Erste Fotoimpressionen vom Rocktreff-Auftakt 2015:


Schirmherrin ist wieder die BVV-Vorsitzende Petra Dittmeyer...mit viel Spass an der Musik!

Die Begrüßung mit den Moderatoren Christian Körper, Jugendamtskoordinator Philipp Mengel, Petra Dittmeyer, Moderator Andie Kraft

Start mit "Right Away"




Andie Kraft zeigt die große organisatorische Leistung hinter den Kulissen

Rocktreff-Wegweiser auf den Bürgersteigen...


"Arising"

Philipp Mengel hat alles im Griff!

"Arising" mit Philipp Mengel...Cool!

Fotos Thomas Moser


 

Interview Rainer Schwarz 5. Juni 2015

Vita Rainer Schwarz, Jugendamtsleiter Tempelhof-Schöneberg

1960 geboren, hat nach einem schnellen Abitur Lehramt (Physik und Mathematik) studiert und auf dem Gebiet der Psychologie diplomiert. Nach 5 jähriger Tätigkeit als Lehrer war er drei Jahre wissenschaftlich mit der pädagogischen Psychologie beschäftigt,  danach in einer Erziehungsberatungsstelle tätig und darauffolgend 5 Jahre in der Leitung eines Jugendamtes.

Nach dieser Zeit war Rainer Schwarz für verschiedene sozialwissenschaftliche Institutionen und Projekte in unterschiedlichen Feldern der Jugendhilfe (Flexibilisierung der Hilfen zur Erziehung, Strukturentwicklung des allgemeinen Sozialdienstes, Umgang mit gewaltbereiten Jugendgruppen und Kinder und Jugendliche in sozialen Brennpunkten) beratend bzw. im Projektmanagement tätig.

Für fünf Jahre gestaltete er den Aufbau der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD) mit und war in den letzten Jahren Geschäftsführer einer Beratungsgesellschaft für gemeinnützige Unternehmen und Organisationen.

Neben dem pädagogischen Diplom ist Rainer Schwarz als Leitungsfachkraft für Ämter und Verbände (dv) ausgebildet, hat den Verwaltungslehrgang A II abgeschlossen, ist systemischer Supervisor und Organisationsentwickler sowie TÜV-zertifizierter Qualitätsmanagementauditor.

 

Rainer Schwarz ist seit dem 1. April 2015 der Leiter des Jugendamtes in Tempelhof-Schöneberg. KiTS führte mit Rainer Schwarz das erste Interview.

KiTS:      Sie haben eine beeindruckende berufliche Vita. Was hat sie dazu bewogen, sich für die Leitung eines Jugendamtes in Berlin zu bewerben … und, ist es nicht ein Kulturschock, der Wechsel vom Geschäftsführer einer Beratungsgesellschaft zum Jugendamt in Berlin?

Rainer Schwarz:               Zum ersten Teil, was mich bewogen hat: Es gibt einen immer noch bekannten ehemaligen SPD-Vorsitzenden (Redaktion: Franz Müntefering) der behauptet hat, dass dies das schönste Amt der Welt sei. So ein bißchen ist dies Teil meiner Motivation, mich für das Jugendamt zu bewerben. Ich hab schon mal in der Leitung eines Jugendamtes gearbeitet und wusste, zumindest ungefähr (es ist ja schon ein paar Jahre her), worauf ich mich einlasse. Und ich halte es tatsächlich für die spannendste Aufgabe, die man bei der öffentlichen Hand bekommen kann. Nach meiner Vorstellung ist es so, dass die Leitung eines Jugendamtes schon einen gewissen Handlungsspielraum lässt. In der Regel hat man mit den verschiedensten Fachgebieten zu tun. Das ist der Reiz der Angelegenheit.

Den Kulturschock, den Sie angesprochen haben: Es war klar, dass der passiert. Er war aber auch gewollt. Ich habe in den letzten 20 Jahren in den unterschiedlichsten Konstellationen beratend gearbeitet, sowohl für freie und auch öffentliche Träger. Manchmal in sehr engen, manchmal in sehr weiten Kontexten. Ich habe, um nicht die Verbindung zur Jugendhilfe zu verlieren, immer noch als Supervisor ausschließlich in Jugendhilfeeinrichtungen gearbeitet. Jetzt hatte ich das Gefühl, dass ich in einer Phase meines Lebens angekommen bin, in der es gut wäre nicht mehr „nur“ zu beraten. Beratung ist ja auch immer ein sehr kreativer Prozess, aber die eigentlichen Wirkungen dessen, was man dabei in der Organisation auslöst, sieht man nicht mehr, weil man dann nicht mehr vor Ort ist. Da verspreche ich mir in der Jugendamtsleitung eher, dass es eine längerfristige Verbindlichkeit zu den Dingen gibt, die man anschiebt.

KiTS:      Haben Sie die ersten Wochen im Jugendamt mehr überrascht oder erschreckt? (R. Schwarz schmunzelt) Oder anders gefragt, wie dick sind die Bretter, die zu bohren sind?

Rainer Schwarz: Ja..., ich wusste ungefähr, mit wie vielen Menschen ich es zu tun haben werde. Ich bin in den ersten Tagen durchs Haus gegangen und obwohl eher wenige Menschen hier waren, weil es kurz vor Ostern war, war ich trotzdem erstmal überrascht, dass es fast das ganze Rathaus Friedenau und die ganzen vielen Außenbereiche sind. Insofern war es schon zum Anfang ein Aufmerken und auch ein fast sinnliches Begreifen, dass es doch eine größere Organisation ist, auf die ich mich eingelassen habe. Das wiegt schwerer als nur eine Zahl, die ich natürlich bei meiner Bewerbung gewusst habe.

Die Bretter sind dick, das ist wahr. Die Bretter sind sehr dick. Das zeigt sich schnell. Die Probleme poppen schnell auf. Was ich angenehm finde, es ist nicht das eingetreten wovor man mich gewarnt hatte: „Da kommen in den ersten zwei Monaten alle und alle wollen etwas und jeder will sein Scherflein beim `Neuen` ins Trockene bringen“. Das ist nicht passiert. Es ist eher tatsächlich so, dass ich einen sehr großen Teamgeist bei Problemlösungen wahrnehme. Aber die Probleme sind eher dick. Wir sind eines der Ämter, die mit einer sehr großen Vielfalt von sozialen Problemen zu tun haben, die alle nicht so gut finanziert sind. Da ist sowohl im organisatorischen Bereich als auch im Bereich dessen, was man in dem ´Unternehmen´ finanziert, viel zu tun.

KiTS:      Leiter des Jugendamtes im Spannungsfeld zwischen Fachlichkeit, Verwaltung und Politik? Sie sind zwar noch keine hundert Tage im Amt, aber welche Potentiale haben Sie schon identifizieren können?

Rainer Schwarz: Ich finde ein spannendes Potential, dass sich der Bezirk vor mehr als einem Jahrzehnt auf den Weg zu einer sehr umfänglichen Sozialraumorientierung gemacht hat. Ich halte das nach wie vor für einen fachlich sehr wichtigen Prozess. Im Laufe der Zeit gab es bundesweit durchaus auch ein paar Verirrungen, die dann wieder aufgelöst wurden. Da kann man durchaus auch von den Fehlern, die Andere gemacht haben, lernen. Das ist ein Potential, das würde ich gerne vorantreiben. Ich werde also darauf achten, dass gerade die regionalen Strukturen, so wie sie jetzt sinnvollerweise entstanden sind, gestärkt und in die Lage versetzt werden für die Region zu agieren.

