Wolfgang Petry verbindet man mit guter Stimmung, Party, Holzfällerhemden, jede Menge Freundschaftsbänder und einfach nur „Wahnsinn“ und „Hölle“. So heißt das Wolfgang-Petry-Musical auch „Wahnsinn!“, das nach der Premiere in Duisburg nun auch als kleine Geschmacksprobe nach Berlin ins Theater am Potsdamer Platz kam. Jetzt wird das Musical in Berlin bis zum 13. Mai 2018 gespielt und im Januar 2019 gastiert es für einen vollen Monat am Potsdamer Platz. Vor über 15 Jahren hat der Stimmungsschlagersänger die großen Bühnen verlassen und sich nach dem Motto „Ganz oder gar nicht“ aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Einer der überhaupt erfolgreichsten deutschen Songwriter und Interpreten hat dann nur noch ein äußerst beliebtes Remix-Album seiner größten Hits herausgebracht.

Foto Promo: Manfred Esser
Ob man Wolfgang „Wolle“ Petry mag oder nicht, er hat Melancholie mit guter Partymusik par excellence kombiniert. Und genau das durfte man auch von dem Wolfgang-Petry-Musical erwarten, dass als „Das erste Party-Schlager-Musical der Welt“ angekündigt wurde. Das Publikum am Berliner Premierenabend war im Alter bunt gemischt. Vereint hat das Publikum, dass sie ausgelassene Party-Stimmung in Form eines Musicals erwartet haben dürften. Aber die Erwartungen wurden dann bis auf Ausnahmen eher enttäuscht. Die richtige Party-Stimmung kam erst in den letzten Minuten auf. Und das lag diesmal nicht am eher reservierten Berliner Publikum, sondern an der künstlerischen Anlage des kompletten Musicals. Als Party-Stimmung-Petry-Fan kann ich nur sagen: Sehr schade! Die letzte Viertelstunde hat gezeigt, dass die Musical-Macher auch sehr gut Petry-Party-Stimmung machen konnten, es sicher auch wussten was das Publikum erwartet, aber es offensichtlich nicht wollten. Die Grundanlage des Musicals hat nichts, zumindest fast nichts, mit der Ausgelassenheit im Sinne der Petry-Hits und eines Petry-Konzertes zu tun. Manchmal schimmert es durch, wenn der junge Tobi-Darsteller losrockt. Diese Anlage des Musicals mag künstlerisch wertvoll sein, dürfte aber die große Menge des Publikums enttäuscht haben. Denn Petry-Hits bedeuten noch heute ungebrochen, dass „Der Himmel brennt“… ; jedenfalls bei Partys mit Petry-Musik. Erst am Schluss war Gelegenheit, dass das Publikum mal aufstand, aufrichtig freudig mitklatschte und gerne richtig abgetanzt hätte. Die eher getragene Liederauswahl wäre sicher akzeptabel gewesen, wenn die schnellen Songs nur annähernd das Tempo und die Lebensfreude von Petry-Hits erreicht hätten.

Das handwerklich gut gestrickte Musical überzeugte durch einen sehr pfiffigen Ruhrpott-Wortwitz mit vielen filigranen und unterhaltsamen Anspielungen. Das Bühnenbild war variabel genial. Das Ensemble und die Darsteller hätten bei einer anderen Ausrichtung und Anlage des Musicals sicher auch noch ungeahnte Potentiale entwickelt. Die Band präsentierte die Musik sehr professionell.

Ein wenig erklärt den künstlerischen Ansatz der Music Supervisor: „… Gleichzeitig ist es aber auch ein Musical und nicht ein Wolfgang Petry Konzert. Deshalb haben wir viele Songs in ganz neue Richtungen weiterentwickelt und neu arrangiert, damit sie dramatisch in die Show passen, damit die Story unterstützen und Szenen bilden. Dafür geben wir weitere und neue Zutaten in die Musik. Wir haben sie umgearbeitet, neu arrangiert und erweitert…“ Genau dies ist es wohl auch, was weite Teile des Publikums als Schade empfinden dürften.

