Sommertheater in Berlin – „Besser als Wahlkampf“

Zur Wiederaufnahme von REFERENTINNEN ist die Neuköllner Oper zu Gast in der Heinrich Böll Stiftung in Berlin-Mitte, in unmittelbarer Nachbarschaft des politischen Machtzentrums gegenüber vom Deutschen Theater.

Dem großzügig offenen Neubau der Heinrich Böll Stiftung wird durch die Inszenierung von Matthias Rebstock und der Interpretation durch das Ensemble "Ieitundlause" mit dem musikalischen Sing-Schauspiel REFERENTINNEN kraftvoll junges Leben eingehaucht.

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Der Besucher ist Bestandteil einer Pressekonferenz, die im barocken Ambiente eines Regierungsschlosses stattfindet. Er kann bei den umtriebigen REFERENTINNEN das Spiel um Macht, Konkurrenz und Intrigen erleben. Ewige Konferenzen, Monotonie und Stumpfsinn, das ist das Los von hysterischen und sarkastischen REFERENTINNEN aus der zweiten Reihe der Politik.

Das Ensemble bringt die unterschiedlichen Facetten des Alltags mit Komik und Slapstick, James Bond Einlagen und kindischem Spiel, sprachlicher Jonglage und viel Spielfreude auf die Bühne. So erfährt man auch von der "Philosophie" der Büroklammern und kann den Flamenco nach dem "Kugelschreiber-Klick" erleben. Es geht aber auch um Grenzen und Grenzverletzungen, Schuld und Bauernopfer für „Fehler“.

Historischer Tanz, Volksmusik, Zirkusmusik, lateinische Kirchengesänge, Liedermachersong ("Wenn es kalt wird in Berlin") und körperbetonte Punkmusikeinlagen meistert das Ensemble "Ieitundlause" mit ihren ausgebildeten Stimmen und einer kraftvollen und vielfältigen Schauspielkunst. Die Sopranistin Astrid Kessler stellt mit viel Dynamik und stimmlicher Brillanz klassische Musikwerke grandios in die barocke Schlossumgebung. In der Ankündigung heißt es treffend: "Die Musik greift diese barocke Spannung zwischen Prunk der Macht und Jenseitssehnsucht auf und spannt von hier aus einen weiten Bogen, von barocken Passionsmusiken über die melancholische Ausgelassenheit, von Balkanmusik bis hin zu neu und schräg arrangierten (Punk- )Songs."

Besonders gelungen ist REFERENTINNEN dann, wenn das Haus der Heinrich Böll Stiftung in das Spiel mit der Akustik einbezogen wird. Multimediale Akzente unterstreichen die Arbeit der Schauspieler. REFERENTINNEN ist eine gelungene Ensembleleistung mit vielen guten Mitwirkenden. Die realpolitisch satirischen Anteile sind von den Textern Tilmann Rammstedt und Matthias Rebstock ideenreich umgesetzt worden.

Der bei der Premiere der Wiederaufnahme REFERENTINNEN anwesende Kulturstaatssekretär Andre Schmitz hat sich sichtlich amüsiert und konnte sicher auch Ähnlichkeiten mit der politischen Wirklichkeit feststellen. Der Vertreter der Heinrich-Böll-Stiftung bezeichnete das Stück als Sommertheater in Berlin und "Besser als Wahlkampf". Gute gehobene Unterhaltung mit leichtfüßigem Tiefgang!

Thomas Moser -BerLi-Press (http://www.berli-press.de) für http://www.lichtenrade-berlin.de

Künstlerisches Leitungsteam

Inszenierung, Text: Matthias Rebstock Text: Tilman Rammstedt

Musikalische Einrichtung: Knut Jensen Bühne, Kostüm: Sabine Hilscher Bühne/Projektionen: David Reuter, Sabine Beyerle Dramaturgie: Bernhard Glocksin

Ensemble

Sabine Hilscher, Irmtraud Horstkotte, Astrid Kessler, Deborah Klein, Ursula Renneke, Bärbel Schwarz, Lydia Starkulla, Mariel Jana Supka

Lukas Fröhlich / Steffen Zimmer: Trompete Christian Fischer / Rob Gutowski: Posaune Janni Struzyk: Tuba

Ungewohnte Töne klingen über die begrünten Dächer des Tempelhofer Kulturcentrums ufaFabrik. Operette ist sonst nicht im Standardprogramm der alternativen Bühne zu finden.

