Supertalent Michael Hirte begeistert im Berliner Tempodrom

Mit einem rundum gelungenen Konzert beglückt „Michael Hirte & Friends“ seine Berliner Fans und seine Mutter, die stolz als Zuschauerin die Show verfolgt und auch Autogramkarten verteilt. Das Tempodrom war, von dem meist älteren Publikum, gut gefüllt.

Zu den Klängen von „Der Junge mit der Mundharmonika“ des Otti-Bauer-Orchesters betritt Michael Hirte, auf dem Kopf stets eine Kappe tragend, die Bühne der Berliner Kultureinrichtung. Michael Hirte, der merklich an Selbstbewusstsein gewonnen hat, klopft heftig seine Mundharmonika an der Hose aus und stimmt mit der Band den ersten Song „Mull Of Kintyre“ an.

Bei seiner Deutschlandtournee wird Michael Hirte von Kathy Kelly, einem Mitglied der bekannten Kelly Familiy, und dem jungen Nachwuchstenor Silvio d`Anza begleitet, die zumindest anfangs die Show moderieren. So können sie dem Supertalent ein wenig das Lampenfieber nehmen.

Michael Hirte berührte noch vor wenigen Monaten ein Millionenpublikum bei der RTL-Castingshow „Supertalent 2008“ mit seinem Mundharmonikaspiel und seiner Geschichte, die von gesundheitlichen Schicksalsschlägen und dem Bezug von Leistungen nach Hartz IV beprägt waren.

Zwischendurch stimmt Kathy Kelly, die über eine jahrelange Bühnenerfahrung verfügt, mit Akkordeon und Gitarre temperamentvoll irische und spanische Lieder an. Michael Hirte spielt Lieder seiner bisherigen Gold-CD und der für Mai 2009 geplanten neuen CD. Er spielt die Lieder mit dem Orchester, das auch über Bläser und Streicher verfügt, und auch in Kombination mit den beiden anderen wunderbaren Künstlern. Seine Unbeholfenheit wird von aufmunternden Rufen und Applaus begleitet. Da fragt Michael Hirte die Band auch schon mal nach dem nächsten Titel. Nach „Amazing Grace“ und „Morning Has Broken“ merkt man Michael Hirte seine größere Lockerheit an. Sehr sympathisch nimmt er nun schnell den Kontakt zum Publikum auf.

Silvio d`Anza tritt in die Fußstapfen großer Tenöre und singt italienische „Gassenhauer der Klassik“. „Time To Say Goodbye“ als Duett mit Michael Hirte kam sehr gut bei den Fans an. Bevor Michael Hirte „Tränen lügen nicht“ anstimmt, bedankt er sich ergreifend für die bisherige Unterstützung seiner Fans und interpretiert „Über 7 Brücken musst du gehen“ von Karat. Bei „Knocking On Heavens Door“ lässt Michael Hirte neben Kathy Kelly auch selbst seine Stimme erklingen. Das Publikum kann sich jetzt kaum noch auf den Plätzen halten.

„Ännchen von Tharau“ war immer ein Lied, erzählt der ehemalige Straßenmusiker, das auf der Straße gerne ältere Leute gehört haben. Michael Hirte kann aber nicht nur sanfte Melodien spielen. Ob „Winnetou-Melodien“, „Moon River“ mit Violinen- und Tenorbegleitung oder rockigen Elvis Presley Interpretationen, er beherrscht das ganze musikalische Spektrum. Man kann Michael Hirte nur ermutigen, dass er diese musikalische Bandbreite weiter ausbaut. So merken die Zuhörer die große Freude und den besonderen Spaß bei rockigen Mundharmonika-Interpretationen.

Als Überraschungsgast kommt dann noch der 13 jährige Junge mit der Engelsstimme, Dennis Chmelensky, der auch mit Michael Hirte bei der Talentshow angetreten ist.

Alles was Michael Hirte macht, wirkt ehrlich! So kommt er auch nach und nach ins Plaudern. Das Tempodrom ist von einer sehr positiven familiären Atmosphäre geprägt. Man merkt, dass die Fans ihn lieben! Der 44 jährige Künstler braucht sich auch nicht zu verstecken, denn sein Instrument beherrscht er souverän. Der „Gänsehautfaktor“ ist bei Michael Hirte garantiert. Er ist ein echter Superstar, nicht nur bei RTL, sondern auch auf der Bühne im Tempodrom. Der ursprünglich aus dem Spreewald stammende Musiker ist angenehm unverbraucht, natürlich und frei von Allüren.