Zum Stück selbst: Vier Paare erleben eine Achterbahn der Gefühle im alltäglichen Beziehungs-WAHNSINN. Sie gehen durch die „Hölle“ und zurück, streiten und versöhnen sich, stehen sich selbst im Weg und wachsen über sich hinaus. Alltagstrott, Sehnsucht, Liebe und verpasste Träume. Ein Party-Schlager-Musical mit einer stattlichen Portion Romantik, ansteckender Leichtigkeit und großen Emotionen. Die ganze Handlung rankt sich um vier Paare aus drei Generationen. Der Regisseur erläutert das Stück mit vier Paaren aus drei Generationen: „Toby, der junge Musiker, ist der junge Wolfgang Petry, Wolf, der alte Romantiker, ist der alte Wolfgang Petry, der schon viel hinter sich hat. Und die Gefühle, die von den beiden Mittelalter-Paaren bedient werden, stehen genau für die Welt, die Wolfgang Petry besingt.“

Wolfgang Petry, der selbst an der Konzeption und am Zustandekommen des Musicals nicht wesentlich beteiligt war, ist offensichtlich mit dem Ergebnis zufrieden: „Wenn ich jetzt meine Songs in vielen Szenen sehe und in teilweise neuer Machart höre, dann passt es wirklich gut zusammen.“ Das Musical geht nicht um die Geschichte und Karriere des Sängers, aber es wurde viel aus dem Musikerleben aufgegriffen und in „netten Kleinigkeiten“ verarbeitet. Die Autoren erläutern, dass sie viele kleine Anekdötchen und Sätze aus Petrys Leben verarbeitet haben: „Es gibt viele Versatzstücke, es geht ja nicht um die Figur Wolfgang Petry, es ist eine eigene geschlossen Geschichte…“ Weiter führen sie aus: „Wir haben natürlich den Freundschaftsbändern eine große Rolle gegeben, der Kneipe Whiskey Bill (hier wurde der junge Wolfgang Petry entdeckt), wir haben ein Holzfällerfest erfunden, weil er immer dieses Holzfällerhemd trug.“

Die Erwartungen, wenn Wolfgang Petry Musik als Träger des Musicals benutzt wird, sind leider weitestgehend enttäuscht worden. Jedenfalls ganz subjektiv aus der Schreibersicht betrachtet. Einen kräftigen Abschlussapplaus gab es allemal. Es ist ein Musical, das auch Petry-Musik verarbeitet, aber halt kein wirkliches Wolfgang Petry Musical. Ein ganz eigener Ansatz! Eine gute Idee, die leider wenig von Wolfgang-Petry-Partylaune zeigte. Schön wäre, wenn man daran etwas drehen könnte und mehr Wahnsinn sichtbar werden würde.

Thomas Moser
petry plakat theater potsdamer Platz moser
Foto Thomas Moser


 

Einige Fotoimpressionen... Tolle Leistung dieser Sportler und Sportlerinnen: Herzlichen Glückwunsch!
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Der Panorama-Blick...bald kommen die ersten Läuferinnnen und Läufer...
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Die vorderen Läuferinnen und Läufer...



Wer ist denn da dabei...:

Rollis nahmen auch teil:


Abklatschen Teil 1: Bei Kindern sehr beliebt!

..ob sie nun wollen oder nicht...

Viele Helferinnen und Helfer sind dabei

Auch das gehört dazu, damit die Sportler genug Wasser bekommen.

Tja, wenigstens die Verpflegung ist gesichert!

Hey...


Die Kulturmeile von Berlin...

Der Potsdamer Platz ist fast geschafft...

Abklatschen Teil 2... Groß und nicht ganz so groß bereitet dies auch viel Spaß!


Sicherheit wird groß geschrieben:


Fotos: Thomas Moser

https://www.berliner-halbmarathon.de/


 

Vor über 15 Jahren hat Wolfgang Petry die großen Bühnen der Welt verlassen und sich aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Sein musikalisches Lebenswerk jedoch ist immer noch allgegenwärtig. Seine schnellen Rhythmen und eindringlichen Liedtexte sind Stimmungsmacher auf jeder Party. Mit weit über 20 Millionen verkauften Alben ist und bleibt er einer der erfolgreichsten deutschen Interpreten und Songwriter überhaupt. Die Sehnsucht seiner Fans nach Live-Erlebnissen mit seinen Hits ist riesengroß. Vor wenigen Monaten feierte „Wolle“ seinen 65. Geburtstag, was die Macher von „WAHNSINN!“ zum Anlass nehmen, ihm ein besonderes Geschenk zu machen: Wolfgang Petrys Songs finden den Weg zurück auf die große Showtribüne.
06 WAHNSINN Das Musical mit den Hits von Wolfgang Petry Wolfgang Petry Foto Manfred Esser
Foto Manfred Esser
Das brandneue Musical „WAHNSINN!“ präsentiert die größten Erfolge des Schlager-Giganten auf der Theaterbühne. Der unvergleichliche Petry-Sound wird vom 21.02. bis 29.04.2018 das Musicaltheater am Marientor in Duisburg rocken.

