Wer zur Gattung der „Süßschnäbel“ auf zwei Beinen gehört, hat sicher schon das eine oder andere Mal seine Nase an dem Schaufenster eines Schokoladengeschäftes plattgedrückt. Diesem Vergnügen kann man beim attraktiven und alteingesessenen Geschäft von „Walter Confiserie“ am Tempelhofer Damm 197 nachgehen. Walter in Tempelhof feiert in diesem Jahr das 100-jährige Firmenjubiläum.

Vom Geschäft zur Produktion oder die dritte Saison

Freundlich grüßt die Verkäuferin Anja Höldtke, die bereits seit 23 Jahren bei Schokoladen-Walter arbeitet: „Ich verkaufe gerne die leckere und hochwertige Ware.“


Zurzeit gehen Maikäfer gefüllt mit Nougat, Marzipan oder mit Konfekt besonders gut. Die Maikäfersaison ist nach Weihnachten und Ostern die dritte wichtige Jahreszeit für Walter.

Nur wenige Schritte vom Geschäft entfernt, liegt unscheinbar im hinteren Teil eines Hofes und Parkplatzes in der Burgemeisterstraße die Verwaltung und Produktion der Traditions-Leckereien-Schmiede.

Walter-Schokolade und „back to the roots”

Der Mitinhaber Konditormeister Carsten Sikora (48) winkt aus der Schokoladen-„Werkstatt“ und rührt dann gleich an der nächsten Süßigkeit weiter. 1977 übernahm der Konditormeister Peter Sikora den Betrieb vom Firmengründer Hugo E. Walter. Der Sohn Carsten ist dann nach 37 Jahren im Jahr 2014 in die Geschäftsführung eingestiegen.

In der Verwaltung im ersten Stock wartet der Geschäftsführer und Miteigentümer Thomas Jaeschke (45) im Präsentationsraum von Walter Confiserie. Thomas Jaeschke ist gelernter Industriemeister der Süßwarentechnik. Den Stolz kann man ihm ansehen, wenn er davon spricht, dass er 2014 den Schritt zurück zu den Wurzeln gemacht hat. Das Handwerk hat Jaeschke vor 28 Jahren in einem kleinen Betrieb erlernt, hat anschließend jahrelang in einem großen Berliner Schokoladenbetrieb gearbeitet und ist unter dem Motto „Back to the roots“ dann zu Walter gegangen. Er ist der kreative Kopf, der sich aber auch um die geschäftlichen Sachen kümmert. Thomas Jaeschke macht zum Teil die administrative Verwaltung, versucht aber so oft wie möglich in der Produktion mitzumachen.

Holzkisten – ein Markenzeichen für Walter-Confiserie

Hier in Tempelhof gibt es die leckersten Pralinen aus Meisterhand. Wir sind gespannt auf den Rundgang durch die „Schokoladen-Küchen-Werkstatt“. Nachdem auch dem Reporter für sein schütteres Haar eine weiße Haube verpasst wurde, geht es in der Schokoladen-Schmiede zuerst in den Verpackungsbereich.



Den einzeln verpackten Schokoladen-Maikäfern werden liebevoll Schleifen umgebunden. Im Monat Mai und zu Pfingsten sind die Insekten in Schokoladenform bei der Bevölkerung traditionell sehr beliebt. Hier werden auch die beliebten Holzkisten zwischengelagert.

Thomas Jaeschke beweist uns anhand einer alten Kiste, wie stabil sie sind. Er tritt kräftig auf sie rauf und erzählt: „Die Kisten sind als Souvenir aber auch für lange Transportwege geeignet.“ So überstehen die Pralinen auch unbeschadet den Transport in ferne Länder, wie zufriedene Stammkunden immer wieder berichten. Die Ware wird deutschlandweit und auch ins Ausland verschickt. Die in Berlin handgefertigten Kisten werden mit unterschiedlichen Motiven bedruckt. Wenn in Berlin Pralinen in Holzkisten verkauft werden, dann sind sie von Walter, erzählt stolz der Geschäftsführer. Für die anderen Firmen wird nur das jeweilige Firmenlogo aufgedruckt. Die Qualität ist aber immer die 1-A-Walter-Qualität, bestätigt Jaesckke.

Hexenküche und Haselnuß-Gold

Thomas Jaeschke macht uns auf die Haselnüsse aufmerksam, die auf die weitere Verarbeitung warten. Hier liegt das „Gold“, erzählt er schmunzelnd. In der letzten Zeit hat sich der Preis für Haselnüsse um ein Vielfaches erhöht, daher werden diese im Einzelhandel auch kaum noch angeboten.

Die fertigen Pralinen lachen uns beim Rundgang immer wieder an und wir würden am liebsten zugreifen und uns über Nacht hier einschließen lassen. Dann zeigt uns Jaeschke neue Schokoladenkreationen, die noch gar nicht im Geschäft erhältlich sind. Diese wurden in der „Walter-Hexenküche“ entwickelt.


Thomas Jaeschke experimentiert dann solange, bis er ein gutes Ergebnis bekommt. „Geht nicht, gibt es nicht“, ist sein Motto. Das wichtigste Kriterium ist jedoch immer die Qualität. Die neuen Schokoladen werden jetzt erst einmal auf Haltbarkeit getestet. Ein wichtiges Standbein sind jedoch die vom Firmengründer überlieferten Rezepte.

Generationen kaufen bei Walter

Walter-Confiserie will sich mehr den jüngeren Käufern öffnen. Diese Kundschaft kennt Walter von ihren Eltern, weiß Jaeschke zu berichten. Jetzt will man diese Käufer, die bislang vielleicht Walter-Schokolade mal verschenkt hat, auch mehr an sich binden. Walter versucht ein neues junges Image in ihre Produkte reinzupacken: „Wir machen dabei jedoch keinen Abstrich an Geschmack und Qualität.“ So wird nur hochwertige Ware nach Kontrolle weiterverarbeitet. Beispielweise wird echter Jamaika-Rum statt irgendein Billig-Aroma verwand. Das hochwertige Marzipan wird beispielsweise in Lübeck gekauft.

Walter ist dabei die Geschäfte zu modernisieren, auch einzelne Pralinen lose zu verkaufen und in einer Filiale mit einem Kakao- und Kaffeeausschank zu starten. Nicht umsonst heißt es in einem alten Firmenslogan: „Wer Walter-Ware weise wählt, wird Walter weiter wünschen.“

„Das, was immer geht, ist Marzipan und Nougat, dann kommen Trüffel jeder Art“, erklärt Thomas Jaeschke.

Er zeigt die alten Maschinen, die bei der vielen Handarbeit noch helfen und unterstützen. Für ihn ist es wichtig, dass man die alten Maschinen viel einfacher selbst reparieren und auch die Produktion besser steuern kann.

Viertausend Pralinen pro Tag

Circa 30 Mitarbeiter, 15 davon in der Produktion, und zwei Auszubildende produzieren die Köstlichkeiten. Allein die Tagesproduktion an Marzipankartoffeln beläuft sich auf 9000 Kugeln oder 4000 Pralinen. Die Jahresproduktion entspricht über 50 Tonnen Pralinen und Schokoladenspezialitäten. Und dann erhalten wir noch einen Einstiegskurs in Sachen Schokolade. Neben der Schokolade produziert Walter im Bezirk auch „Faustmann-Gebäck“.