Natürlich darf das „Ave Maria“ zur Krönung des Abends nicht fehlen. Mit Standing Ovations spielt Michael Hirte leidenschaftlich, locker über die Bühne gehend, als Zugabe das Pippi-Langstrumpf-Lied. Das wundervolle Orchester und die „Friends“ treten mit „Time To Say Goodbye“ ab. Michael Hirte spielt aber weiter. Alleine mit seiner Mundharmonika auf der Bühne, bringt er die Fans zum Schunkeln. Der wundervoll stimmungsvolle Abend wird mit dem PUHDYS-Song „Alt wie ein Baum“, einem Volkslied-Potpourri und auf Zuruf „La Paloma“ und einer anschließenden Autogrammstunde beendet.

Das Programm was stets abwechslungsreich. Die Bühne, die Zusammenstellung der Show und der Künstler wirken gekonnt professionell. Das Motto des Abends und seines Lebens, das sich auch im Bühnenbild widerspiegelte, dürfte für Michael Hirte „Das Licht am Ende des Tunnels“ gewesen sein.

Thomas Moser –BerLi-Press (www.berli-press.de) für www.lichtenrade-berlin.de 18. März 2009

Michael Hirte's brandneue Autobiografie "DER MANN MIT DER MUNDHARMONIKA - MEIN LEBEN"

CD: „Der Mann mit der Mundharmonika“

Website Michael Hirte

http://www.michaelhirte.net/bio.php


 

Der Berliner Swing-König Andrej Hermlin und sein SWING DANCE ORCHESTRA begeisterst das Berliner Publikum mit „Best of Swing“ bei seinem „Happy New Year Swing Concert“ in der Berliner Philharmonie.

Das für die Philharmonie bekannte Raunen vor Konzerten ging mit Betreten der Bühne durch die Musiker in wohlwollenden Applaus über. Der Orchesterchef Andrej Hermlin spielt Flügel und moderiert das Swing-Konzert in einer einzigartig lockeren Art und Weise. „Der Swing ist die Liebe seines Lebens“, sagt der 1965 in Berlin als Sohn des Schriftstellers Stephan Hermlin geborene Künstler. Bereits als Vierjähriger hatte Andrej Hermlin durch eine Schallplatte seines Vaters die Liebe zur amerikanischen Swingmusik der 30er Jahre entdeckt.

Dem Orchester gelingt es von Beginn an, dass das auch in die Jahre gekommene Publikum mit Füßen und Händen im Takt der Songs von Benny Goodman und Glenn Miller mitwippt. Es werden auch bekannte Songs in weniger bekannten Versionen präsentiert. Das SWING DANCE ORCHESTRA ist mit ihrer unverstärkten amerikanischen Musik bis ins Detail authentisch: der Sound, die Arrangements, die Mikrofone und Pulte, die Instrumente und die Garderobe entsprechen den amerikanischen Originalen jener Zeit. Die Bläser sind die wichtigste Grundlage eines jeden Swingorchesters und zeigen auch in Berlin ihr solides musikalisches Können. Die Solis von Trompete, Posaune, Saxofon und Klarinette werden immer wieder begeistert beklatscht. Der Gitarrenspieler swingt lebendig mit seiner Gretsch-Gitarre, der Saxofonist Finn Wiesner greift auch für seinen Gesang zum historischen Mikrofon, der Bassist schlug kraftvoll die Saiten seines Kontrabasses an und der quirlige Schlagzeuger bringt temperamentvoll und gekonnt seine Begeisterung und sein solides Handwerk zur Geltung.

Das SWING DANCE ORCHESTRA besteht aus vierzehn Musikern, den Gesangsolisten Bettina Labeau und David Rose sowie der Gesangsgruppe THE SKYLARKS. Besonders die Sängerin Bettina Labeau kann den Sound und Rhythmus der Swingmusik lebendig werden lassen.

Viel Freude machte dem Publikum das jiddische Lied von Benny Goodman : „Bei mir biste scheen“ und der Swing-Klassiker „Chattanooga Choo Choo“ von Glenn Miller ging ab wie die Eisenbahn.