„WAHNSINN!“ ist das erste Party-Schlager-Musical der Welt. Ein Stück zum Spaßhaben und eine Geschichte mit großen Gefühlen, über Freundschaft und Familie und die Höhen und Tiefen, die das Jungfühlen, das Erwachsensein, das Leben - so wie es ist - mit sich bringt: Eine emotionale, humorvolle und turbulente Story, eingebettet in über 25 Hits von Wolfgang Petry, wie „Verlieben, verloren, vergessen, verzeihen“, „Der Himmel brennt“, „Weiß der Geier“, „Du bist ein Wunder“, „Ganz oder gar nicht“, „Bronze, Silber und Gold“, „Sieben Tage, sieben Nächte“, „Gianna”, „Nur ein kleines Stück Papier“ und natürlich der Titelsong “Wahnsinn“.

Am 25. Februar 2018 feiert das erste Party-Schlager-Musical der Weltpremiere im Herzen des Ruhrgebiets.

In: Berlin 2. - 13. Mai 2018 Theater am Potsdamer Platz

„Wahnsinn, warum schickst Du mich schon nach Hause?“ möchten die rund 1.600 Gäste am Sonntagabend im ausverkauften Theater am Marientor rufen, nachdem der Vorhang sich geschlossen hat. Die lang ersehnte Weltpremiere des brandneuen Musicals „WAHNSINN!“ mit den Hits von Wolfgang Petry hat das Publikum aus den ihren Sitzen gerissen, darunter Guido Cantz, Guildo Horn, Maite Kelly, Heino, Achim Petry, Franziska Reichenbach, Ralph Siegel, Isabel Varell und Giovanni Zarrella.

Vor über 15 Jahren hat Wolfgang Petry die großen Bühnen der Welt verlassen, nun haben seine Hits die Showbühne im Sturm zurückerobert. Und man kann behaupten, dass die Macher des ersten Party-Schlager-Musicals und die großartigen Darsteller dem hohen Anspruch des Hit-Lieferanten Wolfgang Petry gerecht geworden sind.

Dieter Semmelmann, Produzent des Musicals und CEO von Semmel Concerts Entertainment GmbH, zeigt sich „total stolz, diese Weltpremiere feiern zu können“. Und auch das Premierenpublikum bedankt sich für die fulminante Show mit minutenlangen Standing Ovations.

Giovanni Zarrella äußert sich so: „Ich bin restlos begeistert. Es ist der Wahnsinn! Es hat mich weggeblasen. Es wird nicht das letzte Mal bleiben, dass ich diese Show gesehen habe.“ Isabell Varell hat “lange nicht sowas extrem Gutes gesehen“ und Sabrina Weckerlin findet die Show nur „einfach geil!“. Heino ist total überrascht: „Toll! Das ganze Ensemble singt und tanzt super.“ Und Guildo Horn hat es gar „in die Wolfgang-Petry-Matrix eingespeist“.

Über 25 der größten Hits Wolfgang Petrys haben wieder den Weg auf die Bühne gefunden u. a. „Verlieben, verloren, vergessen, verzeihen“, „Der Himmel brennt“, „Weiß der Geier“, „Du bist ein Wunder“, „Ganz oder gar nicht“, „Bronze, Silber und Gold“, „Sieben Tage, sieben Nächte“, „Gianna”, „Nur ein kleines Stück Papier“ und natürlich der Titelsong “Wahnsinn“. Eingewoben in eine Geschichte mit großen Gefühlen, über Freundschaft und Familie und die Höhen und Tiefen, die das Jungfühlen, das Erwachsensein, das Leben - so wie es ist - mit sich bringen. Energiegeladen und mit viel Spielfreude präsentiert von einer überragenden Premierenbesetzung, bestehend aus den erfahrenen Darstellern Enrico de Pieri, Vera Bolten, Detlef Leistenschneider, Jessica Kessler, Thomas Hohler, Dorina Garuci, Mischa Mang und Carina Sandhaus.