Bei schwülwarmen Wetter feiert die „Operncompanie“ in der Sommerbühne, in der Nähe des Tempelhofer Hafens, ein kurzweiliges Feuerwerk mit berauschenden Operettenklängen, das sich im Berliner Kulturleben keinesfalls verstecken muss.

Die Operette „Freitag der Dreizehnte“ erzählt von einem Tag, an dem alles schief läuft. Drei Frauen und zwei Männer haben sich zu einem Dinner verabredet. Das Essen brennt an, der Besuch kommt zu spät, der Strom fällt aus, eine Leiche taucht auf und Geld verschwindet.

Bekannte und beliebte Melodien, die teilweise schon als Gassenhauer bezeichnet werden können, bringen das Premierenpublikum dazu, dass die Füße mitwippten und auch, wie automatisch, mitgeklatscht werden musste. Ob „Die Christel von der Post“, „Ob blond, ob braun, ich liebe alle Frau´n“ oder „Heut gehn wir ins Maxim“, die ins Berliner Milieu gesetzte musikalische Kriminalkomödie überzeugt mit den vielfältigsten künstlerischen Elementen.

Man hatte den Eindruck, dass sich die Vögel rund um die Freiluftbühne durch den glockenklaren Gesang angeregt gefühlt haben, besonders laut und schön zu singen.

Die gesanglichen Qualitäten aller Künstlerinnen und Künstler beeindruckten ohne Wenn und Aber! Die witzige Handlung kitzelte auch vielfältige schauspielerische Talente an den Tag. Das Auge bekam viel Spielfreude, gepaart mit tänzerischer Qualität, bei den zwei Tänzerinnen zu spüren, die in abwechslungsreichen Kostümen in viele Rollen schlüpften. An dieser Stelle muss die lebendige Choreografie lobend erwähnt werden.

Nicht zu vergessen ist mit einer einwandfreien Leistung das Quintett „Frisch gestrichen“ unter künstlerischer Leitung von Ronald Herold. Das liebevoll gestaltete Bühnenbild rundete die musikalischen Qualitäten ab. Inspiriert durch die Anfänge der Schwarz-Weiß-Kriminalverfilmungen wird im Bühnenbild unter anderem die alte Form des Schattenspiels aufgegriffen und die Kostüme sind im Stil der 50er/ 60er Jahre gehalten.

Die musikalischen Leckerbissen von Johann Strauß, Paul Lincke, Franz Lehár und Robert Stolz wurden ergänzt durch Klänge von „Cabaret“, „Wenn ich einmal reich wär“ und „Sag zum Abschied, leise Servus“.

Das Opernmobil hat in der Berliner ufaFabrik einen bleibenden Eindruck hinterlassen und war eine echte Bereicherung für die Vielfältigkeit des Kulturprogramms. Das Publikum klatsche begeistert nach jeder musikalischen Darbietung und bedankte sich mit einem anhaltenden Schlussapplaus bei den vielen Künstlern. Ein lustvolles Sommervergnügen!

Thomas Moser –BerLi-Press (www.berli-press.de) für www.lichtenrade-berlin.de

Mehr zum Inhalt:

Die junge Lucile hat nach fünfzehn Jahren, fünf ihrer ehemaligen Klassenkameraden zu sich bestellt. Grund des Treffens ist ein alter Lottoschein, der vor fünfzehn Jahren nicht abgegeben wurde und nun, den Freunden fünfhunderttausend Taler Gewinn bringt. Doch statt den Gewinn aufzuteilen, geraten sie in Streit. Hans erhebt Anspruch auf den vollen Gewinn, schließlich hat sein Tipp gewonnen. Der Streit eskaliert, der Strom fällt aus und Hans bekommt ein Messer in den Rücken. Keiner der vier Freunde will es gewesen sein. Jetzt haben Sie einen Toten am Hals und vakante fünfhunderttausend Taler. Eine Polizistin taucht auf und zu allem Überfluss der sechste Klassenkamerad Mackie ...

Buch und Regie: Gunda Aurich; Bühnenbild: Tina Zimmermann;
Musikalische Leitung:
Ronald Herold, Quintett „Frisch gestrichen“
Choreographie:
Gerhard Winterle; Sänger: Marie Giroux, Monica Garcia-Albea, Norina Kutz, Thomas Schumann, Lars G. Neumann.

