Schöneberger Sporthalle das Jahr gemütlich gestartet. An der Feuerschale und im Bungalow konnte mit den vielen Vernetzungspartner locker geplaudert werden und über die anstehenden Projekte informiert werden. Neben der Wasserrettung ist die DLRG-Schöneberg auch besonders aktiv in der Schwimmausbildung von Kindern und Jugendlichen. Hier macht schwimmen auch Spaß!

Thomas Schüler (Bildmitte hinten) von der DLRG-Schöneberg zeichnet sich für die Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich und sprach mit den vielen Gästen, die sich im Laufe des Nachmittags und Abends einfanden. Diesmal haben sie eingeladen, sonst sind die Aktiven der DLRG in der Bezirkspolitik immer gerne gesehen, Mit dem Neujahrsempfang sagt die DLRG-Schöneberg auch einfach mal: Dankeschön und ein gutes neues Jahr! Das wünsche ich natürlich auch!

Thomas Moser

https://schoeneberg.dlrg.de/

Startschuss für Schlaumäuse-Projekt / Kita erhält kostenlos Software und Tablet von Microsoft

Die Zahl der Berliner Kinder mit Sprachproblemen wächst. Nach einer Studie der Barmer GEK stieg der Anteil der Kinder mit Störungen der Sprachentwicklung in den vergangenen vier Jahren in Berlin von etwa zehn auf rund zwölf Prozent.

Mit der Sprachlernsoftware „Schlaumäuse“ von Microsoft soll die Sprachkompetenz von Kindern in Kitas und Schulen verbessert werden. An der Kita „Vom guten Hirten“ in Berlin-Marienfelde gab der Tempelhof-Schöneberger Bundestagsabgeordnete Dr. Jan-Marco Luczak heute gemeinsam mit Kita-Leiterin Sonja Zipper den Startschuss für das Projekt. Die Kita erhält kostenlos die Sprachlernsoftware sowie ein Tablet. Die Fünfjährigen der Kita-Gruppe „Käfer“ stürzten sich gleich eifrig auf das Lernprogramm.


Die fünfjährigen Kinder Lorencia, Iolanda und Tobias (v.l.n.r.) entdecken gemeinsam mit dem Berliner Bundestagsabgeordneten Dr. Jan-Marco Luczak das neue Sprachlernprogramm (Foto: Christian Schulze)

Mit dem Programm können Kinder im Alter von fünf bis sieben Jahren spielerisch ihren Wortschatz erweitern und die Welt der Sprache entdecken. Eine einfache Bedienung sowie die stete Begleitung durch die beiden Protagonisten Lingo und Lette machen es den Kindern leicht, Worte und Sätze zu lernen.

„Wer Zusammenhänge versteht und sich gut ausdrücken kann, lernt viel schneller und wird in der Schule mehr Erfolg haben. Die Kita ‚Vom Guten Hirten‘ trägt mit dem Angebot dazu bei, dass die Kinder gut vorbereitet ins Leben starten. Klar ist aber: Es ist in erster Linie Aufgabe der Eltern, die Entwicklung ihrer Kindern zu fördern – Kita und Schule können hier nur ergänzen“, so Luczak.

„Das Projekt ist nicht nur wichtig für die Sprachentwicklung von Kindern mit Migrationshintergrund, sondern davon profitieren alle Kleinen bei uns in der Kita“, so Kita-Leiterin Sonja Zipper.

„Ich finde besonders gelungen, dass die grundlegende Kulturtechnik Sprache hier mithilfe moderner Technik vermittelt wird. Ich kann andere Kitas nur aufrufen, sich ebenfalls an dem Projekt zu beteiligen“, so Luczak. 

Hintergrund:

Gemeinsam mit prominenten Botschaftern unterstützt Microsoft die Sprachförderung und besucht zahlreiche Bildungseinrichtungen in Deutschland. Die Erzieher in den Einrichtungen, die während der Tour besucht werden, erhalten auch eine medienpädagogische Schulung zum Einsatz der Schlaumäuse App im Rahmen der frühkindlichen Sprachförderung.

Aus Gründen der Barrierefreiheit wird dieser Bericht nicht als Blocksatz abgebildet!


 

WERDI „Klappe, die Letzte.“ So oder so ähnlich würde es beim Film heißen. Obwohl WERDI viele treue Leser_innen hat, die immer auf die neue Ausgabe giepern, ist dieses Projekt endlich. Dazu aber an anderer Stelle mehr.

Aber genau aus diesem Grund ist es mir wichtig, dass der MedienPoint Tempelhof auch mal in der Tempelhof-Tipps-Kolumne den ihm gebührenden Platz 1 einnimmt. Und WERDI ist nun einmal das Produkt vom MedienPoint Tempelhof und besonders von Henning Hamann. Der MedienPoint Tempelhof hat sich in über 6 Jahren zu einer viel beachteten Kultureinrichtung gemausert, die ganz in der Nähe der ufaFabrik und vom Tempelhofer Hafen ihr Domizil hat: Werderstr. 13 in der Nähe vom U-Bahnhof Ullsteinstraße. Hier kann man kostenlos drei Medien (Bücher, CDs & Co) mitnehmen und auch die Schätze des eigenen Archives zur Weitergabe da lassen. Aber der Nachbarschaftstreffpunkt MedienPoint Tempelhof ist noch viel mehr.

