Tempelhof-Schöneberg gratuliert: "Happy Birthday - 70 Jahre Grundgesetz"

Das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg hatte am 6. Juni 2019 zu einer Geburtstagsfeier zum 70-jährige Bestehen des Grundgesetzes in den Goldenen Saal ins Rathaus Schöneberg eingeladen. Mehr als 70 Menschen waren in den Goldenen Saal des Rathauses Schöneberg gekommen zur Festveranstaltung „Happy Birthday – 70 Jahre Grundgesetz“.
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Am 23. Mai 2019 jährten sich die Verabschiedung und Verkündung des Grundgesetzes durch den Parlamentarischen Rat zum siebzigsten Mal. Das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg nahm dieses wichtige Ereignis zum Anlass für eine Würdigung der Verfassung unter besonderer Betrachtung des Artikels 3 „Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich“.

Mit diesem „Gleichheitsartikel“ werden alle Menschen vor Benachteiligung geschützt auf Grund des Geschlechts, der Abstammung, der Sprache, der Heimat oder Herkunft, des Glaubens, der religiösen oder politischen Anschauung und wegen einer Behinderung.

Die Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler begrüßte die Gäste.In ihrer Begrüßungsrede verwies Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler auf die Entstehungsgeschichte des Grundgesetzes. Insbesondere der Artikel 3, mit seinem Gleichheitsgebot und Benachteiligungsverbot sei vor dem Hintergrund der Diskriminierung, Verfolgung und Ermordung von Millionen von Menschen durch eine von der Bevölkerung gewählten menschenverachtenden nationalsozialistischen Diktatur entstanden.

Angelika Schöttler betonte weiterhin, dass das grundgesetzliche Benachteiligungsverbot noch nicht für alle Menschen gelte, die von Diskriminierung bedroht sind. Sie unterstütze darum die aktuellen Bestrebungen, auch Menschen auf Grund ihrer sexuellen und geschlechtlichen Identität grundgesetzlich vor Benachteiligung zu schützen.

In mehreren Talkrunden mit Gästen aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft wurde die besondere Bedeutung dieses Artikels diskutiert und aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet: „Wie verpflichtet der Artikel die Politik?“, „Welche Auswirkungen zeigen sich in der täglichen Praxis, z. B. in der Antidiskriminierungsarbeit?“, „Was fehlt bzw. wie kann der Artikel weiterentwickelt werden?“

Einige Eindrücke aus den Diskussionsrunden...




In insgesamt drei Diskussionsrunden tauschten sich gender- und queer-, migrations-, sowie behindertenpolitische Aktivist_innen mit Vertreter_innen der Bezirkspolitik und dem Publikum darüber aus, ob der Bezirk seinen grundgesetzlichen Verpflichtungen aus Artikel 3 genügend nachkomme.

Die Diskussionsleitung hatte Caroline Ausserer. Neben vielen fachkundigen Diskussionsteilnehmer_innen (siehe Auflistung der Talkrunden unten) war auch der Bezirksverordnetenvorsteher von Tempelhof-Schöneberg, Stefan Böltes, dabei.

Seit Jahren gibt es Überlegungen, den Schutz der sexuellen Identität ausdrücklich in Art. 3 Abs. 3 GG als verbotenes Diskriminierungsmerkmal aufzunehmen. Auch darüber wurde diskutiert. Zu dieser Frage auch am Ende des Berichtes eine Presseerklärung des CDU-Bundestagsabgeordneten Dr. Jan-Marco Luczak (MdB).

Das Bezirksamt schreibt abschließend zur Veranstaltung: „Die Bilanz fiel unterschiedlich aus. Ergänzt durch Beiträge aus dem Publikum berichteten migrations- und behindertenpolitische Aktivist_innen von Diskriminierungserfahrungen und appellierten an die Vertreter_innen der Bezirkspolitik , ihre erkennbaren Bemühungen zu verstärken und erreichte Fortschritte aktiv zu schützen und weiter zu entwickeln. Anti-Diskriminierung und Gleichstellung würden noch zu häufig einseitig aus Behördensicht definiert und proklamiert. Das Bezirksamt sehe es als seine Aufgabe an, so Angelika Schöttler, Leitungskräfte und Mitarbeitende fortlaufend zu sensibilisieren für die Verpflichtung zur Gleichstellung und für aktiven Diskriminierungsschutz. Zudem gehe es aber auch darum, dass wir, also alle Mitbürger_innen vielfältige Lebensweisen und Diskriminierungssensibilität aktiv im Alltag leben und sichtbar machen.“


Am Rande der Veranstaltung wurden die „Diskussionsergebnisse“ in einer ganz besonderen gezeichneten Form präsentiert. Besonders positiv fiel aus, das die Veranstaltung barrierefrei war.


Es war eine Induktionsschleife installiert, ebenso übersetzten Gebärdensprachdolmetscherinnen und eine Wegeassistenz war anwesend.

Für den kulturellen Rahmen sorgte die Songwriterin und Sängerin Leona Heine, sowie mit einem stillen, aber umso kraftvolleren Lied (vom GRIPS-Theater/Linie 1) der Gebärdenchor der Evangelischen Gehörlosengemeinde Berlin.


Künstlerisches und bewegendes Highlight war die gemeinsame musikalische Darbietung eines Songs von Leona Heine mit dem Gebärdenchor der evangelischen Gehörlosengemeinde.



Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler im Fazit: „Das Grundgesetz wird lebendig durch solche Veranstaltungen. Wir brauchen häufiger den direkten Erfahrungsaustausch mit den Menschen, um deren Rechte es im Grundgesetz geht. Und wir brauchen den gemeinsamen übergreifenden Ansatz, der durch die Beauftragten des Bezirks hier sichtbar wurde. Alle vier hatten zusammen eingeladen.“

Auch in zahlreichen Kommentaren von Besucher_innen wurde betont, dass gerade der community-übergreifende Austausch als sehr wichtig angesehen wird und gerne fortgeführt werden kann.

Eine besondere und würdevoller Veranstaltung.

Thomas Moser(auch Fotos oben, sofern nicht extra gekennzeichnet) / BA T-S

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Feierlicher Abschluss der Veranstaltung im Goldenen Saal mit allen Talk-Gästen © BA Tempelhof-Schöneberg
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Begleitet wurde die Veranstaltung durch ein "Graphic Recording" © BA Tempelhof-Schöneberg

Talkrunde 1: „Wie verpflichtet Art. 3 GG die Bezirkspolitik?“

Bezirksvorsteher Stefan Böltes, Janis Hantke (Vorsitzende des BVV-Ausschusses für Frauen-, Queer- und Inklusionspolitik), Dr. Christine Rabe (Stellv. Vorsitzende des Landesfrauenrates Berlin), Dr. Marion Wilhelm (Vorsitzende des Beirates von und für Menschen mit Behinderung)

Talkrunde 2: „Welche Auswirkungen zeigen sich in der täglichen Praxis?“

Claudia Groth (Vorsitzende des Kinderpflegenetzwerks), Georgi Ivanov (Vorstandsmitglied von Amaro Foro e.V.), Tamara Siebenmorgen-Koch (Bürgerdeputierte im BVV-Ausschuss für Integration), Stephanie Wolfram (Leitung des Regenbogenfamilienzentrums)

Talkrunde 3: „Wie kann der Artikel weiterentwickelt werden?“

Nora Eckert (TransInterQueer e.V.), Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler, Jamile da Silva e Silva (Interkulturelles Frauenzentrum S.U.S.I.), Kava Spartak (Landesbeirat für Integration- und Migrationsfragen)

Anhang

Presseerklärung des CDU-Bundestagsabgeordneten Dr. Jan-Marco Luczak (MdB).