Weitere Informationen auch auf www.petry-musical.de.

Tickets: https://www.semmel.de/wahnsinn-das-musical-mit-den-hits-von-wolfgang-petry--tickets.html


 

Und wieder hat Roncalli sein weihnachtliches Zelt im Berliner Tempodrom aufgeschlagen. Dem Original Roncalli Weihnachtscircus liegt eine langjährige und enge Kooperation von Roncalli mit Semmel Concerts zugrunde. In diesem Jahr ist die weihnachtliche Atmosphäre zu einhundert Prozent gelungen und jede Faser schmeckt und riecht nach Roncalli.
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Die Zuschauer begeistert es, wenn die Show als Gesamtkunstwerk mit viel Liebe und Leidenschaft einhergeht. Im letzten Jahr waren einige kritische Punkte zur Atmosphäre anzumerken, die jetzt in keinster Weise mehr vorhanden waren. Gratulation an die Künstlerinnen und Künstler und besonders an den Impresario und Gründer Bernhard Paul, der seit über 40 Jahren die wahre Circus-Tradition aufrechterhält. Die Poesie, die künstlerische Perfektion, die besonderen Attraktionen und den Mut zu viel Clownerie machen Roncalli und auch den Weihnachtscircus aus. Natürlich war alles wie in den Vorjahren perfekt weihnachtlich geschmückt, aber diesmal durfte es auch im Programm weihnachtlich werden. Und dies gelang in einer modernen perfekt umgesetzten Art und Weise. Die hervorragende Lichttechnik bot den einmaligen Rahmen für die weihnachtliche Circus-Show. Die Circus-Band, das Roncalli Royal Orchestra unter der Leitung von Georg Pommer, sorgte für eine gelungene musikalische Untermalung. Ob romantischen oder rockigen Sound, es wurde der perfekte Ton zum perfekten Programm geliefert.

Es hört sich nicht nur perfekt an, es war alles grandios und kann nur als Familienvergnügen zu Weihnachten empfohlen werden. Wer im letzten Jahr, wie der Autor dieses Berichtes, etwas enttäuscht gewesen sein sollte, kommt in diesem Jahr wieder voll auf seine Kosten. Denn dort wo Roncalli draufsteht, ist auch Roncalli drin. Die außergewöhnliche Einrad-Jonglage von White Night überzeugte genauso wie Acrobatik & Chinese Pole an den Masten vom Circustheater Bingo, die spielerisch die Stangen bewältigten. Für Begeisterung sorgte auch das Duo Pykhov beim Seiltanz. An der wackligen Wippe wurden die Schrägen spielerisch überwunden.




Die schwankenden Masten mit Sway Pole wurden märchenhaft in Szene gesetzt und die quirligen kanadischen Trampolinakrobaten Catwall Trampo zeigten dem Publikum, wie man gefühlvoll und mit anspruchsvollster sportlicher Akrobatik begeistern kann.

Mit Swing und viel Pepp und Power war diese Nummer eine der großen Höhepunkte der bunten Veranstaltung. Auch kleine Kinder kamen aus dem Staunen nicht mehr raus und bezeugten dies mit unentwegten Cool-Rufen.

Der Roncalli „Nachwuchs“ gab sich ebenfalls die Ehre. Die Töchter Vivi und Lili Paul sorgten mit dem Luftring und der Kontorsionsnummer für besonders viel künstlerisches Gefühl.

Das Roncalli modern und trotz Romantik kein bisschen verstaubt ist, unterstrich in diesem Jahr der freche und sehr charmante Beatbox-Akrobat und Comedian Robert Wicke, der das Publikum spielerisch mit einbezog und mit Klamauk-Zaubern und Jonglage begeisterte. Schleuderbrett und Seifenblasen-Illusionen sorgten neben der letztmalig gezeigten sehr natürlichen Pferdenummer für den nötigen Stallgeruch im Circus-Rund. Die sehr ausgiebigen und abgestimmten Clownerien waren nicht nur für die Kinder der absolute Höhepunkt. Der akrobatische Clown Anatoli Akermann, der Weißclown Gensi oder der Clown Eddy Neumann, alle beherrschen das humorvolle Clown-Handwerk auf eine ganz besondere Art und Weise. Damit unterstreicht der in diesem Jahr 70 Jahre alt gewordene Bernhard Paul seine ganz besondere Liebe zum Circus, der trotz Perfektion auch gut ohne Raubtiere und halsbrecherischen Nummern auskommen kann. Meine Hochachtung vor einem solchen Programm, was ich ohne wenn und aber empfehle.

