Rund 250 Gäste aus der Politik, der Wirtschaft, des Sport, der Schulen, der Jugendhilfe und des Kulturlebens waren der Einladung in die Gemeinschaftsschule Friedenau gefolgt und trafen sich beim Neujahrsempfang der bündnisgrünen Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg. Zu stimmungsvollen Musikeinlagen des Chores der Friedenauer Gemeinschaftsschule und der Ivy Dixieland-Band, gestärkt dank schmackhaftem Catering, organisiert der Schülerfirmen Schlemmerburg der Friedenauer Gemeinschaftsschule (Nachtischbüffet), Fairtrade Koch AG der Gustav-Langenscheidt-Schule (Fairtrade-Suppen) sowie der Prignitzeria der Prignitz-Schule (deftiges und süßes Fingerfood), gab es da am Freitagabend bis in die Nacht hinein anregende Gespräche über alle möglichen politischen Differenzen hinweg.
NJE 0218 1Foto Bündnis 90 / Die Grünen
Gekommen waren schließlich nicht nur die grüne Bundestagsabgeordnete Renate Künast, grüne Mitglieder des Berliner Abgeordnetenhauses oder anderer Bezirksverordnetenversammlungen. Auch wenn der grüne BVV-Fraktionsvorsitzende Rainer Penk in seiner Begrüßungsansprache seinem sozialdemokratischen Kollegen Jan Rauchfuß ausdrücklich seinen Dank für die gute Zusammenarbeit in der rotgrünen Zählgemeinschaft ausgesprochen hatte, so waren die Gäste aus den anderen demokratischen Parteien CDU, Linke und FDP nicht minder willkommen und der Einladung gefolgt.

Stark vertreten war auch der Berliner sowie der Tempelhof-Schöneberger Sport wie unter anderem neben dem Vorstand des FC Internationale auch Vertreter des TSV Marienfelde, der BSV Friesen und vom Olympischen Sportbund, um nur einige zu nennen. Nicht fehlen durften natürlich die Repräsentanten des Tempelhof-Schöneberger Kulturlebens etwa von den Theatern Morgenstern und Strahl, der Kirchengemeinden, der Unternehmensnetzwerke, der Träger der Freien Jugendhilfe, der sozialpolitischen Organisationen und Verbände sowie der örtlichen Bürgerinitiativen. Besonders erfreulich für Martina Zander-Rade, die grüne parlamentarische Fraktionsgeschäftsführerin und schulpolitische Sprecherin: die zahlreichen Vertreter der Tempelhof-Schöneberger Schulen, nicht nur in Person der Direktorinnen und Direktoren, sondern vor allem der Schülerinnen und Schüler sowie die zahlreichen Vertreter des Kinder- und Jugendparlaments.
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Archivfoto Thomas Moser: lks Rainer Penk mit Wolfgang Spranger vom Volkspark Lichtenrade beim DLRG-Schöneberg-Neujahrsempfang 2018
Fraktionsvorsitzender Rainer Penk zieht als politisches Fazit des Abends: „Der Neujahrsempfang zeigte deutlich, dass unsere grüne BVV-Fraktion in der Mitte der Gesellschaft agiert, sie als gestaltende Kraft und als zuverlässiger Partner auch von denen anerkannt wird, die unsere politischen Vorstellungen nicht unbedingt immer teilen.“

Quelle: Bündnis 90 / Die Grünen


 