Mit Andrej Hermlin hat sich das 1987 gegründete SWING DANCE ORCHESTRA inzwischen zur bedeutendsten und erfolgreichsten Swing Big Band Deutschlands entwickelt. Andrej Hermlin komponiert und textet für sein Orchester, er schreibt Filmmusiken und Jingles für Radiosender, organisiert Tourneen seiner Band in die USA, nach Hongkong und London. Andrej Hermlin hat der Swingmusik in Deutschland wieder Leben eingehaucht.

Hermlin, der in zweiter Ehe mit einer kenianischen Frau verheiratet ist, begeistert sich privat für historische Automobile und die Fliegerei. Besonders hat er sich für den Erhalt des Tempelhofer Flughafens stark gemacht.

Dem Berliner Publikum konnte der trübe Sonntag Nachmittag nichts anhaben! Die mitreißende Swingmusik brachte die Glückshormone des Publikums in Wallung. Andrej Hermlin und sein Orchestra hat zum Jahresauftakt mal wieder zu überzeugen gewusst (wenn das überhaupt noch bei Einzelnen nötig gewesen sein sollte) und ist bei den Berlinern Fans stets willkommen!

Thomas Moser – BerLi-Press (www.berli-press.de) für www.lichtenrade-berlin.de

18. Januar 2009

http://www.swingdanceorchestra.de/


 

Am 5. Juli eröffnete Berlins prominenteste Freizeitattraktion. In einem knapp zweistündigen, interaktiven Rundgang gehen die Besucher auf Tuchfühlung mit internationalen Stars und Sternchen, Sportlegenden und historischen Größen.


Klaus Wowereit begrüßt die Gäste.

 

Geschichtsträchtig werden die Besucher im ersten Teil der Ausstellung empfangen: Bedeutende Politiker und große Denker aus Geschichte und Gegenwart begrüßen die Besucher. Wer schon immer mal eine Rede neben Bundeskanzlerin Angela Merkel schwingen wollte oder den Auftritt des Dalai Lama am Brandenburger Tor verpasst hat, der darf sich hier auf ein Treffen freuen.

 

Auch Sofie Scholl, John F. Kennedy, Papst Benedikt XVI, Helmut Kohl oder Erich Honecker sind hier vertreten.


Selbst in Aktion treten kann man im nächsten Bereich zum Thema Kultur. Ob die Besucher beim Intelligenztest gegen den Physiker Albert Einstein „relativ" gut abschneiden werden?

Eigentlich egal, denn Klavier spielen mit Ludwig van Beethoven kann bei Madame Tussauds jeder. Weiter geht es zu einem Meet&Greet mit Hollywood-Legende Marlene Dietrich oder Romy Schneider in ihrer berühmtesten Rolle der Kaiserin „Sissy".

 

Die Besucher können sich im Tennismatch mit Boris Becker messen. Oliver Kahn wartet an der interaktiven Torwand auf treffsichere Kicker. Aber keine Angst, gegen Boxlegende Henry Maske muss keiner antreten.

 

Von der Sportarena geht es direkt weiter ins Fernsehstudio, dem nächsten interaktiven Teil der Ausstellung, in dem vor der Kamera jeder zum TV-Star werden kann. Wie wäre es, einmal neben Thomas Gottschalk auf der berühmten weißen Couch zu sitzen? Und ist es wirklich so schwierig, mit Günther Jauch um die Million zu zocken?

Auf jeden Fall wird es lustig, wenn die Besucher auf Michael „Bully" Herbig treffen. Hier liegen Kostüme bereit, so dass man selbst in einige Rollen des Komikers schlüpfen kann.

Ein wirklich königliches Aufgebot an Megastars bietet der nächste Bereich: Wann erlebt man schon den „King of Rock'n Roll" Elvis Presley oder kann zusammen mit Michael Jackson den Moonwalk üben? Neben internationalen Topstars treffen die Besucher auch Deutsche Größen wie Herbert Grönemeyer oder die schrille Nina Hagen. Wem das nicht reicht, der gesellt sich zu den Beatles und rockt als fünftes Bandmitglied mit der Gitarre. Neben Peter Maffay kann der Besucher auch Schlagzeug spielen.