Zur Premiere gaben sich wieder viele bekannte Gäste aus Kunst und Kultur die Ehre.

Neben dem Regierenden Bürgermeister Michael Müller und seiner Frau (Foto mit Bernhard Paul), für die es sichtlich kein unerwünschter Pflichttermin war, war auch wieder der Schauspieler Ben Becker dabei. Sichtlich angetan vom Programm zeigte er seine aufrichtige Hochachtung vor den Leistungen der Künstlerinnen und Künstlern.

Ein wundervoller Weihnachtsauftakt, der noch bis zum 2. Januar 2018 genossen werden kann.

Thomas Moser (auch Fotos)

14. Original RONCALLI Weihnachtscircus

16.12.2017 – 02.01.2018 Tempodrom Premiere; Samstag, 16.12.2017 um 19:00 Uhr

Tickets unter: 030 / 479 974 77 oder 01806 / 57 00 99 *0,20 EUR/Anruf – Mobilfunkpreise max. 0,60 EUR/Anruf Online: www.semmel.de sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen



 

Herzlichen Glückwunsch den Teilnehmerinnen und Teilnehmern! Herzlichen Glückwunsch, lieber Johannes! Fotos: Thomas Moser
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Marius Müller-Westernhagen, was für ein Mann... Der Düsseldorfer ist mit 68 Jahren noch immer ein echter Rock-Musiker. Davon konnten sich die Zuschauer am 5. September 2017 bei seinem MTV unplugged Konzert selbst überzeugen.
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Promo-Foto: Daniela Midenge
Bei besten Wetter schlenderten die Westernhagen-Fans zur Berliner Waldbühne, die allein schon wegen ihrer einmaligen Atmosphäre immer einen Besuch wert ist. Zu diesem Konzert wurden die Bäume im Eingangsbereich durch blaue und grüne Licht-Installationen in Szene gesetzt und machten so bereits beim Einlass Lust auf einen stimmungsvollen Abend.

Ein unplugged Konzert ist immer etwas Besonderes, denn hier kann man die bereits bekannten Songs nochmal völlig neu erleben. Wie Westernhagen seine Stücke neu interpretiert hat, ist einfach Klasse. Unplugged bedeutet im musikalischen Sinne so viel wie unverstärkt, was natürlich bei einer Location wie der Waldbühne nicht gänzlich funktioniert Lautsprecher gab es natürlich schon...dennoch wurde auf e-Gitarren, Keyboards, E-Bass usw. verzichtet.

Das Konzert startet und Marius betritt die Bühne in einer zum Sound passenden Westernjacke. Die ersten Lieder werden nur mit Gitarre begleitet, später kam dann die gesamte Band mit Klavier, Streichern, Schlagzeug, Percussion und vier grandiosen Backgroundsängern dazu.

Bereits bei den ersten härteren Tönen hält es kaum einen der 18.000 Fans auf den Stühlen. Es wird zu Liedern wie "Sexy", "Es geht mir gut" und "Wieder da" mitgesungen, getanzt und geklatscht.
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Als Special Guest hat Westernhagen seine vor zwei Monaten geheiratete Frau mitgebracht, die bei zwei Liedern eine tolle Gesangsstimme beweist. Selbst seine Tochter bindet er bei dem Lied "Ich lebe" mit ein. Das familiäre Gefühl, was auch zwischen dem Künstler und der Band rüberkommt, wird so noch verstärkt.

Der Meister selbst beweist sein Multitalent, denn er kann wahrlich nicht nur singen. Er spielt Gitarre, Piano und auch Mundharmonika; und das grandios. Die ganze Band macht auf der Bühne einen sehr souveränen Eindruck, besonders gut kam auch der Saxophon-Part beim "Alphatier" an.

Der ganze Abend war voller Rock, Funk und Soul. Als beim Abschluss "Freiheit" gespielt wurde, merkte man auch Westernhagen an, dass dieser Abend für ihn etwas ganz Besonderes war. Für die tolle Leistung gab es vom gesamten Publikum am Ende stehenden Applaus.

