Weißgerber Lesezirkel – Cup, Deutsches Stuten-Derby auf der Trabrennbahn Mariendorf

Weißgerber Lesezirkel überreichte den Pokal an den Sieger

Berlin-Mariendorf 3. August 2017 Am Wochenende gab es auf der Trabrennbahn Mariendorf zur Traber-Derby-Woche am Medien-Renntag wieder ein Weißgerber-Lesezirkel-Rennen.

Siegerin im 4. Rennen wurde Tijuana Diamant mit der Start-Nr. 3. Ute Weißgerber-Knop, Inhaberin des Weißgerber Lesezirkel, überreichte dem Fahrer und Gewinner Michael Nimczyk Blumen und einen Pokal. Die Siegerin gehört dem Berliner Rennbahnbesitzer Ulrich Mommert, dem ebenfalls zur Siegerehrung ein Pokal durch den Weißgeber Lesezirkel überreicht wurde. Das Unternehmen bewirbt außerdem auch dieses Jahr wieder das Deutsche Derby-Rennen 2017 auf den Schutzumschlägen der Zeitschriften Stern und Sport Bild. „Es ist immer wieder ein tolles Ereignis und sehr spannend, bei der Derby-Woche dabei zu sein“, schwärmt Ute Weißgerber-Knop.
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Siegerin Tijuana Diamant, Michael Nimczyk, Ulrich Mommert, Ute Weißgerber-Knop, Helga Weißgerber, Andreas Schwarz, Jürgen Knop und Andreas Haase.( Fotograf: Marius Schwarz)

Die Familie Weißgerber, früher war der Weißgerber Lesezirkel in Lichtenrade ansässig, unterstützt immer wieder auch Lichtenrader Kinder- und Jugendeinrichtungen.


 

Bei strahlendem Sonnenschein und voll belegten Plätzen eröffnete mit viel Prominenz das 56. Deutsch-Amerikanische Volksfest bereits am 21. Juli seine Pforten.

Am Schluss einige persönliche und subjektive Eindrücke...
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„Tempelhof-Schöneberg verbindet mit den USA eine lange Geschichte und Freundschaft. Die Freiheitsglocke, für die die Amerikaner auf dem ‚Crusade for Freedom‘ spendeten und die im Rathaus Schöneberg seit 1950 ihren festen Platz hat, ist ein Symbol hierfür. Genauso unvergessen ist die weltberühmte Rede Kennedys, die er auf dem Vorplatz des Rathauses Schöneberg vor Hundertausenden von Menschen hielt und die mit dem berühmtesten Berlinsatz aller Zeiten endete: ‚Ich bin ein Berliner‘. Wir haben das 50igste Jubiläum gerade gefeiert“, so Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler in ihrer Eröffnungsrede.

Vor exakt 57 Jahren fand das Deutsch-Amerikanische Volksfest im exakt gleichen Zeitraum statt wie 2017. Zudem endet das Volksfest in diesem Jahr am 13. August – dem 57. Jahrestag des Mauerbaus. Das Deutsch-Amerikanische Volksfest wurde von Harry Wollenschlaeger, dem Vater des heutigen Veranstalters Thilo-Harry Wollenschlaeger, ins Leben gerufen, um Brücken zwischen den Völkern zu bauen. Im letzten Jahr fiel das Fest aus.

Von der Amerikanischen Botschaft hielt Kent Logsdon eine Eröffnungsrede. Besonderer Ehrengast war Heidi Hetzer, die nach über 2 Jahren Weltumfahrung in ihrem Oldtimer wieder in Berlin angekommen ist.
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Von li.n.re. Florian Graf MdA und Kreisvositzender der CDU Tempelhof-Schöneberg, Tim Kauermann (GF Marienpark), Bzbm’in Angelika Schöttler (Tempelhof-Schöneberg), Hans Thilo-Wollenschlaeger und BzBm Reinhard Naumann (Charlottenburg-Wilmersdorf) © BA Tempelhof-Schöneberg

Im Marienpark – neben Stone Brewing Berlin

Altes Gaswerk Mariendorf 12107 Berlin

Der Link zum DAV 56:

http://www.deutschamerikanischesvolksfest.de/

Und ein Link zur benachbarten Brauerei:

http://www.stonebrewing.eu/

Einige persönliche Eindrücke und Fotos...

Liegt es nun am Alter oder bin ich einfach nicht mehr der Rummeltyp?


Das Deutsch-Amerikanische Volksfest, damals in Dahlem, verbinde ich noch mit einigen schönen Kindererinnerungen. Das war für mich ein Riesenrummel. Das amerikanische Eis, das ich jetzt nicht mehr finden konnte, war lecker und hatte damals nur einen Nachteil: Der Holzlöffel, den man zum Eis bekam, schmeckte einfach nur eklig und vermieste das schönste Eis. Später, so in der 5. und 6. Klasse, bekamen wir als Schülerlotsen Freikarten für Rummelattraktionen. Aber vielleicht verwechsle ich das auch mit den Stegitzer Festwochen. Ist ja schon einige Tage her ;-)

Ich war jedenfalls viele Jahre, zumindest in Berlin, nicht mehr auf dem Rummel. Aber Mariendorf ist nunmal Nachbarschaft und ich arbeite keinen Kilometer entfernt... Also musste ich hin. Vom Eintrittspreis von 2 Euro hatte ich ja schon gehört. Mich störte es ja nicht sonderlich. Aber meine Frau, die in Wessiland aufgewachsen ist, störte es richtig. Ein Rummel oder eine Kirmes, wo man noch Eintritt zahlen muss... "geht doch gar nicht." Egal, es muss ja keiner hingehen, finde ich. Dafür gibt es einige Wertgutscheine für bestimmte Sachen, die wir jeodoch für unsere Bedürfnisse gar nicht gebrauchen konnten. Also ein richtiger Ersatz oder ein frei verfügbarer Verzehrgutschein ist es tatsächlich nicht. Es ist dann eher ein Lockangebot, wenn man Rabatte von 50 Cent erhält. Aber zumindest kann man täglich eine Flugreise nach Amerika gewinnen. Das ist ja schon was.


... wohl die größte Attraktion...

Die Walzerbahn hat woh schon historischen Wert. Da bin ich ja schon als Kind drauf gefahren und fand es nur schön...

Nach meiner Einschätzung gibt es viele "Attraktionen" für kleine und größere Kinder. Jugendliche oder Rummel-Erwachsene kommen meiner Ansicht nach nicht wirklich zum Zug. Große und "verrückte" Attraktionen gibt es eher wenige. Einige Fahrgeschäfte sind auch schon wirklich historisch. Für richtige Rummelmenschen dürfte es nicht der große Bringer sein. Da bieten (natürlich?) viele Freizeitparks deutlich mehr. Zwar ist der Eintrittspreis dort wesentlich höher, aber wer auf dem DAV einige Male fahren will, muss auch schon tief in die Tasche greifen. Für eine "normale" Familie kaum erschwinglich, denke ich. Dafür waren jedoch viele Familien da. Ein Trost: am Mittwoch gibt es den Familientag mit halben Preisen.





Andererseits was soll man meckern, das traditionsreiche Deutsch-Amerikanische-Volksfest gibt es wieder. Und das ist ja auch schön. Essen und trinken gibt es genug, wobei soviel typisch amerikanische Dinge auch nicht vorhanden sind. Aber ich war auch noch nie in Amerika und kann nur gut davon reden. Aber immerhin, der Bereich um die Bühne sieht vielleicht "etwas amerikanisch" aus; jedenfalls ist es dort recht gemütlich gestaltet.




Die Bühnenshows sind sicher auch sehr gut. Aber etwas mehr Amerikanisch hätte das Fest schon sein dürfen. Auch so einige "Dreckecken" hätte ich mir weniger gewünscht; da konnten dann die Stellwände nicht immer alles verdecken.

