12. und 13.10.2019: Große Historische Modelleisenbahnausstellung Berlin 2019 in der Gustav-Heinemann-Oberschule

Elektrische S-Bahnen und Hoch- und Untergrundbahnen Berlin Potsdamer Platz 1929/1939

Im Herbst 2019, wieder mitten in den Herbstferien, werden sich die Freunde alter Bahnen in Berlin-Marienfelde treffen, um eine große historische Modelleisenbahnausstellung zu veranstalten. Und alle Fans sind eingeladen!

Erneut wird das Modelleisenbahnfest wieder mit internationaler Beteiligung durchgeführt. Veranstalter sind die TRIX Freunde Berlin zusammen mit der Gustav-Heinemann-Oberschule. Neben TRIX-Bahnen werden jedoch die vielfältigsten historischen Eisenbahnen und Spielzeuge in den unterschiedlichsten Ausführungen präsentiert. An über 50 Stationen gibt es Eisenbahnvergnügen und auch viele geschichtliche Hintergrundinformationen.

Die Gustav-Heinemann-Oberschule ist gerne Gastgeber, denn viele Schüler sind trotz Computer nach wie vor verrückt nach Modellbahn. Die große Modulanlage der Berliner Stadtbahn, in über 35 Jahren von der Modellbahn-Arbeitsgemeinschaft der gastgebenden Schule gebaut, wird wieder im Foyer und im Zentrum der Ausstellung stehen und Jung und Alt begeistern.

Diese Anlage hat die Berliner Stadtbahn zum Vorbild und zeigt üblicherweise einen dichten Verkehr mit modernen ICE-, EC- und RE-Zügen sowie S-Bahnen.

Es werden aber, passend zur historischen Modellbahnausstellung, vor allem ältere Züge aus der 1950er bis 1980er Jahren fahren.


Mit inzwischen über 50 Stationen hat sich die historische Modellbahn-Veranstaltung zu einer der größten Ausstellungen historischer Modellbahnen in Deutschland entwickelt. Aussteller aus England, aus den Niederlanden, aus Frankreich, aus Österreich und aus der Schweiz sind eingeladen, die zu diesem Thema viel zu zeigen haben.

Die Besucher können sich wieder über viel Eisenbahn und Fahrspaß der ganz besonderen Art freuen! ToM

Zum diesjährigen Thema einige Hintergründe:

Elektrische S-Bahnen und Hoch- und Untergrundbahnen sowie der Potsdamer Platz 1929/1939 sind die Schwerpunktthemen der diesjährigen Historischen Modellbahnausstellung in Berlin.

Im Jahr 1929 wurden in Berlin unter Ernst Reuter die bislang eigenständigen Gesellschaften von Hoch- und Untergrundbahnen, Straßenbahnen und Autobuslinien in eine gemeinsame städtische Aktiengesellschaft, die BVG, zusammengeführt. Dies war eine wesentliche Voraussetzung für eine abgestimmte Nahverkehrsplanung und die Einführung eines Gemeinschaftstarifs mit Umsteigeberechtigung.

Der Bau der neuen Nordsüd-S-Bahn war technisch sehr anspruchsvoll und wurde trotzdem in nur wenigen Jahren fertiggestellt. Drei Untergrundbahnen und zwei Wasserläufe waren zu kreuzen. In vielen Abschnitten führte die Tunnelstrecke dicht an den Fundamenten der Häuser vorbei. Einige Häuser mussten sogar aufwändig unterfahren oder gar abgerissen werden. Nur mit engsten Kurvenradien, hohen Steigungen und einem besonders niedrigen Lichtraumprofil konnte eine realisierbare Trassierung festgelegt werden. Ein erster Abschnitt wurde im Juli 1936 vom Stettiner Bahnhof im Norden bis zum Bahnhof Unter den Linden zur Eröffnung der Olympischen Spiele in Betrieb genommen.
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Nachbau: Der Verkehr am Potsdamer Platz (Foto TRIX-Freunde Berlin)
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Ein Modell vom Verkehrsturm (Foto TRIX-Freunde Berlin)
Die Bauarbeiten am zweiten, südlichen Abschnitt der Nordsüd-S-Bahn waren teilweise bereits 1934 angelaufen, insbesondere die Unterfahrung des Landwehrkanals. An den zentralen Plätzen wie dem Potsdamer Platz und dem Askanischen Platz vor dem Anhalter Bahnhof erfolgten zunächst nur Bauvorbereitungen wie Leitungsverlegungen und das Einrammen der Baugrubeneinfassungsträger. Nach dem Ende der Olympischen Sommerspiele 1936 setzten die Arbeiten  auch im Südabschnitt im vollen Umfang ein.

Besonders aufwändig gestaltete sich der Bau des unterirdischen S-Bahnhofs Potsdamer Platz. Aufgrund der hohen Verkehrsbedeutung war hier ein viergleisiger Bahnhof mit breiten Bahnsteigen und drei Fußgängerverteilerebenen geplant.

https://trixstadt.de

Samstag 12.10.2019 von 10:00 bis 18:00 Uhr und Sonntag 13.10.2019 von 10:00 bis 17:00 Uhr in der Gustav-Heinemann-Oberschule Waldsassener Straße 62 in 12279 Berlin-Marienfelde Für Verpflegung und Getränke wird gesorgt.

Eintritt:

- Erwachsener 4,50 Euro

- Ermäßigt 2,00 Euro

- Familien 9,00 Euro

Flyer hist ausstellung modellbahn 2019

BERICHT vom letzten Jahr: https://www.lichtenrade-berlin.de/24-blog/blog2017/1278-ein-traum-fuer-modelleisenbahner-die-historische-modellbahn-ausstellung-berlin-2018-war-wieder-ein-grosser-erfolg


 


„Kiez Keule in Space“ BrewDog schickt Gewinner der deutschen Prototypen-Challenge ins Weltall

▪ Dieser Launch am vergangenen Wochenende war einer der Höhepunkte des ersten AGM (Annual General Mayhem) im Dog Tap Berlin, BrewDogs neuer Heimat in Deutschland
▪ Kiez Keule – das erste Dortmunder im Weltall ist inzwischen wohlbehalten zurück auf der Erde angekommen
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Berlin, 9. September 2019  Das erste AGM (Annual General Mayhem) in BrewDogs neuem Zuhause in Deutschland, DogTap Berlin, war ein Riesenerfolg: Über 2.000 ausgelassene Gäste, 8 Bands, großartiges Essen und eine riesige Auswahl Biere von BrewDog und Gastbrauereien u.a. von Fierce Beer, Brlo, Fuerst Wiacek oder der Amundsen Bryggeri machten die Jahreshauptversammlung der Anteilseigner, BrewDog‘s Equity Punks, zu einem rauschenden Fest.
Eines der absoluten Highlights war jedoch der luftige Launch des „BrewDog Space Beers“. Um die Eröffnung von Dog Tap Berlin und die große deutsche Biertradition zu feiern, braute BrewDog im August drei typisch deutsche Bierstile mit einem ganz besonderen BrewDog Twist: Ein Zwickel, eine Berliner Weisse mit Himbeeren und ein Dry-Hopped Dortmunder. Die BrewDog Community konnte dann mitentscheiden, welches Bier auch weiterhin in Berlin gebraut werden sollte und welchen Namen es bekommt.
Der Sieger der Competition – das Dry-Hopped Dortmunder – mit dem Namen „Kiez Keule“ wurde schließlich zur Feier des Tages ins All geschickt.
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James Watt und Martin Dickie, die beiden Gründer von BrewDog, schickten das Bier gemeinsam mit den Stratonauten (www.stratonauts.org) an einem Wetterballon in die unendlichen Weiten:
▪ Kiez Keule flog über 33.000 Meter hoch, dreimal höher als eine Boeing 747
▪ Es hat 55 Grad aushalten müssen – viel kälter als am Nordpol
▪ Und es war über 170 km/h schnell: Auf dem Weg zurück zur Erde
▪ Verbraucht hat Kiez Keule 7,2 m3 Helium – das entspricht etwa 20,000 Flaschen Bier
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Nach etwas mehr zwei Stunden wurde es wiedergefunden. In Eberswalde, 65 Kilometer nördlich von Berlin entfernt. Großer Dank geht an die Freiwillige Feuerwehr Finow, die den Stratonauten half, die Luftfracht von einem Hausdach zu bergen. Die Feuerwache bekommt in den nächsten Tagen eine Ladung Bier als Dankeschön.
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James Watt, Mitgründer und Captain von BrewDog ergänzt: „Für uns bei BrewDog geht es immer auch darum neue Grenzen auszutesten, ob es nun neue Bierstile sind oder es darum geht, ein Bier in die Stratosphäre zu schicken. Kiez Keule, unser kaltgehopftes Dortmunder im Weltall, ist unser Liebesbrief in Bier geschrieben, von Brewdog an Deutschland.“
Mehr zur Flugstatistik:
Maximale Höhe: 33.634 Meter Minimale Temperatur: -55 Grad Maximale Höhengeschwindigkeit: 180 km/h Maximale vertikale Geschwindigkeit (Fallgeschwindigkeit): 173 km/h Entfernung am Boden: 65,5 km Flugdauer: 2:06 Stunden Gestartet von: BrewDog Berlin, Marienpark 23, 12107 Berlin - Gelandet in: Eberswalde (https://tinyurl.com/yxswd85f) Heliumverbrauch: 7,2m3 (ca. 20.000 Flaschen Bier)
Das Video zum Flug  https://tinyurl.com/y5ncc7ll
Über BrewDog BrewDog wurde 2007 gegründet, als zwei Männer und ein Hund zu einer Mission aufbrachen, die Craft Beer Welt zu revolutionieren. Ermüdet von der uninspirierenden Bier-Szene in Großbritannien, begannen die beiden Gründer, Martin Dickie und James Watt, als Homebrewer ihr eigenes Bier zu brauen – und ihre Freunde genauso von Craft Beer zu begeistern, wie sie es selbst sind. Heute ist BrewDog Marktführer in Sachen Craft Beer und eine der am schnellsten wachsenden Unternehmen in Großbritannien. BrewDog’s Punk IPA ist das Nummer 1 Craft Bier in Großbritannien. 2010 fand die erste Investitionsrunde der Crowdfunding-Aktion Equity for Punks statt. Eine Initiative, bei der in fünf Runden inzwischen über 67 Millionen Pfund gesammelt wurden – mehr als je in einer Online Crowdfunding Kampagne zuvor. Eine Armee von über 120.000 Equity for Punk-Shareholdern ermöglicht es BrewDog zu wachsen, ohne sich oder seine Ideale ausverkaufen zu müssen. BrewDog exportiert inzwischen Biere in über 60 Länder und betreibt über 90 Bars weltweit sowie Brauereien in Ellon (Schottland), Columbus, Ohio (USA), in Berlin und bald auch in Brisbane (Australien). Für 2020 ist der Bau einer Brauerei in China geplant.