Mehr zu den Künstlern: http://www.operncompagnie.com


 

Die Puhdys kommen ins Museum - Sie und Ihre Musik sind dagegen noch lange nicht Museumsreif!
Ein Bericht von Thomas Moser

Zum Jubiläum „40 Jahre PUHDYS“ wurde im Kultureum auf der Burg Storkow, süd-östlich vor den Toren von Berlin, eine wundervoll gestaltete Ausstellung der Kult-Ostrock-Band eröffnet. Nach dem Jubiläumskonzert in der O2-World und dem interessanten Buch über die PUHDYS, wagen sich die Rocker nun an eine Ausstellung über ihr Wirken. Auch wenn die fünf Musiker von der Rockerrente singen und nun auch eine eigene Ausstellung haben, stehen die beliebten Künstler noch in der vollen Blüte der Schaffenskraft.

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Die Musiker rund um Dieter „Maschine“ Birr und Peter „Eingehängt“ Meyer poussieren bei herrlichem Sonnenschein vor der aufwendig zur 800-Jahr-Feier der Stadt sanierten Burg.

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Zur Ausstellungeröffnung war extra der Ministerpräsident von Brandenburg Matthias Platzeck (SPD) angereist. Der Politiker wurde von den Burgfräuleins und dem Burgteufel begrüßt. Platzeck erzählt von seiner Begeisterung für die PUHDYS („Ich bin mit den PUHDYS groß geworden“) und eröffnet dann die Ausstellung: „Die PUHDYS sind noch längst kein Ausstellungsstück!“

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Die Ausstellungsmacher und die parteilose Bürgermeisterin Christina Gericke freuen sich über die gelungene Ausstellung, die mindestens 1 Jahr Besucher in den kleinen Ort Storkow bringen soll. Bandmitglied Peter Meyer bedankt sich bei allen Verantwortlichen und Ausstellungsmachern, dass die Ausstellung in den wunderbaren Räumlichkeiten Platz gefunden hat. Meyer wird auch sein Versprechen einhalten: „Wenn Matthias Platzeck Bundeskanzler wird, werde ich Regierungssprecher...aber nur, wenn ich weiter bei den PUHDYS spielen kann.“

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In dem sonnendurchfluteten großen Ausstellungsraum sind auf der Galerie die übersichtlich und ansprechend kurzweiligen Infotafeln mit vielen Bildern angebracht. Die Ausstellung ist nach modernsten Gestaltungskonzepten angelegt und bietet, neben vielen Ausstellungsstücken von den ausgeräumten Dachböden der Rocklegenden, auch multimediale Präsentationen von Film- und Tondokumenten. Neben weißen Plateau-Stiefeln von Dieter „Quaster“ Hertrampf wird auch die feuerspeiende Gitarre, die aus Armeebeständen für Effekte aufgerüstet wurde, Bühnen-Outfits, Platten und CD´s, Poster und Eintrittskarten und viel, aber nicht zu viel, Schnickschnack ausgestellt. Für jeden Musiker ist auch eine eigene Ecke in der Ausstellung eingerichtet. Beeindruckend ist eine Steinplatte mit den PUHDYS-Köpfen, die auf Knopfdruck im wechselndem Licht erscheinen. Die Köpfe wurden dazu eingescannt und dann ausgefräst, erfährt man beim Ausstellungsrundgang.

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Auch die Bandmitglieder  Klaus Schwarfschwerdt und Peter „Bimbo“ Rasym sind begeistert von der Aufmachung der Ausstellung.

Die fünf sympathischen PUHDYS stehen geduldig den vielen Presseleuten Rede und Antwort und für Fotos zur Verfügung. Im Rahmen der Ausstellungseröffnung wurde vor der Burg auch eine Tafel von der Band enthüllt, die auf einen vor drei Jahren von den PUHDYS gepflanzten Baum hinweist, der nach den Wünschen der Band auch „Alt wie ein Baum“ werden soll. Am nächsten Tag gab die Band in Storkow ein Konzert. Einen Wunsch haben die PUHDYS noch. Sie möchten mit den Rolling Stones in Peking auftreten: „Falls die Jungs von den Stones das durchhalten“.

Thomas Moser -BerLi-Press- www.berli-press.de (Bericht und alle Fotos)


 

Die Neuköllner Oper hat sich mit dem Musical „Leben ohne Chris“ an das Thema Tod eines jungen Menschen herangewagt. Gehört Musical und Tod zusammen? Kann man das lebendige Leben und die Trauer in einem Stück auf die Musicalbühne bringen? Die Neuköllner Oper kann es und das Ensemble setzt das Thema mit viel Spaß, Engagement und Können um!

