Es grünt und sprießt an allen Ecken und Enden. Der Freizeitpark Marienfelde lässt sich auch nicht lumpen und entfaltet an jedem Tag ein Stückchen mehr seiner natürlichen Schönheit.

Die ehemalige Mülldeponie, am Stadtrand im Süden von Berlin, ist begrünt und in den letzten Jahren ein Geheimtipp für Naturliebhaber geworden.

Einen maßgeblichen Anteil an der Entwicklung dieser Grünanlage hat die am Fuße der Anhöhe liegende Naturschutzstation am Diedersdorfer Weg 3-5. NaturRanger Björn Lindner hat mit tatkräftiger Unterstützung einiger Helferinnen und Helfer und jeder Menge Idealismus dieses kleine Wunder geschaffen.

Die Naturschutz-Station am Diedersdorfer Weg 5 ist eigentlich eine Art kleines gallisches Dorf und Treffpunkt für Naturfreunde.

NaturRanger und Leiter der Station, Björn Lindner, erzählt: „Wir haben im Winter auch viel für die Landschaftspflege getan. Viele notwendige Arbeiten im Hintergrund wurden erledigt. Jetzt freuen wir uns wieder über viele interessierte Besucher.“

Saisonstart am 18. April: Bienen und viel Natur

Der offizielle Saisonstart in der Naturschutzstation ist der 18. April 2015. Unter dem Motto „Die Station erwacht aus dem Winterschlaf“ werden an diesem Tag ab 14 Uhr verschiedene Führungen angeboten. Die Besucher, ob Groß oder Klein, können dabei die kleinen Geheimnisse der Naturschutzstation entdecken.

Das Schmetterlingshaus wird erweitert. Der Zimmerer Andreas Winter ist gerade beim Bau, damit die Tiere in einem größeren Bereich noch besser beobachtet werden können.


Die ehrenamtliche Helferin Nicole Peuker zeigt die unscheinbaren Puppen aus denen später prachtvolle Falter entstehen.

Björn Lindner vor dem Lehrbienenstand
Unter fachkundiger Anleitung des Imkerverbandes Berlin wird am Lehrbienenstand auf alle Frage der Besucherinnen und Besucher eingegangen.

Die Naturpädagogin und Jägerin Nathalie Bunke kümmert sich ehrenamtlich um die Umweltbildung auf der Naturschutzstation. Zur Saisoneröffnung wird sie ihre Arbeit, die sie mit Schulklassen und Kindergartengruppen macht, erläutern.

Im Internet nachzulesen: Immer wieder neue Veranstaltungen

Wer zum Saisonstart nicht kommen kann, ist jederzeit während der Öffnungszeiten willkommen. In diesem Jahr sind auch kurzfristige Führungen geplant, die jeweils im Internet bekannt gegeben werden. Ein regelmäßiger Blick in die Internetseite unter „Termine und Veranstaltungen“ wird sich in diesem Jahr bestimmt lohnen, verspricht Björn Lindner.

Immer wieder der Kampf um die Finanzierung der Station

Wer Björn Lindner mal kennengelernt hat, ist begeistert von seiner Naturliebe und seinem Engagement. Aber immer wieder bangt er und die Naturschutzstation um die Finanzierung der Arbeit. Sieben Jahre ist Lindner dabei und die Finanzierung seiner Arbeit musste bislang immer wieder mühsam über verschiedene Projektfinanzierungen abgesichert werden.Das Problem, das Lindner sieht, sind die immer wieder nur kurzfristigen Finanzierungen. Die Arbeit in Sachen Natur, Landschaftspflege und Bildung müssten nach seiner Meinung auf dauerhafte finanzielle Beine gestellt werden. Die Naturschutzstation, die auch für das Biotop hinter dem interkulturellen Garten in der Blohmstraße zuständig ist, wird zurzeit von ehrenamtlichen Helfern, Helferinnen vom freiwilligen ökologischen Jahr und vom Öko-Bundesfreiwilligendienstes getragen. Ein Teil der Finanzierung wird zum 30.6.2015 beendet sein.