Als wir am Samstag da waren -es schien die Sonne-, waren jedenfalls recht viele Menschen in Mariendorf. Das DAV scheint also angenommen zu werden. Toll finde ich, dass die Amerikanische Starkbierbrauerei "Stone Brewing Berlin" auf  dem Gelände vom Marienpark  vielleicht durch das Fest bekannter wird. Sie hat es nach meiner Ansicht verdient. Ein echter Hingucker... und das im kulturell eher unterbelichteten Mariendorf. Die Europa-Brauerei hat  ein recht schönes Zelt auf dem Festplatz. Diese  Brauerei und das Restaurant auf dem Gelände finde ich wegen der Liebe zum Detail sehr schön. Eine Fabrikhalle, die aber sehr gemütlich ist. Das Bier ist natürlich Geschmackssache.

Nochmal zum DAV. Am Eingang war man recht gut organisiert, jedenfalls zu dem Zeitpunkt, wo ich da war. Toll sind die vielen Parkplätze auf dem Gelände und der kostenlose Shuttle-Busverkehr vom U-Bahnhof Alt-Mariendorf.

Übrigens, das Eis war sehr lecker. Auch wenn es ein dänisches Eis war, wie es auf der Werbung stand.

So, ich wollte Keinem den Rummelbesuch vermiesen oder so. Natürlich nicht. Viele Leute haben sich gut amüsiert. Aber mein Ding scheint lautes Getöse nicht mehr wirklich was zu sein. Den Schaustellern wünsche ich natürlich viel Erfolg. Und im nächsten Jahr ist der Platz dann vielleicht auch noch etwas Amerikanischer hergerichtet, von den vielen "Sternchen-Fähnchen" mal abgesehen.

Alles dreht sich, alles bewegt sich...

Thomas Moser
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Alle Fotos, sofern nicht extra gekennzeichnet (nur 1 Foto): Thomas Moser


 

 

 

 

Der Tempelhofer Damm hat es verdient, dass er wieder etwas mehr in den Mittelpunkt gerückt wird.
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Dies hat sich besonders die Unternehmer-Initiative Tempelhofer Damm auf ihre Fahnen geschrieben. Und damit dies nicht nur Worte bleiben, veranstaltete man in diesem Jahr schon zum 2. Mal vor dem Rathaus Tempelhof den „Tempelhofer Sommer“. So viel kann man sagen: Die zweite Auflage ist gelungen.



Vielfältige Informationsstände, viele Spielmöglichkeiten für Kinder, reichhaltige und vielfältige Verköstigung und zwei Bühnen mit einem bunten vollen Programm sorgten für Abwechslung. Was will man mehr?


Zum zweiten Mal hieß das Motto „Gemeinsam feiern rund ums Rathaus.“ Auch 2017 lud die Unternehmer-Initiative zum Sommerfest am Te-Damm ein und sorgt für abwechslungsreiche kulturelle kulinarische, spielerische und sportliche Attraktionen.


Es war ein kunterbuntes, familienfreundliches und musikalisches Fest für alle großen und kleinen Besucherinnen und Besucher aus Tempelhof und Umgebung.

Die Parteien hatten Infostände und die Trabrennbahn Mariendorf warb besonders für das Deutsche Traber-Derby vom 28. Juli bis 6. August 2017 um neue Besucher.

Die Party begann gut besucht mit einem bunten Programm der Leo Kestenberg Musikschule.

Archivfoto von Never Know (Thomas Moser)
Die Nachwuchsband „Never Know“ sorgte gleich zu Beginn für rockige Stimmung.

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Stadträtin Jutta Kaddatz... (Foto Marlies Königsberg)

... und der Vorstand der Initiative Tobias Mettte, Andrea Jensch und Robert Hahn (v.lks. -Foto Marlies Königsberg)
Zur offiziellen Begrüßung betraten die Kulturstadträtin Jutta Kaddatz und der Vorstand der Initiative Tobias Mette (Stadt und Land), Andrea Jensch vom gleichnamigen Schlüsseldienst, und Robert Hahn vom Bestattungshaus, das seinen Namen trägt, die Bühne.




Bezirksstadträtin Jutta Kaddatz freute sich, dass ihre Abteilung Bildung, Kultur und Soziales auf dem Sommerfest mit einem Informationsstand vertreten war. Interessierte Bürgerinnen und Bürger konnten sich am Samstag über die vielfältigen Angebote der Volkshochschule, der Musikschule und der Bibliotheken informieren. Auch der Bücherbus und die mobile Version des preisgekrönten Modellprojekts „ALL INCLUDED! Museum und Schule gemeinsam für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt“ des Jugend Museums Schöneberg präsentierten sich. Außerdem konnte man sich über die Arbeit des Sozialamtes und der Seniorenvertretung erkundigen. Am Sonntag informierte die Seniorenarbeit zu seniorenspezifischen Angeboten und Veranstaltungen innerhalb und außerhalb von Seniorenfreizeitstätten, zu den Aufgaben vom ehrenamtlichem Dienst, zu Hobbygruppen und zu seniorengerechten Wohnmöglichkeiten.

Die Fahrbibliothek Tempelhof-Schöneberg begeht 2017 ihr Jubiläum: 50 Jahre Fahrbibliothek - 25 Jahre Bücherbus - Zeit für einen neuen Bücherbus.


Und der neue Bücherbus konnte sich dann auch gleich präsentieren. Der Festakt zum 50-jährigen Jubiläum der Fahrbibliothek fand bereits am 14. Juli 2017 vor dem Rathaus Tempelhof statt.

tempelhofer Sommer 2017 feuerwerk 6


Nach sehr viel guter Musik, viel Tanz und einer guten Stimmung sorgte am Samstag das spektakuläre Feuerwerk vom benachbarten „Hahn-Haus“ für viel Staunen und Freude. Da war der vorherige Regen schnell vergessen.

Der Pressedienst PaperPress schreibt von dem Bemühungen, dass der Te-Damm wieder ein Stück lebenswerter wird:

Immer wieder gab es mal Versuche, die Geschäftsleute des Tempelhofer Damms in eine Arbeitsgemeinschaft zusammenzuschließen, um beispielsweise zur Weihnachtszeit die Straße im Lichterglanz erscheinen zu lassen. Das klappte mal ganz gut und ging auch wieder schief.



Die Stände der Intiative.
Seit drei Jahren gibt es nun die Unternehmer-Initiative Tempelhofer Damm, der inzwischen 50 Geschäftsleute, Anwohner, Eigentümer und Dienstleister angehören. Das mit der Weihnachtsbeleuchtung klappt inzwischen auch wieder, vor allem aber wurde eine alte Tradition zum Leben erweckt, nämlich einmal im Jahr ein Sommerfest vor dem Rathaus Tempelhof zu veranstalten. Am Wochenende 15./16. Juli war es wieder soweit.

Seit der Bezirksgebietsreform ist das Rathaus Tempelhof in den Hintergrund gerückt. Die Musik spielt im Rathaus Schöneberg. Aber, das Rathaus soll wieder mehr an Bedeutung als Verwaltungszentrum gewinnen.

2020 soll der Tempelhofer Damm Großbaustelle im Rahmen eines Modellprojektes werden. „Dabei wollen alle Beteiligten zeigen, wie effektive Baustellenkoordination aussehen kann“, lesen wir in der Berliner Morgenpost. Da dürfen wir wohl gespannt sein. Auch was aus der geplanten neuen Tempelhofer Mitte zwischen Götz- und Albrechtstraße wird. Dieses Gebiet „zeichnet sich durch seine besondere stadträumliche Lage um das Rathaus Tempelhof und die unmittelbare Nachbarschaft zur alten Dorflage aus. Die vorhandenen Einzelhandelsstrukturen in Verbindung mit den öffentlichen Einrichtungen, wie dem Rathaus Tempelhof, der Bezirkszentralbibliothek und dem Stadtbad sowie den öffentlichen Grünanlagen, haben das Potenzial, das Gebiet als attraktives Stadtteilzentrum und innenstadtnahen Wohnstandort weiter zu entwickeln. Der Einzelhandelsstandort bedarf jedoch einer Attraktivierung und Funktionsstärkung, die öffentlichen Frei- und Grünräume einer gestalterischen und funktionalen Aufwertung“, formuliert etwas umständlich das Bezirksamt. Am Ende steht hoffentlich ein noch lebenswerterer Kiez als heute.