Das besondere Markenzeichen sind unendlich viele interessante und außergewöhnliche Ausstellungen: Klein, aber immer etwas Besonderes! Kaum hat man von der einen Ausstellung gehört, ist in wenigen Wochen schon etwas Neues auf die Beine gestellt worden.

Ob 50 Jahre Kassettenrecorder, Rolling Stones, Non-Stop-Dancing mit James Last und 50 Jahre Bundesliga, 65 Jahr LP ,Klaus Hoffmann oder Peter Maffay, 70 Jahre Bikini und Udo Lindenberg, 75 Jahre John Lennon, 77 Jahr Langnese-Eis, 80 Jahre Dieter Hallervorden und Elvis Presley, 90 Jahre Loriot, 100. Geburtstag Curd Jürgens und Frank Sinatra, 110. Geburtstag Billy Wilder, 250 Jahre KPM, und, und…

Die wunderbaren Ausstellungen wurden mit viel Liebe zum Detail zusammengestellt und immer war ein prachtvolles Schaufenster der Hingucker für die Nachbarschaft! Und so ganz nebenbei wurden Krimi-Tage organisiert, das Spielfest in Mariendorf aktiv unterstützt und die vielen beliebten Aktionen für Kinder mit dem „Nikolausi“ und dem „Osterhasi“ organisiert. Viele Unterstützter_innen aus Politik und Gesellschaft waren notwendig, um das Überleben zu sichern. Denn Ehrenamtlichkeit wird hier auch großgeschrieben. Über Facebook https://www.facebook.com/MedienPointTempelhof?ref=hl kann das Treiben weiter beobachtet werden. Es lebe der MedienPoint!

Aus Gründen der Barrierefreiheit wird dieser Bericht nicht als Blocksatz abgebildet!


Die letzte große Aktion im MedienPoint Tempelhof (12/2016): Nikolausi kam... (Foto Thomas Moser)


 


Einfach helfen: Für die Sponsorin Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler eine Selbstverständlichkeit...(lks neben ihr Ingo Knechtel; re. MedienPoint-Manager Henning Hamann)

7. Dezember 2016 Auch in diesem Jahr besuchte „Nikolausi“, wie er liebevoll von den Veranstaltern genannt wird, den MedienPoint Tempelhof. Erst einen Tag nach dem Nikolaustag war es soweit, was aber die Kinder in keinster Weise störte. Auf dem Gehweg der Werderstraße war kein Durchkommen, da die vielen Kindern ganz aufgeregt auf den Nikolaus warteten. Fast wäre diese Tradition ausgefallen, da ein jahrelanger Sponsor weggefallen ist. Als Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler das hörte, war es für sie eine klare Sache: „Hier musste geholfen werden. Es ist immer wieder schön in diese glücklichen Kinderaugen zu schauen.“

Der "Schöttler-Express" brachte den Nikolaus...

Angelika Schöttler half mit einer großzügigen Spende. So kamen dann circa 200 Kinder aus den verschiedensten Kitas und Tageseinrichtungen, um Nikolausmützen, warmen Kakao, Süßigkeiten und Obst in Empfang zu nehmen. Zwei Nikoläuse unterstützten Angelika Schöttler bei der Arbeit. Weitere Unterstützter waren Petra und Harald Dittmeyer, Wolfgang Spranger und Manfred Könings. Vom Kulturring Berlin waren Geschäftsführer Ingo Knechtel und Reno Döring dabei. Viele weitere erwachsene Helferinnen und Helfer vom MedienPoint unterstützten tatkräftig die Aktion im Hintergrund.

MedienPoint-Manager Henning Hamann bedankt sich bei allen Unterstützerinnen und Unterstützern: „Mein besonderer Dank geht an unsere Bezirksbürgermeisterin!“
Der MedienPoint Tempelhof ist ein soziales Projekt des Kulturrings in Berlin e.V.. Im MedienPoint kann man „einfach so“ kostenlos drei Medien, zum Beispiel Bücher, mitnehmen. Der MedienPoint nimmt gerne gut erhaltene Bücher entgegen. Der Nachbarschaftstreffpunkt, ganz in der Nähe der ufafabrik, ist bekannt durch seine vielen Ausstellungen und seine erstklassige Öffentlichkeitsarbeit. Der MedienPoint bereichert das jährliche Spielfest des Jugendamtes mit einem sehr umlagerten Buch- und Spielzeugstand. ToM









"Tschüss, Kinder!"
Alle Fotos Thomas Moser

Werderstr. 13, 12105 Berlin-Tempelhof, nahe UFA-Fabrik. Tel: 7889 3194 

Montag - Freitag 10-17  (außer mittwochs zwischen 13.30 und 14.30 Uhr und an Feiertagen)


 

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