KiTS:      Ist von Sozialraumorientierung nach ihrem Eindruck viel übrig geblieben?

Rainer Schwarz:               Es muss viel in die Strukturen investiert werden. Es gibt sozialräumlich organisierte Arbeitsweisen und Handlungsstrukturen in wesentlichen Bereichen des Amtes. Was noch so ein wenig Defizit hat und wo ich denke, woran wir arbeiten werden ist, dass diese Strukturen, Arbeitsgruppen und regionale Dienste die Möglichkeit haben müssen, tatsächlich in der Region gestaltend tätig zu werden.

Im Augenblick erledigen sie im Wesentlichen das, was zu tun ist, die Hilfe zur Erziehung, die Eingliederungshilfe, das Organisieren von Jugendarbeit und  Jugendsozialarbeit auf regionaler Ebene ... Sie kommen aber nicht dazu, weil sie so viel zu tun haben, den Sozialraum zu gestalten. Ich glaube aber fest an die Gestaltungsmacht von „Schwarmintelligenz“, soll heißen wir brauchen alle Herzen, Hirne und kreativen Ideen unserer Mitarbeitenden, um die Probleme regional zu lösen. Diese Gestaltungsaufgabe kann nicht an einzelnen Personen oder Funktionen hängen bleiben.

KiTS:      Ein Jugendamt muss fachlich sehr breit aufgestellt sein (Jugendförderung, Kita und Tagesbetreuung, Familienberatung, Hilfe zur Erziehung und Familienunterstützende Hilfen). Haben Sie mit der Fülle der zu klärenden Fragen gerechnet?

Rainer Schwarz:               Ja, damit habe ich gerechnet. Das ist auch das, was mir eher liegt. Das hat tatsächlich mit meinem beruflichen Werdegang zu tun. Ich habe in sehr unterschiedlichen Bereichen gearbeitet: Zum Beispiel mich auch in Gesundheitsstrukturen bewegt und war dort umfänglich beratend tätig. In meiner letzten Aufgabe als Geschäftsführer der Beratungsgesellschaft für Organisationsentwicklung in der Sozialen Arbeit habe ich Senioreneinrichtungen, als auch große Kliniken der Allgemeinversorgung und der psychiatrischen Versorgung (Psychiatrie, Neurologie und Psychosomatik) bei der Erlangung von Qualitätsmanagement-Zertifikaten unterstützt. Insofern bin ich es gewöhnt, mit sehr vielen verschiedenen Aufgabenstellungen und Fragen umzugehen.

KiTS:      Und das brauchen Sie …?

Rainer Schwarz:               Das brauche ich auch ein bisschen. Und das Jugendamt hat den Vorteil, dass es immer noch einen Zusammenhang gibt. Zwischen einem Seniorenzentrum, einem Kinderheim und einer Klinik für Inneres gibt es nicht ganz so viele Verbindungen, außer dass man beim Qualitätsmanagement ein gemeinsames Betrachtungsraster hat. Im Jugendamt gibt es auch noch eine gute fachliche Klammer. Alle wollen hier, dass in diesem Bezirk Kinder und Jugendliche wohlbehalten, geschützt und möglichst mit all ihren Talenten und Fähigkeiten aufwachsen können. Das eint alle!

KiTS:      Die Kosten- und Leistungsrechnung und der Haushalt drückt auch das Jugendamt. Können Sie noch ruhig schlafen?

Rainer Schwarz:               Sie werden verblüfft sein. Ich schlafe jetzt wieder ruhig (R. Schwarz lacht). Vorher brachte der Job als Nebeneffekt manchmal mit sich, dass ich am Morgen auf meinem Handy-Kalender geschaut habe, in welcher Stadt ich denn gerade bin. Das hat mich physisch eher etwas unruhig gemacht und da habe ich manchmal sehr unruhig geschlafen. Jetzt komme ich nach Hause, gehe sehr viel früher schlafen wie sonst, schlafe wie ein Stein, wache morgens auf und gehe wieder ins Jugendamt. Es ist viel, aber offensichtlich bereut meine Physis diesen Schritt nicht, sondern sagt mir: Tue es, geh schlafen und tue es wieder.

KiTS:      An welchen Stellen können Sie ihre bisherigen beruflichen Erfahrungen in Tempelhof-Schöneberg einbringen?

Rainer Schwarz:               Ich denke gerade in dem Bereich, wie man Organisationen dazu befähigt, dass sie das, was sie eigentlich wollen auch umsetzten ... Wir haben das, was wir eigentlich wollen und wir haben das, was wir jeden Tag erledigen ... und da gibt es eine gewisse Lücke dazwischen. Ich glaube, das was ich ganz gut kann, ist Organisationen zu helfen, diese Lücke zu schließen und immer wieder Wege und Freiräume zu finden, aus eigener Kraft Lösungen zu finden.

Das ist das, was ich einbringen kann. Ich habe schon im Bewerbungsgespräch gesagt, was ich nicht einbringen kann, ich bin kein ´Münder´ (redaktionelle Erläuterung: Prof. Dr. Johannes Münder, Kommentator von Gesetzestexten u. a.), kein Superprofi im Jugendhilferecht oder sozusagen der Super-Sozialarbeiter, der jetzt jedem erzählen kann, wie er sein Job macht. Darin sehe aber auch nicht meine Aufgabe an der Spitze einer solchen Organisation. Dafür haben wir gute Fachleute.

KiTS:      Das Jugendamt hat unter dem Stichwort „Jugendamt 2014“ verschiedene Änderungen in der Organisation eingeleitet. Wie ist Ihr Eindruck? Wird das Jugendamt damit zukunftsfähig sein?

Rainer Schwarz:               Dies war durchaus für mich auch ein Bewerbungsgrund. Jeder weiß, dass in Berlin in mehreren Bezirken Jugendamtsleitungen ausgeschrieben wurden. Man hätte sich auch durchaus um einen anderen Bezirk bemühen können. Bei der Überlegung, sich für Tempelhof-Schöneberg zu entscheiden, spielte das eine wichtige Rolle. Das Modell und die Idee, die dahintersteckt, eine Matrixorganisation aufzubauen ... auf der einen Seite regional zu agieren und auf der anderen Seite fachlich unterstützende Strukturen zur Verfügung zu stellen und nebenher eine möglichst flache Hierarchie in der Organisation einzubauen ... das sind Dinge, die meinem Organisationsansatz entsprechen. Hierin finde ich einen guten Ansatzpunkt. Mir war allerdings nicht klar, dass das Jugendamt 2014 noch so frisch ist. Als ich anfing mich einzulesen, war das schon ganz überzeugend. Ich hatte das Gefühl, das ist schon alles etabliert. Aber der Prozess des Umsetzens kam erst ins Laufen. Das habe ich erst verstanden, als ich hier war. Ich finde es aber einen wichtigen Prozess. Wenn es uns jetzt noch gelingt, die Schnittstellen kreativer zu füllen, ein gutes Kommunikationskonzept hinzubekommen, den Mitarbeitern die Chancen daraus klar zu machen, dass sie einen Dienst- und Fachvorgesetzten haben und es zusätzlich noch fachlich verantwortliche Personen gibt, die auch mit ihnen sprechen und ihnen auch Hinweise und Anregungen geben ... wenn wir das alles gut organisiert bekommen und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dabei in genügender Weise mitnehmen, dann sind wir zukunftsfähig aufgestellt. Das glaube ich tatsächlich! Ich kann mir keine andere Organisationsform als diese regionalisierte Form eines Jugendamtes vorstellen, um wirklich dicht an den Problemen dran zu bleiben. Ich glaube, das sind wir.