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In der neuesten Koproduktion mit dem Studiengang Musical der UdK Berlin geht es um den gerade achtzehn Jahre alt gewordenen Chris, der als Rollerfahrer am Straßenbaum endet. So ein Typ mit Flügel will ihn abholen und Chris sieht sein Leben mit Songs wie „Am Tag, als ich starb“ in der Rückblende, ist Zuschauer seiner eigenen Beerdigung, hört leider alles, was über ihn geredet wird und sieht, wie alles hätte werden können.

Chris, der ach so coole Typ, muss sich mit seinem bisherigen Leben beschäftigen. Das kann ganz schön gemein sein, so mit achtzehn Jahren! Das Computertagebuch von Chris zeigt nicht nur die Seiten des Ekelpakets, sondern auch die Zweifel und Fragen nach dem Sinn des jungen Lebens: „Du bist jetzt 18 und der Ernst des Lebens beginnt“.

Die Songs sind manchmal traurig und sensibel, aber meistens rockig und voll Power. Das Musical ist ein empfehlenswertes Stück für junge Erwachsene, das auch jedem Älteren gut tut.

„Leben ohne Chris“ kommt manchmal leise und gefühlvoll und dann, ohne ein Widerspruch zu sein, auch laut und schrill daher. Themen wie Angst, Eifersucht, Liebe, Drogen und Alkohol werden nicht ausgelassen. Eine andere Frage lautet: Wozu alt werden und dement im Altersheim leiden? Mit abwechslungsreichen Texten wie „Kluge Menschen sterben jung“ ist das Stück nicht nur leise und traurig, sondern in seiner nachdenklichen Tiefgründigkeit auch sehr mitreißend!

Das gesamte Ensemble konnte mit Gesang, Tanz, Schauspiel und teils akrobatischen Leistungen überzeugen. Die runde Gruppenleistung wurde durch die Soli der jungen Künstlerinnen und Künstler gekonnt abgerundet. Besonders im Song „Wenn es plötzlich Liebe ist!“ kann die wundervolle musikalische Umsetzung der Nadja Darstellerin Karoline Goebel bejubelt werden. Aber auch die Darsteller von Chris, Anna und Lisa können mit lauten leisen Tönen überzeugen. Die Choreografie und die Musik waren zu jeder Zeit stimmig und die Band unter der bewährten musikalischen Leitung von Hans-Peter Kirchberg beigeistert mit ihrer musikalischen Präzision.

Das Thema Tod wurde leicht, aber nicht leichtfüßig, mutig auf die Bühne gebracht. „Und plötzlich geht die Sonne auf“ oder die Frage des Lebens nach dem Tod kann (nur) im Musical beantwortet werden. Das Publikum der Uraufführung in der Neuköllner Oper bedankte sich mit tosendem Abschlussapplaus bei allen Mitwirkenden.

Eine Empfehlung ohne Wenn und Aber!

 Thomas Moser –BerLi-Press (www.berli-press.de) für www.lichtenrade-berlin.de

„Leben ohne Chris“ ein Musical von Wolfgang Böhmer (Musik) und Peter Lund (Text)

Inszenierung: Peter Lund

Musikalische Leitung: Hans-Peter Kirchberg/Andreas Altenhof

Choreographie: Neva Howard

Bühnenbild: Ulrike Reinhard

Kostüme: Claudio Aguire, Andrea Schmidt


 

Supertalent Michael Hirte begeistert im Berliner Tempodrom

Mit einem rundum gelungenen Konzert beglückt „Michael Hirte & Friends“ seine Berliner Fans und seine Mutter, die stolz als Zuschauerin die Show verfolgt und auch Autogramkarten verteilt. Das Tempodrom war, von dem meist älteren Publikum, gut gefüllt.

Zu den Klängen von „Der Junge mit der Mundharmonika“ des Otti-Bauer-Orchesters betritt Michael Hirte, auf dem Kopf stets eine Kappe tragend, die Bühne der Berliner Kultureinrichtung. Michael Hirte, der merklich an Selbstbewusstsein gewonnen hat, klopft heftig seine Mundharmonika an der Hose aus und stimmt mit der Band den ersten Song „Mull Of Kintyre“ an.