Die exquisiten Trüffel- und Sahnespezialitäten aus edlem Marzipan und feinstem Nougat enthalten weder Konservierungsstoffe, künstliche Aromen oder Farbstoffe. Absolute Frische ist das oberste Prinzip: Walter-Pralinen werden nicht gelagert, sondern erst nach Auftragseingang produziert.

Wir erhalten noch eine Einweisung und lernen, was „Fettreif“ und „Zuckerreif“ ist. Dies sind alles Prozesse, die bei Temperaturschwankungen entstehen, aber nicht die geschmackliche Qualität der Produkte berühren.

Schokolade aus Belgien mit der Hand verrührt

Beim Rundgang kommen wir an den Arbeitsplatz von Carsten Sikora.

Er rührt fast liebevoll Mandeln in aufgelöste Schokolade und verstreicht die Masse über ein Portionierungs-Brett: „Die Kunst ist hochwertige Ware, das richtige Rezept und die richtige Temperatur“, erzählt Carsten Sikora. Die in Belgien gekauften Schokoladenchips werden bei Walter aufgelöst und weiterverarbeitet.

Wenn man den Eigentümern Carsten Sikora und Thomas Jaeschke zuhört, spürt man die Liebe zu ihren Produkten. Die beiden wissen, dass hohe Qualität auch ihren Preis hat, und sind davon überzeugt, dass dies die Kunden auch honorieren. Bei diesen hochwertigen Naschprodukten sind die Kunden vom unvergleichbaren Schmelz, der leicht im Mund zergeht, angetan.

Das Jubiläum soll im Spätsommer begannen werden. Dafür wird eine Jubiläumspraline rausgebracht. Die Trüffelpraline ist mit einer Orangen-Ingwermarmelade gefüllt, die auf der Grünen Woche den Wettbewerb für die beste Marmelade gewonnen hatte.

Kiezprojekt mit glänzenden Kinderaugen

Neben all den Glückshormonen mit der Schokolade ist es Thomas Jaeschke und Carsten Sikora wichtig, das in der Nachbarschaft liegende Kiezprojekt MedienPoint zu unterstützen. So waren sie bei der Nikolaus- und Osterhasen-Aktion mit ihren Produkten dabei und haben viele Kinderaugen zum Glänzen gebracht.

Geschmack, Glückshormone und ein bisschen Sucht

Wer sich von der Qualität der feinen Walter-Schokolade überzeugen will, sollte einfach mal ein Stück probieren. Bei einem bis zu 70 %-igen Kakaoanteil ist die Ausschüttung von Glückshormonen wohl nicht mehr zu umgehen; Suchtpotential inclusive!

Thomas Moser (auch alle Fotos)

Kleines Schokoladenlexikon (mit anderen Worten und ausführlicher auch bei Wikipedia nachzulesen:

Fettreif entsteht durch Temperaturschwankungen. Die Fette lösen sich auf, dringen durch die Schokolade nach außen und bilden den Fettreif. Dies ist eher ein Qualitätsmerkmal, da dann weniger Zusatzstoffe verarbeitet wurden.

Zuckerreif entsteht, wenn Artikel fälschlicherweise im Kühlschrank gelagert werden. Die massiven Temperaturunterschiede im Sommer führen dazu, dass die Praline draußen anfängt zu schwitzen. Die Feuchtigkeit auf der Praline löst den Zucker in der Schokolade und bleibt außen haften. Es bildet sich eine leicht rauhe Oberfläche (nur auskristallisierter Zucker).

Beides mindert weder den Geschmack, noch ist es gesundheitsschädlich.

Der Klassiker:


Werbung noch zu DM-Zeiten:


Eine ganz alte Anzeige

Eine Spitzenleistung: Die Rocktreff-Crew 2015

Das Spielfest war sehr gut besucht

Fotoimpressionen vom 1. Tag: http://weblog.thomasmoser-berlin.de/archive/2015/07/11/rocktreff-2015-in-mariendorfes-geht-los.htm

Der Rocktreff und das Spielfest 2015 zeigten sich am Samstag von ihrer besten Seite. Optimales Wetter, kein Regen, warm aber nicht zu heiß,  und eine ausgelassene Fröhlichkeit. Was will man mehr? Das Spielfest war sehr gut besucht; lange Schlangen an den Attraktionen gab es trotzdem nicht.



Zu günstigen -von der Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler gesponserten- Preisen konnten Riesenrutsche, Aquabälle, Bungeehüpfen und Hüpfburg genutzt werden. Angelika Schöttler war auch Schirmherrin des Spielfestes.

Viele Aktionen wurden auch kostenlos von den verschiedensten Trägern angeboten. Kindertatoos mit Tatoostiften, Windowcolorbilder, Kartoffeldruck, Crazy Golf, Leitergolf, Jackolo, Kinderschminken - DLRG Triathlon, Sommerhüte basteln, Fühl- und Tastspiel Sportvorführungen, Handballturnier für Kinder, Schauschwertkampf für Kinder / Armbrustschießen, Button, Tattoo-Bilder, Kick Contest – Fitnessparcours und viele andere Spiel- und Bastelangebote warten auf die kleinen Besucher.Hauptsponsor beim Spielfest war auch in diesem Jahr Möbel Kraft. Beliebt wie jedes Jahr war das Glücksrad.



MedienPoint-Chef und ehemaliger Radio-Musik-Chef Henning Hamann
Ebenso umlagert war der liebevoll hergrichtete Stand des MedienPoints Tempelhof, an dem es Bücher und Spiele zum kostenlosen Mitnehmen gab. Der Imkerverein Lichtenrade e.V. kam wieder mit einem kompletten Bienenvolk.

Der neue Spielfest-Sponsor, die Stromnetz Berlin GmbH, informierte mit einem Malstand über ihr Stromkastengestaltungs-Projekt.



Und am Stand des JugendKulturService konnten die beliebten Ferienpässe gekauft werden. Mit dabei waren in diesem Jahr u.a.: Kindertagespflege Kolibri, Suppenküche Lichtenrade e.V., KiJum Förderverein, JFH Bungalow, DLRG, Jugend Kultur Service gGmbH, Kinderladen Marienkäfer, Lothar Nest Sport-Schule, Mitspielen e.V., Adler Berlin Handball, Michael Grass, Hort der Rudolf-Hildebrand-Grundschule, TSV Marienfelde, MedienPoint Tempelhof, Teakwondo Jugend Berlin, Imkerverein Lichtenrade e.V., Kita Tiponi, Streetbunny Crew und die Suppenküche Lichtenrade e.V..

Schaukampf bei der Sportschule Lothar Nest aus Mariendorf. Lothar Nest war selbst dabei und zeigte den Kindern einige Griffe.

Der TSV Marienfelde mit seinen aktiven Teppich-Curlern

Die Bienen haben auch wieder mitgesummt...