Das ist Dogtap Berlin! 

Der BrewDog DogTap befindet sich im Süden Berlins, auf dem wunderschön restaurierten ehemaligen Gaswerksgelände in Mariendorf. Ein majestätisches rotes Backsteingebäude aus dem Jahr 1901 beherbergt die Brauerei samt Restaurant, umgeben von einem traumhaften Biergarten.

Hier wird das komplette BrewDog Menü, von Burgern über Chicken Wings bis Pizza angeboten. Das Besondere: Nur hier in Mariendorf gibt es zusätzlich eine grandiose Auswahl an Hauptgerichten on top, zum Beispiel das „Chicken on a Can“, Strammer Max, Wiener Schnitzel oder das Tomahawk-Steak.

Neben dem leckeren Menü und 60 Bieren vom Zapfhahn gibt es aber noch viel mehr zu entdecken: Zum Beispiel die BrewDog Beer School, ein Bier Museum und Brewkits an denen man selbst brauen kann. Eine Minigolf-Anlage, Flipper, Arcade-Games und Shuffleboards laden zum Verweilen ein. Für die vierbeinigen Freunde gibt es einen Dog Park. Alles in Allem also ein großer Spielplatz – nicht nur für Erwachsene.

  • der DogTap Berlin ist eine Restaurant mit Biergarten und Brauerei und das Zuhause der schottischen Brauerei BrewDog auf dem europäischen Festland
  • Mitten auf dem Gaswerksgelände von Mariendorf gelegen, befinden sich DogTap Berlin und die Brauerei in einem historischen Gebäude von 1901
  • das Gebäude ist ein wahres Schmuckstück, mit dem großen beeindruckenden DogTap (Hauptraum) sowie weiteren Schankräumen, einem Bier Museum und einem sensationellen Biergarten
  • neben einer riesigen Auswahl von 60 Bieren am Hahn, sowie einem großen abwechslungsreichen Menü gibt es auch jede Menge Möglichkeiten hier seine Zeit zu verbringen: von einer Gaming Area mit Flippern und klassischen Arcade-Games, über Shuffleboard-Bahnen bis zur Minigolf-Anlage
  • die Speisen umfassen das bekannte BrewDog Menü mit einer großen Auswahl an Pizza, Burgern und Wings, das Menü ist außerdem bei BrewDog immer zu 50% vegetarisch und zu 25% vegan
  • zusätzlich gibt es auch typische deutsche oder Berliner Gerichte: unter anderem Strammer Max, Currywurst, ein Wurst Trio aber auch Wiener Schnitzel, Steaks inkl. Tomahawk Steak und Fish & Chips
  • an Wochenenden und Feiertagen gibt es ein reichhaltiges Angebot zum Frühstücken und Brunchen vom Warmen Walnuss-Schokoladen Brownie über Hühnchen und Waffeln bis hin zum Apfel IPA Strudel  
  • die Brauerei besteht aus einer 100 Hektoliter-Haupthaus und einer 10 Hektoliter Pilotanlage
  • wer sich gerne selbst einmal am Brauen versuchen möchte, kann dies ebenfalls hier tun: Eines von acht 50-Liter-Brausets steht bereit, um sich am Braukessel auszuprobieren
  • natürlich gibt es auch Brauerei-Touren…
  • Fakten und Zahlen zum Dog Tap Berlin

    Öffnungszeiten

    Die Lobby ist wochentags immer ab 10 Uhr geöffnet, die Öffnungszeiten unten beziehen sich auf den großen Gastraum.

    Montag bis Donnerstag      16:00 - 23:00
    Freitag                                    16:00 - 00:00
    Samstag                                   9:00 - 00:00
    Sonntag                                    9:00 - 22:00

    Zapfhähne:                            60 inklusive 2er Cask Ale Hähne 

    Speisekarte:                          https://bit.ly/2ltpvya

    Kapazität                       
    Restaurant: 750 Sitzplätze
    Biergarten: 450 Sitzplätze

    Größe                    
    Restaurant (innen): 2.500 sqm
    Biergarten: 4.000 sqm

    Adresse:                                Im Marienpark 23, 12107 Berlin
    Reservierungen:                  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
    Website:                               https://www.brewdog.com/eu_de/bars/global/dogtap-berlin/
    Instagram:                            https://www.instagram.com/dogtapberlin/ @dogtapberlin
    Facebook:                             https://www.facebook.com/DogTapBerlin/


www.brewdog.com | www.facebook.com/brewdogdeutschland | www.instagram.com/dogtapberlin

Fotos BrewDog


 


70 Jahre Ende der Berliner Luftbrücke

Das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg lud zum 2. September 2019 alle „Luftbrücken-Kinder“ und Geschichtsinteressierte zu einem Zeitsprung in die Berliner Geschichte ein. Nach einem Grußwort der Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler informierte Hans-Ulrich Schulz in einem reichlich mit Fotos, Dokumenten und Postkarten bestückten einstündigen Vortrag über viele Hintergründe, die teilweise so noch nicht bekannt waren. Dazu wird auf den Link siehe unten in der Lichtenrader Internetzeitung nochmal ausdrücklich verwiesen. Der Saal war gut gefüllt. Einige Zeitzeugen steuerten ihre Erinnerungen bei. Aber auch jüngere Menschen waren anwesend, Schülerinnen und Schüler der Gail-Halvorsen-Schule.
Ed Koch berichtete in einer paperpress-Newsletterausgabe, die hier teilweise abgedruckt wird.
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paperpress Newsletter vom 3.9.2019 (Auszüge)

Die Luftbrücke als Folge des Zweiten Weltkriegs
Zu den Folgen des Zweiten Weltkrieges gehörte die Teilung Deutschland. Es stimmt versöhnlich, dass ausgerechnet der letzte Machthaber der Sowjetunion, Michail Gorbatschow einen wesentlichen Beitrag zur Wiedervereinigung Deutschland leistete. Darauf konnte man aber 1948 noch nicht hoffen, als Stalin Berlin insolierte und alle Zugangswege sperrte. Bis auf die Luftkorridore, auf die sich die Al-liierten schon vorher verständigt hatten. Die Blockade Berlins vom Juni 1948 bis Mai 1949 war der Versuch der Sowjetunion, Deutschland noch einmal neu zu sortieren. Die Westalliierten hätten auch entnervt Berlin aufgeben können. Dem Freiheitsgedan-ken der Amerikaner ist es im Wesentlichen zu verdanken, dass dieser Plan Stalins nicht aufging.
Über die Blockade und Luftbrücke glauben wir alles zu wissen und in diesem Jahr hinreichend erfahren zu haben. Das ist ein Irrtum. Hans-Ulrich Schulz beweist das Gegenteil.