Thomas Moser

(Quelle für den zweiten Teil von paperpress 543 L 15.7.2017/Ed Koch)

http://www.ui-tempelhoferdamm.de



Alle Fotos Thomas Moser (sofern nicht extra gekennzeichnet)


 

Das UnternehmensNetzwerk Motzener Straße e.V. lud am 14. Juli 2017 seine Mitglieder und Gäste zum Sommerfest ein. Und es war ein Sommertag, der den Namen auch tatsächlich verdient hatte. Die Sonne strahlte und die Besucher fühlten sich sehr wohl. Es wurde auf dem attraktiven Gelände der Naturwacht Berlin in Marienfelde gefeiert.
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Bezirksbürgermeister Angelika Schöttler mit Ulrich Misgeld
Der 1. Vorsitzende des UnternehmensNetzwerkes Ulrich Misgeld begrüßte die Besucher und Gäste. Besonders freute er sich über die Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler, der auch die Entwicklung des Wirtschaftsstandortes sehr am Herzen liegt.

Harald Gindra MdA im Gespräch mit Ulrich Misgeld
Weitere Gäste aus dem politischen Raum waren der Abgeordnete Harald Gindra, MdA (Die Linke), der sein Wahlkreisbüro in Marienfelde hat und der Sprecher für Wirtschaftspolitik ist. Von der BVV-Linksfraktion besuchte Katharina Marg erstmalig die Naturschutzstation.

Ein Regionalbahnhof und weitere Ideen

Aber erst einmal gab es interessante Informationen von Holger Ludewig von der DB-Netze. Es wurde rund um den neuen Bahnabschnitt der Dresdner Bahn informiert, wobei für das UnternehmensNetzwerk die Situation am S-Bahnhof Buckower Chaussee interessant war. Ein großes Interesse besteht seitens der Unternehmer, dass an der Buckower Chaussee perspektivisch ein Regionalbahnhof entsteht. Damit wäre der leichtere Zugang für Bewohner und Wirtschaft möglich.


Holger Ludewig und eine Mitarbeiterin informierte aus Sicht der DB Netze
Holger Ludewig von der Bahn erläuterte, dass dies eine politische Frage ist und dieser Bahnhof nicht „bestellt“ wurde. Dafür wären im Zusammenhang mit dem BER-Flughafen politische und finanzielle Entscheidung von Berlin, Brandenburg und dem Bund notwendig. Dies ist im Augenblick nicht absehbar. Grundsätzlich unterstützt die Bezirksbürgermeisterin Schöttler einen Regionalbahnhof, zumal auch der Raum dafür „freigehalten“ wird.

Eine weitere Idee der Unternehmer ist der Ausbau vom Schichauweg nach Brandenburg und damit eine direkte Anbindung an die B 101. Das dies natürlich viele Fragen auch des Naturschutzes aufwirft, ist allen Beteiligten klar. Angelika Schöttler wies auch gleich auf die Marienfelder Feldmark hin. Das UnternehmensNetzwerk will jedoch in die Zukunft denken, zumal man sich durch andere neue Ideen eine umweltverträglichere Anbindung des Standortes verspricht.

Für eine Erweiterung und Fortentwicklung des Industriestandortes hat das UnternehmensNetzwerk eine Planungsstudie in Auftrag gegeben, die auf einer Standortkonferenz am 11. Oktober vorgestellt werden soll.

Das UnternehmensNetzwerk kooperiert eng mit der Naturwacht, zumal es auch fast Nachbarn sind.

Ein ganz lebendiges Wildschwein

Bevor dann gefeiert wurde, wurde jedoch das neue Netzwerkmitglied Borstel bestaunt.

Der Keiler ist schon ganz schön gewachsen


und findet die Hose des Fotografen sehr schön...

Der kleine Keiler wurde auf dem Firmengelände der Mitgliedsfirma BarteltGLASBerlin GmbH & Co KG geboren und leider von seiner Mutter zurückgelassen. Lange stand nicht fest, ob der Kleine überleben würde! Dank der fürsorglichen Aufzucht unseres NaturRangers und seiner Familie wächst und gedeiht der kleine Keiler. Er hat ein neues zu Hause in der Naturschutzstation erhalten und das UnternehmensNetzwerk hat die Patenschaft für Borstel übernommen. Das Wildschwein kann jetzt nicht mehr ausgewildert werden und es muss geprüft werden, wie es weitergeht.


Das das UnternehmensNetzwerk hat als ersten Schritt für eine artgerechte Unterkunft eine Sammlung auf dem Sommerfest gestartet. Wir wünschen dem fidelen Borstel alles Gute!

Ein sehr entspanntes und interessantes Sommerfest!



Thomas Moser (auch alle Fotos)

Weiter Bewohner der Naturschutzstation:

Der Eichelhäher und ...

daraus wird bald ein wunderschöner Schmetterling, ein Wienernachtpfauenauge, werden, wie Andi von der Naturwacht zu berichten weiß.

Ergänzende Informationen

Das UnternehmensNetzwerk blickt in die Zukunft

Das Marienfelder Industriegebiet Motzener Straße feierte am 28. März 2017 das 50jährige Jubiläum im Rathaus Schöneberg. Das Netzwerk organisierte sich 2005 als Verein. Der Zusammenschluss startete mit circa 60 Betrieben mit rund 2500 Beschäftigten. Das Konzept „NEMo Null Emission Motzener Straße“ wurde 2016 fertiggestellt und im bundesweiten Wettbewerb „Deutschland – Land der Ideen“ als „Ausgezeichneter Ort 2016“ ausgezeichnet. Erste Schritte zur Erreichung des Ziels wurden gemacht: Betriebe decken inzwischen ihren Energiebedarf mit Grünstrom oder produzieren mit Solaranlagen selbst Energie. Außerdem haben die Firmen Ladestationen für Elektroautos errichtet. Die energetische Gebäudesanierung und die ökologische Grünflächengestaltung sind ebenfalls Beispiele.

Das UnternehmensNetzwerk kooperiert mit der Naturwacht Berlin und mit sieben Schulen im Einzugsbereich. Für die Schulen im Bezirk wird jährlich ein Industrietag angeboten. Die Kita Blohmstraße vom Nachbarschaftszentrum der ufaFabrik ist auf Initiative vom Unternehmens Netzwerk Motzener Straße entstanden und wird weiterhin von diesem gefördert. In verschiedenen Standortkonferenzen hat man sich in Kooperation mit dem Bezirk um die Weiterentwicklung des Standortes bemüht.

Weitere Hintergrundinformationen zur Naturschutzstation und zum Naturpark

Die Naturschutzstation präsentiert sich mit dem grünen Klassenzimmern, in denen sich alles um unsere heimische Tier- und Pflanzenwelt, Landwirtschaft und das Thema Müll dreht. Die Projekte „Auf der Kippe“ (Stiftung Naturschutz) zum Thema Müllverwertung, -vermeidung und -recycling und „Vom Acker auf den Tisch“ (Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz) zum Thema Landwirtschaft werden präsentiert. Der sehr interessante Lehrbienenstand des Imkervereins Lichtenrade stellt eine gute fachliche Aufwertung des Bildungsangebotes dar. Die BSR informiert mit „Trenntstadt Berlin“ über Mülltrennung.

Es gibt viele wichtige örtliche und überörtliche Partner der Naturschutzstation und der Naturwacht Berlin. Besondere Unterstützter sind die Stiftung Naturschutz Berlin, die Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz, die Wohnungsbaugesellschaft „degewo“, das UnternehmensNetzwerk Motzener Straße und von der BSR „Trennstadt Berlin.“

Schulen und Kitas sind herzlich willkommen. Es kann eine Natur- und Müllrallye absolviert werden. Beim Unterricht in der Natur können lebendig und anschaulich Umwelthemen betrachtet werden.

Einen maßgeblichen Anteil an der Entwicklung der Naturherrlichkeiten in Marienfelde haben NaturRanger Björn Lindner und Naturpädagogin Nathalie Bunke, die mit tatkräftiger Unterstützung einiger Helferinnen und Helfer und jeder Menge Idealismus dieses kleine Natur-Wunder geschaffen haben.