Drei feste Stellen werden benötigt

Björn Lindner: „Für einen dauerhaften Betrieb der Station und für die vielfältigen Arbeiten im gesamten Gebiet werden drei feste Stellen benötigt und in der Saison brauchen wir noch zwei zusätzliche Honorarkräfte.“ Um bei der Finanzierung ein Stück weiterzukommen, ist man gerade in Gründung eines neuen Vereins, der Naturwacht Berlin. Die Hilfe von vielen Kooperationspartnern und Spendern benötigt die Station auch ganz dringend weiterhin. Das Bezirksamt und auch der Schirmherr der JuniorRanger, Stadtrat Oliver Schworck, bemüht sich immer wieder um Lösungen zur Finanzierung. Ein kleiner Baustein, der hinzukommen soll, sind künftig Baumpatenschaften.

Lindner ist in Kontakt mit Nachbarbezirken, um auch dort so eine Art kleine Naturschutzstationen, zum Beispiel auf der Rudower Höhe, einzurichten. Björn Lindner sieht die Notwendigkeit, dass die Finanzierung auf mehrere stabile Beine gestellt wird.

Bildungsauftrag ganz praktisch

Schulklassen und Kindertagestätten besuchen gerne die Naturschutzstation. Hier wird den Kindern die Natur ganz praktisch vermittelt.


Auch 2015 wird es in den Sommerferien wieder die sogenannte „Grüne Schule“ geben. In der Grünen Schule lernen Kinder im Alter von 7 bis 12 Jahren Wichtiges über die heimische Natur unter dem Motto: „Biologische Vielfalt erfahren, erleben und bewahren.“ Eine Woche lang (täglich von 9 bis 15 Uhr) lernen die Kinder die heimische Tier- und Pflanzenwelt kennen, sind der Natur auf der Spur und bekommen Unterricht vom NaturRanger, der Naturpädagogin und weiteren Naturexperten. Es wird drinnen und draußen gearbeitet. Am Ende der Arbeitswoche wird mit einer Prüfung abgeschlossen. Mit bestandener Prüfung erlangen die Kinder die Auszeichnung des JuniorRangers und gehören somit den Zwiebelfröschen an. Diese treffen sich dann immer einmal im Monat.

Die Anmeldungen für das „Grüne Klassenzimmer“ beginnen am 21. April und enden am 22. Mai 2015.

Ein Besuch des Freizeitpark Marienfelde und der Naturschutzstation am Diedersdorfer Weg lohnen sich jedenfalls!

Thomas Moser

http://www.berlin-marienfelde.de/natur/station.shtml

 

Fotofallen für die Wildschweine...sind auch Frischlinge dabei?

Alle Fotos: Thomas Moser - BerLi-Press


 

Da swingt man unwillkürlich mit. James-Last-Fan hin oder her, wer seine Musik hört, muss meistens unwillkürlichen im Rhythmus mitwippen. „50 Jahre Non Stop Dancing – James Last” hat der MedienPoint Tempelhof seine Hommage an den großen Musiker genannt. James „Hansi“ Last feiert einen Tag vor seinem Berliner Abschiedskonzert am 18. April 2015 seinen 86. Geburtstag. James Last, mit bürgerlichem Namen Hans Last, ist Bandleader, Komponist, Arrangeur und Musikproduzent. Von 1965 an feierte er mit seinem unverwechselbaren Happy Sound die größten Erfolge und durfte auf kaum einer Party mit seiner Musik fehlen.

MedienPoint: Kieztreffpunkt, Medien-Multiplikator und Galerie

Der MedienPoint zeichnet sich schon seit Jahren für seine qualitativ hochwertigen Ausstellungen aus. Auch hier steht die „5“ im Mittelpunkt, denn der Kieztreffpunkt und Medien-Vermittler hat seine 55igste Ausstellung gestaltet. Frontmann Henning Hamann ist immer wieder die treibende Kraft bei diesem sozialen Projekt vom Kulturring in Berlin e.V.