Eigentlich ist der 1950 in Mariendorf, also nach dem Ende der Blockade, geborene Hans-Ulrich Schulz „nur“ ein Briefmarkensammler, und das bereits seit seinem achten Lebensjahr. Nicht zum ersten Male beweisen Briefmarken, die auf Postkarten und Briefumschlägen kleben, wie spannend Geschichte sein kann. Hans-Ulrich Schulz ist über seine Leidenschaft des Briefmarkensammelns zu einem anerkannten Heimatforscher geworden. So gibt er zum Beispiel seit Jahren Kalender mit historischen Aufnahmen über seinen Heimatbezirk Tempelhof heraus. Der neueste ist soeben im Verlag Morgana-Edition erschienen – www.morgana-edition.de – 13 Euro.
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Sein Meisterwerk ist jedoch das Buch „Im Zeichen der Luftbrücke“, das im selben Verlag erschienen ist. Am 2. September hielt Hans-Ulrich Schulz im Rathaus Schöneberg einen Vortrag über die Luftbrücke und sein Buch. Gekommen waren vorwiegend ältere Mitbürger, von denen einige die Luftbrücke noch erlebt hatten. Aber auch jüngere Menschen waren anwesend, Schülerinnen und Schüler der Gail-Halvorsen-Schule.

Begrüßt wurden die Gäste durch Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler, die die Veranstaltung einschließlich anschließendem Get-Together ausrichten ließ.

Thomas Moser, wie Hans-Ulrich Schulz, ehrenamtlicher Chronist, beschreibt auf seiner Internetseite das Buch. Die ganze Geschichte unter
https://www.lichtenrade-berlin.de/news/aktuelle-news-internetzeitung/1501-im-zeichen-der-luftbruecke-70-jahre-berliner-geschichte

Trotz der enormen Mengen an Lebensmitteln, Kohle und vielem mehr, immerhin 2,3 Mio. Tonnen in 277.569 Flügen, herrschte in West-Berlin Hunger und Not.

Der Schwarzmarkt blühte und wer die Möglichkeit hatte, besorgte sich etwas aus dem Umland. Nach Ost-Berlin gab es nur noch vier Zugangsstraßen, die natürlich auch von den Sowjets überwacht wurden. Keine Mauer, aber mit Mauersteinen, waren andere Straßen unpassierbar gemacht worden.

Die Luftbrücke war keine Einbahnstraße. Davon profitierten vor allem die Kinder, die zum Aufpäppeln ins freie Deutschland und andere europäische Länder zu Gastfamilien fliegen durften. Auch Aufenthalte in den USA waren möglich.
Man kann es sich kaum vorstellen, aber West-Berlin exportierte auch Waren während der Blockade, zum Beispiel technische Geräte. Dafür wurde ein eigenes Siegel entworfen, das das Wappentier zeigt, wie es die Ketten der Blockade zerreißt und dabei in Richtung Westen blickt. „Kauft vom blockierten Berlin“ hieß die Marketingkampagne. Hans-Ulrich Schulz forscht weiter, noch längst sind nicht alle Geschichten über die Luftbrücke erzählt und aufgeschrieben worden. Die Erinnerung an dieses Ereignis muss wachgehalten werden.

Ed Koch

Weitere Fotoeindrücke aus der Veranstaltung;









Alle Fotos Thomas Moser

 https://www.lichtenrade-berlin.de/news/aktuelle-news-internetzeitung/1501-im-zeichen-der-luftbruecke-70-jahre-berliner-geschichte


 

PIEREG Druckcenter Berlin aus Marienfelde setzt neue Akzente: Aus Leidenschaft zum Druck

Anlass des offenen Hauses war im PIREG Druckcenter Berlin die offizielle Eröffnung des PIEREG Towers. Das Invest für den Anbau betrug rund 2,5 Mio. €.
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Der PIEREG-Tower (links) streckt sich in die Höhe...

Durch den Anbau konnte die Produktionsfläche der Druckerei in der Marienfelder Benzstraße um 450 Quadratmeter erweitert werden. Es wurden 2,5 Millionen Euro investiert, wodurch die 60 Arbeitsplätze des Unternehmens langfristig gesichert werden. In den letzten zehn Jahren hat PieReg in vier Ausbildungsberufen 30 Azubis ausgebildet. Besonders stolz ist das Druckcenter auf sein Umweltkonzept, die FSC-Zertifizierung und die klimaneutrale Druckproduktion.

Die Gäste wurden vom geschäftsführenden Gesellschafter Sven Regen (siehe Foto) und vom Gesellschafter Wolfgang Mücher begrüßt.

Am Tag der offenen Tür am 30. August 2019 konnten alle Interessenten kostenlos teilnehmen und alle Gäste wurden rundum informiert und liebevoll versorgt. Viele leckere Salate zauberten auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Druckcenters. An dieser Kleinigkeit, aber auch an der Stimmung im Betrieb, konnte man spüren, dass hier vieles richtig gemacht wurde  Die Druckerei konnte bei laufendem Betrieb besichtigt werden. Dabei wurde erklärt, was Bogenoffset oder Digitaldruck sind. Auch eine Falzmaschine und einen Klebebinder erleben die Besucher in Aktion. Angeboten werden darüber hinaus verschiedene Fachvorträge für speziell interessierte Gäste.Interessant war zu hören, dass auch ein "Beirat" von erfahrenen ehemaligen Mitarbeitern den Betrieb berät: Die unschätzbaren Erfahrungswerte der berenteten Kollegen... muss man sich zunutze machen."


So war auch der Porkusrist Sephan Austilat dabei, der ebenfalls Betriebsführungen begleitete.

Auch die bezirkliche Wirtschaftsförderung wird an einem Stand das GRW-Regionalmanagement und ihre Arbeit vorstellen. Als kleine Spielerei konnte man sich auf die schnelle in der Druckerei Visitenkarten drucken lassen.

Die Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler, die gleichzeitig auch Wirtschaftsdezernentin ist, zeigt sich begeistert: "Die PieReg Druckcenter Berlin GmbH ist ein tolles Beispiel für ein erfolgreiches Unternehmen in unserem Bezirk. Ich schätze es sehr, dass Sie dem Bezirk treu bleiben und in eine Erweiterung investieren. Die ´Open House´ Veranstaltung ist eine gute Gelegenheit für alle, die das Unternehmen bei laufendem Betrieb kennenlernen möchten." Angelika Schöttler lobte auch das Engagement des Betriebes im Bezirk. So wird zum Beispiel ein Handballverein und der jährliche Rocktreff und das Spielfest in Mariendorf unterstützt.

Der Regierende Bürgermeister Michael Müller kam sehr gerne in die Druckerei, zumal er gerade die Leistungen der kleinen und mittelständigen Betriebe wichtig findet und andererseits als gelernter Drucker an die Entwicklung in "seiner Branche" großes Interesse hat. In Müllers Augen sah man es glänzen, als er das Druckereigefühl im großen Stil beim Rundgang inspizierte: "Das ist schon ein ganz andere Nummer!"  Michael Müller hat selbst Drucker und Setzer gelernt. Die kleine Druckerei seines verstorbenen Vaters in Tempelhof wird von seiner Mutter und ihm  weitergeführt.






Und auch am Satzkasten, den Müller auf dem Podium als Erinnerung ergänzen sollte, war für den Regierenden ein leichtes Spiel. Gelernt ist halt gelernt!

Foto v.lks.n.re.: Gesellschafter Wolfgang Mücher, Prokuristin Gabriele Fuß, Reg. Bürgermeister Michael Müller, Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler, geschäftsführender Gesellschafter Sven Regen, Prokurist und im Beirat Stephan Austilat und Betriebsleiter und Prokurist Sebastian Preißler
Aus dem Wahlkreisbüro von Michael Müller heißt es: "Michael Müller, der Regierende Bürgermeister von Berlin und selbst gelernter Drucker, besuchte heute das PieReg Druckcenter Berlin – ein gutes Beispiel für ein Unternehmen, wie es den Mittelstand in Deutschland so erfolgreich gemacht hat. Was an diesem Unternehmen wirklich begeistert, ist das Zusammenwirken von Kreativität, Gestaltung, Präzision und Sorgfalt in der Umsetzung, hin zu einem perfekten Produkt, einer perfekten Lösung für ihre Kunden. Dabei ist es PieReg wichtig, auf dem Boden zu bleiben, Wachstum mit Augenmaß voranzutreiben, in moderne Technik und Anlagen zu investieren und aufmerksam für ihre Kunden da zu sein, das mit Fleiß, mit Liebe zum Detail und vor allem mit guten, qualifizierten Menschen die dieses Unternehmen voranbringen."

Auch Michael Müller und Angelika Schöttler machten einen Rundgang...



Das Druckcenter ist stolz auf die vielen großen und kleineren Auftraggeber! 