Der Besuch der Naturschutzstation und vom Naturpark in Marienfelde sind ein Ausflug in eine ganz besondere Natur und fast so etwas wie Urlaub auf dem Land: Eine grüne Oase für Körper und Geist! Hier wird der Bildungsauftrag anschaulich umgesetzt, indem den Kindern die Natur ganz praktisch vermittelt wird.

http://www.motzener-strasse.de

https://www.naturwachtberlin.de

Bericht zum 50jährigen Jubiläum: http://www.lichtenrade-berlin.de/news/nachbarn-news/402-50-jahre-industriegebiet-motzener-strasse-und-die-zukunftsziele






Oft wird vom Kieztreffpunkt MedienPoint Tempelhof, der in der Nähe der ufaFabrik in Tempelhof sein Domizil hat, berichtet. Hier bekommt man Bücher und andere Medien und kann sich immer wieder aktuelle Ausstellungen anschauen.

Der Erfolgskurs hält an, waren es 2008 noch rund 6.300 Bücher, Medien und Spielsachen, die aus dem MedienPoint herausgingen, stieg der Zahl im Zeitraum zweites Halbjahr 2016 bis erstes Halbjahr 2017 auf 72.300. Die Kundenzahl stieg im gleichen Zeitraum von 1.170 auf 34.333. Seit Eröffnung des MedienPoints Tempelhof haben den kleinen Laden 131.603 Menschen besucht, die 72.296 Medien mitnahmen.

Apropos mitnehmen. Einmal im Jahr macht das MedienPoint-Team einen Ausflug in den Volkspark Mariendorf und beteiligt sich dort an dem Spielfest des Jugendamtes. So auch in diesem Jahr.

1.481 Besucher machten Halt am MedienPoint-Stand, 750 Tonträger, 1.541 Bücher und 859 Kinderbücher, Kuscheltiere und Spiele gingen über den Tisch. Grund genug für das Team, im Backstage-Bereich den Erfolg ein wenig zu feiern.

Neun MedienPoints, getragen vom KulturRing in Berlin e.V., gibt es in Berlin. Vermutlich ist der in der Werderstraße der aktivste, was Veranstaltungen und Projekte betrifft. Immer wieder sucht Henning Hamann und sein Team nach besonderen Daten und Ereignissen und macht daraus eine Ausstellung oder Veranstaltung im MedienPoint, wie zum 65sten Geburtstag von Klaus Hoffmann, 70sten von Udo Lindenberg, 75sten von Bob Dylan oder 90sten von Peter Alexander. Verständlicher Weise können die meisten der Geehrten nicht persönlich an den Ausstellungseröffnungen teilnehmen, bis auf den Berliner Sänger Klaus Hoffmann, der mit seiner Frau Malene dem MedienPoint einen Besuch im März 2016 abstattete.

Henning Hamann mit Klaus Hoffmann vor dem MedienPoint Tempelhof
Der MedienPoint bleibt auf Erfolgskurs, und Henning Hamann hält den Kompass fest in der Hand.

Michael Müller nimmt politische Bücher für den MedienPoint an

Bei einem Gespräch mit dem Regierenden Bürgermeister von Berlin Michael Müller in seinem SPD-Wahlkreisbüro in Tempelhof übergab MedienPoint-Manager Henning Hamann den Jahresbericht des MedienPoints Tempelhof.

Natürlich hatte Michael Müller auch einige Bücher bereitgestellt, die Hamann gleich für seinen MedienPoint mitnehmen konnte. Dabei handelt es sich vornehmlich um politische Bücher und Biographien berühmter Sozialdemokraten wie Herbert Wehner und Harry Ristock. In dem Gespräch bot Müller an, in seinem Wahlkreisbüro politische Bücher für den MedienPoint anzunehmen.

Wer also diesen Beitrag liest und Gedrucktes über oder von Politikern, egal welcher Partei, nicht mehr benötigt und sie anderen interessierten Lesern zukommen lassen möchte, bringe diese bitte in Michael Müllers Wahlkreisbüro. Die Bücher sollten gut erhalten sein und nicht vorher ewig in einem feuchten Keller gelegen haben.

Michael Müllers Wahlkreisbüro befindet sich in der Manfred-von-Richthofen-Straße 19 – Eingang Bayernring – in 12101 Berlin. Öffnungszeiten: Dienstags von 14 bis 18 Uhr, mittwochs von 8 bis 12 Uhr und freitags von 10 bis 14 Uhr. Nachfragen bitte unter 81 82 83 30.

In Neu-Tempelhof, wo Michael Müller nicht nur seinen Wahlkreis hat, sondern auch wohnt, gab es vor vielen Jahren auch einen MedienPoint, den seine Kinder gern besuchten und sich Bücher abholten. Bis zu drei Bücher können Interessenten pro Tag aus einem MedienPoint kostenlos mitnehmen. Den MedienPoint in Neu-Tempelhof gibt es nicht mehr, dafür aber den in der Tempelhofer Werderstraße 13. Und dieser ist von Montag bis Freitag zwischen 11 und 17 Uhr geöffnet – bis auf eine Pause am Mittwoch von 13.30 bis 14.30 Uhr.

(Text-Quelle paperpress - Ed Koch vom 11.7.2017)

Spielfest und Rocktreff 2017– Eine Erfolgsgeschichte in Tempelhof-Schöneberg

Spielfest und Rocktreff zeitgleich in einem Stadion: „Das geht doch gar nicht…“, mag zumindest der eine oder andere Kritiker denken. Dass dies aber sehr wohl zusammenpasst, wurde in diesem Jahr auf eine ganz besonders beeindruckende Art bewiesen. Beide Veranstaltungen ergänzen sich gut und passen in dieser Form bestens zusammen! Die Besucherinnen und Besucher strömten zu beiden Veranstaltungen.

So konnte in diesem Jahr ein Besucherrekord der letzten 15 Jahre verbucht werden.



Insgesamt wurden für beide bezirkliche Events im Mariendorfer Volkspark-Stadion rund 16.000 Gäste an drei Tagen gezählt: 3 Tage Rocktreff und 2 Tage Spielfest. Die besonders am zweiten Tag gefühlt hohen Besucherzahlen wurden durch die offizielle Zählung bestätigt. Einer der vielen Sponsoren, Erhard Pietsch vom Druckcenter Berlin, ließ sich dann auch zu dem Zitat des Tages hinreißen: „Mehr geht nicht!“ Ob er tatsächlich recht hat, wird man in den folgenden Jahren sehen, wenn wieder zum Rocktreff und Spielfest eingeladen wird. Auch das „Eröffnungsunwetter“ konnte den Veranstaltungen nichts anhaben und verhagelte den Erfolg in keinster Weise.

Die vielen Besucherinnen und Besucher, besonders die Familien, konnten neben der Rockmusik beim Spielfest ein unterhaltsames Wochenende mit ausgesuchten Angeboten genießen. Mit viel ehrenamtlichem Engagement und einer enormen Sponsorenunterstützung konnten die beiden Feste gestemmt werden. Besonders kann man aber den Hut vor der hohen Professionalität bei der Durchführung der gesamten Veranstaltung ziehen: Zu erwähnen sind die gesamte Organisation und Technik, die perfekte Sicherheitsvorbereitung und Durchführung, die gute Vorbereitung und die exzellente Öffentlichkeits- und Pressearbeit. Diese Professionalität als ehrenamtliche Leistung dürfte einmalig sein.

Der Rocktreff ist noch längst nicht in die Jahre gekommen!

Der Rocktreff ging zum 34. Mal in Folge an den Start, eine musikalische Geschichte die am 15. September 1984 begann. Das Jugendamt Tempelhof Schöneberg ist wieder der Veranstalter für den Rocktreff und für das Spielfest.