Zwischenzeitlich war der Platz im MedienPoint Tempelhof ausgeschöpft. Nichts ging mehr in dem kleinen Laden. Es konnten keine neuen Bücher angenommen werden. Da die Nachfrage jedoch sehr groß ist, haben sich jetzt die Reihen in den Regalen wieder etwas gelichtet, so dass Nachschub willkommen ist.
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Archivfoto mit Henning Hamann vor dem MedienPoint
Auf eines weist Henning Hamann aus leidvoller Erfahrung hin: Bitte nur Bücher abgeben, die sich noch in einem guten Zustand befinden. Bücher, die ewig im Keller lagen und deren Seiten schon angeschimmelt sind oder herausfallen, sollte man selbst entsorgen. „Leider brauchen wir jeden Monat einen Papiercontainer, in dem wir die Bücher werfen, die man beim besten Willen niemand mehr anbieten kann. Das ist für uns bei unserem schmalen Budget sehr teuer“, sagt Henning Hamann. „Gegenwärtig sammeln wir nicht nur Bücher, die man sich im MedienPoint abholen kann, sondern auch schon für das Spielfest am 30. Juni und 1. Juli im Volkspark Mariendorf“, ergänz Hamann. Und dafür werden vor allem Kinder- und Jugendbücher gesucht.

Bis zu drei Bücher können Interessenten pro Tag aus einem MedienPoint kostenlos mitnehmen. Den MedienPoint in Neu-Tempelhof gibt es nicht mehr, dafür aber den in der Tempelhofer Werderstraße 13. Und dieser ist von Montag bis Freitag zwischen 11 und 17 Uhr geöffnet – bis auf eine Pause am Mittwoch von 13.30 bis 14.30 Uhr.
Der Erfolgskurs des Tempelhofer MedienPoint, der vom KulturRing in Berlin e.V. getragen wird, hält an. Seit Eröffnung des MedienPoints Tempelhof im Jahre 2008 haben den kleinen Laden rund 135.000 Menschen besucht, die über 75.000 Medien mitnahmen. Der MedienPoint ist mehr als nur eine Bücherstube. Bekannt sind auch seine vielen Ausstellungen und Veranstaltungen zu allen möglichen Themen. Im Augenblick ist das Schaufenster anlässlich des 110. Geburtstages von Wilhelm Busch dekoriert.

Auszug aus PaperPress/Ed Koch


 

… und Räucherware hält länger…


Einer der frühesten Neujahrsempfänge für Freunde, Förderer, Unterstützer und bezirklicher Prominenz findet immer beim umtriebigen DLRG Bezirk Schöneberg statt. Pressesprecher Thomas Schüler und seine Kolleginnen und Kollegen in den roten Jacken empfingen sehr freundlich die Gäste.
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In diesem Jahr gab sich der Vorsitzende der Landessportjugend Stefan Sambill die Ehre. Aber auch der Bezirk war gut vertreten.

Thomas Schüler "Mr.DLRG" im Gespräch mit Ed Koch von PaperPress (lks) und Angelika Schöttler und Rainer Penk
Neben verschiedenen Bezirksverordneten kam gerne die Bezirksbürgermeisterin von Tempelhof-Schöneberg Angelika Schöttler (SPD) und der Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen Rainer Penk, mit dem sich auch vertieft der Vorsitzende vom Volksparkverein Lichtenrade, Wolfgang Spranger, unterhielt.


Rainer Penk und Wolfgang Spranger
Am Feuer wärmte sich auch der Linke Abgeordnete Philipp Bertram, der FDP Fraktionsvorsitzende Reinhard Frede, die SPD-Bezirksverordnete Ingrid Kühnemann und ihre Kollegin von der CDU Monika Waldt. Der frühere BVV-Vorsteher und DLRG-Mitglied Rainer Kotecki war auch dabei.
Bei Grillwürstchen, Suppe, Kuchen, Glühwein und Kaffee wurde das Jahr gemütlich gestartet. Der DLRG Bezirk Schöneberg hat den Sitz am Priesterweg 8, etwas versteckt zwischen dem Möbelhaus am Sachsendamm und, wie es sich für die Lebensretter gehört, direkt hinter der Schwimmhalle Schöneberg. Beim traditionellen Neujahrsempfang ist der Hof immer gut zu finden, da sich die Rauchschwaden vom Grill und von den Feuerschalen gut verteilt haben. Die Besucherinnen und Besucher haben so den rauchigen Geruch noch einige Zeit in der Kleidung und in der Nase. Dieses Gefühl beziehungsweise die rauchige Duftnote gehören einfach dazu.