Seit Jahren gibt es Überlegungen, den Schutz der sexuellen Identität ausdrücklich in Art. 3 Abs. 3 GG als verbotenes Diskriminierungsmerkmal aufzunehmen. Dadurch sollen Schwule und Lesben besser geschützt werden. Die Bundestagsfraktion der Grünen hat letzte Woche einen entsprechenden Antrag vorgelegt. Dazu erklärt Dr. Jan-Marco Luczak, stellvertretender rechtspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und direkt gewählter Bundestagsabgeordneter für Tempelhof-Schöneberg:

„In meiner ersten Rede im Bundestag vor zehn Jahren habe ich mich noch gegen eine solche Änderung der Verfassung ausgesprochen. Ich war damals der Meinung, dass dies nur Symbolpolitik sei und wir stattdessen besser konkrete Schritte gegen Diskriminierung unternehmen sollten. Heute sehe ich das anders. Jeden Tag werden in unserem Land Lesben, Schwule, Transsexuelle und Transgender angefeindet. Einfach nur, weil sie so sind wie sie sind. Auch nehmen homophobe Übergriffe leider zu. Deswegen brauchen wir jetzt ein klares Signal: Kein Mensch darf aufgrund seiner sexuellen Identität ausgegrenzt, verfolgt oder diskriminiert werden. Das Grundgesetz ist dafür der richtige Ort, es beinhaltet die für unsere Rechtsordnung prägenden Werte und Prinzipien. Der Schutz der sexuellen Identität sollte daher im Wortlaut zum Ausdruck kommen. Die Ergänzung des Gleichheitsartikels wäre ein klares Bekenntnis zu einer offenen und freiheitlichen Gesellschaft, in der LGBTIQ selbstverständlich dazugehören und ein Recht darauf haben, angst- und diskriminierungsfrei zu leben. Dieses Signal ist auch mit Blick auf diejenigen Menschen wichtig, die diese Selbstverständlichkeit aus ihrem kulturellen oder religiösen Hintergrund nicht akzeptieren wollen.“

Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland
Art 3 
(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.
(2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.
(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.


 

Herzlichen Glückwunsch: Die ufaFabrik wurde 40!

Die Tempelhofer ufaFabrik, nördlich vom Teltowkanal gelegen, feierte ihren 40. Geburtstag. Und wie es sich für ein Internationales Kultur-Centrum gehört, wurde jede Menge Kultur zu den Feierlichkeiten geboten. Zum Geburtstag wurde ein ganz besonderes Festprogramm zusammengestellt.
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Aber die nächsten Monate haben es weiter in sich, denn im Rahmen dieses Jubiläum wird noch über einige Monate ein spannendes und unterhaltsames Programm geboten.
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So fing alles an... die ufaFabrik im Sommer 1979 (2 Fotos: ufaFabrik)
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Das ehemalige Gelände des Ufa-Filmkopierwerkes wurde am 9. Juni 1979, wie es damals hieß, friedlich „wieder in Betrieb“ genommen. Nicht alle in der Politik waren anfangs von der friedlichen Absicht überzeugt, als rund 100 gleichgesinnte Menschen alternative Lebensformen miteinander praktizieren wollten. Mittlerweile ist ein Sozialunternehmen entstanden, das für alle Menschen offen ist. Heute schmücken sich Politiker mit den Erfolgen der ufaFabrik. In den Jahren sind viele Sachen neu entstanden. Mit ökologischen Projekten, wie der Dachbegrünung und der dezentralen Energieversorgung, ist die ufaFabrik immer dabei, wenn es um neue Lebensformen geht.

Viele gratulieren und freuen sich über die Erfolgsgeschichte ufaFabrik. Die Bezirksbürgermeisterin von Tempelhof-Schöneberg Angelika Schöttler dazu: „Was zuerst im ruhigen Tempelhof politisch ordentlich für Furore gesorgt und Ablehnung erfahren hat, hat sich durch viel Engagement zu einem der wichtigsten alternativen Projekte für ganz Berlin entwickelt. Mit viel Mut und einer ordentlichen Portion "wir wollen was schaffen!" wurde hier ein Traum verwirklicht. Ich gratuliere allen, die an diesem Traum über die Jahrzehnte mitgewirkt haben. Ökologisches Leben, das breite Kultur- und Sportangebot sowie die entstandenen Vernetzungen in die breite Nachbarschaft sind einzigartig. Happy Birthday ufaFabrik! Weiter so!“ Neben Angelika Schöttler waren vom Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg auch Stadtrat Oliver Schworck und Kulturstadträtin Jutta Kaddatz dabei.

Die Geburtstagsparty: Feiern bis es kracht!

Wie auch nicht anders zu erwarten war, ließ es die ufaFabrik und die gesamte ufaFabrik-Familie zum 40-igsten Jubiläum zu Pfingsten am 9. Juni 2019 in der OpenAir-Bühne in Tempelhof richtig krachen. Gefeiert wurde mit einem Unterhaltungsprogramm, dass auch das Leben der ufaFabrik widerspiegelt. Mit einem kurzweiligen Bühnenprogramm, das von Künstlern gestaltet wurde, die der ufaFabrik verbunden sind, war der laue Sommerabend ein perfekter Rahmen mit viel Power von Incredible Herrengedeck, spitz und treffend formulierte Arnulf Rating das Weltgeschehen,

Arnulf Rating

Terra Brasilis brachte den richtigen Schwung in die Feier  und weitere Überraschungsgäste begeisterten die vielen Gäste.
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Kultursenator Dr. Klaus Lederer (lks) und der Regierende Bürgermeister Michael Müller

Klaus Wowereit (ehemliger Reg. Bürgermeister) hat die ufaFabrik auch als Volksbildungsstadtrat begleitet.

Die vielen Ehrengäste...

...begrüßte der Frosch und die Gäste freuten sich...


Und zum Start wird die Samba-Gruppe Terra Brasilis herzlich begrüßt.






Als Festredner kamen der Regierende Bürgermeister von Berlin Michael Müller, der Senator für Kultur und Europa, Dr. Klaus Lederer, und die Vorstandsvorsitzende des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Berlin, Prof. Barbara John.


Micheal Müller und Juppy

Kultursenator Dr. Klaus Lederer

Prof. Barbara John

Michael Müller, der hier in Tempelhof ein Heimspiel hatte, überbrachte die frohe Botschaft, dass im Senat aktuell und gerne entschieden wurde, dass die ufaFabrik für weitere 50 Jahre einen Vertrag erhält. Damit wurde den Verantwortlichen in der ufaFabrik eine große Last genommen. Klaus Lederer ist sehr angetan von der Kulturstätte, die schon vor vielen Jahren mit nachhaltigen Leben Vorbild war und ist. Barbara John rundete die Glückwünsche in ihrer ganz eigenen Art treffend ab. Und die ufaFabrik lebt tagtäglich.






So konnte wunderbarer Oriental-Roses-Bauchtanz, beeindruckende Jonglage, die Breakdance-Crew „The Flying Steps“, kraftvolle Kampfkunst, Ton-Steine-Scherben-Power mit Nico und lebendige Samba-Trommel-Rhythmen von Terra Brasilis die Gäste verzaubern.

Durch den Abend führte charmant der Autor (auch von Juppys Biografie) und rbb-Moderator Daniel Gäsche (lks) und natürlich höchstselbst und sehr persönlich der Kulturimpresario und Mitgründungsmitglied Juppy. In einer kleinen Talkrunde wurden die Verantwortlichen der ersten Stunde und der Nachwuchs präsentiert, die gemeinsam die Geschicke des ganz besonderen Unternehmens leiten.

Der seit einige Zeit tätige Geschäftsführer Frido Hinde (2.v.lks), selbst in der ufaFabrik groß geworden, gehört dabei zur neuen Generation mit Verantwortung. Von der ersten Stunde dabei und immer aktiv ist Sigrid Niemer (lks), neben ganz vielen weiteren engagierten und kreativen Menschen.

Die wohl beste Botschaft des Abends war, dass die ufaFabrik über Generationen ein lebendiger Anlaufpunkt für viele Menschen bleiben wird.

Abschluss zur Jubiläumsfeier

Die ufaFabrik hat viel zu bieten
Das Kulturprogramm ist auch sonst einzigartig und hat besonders im Jubiläumsjahr etliche kulturelle Leckerbissen zu bieten. Viele Künstler treten hier gerne auf und können im Gästehaus übernachten.

Die hauseigene Sambagruppe Terra Brasilis, rund um Manni Spaniol, ist international bekannt. Der ufaCircus mit dem Kindercircus, wie auch der Kinderbauernhof, sind wichtige Institutionen der ufaFabrik geworden. Das Nachbarschaftszentrum NUSZ überzeugt mit stets neuen Initiativen und Aktivitäten. Renate Wilkening und Sigrid Zwicker, die beiden Geschäftsführerinnen, sorgen für ein lebendiges Nachbarschaftsangebot, dass schon längst nicht mehr nur auf das ufaFabrik-Gelände begrenzt ist. Angeschlossen sind der Haus- und Familienpflegedienst, mehrere Kitas und die Schulstation "Wunderinsel".