KiTS:      Wo werden notgedrungen oder aus tiefer fachlicher Überzeugung die Schwerpunkte ihrer Arbeit liegen?

Rainer Schwarz:               Das habe ich vorhin schon so ein bißchen umrissen. Es geht darum, das, was an Kompetenz vorhanden ist, zusammengeführt wird und auf gemeinsame Ziele und Visionen zu schauen. Mein unmittelbares Arbeitsfeld sind dabei die Leitungsfachkräfte des Jugendamtes. Dies muss trotz aller Widrigkeiten erfolgen. Wir diskutieren ja gerade einen defizitären Haushalt, was in der Regel immer Kreativität lahmlegt. Es ist wichtig auf Ideen zu kommen, wie die wichtigen Dinge so erledigt werden können, dass sie nicht gleich den Bezirk in eine finanzielle Krise führen.

KiTS:      Das ist Ihr erstes öffentliches Interview als Jugendamtsleiter in Tempelhof-Schöneberg. Warum erst jetzt? Die Fachöffentlichkeit ist doch begierig mehr zu erfahren.

Rainer Schwarz:               Okay (R. Schwarz schmunzelt), dass freut mich, dass die Fachöffentlichkeit so begierig ist. Aber es ist und war viel zu tun, auch am Anfang. Ich brauchte viel Zeit das Amt zu verstehen, die Prioritäten im Amt zu verstehen. Ich nehme Ansagen, die ich mache, schon ernst. Ich habe ja zum Anfang gesagt, ich höre erstmal eine Zeitlang gut zu. Sie haben vorhin auf die 100-Tage angespielt. Ich habe gesagt, in den ersten hundert Tagen werde ich sicher schon ein paar Ideen äußern, aber noch nicht die Dinge alle festklopfen. Dann gab es aber doch ein paar Dinge, die schneller festgeklopft werden mussten. Das hängt mit der Umzugsplanung und ähnlichen Geschichten zusammen. Dann wurde mir auch bescheinigt, dass ich einen Start mit besonderen Steinchen hatte. Das fing mit der Haushaltssperre an, dann ging es weiter mit der Erstanlaufstelle der unbegleitet minderjährigen Flüchtlinge, die nach Lichtenrade kam, und jetzt die doch etwas schwierigen Diskussionen um den Doppelhaushalt 2016/2017.

Es ist gerade sehr viel zu tun. Die Tour durch die Jugendfreizeiteinrichtungen musste ich daher in den Sommer verlegen.

KiTS:      Welchen Stellenwert messen Sie der Öffentlichkeitsarbeit des Jugendamtes zu?

Rainer Schwarz:               Einen sehr Großen ... ich habe aber auch schon gemerkt wie schwierig es ist, weil wir immer daran gemessen werden, dass wir Geld möglichst für die Aufgaben ausgeben, für die wir nachlesbar gesetzlich verpflichtet sind. Und da ist Öffentlichkeitsarbeit nicht gerade an oberster Stelle. Dies führt dazu, dass wir dafür noch nicht einmal einen ordentlichen Haushaltstitel haben. Ich halte es aber wirklich für wichtig, dass auf das, was das Jugendamt macht, auch aufmerksam gemacht wird. Ich finde aber auch, da ist schon unheimlich viel passiert. Wir haben einen guten öffentlichen Auftritt, der was mit Imagepflege des Jugendamtes zu tun hat. Es ist im freien Bereich viel passiert. Den Kiezatlas finde ich eine sehr gelungene Einrichtung, die deutlich zeigt, wie die Dinge hier organisiert sind. Und wenn es uns gelingt, diesen weiterhin aktuell zu halten und auch das Vorhaben uns gelingt, für alle Einrichtungen an einer Stelle einen Veranstaltungskalender zu führen, dann haben wir schon wichtige Sachen erreicht. Wir sollten mehr darüber reden, was wir tun. Denn wir sind keine "Kinder-Klau-Behörde", wie es gern in den Negativ-Nachrichten rüber kommt, sondern wir wollen, dass Kinder und Jugendliche unter möglichst optimalen Bedingungen aufwachsen. Dafür tun wir viel! Aber das wird öffentlich kaum wahrgenommen. Da freue ich mich, wenn zum Beispiel in der Öffentlichkeit auch mal gelobt wird, weil aus unserem Jugendamt sehr schnell Elterngeld gezahlt und Kita-Gutscheine erteilt werden. Gerade weil ich auch weiß, unter welchem großen Druck die Kolleginnen und Kollegen in diesen Bereichen stehen und arbeiten.

KiTS:      Wie sind Ihre fachlichen Visionen für das Jugendamt?

Rainer Schwarz:               Das müsste klargeworden sein: Stärkung und Leben des sozialräumlichen Ansatzes. Hierfür praktischen Wege finden: Das, was als Matrixorganisation vorgeprägt ist, in eine gute und für alle Beteiligten effektive, also mit guten Wirkungen versehene Arbeitsweise umzuwandeln. Es läuft hierbei noch nicht alles rund. Das hat damit zu tun, dass es viele personelle Umbesetzungen gegeben hat. Neue Personen müssen sich in ihre verantwortungsvollen Arbeitsfelder einarbeiten und hierin zurechtfinden. Ich finde, wir sind insgesamt sehr gut aufgestellt und ich glaube, dass alle hier ein großes Interesse haben, in absehbarer Zeit voranzukommen. Ich finde jedoch, wir haben ein paar Dinge zu erledigen, die in den nächsten Jahren auf uns zukommen. Wir sind eine wachsende Stadt, wir haben erfreulicherweise steigende Kinderzahlen zu verzeichnen, wir bemühen uns die personelle Ausstattung der regionalen Sozialdienste zu verbessern und neuen Mitarbeitenden den Einstieg in dieses Arbeitsfeld zu erleichtern. Wenn wir mehr Jugendliche bekommen, kommen auch mehr und neue Aufgaben auf uns zu. Wenn immer behauptet wird, dass diese Stadt jung und sexy ist, dann passiert das nicht nur aus sich heraus. Da muss man schon etwas dafür tun. Und klar, da möchte ich schon ganz gerne dabei sein!

KiTS:  Wir danken für das Interview und wünschen alles Gute!

Das Interview führte Thomas Moser (5. Juni 2015)

Fotos: Dirk Hupka

Das Interview ist in der Jugendamts-Sommerausgabe 2015 von KiTS erschienen...vom Jugendamt Tempelhof-Schöneberg

Hier kann Sie heruntergeladen werden: LINK

Hier kann man die regelmäßigen aktuellen Ausgaben von KiTS bestellen: LINK


 

Es war nicht vorherzusehen, dass nach den regnerischen Tagen das 10. Multi-Kulturenfest auf dem Gelände des Jugendfreizeithauses Bungalow am Mariendorfer Damm vom angenehmen Wetter überrascht wurde. Am Sonntag, den 21. Juni, regnete es nicht und kurz vor dem Ende ließ sich sogar die Sonne blicken.

Die Wertschätzung, die das nun zum zehnten Male stattfindende Fest genießt, sieht man an der Beteiligung der Bezirksprominenz, den immer wieder aktiv teilnehmenden Gruppen und an der noch immer zunehmenden Besucherzahl, darunter auch einige Flüchtlingsfamilien.