An der Feuerschale und im Bungalow konnte mit den vielen Vernetzungspartner locker geplaudert werden und über die anstehenden Projekte informiert werden. Neben der Wasserrettung ist die DLRG-Schöneberg auch besonders aktiv in der Schwimmausbildung von Kindern und Jugendlichen. Hier macht schwimmen auch Spaß!

Die Deutsche Lebens-Rettungsgesellschaft, kurz DLRG, hat schon viele Leben gerettet. Im Landesverband Berlin gibt es den sehr aktiven Bezirk Schöneberg, der mit vielen tausend Stunden Jahr für Jahr eine sehr wichtige ehrenamtliche Arbeit leistet.

Neben dem Einsatz von vielen Rettungsschwimmern in den Wasserrettungsstationen ist ein weiterer Schwerpunkt die Schwimm- und Rettungsschwimmausbildung, die von über 30 Ausbilderinnen und Ausbilder durchgeführt wird. In Schöneberg finden die verschiedensten Schwimmausbildungen immer am Freitag in der Sport- und Lehrschwimmhalle am Sachsendamm statt. Hier wird präventiv dafür gesorgt, dass Notfalleinsätze im Zusammenhang mit Wasser möglichst vermieden werden. Neben der praktischen Ausbildung finden theoretische Unterweisungen statt. Es werden auch Erste-Hilfe-Kurse angeboten.


Neben den praktischen Aufgabenfeldern präsentiert sich die DLRG immer wieder bei öffentlichen Veranstaltungen, zum Beispiel seit Jahren auch beim Spielfest im Stadion vom Volkspark Mariendorf, das gleichzeitig mit dem Rocktreff vom Jugendamt veranstaltet wird.

Die Schöneberger DLRG-Bezirksgruppe ist eine sehr aktive Gruppe, die sich in der Kinder- und Jugendarbeit besonders auszeichnet. Und so ganz nebenbei waren sie auch wieder ein sehr sympathischer Gastgeber beim ersten bezirklichen Neujahrsempfang.

Nach über 100 Jahren DLRG in Berlin, mit circa 1.300 Mitgliedern allein in Schöneberg, ist man noch längst nicht in die Jahre gekommen und wird bei diesem engagierten ehrenamtlichen Einsatz sicher auch nicht untergehen! Danke und viel Erfolg für die ehrenamtliche Arbeit!

Thomas Moser

Weitere Infos: https://schoeneberg.dlrg.de


 

Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler unterstützt Forderungen des Betriebsrats von General Electric und der IG Metall

Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler wird gemeinsam mit dem Betriebsrat von GE (General Electric) und der IG Metall für den Erhalt der 500 vom Wegfall bedrohten Arbeitsplätze am Standort Marienfelde kämpfen.

„Kurz vor Weihnachten ereilt uns die Nachricht vom geplanten massiven Stellenabbau GE’s in Berlin und hier vor allem an unserem Standort Marienfelde. Gar nicht so lange her, haben wir hier noch die Millioneninvestition für das neue Schulungszentrum gefeiert und nun erfolgt dieser massive Einschnitt in den Standort. Das passt nicht zusammen und vor allem hat uns diese Nachricht so unvorbereitet ereilt“, so Schöttler.

„Für die betroffene Belegschaft ist das eine sehr beunruhigende Entwicklung und ich möchte mir in den nun folgenden Gesprächen mit dem Betriebsrat, der Belegschaft und der IG Metall zunächst einen Überblick über die Situation verschaffen“, so Schöttler weiter.

Die Geschäftsführung von GE hat den Beschäftigten heute ihre Pläne zum Stellenabbau bei GE in Europa präsentiert. In Berlin soll die komplette Fertigung bei GE Power Conversion in Marienfelde geschlossen werden. Damit könnten bis zu 500 der 650 Beschäftigten in Marienfelde ihren Arbeitsplatz verlieren.