Veranstaltungsleiter vom Jugendamt Philipp Mengel und der neue Jugendamtsleiter Rainer Schwarz

Michael Kruse vom Deutschen Kinderhilfswerk im Gespräch mit Jugendamtsleiter Rainer Schwarz


Am Stand vom Jugendamt war das Kinder- und Jugendparlamtent vertreten. Die besten Projekte konnten bepunktet werden und wurden prämiert.

Jugendstadtrat Schworck war von den Vorschlägen sehr angetan.


Jutta Kaddatz, stellv. Bezirksbürgermeisterin und Sportstadträtin stellte das Stadion im Volkspark Mariendorf zur Verfügung.

Der Rocktreff war mal wieder perfekt organisiert. Wir werden in Kürze einen Bericht von der vielen Hintergrundarbeiten veröffentlichen.

Schirmherrin Petra Dittmeyer, BVV-Vorsteherin, war wieder von der Musik sehr angetan.

Das letzte große Fest im Bezirk Tempelhof-Schöneberg. Viele Besucherinnen und Besucher sind gekommen und würden es sicher nicht verstehen, wenn auch dieses Event nicht mehr stattfinden würde. Aber neben den vielen Sponsoren (siehe unten) ist auch immer wieder eine Zuwendung des Jugendamtes notwendig. Ohne diese Mittel wäre das Fest sicher nicht überlebens fähig...trotz vieler engagierter Sponsoren und der vielen ehrenamtlichen Arbeit. ToM


Volksparkchef Wolfgang Spranger (hier mit Ehefrau) unterstützt schon seit Jahren den Rocktreff



Sehr gut: Für Kinder nur mit Hörschutz!


ALLE FOTOS: Thomas Moser

Die Sponsoren des 32. Rocktreffs 2015 in alphabetischer Reihenfolge:

Catering Company

DEGAS

EUREF AG

faces Veranstaltungstechnik

GeWoSüd

Humboldt Box

KKI GmbH

Licht & Tontechnik Popella

Optiker Hoppe

outline display

PKSD

Printprinz

PSD Bank

Radio Möller

Regina Körper

Reisebüro Ehlert

Riemer & Schultz Sanitär

SchreiBerlin Logistik

star fm

stilbrand Markenkommunikation

sunshinehouse Berlin

SWI Immobilien

Uwe Saager

Vattenfall

vitasyn Fritz Apothek


 

Lions luden zum Charity Event mit Sternekoch Wolfgang Müller ein!






Ein sehr gemütliches Fest...

Seit fünf Jahren wird das Nachbarschafts- und Selbsthilfezentrum in der ufafabrik e.V. vom Leo Club Berliner Bär mit vielen Aktionen unterstützt. Die Einsätze der Jugendorganisation des Lions Clubs in Einrichtungen unseres gemeinnützigen Vereins reichen von ehrenamtlichen Streichaktionen, Hausaufgabenbetreuungen und Spenden bis hin zur Unterstützung auf dem Berliner Karneval der Kulturen. 2014 geschah dies mit einer Beteiligung an einem Doppelstocktruck mit 150 Personen, 5 Bands und vielen Tänzern, Die Leos unterstützten dabei wieder tatkräftig. Die Mutter eines Leos, selbst Mitglied der Lions, wurde über dieses Gemeinschaftsprojekt auf uns aufmerksam.
Dem folgten erste Kennenlern-Treffen mit Mitgliedern des Lions Clubs Berlin - Großer Stern und Geschäftsführerin Renate Wilkening und Projektmanager Patrick Pesch vom Nachbarschaftszentrum ufafabrik (NUSZ). Beide Organisationen waren sich sofort darüber einig: Zusammen bewegen wir mehr! Die Umsetzung von gemeinsamen Projekten ist ein wesentliches Ziel dieser Kooperation.

Seit April 2015 tagen die Lions einmal monatlich im Familientreffpunkt des Nachbarschaftszentrums auf dem Gelände der ufafabrik in Tempelhof.
Die Lions Mitglieder Annette Ebert und Thomas E. Finnmann vom Lions Club Berlin-Großer Stern sind die Projektbeauftragen für das NUSZ. Neuer Präsident seit 01.07.2015 ist Dr. Tillmann Stock.

Die erste Möglichkeit einer Spende des Lions Clubs ließ nicht lange auf sich warten. Als es darum ging, die Gruppenreise der Mariendorfer Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen in das Jugendzeltlager Behrensdorf/Ostsee in den Sommerferien zu unterstützen, sagten sie sofort zu und ermöglichen somit 30 jungen Menschen einen Ausflug in den Hansapark.

Im Familientreffpunkt des Nachbarschaftszentrums fand am 10. Juli 2015 ein sehr gemütliches After-Work-Grillen „Lions laden ein zum Charity Event mit Sternekoch und Metzger Wolfgang Müller“ statt. Wolfgang Müller grillte hausgemachte Würste. Desweiteren bereicherte der junge, aufstrebende Koch "Anton kocht" die Veranstaltung mit einer veganen Suppe. Fritz Blomeyer hat mit seinem Unternehmen „Blomeyer's Käse“ leckere Käseplatten bereitgehalten. Für Getränke  sorgten der Weinhändler Martin Michel mit seinem Weinhandel „Weinmichel“ und "Brew Baker Berlin" mit Bieren. Der Erlös wird für Projekte im Nachbarschaftszentrum ufafabrik gespendet!

 Am 10.10.2015 werden die Lions das 10 jährige Jubiläum der NUSZ Einrichtung "OGB Schulburg" mit einem weiteren Charity Highlight bereichern. Was das genau sein wird, wird noch nicht verraten.

Fotos Thomas Moser


 

Erste Fotoimpressionen vom Rocktreff-Auftakt 2015:


Schirmherrin ist wieder die BVV-Vorsitzende Petra Dittmeyer...mit viel Spass an der Musik!

Die Begrüßung mit den Moderatoren Christian Körper, Jugendamtskoordinator Philipp Mengel, Petra Dittmeyer, Moderator Andie Kraft

Start mit "Right Away"




Andie Kraft zeigt die große organisatorische Leistung hinter den Kulissen

Rocktreff-Wegweiser auf den Bürgersteigen...


"Arising"

Philipp Mengel hat alles im Griff!

"Arising" mit Philipp Mengel...Cool!

Fotos Thomas Moser


 

Interview Rainer Schwarz 5. Juni 2015

Vita Rainer Schwarz, Jugendamtsleiter Tempelhof-Schöneberg

1960 geboren, hat nach einem schnellen Abitur Lehramt (Physik und Mathematik) studiert und auf dem Gebiet der Psychologie diplomiert. Nach 5 jähriger Tätigkeit als Lehrer war er drei Jahre wissenschaftlich mit der pädagogischen Psychologie beschäftigt,  danach in einer Erziehungsberatungsstelle tätig und darauffolgend 5 Jahre in der Leitung eines Jugendamtes.

Nach dieser Zeit war Rainer Schwarz für verschiedene sozialwissenschaftliche Institutionen und Projekte in unterschiedlichen Feldern der Jugendhilfe (Flexibilisierung der Hilfen zur Erziehung, Strukturentwicklung des allgemeinen Sozialdienstes, Umgang mit gewaltbereiten Jugendgruppen und Kinder und Jugendliche in sozialen Brennpunkten) beratend bzw. im Projektmanagement tätig.