Thomas Moser (auch Fotos)

Gott grüß die Kunst
Buchdrucker, Schriftsetzer, Lithografen und andere „Jünger der Schwarzen Kunst“ grüßten und grüßen sich bis heute sowohl mündlich als auch schriftlich mit dem Buchdruckergruß „Gott grüß die Kunst“ — auf den „Gott grüße“ sie erwidert werden sollte. Be-achtenswert ist, dass im Gegengruß das sie kleinge-schrieben wird, denn es bezieht sich auf die Kunst, nicht auf den Grüßenden. Erstmals gedruckt ist der einleitende Buchdruckergruß 1740 nachgewiesen.
Soviel zur Grußformel. Auf eine Einladung einer Druckerei reagiert Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) stets mit besonderem Interesse. Und obwohl der Terminplan am 30. August besonders dicht war, von der Gratulation zum Geburtstag einer 105-jährigen vor dem Roten Rathaus über ein „moderiertes Gespräch zu Ergebnissen des Symposiums des Vereins Berliner Kaufleute und Industrieller über gesellschaftspolitische Fragen“ und einem Grußwort zur Eröffnung des Sommerfestes des VBKI, hielt er sich den Nachmittag seit Monaten frei. Denn, auf dem Tisch lag eine Einladung des PIEREG-Druckcenters in Marienfelde.
Offizieller Anlass war die Einweihung eines neuen Gebäudes auf dem Gelände an der Benzstraße, der PIEREG-Tower, der mehr Platz zum Drucken und Kleben verschafft. Rund 2,5 Millionen Euro hat die Druckerei in die Entwicklung seines Standortes investiert und damit seine 60 Arbeitsplätze gesichert. Durch den Anbau wurde die Produktionsfläche um 450 Quadratmeter erweitert. Bei PIEREG werden in vier Berufen Jugendliche ausgebildet.
Für ein „kleines“ mittelständisches Unternehmen sind das beachtliche Zahlen und Fakten. Viel wichtiger als seine Rahmendaten ist der Spirit eines Unternehmens. Das Motto bei PIEREG lautet „Aus Leidenschaft zum Druck“. Das könnte man sich auch in Latein an den Giebel schreiben: „Passionis propter Print".
Eingebettet war die Präsentation des neuen Gebäudes in einen Tag der Offenen Tür bei freiem Eintritt. Rund 400 Besucher wurden über den Tag verteilt, gezählt. Die Druckerei konnte bei laufendem Betrieb besichtigt werden. Dabei wurde erklärt, was Bogenoffset oder Digitaldruck sind. Auch eine Falzmaschine und den Klebebinder erlebten die Besucher in Aktion. Angeboten wurden darüber hinaus verschiedene Fachvorträge für speziell interessierte Gäste. Auch die bezirkliche Wirtschaftsförderung belegte einen Info-Stand.
Den Geist, der in dieser Druckerei herrscht, kann man spüren und riechen. Natürlich hat die Druckerei eine Internetseitpräsentation: www.piereg.de . Besonderen Wert legt man jedoch auf das persönliche Kundengespräch. Wenn es gut werden soll, ist eine Beratung von Mensch zu Mensch durch nichts zu ersetzen. Fünf Kundenberater im Innen- und drei im Außendienst stehen bereit. Für unsere jüngeren Leser: Außendienst heißt, dass lebende Menschen die Kunden besuchen und beraten. PIEREG bietet alles aus einer Hand, von der Planung über die Gestaltung bis zum Druck, gebunden, geklebt, alles ist möglich. PIEREG hat sogar ein eigenes Papier, klimaneutral und zertifiziert, aus ökologisch und sozial korrekt produziertem Holz.
Geleitet wird PIEREG vom geschäftsführenden Ge-sellschafter Sven Regen, der das REG im Namen beisteuerte, 1974 das Licht der Welt erblickte und im Dezember 2003 die Druckerei gemeinsam mit Erhard PIEtsch gründete. Ihm war es nicht mehr vergönnt, die Weiterentwicklung seiner Druckerei mit-zuerleben. Mit nur 63 Jahren verstarb er im Februar 2018. Er ist auch heute noch Bestandteil des Geistes, der durch die Druckerei weht.
Zum Führungsteam gehören neben Sven Regen der Gesellschafter Wolfgang Mücher, Betriebsleiter und Prokurist Sebastian Preißler sowie die Prokuristen Stephan Austilat und Gabriele Fuß, auf dem Foto mit Michael Müller und Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler. Besonders interessant ist, dass es bei PIEREG einen Experten-Beirat aus ehemaligen Geschäftsführern und Betriebsleitern gibt, so eine Art Ältestenrat. „Die unschätzbaren Erfahrungswerte der berenteten Kollegen, die in leitenden Positionen manches Gefecht und viele Krisen erlebt haben, muss man sich zunutze machen“, sagt Sven Regen.
Bei der Unternehmens-Vita ist das soziale Engagement nur folgerichtig. „Wer viel kann, kann viel helfen“, lautet ein weiteres Motto, oder, wie wir Lateiner sagen: „Qui quantum fieri possit auxilio sit amet.“ Sorry, aber dieser kleine Scherz musste sein. Von der Unterstützung des Vereins „HilfsWaise e.V.“, der Patenschaften zu äthiopischen Kindern vermittelt, über den Sportverein Lokomotive Rangsdorf e.V., dem Alt-Buckower Adventsmarkt bis hin zum ROCK-TREFF und Spielfest des Jugendamtes Tempelhof-Schöneberg und des CPYE e.V. ROCK-INI. Zum ROCKTREFF hat Kundenberater Ronald Opitz eine besondere Beziehung. Er trat im Jahr nach der Gründung, 1985, beim ROCKTREFF mit einer schicken Gitarre auf.
Das Angebot dessen, was gedruckt werden kann und wird, ist unerschöpflich. Wenn Sie mal wieder einen Flyer von Pizza-Max im Briefkasten finden, ist der bei PIEREG gedruckt worden. 45 Tonnen Papier werden bewegt, um die Flyer für über 35 Filialen bundesweit herzustellen. Hinzu kommen 25.000 personalisierte Mails an die Pizza-Freunde. Aber auch Faltpläne von Städten werden bei PIEREG hergestellt. Auf PIEREG muss auch der Rest der Welt nicht verzichten. Über 800 Einzelversendungen werden über ein Partnernetzwerk weltweit versandt, in alle wichtigen Länder Europas und darüber hinaus bis nach Kenia, Russland, Indien, China und Japan und auf der anderen Seite des Globus in die USA, nach Mexiko und Peru.
Wenn Erhard Pietsch von etwas besonders angetan war, sagte er „Mehr geht nicht!“ Nachdem, was wir am 30. August in Marienfelde gesehen haben, kommen uns gewisse Zweifel. Sven Regens Devise ist wohl eher „Mehr geht immer!“ Achtung! Running Gag: „Magis semper.“
Der Autor dieses Beitrages gibt an dieser Stelle zu, sich etwas verplaudert zu haben. Es ist aber eben alles so interessant und erwähnenswert, was dort in passiert. Stellen wir also das Highlight des Tages an den Schluss des Artikels.
Der Regierende Bürgermeister Michael Müller und die Bezirksbürgermeisterin von Tempelhof-Schöneberg, Angelika Schöttler, gaben sich die Ehre, und auch sie zeigten sich angetan von dem Druckcenter.
Ganz ohne Beweis, dass er etwas vom Buchdrucken versteht, kam Michael Müller nicht davon. Er musste die Lettern des Ereignisses setzen, wobei die große Plakatschrift den Vorgang erleichterte.
Mit berechtigtem Stolz führte Sven Regen die Gäste über das Gelände und in die Säle seiner Druckerei. Sebastian Preißler zeigt Michael Müller eine Auswahl der Druckerzeugnisse. Natürlich musste Michael Müller auch alle Maschinen mal ausprobieren. Ein Blick in den Drucksaal. Das Eröffnungsgruppenfoto wurde sofort verarbeitet und in die Produktionskette gebracht. Das erste Exemplar musste Michael Müller natürlich signieren.
Da bleibt zum Schluss nur, dem Unternehmen wei-terhin viel Erfolg und immer eine gute Auslastung zu wünschen. Gott grüß die Kunst, oder, um auf dem Roten Faden zu bleiben: „Artem deus salutaret.“
Ed Koch