Der Bezirk Tempelhof-Schöneberg ist einer der wenigen noch vorhandenen Industriestandorte in Berlin. Mit dem Wegfall so vieler Arbeitsplätze in der industriellen Produktion wird dieser wichtige Arbeitsmarkt deutlich geschwächt. Ziel in Berlin ist es, die industriellen Arbeitsplätze zu erhalten und zurückzuholen.


 

Spendenübergabe am 07.12.2017

Wie bereits in den vergangenen Jahren präsentierte sich der Verein der Unternehmer-Initiative Tempelhofer Damm auch in diesem Jahr mit einem eigenen Informationsstand auf dem von der STADT UND LAND Wohnbautengesellschaft mbH organisierten „Festival der Riesendrachen“ auf dem Tempelhofer Feld. Dank der vielen tausend Besucherinnen und Besucher auf der Veranstaltung konnte die traditionelle Spendenaktion wieder in der Vorweihnachtszeit am Tempelhofer Damm realisiert werden und ein wichtiger lokaler Akteur, mit hohem sozialem Engagement, erneut finanziell unterstützt werden.
Spendenuebergabe 2017 Viviantes Hospiz Tempelhof
Stellvertretend für alle Unterstützerinnen und Unterstützer überreichte der Vorstand der UnternehmerInitiative Tempelhofer Damm, Andrea Jensch,  Robert Hahn sowie Tobias Mette die auf dem Festival gesammelte Spendensumme i. H. v. 500,00 EUR an die Geschäftsführung des Vivantes Hospiz Tempelhof, Dr. Eibo Krahmer sowie die Hospiz- und Pflegedienstleitung Susanne Lemoine und Michaela Schulze.
"Ich bedanke mich, selbstverständlich auch im Namen aller Patientinnen und Patienten wie auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Vivantes Hospiz Tempelhof, bei allen Unterstützerinnen und Unterstützern! Das erneute Engagement der Unternehmer-Initiative Tempelhofer Damm für unser Haus ehrt uns sehr und zeigt, was man gemeinsam möglich machen kann. Die erfahrene Wertschätzung für unsere Arbeit ist grandios und gibt uns Kraft und Motivation für unsere tägliche Arbeit, um unseren Hospizpatienten die bestmögliche Versorgung zukommen zu lassen", erklärt Dr. Eibo Krahmer. "Wir sind sehr stolz, dass wir durch unsere gemeinsame, aktive Vereinsarbeit auch in diesem Jahr wieder diesen Betrag spenden können und freuen uns, dass das Vivantes Hospiz Tempelhof als Nachbar des Tempelhofer Damms wahrgenommen und zunehmend bekannter wird. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die vielen ehrenamtlich engagierten Personen leistet für die betroffenen Patienten eine enorm wichtige Arbeit mit Herz und Gefühl und das direkt vor unserer Haustür", so Tobias Mette. Bereits in den Vorjahren übergab der Verein eine ähnlich hohe Summe von rund 500 Euro.
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Der Verein der Unternehmer-Initiative Tempelhofer Damm ist ein Zusammenschluss mehrerer Geschäftsleute, Anwohner, Eigentümer und Dienstleister am Gewerbe- und Wohnstandort am Tempelhofer Damm zwischen den Straßenabschnitten des Tempelhofer Feldes und dem Ullsteinhaus. Das Netzwerk verfolgt das Ziel, die Attraktivität des Te-Damms sowohl für die Wirtschaft, als auch für das Leben, Arbeiten und Lernen in Tempelhof zu erhöhen.