Das Café Ole ist der beliebte Mittelpunkt der ufaFabrik. Die hauseigene Bäckerei backt gesundes Brot und viele Leckereien. Der verführerische Duft wabert täglich über das rund 18.500 quadratmetergroße Grundstück.

Es ist bewundernswert, was die ufaFabrik in 40 Jahren erschaffen hat. Wir wünschen der ufaFabrik noch ein langes lebendiges Leben!

40 Jahre: Informationen zur Lebens- und Kulturoase ufaFabrik

Von 1921 bis Mitte der 70er Jahre wurden auf dem Gelände der UFA-Film Kopierwerke im Süden Berlins Träume auf Zelluloid gebannt. Danach lag das Areal brach und es gab Pläne, die geschichtsträchtigen Gebäude zu zerstören.

Eine Gruppe von jungen Enthusiasten sah hier die Chance, ihre Ideen von einem anderen, kollektiv und ökologisch geprägten Leben in die Tat umzusetzen und nahmen das 18.566 qm große Gelände im Juni 1979 friedlich „wieder in Betrieb“. Dies war der Start des selbstverwalteten Lebens- und Arbeitsprojekt, dem heutigen "Internationalen Kulturcentrum ufaFabrik Berlin".
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Der ufaCircus 1979 unterwegs (Foto ufaFabrik)
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Die wilden Kreative vom ufaCircus (Foto ufaFabrik)
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Manni, Juppy und Sigrd als Band im ufaCircus... wilde Zeiten (Foto ufaFabrik)

Ökopioniere bringen neues Leben in die alte Filmfabrik

Jahrzehntelang wurden auf dem Gelände der UFA-Film Kopierwerke im Süden Berlins Träume auf Zelluloid gebannt. Kurz vor dem geplanten Abriss der Gebäude begann 1979 "Das zweite Leben der ufa", bis heute ein europaweit einzigartiges Lebens- und Arbeitsprojekt, im Internationalen Kulturcentrum ufaFabrik Berlin.

Auf dem 18.566qm großen Gelände arbeiten circa 30 BewohnerInnen und über 200 MitarbeiterInnen unermüdlich daran, verschiedene gesellschaftliche Bereiche wie Wohnen, Arbeiten, Kulturevents, Kreativität und soziales Leben sinnbringend miteinander zu verknüpfen.

Neue und ungewöhnliche Ideen sind seither umgesetzt worden:

  • ökologische Pilotprojekte und energetische Gebäudesanierung,
  • innovative, partizipative Kulturkonzepte,
  • soziale Netzwerke für Menschen von 0 - 99, Familien- und Nachbarschaft.

Ort der Vielfalt und Begegnung

Die ufaFabrik ist ein Treffpunkt für friedliebende Menschen jeden Alters, aller Nationalitäten, Religionen und Berufe. Auf dem 18500qm großen Gelände gibt es mehrere Vereine, Initiativen und Betriebe, die gemeinsam an der Vision eines offenen, toleranten und vielfältigen Lebens miteinander wirken - vernetzt, nachhaltig, kreativ.

Internationales Kulturcentrum - hier werden junge, aktuelle Kunst und Kultur gefördert. Für Gastspiele, Festivals und hauseigene Produktionen, Comedy, Varieté, Tanz, Weltmusik, Kinderprogramme und Theater sind Künstler aus der ganzen Welt zu Gast. Zwei Theatersäle, mehrere Probestudios und die überdachte Sommerbühne stehen für Veranstaltungen zur Verfügung.

Café Olé - Täglich wandelt es sich vom morgendlichen familiären Frühstückscafé zur Nachtbar für Theatergäste. Im Sommer sitzen die Besucher entspannt im Gartencafé.

Gästehaus - Für Gruppen und Einzelreisenden stehen im Gästehaus zehn individuell gestaltete Zimmer zur Verfügung. Hier wohnt man ruhig und doch nah am Puls der Großstadt, die U-Bahn in direkter Nähe.

Terra Brasilis - Verschiedene Musiker und Artisten haben in der ufaFabrik ihr künstlerisches Zuhause, zum Beispiel die Sambaband Terra Brasilis.

Die Probestudios - bieten Trainingsräume für professionelle und Freizeit-Artisten. Es gibt ein regelmäßiges Workshopangebot vor allem für Tanz, Sport und Musik.

Kindercircusschule - Der aktivste Teil des ufaFabrikCircus fördert junge Talente. Teamgeist und Spaß am Üben und Trainieren stehen im Vordergrund.

NUSZ - Nachbarschaftszentrum - hier findet man Unterstützung in sozialen, gesundheitlichen und familiären Fragen und findet ein breites Freizeitangebot. Angeschlossen sind ein Haus- und Familienpflegedienst, mehrere Kitas und die Schulstation "Wunderinsel". Mit dazu gehört der pädagogisch betreuten Kinderbauernhof auf dem Gelände.

Biobäckerei und Laden - 35 Jahre lange produzierte die hauseigene ufaBäckerei Brot, Kuchen und Feingebäck und verkaufte sie im Bioladen und auf Wochenmärkten. Seit Herbst 2013 betreibt die LPG diese Produktions- und Verkaufsstelle.

Nachhaltige Projekte
von der Dachbegrünung bis zur dezentralen Energieversorgung erhalten die grüne Oase in der Großstadt. Interessenten können die Anlagen, die der Verein ufaFabrik Berlin betreibt, besichtigen.

Lebensgemeinschaft
Seit 1979 wohnt auf dem Gelände der ufaFabrik eine Gruppe von Menschen, die fast alle in den unterschiedlichen Einrichtungen arbeiten und die zukünftige Entwicklung des ganzheitlichen Projektes bestimmen.

Fotos Thomas Moser; sofern nicht extra gekennzeichnet: historische Fotos von der ufaFabrik

LINK zur ufaFabrik: https://www.ufafabrik.de/de


Ein Bericht zum 35-igsten Jubiläum: https://www.lichtenrade-berlin.de/news/nachbarn-news/533-geburtstag-der-ufa-fabrik

Bericht zum 40-igsten von PaperPress.... mit den Anfängen:
paperpress ufafabrik40 1


 

Treffen mit dem NaturRanger: Regionale Umweltarbeit in den Mittelpunkt stellen!

7. Juni 2019 Der spontan verabredete Treffpunkt liegt diesmal im Landschaftspark Marienfelde, zwischen Freizeitpark Marienfelde, Industriegebiet und dem Baumarkt „BAUHAUS“ am Nahmitzer Damm: Ein Stück umzäunte ursprüngliche Natur, die den Insekten und Pflanzen einen geschützten Raum schenkt und die Vielfalt damit fördert. Der NaturRanger Björn Lindner dazu: „Wir können nicht alles durch die Honigbiene kompensieren, wir müssen auch was für die Wildbienen tun! Es soll hier so störungsarm wie möglich sein.“ Auf dieser Streuobstwiese sollen später Baumpatenschaften angeboten werden. Björn Lindner weiß von Vögeln (z.B. Goldammer, Neuntöter) zu berichten, die hier als Bodenbrütern heimisch sind. „BAUHAUS“, denen diese Fläche gehört, fördert die Arbeit rund um diesen Lebensraum mit tatkräftiger Unterstützung und notwendigen Materialien. Genau dies ist auch die kieznahe Vernetzung, auf die man in der Naturwacht Berlin so dringend angewiesen ist. Und ein Thema liegt Björn Lindner heute besonders am Herzen: „Die künftige Arbeit muss sich neu fokussieren!“

Natur im Kleinen...