Der Link in eine zauberhafte Promi-Welt: http://www.madametussauds.com/berlin/

 Fotos: Thomas Moser -BerLi-Press (www.berli-press.de) für www.lichtenrade-berlin.de Die Bilder zeigen Wachsfiguren aus der Herstellung und dem Besitz von Madame Tussauds Berlin.

Daten:

Adresse:

Madame Tussauds Berlin

Unter den Linden 74

10117 Berlin

Telefon: 030 / 4000 460 0

Madame Tussauds Berlin

2.500 Quadratmeter auf 2 Ebenen8 interaktive Themenbereiche:

  • Geschichte und Politik
  • Kultur
  • Sonderausstellung
  • Hinter den Kulissen
  • Sportarena
  • Fernsehstudio
  • Musik
  • Promi-Party

Anzahl der Wachsfiguren:

  • 75 Wachsfiguren zur Eröffnung, danach ständige Erweiterung

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Die Wiener Sängerknaben brachten am 2. Adventwochenende weihnachtliche Stimmung in die Berliner Philharmonie und in das Konzerthaus am Gendarmenmarkt.
21 Knaben im Matrosenanzug und Lackschuhen betreten singend den Konzertsaal. Mit ihren glasklaren Stimmen zeigen sie dem Berliner Publikum einen Ausschnitt ihres Repertoires. Im zweiten Teil der Konzerts werden eher weihnachtliche Töne angestimmt. Ihr Repertoire reicht von Mittelalter bis zu zeitgenössischer und experimenteller Musik. Motetten und Lieder für Oberchor bilden den Kern des Tourneerepertoires, wie auch die eigenen Arrangements von Walzern und Polkas von Strauss.
Mit der Perfektion erfahrender Musiker zeigen die 10 bis 14jährigen Jungen, was jahrelange intensive Schulung schon bei Kindern für Erfolge zeitigen kann. Besonders die Soli des ersten Sängers sind wegen seiner kräftigen und auch feinfühligen Stimme einmalig.
Anspruchsvolle Chorwerke wechselten sich mit heiteren Volksweisen ab. Eine wundervolle Mischung! „Klinika", „Wenn ich einmal reich wär" aus Anatevka und im zweiten Teil des Programmes eine internationale Mischung verschiedener Weihnachtslieder waren wohl die beliebtesten Weisen für das Berliner Publikum. Ein wahrhaft gelungener Auftritt! Der engagierte Chorleiter und Pianist konnte die Kinder und die  Konzertbesucher mit seiner mitreißenden Art begeistern. Der Zuschauer kann sich aber kaum vorstellen, wie diese teils fast schon pubertierenden Kinder wunderbare Lieder singen, bald in den Stimmbruch kommen und zuhause und im Internat wie andere Kinder ganz „normal" am PC spielen und Fernsehen gucken.
Die Wiener Sängerknaben haben es beim Berliner Publikum geschafft, dass sie ein wenig entspannter den Heimweg über die angrenzenden Weihnachtsmärkte antreten konnten und besinnlich Weihnachten entgegensehen.


Thomas Moser, 6. Dezember 2008, BerLi-Press (http://www.berli-press.de) für http://www.lichtenrade-berlin.de