Das Vivantes Hospiz, gelegen auf dem parkartigen Gelände des Wenckebach-Klinikum in Berlin-Tempelhof, ist eine stationäre Einrichtung für Menschen, die aufgrund einer aussichtslosen Erkrankung nur noch eine geringe Lebenserwartung haben. Ihnen bietet das Vivantes Hospiz-Team nicht allein beste pflegerische, medizinische und therapeutische Versorgung, sondern menschliche Begleitung durch Zuwendung und Gespräch an. Sie gilt dem Sterbenskranken ebenso wie seinen Angehörigen. Achtsamkeit, Respekt und Herzenswärme bilden die Grundlage der Arbeit aller Hospizmitarbeiter. Ziel und Schwerpunkt der hospizlichen Versorgung bestehen einerseits in der Linderung aller belastenden körperlichen Symptome des Schwerkranken, andererseits in der Erfüllung seiner psychosozialen, religiösen oder spirituellen Bedürfnisse.


 

Es ist inzwischen zu einer guten Tradition geworden, dass der Nikolaus an seinem Ehrentag, dem 6. Dezember, im Tempelhofer MedienPoint in der Werderstraße 13 vorbeischaut.
nikolausi 2017 MedienPoint Tempelhof ed koch 1
Aber auch für den Nikolaus gilt „Ohne Moos nix los!“ Die zahlreichen Kinder, in diesem Jahr kamen ….. vorbei, erhofften sich natürlich vom Nikolaus ein paar Süßigkeiten und die beliebte Souvenir-Zipfelmütze. Um das möglich zu machen, hat die Bezirksverordnetenversammlung von Tempelhof-Schöneberg das notwendige Geld zur Verfügung gestellt.

Foto v.lks.n.re: Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler, Nikolaus Harald Dittmeyer, Bärlin Biker Thomas Schüler, die stellvertr. CDU Fraktionsvorsitzende Petra Dittmeyer, Kulturring Koordinator Reno Döring, MedienPoint Tempelhof Chef Henning Hamann, Kulturring Geschäftsführer Ingo Knechtel und Bärlin Biker Sandra Schüler
Und so konnten sich neben den Kindern auch Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler und die ehemalige BVV-Vorsteherin Petra Dittmeyer über die gelungene Party freuen.

Die drei Macher vom MedienPoint Tempelhof: Koordinator Reno Döring, Frontmann Henning Hamann und Kulturring Geschäftsführer Ingo Knechtel
Voll des Lobes und des Dankes für die Bezirksparlamentarier zeigten sich der Geschäftsführer des KulturRing in Berlin e.V., Ingo Knechtel, und Henning Hamann mit seinem Team vom Tempelhofer MedienPoint.

Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler könnte auch gut Nikolausi-Frau sein...

Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler, Margrit Zauner, Henning Hamann, paperpress Herausgeber und MedienPoint Unterstützer Ed Koch und vom MedienPoint Team Susanne Banier, Dyna Häcke und Randy Herrmann
Bereits ein paar Tage zuvor statteten Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler und Margrit Zauner dem MedienPoint einen Besuch ab. Auch sie kamen nicht mit leeren Händen, sondern mit vielen Tüten voller Bücher, teilweise noch original verschweißt. Das MedienPoint-Team machte sich sofort über die Bücher her und stellte sie themenorientiert in die Schränke. Jetzt können sich Bücherfreunde darunter einige aussuchen, um sie in der hoffentlich warmen Stube in Ruhe lesen zu können, bei abgeschaltetem Handy und Fernseher.
Bericht und Fotos Ed Koch
Eine traurige Nachricht am Rande:
Wir (PaperPress und natürlich auch wir von der Lichtenrader Internetzeitung) haben in unseren Newslettern sehr oft über den MedienPoint in der Tempelhofer Werderstraße 13 berichtet. Das werden wir auch weiterhin tun, weil dieser Treffpunkt des KulturRing in Berlin e.V. exemplarisch für gutes Leben im Kiez steht. Der MedienPoint ist mehr als eine Bücherstube, wo man gelesene Werke abgeben und dafür andere mitnehmen kann.