Auszüge aus dem Bericht von paperpress vom 22.9.2018:
...Sven Regen gegenüber paperpress: „Ich freu mich wahnsinnig darüber, mit meinen Mitarbeitern zu sprechen, die mir erzählen, dass sie stolz sind bei PieReg zu arbeiten. In einem Unternehmen Arbeitgeber zu sein, wo es immer wieder etwas Neues zu erleben gibt, wo es eine Weiterentwicklung der Technik gibt, neue Kunden um Beratung bitten, wo bei guter Auftragslage die Geräusche der laufenden Maschinen wie Musik in unseren Ohren klingen, da bauen wir. Alles auf eigenem Grund und Boden.“
PieReg lebt seine Firmenphilosophie „Ausfallsicherheit“, denn die neue Klebebinderlinie, die am 1. August 2018 in Betrieb genommen wurde, (paperpress berichtete) braucht Platz. Es sind ja bereits schon über 60 verschiedene Klebegebundenen ausgeliefert worden. Wie berichtet, sind die ersten beiden Broschüren zwei Dokumentationen, eine über 42 Jahre paperpress und eine weitere über 10 Jahre EUREF-Campus.
Ein paar Zahlen und Daten zum Anbau:
• 3 x 150m² zusätzliche Produktionsfläche und Sozialräume
• ca. 700m² Drucksaal und ca. 700m² Buch-binderei
• ein 13,46 m Höhe des Gebäudes - genannt der „PieReg-Tower“
• Sozialräume mit Duschen für Männer und Frauen,
• Standortsicherung in Marienfelde - in produktionstechnisch zentrale Lage
• attraktiver Arbeitgeber
• Kompetenzbündelung unter einem Dach
• Qualifikationsmöglichkeiten im Haus für Mitarbeiter schaffen
• Sicherstellung von Arbeit und – Ausbildungsplätzen (PieReg hat 2018 sieben neue Mitarbeiter eingestellt)
PieReg setzt sich erreichbare Ziele. Was sich allein in den letzten zwei Jahren, in denen wir das Druckcenter kennen, auf dem Gelände in Marienfelde getan hat, ist atemberaubend. Auf die Frage, wann der Anbau denn fertig sein wird, drückt uns Sven Regen schon das „Save The Date“ in – natürlich – gedruckter Form in die Hand...

Bericht von paperpress vom 28.7.2016 "Schöttler 704"
Dass Straßen, Plätze, Brücken und Häuser nach Politikern benannt werden, ist üblich. Die Namensgeber können allerdings die ihnen zuteil gewordene Ehre nicht mehr genießen, weil sie das Zeitliche schön längst gesegnet haben. Eine neue Form von Politikerehrung zu deren Lebzeiten hat das Druckcenter Berlin in der Marienfelder Benzstraße kreiert. Heute wurde in der Druckerei ein neues Schmuckstück mit der Bezeichnung „manroland 704 3B Evolution“ eingeweiht. Dabei handelt es sich um eine Vier-Farben Bogenoffsetmaschine, zurzeit die modernste ihrer Art weltweit und erst die zweite installierte Anlage in Deutschland. Noch ein paar beeindruckende Fakten: Druckformat: 104 x 74 cm. Bogen/Stunde: 18.200. Gewicht: 50 Tonnen. Aufbauzeit: 4 Wochen. Investition: 1,1 Mio. Euro. Die neue Supermaschine rundet den Druckmaschinenpark des Unternehmens mit Fünf- und Sechsfarbmaschinen ab und beendet „vorläufig“ das Investitionsvolumen von drei Millionen Euro in den vergangenen 24 Monaten.
In Zukunft werden die Mitarbeiter des Druckcenter Berlin aber nicht sagen, den Auftrag erledigen wir auf der R 704, sondern, das machen wir mit der „Schöttler“. Denn Erhard Pietsch und Sven Regen, die Inhaber des PieReg Druckcenters, wie das Unternehmen korrekt heißt, haben sich entschlossen, der Neuanschaffung den Namen der Bezirksbürgermeisterin von Tempelhof-Schöneberg, Angelika Schöttler zu verleihen. Es versteht sich von selbst, dass die Bürgermeisterin bei dieser außengewöhnlichen Namensgebungsfeier persönlich anwesend war und den Startknopf drückte. Angesichts des laufenden Wahlkampfes wäre ihr wohl der Slogan „Schöttler 16/21“ (kommende Legislaturperiode) lieber gewesen. Aber auch so war die Bürgermeisterin gerührt von der großen Ehre jetzt namentlicher Bestandteil des Industriestandorts Tempelhof zu sein.




Betriebsleiter und Prokurist Sebastian Preißler neben Michael Müller und Sven Regen...Die Druckmaschine „manroland 704 3B Evolution“, auf deren Gang Sebastian Preißler, Michael Müller und Sven Regen stehen, wurde im Juli 2016 eingeweiht. Sie ist sozusagen das Herzstück der Druckerei. Sie wurde auf den Namen „Schöttler 704“ getauft. Die Namensgeberin Angelika Schöttler nahm seinerzeit die Taufe vor. Im Vordergrund Firmengründer Erhard Pietsch. Bei der „Schöttler 704“ handelt es sich um eine Vier-Farben Bogenoffsetmaschine, damals die modernste ihrer Art welt-weit und erst die zweite installierte Anlage in Deutschland. Noch ein paar beeindruckende Fakten: Druckformat: 104 x 74 cm. Bogen/Stunde: 18.200. Gewicht: 50 Tonnen. Aufbauzeit: 4 Wochen. Investition: 1,1 Mio. Euro.

Nachfolgend ein paar Informationen zum Unternehmen vom Unternehmen:
Nicht die Großen fressen die Kleinen...
Das PieReg Druckcenter Berlin ist ein hochmoderner Produktions-Betrieb mit integrierter Vorstufe, einem Drucksaal und einer Buchbinderei. Vor über 30 Jahren begann diese kleine Erfolgsstory – und zwar „von der Pieke auf“: 1980 nahm Erhard Pietsch als aus-gebildeter Großoffsetdrucker seine Tätigkeit in der Hausdruckerei des Lebensmittelkonzerns Otto Reichelt auf. Druckte man dort zu Beginn noch auf einer Einfarb-Druckmaschine einfache Textplakate, wurde die kleine Hausdruckerei schon bald zu einem „richtigen“ grafischen Betrieb ausgebaut.
Eine Berliner Erfolgsgeschichte.
Nach vielen Jahren leitender Tätigkeit übernahmen die beiden heutigen Gesellschafter Erhard Pietsch und Sven Regen am 1. Januar 2004 das Unternehmen – es entstand die PieReg Druckcenter Berlin GmbH. Mit einem Investitionsvolumen von 2,5 Mio. Euro in den ersten drei Jahren wurde das Unternehmen von seinen Geschäftsführern konsequent modernisiert. Bereits 2006 verzeichnete das PieReg Druckcenter Berlin über 250 zufriedene Kunden, 2010 waren es bereits über 1.000! Aus einer kleinen Plakatdruckerei hatte sich ein moderner grafischer Betrieb entwickelt. Wenn das keine ehrliche Berliner Erfolgsgeschichte ist...
Groß oder klein?
Und heute? Sind wir groß? Sind wir klein? Ist das überhaupt eine relevante Einordnung? Wir orientieren uns nach wie vor an den Aufgabenstellungen und Erwartungen unserer Kunden. „Größe“ bedeutet für uns „Ausfallsicherheit“: das gute Gefühl, zwei parallele Belichtungsmaschinen zu betreiben sowie mehrere Druckstraßen. Die Gewissheit, im Drei-Schicht-Betrieb rund um die Uhr für Sie da zu sein. Und die Tatsache, immer einen qualifizierten Ansprechpartner zu haben. Denn eines ist sicher: „Nicht die Großen fressen die Kleinen, sondern die Schnellen die Langsamen!“
Zu den Kunden des Druckcenters gehören u.a. Edeka-Reichelt, Vodafone, Vivantes, der RBB, die Berliner Sparkasse, die Berliner Wasserbetriebe, die BSR, der Tagesspiegel und Möbel Höffner. Besonders wichtig zu erwähnen ist auch, dass hier Auszubildende beschäftigt werden, in diesem Jahr immerhin vier, was zehn Prozent der Beschäftigtenzahl entspricht.
Nicht vergessen werden darf das soziale Engagement des PieReg Druckcenters. Ob Kinder in Äthiopien, Sportvereine aus dem Bezirk oder Flüchtlingskinder, Erhard Pietsch und Sven Regen helfen gern. Von der Großzügigkeit des Unternehmens hat in diesem Jahr auch das Jugendamt Tempelhof-Schöneberg profitiert. Im Druckcenter wurden alle Plakate, Flyer, Aufkleber und Programmhefte für den Rocktreff und das Spielfest gedruckt, als Sponsoring! Das erste, was Erhard Pietsch bei der Begrüßung des Veranstaltungsleiters des Jugendamtes heute früh zu ihm sagte, war: „Wir sind im nächsten Jahr wieder mit dabei!“ Das Spielfestplakat ist im Entwurf schon fertig, übrigens wie alle Drucksachen grafisch gestaltet von stilbrand®
Alle weiteren Informationen unter: www.druckcenter-berlin.de


Die ganz besondere Druckerschwärze ;-)

Die kleine Spielereien des Lebens...