Bei der Veranstaltung geht es nicht nur um Spiel und Spaß, sondern auch um die Ehrung von engagierten Kindern, die als Konfliktlotsen/Streitschlichter und Buddy`s an den Mariendorfer Grundschulen tätig sind.

Jugendstadtrat Oliver Schworck begrüßte im großen Saal der Jugendeinrichtung die mit Urkunden bedachten Kinder. Die Moderation übernahmen dieses Mal Cindy und Yasemin, die schon lange eng mit CdM42 verbunden sind und auch schon für den Weltmädchentag am 9.10.2015 „gebucht“ sind. Hans-Ulrich Schulz, Sozialraumkoordinator des  Jugendamtes für die Region Mariendorf, hatte insgesamt 92 Urkunden vorbereitet und die Aktivitäten im Saal, gemeinsam mitOutreach, bestens organisiert.


Es gab, neben anderen Auftritten (Eckener-Gymnasium, Dt.-Tamilische-Gesellschaft, ein Solo eines Tanzmädchens), auch wieder eine tolle Entertainment-Tanzeinlage von Romeo und seinem Schüler Andre von Samuels Dance Hall e. V., der alle geehrten Kinder mit einem wertvollen Tanzkursgutschein beschenkte. Gleich zwei Schulleiter und verschiedene Lehrer der Mariendorfer Grundschulen beglückwünschten und freuten sich mit ihren Schülerinnen und Schülern über diese öffentliche Anerkennung.



Neben der Hüpfburg gab es eine ganze Reihe von Angeboten wie Schminken, Reifenrollen, Jonglieren, Balancieren, Frisbee-Golf, Torwand schießen, Basketball, Schatzsuche und Märchenerzählen im Saal durch den Nachbarschaftstreff Britzer Straße und Outreach. Der VBU bot unter anderem Tipp-Kick an und Femia diverse orientalische Köstlichkeiten. Im Zelt von Outreach konnte man sich wieder in kunstvollen arabischen Schriftzeichen seinen Namen schreiben lassen und es wurde stimmungsvoll getrommelt.

Die Präventionsbeauftragte des Polizeiabschnitts 44, Frau Fäller, war zur Ehrung vor Ort und ihr Kollege führte einen Parcours als Angebot durch. Die DLRG ließ die Besucher wieder Kisten erklettern, Leben Lernen hatte ein Glücksrad mit immer wieder spannenden Fragen rund um das Thema „Liebe“ mitgebracht. Zusätzlich gab es Kaffee, selbstgemachten Kuchen, Würstchen und Popcorn.

Alle Angebote, bis auf das Essen, waren wieder kostenlos, viele von CdM42 Kids betreut, und die wahrgenommenen Aktivitäten wurden auf einer Spielkarte abgestrichen. Am Ende gab es dann für jeden Teilnehmer einen Preis. 

Wieder war dieses Fest ein voller Erfolg und sowohl Teilnehmer als auch Besucher gingen froh und zufrieden nach Hause, im Ohr das Grußwort vom Jugendstadtrat Oliver Schwork, der sich eine Fortsetzung dieses Familienfestes noch für viele Jahre wünscht.

Veranstalter des Multi-Kulturenfestes ist die Kinder- und Jugendversammlung Mariendorf CdM42 - Evangelische Kirchengemeinde Berlin-Mariendorf in Kooperation mit dem Jugendamt und den Einrichtungen Bungalow, KiJuM, Sonnetreff, sowie Outreach Mariendorf und dem Schülerclub „Villa“ der Rudolf- Hildebrand-Grundschule.

Zur Geschichte der Kinder -und Jugendversammlung Mariendorf CdM42 (Club der Mariendorfer): Diese Gruppe ist aus der 1. Kinder- und Jugendversammlung Mariendorf heraus im November 2005 als Mitbestimmungs- und Beteiligungsprojekt entstanden. Seitdem ist so einiges geschehen: Die Kinder und Jugendlichen organisieren mit pädagogischer Unterstützung der beteiligten Einrichtungen in Mariendorf die Feten für 9 bis 15 jährige Schülerinnen und Schüler, haben im November 2007 und 2009 mit selbst gestalteten Workshops weitere Kinder- und Jugendversammlungen durchgeführt und Pläne für einen Spielplatz entworfen, der im Mai 2008 in der Ringstraße eingeweiht werden konnte.

Darüber hinaus haben sie erfolgreich Seminare zu den Themen "Toleranz und Akzeptanz", "Demokratie und Mitbestimmung" sowie diverse Teamtage durchgeführt und beteiligen sich maßgeblich an der U18-Wahl im Bezirk.

In den letzten Jahren fanden diverse Projekte zur historischen Spurensuche statt (Hörspiel über Mariendorf, sowie erfolgreiche Ausstellungen zum Thema "Mariendorfer Kinder und Jugendliche in der NS- und Nachkriegszeit", „Verfolgung von Kindern und Jugendlichen im Nationalsozialismus“, „Schicksale junger Menschen im KZ Ravensbrück“, Film über Ravensbrück, Teilnahme und Aktionen anlässlich der 70. Jahr-Feier zur Befreiung des KZ Ravensbrück).


Im Gespräch vom Jugendamt Fachleiter Jugendförderung Manfred Schulz, Sozialraumkoordinator Uli Schulz, Regionalleiterin Claudia Dorow und der ehemalige Jugendamtsdirektor Wolfgang Mohns.

Quelle, KiTS aktuell Text: Petra Steinborn

Fotos Thomas Moser


 

Der TSV Marienfelde ist 125 Jahre alt geworden. Am 27. Juni 2015 war das große Jubiläums-Sommerfest...Herzlichen Glückwunsch!

Der ausführliche Bericht bei "Nachbarn-News" : http://weblog.thomasmoser-berlin.de


Jugendwart Stefan Behrendt führt durch das Programm und freut sich...

über einen Scheck der Berliner Sparkasse über 500 Euro!

Katharina Bald (lks) und Katja Dörr (re) von der Berliner Sparkasse mit Stefan Behrendt und dem Kasssenwart Rainer Egermann


Die Teppich-Curling-Gruppe freut sich über den Obst-Sponsoren EDEKA an der Heilandsweide...



Die Donnerstagsgruppe tanzt wie wild...


Die Kleinen spielen gerne...

Die Großen grillen...

und tanzen...



Auch die Bläser-Klasse der Gustav-Heinemann-Oberschule ist wieder dabei!

ALLE Fotos Thomas Moser

www.tsv-marienfelde.de


 

Zu Beginn der heißen Vorbereitungsphase treffen sich traditionell Veranstalter, Schirmherrinnen und Sponsoren zu einem Frühstück im Café im Wasserturm auf dem EUREF-Campus am Gasometer.

Foto v.l.n.r.: 1.Reihe: Jugendstadtrat Oliver Schworck, Jürgen Siegismund (Stromnetz Berlin), Horst-Dieter Keitel (Berliner Woche),Ronny Graikowski-Bauer (SchreiBerlin), 2.Reihe: Sarah Geiger (Vattenfall), Andrea Seerig (Stromnetz Berlin), Regina Körper, Rocktreff-Schirmherrin Petra Dittmeyer (BVVVorsteherin), Spielfest-Präsentatorin Angelika Schöttler (Bezirksbürgermeisterin), Jutta Kaddatz (stv. Bezirksbürgermeisterin), Andie Kraft (CPYE e.V.), 3. Reihe: EUREF-Vorstand Benjamin Melcher, Ed Koch (MitSpielene.V.), Philipp Mengel Veranstaltungsleiter Jugendamt), Thomas Biersack (PSDBank), Anna Brandt (GeWoSüd), Torsten Schreiber (SchreiBerlin), 4. Reihe: Rainer Schwarz (Jugendamtsdirektor), Uli Schulz (Jugendamt), Emily Westphal (Radio Möller), Tobias Kellermann und Carsten Siebke (stilbrand), Dirk Büscher (GeWoSüd), Sabine Schmiedel (Möbel Kraft), Rob Pagel (Rock-Ini), Oliver Theel (Abt. Jugend, Ordnung, Bürgerdienste).