Bei seiner Deutschlandtournee wird Michael Hirte von Kathy Kelly, einem Mitglied der bekannten Kelly Familiy, und dem jungen Nachwuchstenor Silvio d`Anza begleitet, die zumindest anfangs die Show moderieren. So können sie dem Supertalent ein wenig das Lampenfieber nehmen.

Michael Hirte berührte noch vor wenigen Monaten ein Millionenpublikum bei der RTL-Castingshow „Supertalent 2008“ mit seinem Mundharmonikaspiel und seiner Geschichte, die von gesundheitlichen Schicksalsschlägen und dem Bezug von Leistungen nach Hartz IV beprägt waren.

Zwischendurch stimmt Kathy Kelly, die über eine jahrelange Bühnenerfahrung verfügt, mit Akkordeon und Gitarre temperamentvoll irische und spanische Lieder an. Michael Hirte spielt Lieder seiner bisherigen Gold-CD und der für Mai 2009 geplanten neuen CD. Er spielt die Lieder mit dem Orchester, das auch über Bläser und Streicher verfügt, und auch in Kombination mit den beiden anderen wunderbaren Künstlern. Seine Unbeholfenheit wird von aufmunternden Rufen und Applaus begleitet. Da fragt Michael Hirte die Band auch schon mal nach dem nächsten Titel. Nach „Amazing Grace“ und „Morning Has Broken“ merkt man Michael Hirte seine größere Lockerheit an. Sehr sympathisch nimmt er nun schnell den Kontakt zum Publikum auf.

Silvio d`Anza tritt in die Fußstapfen großer Tenöre und singt italienische „Gassenhauer der Klassik“. „Time To Say Goodbye“ als Duett mit Michael Hirte kam sehr gut bei den Fans an. Bevor Michael Hirte „Tränen lügen nicht“ anstimmt, bedankt er sich ergreifend für die bisherige Unterstützung seiner Fans und interpretiert „Über 7 Brücken musst du gehen“ von Karat. Bei „Knocking On Heavens Door“ lässt Michael Hirte neben Kathy Kelly auch selbst seine Stimme erklingen. Das Publikum kann sich jetzt kaum noch auf den Plätzen halten.

„Ännchen von Tharau“ war immer ein Lied, erzählt der ehemalige Straßenmusiker, das auf der Straße gerne ältere Leute gehört haben. Michael Hirte kann aber nicht nur sanfte Melodien spielen. Ob „Winnetou-Melodien“, „Moon River“ mit Violinen- und Tenorbegleitung oder rockigen Elvis Presley Interpretationen, er beherrscht das ganze musikalische Spektrum. Man kann Michael Hirte nur ermutigen, dass er diese musikalische Bandbreite weiter ausbaut. So merken die Zuhörer die große Freude und den besonderen Spaß bei rockigen Mundharmonika-Interpretationen.

Als Überraschungsgast kommt dann noch der 13 jährige Junge mit der Engelsstimme, Dennis Chmelensky, der auch mit Michael Hirte bei der Talentshow angetreten ist.

Alles was Michael Hirte macht, wirkt ehrlich! So kommt er auch nach und nach ins Plaudern. Das Tempodrom ist von einer sehr positiven familiären Atmosphäre geprägt. Man merkt, dass die Fans ihn lieben! Der 44 jährige Künstler braucht sich auch nicht zu verstecken, denn sein Instrument beherrscht er souverän. Der „Gänsehautfaktor“ ist bei Michael Hirte garantiert. Er ist ein echter Superstar, nicht nur bei RTL, sondern auch auf der Bühne im Tempodrom. Der ursprünglich aus dem Spreewald stammende Musiker ist angenehm unverbraucht, natürlich und frei von Allüren.

Natürlich darf das „Ave Maria“ zur Krönung des Abends nicht fehlen. Mit Standing Ovations spielt Michael Hirte leidenschaftlich, locker über die Bühne gehend, als Zugabe das Pippi-Langstrumpf-Lied. Das wundervolle Orchester und die „Friends“ treten mit „Time To Say Goodbye“ ab. Michael Hirte spielt aber weiter. Alleine mit seiner Mundharmonika auf der Bühne, bringt er die Fans zum Schunkeln. Der wundervoll stimmungsvolle Abend wird mit dem PUHDYS-Song „Alt wie ein Baum“, einem Volkslied-Potpourri und auf Zuruf „La Paloma“ und einer anschließenden Autogrammstunde beendet.