Eine Besonderheit des MedienPoints war sechs Jahre lang die Herausgabe einer kleinen, aber sehr feinen Zeitschrift mit dem passenden Namen Werdi-Newsletter. Henning Hamann, der den MedienPoint ehrenamtlich leitet, hat den Newsletter monatlich herausgegeben, und zwar 71-mal. paperpress hat dieses Projekt von Anfang an unterstützt und für die Herstellung der Druckausgabe gesorgt.

Leider ist jetzt im Dezember die letzte Ausgabe erschienen. Das liegt nicht an dem engagierten Redaktions-Team, erst recht nicht an paperpress, ist aber der leider angeschlagenen Gesundheit Henning Hamanns geschuldet. Im MedienPoint wird Henning Hamann, so lange es geht, weitermachen.

Wir wünschen ihm für sein außergewöhnliches Engagement alles Gute.


 


 

Diesmal ging es beim Thema Dresdner Bahn nicht ausschließlich um Lichtenrade, denn der erste Bauabschnitt startet bereits Ostern 2018 nördlich von Lichtenrade am Bahnübergang Säntisstraße.

Nach Fertigstellung wird die Bahn nach Dresden, Cottbus, Zossen, schnell nach München und auch zum eines Tages sicherlich fertiggestellten BER-Flughafen fahren. Mit 160 Km/h durch Berlin und 200 Stundenkilometer außerhalb der Stadt werden die Züge rollen. Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes vom 29. Juni 2017 hat die Klagen der Anwohner und der „Bundesvereinigung gegen Schienenlärm“, die für die Bürgerinitiative Dresdner Bahn geklagt hat, abgewiesen und damit den Beginn der Baumaßnahmen ermöglicht. Nach den jetzigen Berechnungen geht man von bis zu 600 Zugbewegungen täglich aus, wobei sich viele auf die S-Bahn beziehen. Acht Güterzüge sind auch eingeplant.
dresdner Bahn selux bauabschnitt1 Graf 1
Der Mariendorfer Abgeordnete und CDU-Fraktionsvorsitzende Florian Graf (MdA-Foto lks.) lud den von der Bahn zuständigen Projektleiter Holger Ludewig (Foto Mitte) ein, damit Anwohnerinnen und Anwohner und auch er selbst sich über die Planungsschritte für den sogenannten Abschnitt 1 informieren konnten. Zusammen mit Benjamin Döring (Foto re.), auch von der DB Netz, stand er bei den vielen Nachfragen Rede und Antwort.

Gastgeber der Veranstaltung war die Licht und Leuchten-Firma Selux in der Motzener Straße im Industriegebiet Marienfelde. Der große Saal war bis zum letzten Platz besetzt. Gut 200 Gäste kamen, wobei die Entwicklung der Bahn auch für die Firmen rund um die Motzener Straße interessant und wichtig ist.

Die Bauarbeiten, die zurzeit laufen, beziehen sich auf Vegetationsbeseitigungen und notwendige Erneuerungen bei der S-Bahnstellwerkstechnik. Von Januar bis März 2018 wird dann ein Fußgängerüberweg an der Säntisstraße errichtet, damit zum Zeitpunkt der Schließung des Bahnübergangs im April 2018 zumindest Fußgänger diesen Bereich queren können. Nach vielen vorbereitenden Arbeiten ist der Baubeginn der Eisenbahnüberführung dann ab Juli 2018 beplant. Während der Bauphase bis Mai 2021 wird der Bahnübergang Buckower Chaussee als alternative Umfahrung erhalten bleiben. Der Neubau der Straßenunterführung und des Bahnhofs Lichtenrade wird im Frühjahr 2020 starten und bis 2022 dauern, wobei der Pfarrer-Lütkehaus-Platz schon einige Zeit vorher für die Baulogistik benötigt werden wird. Nach der jetzigen Planung will man 2025 mit dem Bau der Dresdner Bahn fertig sein.