Für fünf Jahre gestaltete er den Aufbau der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD) mit und war in den letzten Jahren Geschäftsführer einer Beratungsgesellschaft für gemeinnützige Unternehmen und Organisationen.

Neben dem pädagogischen Diplom ist Rainer Schwarz als Leitungsfachkraft für Ämter und Verbände (dv) ausgebildet, hat den Verwaltungslehrgang A II abgeschlossen, ist systemischer Supervisor und Organisationsentwickler sowie TÜV-zertifizierter Qualitätsmanagementauditor.

 

Rainer Schwarz ist seit dem 1. April 2015 der Leiter des Jugendamtes in Tempelhof-Schöneberg. KiTS führte mit Rainer Schwarz das erste Interview.

KiTS:      Sie haben eine beeindruckende berufliche Vita. Was hat sie dazu bewogen, sich für die Leitung eines Jugendamtes in Berlin zu bewerben … und, ist es nicht ein Kulturschock, der Wechsel vom Geschäftsführer einer Beratungsgesellschaft zum Jugendamt in Berlin?

Rainer Schwarz:               Zum ersten Teil, was mich bewogen hat: Es gibt einen immer noch bekannten ehemaligen SPD-Vorsitzenden (Redaktion: Franz Müntefering) der behauptet hat, dass dies das schönste Amt der Welt sei. So ein bißchen ist dies Teil meiner Motivation, mich für das Jugendamt zu bewerben. Ich hab schon mal in der Leitung eines Jugendamtes gearbeitet und wusste, zumindest ungefähr (es ist ja schon ein paar Jahre her), worauf ich mich einlasse. Und ich halte es tatsächlich für die spannendste Aufgabe, die man bei der öffentlichen Hand bekommen kann. Nach meiner Vorstellung ist es so, dass die Leitung eines Jugendamtes schon einen gewissen Handlungsspielraum lässt. In der Regel hat man mit den verschiedensten Fachgebieten zu tun. Das ist der Reiz der Angelegenheit.

Den Kulturschock, den Sie angesprochen haben: Es war klar, dass der passiert. Er war aber auch gewollt. Ich habe in den letzten 20 Jahren in den unterschiedlichsten Konstellationen beratend gearbeitet, sowohl für freie und auch öffentliche Träger. Manchmal in sehr engen, manchmal in sehr weiten Kontexten. Ich habe, um nicht die Verbindung zur Jugendhilfe zu verlieren, immer noch als Supervisor ausschließlich in Jugendhilfeeinrichtungen gearbeitet. Jetzt hatte ich das Gefühl, dass ich in einer Phase meines Lebens angekommen bin, in der es gut wäre nicht mehr „nur“ zu beraten. Beratung ist ja auch immer ein sehr kreativer Prozess, aber die eigentlichen Wirkungen dessen, was man dabei in der Organisation auslöst, sieht man nicht mehr, weil man dann nicht mehr vor Ort ist. Da verspreche ich mir in der Jugendamtsleitung eher, dass es eine längerfristige Verbindlichkeit zu den Dingen gibt, die man anschiebt.

KiTS:      Haben Sie die ersten Wochen im Jugendamt mehr überrascht oder erschreckt? (R. Schwarz schmunzelt) Oder anders gefragt, wie dick sind die Bretter, die zu bohren sind?

Rainer Schwarz: Ja..., ich wusste ungefähr, mit wie vielen Menschen ich es zu tun haben werde. Ich bin in den ersten Tagen durchs Haus gegangen und obwohl eher wenige Menschen hier waren, weil es kurz vor Ostern war, war ich trotzdem erstmal überrascht, dass es fast das ganze Rathaus Friedenau und die ganzen vielen Außenbereiche sind. Insofern war es schon zum Anfang ein Aufmerken und auch ein fast sinnliches Begreifen, dass es doch eine größere Organisation ist, auf die ich mich eingelassen habe. Das wiegt schwerer als nur eine Zahl, die ich natürlich bei meiner Bewerbung gewusst habe.

Die Bretter sind dick, das ist wahr. Die Bretter sind sehr dick. Das zeigt sich schnell. Die Probleme poppen schnell auf. Was ich angenehm finde, es ist nicht das eingetreten wovor man mich gewarnt hatte: „Da kommen in den ersten zwei Monaten alle und alle wollen etwas und jeder will sein Scherflein beim `Neuen` ins Trockene bringen“. Das ist nicht passiert. Es ist eher tatsächlich so, dass ich einen sehr großen Teamgeist bei Problemlösungen wahrnehme. Aber die Probleme sind eher dick. Wir sind eines der Ämter, die mit einer sehr großen Vielfalt von sozialen Problemen zu tun haben, die alle nicht so gut finanziert sind. Da ist sowohl im organisatorischen Bereich als auch im Bereich dessen, was man in dem ´Unternehmen´ finanziert, viel zu tun.

KiTS:      Leiter des Jugendamtes im Spannungsfeld zwischen Fachlichkeit, Verwaltung und Politik? Sie sind zwar noch keine hundert Tage im Amt, aber welche Potentiale haben Sie schon identifizieren können?

Rainer Schwarz: Ich finde ein spannendes Potential, dass sich der Bezirk vor mehr als einem Jahrzehnt auf den Weg zu einer sehr umfänglichen Sozialraumorientierung gemacht hat. Ich halte das nach wie vor für einen fachlich sehr wichtigen Prozess. Im Laufe der Zeit gab es bundesweit durchaus auch ein paar Verirrungen, die dann wieder aufgelöst wurden. Da kann man durchaus auch von den Fehlern, die Andere gemacht haben, lernen. Das ist ein Potential, das würde ich gerne vorantreiben. Ich werde also darauf achten, dass gerade die regionalen Strukturen, so wie sie jetzt sinnvollerweise entstanden sind, gestärkt und in die Lage versetzt werden für die Region zu agieren.

KiTS:      Ist von Sozialraumorientierung nach ihrem Eindruck viel übrig geblieben?

Rainer Schwarz:               Es muss viel in die Strukturen investiert werden. Es gibt sozialräumlich organisierte Arbeitsweisen und Handlungsstrukturen in wesentlichen Bereichen des Amtes. Was noch so ein wenig Defizit hat und wo ich denke, woran wir arbeiten werden ist, dass diese Strukturen, Arbeitsgruppen und regionale Dienste die Möglichkeit haben müssen, tatsächlich in der Region gestaltend tätig zu werden.

Im Augenblick erledigen sie im Wesentlichen das, was zu tun ist, die Hilfe zur Erziehung, die Eingliederungshilfe, das Organisieren von Jugendarbeit und  Jugendsozialarbeit auf regionaler Ebene ... Sie kommen aber nicht dazu, weil sie so viel zu tun haben, den Sozialraum zu gestalten. Ich glaube aber fest an die Gestaltungsmacht von „Schwarmintelligenz“, soll heißen wir brauchen alle Herzen, Hirne und kreativen Ideen unserer Mitarbeitenden, um die Probleme regional zu lösen. Diese Gestaltungsaufgabe kann nicht an einzelnen Personen oder Funktionen hängen bleiben.