Aus der Geschichte der Wiener Sängerknaben:
Der Ursprung der Wiener Sängerknaben liegt im Jahr 1498. Vor mehr als einem halben Jahrtausend verlegte Kaiser Maximilian I seinen Hof und seine Hofmusik von Innsbruck nach Wien. Er orderte ausdrücklich an, dass sich unter den Musikern auch sechs Knaben befinden sollten. Damit hatte er den Grundstein für die Wiener Hofmusikkapelle, für die Hofsängerknaben und schließlich auch die Wiener Sängerknaben gelegt. Musiker wie Heinrich Isaac, Paul Hofhaimer, Heinrich Ignaz, Franz Biber, Wolfgang Amadeus Mozart und Anton Bruckner musizierten bereits mit den Hofsängerknaben. Nach dem Zusammenbruch der Habsburger Monarchie verdankten die Wiener Sängerknaben ihr Weiterbestehen der Initiative von Josef Schnitt, der 1921 Rektor der Burgkapelle wurde.
Aus den Hofsängerknaben wurden die Wiener Sängerknaben. Die Kadettenuniform wich dem Matrosenanzug. Chronischer Geldmangel zwang den Chor dazu, Konzerte außerhalb der Burgkapelle zu geben. Der Erfolg war unglaublich.
Heute gibt es rund 100 Wiener Sängerknabenaufgeteilt auf vier Konzertchöre. Die vier Chöre geben rund 300 Konzerte jährlich mit fast einer halben Million Zuschauer. Die Wiener Sängerknaben bereisen nahezu alle Statten Europas, Asien und Australien, Süd- und Mittelamerika, die USA und Kanada.
Die Wiener Sängerknaben werden in einem privaten Realgymnasium (mit Öffentlichkeitsrecht) mit Latein als Freifach im Wiener Augarten unterrichtet, sie leben in einem Internat, auch wenn sie in Wien wohnhaft sind. Ein besonderer musikalischer Schwerpunkt wird vor allem durch die tägliche zweistündige Chorprobenarbeit gelegt. Auf Grund der mehrmonatigen Auslandstourneen findet der Unterricht konzentriert in kleineren Gruppen statt. Die Chorproben finden allerdings mit den jeweiligen Chormitgliedern (circa 25) statt. In ihren jungen Jahren erhalten die Knaben eine solide musikalische Ausbildung.

Quelle für den geschichtlichen Teil: Website der Sängerknaben und Wikipedia
Website der Wiener Sängerknaben: http://www.wsk.at

Konzertveranstalter in Berlin: http://www.laur-veranstaltungen.de
Foto: Copyright http://www.lukasbeck.com 


 

Mit „Türkisch für Liebhaber" wurde in der Neuköllner Oper ein neues Mozart-Singspiel geschaffen, dass inhaltlich die Wirrungen des Lebens von Türken in Deutschland aufs Korn nimmt. Das zeitgenössische Singspiel entstand aus dem Geist der Türkenoper „Der wohltätige Derwisch" des 18. Jahrhunderts und erzählt aus der Perspektive junger Künstler mit türkischen Wurzeln.

Die junge Komponistin Sinem Altan hat für die Neuköllner Oper die Mozarthafte und volkstümliche Musik aufgegriffen und mit eigenen Kompositionen in die Gegenwart geführt. Die Geschichte aus der Mittelschicht der türkischstämmigen Deutschen stammt von der Autorin und Kolumnistin Dilek Güngör. Die Texte handeln von turbulenten Missverständnissen und der Sehnsucht nach einem selbst bestimmten Leben, die es in jeder Kultur und sicher nicht nur in Kreuzberg und Neukölln gibt.

In einer lebhaften Art und Weise wird die Geschichte vom attraktiven Ercan, gespielt vom Schauspieler Kerem Can, erzählt. Ercan kommt aus Ankara und will in Berlin ein Architekturpraktikum absolvieren. Einquartiert wird er selbstverständlich im Kreise der Familie. Und es kommt wie es kommen musste. Der Onkel will den Neffen unbedingt mit der deutsch-türkischen Studentin Mine verkuppeln. Die zuerst aufgezwungene und geschmähte Liebe führt nach einigen Wirrungen mit einer Freundin von Mine und einer deutschen Arbeitskollegin von Ercan zu einem Happyend mit Anhang.

Die multikulturelle Geschichte aus dem deutschen Kiez ist trotz der Länge des Stückes kurzweilig. In die lustigen und teils Klischee behafteten Texte kann sich der Zuschauer gut einfinden.  Das Premierenpublikum war verzaubert.

Das teilweise orientalisch besetzte Orchester, unter der musikalischen Leitung von Hans-Peter Kirchberg, überzeugte durch seine Brillanz und Präzision.  Im Ensemble begeisterten an diesem Abend besonders die weiblichen Stimmen. Hervorzuheben ist die Mine, dargestellt von der Berlinerin Aline Vogt. Die Sängerin betörte mit Ihren stimmlichen Fähigkeiten. Das Duett mit  Nina Reithmeier, die die Freundin Sinem spielt, war ein besonderer Leckerbissen. Den besonderen türkischen Flair brachte aber die türkische Sängerin Begüm Tüzemen mit viel Klasse ein. Für die gute schauspielerische Gesamtleistung des Ensembles bedankte sich das Publikum mit anhaltendem Applaus.  Es inszenierte Søren Schuhmacher, Oberspielleiter an der Deutschen Oper Berlin, der wie sein Ausstatter Norbert Bellen und die Mehrzahl des internationalen Ensembles erstmals an der Neuköllner Oper arbeitet.