Henning Hamann (2.v.re.) und seine aktuelle Crew v.l. Christian Ermel, der auch ein hervorragendes Bild von James Last für die Ausstellung gezeichnet hat, Anne Frühauf, Anett Vogt, Alicja Zamorska, Karin Kraschewski und Olaf Gründel ganz rechts.

Zusammen mit seinen Leuten zaubert er die wunderbarsten Ausstellungen in die kleine Ladenwohnung der Tempelhofer Werderstraße, ganz in der Nähe der ufa-Fabrik. Als Schirmherrin hat sich zur Ausstellungseröffnung die Bezirksverordnetenvorsteherin Petra Dittmeyer eingefunden.

Petra Dittmeyer ist begeistert; hier mit Henning Hamann

Petra Dittmeyer hat schon verschiedentlich, teilweise mit eigenen Exponaten, Ausstellungen zum Beispiel über „50 Jahre Kassette“ unterstützt und freut sich jedes Mal über die besonderen Aktivtäten im MedienPoint. Reno Döring vom Kulturring Berlin besuchte, neben vielen Stammgästen und Freunden vom MedienPoint, die rundum gelungene Ausstellungseröffnung.

Über 150 Exponate

Henning Hamann ist mit voller Berechtigung Stolz auf die James-Last-Ausstellung und erzählt vom zusammengetragenen Spektrum: „Unzählige Exponate, wie Plakate, Poster, LPs, exklusive Promotion-Raritäten, Goldenen Schallplatten, Bücher usw., zeigen die faszinierende Bandbreite des Erfinders des ‚Easy Listening‘ und ‚Happy Sounds‘. Täglich begegnen wir den Hits von James Last: Ob „Traumschiff“, „Biscaya“, „ZDF Hitparade“, „Der Landarzt“, Elvis Presleys „Fool“ oder „der einsame Hirte“ um nur ein paar zu nennen“, ergänzt Hamann weiter. So ist eine einmalige James-Last-Ausstellung mit über 150 Exponaten zustande gekommen.

Da kann man nur staunen. Exponate über Exponate...

Der sympathische James-Last-Fan

Und die meisten Exponate sind vom James-Last-Sammler, Günter Krüger, gekommen.


Günter Krüger mit Frau Karin (links) und der First Lady aus Tempelhof-Schöneberg, Petra Dittmeyer
Mit der Schallplatte „non stop dancing 9 – 28 Hits für Ihre Party“, die auch im MedienPoint zu bewundern ist, fing die Sammelleidenschaft von Günter Krüger an. Krüger hat mittlerweile Tausende Last-Platten und CDs, wobei die besonders interessanten aus China und Japan kommen. Viele Platten, in den Versionen der unterschiedlichen Länder und Sprachen, sind von James Last signiert worden. Der sympathische, aber durchaus zurückhaltende und unaufdringliche Sammler kann von verschiedenen intensiven und sehr persönlichen Kontakten mit dem Allroundmusiker berichten. Ed Koch von PaperPress schreibt über Krüger: „Günter Krüger und seine Frau Karin sind James Last und dessen Frau Christine viele Male begegnet und immer wieder sind sie von der Herzlichkeit des Musikers begeistert. Zuletzt waren sie vor wenigen Tagen bei einem Konzert in Hamburg, wo sie mit James Last Frau Christine sprechen und ihr von der Ausstellung im MedienPoint berichten konnten. Die Wahrscheinlichkeit, dass James Last anlässlich seines Berlin-Konzerts am 18. April persönlich im MedienPoint vorbeischaut, ist gering. Der 85-jährige muss sich schonen, damit noch viele Fans seine Abschiedstournee genießen können.“

Radio-Hase Hamann kennt Last persönlich

Aber auch Henning Hamann vom MedienPoint, alter Radio-Hase und Musikchef bei verschiedenen Sendern, kann von Hansi, wie er ihn nennen darf, berichten.