Das Programm was stets abwechslungsreich. Die Bühne, die Zusammenstellung der Show und der Künstler wirken gekonnt professionell. Das Motto des Abends und seines Lebens, das sich auch im Bühnenbild widerspiegelte, dürfte für Michael Hirte „Das Licht am Ende des Tunnels“ gewesen sein.

Thomas Moser –BerLi-Press (www.berli-press.de) für www.lichtenrade-berlin.de 18. März 2009

Michael Hirte's brandneue Autobiografie "DER MANN MIT DER MUNDHARMONIKA - MEIN LEBEN"

CD: „Der Mann mit der Mundharmonika“

Website Michael Hirte

http://www.michaelhirte.net/bio.php


 

Der Berliner Swing-König Andrej Hermlin und sein SWING DANCE ORCHESTRA begeisterst das Berliner Publikum mit „Best of Swing“ bei seinem „Happy New Year Swing Concert“ in der Berliner Philharmonie.

Das für die Philharmonie bekannte Raunen vor Konzerten ging mit Betreten der Bühne durch die Musiker in wohlwollenden Applaus über. Der Orchesterchef Andrej Hermlin spielt Flügel und moderiert das Swing-Konzert in einer einzigartig lockeren Art und Weise. „Der Swing ist die Liebe seines Lebens“, sagt der 1965 in Berlin als Sohn des Schriftstellers Stephan Hermlin geborene Künstler. Bereits als Vierjähriger hatte Andrej Hermlin durch eine Schallplatte seines Vaters die Liebe zur amerikanischen Swingmusik der 30er Jahre entdeckt.

Dem Orchester gelingt es von Beginn an, dass das auch in die Jahre gekommene Publikum mit Füßen und Händen im Takt der Songs von Benny Goodman und Glenn Miller mitwippt. Es werden auch bekannte Songs in weniger bekannten Versionen präsentiert. Das SWING DANCE ORCHESTRA ist mit ihrer unverstärkten amerikanischen Musik bis ins Detail authentisch: der Sound, die Arrangements, die Mikrofone und Pulte, die Instrumente und die Garderobe entsprechen den amerikanischen Originalen jener Zeit. Die Bläser sind die wichtigste Grundlage eines jeden Swingorchesters und zeigen auch in Berlin ihr solides musikalisches Können. Die Solis von Trompete, Posaune, Saxofon und Klarinette werden immer wieder begeistert beklatscht. Der Gitarrenspieler swingt lebendig mit seiner Gretsch-Gitarre, der Saxofonist Finn Wiesner greift auch für seinen Gesang zum historischen Mikrofon, der Bassist schlug kraftvoll die Saiten seines Kontrabasses an und der quirlige Schlagzeuger bringt temperamentvoll und gekonnt seine Begeisterung und sein solides Handwerk zur Geltung.

Das SWING DANCE ORCHESTRA besteht aus vierzehn Musikern, den Gesangsolisten Bettina Labeau und David Rose sowie der Gesangsgruppe THE SKYLARKS. Besonders die Sängerin Bettina Labeau kann den Sound und Rhythmus der Swingmusik lebendig werden lassen.

Viel Freude machte dem Publikum das jiddische Lied von Benny Goodman : „Bei mir biste scheen“ und der Swing-Klassiker „Chattanooga Choo Choo“ von Glenn Miller ging ab wie die Eisenbahn.

Mit Andrej Hermlin hat sich das 1987 gegründete SWING DANCE ORCHESTRA inzwischen zur bedeutendsten und erfolgreichsten Swing Big Band Deutschlands entwickelt. Andrej Hermlin komponiert und textet für sein Orchester, er schreibt Filmmusiken und Jingles für Radiosender, organisiert Tourneen seiner Band in die USA, nach Hongkong und London. Andrej Hermlin hat der Swingmusik in Deutschland wieder Leben eingehaucht.

Hermlin, der in zweiter Ehe mit einer kenianischen Frau verheiratet ist, begeistert sich privat für historische Automobile und die Fliegerei. Besonders hat er sich für den Erhalt des Tempelhofer Flughafens stark gemacht.

Dem Berliner Publikum konnte der trübe Sonntag Nachmittag nichts anhaben! Die mitreißende Swingmusik brachte die Glückshormone des Publikums in Wallung. Andrej Hermlin und sein Orchestra hat zum Jahresauftakt mal wieder zu überzeugen gewusst (wenn das überhaupt noch bei Einzelnen nötig gewesen sein sollte) und ist bei den Berlinern Fans stets willkommen!