Regionalität ist Trumpf: „Back to the Roots“ oder auf Deutsch „Zurück zu den Wurzeln“
… weniger ist mehr…
Der NaturRanger Björn Lindner, von Beginn an der Motor im Naturpark, wurde zum Vorstandsvorsitzenden im Verein „Naturwacht Berlin e.V.“ gewählt. Aus personellen und inhaltlichen Gründen muss sich die Arbeit bei der Naturwacht Berlin fokussieren und neu aufstellen, erläutert Björn Lindner: „Weniger ist mehr!“ Björn Lindner betont, dass die Arbeit in der Hauptsache jetzt auf den Bezirk Tempelhof-Schöneberg begrenzt werden wird. Björn Lindner kann und will nicht mehr jede Erwartung erfüllen: „Ich bin ein Ranger! Wir haben hier genug zu tun.“ Björn Lindner will konkret anpacken, nicht lamentieren und sich nicht in bürokratischen Koordinierungsarbeiten verstricken: „Wir können über Natur- und Umweltbildung nur reden, wenn wir auch noch die Lebensräume vor Ort haben! Sonst wird es eine Bilderbuchgeschichte.“ Und dafür ist Lindner nicht angetreten. Björn Lindner, der mit seinen engagierten Leuten auch in der Marienfelder Feldmark, im Freizeitpark Marienfelde und im Lichtenrader Biotop arbeitet, ist die enge Anbindung und Zusammenarbeit mit dem Bezirk Tempelhof-Schöneberg sehr wichtig: „Ich finde Regionalität mit dem Bezirk und mit den unmittelbaren Nachbarn (benachbarte Bezirke und Landkreise) sehr wichtig und will unbedingt diese Arbeit stärken!“ Er denkt dabei natürlich besonders an die Marienfelder Naturschutzstation und die Verbindung zu Anwohnern: „Die Anfragen aus dem entfernten Umland oder aus entfernten Bezirken werden nicht mehr bedient werden können.“ Björn Lindner sieht auch die eigene Verantwortlichkeit der anderen Bezirke. Als einziger NaturRanger in Berlin kann Lindner nicht mehr alle Wünsche erfüllen. „Ich muss dann auch mal Nein sagen, so Leid es mir auch tut.“ Die für 2019 festgelegten Verbindlichkeiten und Vereinbarungen werden jedoch erfüllt. Die JuniorRanger und die beliebte „Grüne Schule“ in der Ferien werden künftig auch besonders den regionalen Bezug stärken: „Wir sind Praktiker, wir zeigen und erklären den Menschen gerne die Natur!“

Störungsempfindliche Arten benötigen besonderen Schutz
Dazu passend ist eine aktuelle Pressemitteilung „Feldlerche und Feldhase sind zurück in der Marienfelder Feldmark“ des Umwelt- und Naturschutzamtes vom 7. Juni 2019:  

„Beobachtungen des NaturRanger Björn Lindner bestätigen, dass in der Marienfelder Feldmark am Schichauweg wieder Feldhasen und Feldlerchen vorkommen. Feldhase und Feldlerche gelten aufgrund des Wegfalls geeigneter Lebensräume als in ihrem Bestand gefährdet. Feldlerchen unterliegen dem besonderen Artenschutz.
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So bitte nicht: Der Lebensraum Feld ist für Mensch und Hund Tabu... Bitte Wege benutzen und Hund anleinen! Dies ist Liebe zur Umwelt und grenzt die Tierliebe nicht ein!
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Die Marienfelder Feldmark bietet aufgrund ihrer strukturreichen landwirtschaftlichen Nutzung beiden Arten einen natürlichen Lebensraum. Beide Arten gelten als sehr störungsempfindlich. Um die Wiederbesiedelung zu unterstützen, wurden daher Teilflächen der Feldmark durch Steckgatter gesperrt bzw. als Schutzbereiche besonders markiert. Zusätzlich wurden Blühstreifen und artenreiche Frischwiesen angelegt.

Das Umwelt- und Naturschutzamt bittet darum, die Lebensräume der seltenen und geschützten Tiere zu respektieren und Störungen zu vermeiden. Bitte betreten Sie die ausgewiesenen Schutzflächen nicht. Hunde sind in der gesamten Feldmark an der Leine zu führen.“

Allgemeine Hintergrundinformationen rund um das Naturidyll: Ein HotSpot der Natur… oder Natur einfach zum Anfassen!

Hier kann man Natur erfühlen, riechen, anschauen, erleben…
Der Besuch der Naturschutzstation und vom Naturpark in Marienfelde sind ein Ausflug in eine ganz besondere Natur und fast so etwas wie Urlaub auf dem Land: Eine grüne Oase für Körper und Geist! Hier wird auch ein wichtiger Bildungsauftrag ganz anschaulich umgesetzt, indem den Kindern die Natur ganz praktisch vermittelt wird. Von April bis Oktober lohnt sich ein Besuch auf der Naturschutzstation, denn dort gibt es immer etwas zu Lernen, zum Staunen, zum Wohlfühlen und Entspannen.

In der Naturschutzstation haben sich viele Dinge getan. Viel wurde sehr liebevoll neu errichtet. Wer die Station kennt, wird beim erneuten Besuch von den beeindruckenden Veränderungen begeistert sein.

Ein Höhepunkt dabei ist das neue Schmetterlingshaus.

Der Freizeitpark Marienfelde, ein ehemaliger Müllberg, und die Naturschutzstation der Naturwacht Berlin in Marienfelde ist immer wieder ein Ausflug wert. Der Landschaftspark Marienfelde stellt ein HotSpot biologischer Vielfalt im Süden Berlins dar. Der  NaturschutzPark war von 1950 – 1980 die Hausmülldeponie für Marienfelde. Auf der rund 40 ha großen Fläche wurden ca. 4,4 Mio. m³ Abfälle abgelagert, dann erfolgte die zehnjährige Umgestaltung in einen Freizeitpark. Nach einer kompletten Schließung von 2001 bis 2005 und der Errichtung eines neuen Gassicherungssystems, entwickelte sich der extensiv gepflegte NaturschutzPark ein vielfältiger Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten – ein biologisches Juwel im Süden Berlins.
Die Naturschutzstation präsentiert sich mit den grünen Klassenzimmern, in denen sich alles um unsere heimische Tier- und Pflanzenwelt, Landwirtschaft und das Thema Müll dreht. Die Projekte „Auf der Kippe“ (Stiftung Naturschutz) zum Thema Müllverwertung, -vermeidung und -recycling und „Vom Acker auf den Tisch“ (Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz) zum Thema Landwirtschaft werden präsentiert. Der sehr interessante Lehrbienenstand des Imkervereins Lichtenrade stellt eine gute fachliche Aufwertung des Bildungsangebotes dar. Die BSR informiert mit „Trenntstadt Berlin“ über Mülltrennung.

Besonders im Bezirk verortete Schulen und Kitas sind herzlich willkommen. Es kann eine Natur- und Müllrallye absolviert werden oder die Erlebnisstationen auf der Naturschutzstation unterstützen die Projektarbeit. Beim Unterricht in der Natur können lebendig und anschaulich Umwelthemen betrachtet werden. Bestandteil der landschaftspflegerischen Tätigkeiten der Naturwacht sind die Pflege und Renaturierung von Gewässern, die Anlage von Kleinstlebensräumen für trockenheitsliebende Arten, die Anlage und Pflege von Schichtholzhecken als artenreiche Lebensräume und die Errichtung von Lebensräumen für Zauneidechsen. Diese kleine heimische Eidechse ist, neben der Knoblauchkröte und dem Moorfrosch, eine der drei Biodiversitätsarten im Naturschutzpark Marienfelde.
Es gibt viele wichtige örtliche und überörtliche Partner der Naturschutzstation und der Naturwacht Berlin. Besondere Unterstützter sind die Stiftung Naturschutz Berlin, die Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz, die Wohnungsbaugesellschaft „degewo“, das UnternehmerNetzwerk Motzener Straße und von der BSR „Trennstadt Berlin.“
Einen maßgeblichen Anteil an der Entwicklung der Naturherrlichkeiten in Marienfelde hat NaturRanger Björn Lindner, der mit viel Liebe mit tatkräftiger Unterstützung einiger Helferinnen und Helfer und jeder Menge Idealismus dieses kleine Naturwunder geschaffen hat.