KiTS:      Ein Jugendamt muss fachlich sehr breit aufgestellt sein (Jugendförderung, Kita und Tagesbetreuung, Familienberatung, Hilfe zur Erziehung und Familienunterstützende Hilfen). Haben Sie mit der Fülle der zu klärenden Fragen gerechnet?

Rainer Schwarz:               Ja, damit habe ich gerechnet. Das ist auch das, was mir eher liegt. Das hat tatsächlich mit meinem beruflichen Werdegang zu tun. Ich habe in sehr unterschiedlichen Bereichen gearbeitet: Zum Beispiel mich auch in Gesundheitsstrukturen bewegt und war dort umfänglich beratend tätig. In meiner letzten Aufgabe als Geschäftsführer der Beratungsgesellschaft für Organisationsentwicklung in der Sozialen Arbeit habe ich Senioreneinrichtungen, als auch große Kliniken der Allgemeinversorgung und der psychiatrischen Versorgung (Psychiatrie, Neurologie und Psychosomatik) bei der Erlangung von Qualitätsmanagement-Zertifikaten unterstützt. Insofern bin ich es gewöhnt, mit sehr vielen verschiedenen Aufgabenstellungen und Fragen umzugehen.

KiTS:      Und das brauchen Sie …?

Rainer Schwarz:               Das brauche ich auch ein bisschen. Und das Jugendamt hat den Vorteil, dass es immer noch einen Zusammenhang gibt. Zwischen einem Seniorenzentrum, einem Kinderheim und einer Klinik für Inneres gibt es nicht ganz so viele Verbindungen, außer dass man beim Qualitätsmanagement ein gemeinsames Betrachtungsraster hat. Im Jugendamt gibt es auch noch eine gute fachliche Klammer. Alle wollen hier, dass in diesem Bezirk Kinder und Jugendliche wohlbehalten, geschützt und möglichst mit all ihren Talenten und Fähigkeiten aufwachsen können. Das eint alle!

KiTS:      Die Kosten- und Leistungsrechnung und der Haushalt drückt auch das Jugendamt. Können Sie noch ruhig schlafen?

Rainer Schwarz:               Sie werden verblüfft sein. Ich schlafe jetzt wieder ruhig (R. Schwarz lacht). Vorher brachte der Job als Nebeneffekt manchmal mit sich, dass ich am Morgen auf meinem Handy-Kalender geschaut habe, in welcher Stadt ich denn gerade bin. Das hat mich physisch eher etwas unruhig gemacht und da habe ich manchmal sehr unruhig geschlafen. Jetzt komme ich nach Hause, gehe sehr viel früher schlafen wie sonst, schlafe wie ein Stein, wache morgens auf und gehe wieder ins Jugendamt. Es ist viel, aber offensichtlich bereut meine Physis diesen Schritt nicht, sondern sagt mir: Tue es, geh schlafen und tue es wieder.

KiTS:      An welchen Stellen können Sie ihre bisherigen beruflichen Erfahrungen in Tempelhof-Schöneberg einbringen?

Rainer Schwarz:               Ich denke gerade in dem Bereich, wie man Organisationen dazu befähigt, dass sie das, was sie eigentlich wollen auch umsetzten ... Wir haben das, was wir eigentlich wollen und wir haben das, was wir jeden Tag erledigen ... und da gibt es eine gewisse Lücke dazwischen. Ich glaube, das was ich ganz gut kann, ist Organisationen zu helfen, diese Lücke zu schließen und immer wieder Wege und Freiräume zu finden, aus eigener Kraft Lösungen zu finden.

Das ist das, was ich einbringen kann. Ich habe schon im Bewerbungsgespräch gesagt, was ich nicht einbringen kann, ich bin kein ´Münder´ (redaktionelle Erläuterung: Prof. Dr. Johannes Münder, Kommentator von Gesetzestexten u. a.), kein Superprofi im Jugendhilferecht oder sozusagen der Super-Sozialarbeiter, der jetzt jedem erzählen kann, wie er sein Job macht. Darin sehe aber auch nicht meine Aufgabe an der Spitze einer solchen Organisation. Dafür haben wir gute Fachleute.

KiTS:      Das Jugendamt hat unter dem Stichwort „Jugendamt 2014“ verschiedene Änderungen in der Organisation eingeleitet. Wie ist Ihr Eindruck? Wird das Jugendamt damit zukunftsfähig sein?

Rainer Schwarz:               Dies war durchaus für mich auch ein Bewerbungsgrund. Jeder weiß, dass in Berlin in mehreren Bezirken Jugendamtsleitungen ausgeschrieben wurden. Man hätte sich auch durchaus um einen anderen Bezirk bemühen können. Bei der Überlegung, sich für Tempelhof-Schöneberg zu entscheiden, spielte das eine wichtige Rolle. Das Modell und die Idee, die dahintersteckt, eine Matrixorganisation aufzubauen ... auf der einen Seite regional zu agieren und auf der anderen Seite fachlich unterstützende Strukturen zur Verfügung zu stellen und nebenher eine möglichst flache Hierarchie in der Organisation einzubauen ... das sind Dinge, die meinem Organisationsansatz entsprechen. Hierin finde ich einen guten Ansatzpunkt. Mir war allerdings nicht klar, dass das Jugendamt 2014 noch so frisch ist. Als ich anfing mich einzulesen, war das schon ganz überzeugend. Ich hatte das Gefühl, das ist schon alles etabliert. Aber der Prozess des Umsetzens kam erst ins Laufen. Das habe ich erst verstanden, als ich hier war. Ich finde es aber einen wichtigen Prozess. Wenn es uns jetzt noch gelingt, die Schnittstellen kreativer zu füllen, ein gutes Kommunikationskonzept hinzubekommen, den Mitarbeitern die Chancen daraus klar zu machen, dass sie einen Dienst- und Fachvorgesetzten haben und es zusätzlich noch fachlich verantwortliche Personen gibt, die auch mit ihnen sprechen und ihnen auch Hinweise und Anregungen geben ... wenn wir das alles gut organisiert bekommen und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dabei in genügender Weise mitnehmen, dann sind wir zukunftsfähig aufgestellt. Das glaube ich tatsächlich! Ich kann mir keine andere Organisationsform als diese regionalisierte Form eines Jugendamtes vorstellen, um wirklich dicht an den Problemen dran zu bleiben. Ich glaube, das sind wir.

KiTS:      Wo werden notgedrungen oder aus tiefer fachlicher Überzeugung die Schwerpunkte ihrer Arbeit liegen?

Rainer Schwarz:               Das habe ich vorhin schon so ein bißchen umrissen. Es geht darum, das, was an Kompetenz vorhanden ist, zusammengeführt wird und auf gemeinsame Ziele und Visionen zu schauen. Mein unmittelbares Arbeitsfeld sind dabei die Leitungsfachkräfte des Jugendamtes. Dies muss trotz aller Widrigkeiten erfolgen. Wir diskutieren ja gerade einen defizitären Haushalt, was in der Regel immer Kreativität lahmlegt. Es ist wichtig auf Ideen zu kommen, wie die wichtigen Dinge so erledigt werden können, dass sie nicht gleich den Bezirk in eine finanzielle Krise führen.