Thomas Moser – BerLi-Press (www.berli-press.de) für www.lichtenrade-berlin.de

18. Januar 2009

http://www.swingdanceorchestra.de/


 

Am 5. Juli eröffnete Berlins prominenteste Freizeitattraktion. In einem knapp zweistündigen, interaktiven Rundgang gehen die Besucher auf Tuchfühlung mit internationalen Stars und Sternchen, Sportlegenden und historischen Größen.


Klaus Wowereit begrüßt die Gäste.

 

Geschichtsträchtig werden die Besucher im ersten Teil der Ausstellung empfangen: Bedeutende Politiker und große Denker aus Geschichte und Gegenwart begrüßen die Besucher. Wer schon immer mal eine Rede neben Bundeskanzlerin Angela Merkel schwingen wollte oder den Auftritt des Dalai Lama am Brandenburger Tor verpasst hat, der darf sich hier auf ein Treffen freuen.

 

Auch Sofie Scholl, John F. Kennedy, Papst Benedikt XVI, Helmut Kohl oder Erich Honecker sind hier vertreten.


Selbst in Aktion treten kann man im nächsten Bereich zum Thema Kultur. Ob die Besucher beim Intelligenztest gegen den Physiker Albert Einstein „relativ" gut abschneiden werden?

Eigentlich egal, denn Klavier spielen mit Ludwig van Beethoven kann bei Madame Tussauds jeder. Weiter geht es zu einem Meet&Greet mit Hollywood-Legende Marlene Dietrich oder Romy Schneider in ihrer berühmtesten Rolle der Kaiserin „Sissy".

 

Die Besucher können sich im Tennismatch mit Boris Becker messen. Oliver Kahn wartet an der interaktiven Torwand auf treffsichere Kicker. Aber keine Angst, gegen Boxlegende Henry Maske muss keiner antreten.

 

Von der Sportarena geht es direkt weiter ins Fernsehstudio, dem nächsten interaktiven Teil der Ausstellung, in dem vor der Kamera jeder zum TV-Star werden kann. Wie wäre es, einmal neben Thomas Gottschalk auf der berühmten weißen Couch zu sitzen? Und ist es wirklich so schwierig, mit Günther Jauch um die Million zu zocken?

Auf jeden Fall wird es lustig, wenn die Besucher auf Michael „Bully" Herbig treffen. Hier liegen Kostüme bereit, so dass man selbst in einige Rollen des Komikers schlüpfen kann.

Ein wirklich königliches Aufgebot an Megastars bietet der nächste Bereich: Wann erlebt man schon den „King of Rock'n Roll" Elvis Presley oder kann zusammen mit Michael Jackson den Moonwalk üben? Neben internationalen Topstars treffen die Besucher auch Deutsche Größen wie Herbert Grönemeyer oder die schrille Nina Hagen. Wem das nicht reicht, der gesellt sich zu den Beatles und rockt als fünftes Bandmitglied mit der Gitarre. Neben Peter Maffay kann der Besucher auch Schlagzeug spielen.

Der Link in eine zauberhafte Promi-Welt: http://www.madametussauds.com/berlin/

 Fotos: Thomas Moser -BerLi-Press (www.berli-press.de) für www.lichtenrade-berlin.de Die Bilder zeigen Wachsfiguren aus der Herstellung und dem Besitz von Madame Tussauds Berlin.

Daten:

Adresse:

Madame Tussauds Berlin

Unter den Linden 74

10117 Berlin

Telefon: 030 / 4000 460 0

Madame Tussauds Berlin

2.500 Quadratmeter auf 2 Ebenen8 interaktive Themenbereiche:

  • Geschichte und Politik
  • Kultur
  • Sonderausstellung
  • Hinter den Kulissen
  • Sportarena
  • Fernsehstudio
  • Musik
  • Promi-Party

Anzahl der Wachsfiguren:

  • 75 Wachsfiguren zur Eröffnung, danach ständige Erweiterung

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Die Wiener Sängerknaben brachten am 2. Adventwochenende weihnachtliche Stimmung in die Berliner Philharmonie und in das Konzerthaus am Gendarmenmarkt.
21 Knaben im Matrosenanzug und Lackschuhen betreten singend den Konzertsaal. Mit ihren glasklaren Stimmen zeigen sie dem Berliner Publikum einen Ausschnitt ihres Repertoires. Im zweiten Teil der Konzerts werden eher weihnachtliche Töne angestimmt. Ihr Repertoire reicht von Mittelalter bis zu zeitgenössischer und experimenteller Musik. Motetten und Lieder für Oberchor bilden den Kern des Tourneerepertoires, wie auch die eigenen Arrangements von Walzern und Polkas von Strauss.
Mit der Perfektion erfahrender Musiker zeigen die 10 bis 14jährigen Jungen, was jahrelange intensive Schulung schon bei Kindern für Erfolge zeitigen kann. Besonders die Soli des ersten Sängers sind wegen seiner kräftigen und auch feinfühligen Stimme einmalig.
Anspruchsvolle Chorwerke wechselten sich mit heiteren Volksweisen ab. Eine wundervolle Mischung! „Klinika", „Wenn ich einmal reich wär" aus Anatevka und im zweiten Teil des Programmes eine internationale Mischung verschiedener Weihnachtslieder waren wohl die beliebtesten Weisen für das Berliner Publikum. Ein wahrhaft gelungener Auftritt! Der engagierte Chorleiter und Pianist konnte die Kinder und die  Konzertbesucher mit seiner mitreißenden Art begeistern. Der Zuschauer kann sich aber kaum vorstellen, wie diese teils fast schon pubertierenden Kinder wunderbare Lieder singen, bald in den Stimmbruch kommen und zuhause und im Internat wie andere Kinder ganz „normal" am PC spielen und Fernsehen gucken.
Die Wiener Sängerknaben haben es beim Berliner Publikum geschafft, dass sie ein wenig entspannter den Heimweg über die angrenzenden Weihnachtsmärkte antreten konnten und besinnlich Weihnachten entgegensehen.


Thomas Moser, 6. Dezember 2008, BerLi-Press (http://www.berli-press.de) für http://www.lichtenrade-berlin.de

Aus der Geschichte der Wiener Sängerknaben:
Der Ursprung der Wiener Sängerknaben liegt im Jahr 1498. Vor mehr als einem halben Jahrtausend verlegte Kaiser Maximilian I seinen Hof und seine Hofmusik von Innsbruck nach Wien. Er orderte ausdrücklich an, dass sich unter den Musikern auch sechs Knaben befinden sollten. Damit hatte er den Grundstein für die Wiener Hofmusikkapelle, für die Hofsängerknaben und schließlich auch die Wiener Sängerknaben gelegt. Musiker wie Heinrich Isaac, Paul Hofhaimer, Heinrich Ignaz, Franz Biber, Wolfgang Amadeus Mozart und Anton Bruckner musizierten bereits mit den Hofsängerknaben. Nach dem Zusammenbruch der Habsburger Monarchie verdankten die Wiener Sängerknaben ihr Weiterbestehen der Initiative von Josef Schnitt, der 1921 Rektor der Burgkapelle wurde.
Aus den Hofsängerknaben wurden die Wiener Sängerknaben. Die Kadettenuniform wich dem Matrosenanzug. Chronischer Geldmangel zwang den Chor dazu, Konzerte außerhalb der Burgkapelle zu geben. Der Erfolg war unglaublich.
Heute gibt es rund 100 Wiener Sängerknabenaufgeteilt auf vier Konzertchöre. Die vier Chöre geben rund 300 Konzerte jährlich mit fast einer halben Million Zuschauer. Die Wiener Sängerknaben bereisen nahezu alle Statten Europas, Asien und Australien, Süd- und Mittelamerika, die USA und Kanada.
Die Wiener Sängerknaben werden in einem privaten Realgymnasium (mit Öffentlichkeitsrecht) mit Latein als Freifach im Wiener Augarten unterrichtet, sie leben in einem Internat, auch wenn sie in Wien wohnhaft sind. Ein besonderer musikalischer Schwerpunkt wird vor allem durch die tägliche zweistündige Chorprobenarbeit gelegt. Auf Grund der mehrmonatigen Auslandstourneen findet der Unterricht konzentriert in kleineren Gruppen statt. Die Chorproben finden allerdings mit den jeweiligen Chormitgliedern (circa 25) statt. In ihren jungen Jahren erhalten die Knaben eine solide musikalische Ausbildung.

Quelle für den geschichtlichen Teil: Website der Sängerknaben und Wikipedia
Website der Wiener Sängerknaben: http://www.wsk.at

Konzertveranstalter in Berlin: http://www.laur-veranstaltungen.de
Foto: Copyright http://www.lukasbeck.com 


 

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