So blieb es nicht aus, dass er zu einem Interview mit Last vom Sender aufgefordert wurde. Da Hamanns Eltern, wie oft in dieser Generation, diese Platten rauf und runter gehört hatten, zählte der umtriebige Radiomann nicht per se zu den musikalischen Fans von James Last und zierte sich erst. Dieses frühkindliche Trauma kam wohl auch so bei James Last an, dass er dachte, Hamann könne ihn nicht leiden. James Last, offensichtlich ein höchst sensibler Mensch, sprach es auch an. Hamann druckste rum und erklärte dann seine Erlebnisse. Dieses brachte dann die Wende und eine durchaus persönliche Verbundenheit entstand. James Last lud ihn zum Konzert in die Royal Albert Hall nach London und später in sein Haus nach Florida ein.


Dort schenkte er Hamann eine handsignierte goldene Schallplatte, die als Highlight die aktuelle Ausstellung krönt. Auch die erste James-Last-LP ist in der Ausstellung zu bewundern.

Gruppenbild mit 2 Damen: Dr. Ulrike Stutzky (aktive Förderin des MedienPoints), Günter Krüger, James Last, Petra Dittmeyer und Henning Hamann (v.lks.n.re.)

Noch zu James Last

Ein Leben für die Musik. Das zeichnet den großen Entertainer James Last aus. Bereits im Kindesalter entdeckt er seine musikalische Leidenschaft und erlernt während seiner Ausbildung bei der Heeresmusikschule Fagott, Kontrabass und Tuba. Nachdem die Schule 1945 jedoch durch Bombenangriffe zerstört wurde, entscheidet sich Last dazu, Berufsmusiker für die Besatzungsmächte zu werden. Sein Debutalbum "Non Stop Dancing" wird eine beispiellose erfolgreiche LP-Serie und der Einstieg zu einer jahrzehntelangen Karriere, die ihn in mehr als 150 Ländern bekannt macht.

Mit seinen einzigartigen Kompositionen ist James Last zum König der Unterhaltungsmusik avanciert, was er auch heute noch, im Alter von 85 Jahren, mit seinen fortdauernden Tourneen beweist.

Dabei stand diese letzte Tournee auf Messers Schneide. James Last musste sich in Florida einer dreistündigen Not-OP unterziehen. Der deutsche Musiker und Erfinder des "Happy Sounds" litt an einer akuten Entzündung des Dickdarms. Inzwischen ist er wieder genesen und topfit auf großer Abschiedstour. Toi, toi, toi!

Thomas Moser (auch alle Fotos

Noch bis zum 5. Mai 2015 im MedienPoint Tempelhof,

Werderstr. 13, 12105 Berlin-Tempelhof, nahe UFA-Fabrik.

Montag - Freitag 10-18 (außer Feiertage)

Der James Last-Fan Günter Krüger: www.jameslastfan.de


Karl-Heinz Kronauer vom Tempelhofer Journal (re) im Gespräch mit Henning Hamann

Lothar Nest von der Sportschule, Förderer des MedienPoints, ist auch oft hier... rechts James-Last-Sammler Günter Krüger


Ein "Bomben-Wetter" zur Ausstellungseröffnung

...und immer diese "Dorf-Paparazzi" ;-) ...



Die Weltpresse ist vertreten: Ed Koch, Karl-Heinz Kronauer und Ralf Jacob

Netzwerk knüpfen...Die nächste Geschichte mit Wolfgang Spranger vom Volkspark Lichtenrade (2.v.re)
Fotos Thomas Moser


Fotowand aus DinA 4-Seiten zusammengeklebt (Foto Hamann)

James Last, gezeichnet von MedienPoint-Mitarbeiter Christian Ermel (Foto Hamann)


 

Rechtzeitig vor Ostern war der Osterhase schon einmal im Tempelhofer MedienPoint.