Nicht auf dem Foto; sie standen im Stau und kamen etwas später: Philipp Seifert (FACES Veranstaltungstechnik) und Rainer Tepasse (DEGAS).

Auch die Sponsoren, die nicht teilnehmen konnten sollen hier ebenfalls dankend erwähnt werden: Henry Arzig (Catering Company), Gerd Henrich (Humboldt Box), Stephan Boy (KKI GmbH), Yasir Kahf (Licht & Tontechnik Popella), Klaus Hoppe (Optiker Hoppe), Steffen Kottwitz (outline display), Torsten Kurz (PKSD), Sandra Kunath (Printprinz), Christian Wüstefeld (Reisebüro Ehlert), Fred Hoffmann (Riemer & Schultz Sanitär), Marei Schmidt (star fm), Dorit Klutmann (Ferienparadies Lütow), Sven Weber (SWI Immobilien), Uwe Saager, Dr. Arno Markwitan (vitasyn Fritz Apotheke), Roberto Ullrich (Vierlande), Erol Degirmenzi (Weingewölbe), Ralph Eichberg (Maximilian).

F
oto: Jugendstadtrat Oliver Schworck bedankt sich bei den Sponsoren.

Der Rocktreff ist DIE Traditionsveranstaltung des Jugendamtes Tempelhof-Schöneberg. Tradition klingt immer ziemlich verstaubt und altbacken, das trifft auf den Rocktreff natürlich nicht zu, ganz im Gegenteil. In über 30 Jahren hat sich die Musik enorm verändert und mit ihr oder durch sie diejenigen, die den Rock ’n’ Roll auf die Bühne bringen. In den ersten zwei Jahrzehnten war Rockmusik eine Domäne der Boy-Groups, auch wenn man diese anfangs nicht so nannte. Im Laufe der letzten Jahre haben immer mehr junge Frauen die Bühne erobert. Nicht nur als Sängerin ganz vorn am Bühnengraben, sondern an allen Instrumenten, auch dem wohl kräftezehrendsten, dem Schlagzeug.


Foto: Schirmherrin Petra Dittmeyer (lks.) und Jutta Kaddatz freuen sich auf den Rocktreff.

Aus über 200 Bewerbungen wurden in diesem Jahr 16 Bands ausgewählt, die an den drei Veranstaltungstagen spielen werden. Alle Bands treten ohne Gage beim Rocktreff auf. Der Rocktreff ist ein großer musikalischer Spaß mit vielen sehr begabten jungen Künstlern, die ihr Publikum mehr als nur gut unterhalten. Überzeugen Sie sich selbst, beim 32sten Rocktreff 2015. Der Eintritt ist natürlich frei. Gegründet wurde der Rocktreff 1984 von der Rock-Ini der Ev. Jugend Tempelhof. Ihr damaliger Frontmann ist heute Chef der gynäkologischen Abteilung des Tempelhofer St. Joseph- Krankenhauses, Prof. Dr. Michael Abou Dakn.

Der Rocktreff ist keine Veranstaltung „nur“ für junge Leute. Das Publikum ist altersmäßig sehr gemischt. Und die Bewohner des nahe gelegenen Seniorenheims gehören auch zu den Stammgästen der Veranstaltung. Somit verbindet der Rocktreff Jung und Alt. Auch bei den ehrenamtlichen Helfern sind neben den „alten Hasen“ viele Jugendliche dabei, die im Rahmen der Veranstaltung in die unterschiedlichsten Bereiche (Technik, Organisation, etc.) einer Großveranstaltung hinein schnuppern können. Möglich ist der Rocktreff seit je her ausschließlich durch Sponsorengelder und einer Zuwendung des Jugendamtes. Träger des Rocktreffs ist der gemeinnützige Verein CPYE e.V., Kooperationspartner sind die Rock-Ini Tempelhof und die Catering Company.

32. Rocktreff: Freitag, 10. Juli 2015, 18.00 bis 23.00 Uhr, Samstag, 11. Juli 2015, 16.00 bis 23.00 Uhr, Sonntag, 12. Juli 2015, 16.00 bis 20.00 Uhr, Eintritt frei - Fußballstadion im Volkspark Mariendorf, Prühßstraße 90, Ecke Andlauer Weg, 12109 Berlin.

www.rocktreff.de

… und dann gibt es das beliebte Spielfest…

Das Spielfest für die gesamte Familie

Der Rocktreff ist aber nur die eine Seite der Angebotsmedaille an diesem Wochenende im Fußballstadion des Volksparks Mariendorf. Denn seit rund 20 Jahren lädt das Jugendamt jedes Jahr auch zu seinem Spielfest ein. Es findet zeitversetzt am selben Wochenende wie der Rocktreff statt. Am Samstag, dem 11., und Sonntag, dem 12. Juli 2015, beginnt „Das Spielfest“ um 12.00 Uhr, und endet jeweils um 18.00 Uhr.

Foto: Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler freut sich, dass wieder große Attraktionen zum günstigen Preis angeboten werden können.

Zwei Stunden, zwischen 16.00 und 18.00 Uhr finden Spielfest und Rocktreff parallel statt. Das Konzept hat sich bewährt, weil viele der Spielfestbesucher so auch noch etwas von dem mitbekommen, was auf der großen Rocktreffbühne abgeht.

In den letzten Jahren wurden an den beiden Wochenendtagen bis zu 2.500 Besucher gezählt, Kinder, Jugendliche und ihre Mütter, Väter, Opas und Omas. Mit „Kind und Kegel“ wie man in Berlin sagt, kommen die Familien ins Stadion des Volksparks Mariendorf.

www.spielfest-mariendorf.de

Weitere Informationen zu den Veranstaltungen in der neuen KiTS-Sommerausgabe:

Als pdf-Dokument auf der Internetseite des Jugendamtes:

 

http://www.berlin.de/ba-tempelhof-schoeneberg/organisationseinheit/jugend-familie/kits.html

Wie freuen uns auf Sie:

32. Rocktreff

Freitag, 10. Juli 2015, 18.00 bis 23.00 Uhr

Samstag, 11. Juli 2015, 16.00 bis 23.00 Uhr

Sonntag, 12. Juli 2015, 16.00 bis 20.00 Uhr

Spielfest

Samstag, 11. Juli 2015

Sonntag, 12. Juli 2015, jeweils von 12.00 bis 18.00 Uhr.

Eintritt frei

Fußballstadion im Volkspark Mariendorf, Prühßstraße 90, Ecke Andlauer Weg, 12109 Berlin



Veranstaltungskoordinator begrüßte die Ehrengäste ... und hat alles gut im Griff!


Launige Worte...wie gewohnt... von Andie Kraft vom Veranstalter CPYE e.V. 

Quelle/Text: paperpress

Alle Fotos: Thomas Moser


 

In diesem Jahr hat der TSV Marienfelde 1890 e.V. so richtig Grund zum Feiern.

