Berliner Landesorden für Klaus Hoffmann


Einer der Geehrten: Klaus Hoffmann noch ohne Orden

Der Senat würdigt hervorragende Verdienste um das Land Berlin traditionell am Jahrestag des Inkrafttretens der Berliner Verfassung von 1950 mit der Verleihung des Verdienstordens des Landes Berlin. 
Der Regierende Bürgermeister Michael Müller zeichnete am Dienstag, dem 1. Oktober 2019, dreizehn Bürgerinnen und Bürger, die sich in besonderem Maße um Berlin verdient gemacht haben, mit dem Verdienstorden des Landes Berlin aus.
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Michael Müller: „Es ist mir auch in diesem Jahr eine große Freude, am Tag der Berliner Verfassung Bürgerinnen und Bürger mit dem Landesorden ehren zu dürfen und so ihr Wirken zum Wohle unserer Stadt zu würdigen. Sie haben sich in außerordentlichem Maße in unterschiedlichen Bereichen für Berlin engagiert. Dafür gebührt ihnen unser aller Dank.“

Ausgezeichnet werden: Riza Baran, Annett Gröschner, Klaus Hoffmann, Sybill Knobloch, Hanni Lévy, Christoph Links, Philomene Magers und Monika Sprüth, Gernot Moegelin, Sebastian Pflugbeil, Volker Schröder, Christa Stolle, Michael Winter. 

Direkt nach der Verleihung mit dem Reg. Bürgermeister von Berlin Michael Müller

Kurz nach der Ehrung geht der erste Blick zu seiner Frau Marlene
An dieser Stelle wird besonders auf den bedeutenden Künstler Klaus Hoffmann verwiesen, der als gebürtiger Berliner seit über 50 Jahren als Botschafter der Stadt in Deutschland und Umgebung unterwegs ist und auch immer wieder auf die Bühnen Berlins zurückkehrt (8.-13.10, außer 12.10. in der Bar jeder Vernunft). Klaus Hoffmann ist gerade von einem Konzert in Paris zurückgekehrt.  
Klaus Hoffmann hatte bereits Ende der 60er Jahre seine ersten musikalischen Auftritte. Ab 1970 lernte er Schauspiel an der West-Berliner Max-Reinhardt Schule. Vier Jahre später erschien sein erstes Album. 1976/77 erhielt Klaus Hoffmann die Goldene Kamera und den Bambi für die Hauptrolle im Kino- und Fernsehfilm „Die neuen Leiden des jungen W.“. Ein Jahr später wurde ihm der Deutsche Kleinkunstpreis in der Sparte Chanson verliehen. In den folgenden Jahren hatte Klaus Hoffmann verschiedene Engagements in Film und Fernsehen, veröffentlichte Alben und ging auf zahlreiche Tourneen in Ost und West und auch im Ausland.


2000 veröffentliche Hoffmann den Roman „Afghana“, mit dem er auch auf Lesereise ging. Er engagierte sich für Afghanistan, indem z.B. Erlöse aus dem Plattenverkauf an Projekte zugunsten von Kindern in Afghanistan gespendet werden. Klaus Hoffmann setzte sich im Laufe seiner Karriere auch gesellschaftlich und politisch ein, z.B. durch seine Liedtexte oder mit Auftritten beim Deutschen Evangelischen Kirchentag in Hannover oder der Gala der Berliner Aids-Hilfe.

Viele Würdenträger der letzten Jahre kamen. Auch der ehemalige Reg. Bürgermeister Eberhard Diepgen und der Präsident des Abgeordnetenhauses Ralf Wiegand waren dabei.

Senatorin und Senatoren erwiesen die Ehre (v.lks. Dr. Klaus Lederer / Bürgermeister und Senator, Ramona Pop / Bürgermeisterin und Senatorin, Dirk Behrendt / Senator)
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... die Staatssekretärin für Bürgerschaftliches Engagement und Internationales Sawsan Chebli...

Man kennt sich gut: Judy Winter und Klaus Hoffmann

Sein Freund Ed Koch (paperpress)

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Fotos Thomas Moser

Herzlichen Glückwunsch Klaus Hoffmann. Meine Verneigung. Du hast mich musikalisch sozusagen ein Leben lang begleitet.