...vor dem Ansturm...

...Osterhasi, Carsten Sikora, Jutta und Lothar Nest, Jutta Kaddatz, Henning Hamann, Ed Koch (v.l.n.r.)...

Am 26. März 2015 kamen 97 Kinder und 21 Erzieherinnen aus benachbarten Kindertagesstätten- und Kinderläden in den MedienPoint, um gemeinsam den „Osterhasi“ zu begrüßen. Ein liebevoll geschmücktes Schaufenster und im Innenraum eine schön gestaltete Osterhasenwand sollte zeigen, dass bald die Osterhasenzeit beginnt.



Besonders begrüßt wurden die Kinder von der Schirmherrin der Veranstaltung, der stellvertretenden Bezirksbürgermeisterin und Stadträtin für Bildung, Kultur und Sport Jutta Kaddatz. Der Eigentümer von „Walter Confiserie“, Carsten Sikora, hat dann die wichtigsten Sachen, nämlich süße Leckereien, mitgebracht. Aber auch gesunde Äpfel und Möhren wurden von Jutta Kaddatz und Carsten Sikora an die vielen kleinen Osterhäsinnen und Osterhasen verteilt.

Es war eine Freude, in die strahlenden Kindergesichter zu schauen (zum Foto: Das denkt wohl auch Carsten Sikora!)

Als Osterhäsin kam die Mitarbeiterin des MedienPoints, Annett Vogt, im Osterhasi-Kostüm. Annett Vogt hat schon als „Nikolausi“ ihre Fähigkeiten gezeigt, wie man auf die kleinen Kinder freundlich zugehen kann. Die Kinder mit ihren gebastelte Osterhasenohren waren begeistert von dem freundlichen Empfang.

MedienPoint-Mitarbeiterin Anne Frühauf verteilte Plüschtiere und hing die von den Kinder mitgebrachten Osterbilder auf. Jedenfalls war das ungemütliche Wetter schnell vergessen, als der erste warme Kakao getrunken war.


...Lothar und Jutta Nest mit Enkel Anton...
Als Unterstützer der Aktion waren Ed Koch von PaperPress und Jutta und Lothar Nest mit Enkel Anton, von der Sportschule Lothar Nest, dabei.

Der MedienPoint Tempelhof ist ein seit 2008 vom Jobcenter Tempelhof-Schönberg gefördertes Projekt vom „Kulturring in Berlin e. V.. Im MedienPoint gibt es Bücher, Schallplatten, Kassetten, Videos, DVDs und CDs. Diese Medien kann man einfach so, ganz ohne Kosten, mitnehmen. MedienPoint kann aber mehr als Medien: Mittlerweils ist hier ein beliebter Kieztreffpunkt entstanden.

Henning Hamann und Jutta Kaddatz mit den Kinderzeichnungen

...ein Tänzchen: Henning Hamann mit dem Osterhasi...
Das Team, rund um den engagierten MedienPoint-Chef Henning Hamann, stellen unermüdlich Aktionen und kleine interessante Ausstellungen auf die Beine.

Thomas Moser (auch Fotos)

…übrigens, bei Walter Confiserie kann man die leckersten handgefertigten Osterleckereien käuflich erwerben… http://www.schokoladen-walter.de

Werderstr. 13, 12105 Berlin-Tempelhof, nahe UFA-Fabrik.

Öffnungszeiten: Montag - Freitag 10-18


 

Dreißig Jahre ist es jetzt her. Genauer gesagt startete am 26. März 1985 eine neunköpfige Berliner Gruppe eine Erkundungsreise in die USA. Diese Reise wurde von der Tempelhofer Jugendorganisation „Paper Press“, noch heute ein umtriebiger jugend- und kommunalpolitischer Pressedienst, veranstaltet. Viele Amerikareisen folgten. Auch 2015 wird es in den Osterferien wieder eine Jugendreise nach Amerika geben, die aber schon seit Monaten ausgebucht ist. Heute werden die Reisen von CPYE organisiert. Am 26. August 1988 erfolgte die Vereinsgründung durch Bernd Puhlmann und Ed Koch. CPYE schaut mittlerweile auf 25 Jahre seit der Gründung des Vereins zurück. CPYE ist die Abkürzung der englischen Übersetzung des Vereinsnamens „Komitee zur Förderung von Jugendaustauschprojekten e. V.“.