Während der gesamten Bauzeit der Dresdner Bahn wird grundsätzlich der S-Bahnverkehr aufrecht erhalten bleiben. Dafür werden jedoch auch Nachtarbeiten an bestimmten Abschnitten notwendig werden, wobei die Hauptarbeiten tagsüber stattfinden sollen. Die temporären Totalsperrungen der S-Bahn beziehen sich in der Regel auf die Abends-/ und Nachtzeiten und werden 2018 besonders den Bereich Lichtenrade-Blankenfelde betreffen.

Zuerst will man möglichst schon Lärmschutzwände setzen, damit während der Bauphase der Lärm möglichst eingeschränkt wird. Die Lärmschutzwände sollen eine abgestufte Färbung und teilweise Begrünung erhalten. Holger Ludewig macht jedoch auch klar, dass der Bau „nicht komplett ohne Geräusche“ ablaufen wird. Besonders laut werden sicher die Schotterungen für die Gleise sein und auch das notwendige Einrammen der Oberleitungsmasten.

Zur weiteren Terminplanung ist zu sagen, dass es zu Einschränkungen ab 2020 an der Attilastraße (Bau einer weiteren Bahnbrücke) kommen wird. Ebenfalls wird ab 2020 an der Großbeerenstraße (totaler Neubau der noch nicht so alten Brückenanlage) gebaut.

In einem gesonderten Projekt soll zeitgleich ein neuer S-Bahn-Haltepunkt Marienfelde mit besseren Zugangsmöglichkeiten entstehen.

Ab 2022 wird eine zusätzliche Brücke am Schichauweg (beginnend 2019 mit dem Leitungsbau) gebaut. Die Schließung des Übergangs Buckower Chaussee wird nach Baufertigstellung der Säntisstraße erfolgen. An der Buckower Chaussee wird als einziges Brückenbauwerk auf der Strecke die Straße über die Bahngleise geführt werden. Für diesen Bauabschnitt wird dann mit größeren Einschränkungen für den Autoverkehr gerechnet.

Die Nachfragen bei dieser für die Betroffenen sehr wichtigen Veranstaltung bezogen sich auch auf einige Randbereiche, die aber ebenfalls für Aufregung sorgten. So wird es den jetzigen illegalen Trampelpfad auf dem Bahngelände zwischen Säntisstraße und Buckower Chaussee nicht mehr geben.

Da jedoch diese Strecke gerne als Abkürzung genutzt wird, wird Florian Graf die Anregung eines neuen Weges beim Senat einbringen. Auch wird es den jetzigen P&R-Parkplatz an der Buckower Chaussee nicht mehr geben.

Der schon seit längerer Zeit vom UnternehmensNetzwerk Motzener Straße geforderte Regionalbahnhalt an der Buckower Chaussee ist in den jetzigen Planungen nicht enthalten. Florian Graf unterstützt diesen Halt sehr, zumal dann auch die Bürger aus dem Süden einen schnelleren Anschluss zum neuen Flughafen hätten. Die Forderung wird Florian Graf auch mit ins Abgeordnetenhaus nehmen, weil das Land Berlin der Auftraggeber und sicherlich auch ein Finanzierer eines solchen Projektes wäre. Baulich wäre dieser Regionalbahnhalt nach Aussage von Holger Ludewig möglich. Bereits an anderer Stelle äußerte sich die Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler positiv zu dieser Überlegung.

Die Zielgruppe dieser Veranstaltung waren Marienfelder und Mariendorfer, die gerne diese Informationen angenommen haben.

Thomas Moser (auch Fotos)

Weitere Informationen:

Infopunkt auf den Bahnsteig in Lichtenrade: dienstags zwischen 14 und 18 Uhr

Website der Bahn: www.dresdnerbahn.de

Website der BI-Dresdner Bahn – Lichtenrade http://www.dresdner-bahn.de/


 

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