Stadtrat Oliver Schworck, Spielfest-Veranstaltungsleiter Philipp Mengel, Ed Koch Veranstaltungsleitung Jugendamt (v.lks.)
Der zuständige Jugendstadtrat Oliver Schworck zum Rocktreff: „Mein Dank gilt vor allem den rund 100 Ehrenamtlichen der Rock-Ini, die das Festival planen und durchführen. Dieser Einsatz kann nicht genug gewürdigt werden. Mein Dank geht auch an den CPYE e.V., der seit 20 Jahren Träger des Rocktreffs ist. Und last not least danke ich den 16 Bands, die ohne Gage gespielt haben.“

Auch der Schirmherr des Rocktreffs, der Vorsteher der Bezirksverordnetenversammlung von Tempelhof-Schöneberg Stefan Böltes, dankte allen Sponsoren und Helferinnen und Helfern. Der Rocktreff ist das größte Amateurfestival in Berlin.

Petra Dittmeyer mit dem Moderator und Vertreter des Trägervereins CPYE Andie Kraft (Foto: Marlies Königsberg)
Auch die Vorsitzende vom Freundeskreis Rocktreff und Spielfest, die ehemalige BVV-Vorsteherin Petra Dittmeyer, begleitete an allen Tage engagiert die Veranstaltung.

Weitere Kooperationspartner vom Rocktreff sind die Catering Company und das Sportamt Tempelhof-Schöneberg. Präsentiert wird der Rocktreff auch vom Rock-Radiosender STAR FM und von der PSD Bank. Die vielen weiteren Sponsoren, ohne deren Unterstützung die Mittel des Jugendamtes längst nicht reichen würden, werden im Anschluss des Berichtes nochmal ausdrücklich genannt.

Es lebe das Spielfest!


Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler mit Philipp Mengel vom Spielfest
Die Schirmherrin und Präsentatorin vom Spielfest, die Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler, freute sich über so gut besuchte Veranstaltungen, die nur mit enormer Sponsoren-Unterstützung und durch die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer möglich wurde. Stellvertretend mit dem neuen Sponsor STADT UND LAND dankte die Bürgermeisterin allen Beteiligten und Sponsoren für die vielfältigen Unterstützungsleistungen.

Ingo Malter von STADT UND LAND
Auf der Bühne gab der Geschäftsführer der Wohnungsbau-Gesellschaft, Ingo Malter, schon für das nächste Jahre sein OK für die weitere Unterstützung.

Als Präsentator und Hauptsponsor konnte Möbel Höffner gewonnen werden, deren Glücksrad ein großer Anziehungspunkt war. Weitere Sponsoren sind Stromnetz Berlin GmbH, das Druckcenter Berlin GmbH, die stilbrand DESIGNWERKSTATT, das Tempelhofer Forum und das Tempelhofer Journal.

Das Spielfest des Jugendamtes Tempelhof-Schöneberg hat im Laufe seiner 26 Jahre einige Hochs und Tiefs erlebt, was nicht nur auf das Wetter bezogen gemeint ist. War das Angebot an Spiel- und Mitmachmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche am Anfang sehr groß, so nahmen diese im Laufe der ersten zehn Jahre des neuen Jahrtausends ziemlich ab. 2011 kam dann die Rettung. Nachdem das Spielfest einige Jahre im Schatten der Rock-Veranstaltung lief, hat der Verein und der Veranstaltungsleiter Philipp Mengel es mit viel Unterstützung geschafft, dass das Spielfest „wachgeküsst wurde“ und nunmehr zu einer außerordentlichen Erfolgsgeschichte geworden ist.

Die zeitlichen Überschneidungen mit dem Rocktreff halten sich im Rahmen und natürlich wird auch darauf geachtet, dass Kinder die Rockmusik nur mit entsprechendem Gehörschutz genießen.

Das Spielfest hat sich nun dank einer enormen Sponsorenunterstützung und den großen Spielmöglichkeiten in den letzten Jahren professionalisiert. Dadurch ist die Veranstaltung aber nicht zu einer kommerziellen Veranstaltung abgerutscht, sondern konnte damit aufgewertet werden. Dass die größeren Spielhöhepunkte zu günstigen Preisen angeboten werden konnten, machten die Sponsorenunterstützungen möglich.

Bei den großen Attraktionen, der Riesenrutsche, der Hüpfburg, den Aquabällen und dem Bungeehüpfen konnten fast ununterbrochen lange Schlangen beobachtet werden.

Mindestens genauso wichtig beim Spielfest sind jedoch auch die abwechslungsreichen Spiel-, Sport- und Informationsangebote zum Beispiel der vielen Vereine, Initiativen, Nachbarschaftszentren und auch vom Jugendamt. 150 Ehrenamtliche aus 30 Kinder- und Jugendeinrichtungen, Schulen, Kindergärten, Sportvereinen und anderen freien Trägern boten auf der Südhälfte des Fußballstadions im Volkspark Mariendorf spannende Mitspielmöglichkeiten an.

Für das Spielfest hat der Verein MitSpielen e.V. den Hut auf.

Die Veranstaltungen konnten dank der großen Sponsoren- und ehrenamtlichen Leistungen wieder ohne Eintritt stattfinden.

Hier die Besucherzahlen von 2017. In Klammern die Zahlen des Vorjahres:

Rocktreff 8.329 (6.644)

Spielfest 7.667 (4.250)

gesamt 15.996 (10.894)

Der Rocktreff und das Spielfest haben im Jahr 2017 voll und ganz überzeugt und verdienen auch in den kommenden Jahren die volle Unterstützung!

Thomas Moser

Die Sponsoren vom Rocktreff
sponsoren rocktreff2017 500

Zu danken ist ebenso den rund 150 Ehrenamtlichen der am Spielfest Beteiligten:

SV Adler, DLRG, Lothar Nest, Stern Marienfelde, TSV Marienfelde, Schätzelberg Grundschule, Streetbunny-Crew, Kita Vom Guten Hirten, Ev. Kita Rathausstraße, Teakwondo, Kita Tiponi, Michael Grass, Amplifon, Fahrschule Aubiz, Marienkäfer, KiJum und JFE Bungalow, Kolibri, Deutsches Kinderhilfswerk, NUSZ ufaFabrik, Jugendamt, Kobukai, Imkerverein Lichtenrade, Suppenküche Lichtenrade, Hort der Rudolf-Hildebrand-Schule, Medien-Point und Check Up – Jugendberufsagentur sowie den Sponsoren star fm, Catering Company, PSDBank, faces Veranstaltungstechnik, Die Akzente Sozial, Druckcenter Berlin, nitz+nitz, STADT UND LAND, Möbel Höffner, Stromnetz Berlin, Vitasyn Care, stilbrand, Phrenetica, DEGAS, GeWoSüd, Riemer und Schultz, KKI GmbH, Radio Möller, Rockstar Energy, Popella, Vierlande, Maximilian, SWI Berlin, Optiker Hoppe, Triolution, Tempelhofer Forum.

Was wäre der Rocktreff ohne Rock?

Herzlichen Dank an die Bands Anne Ecke, Echolite, RYV Law, Suffer, Sub Dub Micromachine, No Reception, Kann Karate, Final Stair, Dawedda, Broken Skull, Modo, Silence is betrayal, Lichtkultur, Weltraum Power, Mädchenname Mademann und Redscale.

Die Ankündigung für 2017:

http://www.lichtenrade-berlin.de/news/aktuelle-news-internetzeitung/739-die-kombination-mit-tradition-spielfest-und-rocktreff

Eine kleine Auswahl interessanter Hintergrundberichte der Vorjahre:

http://www.lichtenrade-berlin.de/25-blog/blog2016/306-rocktreff-und-spielfest-ehrenamtlicher-profi-garantiert-die-sicherheit

http://www.lichtenrade-berlin.de/news/nachbarn-news/366-eine-nachlese-rocktreff-ehrenamtliche-profis-gestalten-eine-perfekte-welt

Viele weitere Fotoimpressionen:

Spielfest Rocktreff 2017 tag3 38


Die Begrüßung am 2. Tag.

Die Moderatoren-Crew: Andie Kraft, Christian Körper, ein neuer Jungmoderator und Dominik "Dome" Ziebarth



Die Begrüßung am 3. Tag.