KiTS:      Das ist Ihr erstes öffentliches Interview als Jugendamtsleiter in Tempelhof-Schöneberg. Warum erst jetzt? Die Fachöffentlichkeit ist doch begierig mehr zu erfahren.

Rainer Schwarz:               Okay (R. Schwarz schmunzelt), dass freut mich, dass die Fachöffentlichkeit so begierig ist. Aber es ist und war viel zu tun, auch am Anfang. Ich brauchte viel Zeit das Amt zu verstehen, die Prioritäten im Amt zu verstehen. Ich nehme Ansagen, die ich mache, schon ernst. Ich habe ja zum Anfang gesagt, ich höre erstmal eine Zeitlang gut zu. Sie haben vorhin auf die 100-Tage angespielt. Ich habe gesagt, in den ersten hundert Tagen werde ich sicher schon ein paar Ideen äußern, aber noch nicht die Dinge alle festklopfen. Dann gab es aber doch ein paar Dinge, die schneller festgeklopft werden mussten. Das hängt mit der Umzugsplanung und ähnlichen Geschichten zusammen. Dann wurde mir auch bescheinigt, dass ich einen Start mit besonderen Steinchen hatte. Das fing mit der Haushaltssperre an, dann ging es weiter mit der Erstanlaufstelle der unbegleitet minderjährigen Flüchtlinge, die nach Lichtenrade kam, und jetzt die doch etwas schwierigen Diskussionen um den Doppelhaushalt 2016/2017.

Es ist gerade sehr viel zu tun. Die Tour durch die Jugendfreizeiteinrichtungen musste ich daher in den Sommer verlegen.

KiTS:      Welchen Stellenwert messen Sie der Öffentlichkeitsarbeit des Jugendamtes zu?

Rainer Schwarz:               Einen sehr Großen ... ich habe aber auch schon gemerkt wie schwierig es ist, weil wir immer daran gemessen werden, dass wir Geld möglichst für die Aufgaben ausgeben, für die wir nachlesbar gesetzlich verpflichtet sind. Und da ist Öffentlichkeitsarbeit nicht gerade an oberster Stelle. Dies führt dazu, dass wir dafür noch nicht einmal einen ordentlichen Haushaltstitel haben. Ich halte es aber wirklich für wichtig, dass auf das, was das Jugendamt macht, auch aufmerksam gemacht wird. Ich finde aber auch, da ist schon unheimlich viel passiert. Wir haben einen guten öffentlichen Auftritt, der was mit Imagepflege des Jugendamtes zu tun hat. Es ist im freien Bereich viel passiert. Den Kiezatlas finde ich eine sehr gelungene Einrichtung, die deutlich zeigt, wie die Dinge hier organisiert sind. Und wenn es uns gelingt, diesen weiterhin aktuell zu halten und auch das Vorhaben uns gelingt, für alle Einrichtungen an einer Stelle einen Veranstaltungskalender zu führen, dann haben wir schon wichtige Sachen erreicht. Wir sollten mehr darüber reden, was wir tun. Denn wir sind keine "Kinder-Klau-Behörde", wie es gern in den Negativ-Nachrichten rüber kommt, sondern wir wollen, dass Kinder und Jugendliche unter möglichst optimalen Bedingungen aufwachsen. Dafür tun wir viel! Aber das wird öffentlich kaum wahrgenommen. Da freue ich mich, wenn zum Beispiel in der Öffentlichkeit auch mal gelobt wird, weil aus unserem Jugendamt sehr schnell Elterngeld gezahlt und Kita-Gutscheine erteilt werden. Gerade weil ich auch weiß, unter welchem großen Druck die Kolleginnen und Kollegen in diesen Bereichen stehen und arbeiten.

KiTS:      Wie sind Ihre fachlichen Visionen für das Jugendamt?

Rainer Schwarz:               Das müsste klargeworden sein: Stärkung und Leben des sozialräumlichen Ansatzes. Hierfür praktischen Wege finden: Das, was als Matrixorganisation vorgeprägt ist, in eine gute und für alle Beteiligten effektive, also mit guten Wirkungen versehene Arbeitsweise umzuwandeln. Es läuft hierbei noch nicht alles rund. Das hat damit zu tun, dass es viele personelle Umbesetzungen gegeben hat. Neue Personen müssen sich in ihre verantwortungsvollen Arbeitsfelder einarbeiten und hierin zurechtfinden. Ich finde, wir sind insgesamt sehr gut aufgestellt und ich glaube, dass alle hier ein großes Interesse haben, in absehbarer Zeit voranzukommen. Ich finde jedoch, wir haben ein paar Dinge zu erledigen, die in den nächsten Jahren auf uns zukommen. Wir sind eine wachsende Stadt, wir haben erfreulicherweise steigende Kinderzahlen zu verzeichnen, wir bemühen uns die personelle Ausstattung der regionalen Sozialdienste zu verbessern und neuen Mitarbeitenden den Einstieg in dieses Arbeitsfeld zu erleichtern. Wenn wir mehr Jugendliche bekommen, kommen auch mehr und neue Aufgaben auf uns zu. Wenn immer behauptet wird, dass diese Stadt jung und sexy ist, dann passiert das nicht nur aus sich heraus. Da muss man schon etwas dafür tun. Und klar, da möchte ich schon ganz gerne dabei sein!

KiTS:  Wir danken für das Interview und wünschen alles Gute!

Das Interview führte Thomas Moser (5. Juni 2015)

Fotos: Dirk Hupka

Das Interview ist in der Jugendamts-Sommerausgabe 2015 von KiTS erschienen...vom Jugendamt Tempelhof-Schöneberg

Hier kann Sie heruntergeladen werden: LINK

Hier kann man die regelmäßigen aktuellen Ausgaben von KiTS bestellen: LINK


 

Es war nicht vorherzusehen, dass nach den regnerischen Tagen das 10. Multi-Kulturenfest auf dem Gelände des Jugendfreizeithauses Bungalow am Mariendorfer Damm vom angenehmen Wetter überrascht wurde. Am Sonntag, den 21. Juni, regnete es nicht und kurz vor dem Ende ließ sich sogar die Sonne blicken.

Die Wertschätzung, die das nun zum zehnten Male stattfindende Fest genießt, sieht man an der Beteiligung der Bezirksprominenz, den immer wieder aktiv teilnehmenden Gruppen und an der noch immer zunehmenden Besucherzahl, darunter auch einige Flüchtlingsfamilien.

Bei der Veranstaltung geht es nicht nur um Spiel und Spaß, sondern auch um die Ehrung von engagierten Kindern, die als Konfliktlotsen/Streitschlichter und Buddy`s an den Mariendorfer Grundschulen tätig sind.

Jugendstadtrat Oliver Schworck begrüßte im großen Saal der Jugendeinrichtung die mit Urkunden bedachten Kinder. Die Moderation übernahmen dieses Mal Cindy und Yasemin, die schon lange eng mit CdM42 verbunden sind und auch schon für den Weltmädchentag am 9.10.2015 „gebucht“ sind. Hans-Ulrich Schulz, Sozialraumkoordinator des  Jugendamtes für die Region Mariendorf, hatte insgesamt 92 Urkunden vorbereitet und die Aktivitäten im Saal, gemeinsam mitOutreach, bestens organisiert.