Im Jahr 1890, also vor nun bald 125 Jahren, gründeten acht Männer im Dorf Marienfelde, in dem damals erst 1334 Einwohner wohnten, einen Sportverein.

So las man im „Teltower Kreisblatt“ im November 1890: „Marienfelde – Auch hier hat die Sache der Turnerei einen Anfang gefunden. Es hat sich hier im Laufe des verflossenen Monats ein Turnverein gebildet, der unserem Orte alle Ehre macht. Zwar erst 25 Mitglieder stark konnte derselbe doch zur Beschaffung der nothwendigen Geräthe, Reck und Barren von vorzüglichster Konstruktion, eines Sprunggestells, eines Schweberecks und zweier Matratzen schreiten... Hoffentlich finden sich noch recht viele Mitglieder oder Turnfreunde, die das Ansehen des Vereins fördern helfen.“

Eine tragende Säule in Marienfelde

Noch heute ist der Verein eine der tragenden Säulen im gesellschaftlichen Leben von Marienfelde.

Heute zählt der TSV Marienfelde circa 1100 Mitglieder, darunter 36 Ehrenmitglieder, die sich durch besonderes Engagement ausgezeichnet haben bzw. auf eine über 50-jährige Mitgliedschaft zurückblicken.

Seit 1996 engagiert sich Sigrid Steinert als 1. Vorsitzende für die Belange des Vereins und seiner Abteilungen.

Vielfältige sportliche Betätigung

10 Abteilungen führt der Verein, der sich mit einem breiten sportlichen Angebot im Bezirk Tempelhof-Schöneberg, aber auch mit seinem gesellschaftlichen Engagement, insbesondere in der Kinder-und Jugendförderung einen Namen gemacht hat. Ob Jung oder Alt, ob wettkampffreudig oder die sanfte Sportart liebend, ob körperliche oder geistige Bewegung suchend, im TSV Marienfelde findet eigentlich jeder die passende Sportart.

Bereits mit 2 Jahren, begleitet durch die Eltern, lernen die Jüngsten beim Eltern-Kind-Turnen spielerisch an einem bunten Geräteparcours verschiedene Bewegungsabläufe: Schwingen am Seil, Springen vom Kasten, Balancieren über den Balken und Klettern an der Sprossenwand gehören dazu. Später können die Kinder in einer altersgerechten Turngruppe an Geräten turnen und an Wettkämpfen teilnehmen.

Viel für Jung und Alt, jede Art von Bewegung mit Bällen, Schach bis Teppichcurling

Mit Unterstützung des Jugendamtes Tempelhof-Schöneberg kann der Verein und der Jugendwart Stefan Behrendt schon seit Jahren ein vielseitiges und spannendes Ferienprogramm anbieten.

Wer gerne mit Bällen umgeht, kann sich zwischen der Handball-, Prellball-, Tischtennis- oder Badminton-Abteilung des Vereins entscheiden. „Minis“ heißen hier die kleinsten Handballer, „Marienfelder Dinos“ die über Vierzigjährigen.

Einhundert Prellballer in jeder Altersklasse prellen mit großer Freude den Ball und haben es bereits in die Bundesliga geschafft. Im Jubiläumsjahr fanden im März die Norddeutschen Prellballmeisterschaften in der Sporthalle im Baußnerweg statt. Bereits einen Monat vorher veranstaltete hier der Verein einen ersten „Tag der offenen Tür.“ Die Vereinsvorsitzende Sigrid Steinert: „Die Vorführungen und Angebote der Abteilungen fanden großen Anklang, und den Mitwirkenden aller Altersstufen hat es sichtlich Spaß gemacht, denn sie waren mit Leidenschaft dabei.“

Die über 30 Schachfreunde trainieren zweimal wöchentlich die Gehirnzellen und auch Jugendliche sind hier willkommen.

Zum sanften und auch geselligen Sport lädt dagegen das Teppichcurling ein, das dem Eisstockschießen ähnelt und die neueste Abteilung des Sportvereins ist.

Auch in der Natur aktiv

Sportstadträtin Jutta Kaddatz mit Jugendwart Stefan Behrendt beim Sommerfest 2014
Wirbelsäulengymnastik, Volleyball, Aerobic, Sport für Jung und Alt heißen dagegen die Angebote des Gesundheitssports. Wer die Bewegung in der Natur schätzt, schließt sich der Natursportgruppe an, die sich mit dem NaturRanger im Freizeitpark Marienfelde engagieren.

Alte Feuerwache ehrenamtlich auf Vordermann gebracht und das große Jubiläumsfest

Die alte Feuerwache in Alt-Marienfelde konnte der Verein schon 2008 übernehmen und hat damit einen festen Standort gefunden. Viel ehrenamtliches Engagement war notwendig, um die Feuerwache zu einem Begegnungsort zu entwickeln.



Hier bietet der TSV Marienfelde auch immer einen attraktiven Adventsmarkt mit vielen Leckereien an. Die Motorsportabteilung hat sich mit Übernahme der „Alten Feuerwache" durch den TSV gegründet. Die Abteilung nutzt die Fahrzeughalle für ihre Basteleien.

Am 27. Juni 2015 findet das große Sport- und Sommerfest im Rahmen der Jubiläumsaktivitäten auf dem Vereinsgelände (Alt-Marienfelde, 12277 Berlin) von 14 bis 19 Uhr statt. Mit Mitmach-Aktionen und einem Unterhaltungsprogramm wird für die ganze Familie etwas angeboten. ToM

www.tsv-marienfelde.de

Historische Fotos mit Gebäude: TSV / andere Fotos: Thomas Moser


 

Anlässlich des Todes von James Last am 9. Juni 2015 schreibt der Fan, Sammler und Freund, Günter Krüger: Danke, Hansi, für alles...

Ein Nachruf von Henning Hamann, der James Last auch kannte: LINK

Hier der Bericht über Günter Krüger:
„Äußerlich sieht man es mir nicht an, aber innerlich hebe ich ab!“ Dieser Eindruck wird bestätigt, wenn man sich mit dem James-Last-Fan Günter Krüger unterhält. Günter Krüger (71) aus Marienfelde ist eher der zurückhaltende und freundliche Typ. Günter Krüger ist vital, humorvoll und strahlt eine tiefe, nicht immer auf dem ersten Blick sichtbare, Lebensfreude aus. Er ist nicht der Mensch, der anderen Menschen auf den Wecker gehen will.

Auch bei dem Bandleader, Komponisten, Arrangeur und Musikproduzenten James Hans Last, den er mittlerweile intensiv kennengelernt hat, würde er nie auf die Idee kommen, ihn zu nerven und hinterherzurennen.

James Hansi Last mit Günter Krüger (Foto privat)
Krüger ist es wichtig, dass James Last nicht das Eigentum von irgendjemand ist. Er ärgert sich sehr über angebliche Fans, die dem Musiker auflauern und nur seine Großzügigkeit ausnutzen.

Berliner Konzert begeisterte

Günter Krüger war auf dem letzten Berliner Konzert am 18. April 2015.

Auf seiner Fan-Website www.jameslastfan.de schreibt er: „Danke Hansi für das wunderbare Konzert!“ Und Günter Krüger darf auch „Hansi“ sagen, denn der große Musiker hat ihm schon vor Jahren das „Du“ angeboten. Krüger bejubelt aber nicht alles, was von James Last an Musik gemacht wird. So erzählt er in der Pause vom Berliner Konzert: „Das Konzert war erfreulicherweise viel besser als in Hamburg. Da waren der Sound und die Stimmung längst nicht so gut.“ Kurzentschlossen haben er und seine Frau, die sich über das Hobby ihres Mannes freut, nach dem guten Berliner Konzert noch Karten und den Flug für das einige Tage später stattfindende Köln-Konzert gekauft.