Spielfest-Impressionen:
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Unermüdlich am Stand vom Deutschen Kinderhilfswerk Michael Kruse

Spielfest Rocktreff 2017 tag3 38
Am Jugendamtsstand kann man oft den Jugendamtsleiter Rainer Schwarz und viele andere (auch ehemalige) Kolleginnen und Kollegen finden:






Und er Kletterturm war auch sehr begehrt!



Auch die Lichtenrader Imker waren dabei...

... und die DLRG Schöneberg usw.


auch viele Sportaktivitäten hier von Lothar Nest...


Das Möbel Höffner Glücksrad war sehr begehrt:

Und die Ohren waren auch geschützt:


Lutz Fußangel, engagiert in der Leo Kestenberg Musikschule und für Jazz für Alle unterwegs... und der schlafende Nachwuchs ist auch geschützt.

Der Stand vom MedienPoint Tempelhof immer umlagert:




STADT UND LAND hat auch ein großes Spielangebot mitgebracht:



Die lustige Streebunycrew aus Berlin durfte auch nicht fehlen!



Handfeste Argumente, fair beim Sport ausgetragen.






Der Fußball lebt!

Für Musik war reichlich gesorgt:






Und hier einige wichtige Menschen....

Spielfest-Wachküsser Philipp Mengel  "übt schon spielen" für den baldigen Nachwuchs ;-)

Angelika Schöttler mit Thomas Schüler von der Presseabteilung DLRG Schöneberg

Lokalreporter Horst-Dieter Keitel bzw. HDK von der Berliner Woche (lks) mit MedienPoint Tempelhof-Manager Henning Hamann

Stadtrat Oliver Schworck

Der junge politische Nachwuchs war auch dabei: Kevin Kühnert (SPD) und Marius Feldkamp (Grüne)... Gemeinsam den Bezirk rocken ;-)

Wolfgang Spranger, die "Allzweckwaffe" und "Helfer in der Not" vom Volkspark Lichtenrade

Vom Jugendamt die Regionalleiterinnen Irmgard Beckmann und Dagmar Jotzo

Der technische Leiter Sven Perschmann kann immer noch lächeln...

Oliver Schmidt vom Jugendamt mit Michael Kruse vom Kinderhilfswerk

Ex-Stadtrat Dietrich Schippel (mit Familie) war für Rocktreff und Spielfest stets engagiert!

Der ehemalige Jugendamtleiter Wolfgang Mohns besucht noch gerne die Veranstaltung.

Der jetzige Jugendamtsleiter Rainer Schwarz mit Oliver Theel (ebenfalls Jugendamt)

Lothar Nest mit Sponsorin Marlies Königsberg vom Tempelhofer Journal
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Foto oben u.a. mit der MdB Mechthild Rawert, re. daneben MdA Frank Zimmermann und Andie Kraft. Rocktreff-Gründer Michael Abou-Dakn (Mitte), heute Chefarzt für Gynäkologie und Geburtshilfe am St. Joseph-Krankenhaus, ist mit der Entwicklung seines inzwischen 33 Jahre alten Babys „Rocktreff“ sehr zufrieden. (Foto: Marlies Königsberg)

Fotos Thomas Moser (sofern nicht extra gekennzeichnet)

Lokalpresse1000
Hier mal ein Foto von der Tempelhof-Schöneberger Lokalpresse v.re.n.lks.: Ed Koch (Herausgeber PaperPress und auch Veranstaltungskoordinator Rocktreff/Spielfest), Horst-Dieter Keitel (Reporter Berliner Woche), Marlies Königsberg und Karl-Heinz Kronauer (Herausgeber) vom Tempelhofer Journal und Thomas Moser (KiTS aktuell und BerLi-Press; Kiezreporter).
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Stets gut informiert...


 

Die Tempelhofer ufaFabrik ist noch längst kein Oldie oder in die Jahre gekommen. Jugendlich und spritzig präsentiert sich das selbstverwaltete Kultur- und Lebensprojekt zum 38igsten Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch an die ufaFabrik! Die „ökologischen Kulturoase“ hat fast täglich ein verlockendes Kulturangebot mit Theater, Comedy, Weltmusik und Multimedia Events. Als Mittelpunkt des kleinen Gallisch-Tempelhofer Dorfes am Teltowkanal lädt immer wieder das Café Ole zum Verweilen und Entspannen ein.

Der ufaFabrik-Kindercircus wie auch der Kinderbauernhof sind wichtige Institutionen der ufaFabrik geworden. Neben vielen anderen Bereichen ist hier auch das große Nachbarschaftszentrum NUSZ beheimatet und bietet vielfältige Angebote für den Bezirk und für die Nachbarschaft. Angeschlossen sind der Haus- und Familienpflegedienst, mehrere Kitas und eine Schulstation.

Das ehemalige Gelände des Ufa-Filmkopierwerkes wurde am 9. Juni 1979, wie es damals hieß, friedlich „wieder in Betrieb“ genommen. Nicht alle in der Politik waren anfangs von der friedlichen Absicht überzeugt, als rund 100 gleichgesinnte Menschen alternative Lebensformen miteinander praktizieren wollten. Die Parteien sind mittlerweile stolz auf die Arbeit der ufaFabrik-Menschen. In den Jahren sind viele Sachen neu entstanden. Mit ökologischen Projekten, wie der Dachbegrünung und der dezentralen Energieversorgung, ist die ufaFabrik immer dabei, wenn es um neue Lebensformen geht.

Jetzt wurde erst einmal gefeiert!

Der Geburtstag wurde gleichzeitig mit der Eröffnung der Sommerbühne 2017 am 9. Juni gefeiert. Und dafür wurde den vielen Besucherinnen und Besuchern, den vielen Freunden und Ehrengästen ein ganz besonderes Programm geboten.
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Zum Opening überzeugte wieder die temperamentvolle Musikgruppe „Terra Brasilis“ aus der ufaFabrik. Immer wieder schön zu sehen und zu hören, mit wie viel Freude und Professionalität die international vernetzte Gruppe sich nur mit wenigen Takten schnell in die Herzen der Menschen trommelt.

Jugendliche Talente begeisterten das Publikum!

Die einzigartige Moderation von Urgestein Juppy, unterstützt von junger Begleitung, führte den Gästen nochmal die Entstehung der ufaFabrik vors Auge.

Ein ganz besonderer kultureller Leckerbissen wurde gleich zu Beginn der Geburtstags-Show geboten. Mit „Underground Championship“ präsentierten zwanzig Jugendliche, die in der Circusschule der ufaFabrik groß geworden sind, dass mit den Jahren so etwas wie die ganz große Kunst entstehen kann. In Eigenregie wurde die Show professionell inszeniert. Die Jugendlichen luden zu einer ganz besonderen U-Bahnfahrt durch Berlin ein: „Zurückbleiben bitte!“




Es liegt was in der Luft: Pöbeln mit Jonglagebällen, Battle mit Breakdance, akrobatische Spots, Einradkünste und der Einsatz von Seilen und Reifen. Die jugendlich spritzige Darbietung ist Hauptstadt-like und braucht sich hinter manch einem professionellen Programm keinesfalls verstecken. Bewundernswert, was die Jugendlichen hier erschaffen haben! Auch die musikalischen Einlagen im Rio-Reiser-Sound überzeugten voll und ganz. Eine ganz besondere Show, die sich eher laut, wild, crazy und quirlig darbot. Die U-Bahn-Probefahrt ist mehr als gelungen und die Gäste der Geburtstagsshow waren begeistert!

Die Stars vom Sommerprogramm gaben eine Kostprobe ihres Verwöhn-Programms

Nach der Pause begeisterten die Künstlerinnen und Künstler das Publikum, die im Sommerprogramm ab dem 14. Juni auf der Sommerbühne der ufaFabrik zu sehen sein werden. „All4One“ begeistert mit hochkarätiger Artistik, brillanter Komik und viel Musik.