Thomas Moser

Klaus Hoffmann besuchte im März 2016 den MedienPoint in der Tempelhofer Werderstraße. Der MedienPoint wurde viele Jahre vom engagierten Henning Hamann erfolgreich und mit vielen Kulturevents und Ausstelleungen geleitetet. Link zum Bericht: https://www.lichtenrade-berlin.de/news/nachbarn-news/224-klaus-hoffmann-hoechstpersoenlich-im-medienpoint-tempelhof 

Klaus Hoffmann - Wieder zu Hause in der Bar jeder Vernunft

Folgender Text von Ed Koch (unter Verwendung von Texten aus Wikipedia)

Es ist schon ein fester Bestandteil im Jahreskalender, dass Klaus Hoffmann im Oktober in der „Bar jeder Vernunft“, seinem Berliner Wohnzimmer, auftritt. Nach Billerbeck, Dortmund, Glauchau, Paris und Linz, landet er, nach eigenen nicht ganz ernst gemeinten Angaben, in seinem Privatjet wieder zu Hause in Berlin. Vom 8. bis 11. und am 13. Oktober wird er im Rahmen seiner „Aquamarin-Tour“ jeden Abend um 20 Uhr mit Hawo Bleich am Klavier auf der Bühne stehen, ausgenommen am 13.10., da beginnt das Konzert schon um 19.00 Uhr.

Infos und Tickets unter www.klaus-hoffmann.com

Gleich nach seinem heimischen Gastspiel geht es weiter nach Wien, München, Stuttgart, Dresden und Düsseldorf. Am 31. Dezember präsentiert er, was auch schon Tradition ist, in der „Komödie am Kurfürstendamm“, derzeit im Schiller-Theater ansässig, sein Silvesterkonzert, allerdings schon um 15.30 Uhr. Auf dem Programm stehen Lieder aus seinem preisgekrönten Musical „Brel – Die letzte Vorstellung“, das 1997 hier im Schillertheater Premiere hatte. Neben Liedern von Jacques Brel singt er natürlich auch eigene Werke. Und mit „Klaus Hoffmann singt Brel“ startet er am 17. Januar 2020 ins neue Jahr. Bis zum 25. April wird er dann zwischen Osnabrück und Bonn in deutschen Landen unter-wegs sein.

Lassen Sie uns diesen Programmhinweis zum Anlass nehmen, auf das bisherige bewegte Leben von Klaus Hoffmann, der am 26. März 1951 in Berlin das Licht der Welt erblickte, einen Blick zurückzuwerfen.

Er ist das einzige Kind des Finanzbeamten Erich und seiner Frau Waltraud Hoffmann, die als Fabrikarbeiterin tätig war. Er wuchs in der Kaiser-Friedrich-Straße in Berlin-Charlottenburg auf. Eine Gegend, die immer wieder präsent ist bei seinen Auftritten. Und auch seine Eltern spielen in den Zwischenmode-rationen eine Rolle. Vor allem sein früh verstorbener Vater, Klaus war erst zehn Jahre alt, spielt eine große Rolle in seinen Konzerten. Von ihm hat er das musikalische Talent geerbt, wobei sein Vater seine eigenen musikalischen Ambitionen nicht verwirklichen konnte.

Nach dem Realschulabschluss 1967 absolvierte Klaus eine Ausbildung zum Großhandelskaufmann für Stahl und Eisen bei Klöckner-Eisenhandel GmbH & Co. KG und besuchte die Jakob-Fugger-Berufsschule in Schöneberg. In dieser Zeit interessierte ihn bereits die Musik mehr als der Stahlhandel. Seine Laufbahn begann mit ersten Auftritten in Berliner Szenekneipen. Aber auch bei großen Festen seiner Schule trat er mit seinen ersten Liedern im Prälat Schöneberg und Interconti-Hotel auf. Nach Abschluss seiner Ausbildung und bevor es mit der Schauspielausbildung an der Max-Reinhardt-Schule losging, fand 1970 die legendäre Afghanistan-Reise statt. Bei diesem Unternehmen half ihm sicherlich, dass er in seiner früheren Jugend bei den Pfadfindern war.

Ab 1974 erhielt Klaus Engagements an der Freien Volksbühne Berlin unter Intendant Kurt Hübner und am Hamburger Thalia-Theater unter Intendant Boy Gobert. Er spielte in mehreren Film- und Fern-seh-produktionen mit, so etwa in Ingmar Bergmans „Das Schlangenei“ oder Tom Toelles „Die Kameliendame“. Einem breiten Publikum wurde er bekannt durch die Titelrolle in der Verfilmung von Ulrich Plenzdorfs „Die neuen Leiden des jungen W“. Für diese Rolle wurde er mit dem „Bambi“ so-wie der „Goldenen Kamera“ der TV-Zeitschrift Hörzu ausgezeichnet.

Sein erstes Album „Klaus Hoffmann“ erschien 1975. Die ausnahmslos von ihm selbst geschriebenen Lieder des 1978er Albums „Was fang ich an in dieser Stadt?“ drehten sich überwiegend um seine – da-mals geteilte – Heimatstadt Berlin. 1978 erhielt Hoffmann für seine Lieder den Deutschen Kleinkunstpreis in der Sparte Chanson. 1979 folgte seine erste große, ausverkaufte Deutschland-Tournee sowie 1980 der Deutsche Schallplattenpreis für die LP „Westend“. Auf seiner Internetseite sind 60 Alben in der Discographie hinterlegt.