Es gab, neben anderen Auftritten (Eckener-Gymnasium, Dt.-Tamilische-Gesellschaft, ein Solo eines Tanzmädchens), auch wieder eine tolle Entertainment-Tanzeinlage von Romeo und seinem Schüler Andre von Samuels Dance Hall e. V., der alle geehrten Kinder mit einem wertvollen Tanzkursgutschein beschenkte. Gleich zwei Schulleiter und verschiedene Lehrer der Mariendorfer Grundschulen beglückwünschten und freuten sich mit ihren Schülerinnen und Schülern über diese öffentliche Anerkennung.



Neben der Hüpfburg gab es eine ganze Reihe von Angeboten wie Schminken, Reifenrollen, Jonglieren, Balancieren, Frisbee-Golf, Torwand schießen, Basketball, Schatzsuche und Märchenerzählen im Saal durch den Nachbarschaftstreff Britzer Straße und Outreach. Der VBU bot unter anderem Tipp-Kick an und Femia diverse orientalische Köstlichkeiten. Im Zelt von Outreach konnte man sich wieder in kunstvollen arabischen Schriftzeichen seinen Namen schreiben lassen und es wurde stimmungsvoll getrommelt.

Die Präventionsbeauftragte des Polizeiabschnitts 44, Frau Fäller, war zur Ehrung vor Ort und ihr Kollege führte einen Parcours als Angebot durch. Die DLRG ließ die Besucher wieder Kisten erklettern, Leben Lernen hatte ein Glücksrad mit immer wieder spannenden Fragen rund um das Thema „Liebe“ mitgebracht. Zusätzlich gab es Kaffee, selbstgemachten Kuchen, Würstchen und Popcorn.

Alle Angebote, bis auf das Essen, waren wieder kostenlos, viele von CdM42 Kids betreut, und die wahrgenommenen Aktivitäten wurden auf einer Spielkarte abgestrichen. Am Ende gab es dann für jeden Teilnehmer einen Preis. 

Wieder war dieses Fest ein voller Erfolg und sowohl Teilnehmer als auch Besucher gingen froh und zufrieden nach Hause, im Ohr das Grußwort vom Jugendstadtrat Oliver Schwork, der sich eine Fortsetzung dieses Familienfestes noch für viele Jahre wünscht.

Veranstalter des Multi-Kulturenfestes ist die Kinder- und Jugendversammlung Mariendorf CdM42 - Evangelische Kirchengemeinde Berlin-Mariendorf in Kooperation mit dem Jugendamt und den Einrichtungen Bungalow, KiJuM, Sonnetreff, sowie Outreach Mariendorf und dem Schülerclub „Villa“ der Rudolf- Hildebrand-Grundschule.

Zur Geschichte der Kinder -und Jugendversammlung Mariendorf CdM42 (Club der Mariendorfer): Diese Gruppe ist aus der 1. Kinder- und Jugendversammlung Mariendorf heraus im November 2005 als Mitbestimmungs- und Beteiligungsprojekt entstanden. Seitdem ist so einiges geschehen: Die Kinder und Jugendlichen organisieren mit pädagogischer Unterstützung der beteiligten Einrichtungen in Mariendorf die Feten für 9 bis 15 jährige Schülerinnen und Schüler, haben im November 2007 und 2009 mit selbst gestalteten Workshops weitere Kinder- und Jugendversammlungen durchgeführt und Pläne für einen Spielplatz entworfen, der im Mai 2008 in der Ringstraße eingeweiht werden konnte.

Darüber hinaus haben sie erfolgreich Seminare zu den Themen "Toleranz und Akzeptanz", "Demokratie und Mitbestimmung" sowie diverse Teamtage durchgeführt und beteiligen sich maßgeblich an der U18-Wahl im Bezirk.

In den letzten Jahren fanden diverse Projekte zur historischen Spurensuche statt (Hörspiel über Mariendorf, sowie erfolgreiche Ausstellungen zum Thema "Mariendorfer Kinder und Jugendliche in der NS- und Nachkriegszeit", „Verfolgung von Kindern und Jugendlichen im Nationalsozialismus“, „Schicksale junger Menschen im KZ Ravensbrück“, Film über Ravensbrück, Teilnahme und Aktionen anlässlich der 70. Jahr-Feier zur Befreiung des KZ Ravensbrück).


Im Gespräch vom Jugendamt Fachleiter Jugendförderung Manfred Schulz, Sozialraumkoordinator Uli Schulz, Regionalleiterin Claudia Dorow und der ehemalige Jugendamtsdirektor Wolfgang Mohns.

Quelle, KiTS aktuell Text: Petra Steinborn

Fotos Thomas Moser


 

Der TSV Marienfelde ist 125 Jahre alt geworden. Am 27. Juni 2015 war das große Jubiläums-Sommerfest...Herzlichen Glückwunsch!

Der ausführliche Bericht bei "Nachbarn-News" : http://weblog.thomasmoser-berlin.de


Jugendwart Stefan Behrendt führt durch das Programm und freut sich...

über einen Scheck der Berliner Sparkasse über 500 Euro!

Katharina Bald (lks) und Katja Dörr (re) von der Berliner Sparkasse mit Stefan Behrendt und dem Kasssenwart Rainer Egermann


Die Teppich-Curling-Gruppe freut sich über den Obst-Sponsoren EDEKA an der Heilandsweide...



Die Donnerstagsgruppe tanzt wie wild...


Die Kleinen spielen gerne...

Die Großen grillen...

und tanzen...



Auch die Bläser-Klasse der Gustav-Heinemann-Oberschule ist wieder dabei!

ALLE Fotos Thomas Moser

www.tsv-marienfelde.de


 

Zu Beginn der heißen Vorbereitungsphase treffen sich traditionell Veranstalter, Schirmherrinnen und Sponsoren zu einem Frühstück im Café im Wasserturm auf dem EUREF-Campus am Gasometer.

Foto v.l.n.r.: 1.Reihe: Jugendstadtrat Oliver Schworck, Jürgen Siegismund (Stromnetz Berlin), Horst-Dieter Keitel (Berliner Woche),Ronny Graikowski-Bauer (SchreiBerlin), 2.Reihe: Sarah Geiger (Vattenfall), Andrea Seerig (Stromnetz Berlin), Regina Körper, Rocktreff-Schirmherrin Petra Dittmeyer (BVVVorsteherin), Spielfest-Präsentatorin Angelika Schöttler (Bezirksbürgermeisterin), Jutta Kaddatz (stv. Bezirksbürgermeisterin), Andie Kraft (CPYE e.V.), 3. Reihe: EUREF-Vorstand Benjamin Melcher, Ed Koch (MitSpielene.V.), Philipp Mengel Veranstaltungsleiter Jugendamt), Thomas Biersack (PSDBank), Anna Brandt (GeWoSüd), Torsten Schreiber (SchreiBerlin), 4. Reihe: Rainer Schwarz (Jugendamtsdirektor), Uli Schulz (Jugendamt), Emily Westphal (Radio Möller), Tobias Kellermann und Carsten Siebke (stilbrand), Dirk Büscher (GeWoSüd), Sabine Schmiedel (Möbel Kraft), Rob Pagel (Rock-Ini), Oliver Theel (Abt. Jugend, Ordnung, Bürgerdienste).