Sammy Tavalis, Musiker, Mime, Komiker und Kopf dieses Ensembles, präsentiert einen Abend, der neben artistischen Höchstleistungen sprichwörtlich großen Wert auf den guten Ton legt. Das Ensemble, das sich aus künstlerischen Multitalenten zusammensetzt, zeigt hundertprozentigen physischen Einsatz und versteht es gleichzeitig mit seinen Instrumenten musikalisch zu bestechen. Es rockt, es bebt, es verzaubert! In sanftem Adagio und zugleich mit ungebremster Kraft verschmelzen die Genres zu einem Gesamtkunstwerk. Sammy Tavalis und sein Ensemble, bestehend aus lauter künstlerischen Multitalenten, präsentieren einen Abend, voller Spielfreude, der mit artistischen und musikalischen Meisterleitungen aufs Höchste begeistert. Acrobatic dance, Strapten und Vertikalseil, Diabolo und Seiltanz sind die Programmpunkte in der Sommerbühne der ufaFabrik.

Bis zum 9. Juli kann die gesamte Show genossen werden. Ein echter Tipp für den Sommer in Berlin!

Thomas Moser

http://www.ufafabrik.de

Das Sommerprogramm in der ufaFabrik mit All4One:

http://www.lichtenrade-berlin.de/news/tipps-und-termine/724-14-6-bis-19-7-sommer-variete-in-der-sommerbuehne-der-ufafabrik-in-tempelhof

Das Bezirksamt Tempelhof Schöneberg würdigte den 35. Präsidenten der USA anlässlich seines 100. Geburtstages.

Am 29.5.2017 ehrten bei strahlendem Wetter 300 Bürger_innen und Gäste aus Politik, Wissenschaft und Unterhaltung auf Einladung von Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler das Wirken von John F. Kennedy. Die Bezirksbürgermeisterin hob in ihrer Willkommensrede die besondere Bedeutung von John F. Kennedy und seiner historischen Rede vor dem Rathaus Schöneberg am 26. Juni 1963 hervor: „Mit seiner Botschaft sprach Kennedy den Menschen aus der Seele. Und diese Botschaft war Freiheit! Wir alle sind gefordert, auch und insbesondere in der heutigen Zeit diese Werte aufrechtzuerhalten und unsere Demokratie zu schützen.“
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V.l.n.r: Schauspieler Caspar Phillipson, Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler und Kennedy-Experten Anders Agner Pedersen vor der Gedenktafel für John F. Kennedy am Rathaus Schöneberg (Pressestelle Tempelhof-Schöneberg)
In weiteren Reden ehrten der Regierende Bürgermeister Michael Müller, der Amtierende Stellvertretende Leiter der U.S. Botschaft Jeffrey Hovenier und Helen Gibson von der Freien Universität die Leistung von John F. Kennedy. Seine Arbeit für die Deutsch-Amerikanischen Beziehungen und die Anerkennung und Förderung der Wissenschaft ist aktuell bedeutender als je zuvor zu bewerten.

Besonderer Höhepunkt der Geburtstagsfeier vor dem Rathaus Schöneberg war der Auftritt des Schauspielers Caspar Phillipson als John F. Kennedy. Zusammen mit dem Journalisten und Kennedy-Experten Anders Agner Pedersen ließ er die Rede des Präsidenten wiederauferstehen. Die Zuschauer waren gefesselt, als die magischen Worte „Ich bin ein Berliner!“ erneut auf dem Rathausplatz erschallten. Einige Besucher_innen sahen Kennedy bereits 1963 und waren von der Darbietung von Caspar Phillipson und seiner verblüffenden Ähnlichkeit zu Kennedy besonders ergriffen.

Für das Geburtstagsständchen sorgte die A-cappella-Gruppe der John-F.-Kennedy-Schule. Unter der Leitung von Lori Cook präsentierten die Schüler_innen ein Medley aus Songs mit Bezug zu den verschiedenen Lebensabschnitten von John F. Kennedy.
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V.l.n.r: BVV-Vorsteher Stefan Böltes, Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler und Regierender Bürgermeister Michael Müllerschneiden den Geburtstagskuchen an (Copyright: Pressestelle Tempelhof-Schöneberg)
Nach dem Anschnitt der Geburtstagskuchens durch Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler, dem Vorsteher der Bezirksverordnetenversammlung Stefan Böltes und den Regierenden Bürgermeister Michael Müller nahmen viele Bürger_innen die Gelegenheit wahr, den
John-F.-Kennedy-Saal zu besuchen, in dem viele Andenken an den Besuch des amerikanischen Präsidenten zu bewundern sind.

Beitrag von paperpress:
Der Mann am Rednerpult sieht John F. Kennedy, der heute 100 Jahre alt geworden wäre, sehr ähnlich.
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Es handelt sich um den 46-jährigen dänischen Schauspieler Caspar Phillipson, der in dem Film „Jackie“ tatsächlich den 35sten Präsidenten der USA spielte. Im September 2016 wurde der Streifen bei den Filmfestspielen in Venedig uraufgeführt. Phillipson war der Star der heutigen Gedenkveranstaltung für John F. Kennedy auf dem gleichnamigen Platz vor dem Rathaus Schöneberg. Genau also dort, wo er im Juni 1963 seine historische Rede hielt. Die Zuschauerzahl war heute etwas bescheidenen, nur rund 300 Menschen hatten sich versammelt, 1963 waren es beim Original rund eine halbe Million. Damals hätte sich der 14-jährige Zeitzeuge Ed Koch auch einen Stuhl und ein Sonnendach gewünscht, vor allem ein frisches Glas Wasser. Caspar Phillipson hielt die Kennedy-Rede nach dem Originalmanuskript. Das war wirklich beeindruckend und sorgte – nicht nur bei den anwesenden Zeitzeugen – für Gänsehaut. Die Rede von Kennedy war nur sechs Minuten lang, was einem natürlich durch die Übersetzung und den nicht endend wollenden Applaus damals viel länger vorkam. Phillipson war in der Rolle grandios, da konnten die anderen drei Redner Tempelhof-Schönebergs Bürgermeisterin Angelika Schöttler, der Regierende Bürgermeister Michael Müller und der amtierende Botschafter Jeffry Hovernier nur schwer mithalten. Am Ende dieses Beitrages dokumentieren wir die Rede vom 26. Juni 1963 im Wortlaut. Sie war wohl Kennedys kürzeste, aber eine der besten Reden. Der Präsident verstand es, Formulierungen zu wählen, die Eingang in die Geschichte fanden und somit zu Recht als historisch gelten. Schon bei seinem Amtsantritt 1961 setzte er Maßstäbe mit dem Satz: „Fragen Sie nicht, was Ihr Land für Sie tun kann – fragen Sie, was Sie für Ihr Land tun können“.

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller sagte heute: „Kein anderer amerikanischer Präsident und erst recht kein anderer ausländischer Politiker hat sich so sehr mit den Berlinerinnen und Berlinern und den Deutschen insbesondere im Osten identifiziert wie John F. Kennedy mit seinem Bekenntnis ‚Ich bin ein Berliner‘. Viele ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger erinnern sich noch aus eigenem Miterleben daran. Im Kalten Krieg und in der spannungsgeladenen Situation nach dem Mauerbau war dieses vor der Weltöffentlichkeit gesprochene Wort Ausdruck des Engagements der USA und des Westens für Freiheit und Sicherheit. Deshalb hat gerade Berlin allen Grund, John F. Kennedy zu gedenken und ihn zu seinem 100. Geburtstag zu würdigen.“
Rednerpult Mueller JFK
Gaestebuch Mueller JFK
Müller weiter: „Kennedy war ein inspirierender politischer Gestalter, der sein Land und dessen Möglichkeiten für eine bessere Zukunft einzusetzen wusste. Er war ein Demokrat, der sich vehement für Bürgerund Freiheitsrechte in den Vereinigten Staaten und international eingesetzt hat. Reformen, sozialer und insbesondere technologischer Fortschritt standen auf seiner politischen Agenda ebenso wie Beseitigung von Rassenschranken und gesellschaftliche Integration. Gerade weil sein Programm so große Hoffnungen geweckt hatte und weil er eine so charismatische Wirkung auf die Menschen ausübte, hat das Attentat ein halbes Jahr nach seinem Berlin-Besuch auch in unserer Stadt wie ein Schock gewirkt.“

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26. Juni 1963 vor dem Rathaus Schöneberg.