Zusammenfassend kann gesagt werden: Ein wundervoller musikalischer und multikultureller Abend mit Hintergrund, unverkrampften Multikulti-Witz, schöner Musik und viel Freude!

Thomas Moser 1.12.2008

BerLi-Press (http://www.berli-press.de) für http://www.lichtenrade-berlin.de

http://www.neukoellner-oper.de/


 

Die Kölner Kultband „BAP“ schreibt schon Jahrzehnte deutsche Rockgeschichte; um genau zu sein seit 32 Jahren. In Berlin trat die Band mit den kölschen Texten und ihrem neuesten Programm „Radio Pandora“ in der gut besuchten legendären Columbiahalle, in unmittelbarer Nähe des kürzlich geschlossenen Flughafens Tempelhof, auf. „Radio Pandora“ gibt es in der Plugged- und Unplugged-Version.

Pünktlich und ohne Eitelkeit beginnen die Rocker ihr Bühnenprogramm. Der ehrliche und unverfälschte Rock kommt bei den Zuschauern in der gefüllten Columbiahalle gut an. Eine einzelne Köln-Fahne wird geschwenkt. Einige Besucher singen auch die Texte mit, andere scheinen „nur“ die Musik zu genießen und klatschen im Rhythmus der Melodie. Bei einigen Liedern hat man fast den Eindruck, dass der Hallenboden bebt. Auch wenn nicht alle Kölsch verstehen ist es nicht so schlimm, denn die Mucke ist einfach nur mitreizend!

Die Band nimmt die Zuschauer mit auf eine dreistündige pausenlose Reise und spielt Songs von Orten, wo sie schon immer hin wollten. Die Lieder handeln auch vom Leuchtturmwärter, vom Fernfahrer aus Osnabrück, von Amerika, Alexandra und Magdalena.

Die Musik ist manchmal melancholisch langsam, in der anderen Sekunde dann aber wieder turboschnell oder einfach nur rockig.

Als Gast begrüßte die Band wieder die Geigerin Anne de Wolff (spielt auch bei Rosenstolz).

Die Musiker von BAP rund um den Dichter, Sänger und gesellschaftlich engagierten Künstler Wolfgang Niedecken, der als einziges Bandmitglied bei der Gründung dabei war, gehören zu den erfolgreichsten Rockkünstlern Deutschlands. Bis heute schaffte es jedes BAP-Album auf die vordersten Chartplätze. Der Frontmann Wolfgang Niedecken und sein „Verdamp lang her….“ dürfte vielen Menschen, die heute um die Fünfzig sind, noch in den Ohren klingen. Das Kultlied, natürlich auch im Kölschen Platt, handelt von Zwiegesprächen am Grab seines Vaters. Der Inhalt dürfte vielen Fans aus dem Nicht-Kölner Raum wohl oft nicht so bewusst gewesen sein. Der Name „BAP“ auch spontan entstanden, erzählt Niedecken, weil er häufig in seinen Liedern von seinem Vater erzählte. „Bapp“ oder „Papp“ bedeutet im Kölschen soviel wie Vater oder Papa.

Der musikalische und inhaltliche Stil der BAP-Songs wird wesentlich von Bob Dylan, den Kinks, Bruce Springsteen und den Rolling Stones geprägt.

Das Konzert war ein imposantes Feuerwerk solider handgemachter Rockmusik. Die Besucher waren rundum begeistert! Die Spielfreude der Band ist immer wieder ansteckend!

Thomas Moser 1.12.2008

BerLi-Press (http://www.lichtenrade-berlin.de) für http://www.lichtenrade-berlin.de

http://www.bap.de


 

Max Greger, Paul Kuhn und Hugo Strasser, drei reifere Vollblutmusiker, betreten in Berlin die Bretter, die ihnen schon immer und immer noch die Welt bedeuten. Sie sind auf ihrer dreimonatigen „Tour 2007 - Best of Swing Legenden" in Deutschland unterwegs und füllen ohne Schwierigkeiten große Hallen mit Ihrer swingenden und jazzigen Musik.
 