Thomas Moser (auch alle Fotos)

https://www.naturwachtberlin.de/


 

Verleihung der Verdienstmedaillen und des Förderpreises von Tempelhof-Schöneberg 2019
Der Bezirk Tempelhof-Schöneberg hat am 17.5.2019 im feierlichen Rahmen acht Verdienstmedaillen und einen Förderpreis für herausragendes bürgerschaftliches Engagement in unserem Bezirk verliehen. Im Beisein von 80 Gästen wurden Ehrenamtliche mit den höchsten Auszeichnungen des Bezirks für ihr langjähriges Engagement gewürdigt.
„Es ist mir eine große Freude, engagierte Bürger_innen für ihre Verdienste in den unterschiedlichsten Engagementfeldern auszeichnen zu dürfen und ihnen für ihre langjährige ehrenamtliche Tätigkeit zu danken. Die Engagierten bereichern mit ihrem Ehrenamt den Kiez, zeigen Solidarität und sind sichtbares Zeichen des Miteinanders in der Gesellschaft“ betonte die Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler anlässlich der Verleihung.
217 Verleihung Verdienstmedaillen und Foerderpreis von Tempelhof Schoeneberg
Bild: Gruppenfoto der mit Verdienstmedaillen und des Förderpreises von Tempelhof-Schöneberg Ausgezeichneten © Pressestelle des Bezirksamtes von Tempelhof-Schöneberg
Verliehen wurden die Verdienstmedaillen 2019 an:
Bärbel Koop
Bereits seit über 20 Jahren engagiert sich Frau Bärbel Koop in der Kleiderstube in Schöneberg. Im Jahr 2005 übernahm Frau Koop die Leitung des Sozialtreffpunkt Luises Kleider-Café. Sie engagiert sich dabei mehrmals die Woche zusammen mit einem Team von fünf bis sieben Helfer_innen. Dort nehmen sie hochwertige Kleidung aus zweiter Hand an, bereiten diese wieder auf und geben sie gegen geringe Spenden (an Bedürftige kostenfrei) weiter. Auch für die jüngeren Bedürftigen öffnet Frau Koop Ihre Kleiderbörse gerne mal am Wochenende, außerhalb der regulären Öffnungszeiten. Frau Koop sorgt mit Ihrem Engagement für eine angenehme Atmosphäre in der Kleiderkammer.
Karl-Heinz Heidemüller
Herr Heidemüller engagiert sich seit über 40 Jahren für die Belange von Behinderten im Bezirk und ist ein wichtiger Teil der Vereinsarbeit von Cocas e.V. geworden. Durch sein Engagement in den letzten Jahren konnte der Verein die Inklusion von Menschen mit Einschränkungen im Bezirk fördern. Herr Heidemüller kümmert sich beispielsweise um die Gruppenreisen des Vereins, welche für alle Vereinsmitglieder einen sehr großen Stellenwert haben. Seit 2012 ist er ehrenamtlich tätiger Geschäftsführer bei Cocas e.V. und einer von drei Kassenprüfern. Darüber hinaus beantragt und verwaltet er die Vereinsmittel und organisiert und leitet die jährlichen Mitgliederversammlungen des Vereins.
Doris Gläsing
Bereits seit über 10 Jahren ist Frau Gläsing ehrenamtlich für die Seniorenarbeit im Bezirk aktiv. Unter anderem ist sie in der Seniorenfreizeitstätte Mireille Mathieu sehr engagiert. Sie hilft insbesondere beim Vor- und Nachbereiten von Veranstaltungen und betreut die Gäste. Frau Gläsing unterstützt aktiv mit viel Engagement und Freude das Ehrenamtsbüro bei den zahlreichen Annerkennungsveranstaltungen im Bezirk.
Elisabeth Korte-Hirschfeld
Seit über 20 Jahren engagiert sich Frau Korte-Hirschfeld in Tempelhof-Schöneberg für die Belange der Sportvereine. Frau Elisabeth Korte-Hirschfeld begann ihr ehrenamtliches Engagement bereits Anfang der 1990er –Jahre als Betreuerin einer Fußball-Mannschaft beim BFC Germania 1888. Auch an der Gründung der Arbeitsgemeinschaft Tempelhofer Sportvereine e.V. war sie maßgeblich beteiligt und war fortan Vorsitzende des Vereins. Ab dem Jahr 2001 übernahm Frau Korte-Hirschfeld dann den Vorsitz des Bezirkssportbundes Tempelhof-Schöneberg. Als Sprecherin aller Berliner Bezirkssportbünde tritt Sie auch für die Belange kleinerer Vereine ein.
Anita Kümmel
Frau Anita Kümmel ist seit 1996 Mitglied und ehrenamtliche Helferin des Bezirksverbandes Tempelhof des Unionshilfswerk, Landesverbandes Berlin e.V.
Kurz nach Beginn der Mitgliedschaft übernahm sie die Tätigkeit der Schatzmeisterin.
Sie organisiert regelmäßig Veranstaltungen für ihre Mitglieder und Gäste, sowie Spielenachmittage und gemütliche Kaffee- und Kuchennachmittage in der Seniorenfreizeitstätte „Rudolf-Wissell-Haus“ in Mariendorf.
Außerdem setzt sie sich insgesamt in vorbildlicher Weise für das Gemeinwohl und menschliches Miteinander in der Gesellschaft ein. Sie leistet damit einen wichtigen Beitrag zur aktiven Lebensgestaltung vieler älterer Menschen.
Thomas Feller
Seit 20 Jahren engagiert sich Thomas Feller bei der Berliner Aids-Hilfe e.V. Er begann sein Ehrenamt im Bereich der Selbsthilfe und engagierte sich zunächst im „Café PositHIV“ in Schöneberg (erste Begegnungsort für HIV- positive Menschen). Mit seinen herausragenden Sozialrechtskenntnissen beriet er Menschen vom Wohngeldantrag bis zur Antragsstellung auf Schwerbehinderung.
Mit dem Umzug der Berliner Aids-Hilfe in die Kurfürstenstraße in Berlin Schöneberg fusionierte das Café PositHIV mit den Frühstücks Angeboten der Berliner Aids-Hilfe zum Café „Ulrichs“. Auch hier engagierte er sich und beriet Menschen zu sozialrechtlichen Fragestellungen.
Als Berater schuf er eine Atmosphäre, in der die Menschen angstfrei über ihre Ängste, ihre Erkrankung, ihre Sorgen und Nöte sprechen konnten.
Margarete Wegner
Frau Margarete Wegner ist mehr als 25 Jahre Mitglied im ADFC und davon seit vielen Jahren aktives Mitglied in der Stadtteilgruppe Tempelhof. Dort kümmert sie sich um die Organisation und Leitung von Kieztouren und Öffentlichkeitsarbeit.
Im Jahr 2005 erhielt sie ein Angebot in der Kirchengemeinde Marienfelde und war maßgeblich an der Eröffnung der Ausgabestelle von LAIB und SEELE beteiligt. Sie verteilte Flyer und verfasste Artikel für den Gemeindereport der Evangelischen Kirchengemeinde Marienfelde. Ab 2007 übernahm Frau Wegner die Leitung der wöchentlichen Ausgabe.
2017 organisierte sie ein Begegnungstreffen im Dorothee-Sölle-Haus der ev. Kirchengemeinde Marienfelde mit „alten“ und „neuen“ Nachbarn, wo sich Menschen vorstellten, die haupt- und ehrenamtlich in der Flüchtlingsarbeit tätig sind, sowie Geflüchtete, die ihre Geschichte erzählen wollen. Aus diesem Begegnungstreffen entstand 2018 die Idee, zusammen mit geflüchteten Menschen zu kochen, um so die jeweiligen Kulturen besser kennenzulernen.
Eckhardt Mechow
Herr Eckhardt Mechow ist seit neun Jahren ehrenamtlich in der Tagespflege auf der Schöneberger Insel des Nachbarschaftsheimes Schöneberg Pflegerische Dienste gGmbH tätig. Seitdem unterstützt er das Team der Tagespflege bei der Betreuung der Gäste. Zunächst führte er gelegentliche Vorleserunden durch. Mit der Zeit brachte er sich immer weiter ein, sodass er nun kleine Erledigungen für die Gäste übernimmt, die keine Angehörigen haben. Herr Mechow übernimmt die Einkäufe und hat auch sonst immer ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte der Bewohner. Auch bei den Arztterminen ist er für die Bewohner eine große Stütze und begleitet sie regelmäßig. Weiterhin unterstützt er den Besucher_innenbeirat beim Schreiben des Sitzungsprotokolls und in beratender Funktion.
Den Förderpreis von Tempelhof-Schöneberg erhielt der Straßenchor Berlin:
Der Straßenchor Berlin erfüllt in jeder Hinsicht die Richtlinien zur Vergabe des Förderpreises. Im Sommer 2009 stellte Chorleiter Stefan Schmidt einen Chor aus Obdachlosen, Drogensüchtigen, Bedürftigen, Unterstützern und Menschen, die einfach singen wollten, zusammen.
Der Chor sollte in wenigen Wochen den Sprung von der Straße auf die Bühne schaffen.
Am 15.12.2009 geschah das Wunder und der Straßenchor absolvierte das Abschlusskonzert in der UDK-Berlin mit stehenden Ovationen.
Seit Herbst 2010 probt der Straßenchor regelmäßig in dem großen Saal der Evangelischen Zwölf Apostel Gemeinde in Berlin. Die Arbeit des Straßenchores hat eine besondere Bedeutung für den Kiez, es ist ein deutliches Zeichen der Solidarität und der Mitmenschlichkeit und verdient höchste Anerkennung mit der Vergabe des Förderpreises.