Vielen Dank für dieses Erlebnis!

Kai Oliver Moser (auch Fotos)


 

Es ist der 1. September 2017 und neben der IFA startete in Berlin noch ein weiteres großes alljährige Event: die Pyronale. Das zweitägige Feuerwerk-World-Championat fand dieses Jahr zum 12. Mal statt. Es hat in den letzten 11 Jahren bereits über 600.000 Menschen begeistern können. Es haben bislang 53 verschiedene Teams aus 36 Ländern teilgenommen. Wenn man so beeindruckende Zahlen liest, sind die Erwartungen natürlich riesig. Vorweg gesagt sei so viel, dass die Hoffnungen auch in diesem Jahr nicht enttäuscht wurden.

Drei Jurys entscheiden den Wettbewerb

Die Pyronale ist in erster Linie ein Wettbewerb. Es vergleichen sich jährlich 6 Teams aus unterschiedlichen Ländern und müssen dabei sowohl eine Fachjury, eine Kreativjury und auch das Publikum überzeugen. Die Fachjury achtet dabei vor allem darauf, wie die fachliche Ausführung ist, also ob die Wertigkeit und die Synchronität der Feuerwerkskörper mit der Musik stimmt. Des Weiteren achten sie darauf, dass verbotene Feuerwerkskörper wie Blitzknalleffekte nicht eingesetzt werden. Die Kreativjury urteilt wie auch das Publikum eher subjektiv nach Gefallen. Die Zuschauer stimmen am Ende eines jedes abends für den Favoriten per Telefon ab. Pro Tag gibt es einen Publikumssieger, die Wertung geht dann zu 30 Prozent in die Gesamtwertung ein. Am Tag Zwei wird Bronze, Silber und Gold vergeben. Diese Titel sind bei den Feuerwerkern Weltweit geachtet.

Feuerwerkserlebnis und die Zaungäste

Bereits die Anreise zu diesem Event ist für die Zuschauer ein Erlebnis für sich. In der Bahn zum Olympiastadion kann man gut ausmachen, wer sich das Spektakel ansehen will. Dabei kann man den Unterschied zwischen Karteninhabern und anderen Schaulustigen sehen, die sich das Feuerwerk als Zaungäste vom Vorplatz des Olympiastadions ansehen wollen. Denn diese haben Stühle, Picknickkörbe und Stative mit, welche auf dem Maifeld nicht erlaubt sind. Wer vor dem Eingang sitzt, verpasst dabei aber einen Großteil des Bodenfeuerwerks und bekommt auch weniger von der Musik mit. Meine Empfehlung ist, sich die Pyronale einmal von drinnen anzusehen und dann zu urteilen, ob der Eintrittspreis sich doch lohnt.
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Auf dem Maifeld kann man sich die Show entweder sitzend auf Decken oder im Stehen anschauen. Am Ende stehen jedoch die meisten Zuschauer, weil das stehende Publikum die freie Sicht einschränkt. Hinter dem Maifeld gibt es jedoch auch Sitzplätze auf Tribünen und eine VIP Tribüne. Hier werden natürlich höhere Eintrittspreise verlangt. Durch die erhöhten Sitzplätze gibt es eine bessere Sicht.

Zwei Tage mit jeder Menge Feuerwerk

Am ersten Tag traten Smart Pyrotechnics Ltd aus England, Pandora Pyrotechnie aus Frankreich und North Star Fireworks AS aus Norwegen zum Feuerwerkswettbewerb an. Am zweiten Tag traten das kroatische Team Mirnovec Pyrotehnika, aus Kanada Firemaster Productions und das Team Martarello Group aus Italien an.

Pro Team erlebt das Publikum 15 Minuten Feuerwerk, welches sich aus zwei Pflichtteilen und einer Kür zusammensetzt. Der erste Pflichtteil ist eine Minute Feuerwerk ohne Musik mit Farbvorgabe, dieses Jahr Weiß/Silber. Im zweiten Teil gibt es 4 Minuten Feuerwerk zu einem neu komponierten instrumentalen Pop-Song von Steve Last mit dem Namen „Pyro Passion“. Die Kür sind 10 Minuten Feuerwerk zu dem Motto „Pyronale Classics“. Dafür gab es eine Auswahl von 73 klassischen Stücken (z.B. von Wagner, Strauß, Vivaldi, Mozart, Beethoven), aus dem sich die Teams dann selbst die 10 Minuten zusammensetzen konnten. Persönlich finde ich es sehr schade, dass es wie auch letztes Jahr die Begrenzung auf klassische Musik gibt. Dieses Vorgehen lässt zwar einen besseren Vergleich der Teams zu, doch es fehlen die großen Emotionen der Pop-Rock-Gesangsstücke aus den ersten 10 Jahren der Pyronale. Diese Songs haben oft verzaubert. Besonders in Erinnerung geblieben sind Songs von ABBA, Queen, Michael Jackson und Metallica.