„Es ist für uns kein Problem, wenn wir als Legenden bezeichnet werden. Das sehen wir als Auszeichnung an!" so Max Greger vor dem Konzert. „In den letzten zwei Jahren ist die Zusammenstellung der Musiktitel gereift!", weiß Strasser zu berichten. Hugo Strasser berichtet weiter, dass alle „Legenden" ihre Lieblingstitel ausgesucht haben. Dann hat man nur noch die Zusammenstellung abgestimmt. Paul Kuhn erläutert: „Aus der Erfahrung weiß man, was das Publikum mag".

 

 

Mit auf der Gastspielreise ist die erstklassig besetzte SWR Big Band und als Special Guest die zweimaligen Grammy-Gewinner „New York Voices", zwei Frauen und zwei Männer, mit brillanten Stimmen.
Von den zirka 20 Konzerten fanden die in Berlin im Januar 2007 im Friedrichsstadtpalast statt und laufen noch im Rest der Republik bis Anfang April. Das Publikum, überwiegend wohl die Generation „70 +", füllt fast vollständig den Friedrichstadtpalast mit seinen zirka 1.900 Sitzen. Kaum einer im Publikum kann ruhig sitzen bleiben. Vom ersten Takt an sieht man wippende Beine und glückliche Gesichter. Die meist älteren Besucher werden bei jedem Musikstück agiler. Ein Highlight reiht sich an das Andere. „Alexander´s Ragtime Band", „Tequilla", „Sentimental Journy" und die Moritat von Mackie Messer sind nur einige der bekannten Titel. Musik, die von den Legenden Duke Ellington, Glenn Miller, Count Basie und z.B. Louis Armstrong kommt, fanden Einzug in das Konzert.

 


In seinem roten Jackett unterhält der achtzigjährige Max Greger kurzweilig das Publikum und kann am Ende seiner gekonnten Saxophoneinlagen noch temperamentvolle Hüpfer vollführen. Paul Kuhn spielt erstklassig Klavier und schnippt, wie man ihn schon immer kennt, beim singen mit seinen Fingern. Der ruhigste der Musikanten, Hugo Strasser, spielt in seinem unverkennbaren Sound virtuos seine Klarinette.
Das Publikum ist während des gesamten Konzerts begeistert und zeigt Fitness und Ausdauer. Rasender Applaus und Standing Ovations sind der verdiente Lohn der mitwirkenden Künstler. Manche Teenyboygroup würde über solche enthusiastischen Fans vor Neid erblassen.
Die drei Künstler sind besonders Stolz auf die Zusammenarbeit mit den „New York Voices". „Alle Vier sind sehr sympathisch, liebenswert und inspirieren uns!" bekräftigen Greger, Kuhn und Strasser. Die amerikanischen Künstler sind auch mit dem Tournee-Bus unterwegs.

 


Auch wenn schon die letzte Tournee 2006 „Abschiedstour" hieß, denken die drei „Magiere der Musik" nicht an Abschied. Paul Kuhn und Hugo Strasser sind nach schwerer Krankheit wieder fit und können sich einen musikalischen Ruhestand nicht vorstellen. Strasser sagt: „ Eine Pause können wir uns nicht leisten, wir sind zu alt!". Max Greger muss nur noch seine Frau überzeugen, dass er nicht wirklich kürzer treten kann. Körperlichen Ausgleich findet Kuhn beim Golfen, Strasser und Greger wandern gerne.
Auch wenn die Tour 2007 beendet ist, werden sich die drei Musiker nicht zurückziehen. Man kann schon gespannt auf die nächste Tournee sein. Bis zur nächsten gemeinsamen Tour wird jeder seinen eigenen musikalischen Weg weitergehen.
Leider ist von den Swing-Legenden kaum noch eine Präsens im Fernsehen zu finden. Max Greger beklagt, dass im Fernsehen nur noch Platz für Musik des jungen Publikums oder für Volksmusik ist.
Vom ungebrochenen Bedarf an Swing- und Jazzmusik zeugen jedoch die vollen Hallen auf der Tournee. Zur Tournee ist auch die CD „Best of Swing Legenden" erschienen.
Ein Abend voll schöner Musik!

 

BerLi-Press -Pressedienst Lichtenrade- Thomas Moser (auch Fotos)

14.01.2007

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