John F. Kennedy spricht zu den Berlinern: „Meine Berliner und Berlinerinnen, ich bin stolz, heute in Ihre Stadt zu kommen als Gast Ihres hervorragenden Regierenden Bürgermeisters (Willy Brandt), der in allen Teilen der Welt als Symbol für den Kampf- und Widerstandsgeist West-Berlins gilt. Ich bin stolz, auf dieser Reise die Bundesrepublik Deutschland zusammen mit ihrem hervorragenden Herrn Bundeskanzler (Konrad Adenauer) besucht zu haben, der während so langer Jahre die Politik der Bundesregierung bestimmt hat nach den Richtlinien der Demokratie, der Freiheit und des Fortschritts.

Ich bin stolz darauf, heute in Ihre Stadt in der Gesellschaft eines amerikanischen Mitbürgers gekommen zu sein, General Clays, der hier in der Zeit der schwersten Krise tätig war, durch die diese Stadt gegangen ist, und der wieder nach Berlin kommen wird, wenn es notwendig werden sollte.

Vor zweitausend Jahren war der stolzeste Satz, den ein Mensch sagen konnte, der: Ich bin ein Bürger Roms. Heute ist der stolzeste Satz, den jemand in der freien Welt sagen kann: Ich bin ein Berliner. Wenn es in der Welt Menschen geben sollte, die nicht verstehen oder nicht zu verstehen vorgeben, worum es heute in der Auseinandersetzung zwischen der freien Welt und dem Kommunismus geht, dann können wir ihnen nur sagen, sie sollen nach Berlin kommen.
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Foto: Das Rednerpult, an dem Kennedy stand, existiert noch heute. Gut gehütet im Rathaus Schöneberg.

Es gibt Leute, die sagen, dem Kommunismus gehöre die Zukunft. Sie sollen nach Berlin kommen. Und es gibt wieder andere in Europa und in anderen Teilen der Welt, die behaupten, man könne mit dem Kommunismus zusammenarbeiten. Auch sie sollen nach Berlin kommen. Und es gibt auch einige wenige, die sagen, es treffe zwar zu, dass der Kommunismus ein böses und ein schlechtes System sei, aber er gestatte es ihnen, wirtschaftlichen Fortschritt zu erreichen. Aber lasst auch sie nach Berlin kommen.

Ein Leben in Freiheit ist nicht leicht, und die Demokratie ist nicht vollkommen. Aber wir hatten es nie nötig, eine Mauer aufzubauen, um unsere Leute bei uns zu halten und sie daran zu hindern, woanders hinzugehen.

Ich möchte Ihnen im Namen der Bevölkerung der Vereinigten Staaten, die viele tausend Kilometer von Ihnen entfernt lebt, auf der anderen Seite des Atlantiks, sagen, dass meine amerikanischen Mitbürger stolz, sehr stolz darauf sind, mit Ihnen zusammen selbst aus der Entfernung die Geschichte der letzten 18 Jahre teilen zu können. Denn ich weiß nicht, dass jemals eine Stadt 18 Jahre lang belagert wurde und dennoch lebt in ungebrochener Vitalität, mit unerschütterlicher Hoffnung, mit der gleichen Stärke und mit der gleichen Entschlossenheit wie heute West Berlin. Die Mauer ist die abscheulichste und stärkste Demonstration für das Versagen des kommunistischen Systems. Die ganze Welt sieht dieses Eingeständnis des Versagens. Wir sind darüber keineswegs glücklich; denn, wie Ihr Regierender Bürgermeister gesagt hat, die Mauer schlägt nicht nur der Geschichte ins Gesicht, sie schlägt der Menschlichkeit ins Gesicht. Durch die Mauer werden Familien getrennt, der Mann von der Frau, der Bruder von der Schwester, und Menschen werden mit Gewalt auseinandergehalten, die zusammen leben wollen.

Was von Berlin gilt, gilt von Deutschland: Ein echter Friede in Europa kann nicht gewährleistet werden, solange jedem vierten Deutschen das Grundrecht einer freien Wahl vorenthalten wird. In 18 Jahren Frieden und der erprobten Verlässlichkeit hat diese Generation der Deutschen sich das Recht verdient, frei zu sein, einschließlich des Rechtes, die Familien und die Nation in dauerhaftem Frieden wiedervereinigt zu sehen, in gutem Willen gegen jedermann.

Sie leben auf einer verteidigten Insel der Freiheit. Aber Ihr Leben ist mit dem des Festlandes verbunden, und deshalb fordere ich Sie zum Schluss auf, den Blick über die Gefahren des Heute hinweg auf die Hoffnung des Morgen zu richten, über die Freiheit dieser Stadt Berlin und über die Freiheit Ihres Landes hinweg auf den Vormarsch der Freiheit überall in der Welt, über die Mauer hinweg auf den Tag des Friedens mit Gerechtigkeit. Die Freiheit ist unteilbar, und wenn auch nur einer versklavt ist, dann sind nicht alle frei. Aber wenn der Tag gekommen sein wird, an dem alle die Freiheit haben und Ihre Stadt und Ihr Land wieder vereint sind, wenn Europa geeint ist und Bestandteil eines friedvollen und zu höchsten Hoffnungen berechtigten Erdteiles, dann, wenn dieser Tag gekommen sein wird, können Sie mit Befriedigung von sich sagen, dass die Berliner und diese Stadt Berlin 20 Jahre die Front gehalten haben.

Alle freien Menschen, wo immer sie leben mögen, sind Bürger dieser Stadt West-Berlin, und deshalb bin ich als freier Mann stolz darauf, sagen zu können: Ich bin ein Berliner.”

Heute kann sich kaum noch jemand vorstellen, was das für eine Zeit Anfang der 1960er Jahre war, weltweit und gerade in Berlin. Am 20. Januar 1961 trat John F. Kennedy sein Amt als Präsident an. Nur 1.036 Tage dauerte seine Amtszeit, in der es um Krieg und Frieden in der Welt ging. 16 Jahre nach Ende des II. Weltkrieges stand der III. Weltkrieg vor der Tür. In diese Zeit fielen „das Scheitern der Invasion Kubas in der Schweinebucht, die fortwährend schwelenden Unruhen in Vietnam und die Verstärkung des militärischen US-Engagements dort, der Bau der Berliner Mauer im August 1961, die Kubakrise im Oktober 1962 um die Stationierung von sowjetischen Atomraketen in der westlichen Hemisphäre.“ Im wikipedia-Eintrag heißt es zu Kennedy lapidar: „Nennenswerte politische Erfolge konnte er wegen der Kürze seiner Amtszeit als Präsident nicht erzielen.“ Nun, da kann man auch anderer Meinung sein. Kennedy hat durch sein entschlossenes Verhalten in der Kuba-Krise möglicherweise einen Krieg verhindert.

Am Bau der Mauer führte 1961 kein Weg vorbei. Die DDR blutete aus, die Menschen verließen das Land scharenweise. Die DDR musste sich einmauern. Augenscheinlich war Berlin eingemauert, in Wirklichkeit aber die DDR. Wie sagte Kennedy in Berlin? „Sie leben auf einer verteidigten Insel der Freiheit. Aber Ihr Leben ist mit dem des Festlandes verbunden.“ Von West-Berlin aus konnte man in alle Welt reisen. Der Radius der Ost-Berliner war hingegen äußerst beschränkt. Niemand, auch nicht Kennedy, wollte im August 1961 einen Krieg wegen West- Berlin riskieren. Die Taktik war eine andere, und sie ist aufgegangen. Abwarten, bis der Kommunismus an sich selbst scheitert. Den Gefallen hat er uns 1989 getan. Diejenigen haben Recht behalten, die immer an die Wiedervereinigung glaubten. 1989 wäre Kennedy 72 Jahre alt gewesen, hätte also den Fall der Mauer noch erleben können. Es wäre für ihn ein Triumpf gewesen.

Zusammenstellung: Ed Koch Quellen: Senatskanzlei, wikipedia, Fotos privat.


 

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