Die Rahmenbedingungen waren perfekt

Dieses Jahr hat es das Wetter wieder mit der Pyronale gut gemeint, denn außer ein paar Wolken war es fast perfekt; nicht zu warm oder zu kalt und kein Regen. Nur der Wind stand zumindest am ersten Tag ungünstig und drückte den Rauch etwas in Richtung Publikum. Doch die Sicht auf das Feuerwerk war super und das Gesamterlebnis genial. Alle Teams haben ihre Zeit super genutzt und es gab keinerlei Ausfälle. Wirkliche Neuheiten gab es dieses Jahr nicht zu sehen, aber die Mischung aus Bodenfeuerwerk, mittelhohen und hohen Bomben sowie auch wieder Kometenbomben und Gold-/Silberregen war wie jedes Jahr gelungen.


Besonders beeindruckend war die Show der Norweger. Diese sorgte mit großer Klasse für Synchronität und Abwechslung und erntete viele „Ohs" und „Ahs“. Dafür gab es dann den Publikumssieg am ersten Tag und sogar den Gesamtsieg, also die Goldtrophäe. Italiens Team brachte das Publikum am zweiten Tag mit einer atemberaubenden Show von Anfang bis Ende in Verzückung, holte so den Publikumspreis des zweiten Tages und die Silbertrophäe, also den zweiten Platz. Bronze ging an das französische Team, welches auch am ersten Tag zu sehen war. Doch auch die Auftritte der drei anderen Teams hatten es in sich und machten den diesjährigen Besuch wieder unvergesslich.

Am Ende eines jeden abends gab es ein Abschlussfeuerwerk, welches wie jedes Jahr von der Firma Flash Art aus Deutschland geplant und ausgeführt wird. Sie sorgten damit für einen perfekten Abschluss des Abends.

Als Fazit kann man nur sagen, es war wieder genial. Was einem bei der Pyronale geboten wird ist erstklassig. Man kann dieses Spektakel jedem Feuerwerksliebhaber nur ans Herz legen. ich freu mich auf jeden Fall schon jetzt auf die Pyronale im nächsten Jahr. Diese findet am 31. August und am 1. September 2018 statt. Der Vorverkauf ist bereits gestartet.

Kai Oliver Moser (Text und Fotos)

http://www.pyronale.de


 

Daniel Barenboim und Martha Argerich erneut gemeinsam auf der Bühne

13. August 2013
Besonders die Waldbühnenkonzerte mit klassischer Musik begeistern das Berliner Publikum immer wieder. Schon zum siebten Mal in Folge und erneut unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel verzaubert in der Waldbühne das West-Eastern-Divan Orchestra die Gäste. Und was wäre so ein Konzert ohne den Meister mit Taktstock: Daniel Barenboim? Der Dirigent und musikalischer Leiter Barenboim hat erneut die begnadete Pianistin Martha Argerich mitgebracht und gemeinsam ist das Dream-Team nicht mehr zu schlagen. Das war besonders bei einer kleinen Ravel-Zwischeneinlage vor der Pause zu spüren, als vierhändig der Flügel förmlich Flügel bekam. Martha Argerich und Daniel Barenboim sind Freunde aus Kindheitstagen: „Es gibt niemanden, den ich so lange kenne wie Martha. Unsere Beziehung basiert natürlich auf der Musik, jedoch verbindet uns zugleich eine echte, menschliche Liebe“, so beschreibt Barenboim die besondere zwischenmenschliche Verbindung zur argentinischen Pianistin.
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Foto/Archiv: Kai Heimberg
Glücklicherweise hat der eher verregnete Sommer ein kleines regenfreies Zeitfenster für das Konzert eingeplant, sodass die Musik trotz einiger dunkler Wolken trockenen Fußes bei milden Temperaturen genossen werden konnte.
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Gemeinsam „rockten“ alle Musiker die Waldbühne, auch wenn es klassische Töne von Michail Glinka, Dmitri Schostakowitsch und Pjotr Tschaikowsky waren. Circa 15000 Zuschauer waren von der Reise in die russische Musikgeschichte begeistert.