2007 NBC: Besuch der Gruppe im NBC-Studio Denver. Hintere Reihe stehend 3. v. rechts Bernd Puhlmann (Vorstandssprecher), vordere Reihe 1. V. rechts Chris Landmann (damaliges Vorstandsmitglied)-Foto CPYE

2006 Denver:  stehend 2. v. links Regina Körper (langjährige Projektleiterin), 3. v. links Andie Kraft (Vorstandsmitglied), 4. V. links Nancy Brooks (langjährige damalige Organisatorin), 5. v. links Ed Koch, 6. v. links Zach Brooks (Begründer der Jugendbegegnungen mit Denver) Foto:CPYE
Die Tempelhofer Presse berichtete über die erste Reise ins „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“, die dorthin führte, wo der Westen früher am wildesten war, in die Nähe von Dodge City. Zwei waren schon einmal in den USA. Aber wie kam es dann konkret zu der ersten Reise? Mathias Nitsche war damals ehrenamtlicher Helfer im Jugendfreizeitheim Mariendorf. Er wollte ein Jahr in den USA verbringen und so verschlug es ihn nach Kansas, in ein kleines Nest „in der Mitte im Nirgendwo“. Er kam bei der Bürgermeisterin des Ortes, Peggy Blackman, unter. So nahm alles seinen Lauf. Sie half Gastfamilien zu finden und schuf so die Grundlage, dass die Berliner Gruppe Mathias besuchen konnte. Zuerst ging es nach New York City. Ed Koch, der damalige Einrichtungsleiter vom JFH Mariendorf, erinnert sich noch sehr gut daran. Ihn hat der Amerika-Virus gepackt und er war mittlerweile selbst circa 25 Mal dort: „Eigentlich sollte es ja nur ein Besuch bei Mathias über Ostern werden. Daraus sind bis heute 46 Jugendbegegnungsprojekte mit 556 Teilnehmer/innen geworden.“

Nach Kansas zuckelte die Gruppe über 20 Stunden durch die USA. Dann ging es nach Marion, wo die Bürgermeisterin lebte und arbeitete. Koch erinnert sich: „Lauter nette Leute in dem kleinen Ort, vom Sheriff bis zum Pfarrer, und die Bürgermeisterin sowieso.“ In den folgenden Jahren wurden die Reisen, dank des Dollarkurses, auch für die Jugendreisen komfortabler.

1990, dem ersten Jahr nach der Wende, und 1991 nach der Wiedervereinigung, erlebten die Reisen einen ungeahnten Zulauf, denn sie bislang in den Ostbezirken Berlins lebenden Jugendlichen wollten nun auch ins „gelobte Land“ USA. Zwischen 1987 und 1999 wurden 39 USA-Studien- und Bildungsreisen für Erwachsene angeboten. New York, Washington D.C., Chicago, Atlanta, Houston, Las Vegas, Los Angeles, San Francisco und Hawaii waren die Ziele.