ALLE Fotos Thomas Moser


 

Klassik und Feuerwerk im Britzer Garten begeistert!

24. August 2019 Seit 21 Jahren lädt Grün Berlin zu „Feuerblumen und Klassik Open Air“ ein und Jahr für Jahr kommen die Besucherinnen und Besucher zu diesem Klassikkonzert mit Feuerwerk. Eine Veranstaltung mit Tradition!
2019 feuerblumen Britzer garten moser 29

Noch zwei Stunden bis Konzertbeginn...



Die Wiese vor der extra errichteten großen Bühne am Seeufer hat mittlerweile viele Sitzreihen für einen bequemen Konzertgenuss. Das eher ursprüngliche Konzert- und Familienvergnügen findet dahinter auf dem sogenannten Rodelberg statt, der schon viele Jahre mangels Schnee keine Rodel mehr gesehen hat. Hier treffen sich beim Feuerblumenspektakel Freundeskreise und ganze Familien, um oft erst einmal ausgiebig zu picknicken. Dafür ist man schon gerne teilweise bis zu fünf Stunden vor Beginn da, um angestammte Plätze zu sichern.









In diesem Jahr hieß das Motto des Abends „Karneval der Romantik“. Unter der souveränen Leitung des jungen estnischen Dirigenten Risto Joost nimmt die Tschechische Philharmonie Brünn die Gäste mit auf eine kurzweilige und unterhaltsame Reise. „Das beliebte Motiv des Maskenballs, die Maskerade und die Täuschung werden zum musikalischen Thema diesen fulminanten und bunten Abends,“ hieß es treffend in der Programmankündigung. Exzellentes Spätsommerwetter machte den Abend tatsächlich zu einem schönen runden Höhepunkt.





Das Orchester zeigte erstklassige Leistungen und die slowakische Sopranistin Patricia Janečková sorgte als Solistin für wahre Emotionen und sogar Begeisterungsstürme bei den Zuhörern. Eine erstklassige Wahl für musikalische Werke mit Solisten!


An diesem Abend ist ebenfalls die Moderatorin Ulrike Finck vom rbb zu loben. Leicht, locker, etwas frech und natürlich erläuterte sie dem Publikum die Stücke der Komponisten und animierte das Publikum zum Mitmachen, was bekanntermaßen in Berlin durchaus eine Herausforderung darstellt. Es gelang ihr sehr gut, zumal die Leistungen im Konzert überzeugten. Natürlich war auch die Musikauswahl für OpenAir gut angepasst.

Jaques Offenbach und sein „Can Can“ aus Orpheus in der Unterwelt reißt mit, Franz Lehar und die Lippen, die so heiß küssen und Stücke aus der Fledermaus von Johann Strauß II überzeugten das Publikum. Der zweite Teil des Abends war eher etwas schwerer und getragen.

Dann ging es pünktlich zum von vielen Besuchern sehnsüchtig erwarteten Höhepunkt. Das Feuerwerk zur Feuerwerksmusik von Georg Friedrich Händel erhellte den Nachthimmel. Eine gute Leistung vom „Potsdamer Feuerwerk.“



Ein kleiner Hinweis scheint an dieser Stelle für künftige Veranstaltungen angebracht. Auf der Wiese organisieren sich die Besucher mit ihren Decken und Stühlen selbst. Das ist sicher auch gut so und klappt immer irgendwie. Ein oder zwei Hauptgänge sollten vielleicht markiert werden, damit auch das Sicherheitsgefühl dieser Gäste berücksichtigt wird und Gefahrensituationen nicht im Chaos enden. Das der Veranstalter äußerst flexibel und weitsichtig bei der Organisation ist, hat er schon über viele Jahre bewiesen.

Nach den Feuerblumen ist vor den Feuerblumen. Und so kann man sich schon auf 2020 freuen. Am 22. August 2020 wird wieder ein musikalisches und richtiges Feuerwerk das schöne Grün im Britzer Garten mit Klängen und Farben veredeln und hauptsächlich die Besucher und die vielen Stammgäste in eine etwas andere Welt entführen. Der Kartenverkauf wird rechtzeitig vor Jahresschluss beginnen, damit das nächste Weihnachtsgeschenk gesichert ist.

Ein schöner farbenfroher und musikalischer Abend!

Thomas Moser (auch Fotos)

https://gruen-berlin.de/britzer-garten

WEITERE FOTOIMPRESSIONEN:











Fotos Thomas Moser


 

 30 Jahre „JAZZ FÜR ALLE E.V.“ – Jubiläumskonzert am 1.9.2019 im Jazzclub „Schlot“

Der älteste Jazzverein Berlins, „JAZZ FÜR ALLE E.V.“, wird in diesem Sommer 30 Jahre alt. Lange Zeit war Lichtenrade die Heimat von "Jazz für Alle"... vielleicht wird es in der Alten Mälzerei mal (nach der Eröffnung) eine neue Möglichkeit für diese beliebte Musikinstitution geben.

Seine Ursprünge gehen auf die wohl populärste Jazz-Radiosendung Deutschlands in West und Ost zurück: Fast 30 Jahre bot der Ende 1957 ins Leben gerufene „Club 18 – Jazz für alle“ von und mit John Hendrik, sonnabends 15 Uhr in RIAS 1 ausgestrahlt, einen Treffpunkt von Jazzmusikern und -fans sowie eine Radioübertragung von Live-Auftritten nicht nur der großen internationalen Stars, sondern auch der Amateur-Jazz-Szene Berlins. Mit dem Fortfall dieser Sendung entfiel diese Möglichkeit, sich zu treffen und zu präsentieren.

Daher wurde von Jazz-Musikern und -Enthusiasten ein eigener Verein gegründet, der nunmehr die Aufgabe übernehmen sollte, für Konzerte und Treffen in Eigenregie zu sorgen. „JAZZ FÜR ALLE“ blieb dabei das Motto – und wurde zum Namen des im Sommer 1989 gegründeten Vereins.

Jede Menge Konzerte, Workshops und natürlich Jam Sessions

Seither wurden durch den Verein Hunderte von Jazz-Konzerten, Jugend-Workshops, Sessions und einige Weiterbildungsseminare im In- und Ausland ehrenamtlich veranstaltet. Viele Fans fanden und finden die Musik ihrer Vorliebe und trafen und treffen die Musiker der von ihnen geschätzten Bands.

Auch sind die Lichtenrader Jazzfeste unvergessen (Link und FotosBericht 2017/Thomas Moser: https://www.lichtenrade-berlin.de/24-blog/blog2017/736-6-lichtenrader-jazzfest-2017-4-tagen-jazz-und-andere-musik-vom-feinsten). Vor der Lichtenrade-Zeit fanden viele Konzerte im Rathaus Tempelhof statt.

Auch werden immer wieder Gelegenheiten geschaffen, bei denen Interessierte den live gespielten Jazz in unterschiedlichen Stilrichtungen kennen- und schätzen lernen können. Seit etlichen Jahren ist zudem die Förderung junger Jazz-Nachwuchsmusiker ein Schwerpunkt des Vereins. Um diesen Bühnenerfahrung zu vermitteln, laufen viele Veranstaltungen des Vereins zweigeteilt ab: Am Anfang spielt eine Nachwuchsband, danach dann die „Profis" bzw. die „Alten Hasen“ aus den besten Amateurjazzbands der Stadt. Der Eintritt zu den Veranstaltungen des gemeinnützigen Vereins ist meist frei.

Der regionale Schwerpunkt der Aktivitäten lag in den vergangenen Jahren rund um den Bezirk Tempelhof, durch dessen Abteilungen Volksbildung bzw. Kultur der Verein ebenso Förderung erfahren hat wie von der Senatsverwaltung für kulturelle Angelegenheiten. Sowohl der regionale Bezug von Veranstaltungen und Kooperationen wie auch das stilistische Gepräge der Jazzveranstaltungen des Vereins sollen aber in der Zukunft erweitert werden. So kann der Verein schon jetzt eine Kooperation mit dem Jazzclub „Kunstfabrik Schlot“ in Berlin-Mitte für eine Veranstaltungsreihe ab 2020 ankündigen; weitere neue Aktivitäten werden folgen.

Die Förderung von Jazzmusik

„JAZZ FÜR ALLE E.V.“ geht es gemeinsam mit vielen Kollegen und Mitstreitern in den vorhandenen weiteren Institutionen und Vereinen des Jazz in Berlin darum, auch künftig aktives Jazz-Musizieren in dieser Stadt zu fördern und die Vernetzung der Musiker – ob jung, ob alt, egal welcher Stilrichtung im Jazz – zu unterstützen. Anders als für etliche Formen der Populärmusik wird es dabei stets einer direkten oder indirekten Förderung bedürfen, um das Erlernen von Jazz, aber auch das Spielen vor Publikum weiter zu ermöglichen. „JAZZ FÜR ALLE E.V.“ ruft anlässlich seines Jubiläums die Kulturverantwortlichen in der Stadt dazu auf, sich noch aktiver öffentlich für diesen Bereich zu engagieren.