 

Ohne Moos nichts los… oder: Auch die größten ehrenamtlichen Aktivitäten benötigen teilweise finanzielle Unterstützung. So auch in Tempelhof-Schöneberg das Bezirks-Rockfestival ROCKTREFF und das jährliche DAS SPIELFEST in Berlin-Mariendorf.
Plakat mit Foto Sponsorenfruestueck Rocktreff Spielfest 2019


Am 23. Mai 2019, wenige Wochen vor den beiden großen Veranstaltungen des Jugendamtes, bedankten sich die Veranstalter bei Sponsoren und Spendern mit einem kräftigen Frühstück. Diese schöne Tradition fand wieder an der Stätte statt, die schon seit einiger Zeit den passenden Rahmen bot. Im Marienpark in Mariendorf, am ehemaligen Gelände der GASAG, fand das Frühstück bei BrewDog, vormals Stone Brewing, statt. Der neue Betreiber BrewDog hat jedoch für die Öffentlichkeit noch nicht geöffnet. Man kann gespannt sein!

Neben zahlreichen Sponsoren und ehrenamtlichen Organisatoren nahmen auch der BVV-Vorsteher Stefan Böltes, Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler, Jugendstadtrat Oliver Schworck und die Vorsitzende des Freundeskreises Rocktreff und Spielfest, Petra Dittmeyer, teil.

Beate Bruker, die die Veranstaltungsleitung für Rocktreff und Spielfest des Jugendamtes hat, eröffnete das lockere Beisammensein. In kurzen Statements wurde besonders den Sponsoren gedankt, ohne denen eine solche große Veranstaltung trotz viel Ehrenamtlichkeit nicht gestemmt werden kann.

Für den Veranstaltungsträger CPYE e.V. dankte der Vorsitzende Dominik Ziebarth.


„Das Jugendamt übernimmt die Basisfinanzierung der Veranstaltungen“, erläutert Oliver Schworck. „Für den größeren Teil der Kosten brauchen wir aber Spender und Sponsoren.“


Der BVV-Vorsteher und Schirmherr vom Rocktreff Stefan Böltes wies darauf hin, dass der Rocktreff diesmal ungewöhnlich früh an den Start geht. Er ist auch von dem großen Engagement der Ehrenamtlichen angetan und freut sich, dass die Veranstaltungen ohne Eintritt gestemmt werden. Abschließend wünscht der musikbegeisterte Politiker: „Long Live Rock!“

Natürlich durfte Petra Dittmeyer nicht fehlen, die seit vielen Jahren die Veranstaltungen begleitete. Die Vorsitzende des Freundeskreises Rocktreff und Spielfest war vor Stefan Böltes BVV-Vorsteherin und in dieser Funktion auch Schirmherrin vom Rocktreff: „Der Rocktreff und das Spielfest sind die größten Veranstaltungen dieser Art im Bezirk mit einer Ausstrahlung über den Bezirk Tempelhof-Schöneberg hinaus.“

Sie sprach die stetig steigenden Besucherzahlen und die hohe Qualität der Veranstaltungen an. Sie drückte ihren Dank besonders in Richtung Ehrenamtliche und Sponsoren aus. Petra Dittmeyer weiter: „Ich kann mir ein Urteil erlauben, denn seit der Bezirksfusion 2001 bin ich ständige Begleiterin der Veranstaltungen in unterschiedlichen Funktionen.“

Die Schirmherrin und Präsentatorin vom Spielfest, Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler, drückte ebenfalls ihren Dank an 30 Vereinen und Gruppen aus, die das Angebot beim Spielfest wieder bereichern werden: „Der informative Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf den Kinderrechten, die natürlich spielerisch präsentiert werden.“ Dabei verwies sie auf eine kleine Kinderbühne, die erstmals das Programm bereichern wird. In diesem Zusammenhang dankt sie UNICEF, dem Kinder- und Jugendparlament des Bezirks und für die Kooperation mit dem Deutschen Kinderhilfswerk. Schöttler bedankte sich auch bei Ed Koch, der in vielen Jahren als Veranstaltungsleiter der ruhende Pol und der Motor beim Rocktreff und beim Spielfest war.

Jugendamtsleiter Rainer Schwarz neben Angelika Schöttler
Im Rahmen des Sponsorenfrühstücks, das ebenfalls Jugendamtsleiter Rainer Schwarz besuchte, wurden Kontakte geknüpft und aufgefrischt.

Auch das traditionelle Gruppenfoto durfte nicht fehlen.

Und nun kann es losgehen: ROCKTREFF startet bereits am 14. Juni 2019. Bis zum 16. Juni spielen an drei Tagen 16 Band bei freiem Eintritt ohne Gage live im Stadion vom Volkspark Mariendorf. Am 15. und 16. Juni findet an gleicher Stelle, von der Uhrzeit in der Regel versetzt, DAS SPIELFEST für die ganze Familie statt. Besonders sind die Programmhefte empfohlen, die neben der Vielfältigkeit der Angebote auch die Sponsoren würdigt.

Auf los geht los: Es ist Rock-Time und Spielzeit in Mariendorf!

Thomas Moser (auch alle Fotos)

rocktreff Plakat2019

spielfestplakat2019
Weitere Fotoimpressionen:


sponsorenfruehstuck2019 13

Andie Kraft zeigt, was man beim Rocktreff trägt ;-)


 

Rocktreff und Spielfest leben vom Ehrenamt. Jedoch ohne finanzielle Unterstützung von Sponsoren würde den beliebten bezirklichen Veranstaltungen der notwendige finanzielle Boden entzogen werden. Darum ist die Veranstaltungsleiterin vom Jugendamt Beate Bruker begeistert, dass „Amazon-logistics Berlin“ als neuer Sponsor gewonnen werden konnte. Die symbolische Scheckübergabe erfolgte im Rahmen einer kleinen Führung durch den Mariendorfer Logistikstandort.

Der Scheck über 3.000 Euro wurde vom Amazon-Standortleiter Christian Ortmann an Manfred Schulz, Leiter der Jugendförderung im Jugendamt, und an Marco Herrmann und Dominik Ziebarth vom gemeinnützigen Verein CPYE, der auch Träger der Veranstaltung ist, übergeben. Mit dabei war Beate Bruker vom Jugendamt, die den Dank des Jugendstadtrates Oliver Schworck überbrachte.
amazon Spende rocktreff Spielfest 2019 4
Foto: v.l.n.r.: Christian Ortmann, Standortleiter Amazon Mariendorf, Manfred Schulz, Leiter der Jugendförderung Tempelhof-Schöneberg, Marco Herrmann, Geschäftsführer des CPYE e.V., Dominik Ziebarth, CPYE-Vorstand, Beate Bruker, Sponsoringbeauftragte des Jugendamtes Tempelhof-Schöneberg... alle mit Sicherheitsschuhen...

Eine Tradition im Bezirk: Rocktreff und Spielfest
Es sind Veranstaltungen mit einer bezirklichen Tradition in Tempelhof-Schöneberg. Seit 1984 finden das Spielfest für Kinder und der Rocktreff für Jugendliche statt. Für Jugendstadtrat Oliver Schworck sind Spielfest und Rocktreff ein wichtiger Bestandteil des kulturellen Angebots für Kinder und Jugendliche: „Die Veranstaltungen sollen für alle zugänglich sein.“ Deshalb ist der Eintritt frei. Die Künstler treten ohne Gage auf und Helfer arbeiten ehrenamtlich.

„Das Jugendamt übernimmt die Basisfinanzierung der Veranstaltungen“, erläutert Oliver Schworck. „Für den größeren Teil der Kosten brauchen wir aber Spender und Sponsoren.“ – Amazon ist einer davon. „Wir freuen uns sehr, dass wir in diesem Jahr Amazon als neuen Spender begrüßen dürfen“, sagt Bernd Puhlmann, Vorstandsvorsitzender von CPYE: „Die Mittel für die Veranstaltungen aufzutreiben, ist jedes Jahr eine Herausforderung. Umso mehr freuen wir uns über neue Unterstützer wie Amazon.“

Ein neuer Nachbar und Sponsor: Amazon in Mariendorf
Am 11. Juli 2018 ging das Amazon Verteilzentrum in Berlin Tempelhof in Betrieb.