Im Jahr 2006 nahm Hoffmann den Kulturpreis der Boulevardzeitung B.Z. in Empfang und forderte in seiner Dankesrede, dass die Kunst- und Kulturförderung nicht den Banken überlassen werden dürfe. Am 27. März 2011, einen Tag nach seinem 60. Geburtstag, feierte Klaus Hoffmann seinen runden Geburtstag im Berliner Friedrichstadt-Palast mit zahlreichen Wegbegleitern, allen voran Reinhard Mey. Weitere Gäste des über vierstündigen Konzerts, das bereits Monate zuvor ausverkauft war, waren Hannes Wader, Herman van Veen, Lydie Auvray, Romy Haag, Rolf Kühn und Robert Kreis. Im selben Jahr trat er bei „Songs an einem Sommerabend“ auf, genauso wie auch 2014 und 2016.

Hoffmann verbindet eine enge Freundschaft mit dem Liedermacher Reinhard Mey, den er in seiner Autobiografie als seinen „Bruder“ bezeichnet. Mey schrieb anlässlich des 60. Geburtstags von Klaus Hoffmann sein „Lied Für Klaus“; beide Künstler haben diverse Lieder wie „Alle Soldaten woll’n nach Haus“, „Schenk mir diese Nacht“ sowie „Meine Zeit“ gemeinsam aufgenommen. Seit August 2001 ist Klaus mit seiner langjährigen Lebensgefährtin Male-ne verheiratet, der wir die schönen Fotos von Klaus verdanken.

Musikalisch ist Klaus gleichermaßen von amerikanischen Singer-Songwritern wie Bob Dylan sowie vom französischen Chanson und dem spezifischen Berliner Chanson in der Tradition von Harald Juhnke und Hildegard Knef beeinflusst. Seine Texte sind bestimmt von der Auseinandersetzung mit seiner Kindheit im kleinbürgerlichen Nachkriegs-Berlin (Berlin, Was fang ich an in dieser Stadt?, Die Straßen von Berlin, Der König der Kinder) sowie der Aufbruchstimmung der 68er Generation, die sich gegen die Enge und Ängstlichkeit der Elterngeneration auflehnte (Estaminet, Die Mittelmäßigkeit). Durchgehendes Motiv in Hoffmanns Liedern ist dabei der Konflikt zwischen der Wärme und der kindlichen Geborgenheit des Vertrauten auf der einen Seite sowie dem Aufbegehren angesichts der Möglichkeiten und Herausforderungen des Unbekannten, der nur über die Versöhnung mit der Widersprüchlichkeit der eigenen Geschichte und der Berlins gelöst werden kann.

Klaus Hoffmann gilt als der führende deutsche Interpret des belgischen Chansoniers Jacques Brel, dessen Musik er als Zündfunken seiner Befreiung aus Elternhaus und Kleinbürgertum beschrieb. Bereits Hoffmanns erstes Album (1975) enthielt Versionen der Brel-Titel „Ces gens là“ (So sind hier die Leute), „Amsterdam“ und „Adieu Emile“. Ermöglicht durch den Kontakt zu Therèse Brel, der Witwe Jacques Brels, begann Hoffmann 1996 mit der Arbeit an dem Musical „Brel – die letzte Vorstellung“. Darin blickt der sterbenskranke Brel auf sein Leben, indem er es durch seine Chansons – gesungen in deutscher Übersetzung – Revue passieren lässt. Am 12. Juni 1997 fand die Premiere des Musicals im Schillertheater in Berlin statt. Im gleichen Jahr er-hielt Hoffmann hierfür die „Goldene Europa“ für das „Bühnenereignis des Jahres“.

2000 erschien sein erster Roman unter dem Titel „Afghana“, der Aufbruch und Reise des Protagonisten durch das Afghanistan der späten 60er Jahre beschreibt. 2004 wurde sein zweiter Roman „Der Mann, der fliegen wollte“ veröffentlicht, den Klaus Hoffmann, begleitet am Klavier von Hawo Bleich, auf einer großen Lesereise mit Musik in ganz Deutschland vorstellte. Im Februar 2011 erschien schließlich Klaus Hoffmanns dritter Roman „Phillip und die Frauen“, der wie die vorigen Romane stark autobiographische Züge aufzeigt. Seine Autobiografie mit dem Titel „Als wenn es gar nichts wär“ er-schien im Oktober 2012.

Und ganz aktuell ist die Ergänzung in seiner Vita um eine besondere Auszeichnung. Am 1. Oktober erhält Klaus Hoffmann den Landesorden von Berlin für seine besonderen Verdienste um unsere Stadt. Herzlichen Glückwunsch!!!                                                    


 

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