Der Verein besteht nun seit bereits 30 Jahren und hat in der Vergangenheit – durch seine bisherigen Vorstände unter den Vorsitzenden Detlef Passlack (1989-2003), Matthias Dannenberg (2003-2005), Zvonimir „Piet“ Kolobaric (2006-2007), Wolfgang Riemer (2007-2008), Lutz Fußangel (2008-2019) und Sebastian Claudius Semler (seit 2019) – ein breites Aktivitätsspektrum (Konzerte, Veranstaltungsreihen, Workshops, Sessions) entwickelt und unterschiedliche öffentliche Förderungen für sein Engagement erhalten, u.a. durch die Abteilung Volksbildung des Bezirks Tempelhof.
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...im Gemeinschaftshaus Lichtenrade (jetzt Wolfgang Kruerger Saal)...
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"Jazz Lounge" in der Jugendfreizeitenrichtung Barnetstraße; auch im Gemeinschaftshaus Lichtenrade...
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... im ehemaligen Restaurant JANUS in Tempelhof (3 Fotos oben von Sebastian Claudius Semler)
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Foto... so ungefähr vor 20 Jahre (Foto: Detlef Passlack)
Wichtig ist das Vorhalten und Bewerben entsprechender Kapazitäten an Musikschulen, aber auch die Unterstützung privater Initiativen. Insbesondere bedarf es einer aktiven Unterstützung von Spielstätten, die Jazz-Live-Musik anbieten und ihre Bühnen auch den Musikern dieser Stadt und dem Jazznachwuchs zur Verfügung stellen. Von ökonomischen Zwängen bis hin zu Lärmschutz und Verwertungsrecht werden diese einen wertvollen kulturellen Beitrag leistenden Einrichtungen vor erhebliche Herausforderungen gestellt, zu deren Bewältigung sie mehr Unterstützung der Stadt benötigen.

Bei allen Förderungen und Unterstützungen ruft „JAZZ FÜR ALLE E.V.“ dazu auf, die stilistische Vielfalt des Jazz nicht selektiv einzuschränken. Förderwürdigkeit und Förderbedarf gelten gleichermaßen für „modernen“ wie auch für „traditionellen“ Jazz, der mittlerweile ebenso auf Schwierigkeiten trifft, Live-Spielstätten zu finden und in Curricula des Musikernachwuchses Eingang zu finden.

Jubiläumskonzert am 1. September im Jazzclub Schlot

Anlässlich des 30jährigen Jubiläums lädt „JAZZ FÜR ALLE E.V.“ zum Jubiläumskonzert am Sonntag, 1. September 2019, ab 18 Uhr im Jazzclub „Schlot“ ein. Historie und Tradition werden kurz beleuchtet – im Mittelpunkt wird aber die Musik stehen, diesmal mit einem Schwerpunkt im traditionellen Jazz: Gleich vier Bands werden sich dem Publikum präsentieren, darunter eine eigens für diesen Anlass zusammengestellte „All Star Band“ von aktiven Musikern aus der Vereinsmitgliedschaft, die gemeinsam einen Querschnitt durch viele Berliner Jazzbands repräsentieren. Passend zur Tradition des Vereins: Zum Abschluss gibt es eine Jam Session – und der Eintritt ist frei!
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Neue Spielstätte, neuer Veranstalter, neue Kooperation

Nachdem das Lichtenrader Gemeinschaftshaus für die beliebten Jazzkonzerte des Vereins nicht mehr zur Verfügung steht, ist das BREWDOG *nähere Infos siehe unten (vormals Stone Brewing) im Mariendorfer Marienpark (12107 Berlin, Im Marienpark) als neue Spielstätte und Veranstalter „eingesprungen“ und kooperiert, mit neuen Partner, mit dem Verein.

„Der älteste Jazzverein Berlins“: i.S.v. kontinuierlich in eigener Rechtsform aktiv arbeitend; andere Jazzgruppierungen in der Stadt sind älter, haben aber ihre Vereinsgründung erst später vollzogen. Zum ehrenamtlichen Engagement von Vereinen zugunsten des Jazz in Berlin siehe auch R. Bratfisch „Jazz in Berlin“ (Nicolai, Berlin, 2014).

www.jazzfueralle.de

Erste Informtionen vom „neuen“ Spielort auch für Jazzkonzerte

BrewDog DogTap Berlin im Marienpark, Berlin-Mariendorf hat ab 10. August 2019

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(Fotos von BrewDog)

  • der DogTap Berlin ist eine Restaurant mit Biergarten und Brauerei und das Zuhause der schottischen Brauerei BrewDog auf dem europäischen Festland
  • Mitten auf dem Gaswerksgelände von Mariendorf gelegen, befinden sich DogTap Berlin und die Brauerei in einem historischen Gebäude von 1901
  • das Gebäude ist ein wahres Schmuckstück, mit dem großen beeindruckenden DogTap (Hauptraum) sowie weiteren Schankräumen, einem Bier Museum und einem sensationellen Biergarten
  • neben einer riesigen Auswahl von 60 Bieren am Hahn, sowie einem großen abwechslungsreichen Menü gibt es auch jede Menge Möglichkeiten hier seine Zeit zu verbringen: von einer Gaming Area mit Flippern und klassischen Arcade-Games, über Shuffleboard-Bahnen bis zur Minigolf-Anlage
  • die Speisen umfassen das bekannte BrewDog Menü mit einer großen Auswahl an Pizza, Burgern und Wings, das Menü ist außerdem bei BrewDog immer zu 50% vegetarisch und zu 25% vegan
  • zusätzlich gibt es auch typische deutsche oder Berliner Gerichte: unter anderem Strammer Max, Currywurst, ein Wurst Trio aber auch Wiener Schnitzel, Steaks inkl. Tomahawk Steak und Fish & Chips
  • an Wochenenden und Feiertagen gibt es ein reichhaltiges Angebot zum Frühstücken und Brunchen vom Warmen Walnuss-Schokoladen Brownie über Hühnchen und Waffeln bis hin zum Apfel IPA Strudel  
  • die Brauerei besteht aus einer 100 Hektoliter-Haupthaus und einer 10 Hektoliter Pilotanlage
  • wer sich gerne selbst einmal am Brauen versuchen möchte, kann dies ebenfalls hier tun: Eines von acht 50-Liter-Brausets steht bereit, um sich am Braukessel auszuprobieren
  • natürlich gibt es auch Brauerei-Touren…

Multimediale Lesetour: 100 Jahre in Berlin – Generation Kaiserzeit erzählt
„Eier kaufte ich als Bruch bei den ‚Eierjuden’ in der Mühlenstraße (heute Dominicusstraße). Ich ging mit der Milchkanne zum Laden, und da kamen die ‚Knickeier’ rein: ganz billig und frisch. Knickeier, das sind Eier, die schon ’n Riss oder Dellen hatten.
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Klara S., Jahrgang 1912, Foto: Marion Schütt, synopsisfilm
Der Laden der ‚Eierjuden’ lag nicht weit von unserer Wohnung entfernt, gleich am Bahnhof Schöneberg“, erzählt Klara S., die 1912 in Schöneberg, in dieser Zeit noch bei Berlin, geboren ist.
Mit gesundem Leben und Abstinenz habe ihr hohes Alter nichts zu tun, betont die 1911 in Kreuzberg geborene Ulla M.: „Nee, das möchte ich ablehnen. Im Gegenteil, wir haben viel gefeiert!“
multimediale lesung 1
Ulla M., Jahrgang 1911, 2013, Foto: Marion Schütt, synopsisfilm
Geboren in der Kaiserzeit zwischen 1911 und 1916 sind die Hundertjährigen ganz besondere Zeitzeugen, die ein Stück der Geschichte Berlins erzählen, die so in keinem Geschichtsbuch steht. Sie vermitteln aus erster Hand das Lebensgefühl einer Stadt, die es so nicht mehr gibt. Positive Lebenseinstellung, starker Wille, Gelassenheit und Berliner Humor, aber auch Verluste und Ängste prägen die Biografien von Privatleuten, die hier zu Wort kommen.
Auf der neuen Lesetour, die im Vorfeld des 100-jährigen Jubiläums von „Groß-Berlin“ (2020) entstanden ist, werden fünf 100jährige Menschen aus Tempelhof-Schöneberg multimedial vorgestellt. Sie erzählen, wie sie das Ende des Ersten Weltkriegs erlebt haben, als in Berlin überall die Glocken läuteten und sich die Leute auf der Straße umarmten, vom Besuch im verruchten Transvestitenlokal „Eldorado“ während der Weimarer Republik, von der Teilnahme an den Olympischen Spielen 1936, vom Kampf ums Überleben im Zweiten Weltkrieg, vom Handeln auf dem Schwarzmarkt in der Nachkriegszeit und vom Wiederaufbau in den beiden noch jungen deutschen Staaten.
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Zur Premiere unserer Lesetour am Freitag, 30. August 2019 um 18 Uhr im Theater Morgenstern, wird herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.
Unsere multimediale Lesetour, die wir zusammen mit den Schauspielerinnen Finja Wrocklage und Hanna Schygulla präsentieren, wurde von der Dezentralen Kulturarbeit Tempelhof-Schöneberg gefördert. Unser Projekt entstand in Kooperation mit dem Verlag Berlin Brandenburg, in dem unser Buch „100 Jahre in Berlin – Generation Kaiserzeit erzählt“ erscheint.
Veranstaltungsort:
Rathaus Friedenau, im Theater Morgenstern, Rheinstraße 1, 12159 Berlin
Premiere der multimedialen Lesung:
Freitag, 30.08.2019, um 18 Uhr
Moderation: Rita Preuß
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Finja Wrocklage, 2019, Foto: Melina Waliczek
Es liest die Schauspielerin Finja Wrocklage. Im Anschluss an die multimediale Lesetour findet ein Publikumsgespräch statt.