Von hier aus beliefert Amazon Logistik über Lieferpartner mehrere Postleitzahlenbereiche im Süden Berlins und im südlichen Umland, auch für Same-Day Bestellungen. Der Standort ist kein Lager oder Zwischenpuffer, sondern ein Verteilzentrum. Hier kommen die Pakete unter anderem aus den europäischen Amazon Logistikzentren an, werden entladen, auf die Zustellfahrzeuge sortiert und schließlich an die Kunden in Berlin ausgeliefert. Die Verteilung erfolgt mithilfe einer eigenen Amazon Routenplanung.

Beate Bruker und...

Manfred Schulz hören aufmerksam den Ausführungen des Standortleiters zu.

Amazon-Standortleiter Christian Ortmann: “Rund 200 Mitarbeiter arbeiten in unserem Verteilzentrum. Viele kommen aus Tempelhof-Schöneberg und den angrenzenden Bezirken“, sagt Standortleiter Christian Ortmann. Das bildet auch den Ansatz für das lokale Engagement: „Wir sind nun ein Teil von Tempelhof-Schöneberg und wir möchten ein guter Nachbar sein.“

Bei der Betriebsführung, die gegen am 23. Mai 2019 Mittag stattfand, war die Ruhe in der großen Logistikhalle erstaunlich. Standortleiter Christian Ortmann berichtet von den Arbeitsabläufen im Standort: „Hier wird sehr viel mit der Hand gearbeitet.“ In drei Schichten wird an sechs Tagen gearbeitet. Besonders viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in der Nachschicht in der Halle, denn die gepackten Pakete kommen dann von den großen Lagern zur Verteilung nach Mariendorf. Ein zweiter Standort in Berlin ist in Tegel.

Der Handscanner erleichtert die Arbeit beim Paketsortieren...


Und alle Besucher werden vorher kontrolliert, begleitet und erfasst...

Herzlich willkommen beim Spielfest und beim Rocktreff
Wenn am Wochenende des 15. und 16. Juni die rund 4.000 täglichen Besucher die Spielgründe im Volkspark Mariendorf verlassen haben dürften, ist Open Air Stimmung angesagt. Rund 15.000 Besucher und 16 Bands werden für den Rocktreff (14. bis 16. Juni 2019) erwartet. Tempelhofs Jugend feiert dann den Sommer bei rockigen Klängen. ToM

Alle Fotos Thomas Moser


 

Saisoneröffnung der Naturschutzstation Marienfelde am 31. März

Die Saisoneröffnung in der Marienfelder Naturschutzstation findet am 31. März 2019 von 10 bis 16 Uhr statt.

Die Naturwacht Berlin e.V. begrüßt zum Saisonauftakt alle kleinen und großen Naturfreunde auf der Naturschutzstation. In den grünen Klassenzimmern dreht sich alles um unsere heimische Tier- und Pflanzenwelt, Landwirtschaft und das Thema Müll. Schließlich liegt die Station am Fuß einer ehemaligen Mülldeponie. Die Imker vom Lehrbienenstand des Imkervereins Lichtenrade sind mit von der Partie und informieren rund um die Biene.


Auf der Naturschutzstation Marienfelde dreht sich in diesem Jahr alles um die kleinen „Krabbler“ mit den sechs Beinen. Insekten stellen die Lebensgrundlage für viele andere Lebewesen dar, sei es als Bestäuber von Pflanzen oder als elementares Glied in verschiedenen Nahrungsketten. Im Landschaftspark Marienfelde auf einer ehemaligen Müllkippe hat sich im Süden Berlins ein HotSpot der Biodiversität erhalten und entwickelt. Erleben und erfahren Sie mehr über den Schutz, den Erhalt und die Entwicklungsmaßnahmen für strukturreiche Lebensräume als Basis vielfältigster Lebensgemeinschaften.

Weiter geht es mit dem Langen Tag der Stadtnatur am 25. und 26. Mai

Der Lange Tag der Stadtnatur wird dann in Marienfelde am 25. und 26. Mai 2019 mit einem großen Programm unter der Überschrift „Insektenvielfalt auf der Kippe“ stattfinden.

Die Naturwacht Berlin lädt unter Leitung von NaturRanger Björn Lindner und Dipl.-Ing. Nathalie Bunke auf die Naturschutzstation Kinder, Jugendliche, Familien und Erwachsene ein. Am Samstag und Sonntag geht es am Lehrbienenstand um die „Welt der Honigbiene“, eine „Wiesen-Tour“ erschließt die Insekten der Kippe und eine ornithologische Entdeckungstour erkundet die Marienfelder Vogelwelt.

Die Ranger-Tour geht durch das „Wilde Marienfelde“ und begibt sich auf die Suche nach den Spuren dämmerungs- und nachtaktiver Wildtiere. Auch wird eine Wanderung durch die Marienfelder Feldmark angeboten. Am Sonntag findet von 10 bis 14 Uhr an der „Müller-Linde“ ein Bürgertreff statt, wo die BI Rettet die Feldmark ihre Arbeit bei Kaffee und Kuchen vorstellt. Dieser Ort ist direkt mitten in der Felder der Marienfelder Feldmark (Nähe Schichauweg, Egestorff-/Blohmstraße). Die Marienfelder Feldmark ist die letzte Landwirtschaftlich genutzte Fläche im Süden Berlins. Die BI „Rettet die Marienfelder Feldmark!“setzt sich seit vielen Jahren für den Erhalt und Schutz dieses historisch und ökologisch bedeutenden Gebiets ein. Informieren Sie Sich über dieses vorbildliche Bespiel bürgerlichen Engagements.

Das Programm mi den Uhrzeiten sollte im Internet nachgelesen werden: https://www.naturwachtberlin.de  .Kooperationspartner sind landeseigene Wohnungsbaugesellschaften, die Stiftung Naturschutz, die Bürgerinitiative  Marienfelder Feldmark und das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg.

Hintergrundinformationen rund um das Naturidyll: Ein HotSpot der Natur!

Der Besuch der Naturschutzstation und vom Naturpark in Marienfelde sind ein Ausflug in eine ganz besondere Natur und fast so etwas wie Urlaub auf dem Land: Eine grüne Oase für Körper und Geist! Hier wird auch der Bildungsauftrag ganz anschaulich umgesetzt, indem den Kindern die Natur ganz praktisch vermittelt wird. Von April bis Oktober lohnt sich ein Besuch auf der Naturschutzstation, denn dort gibt es immer etwas zu Lernen, zum Staunen, zum Wohlfühlen und Entspannen.

In der Naturschutzstation haben sich viele Dinge getan. Viel wurde sehr liebevoll neu errichtet. Wer die Station kennt, wird beim erneuten Besuch von den beeindruckenden Veränderungen begeistert sein.


Ein Höhepunkt dabei ist das neue Schmetterlingshaus. Beim langen Tag der Stadtnatur wurden viele sehr interessante Führungen angeboten und kleine Naturwunder konnten erlebt werden.

Der Freizeitpark Marienfelde, ein ehemaliger Müllberg, und die Naturschutzstation der Naturwacht Berlin in Marienfelde ist immer wieder ein Ausflug wert. Der Landschaftspark Marienfelde stellt ein HotSpot biologischer Vielfalt im Süden Berlins dar. Der NaturschutzPark war von 1950 – 1980 die Hausmülldeponie für Marienfelde. Auf der rund 40 ha großen Fläche wurden ca. 4,4 Mio. m³ Abfälle abgelagert, dann erfolgte die zehnjährige Umgestaltung in einen Freizeitpark. Nach einer kompletten Schließung von 2001 bis 2005 und der Errichtung eines neuen Gassicherungssystems, entwickelte sich der extensiv gepflegte NaturschutzPark ein vielfältiger Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten – ein biologisches Juwel im Süden Berlins.

Die Naturschutzstation präsentiert sich mit den grünen Klassenzimmern, in denen sich alles um unsere heimische Tier- und Pflanzenwelt, Landwirtschaft und das Thema Müll dreht. Die Projekte „Auf der Kippe“ (Stiftung Naturschutz) zum Thema Müllverwertung, -vermeidung und -recycling und „Vom Acker auf den Tisch“ (Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz) zum Thema Landwirtschaft werden präsentiert. Der sehr interessante Lehrbienenstand des Imkervereins Lichtenrade stellt eine gute fachliche Aufwertung des Bildungsangebotes dar. Die BSR informiert mit „Trenntstadt Berlin“ über Mülltrennung.