Das außergewöhnliche Orchester spielte mit über 100 Mitwirkenden auf und garantierte einen unvergesslichen Abend. Beim West-Eastern Divan Orchestra sind Nationen musikalisch friedlich vereint, die sich sonst oft kriegerisch gegenüberstehen. Die besondere völkerverbindende Orchesteridee wird von der Bundesregierung gefördert. So genoss Finanzminister Dr. Wolfgang Schäuble sichtlich das Konzert. Vom Berliner Senat ließ es sich ebenfalls Kultursenator Dr. Klaus Lederer nicht nehmen, den wunderbaren Klängen zu folgen.

Russische Musik in der Open-Air Arena

Beschwingt und heiter wurde mit der Ouvertüre zur Oper Ruslan und Ljudmila von Michail Glinka der Abend eröffnet. Dmitri Schostakowitsch sorgte für die Musik des folgenden Konzertes. Neben Martha Argerich am Klavier konnte Bassam Mussad an der Trompete überzeugen. Ursprünglich sollte es nach der Idee des Komponisten nur ein Konzert für Trompete und Orchester werden. Die teils witzigen und neckigen Trompetenparts mit dem dominierenden Klavier brachten den lebhaft-spritzigen Charakter des Stücks gut zur Geltung.

Nach der Pause wurde die berühmte fünfte Symphonie des russischen Komponisten Peter I. Tschaikowsky präsentiert. Ähnlich wie Schostakowitschs Werk durchlief auch dieses Stück eine unerwartete Entwicklung: Obgleich Tschaikowsky nach Fertigstellung seiner Komposition große Selbstzweifel plagten und er sogar Bedenken äußerte, sich „ausgeschrieben“ zu haben, entwickelte sich die Symphonie mit ihrem Schicksalsmotiv als Leitthema schließlich zu einem seiner beliebtesten Werke. Dass die Skepsis des Komponisten keineswegs begründet war, hat die Interpretation des West-Eastern Divan Orchestra eindrucksvoll belegt.

Der Part vor der Pause fiel eher kurz aus. Dafür knauserte Daniel Barenboim und das West-Eastern-Divan Orchestra nach dem zweiten längeren Teil auch nicht mit wunderbaren Zugaben. Die Besucher genossen einen schönen musikalischen Sonntagabend.

Zum West-Eastern-Divan Orchestra
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Foto/Archiv: Kai Heimberg
Von Daniel Barenboim und von dem Literaturwissenschaftler Edward Said 1999 ins Leben gerufen, vereint das West-Eastern Divan Orchestra junge Musiker aus Israel, Palästina, Syrien, Ägypten, dem Iran und anderen Staaten des Nahen Ostens und unterstützt den interkulturellen Dialog durch die Kraft der Musik. 18 Jahre nach Gründung des West-Eastern Divan Orchestra ist die Philosophie von Daniel Barenboim und Edward Said fest in Berlin verankert: mit der Barenboim-Said Akademie, die 2016 ihren Lehrbetrieb aufnahm, sowie durch den im März eröffneten Pierre Boulez Saals – eines Orts der Begegnung, Interdisziplinarität und Kreativität – wird der 1999 geborene Leitgedanke „Bildung durch Musik“ in der Hauptstadt gelebt und weitergetragen. Dass das West-Eastern Divan Orchestra und die damit verbundene Vision nicht mehr aus der Berliner Kulturlandschaft wegzudenken sind, beweist auch das alljährliche Waldbühnenkonzert, das sich inzwischen zum etablierten Sommerkonzerthöhepunkt Berlins entwickelt hat.

Ein grandioser Abend

Ein grandioser musikalischer Abend mit großer Musik, einem großen Orchester, wunderbaren Solisten am Flügel und Trompete, einen charismatischen Dirigenten und eine große Idee.
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Einfach nur ein musikalischer Zauber, der im nächsten Jahr am 19. August 2018 erneut in der Waldbühne erwartet werden kann.

Thomas Moser
Fotos, sofern nicht extra gekennzeichnet, auch Thomas Moser, BerLi-Press


 

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