2012 Denver:  1. v. rechts Ed Koch (Ehrenvorsitzender und ehem. Vorsitzender), 2. v. rechts Andie Kraft (Vorstandsmitglied), 4. v. rechts Mathias Kraft (Projektleiter). Hintere Reihe 1. v. links Christian Körper (Projektleiter), 2. v. links Chris Landmann (ehem. Vorstandsmitglied), 3. v. links Reiner Hanke (Vorstandsmitglied). Vordere Reihe 1. Und 2. v. links Darryl und Marjorie Hudspeth (die amerikanischen Organisatoren) und in der Mitte Michael Hancock (Bürgermeister von Denver). Neben der Jugendbegegnungsreise hatte CPYE aus Anlass des 20jährigen Jubiläums der Begegnungen mit Denver eine Delegationsfahrt gemacht und einen Termin beim Bürgermeister bekommen (Foto:CPYE)
Ed Koch erzählt, dass er über die Erlebnisse in Amerika ganze Bücher schreiben könnte. Geplant hat er diese Art der Veröffentlichung nicht. Auf den Vereinsinternetseiten www.cpye.de und www.paperpress.org kann man jedoch auch so vieles nachlesen.

Der Verein, der auch den bezirklichen Rocktreff organisiert, schaut besorgt in die Zukunft. Das Bundesjugendministerium setzt inzwischen andere Schwerpunkte, als Jugendbegegnungsreise in die USA zu fördern. Die deutsch-amerikanische Freundschaft ist nach Aussage von Koch in dieser Stadt nicht mehr viel Wert. Der CPYE e.V. ist inzwischen der einzige freie Träger, der Jugendbegegnungsreise außerhalb von Schulfahrten anbietet. Die Befürchtung des Vereins: „Es kann also sein, dass nach 30 Jahren die Reisen nicht mehr stattfinden können, denn frei finanziert, ohne irgendeine Förderung, wären die Kosten für den Einzelnen vermutlich zu hoch. Der Verein will jedoch trotzdem versuchen, weiterhin die Reisen anzubieten. Etwas trotzig schreibt Ed Koch: „Und wenn wir die allerletzen dieser Stadt sind, die die deutsch-amerikanische Freundschaftsflagge hoch halten.“

Hat ein Herz für CPYE...Marijke Höppner (Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses) schenkt Reiner Hanke zum 25. Jubiläum des Vereins im August 2013 ein Herz.

Die CPYE-Aktivisten Bernd Puhlmann, Andie Kraft und Reiner Hanke...

Alles über den Jugendaustausch: www.cpye.de

...und hier noch einmal der Bericht zu 25 Jahre CPYE: LINK

Thomas Moser

Der Bezirk Tempelhof-Schöneberg wird sich aus der mit dem Bezirk eng verbundenen Traditionsveranstaltung des Internationalen Kulturlustgartens zurückziehen.

Bezirksstadträtin Jutta Kaddatz dazu: „Die vergangenen Jahre haben im Ergebnis gezeigt, dass sowohl der finanzielle als auch der personelle Aufwand in Bezug auf die heutigen Auflagen (Sicherheitskonzept, Lärmschutz, Brandschutz u.v.a.m.) vom Bezirk so nicht mehr zu leisten sind.

Ich möchte daher der Trabrennbahn Mariendorf ausdrücklich für Ihr Engagement danken, dass 2014 dem Bezirk die Gelegenheit geboten wurde, das Fest  ein letztes Mal veranstalten und dafür das Gelände der Trabrennbahn nutzen zu können.

Foto aus dem Jahr 2013 (Thomas Moser)
Gemeinsam mit dem Fachbereich Dezentrale Kulturarbeit bin ich auf der Suche nach einem zeitgemäßen Veranstaltungsformat, das der Zielsetzung, ein breit gefächertes, anspruchsvolles  und unterhaltsames Angebot aus verschiedenen Sparten der Kultur unseres Bezirkes dem interessierten Publikum zu unterbreiten, wieder entspricht.“

Jahrelang gab es diese Veranstaltung im Volkspark Mariendorf. Was sehr Kiezbezogen mit Bordmitteln des Bezirksamtes anfing, entwickelte sich zum Volkfest. Eine beliebte Veranstaltung, die aber auch nicht nur friedliches Publikum brachte. Die Kiezbühne präsentierte jedoch Jahr für Jahr gelungen die Kulturarbeit des Bezirkes.