Schulen und Kitas sind herzlich willkommen. Es kann eine Natur- und Müllrallye absolviert werden oder die Erlebnisstationen auf der Naturschutzstation unterstützen die Projektarbeit. Beim Unterricht in der Natur können lebendig und anschaulich Umwelthemen betrachtet werden. Bestandteil der landschaftspflegerischen Tätigkeiten der Naturwacht sind die Pflege und Renaturierung von Gewässern, die Anlage von Kleinstlebensräumen für trockenheitsliebende Arten, die Anlage und Pflege von Schichtholzhecken als artenreiche Lebensräume und die Errichtung von Lebensräumen für Zauneidechsen. Diese kleine heimische Eidechse ist, neben der Knoblauchkröte und dem Moorfrosch, eine der drei Biodiversitätsarten im Naturschutzpark Marienfelde.

Es gibt viele wichtige örtliche und überörtliche Partner der Naturschutzstation und der Naturwacht Berlin. Besondere Unterstützter sind die Stiftung Naturschutz Berlin, die Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz, die Wohnungsbaugesellschaft „degewo“, das UnternehmerNetzwerk Motzener Straße und von der BSR „Trennstadt Berlin.“
Einen maßgeblichen Anteil an der Entwicklung der Naturherrlichkeiten in Marienfelde haben NaturRanger Björn Lindner und Naturpädagogin Nathalie Bunke, die mit tatkräftiger Unterstützung einiger Helferinnen und Helfer und jeder Menge Idealismus dieses kleine Naturwunder geschaffen haben.

Thomas Moser


Ort/Start: Tempelhof, Diedersdorfer Weg 3, 12277 Berlin, Naturwachthaus im NaturschutzPark

Anfahrt: S–Bahnhof Buckower Chaussee S2, Bus M11, X11, X83, M77, 277

https://www.naturwachtberlin.de

Programmübersicht bis Mai 2019

März

3.3., 7:30-9:30            Vogelwelt im Park                                                    

16.3., 18-20:30           Wildes Marienfelde                                                

31.3.,   10-16              Saison-Eröffnung der NaturschutzStation                                

31.3., 7:30-9:30          Feldlerche - Vogel des Jahres 2019                     

April

7.4., 7:30-9:30            Vogelwelt im Park                                                 

13.4. 12-14                 Auf der Kippe                                                        

20.4., 19-21:30           Wildes Marienfelde                                                

21.4., 7:30-9:30          Feldlerche - Vogel des Jahres 2019                      

28.4., 7:30-9:30          Vogelwelt im Park                                                

28.4., 14-16                Lust auf Natur                                                      

Langer Tag der StadtNatur

25.5., 15-1                  Stationsprogramm                                      

25.5., 15-19                Die Welt der Honigbiene auf dem Lehrbienenstand     

25.5., 15:30-17:30      Insektenwelt auf der Wiese                 

25.5., 18:30-20:30      Insektenwelt auf der Wiese                   

25.5., 18:30-20:30      Fliegen und Singen                       

25.5., 19:30-23           Wildes Marienfelde - RangerTour                                            

25.5., 23-1                  Nachtschwärmer - Licht lockt         

          

26.5., 10-17                Stationsprogramm                                   

26.5., 10-17                Die Welt der Honigbiene auf dem Lehrbienenstand       

26.5., 5-7:30               Wildes Marienfelde – Die StadtNatur erwacht      

26.5., 7:30-10             Mehr als Spatzen                                    

26.5., 10:30-13           Wildes Marienfelde – RangerTour auf der Feldmark           

26.5., 13-14                Insektenwelt auf der Wiese                    

26.5., 14-15:30           Kleine Insektenforscher                            

26..5., 14-16               Lust auf Natur                       

Alle Fotos Thomas Moser


 

Bericht und Fotos der Ausstellung und Ankündigung einer spannenden historische Modellbahnausstellung im Herbst 2019 (12. und 13. Oktober 2019) am Ende dieses Berichtes. Das Thema im Herbst wird die "Eröffnung der S-Bahn am Potsdamer Platz 1939" sein. Es wird zurzeit ein Modell mit dem Nord-Süd-Tunnel, den spannenden Gebäuden und dem Leben auf dem Potsdamer Platz gebaut (nähere Infos unten). Termin unbedingt vormerken!

GHO Modellbahn 02 2019 1


Die große Modellbahnausstellung an der Marienfelder Gustav-Heinmann-Oberschule (GHO)  am 9. Februar 2019 war ein großer Publikumserfolg. Im 37. Jahr des Bestehens der Modellbahn-AG an der Schule gab es wieder eine Präsentation der kompletten Anlage "Berliner Stadtbahn in Modellgröße H0". Groß und Klein konnten ausgiebig staunen! In derGHO konnten junge und ältere Besucherinnen und Besucher eine große interessante Modellbahnanlage mit Berlin-Bezug bewundern.



Die Anlage wurde über Jahrzehnte mit großem Einsatz von engagierten Lehrern und Schüler erbaut, ständig erweitert und gepflegt.
GHO Modellbahn 02 2019 10



Die Berliner S-Bahn und die parallel verlaufende Fernbahn waren mit ihren Bahnhöfen Zoologischer Garten, Alexanderplatz, Tiergarten und Savignyplatz auf der großen Modulanlage der Schüler-Arbeitsgemeinschaft (www.modellbahn-gho.de) im Miniaturformat (H0) zu sehen. Teile der Anlage durften Besucher in den vergangenen Jahren bei den Modellbahn-Ausstellungen im Freizeit- und Erholungszentrum Wuhlheide und bei den historischen Ausstellungen der TRIX EXPRESS Freunde Berlin (trixstadt) schon sehen. Die komplette Modellbahn-Anlage umfasst 60 Module.





Es fand ein S-Bahn-Betrieb (Baureihen 480 und 481) mit acht Bahnhöfen und einem Bahnbetriebswerk statt. Auf den parallelen Fernbahngleisen verkehrten gleichzeitig Regional- und Fernzüge (ICE, EC, IC, RE, RB, Sonder- und auch Güterzüge). Die ständig wachsende Anlage erreichte Mitte 2017 das 35. Jahr ihres Bestehens. Teile der Modellbahnanlage waren auch im Zusammenhang mit den internationalen Modelleisenbahn-Ausstellungen im FEZ Wuhlheide, zuletzt im November 2018, zu bestaunen. Bei den Publikumsabstimmungen konnten im FEZ inzwischen dreimal den 1. Preis gewonnen werden.

Es waren außerdem weitere Anlagen zu besichtigen.
TRIX GHO Modellbahnaussellung 02 2019 Moser 1

Vertreten waren auch die TRIX EXPRESS Freunde Berlin, mit denen die Schule seit inzwischen über 10 Jahren freundschaftlich verbunden sind. Bei den Herbst-Ausstellungen der TRIX-Freunde in der Schule ist jedes Jahr ein Teil der Schulanlage zu besichtigen.


Spannende historische Modellbahnausstellung im Herbst 2019 (12. und 13. Oktober 2019)
Projekt TRIX GHO Modellbahnaussellung 02 2019 Moser 9
Das Thema wird die "Eröffnung der S-Bahn am Potsdamer Platz 1939" sein. Die TRIX Freunde Berlin wollen dies in einer kleinen Anlage lebendig werden lassen und bauen schon fleißig daran. Vorher wurde ausgiebig in Archiven geforscht. Auch die damaligen Gebäude mit ihren interessanten Geschichten werden dazu gehören. Das im Krieg zerstörte für damalige Verhältnisse hochmoderne Columbushaus wird wieder mit seiner Geschichte lebendig. Die Atmosphäre dieses belebten und bekannten Platzes soll im Modell gezeigt werden. Vor 80 Jahren ging auch der Nord-Süd-Tunnel der S-Bahn in Betrieb. Es wird ein befahrbares Schnittmodell des Tunnels entstehen, der damals auch eine große technische Leistung war. Interessante Geschichte lebendig gemacht. Das wird sicher, neben den anderen historischen Modellen und Bahnen, wieder sehr interessant und spannend. Der Termin sollte unbedingt schon notiert werden!




Publikationen aus den unterschiedlichen Epochen

Der Grundriss vom Columbushaus am Potsdamer Platz ist schon im Maßstab 1:87 fertig; viele Baupläne sind für den Modellbau vorhanden.


Das Leben am Potsdamer Platz

Fotos Thomas Moser


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