Veranstaltungsort:
Rathaus Friedenau, im Theater Morgenstern, Rheinstraße 1, 12159 Berlin
Multimediale Lesung
Freitag, 20.09.2019, um 18 Uhr
Moderation: Rita Preuß
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Hanna Schygulla, 2019, Foto: Marion Schütt, synopsisfilm
Es liest die Schauspielerin Hanna Schygulla. Im Anschluss an die multimediale Lesetour findet ein Publikumsgespräch statt.


 

Das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg verleiht die Ehrenamtskarten
Im Rahmen einer Feierstunde am Freitag, dem 9. August 2019 im Goldenen Saal des Rathauses Schöneberg, bedankte sich der Bezirk Tempelhof-Schöneberg bei über 80 Ehrenamtlichen für ihr Engagement, mit der Verleihung der Ehrenamtskarte. Überreicht wurden die Ehrenamtskarten von Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler, der stellvertretenden Vorsteherin der Bezirksverordnetenversammlung, Martina Zander-Rade, Bezirksstadtrat Jörn Oltmann, Bezirksstadträtin Jutta Kaddatz und Bezirksstadtrat Oliver Schworck.
Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler würdigt den nicht selbstverständlichen Einsatz:„Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement sind entscheidend für unsere Gesellschaft. Wir brauchen aktive Menschen, die bereit sind, ihr Umfeld mitzugestalten und Verantwortung zu übernehmen.“
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Foto: BA T-S
Der Bezirk hat es sich zur Aufgabe gemacht, das freiwillige Engagement seiner Bürger_innen mit der Beauftragten für Bürgerschaftliches Engagement und dem Ehrenamtsbüro nachhaltig zu fördern und zu unterstützen.Die Ehrenamtlichen sind in den unterschiedlichsten Bereichen im Bezirk freiwillig tätig und setzen sich aktiv für das Wohl vieler Bürger_innen in ihrem Kiez ein. Zu den vielfältigen Engagementfeldern gehören die langjährige Arbeit in der Seniorenarbeit, in den Kirchengemeinden, Patenschaftsprogrammen aber auch für Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte.
Mit der Ehrenamtskarte möchte sich das Land Berlin für das freiwillige Engagement bedanken.

Würdigung des Ehrenamtes: Ein Bericht aus paperpress von Ed Koch

„Ehrenamtliches Engagement ist ein unverzichtbarer Baustein in unserer Gesellschaft und eine wichtige Basis für das partnerschaftliche und vielseitige Zusammenleben in Berlin und Brandenburg.“, steht auf der Internetseite der Ehrenamtskarte.

www.ehrenamtskarte.berlin-brandenburg.de

„Seit Anfang 2017 bieten die Länder Berlin und Brandenburg ihren besonders engagierten Bürgerinnen und Bürgern eine gemeinsame, in beiden Ländern gültige Ehrenamtskarte als Zeichen ihrer Anerkennung und Wertschätzung. Zahlreiche Partner der Ehrenamtskarten wie Museen, Einzelhändler, Gastronomiebetriebe, Kultur- und Unterhaltungseinrichtungen und Dienstleistungsunternehmen bieten den Karteninhaberinnen und Karteninhabern Vergünstigungen und Rabatte. Sie unterstreichen auf diese Weise ihre Wertschätzung für das Ehrenamt in Brandenburg und Berlin.“

Berlin hat bereits 2011 die Ehrenamtskarte eingeführt. Bisher sind in Berlin ca. 7.500 Karten ausgegeben worden. Die Ehrenamtskarte gilt für drei Jahre und ist an eine Reihe von Voraussetzungen geknüpft. So müssen die Ehrenamtlichen mindestens 200 Stunden pro Jahr unentgeltlich tätig sein. Erstattungen von Auslagen sind möglich. Wichtig ist auch, dass der Ehrenamtliche über den Tag der Verleihung der Karte hinaus tätig bleibt. Drei Jahre ist die Karte gültig, danach muss sie neu beantragt werden. Antragsberechtigt sind Vereine und Organisationen, in denen Ehrenamtliche tätig sind.

Christine Fidancan, Beauftragte für das Bürgerschaftliche Engagement und Leiterin des Ehrenamtsbüros in Tempelhof-Schöneberg, wies bei einer Feierstunde zur Verleihung von Ehrenamtskarten am 9. August im Rathaus Schöneberg darauf hin, dass es in Berlin ca. eine Million Menschen gebe, die in unterschiedlichster Weise ehrenamtlich tätig sind. Aber nur 0,5 Prozent von ihnen habe eine Ehrenamtskarte. Da ist also noch Luft nach oben. Tempelhof-Schöneberg sei der einzige Berliner Bezirk, der regelmäßig Feierstunden veranstalte.

Eine Karte über seinen Verein beantragen und dann zusenden zu lassen, ist natürlich langweilig. Bei einer Feierstunde besteht die Möglichkeit zum Austausch mit anderen. Aus zehn Organisationen wurden Ehrenamtliche am Freitagabend des 9. August im „Gol-denen Saal“ des Rathauses Schöneberg ausgezeichnet und anschließend zu einem Empfang in den John-F.-Kennedy-Saal des Rathauses eingeladen mit einem leckeren Catering von „BärliFood“ und ein paar kühlen Getränken. Begleitet wurde die Veranstaltung von Luca Rummel von der Leo-Kestenberg-Musik-schule, der auf seiner Geige drei wunderschöne Werke vortrug. Diese Feierstunde war wirklich ein würdiger Rahmen und eine zusätzliche Auszeichnung für die Ehrenamtlichen.

Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler (SPD), Vize-Bürgermeister und Stadtentwicklungsstadtrat Jörn Oltmann (Grüne), Jugend-, Umwelt-, Gesundheits-, Schul- und Sportstadtrat Oliver Schworck (SPD), Kultur- und Seniorenstadträtin Jutta Kaddatz (CDU) und die stellvertretende BVV-Vorsteherin Martina Zander-Rade (Grüne) überreichten die Ehrenamtskarten.

Zu den Vereinen gehörten auch die Ehrenamtlichen des CPYE e.V., die sich mit Jugendstadtrat Oliver Schworck sowohl im Goldenen Saal als auch auf dem Balkon des John-F.-Kennedy-Saales, zu einem Gruppenfoto versammelten. Seit 1997 ist der CPYE e.V. Träger des Rocktreffs und Spielfestes, die kurz vor den Sommerferien im Volkspark Mariendorf stattfinden. Veranstalter von Rocktreff und Spielfest ist das Jugendamt Tempelhof-Schöneberg. Der Rocktreff fand im 35sten Jahr seines Bestehens zum 36sten Male in diesem Sommer statt. Über 13.000 Besucher nahmen in diesem Jahr am Rocktreff und Spielfest teil. www.rocktreff.de www.spielfest-mariendorf.de

Bei der Feierstunde wurden auch die Ehrenamtlichen der folgenden Vereine und Organisationen ausgezeichnet: „Freunde alter Menschen e.V.“, „Olympischer Sportclub Berlin e.V.“, „Straßenchor e.V.“, „Deutscher Rheumaliga e.V.“, „Cocas e.V.“, „Seniorenarbeit Tempelhof-Schöneberg“, „LSVD Berlin-Brandenburg“, „Ev. Kirchenkreis Tempelhof-Schöneberg“ und die „Wohnungslosentagesstätte Schöneberg.“

Es ist wichtig, die Arbeit der Ehrenamtlichen zu würdigen. Tempelhof-Schöneberg geht dabei den richtgen Weg. Ed Koch


 

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