Mit einer Platte fing alles an!

„Einfach mal so“ hat Günter seiner Frau Karin 1969 die LP „Non Stop Dancing 9“ geschenkt: „Das war die erste James Last Platte, die ich gekauft hatte.“ Bis 1982 kamen dann circa 130 Last-Schallplatten zusammen. „1982 packte mich dann in der Waldbühne so richtig das James-Last-Fieber. Am Konzertschluss war das unzertrennliche Paar direkt vor der Bühne und dann ging es los. „24 Bilder von der Instamatic-Kamera, einen Film hatte ich sogar noch auf dem Boden gefunden, waren meine Ausbeute,“ erzählt der rüstige Günter Krüger. So richtig kann Krüger auch nicht erklären, was bei diesem Konzert mit ihm passiert ist. Jedenfalls seit diesem Zeitpunkt sammelte er alles rund um James Last.

Mitklatschparty „Superlast“ brachte Krüger und James Last zusammen

Für die Aufnahmen der bekannten Party-Platten mit James Last war es üblich, dass der Musiker für die richtige Background-Stimmung richtige Partys organisierte.


Die Musik für die „Superlast-Party“ war aufgenommen und bei den Partys wurde der typische Last-Party-Sound der siebziger und achtziger Jahre dazu gemixt. Krüger wurde 1983 nach Hamburg eingeladen, aber irgendwie war die Party auf eine Woche später verlegt worden. Günter Krüger und seine Frau erreicht die Information nicht und so reisten die Krügers eine Woche zu früh an. James Last war ganz erstaunt. Jedenfalls konnten sie im Studio bleiben und zuschauen. Bei dieser Gelegenheit bot Last dann dem außergewöhnlichen Fan Krüger das „Du“ an. Krüger hätte sonst Last niemals einfach nur so „Hansi“ genannt. Später fuhren sie mit Krügers Auto gemeinsam zum Essen und James Last spendierte sogar den Flug für die richtige Party, die dann eine Woche später stattfand.

Frau und Herr Krüger mit James Last und Ehefrau (Foto privat)
Sammel-Leidenschaft – aber Last ist kein „Idol“ für Günter Krüger

Günter Krüger ist weltweit der größte Sammler, der die meisten Sachen über James Last zusammengetragen hat. Seit 1982, dem Beginn seiner Last-Sammel-Sucht, ist Krüger bei Wind und Wetter auf Flohmärkten und Plattenbörsen zu finden, hat regelmäßig Suchanzeigen in Zeitschriften und Zeitungen und stöbert das Internet nach Last-Erinnerungen durch. Krüger ist mit circa 30 Fans international eng per Internet vernetzt und befreundet. All die Fans verbindet die Liebe zur Musik von James Last. Was Günter Krüger auch immer wieder betont und was ihm wichtig ist, dass James Last kein Idol von ihm ist. Idole sind für Günter Krüger Menschen wie Mutter Teresa, Albert Schweitzer oder Karlheinz Böhm. James Last ist für Krüger aber trotz seines Ruhmes „Mensch“ geblieben und das beeindruckt Günter Krüger.

2005 wurde Krüger gebeten, eine CD-Box mit James-Last-Musik zusammenzustellen. Aber Krüger wäre nicht Krüger, wenn er nicht etwas ganz Besonderes gemacht hätte. Anhand seiner privaten James Last-Sammlung suchte er nur solche Titel aus, die es bis dato noch nicht auf CDs gab. Krüger legte für die Musikstücke auf den 4 CDs, die das Schaffen von James Last über vier Jahrzehnte wiederspiegeln sollten, auch die Reihenfolge fest. Sozusagen ein eigenes Last-Werk vom Super-Fan Günter Krüger.

Die Wohnung der Krügers ist ein kleines Museum

In der Wohnung, in der er mit Frau Karin lebt, sind extra Einbauschränke für seine Schätze gebaut worden. Krüger schätzt, dass er rund 8000 Gegenstände über James Last hat. Von goldenen Schallplatten, bis Platten und CD´s aus allen Ländern, Noten, Eintrittskarten, Backstage-Ausweise, Fotos, Plakate, Programmhefte, unzählige Zeitungsausschnitte und vieles mehr sammelt Krüger. Die Musik ist immer auf Originalmedien und auf Tonträgern in kaum bekannten Formaten, auch aus Amerika.


Vielen Sachen, die in einer gesonderten Vitrine stehen, wurden von James Last auch mit einem Autogramm versehen.

In seiner Computer-Arbeitsecke im Wohnzimmer sind verschiedene in Börsen erworbene Goldene Schallplatten von James Last aufgehängt. Es haben sich 4 Goldene-Schallplatten, 3 Goldene-CDs und 3 Platin-CDs angesammelt. Auch viele Raritäten hat Günter Krüger. Darunter sind alte auch nicht veröffentlichte Aufnahmen, Platten aus Japan, China und vielen anderen Ländern, eine Schellack-Platte, auf der Hans Last noch den Baß zupft.


Günter Krüger ist überzeugt, dass er inzwischen das ganze Repertoire, das unter dem Geburtsnamen „Hans Last" und dem von der Plattenfirma erfundenen Künstlernamen „James Last" offiziell veröffentlicht wurde, in seiner privaten James-Last-Sammlung hat „und noch so einiges mehr“.

Über Geld redet der Sammler und ehemalige Systemtechniker nicht, aber für manch seltene Platte hat er vierstellige Beträge hinlegen müssen. Für Krüger war jedoch wichtig, dass seine Familie nie darunter leidet. Der stolze Vater von zwei erwachsenen Kindern ist auch ein vernarrter Opa und hat für seinen Enkel für später schon eine kleine Last-Überraschung vorbereitet.

Günter Krüger weiß noch nicht so recht, wer die ganze Sammlung mal erben soll: „Mir ist dann egal, was damit passiert.“ Man erahnt aber im Gespräch, dass Krüger nichts dagegen hätte, wenn die Sammlung irgendwo einen würdigen Platz finden würde.

Platten im Musikantenstadl: Das war der Hammer!

Der bescheidene Günter Krüger glüht für sein Hobby und kann viele Geschichten erzählen. Für eine Musikantenstadl-Sendung mit Andy Borg im Jahr 2009 hat er 250 Kopien von verschiedenen, natürlich den schönsten, Schallplatten-Cover zur Verfügung gestellt. Diese wurde in der Sendung, bei der James Last anlässlich des 80igsten Geburtstags eingeladen war, von den Gästen auf ein Stichwort hin hochgehalten. Da die Aktion für James Last unvorbereitet kam, war es eine echte Überraschung und man konnte ihm die Rührung ansehen. Günter Krüger zur gelungenen Überraschung: „Das war der Hammer!“

Vertreten in allen Medien und in einer Last-Ausstellung

Günter Krüger ist in den Karteien vieler Pressemenschen, denn wenn es was über James Last zu berichten gibt, dann ist es immer interessant, was der Last-Fan zu bieten hat. Ob in Fernsehsendungen oder sogar auf Seite 3 der Süddeutschen Zeitung, Krüger ist eine beliebte Medienfigur und hat eine riesige Menge über James Last zusammengetragen. Krüger legt aber Wert darauf, dass er den Medienvertretern nie hinterhergerannt ist.