Nicht auf dem Foto; sie standen im Stau und kamen etwas später: Philipp Seifert (FACES Veranstaltungstechnik) und Rainer Tepasse (DEGAS).

Auch die Sponsoren, die nicht teilnehmen konnten sollen hier ebenfalls dankend erwähnt werden: Henry Arzig (Catering Company), Gerd Henrich (Humboldt Box), Stephan Boy (KKI GmbH), Yasir Kahf (Licht & Tontechnik Popella), Klaus Hoppe (Optiker Hoppe), Steffen Kottwitz (outline display), Torsten Kurz (PKSD), Sandra Kunath (Printprinz), Christian Wüstefeld (Reisebüro Ehlert), Fred Hoffmann (Riemer & Schultz Sanitär), Marei Schmidt (star fm), Dorit Klutmann (Ferienparadies Lütow), Sven Weber (SWI Immobilien), Uwe Saager, Dr. Arno Markwitan (vitasyn Fritz Apotheke), Roberto Ullrich (Vierlande), Erol Degirmenzi (Weingewölbe), Ralph Eichberg (Maximilian).

F
oto: Jugendstadtrat Oliver Schworck bedankt sich bei den Sponsoren.

Der Rocktreff ist DIE Traditionsveranstaltung des Jugendamtes Tempelhof-Schöneberg. Tradition klingt immer ziemlich verstaubt und altbacken, das trifft auf den Rocktreff natürlich nicht zu, ganz im Gegenteil. In über 30 Jahren hat sich die Musik enorm verändert und mit ihr oder durch sie diejenigen, die den Rock ’n’ Roll auf die Bühne bringen. In den ersten zwei Jahrzehnten war Rockmusik eine Domäne der Boy-Groups, auch wenn man diese anfangs nicht so nannte. Im Laufe der letzten Jahre haben immer mehr junge Frauen die Bühne erobert. Nicht nur als Sängerin ganz vorn am Bühnengraben, sondern an allen Instrumenten, auch dem wohl kräftezehrendsten, dem Schlagzeug.


Foto: Schirmherrin Petra Dittmeyer (lks.) und Jutta Kaddatz freuen sich auf den Rocktreff.

Aus über 200 Bewerbungen wurden in diesem Jahr 16 Bands ausgewählt, die an den drei Veranstaltungstagen spielen werden. Alle Bands treten ohne Gage beim Rocktreff auf. Der Rocktreff ist ein großer musikalischer Spaß mit vielen sehr begabten jungen Künstlern, die ihr Publikum mehr als nur gut unterhalten. Überzeugen Sie sich selbst, beim 32sten Rocktreff 2015. Der Eintritt ist natürlich frei. Gegründet wurde der Rocktreff 1984 von der Rock-Ini der Ev. Jugend Tempelhof. Ihr damaliger Frontmann ist heute Chef der gynäkologischen Abteilung des Tempelhofer St. Joseph- Krankenhauses, Prof. Dr. Michael Abou Dakn.

Der Rocktreff ist keine Veranstaltung „nur“ für junge Leute. Das Publikum ist altersmäßig sehr gemischt. Und die Bewohner des nahe gelegenen Seniorenheims gehören auch zu den Stammgästen der Veranstaltung. Somit verbindet der Rocktreff Jung und Alt. Auch bei den ehrenamtlichen Helfern sind neben den „alten Hasen“ viele Jugendliche dabei, die im Rahmen der Veranstaltung in die unterschiedlichsten Bereiche (Technik, Organisation, etc.) einer Großveranstaltung hinein schnuppern können. Möglich ist der Rocktreff seit je her ausschließlich durch Sponsorengelder und einer Zuwendung des Jugendamtes. Träger des Rocktreffs ist der gemeinnützige Verein CPYE e.V., Kooperationspartner sind die Rock-Ini Tempelhof und die Catering Company.

32. Rocktreff: Freitag, 10. Juli 2015, 18.00 bis 23.00 Uhr, Samstag, 11. Juli 2015, 16.00 bis 23.00 Uhr, Sonntag, 12. Juli 2015, 16.00 bis 20.00 Uhr, Eintritt frei - Fußballstadion im Volkspark Mariendorf, Prühßstraße 90, Ecke Andlauer Weg, 12109 Berlin.

www.rocktreff.de

… und dann gibt es das beliebte Spielfest…

Das Spielfest für die gesamte Familie

Der Rocktreff ist aber nur die eine Seite der Angebotsmedaille an diesem Wochenende im Fußballstadion des Volksparks Mariendorf. Denn seit rund 20 Jahren lädt das Jugendamt jedes Jahr auch zu seinem Spielfest ein. Es findet zeitversetzt am selben Wochenende wie der Rocktreff statt. Am Samstag, dem 11., und Sonntag, dem 12. Juli 2015, beginnt „Das Spielfest“ um 12.00 Uhr, und endet jeweils um 18.00 Uhr.

Foto: Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler freut sich, dass wieder große Attraktionen zum günstigen Preis angeboten werden können.

Zwei Stunden, zwischen 16.00 und 18.00 Uhr finden Spielfest und Rocktreff parallel statt. Das Konzept hat sich bewährt, weil viele der Spielfestbesucher so auch noch etwas von dem mitbekommen, was auf der großen Rocktreffbühne abgeht.

In den letzten Jahren wurden an den beiden Wochenendtagen bis zu 2.500 Besucher gezählt, Kinder, Jugendliche und ihre Mütter, Väter, Opas und Omas. Mit „Kind und Kegel“ wie man in Berlin sagt, kommen die Familien ins Stadion des Volksparks Mariendorf.

www.spielfest-mariendorf.de

Weitere Informationen zu den Veranstaltungen in der neuen KiTS-Sommerausgabe:

Als pdf-Dokument auf der Internetseite des Jugendamtes:

 

http://www.berlin.de/ba-tempelhof-schoeneberg/organisationseinheit/jugend-familie/kits.html

Wie freuen uns auf Sie:

32. Rocktreff

Freitag, 10. Juli 2015, 18.00 bis 23.00 Uhr

Samstag, 11. Juli 2015, 16.00 bis 23.00 Uhr

Sonntag, 12. Juli 2015, 16.00 bis 20.00 Uhr

Spielfest

Samstag, 11. Juli 2015

Sonntag, 12. Juli 2015, jeweils von 12.00 bis 18.00 Uhr.

Eintritt frei

Fußballstadion im Volkspark Mariendorf, Prühßstraße 90, Ecke Andlauer Weg, 12109 Berlin



Veranstaltungskoordinator begrüßte die Ehrengäste ... und hat alles gut im Griff!


Launige Worte...wie gewohnt... von Andie Kraft vom Veranstalter CPYE e.V. 

Quelle/Text: paperpress

Alle Fotos: Thomas Moser


 

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