Im April hat Günter Krüger über 100 Exponate für eine kleine James-Last-Ausstellung im MedienPoint Tempelhof zur Verfügung gestellt. Hier stellte er sich zur Ausstellungseröffnung dann direkt neben seinen musikalischen Wegbegleiter. Die Pappfigur war der Hingucker der Kiez-Ausstellung.

Gruppenbild mit 2 Damen bei der MedienPoint-Ausstellungseröffnung im April 2015: Dr. Ulrike Stutzky (aktive Förderin des MedienPoints), Günter Krüger, James Last, BVV-Vorsteherin Petra Dittmeyer und Henning Hamann (v.lks.n.re.)

Ich freue mich, dass ich den interessanten Günter Krüger kennengelernt habe, und wünsche ihn noch viel Freude an seiner Last-Leidenschaft!

Thomas Moser (auch alle Fotos, sofern nicht als privat gekennzeichnet)

http://www.jameslastfan.de

Bericht von der Ausstellung im MedienPoint: LINK

Bericht vom Berlin-Konzert: LINK


Günter Krüger, James Last und Karin Krüger (Foto privat)


 


GrünBerlin-Geschäftsführer Christoph Schmidt, Bezirksbürgermeisterin Dr. Franziska Giffey, Staatssekretär Christian Gaebler und Jochen Sandner-Deutsche Budnesgartenbaugesellschaft (v.lks.n.re.)

Jetzt ist es schon 30 Jahre her, als am 26. April 1985 sich die Tore der Bundesgartenschau in Berlin-Neukölln öffneten. Für 9 DM Eintritt konnten die Zuschauer eine Wunderwelt der Natur erleben. Vorher waren an dieser Stelle nur Felder und Wiesen. Es sollte im vom Umland abgeschnittenen West-Berlin eine neue grüne Erholungsmöglichkeit im Süd-Osten entstehen. Viel Erde wurde bewegt, Wasserflächen, Hügel und interessante Landschaftserlebniswelten entstanden quasi aus dem Nichts. Der Garten, der später in Britzer Garten umbenannt wurde, ist 90 Hektar groß, hat circa 10 Hektar Wasserflächen, umfangreiche Rasen- und Wiesenflächen sowie große Pflanzanlagen und Blumenbeete mit wechselnder Bepflanzung. 3500 Bäume sind im Park, viele davon mussten zur BUGA gepflanzt werden. Der Garten ist heute mehr als beliebt. Ein kleiner Eintrittspreis und die Dauerkartenbesucher sichern einen Teil der Finanzierung dieser großen hundefreien Grünanlage. Es ist ein begehrter Erholungsort, besonders für Neuköllner und Tempelhofer.

Anlässlich des Jubiläums wurde zur Pressekonferenz eingeladen. Direkt am Festplatz vor dem See begrüßte der Geschäftsführer der Grün Berlin GmbH, Christoph Schmidt, die Gäste.


Der Aufsichtsratsvorsitzende Staatssekretär Christian Gaebler betont die Richtigkeit der Entscheidung, dass bereist 1976 in einem Senatsbeschluss die Weichen für die BUGA gestellt wurden. Circa die Hälfte der Kosten, die nicht über die Eintrittspreise gedeckt werden, werden vom Land Berlin finanziert. Für den Geschäftsführer der Deutschen Bundesgartenbaugesellschaft, Jochen Sandner, ist die Qualität und die Beibehaltung von Qualität wichtig. Im Nachnutzungskonzept des Britzer Gartens ist dies vorbildlich umgesetzt worden: „Es ist ein Park zum Wohlfühlen!“ Im Jahr 2012 erhielt der Garten den Ehrenpreis der Deutschen Bundesgartenbaugesellschaft für hervorragende nachhaltige Parkbewirtschaftung.


Für die erst vor einigen Tagen neu gewählte Neuköllner Bezirksbürgermeisterin, Dr. Franziska Giffey, ist der Park „eine tolle Sache in Neukölln. Hier sieht man, dass Neukölln nicht nur aus Problemen besteht.“ Die Bezirksbürgermeisterin war schon vor einigen Tagen im Britzer Garten und hat sich mit Tulipan-Förderern und Sponsoren getroffen. Sie muntert auf, dass im nächsten Jahr noch mehr Paten die prachtvolle Tulpenpräsentation im Park unterstützen. Die jüngste Bezirksbürgermeisterin schmunzelt beim Erzählen: „Hier ist 1978 der erste Baum gepflanzt worden. Da wurde ich gerade geboren.“ Für viele Dauerkartenbesitzer ist der Britzer Garten in den Augen der Bürgermeisterin „die verlängerte Erholungsfläche für den eigenen Balkon. Das ist halt auch Neukölln!“ Über 35000 Gäste haben die beliebten Jahreskarten gekauft. Insgesamt besuchen Jahr für Jahr rund 1,2 Millionen Besucher den Britzer Garten. Bei ihrem letzten Besuch hatte sich Franziska Giffey mit den Gärtnern des Parks unterhalten und richtet einen besonderen Dank an die vielen engagierten Gärtner, die mit viel Liebe und Einsatz im Britzer Garten arbeiten.


Im neu bewirtschafteten und renovierten Café am See „Britzer Seeterrassen“ wurde ein kleiner Zwischenstopp eingelegt. Mit der Parkeisenbahn ging es dann zur gut besuchten Tulpenschau „Tulipan,“ die noch bis einschließlich Mai ihre Tore geöffnet hat. Prächtige Tulpenlandschaften begeistern die Besucherinnen und Besucher!


Im Britzer Garten grünt und sprießt es jetzt überall. Im Jubiläumsjahr werden viele besondere Attraktionen auf die Gäste warten. Zum Beispiel werden Feen am 17. Mai das Areal erobern und der Deutsche Mühlentag findet auch im Mai statt. Am 6. und 7. Juni feiert die Britzer Mühle, die in unmittelbarer Nachbarschaft vom Britzer Garten liegt, ihr 150-jähriges Bestehen. Am 13. Juni werden 1000 Shinnyo Laternen auf dem Wasser die „Lichter der Zuversicht“ symbolisieren.  Am 27. Juni wird das „30-Jahre-Britzer-Garten-Geburtstags- und Sonnenwendfest“ stattfinden. Weitere viele Veranstaltungen, von einem Akkordeonfestival, über Jazz und Rock´n´Roll, werden für alle musikalischen Geschmacksrichtungen etwas bieten. Einer der Höhepunkte wird wieder das große Open-Air-Konzert „Feuerblumen und Klassik“ -eine Verdi-Gala- sein. Die Leipziger Philharmonie, der Jugendchor der Deutschen Staatsoper Berlin und viele Solisten werden die Besucher begeistern. Dieses Jahr sind 150 Musikerinnen und Musiker dabei. Die Karten sind immer schnell ausverkauft, daher sollten interessierte Besucher mit dem Kauf auch nicht lange warten. Die Konzerte mit einem beeindruckenden Feuerwerk sind mittlerweile kein Geheimtipp mehr und viele Besucher nutzen die besondere Atmosphäre für ein Picknick mit Freunden und mit der Familie.

Das Jubiläumsprogramm hat es in sich. Der Britzer Garten ist jedoch immer ein Besuch wert, auch wenn man einfach nur Natur tanken will!

Thomas Moser (auch alle Fotos)

http://www.gruen-berlin.de/parks-gaerten/britzer-garten/uebersicht


 

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