Der Umzug zur Trabrennbahn war dann so etwas wie ein Dolchstoß (der Bericht: http://weblog.thomasmoser-berlin.de/archive/2014/05/29/31-kulturlustgarten--volksfeststimmung-auf-der-trabrennbahn-mariendorf.htm ). Die Kiezbühne wurde an das letzte Ende verbannt. Man hatte fast das Gefühl, dass diese Bühne nicht gefunden werden sollte. Schade insgesamt für das Fest, weil damit ein großes Bezirksfest gestorben ist. Vielleicht aber auch eine Chance, dass sich der Bezirk auf seine Qualitäten besinnt. Klein und fein muss ja nicht schlecht sein! Ganz im Gegenteil!

Thomas Moser (auch Fotos)


 

Die Bezirksbürgermeisterin von Tempelhof-Schöneberg, Angelika Schöttler, hat die Lokalpresse zu einem Jahrespressegespräch einschließlich einer ganz besonderen Beköstigung eingeladen. Fast drei Stunden geballte Informationen: Rückblicke in die wichtigsten Bereiche der Bezirkspolitik und der Ausblick über die anstehenden Schwerpunkte.

Dass der Rahmen des Arbeitstreffens auch sehr viel angenehme Aspekte hatte, kann man nicht leugnen. Eingeladen wurde in die „Palladin Kochschule“ in die Schöneberger Pallasstraße 14.

Eine gute Atmosphäre in der Küche!

Der Träger „ubs e. V.“ (Umwelt, Bildung, Sozialarbeit) betreibt einige Großküchen und gibt so vielen Jugendlichen, die nicht die optimalsten Startchancen hatten, eine gute Zukunftsperspektive. In der „Palladin-Kochschule“ werden die Besonderheiten der gehobenen Küche vermittelt. An diesem Abend zeigen die jungen Leute, was in ihnen steckt und wie hochwertige Speisen und ein äußerst angenehmer Service zusammengehören. Ein etwas anderer Weg der Ausbildung, der sehr erfolgreich ist!

Lecker... (Foto Ed Koch) ... Erläuterungen siehe unten bei paperpress...
Wer denkt, dass ist doch bestimmt alles nur wegen der Presseleute so lecker gemacht worden. Typisch! Jeder hat jedoch die Chance sich selbst von der Qualität zu überzeugen. Von Montag bis Freitag bereitet das Team verschiedene Gerichte für den Business-Lunch von 11:30-16:00 Uhr zu (selbstverständlich auch für Vegetarier). Viele Geschäftsleute der Umgebung nutzen gerne und regelmäßig das Angebot. Guten Appetit!

Im Anschluss dieser kleinen Impression wird der Bericht von paperpress abgedruckt, der einen guten Einblick in die Atmosphäre des Abends gibt und die wichtigsten Themen benennt. Viele dieser Themen wird die Lokalpresse in diesem Jahr zwangsläufig begleiten.

An dieser Stelle bleibt nur zu betonen, dass es eine angenehme Einladung mit Arbeitscharakter war, die einen ganz besonderen bezirklichen Leuchtturm, die Palladin Kochschule, in den verdienten Mittelpunkt gestellt hat.

Thomas Moser

Aus der Website des Sozialunternehmens „ubs“:

Junge Menschen stehen im Mittelpunkt unserer Arbeit.

Um Jugendlichen mit einer qualifizierten und modernen Ausbildung berufliche Perspektiven zu eröffnen, betreiben wir in Berlin-Schöneberg eine Lehrkonditorei, diverse Großküchen und ein à la carte Restaurant namens Kochschule.

Im Palladin werden Konditoren und Konditorinnen ausgebildet. Sie lernen den direkten Umgang mit Auftraggebern und stellen täglich Torten, Kuchen und Gebäck in Spitzenqualität her.

In unseren Großküchen wird gesunde und leckere Kinderkost für Kindertagesstätten und Schulen gekocht und Jugendliche zu Köchen und Köchinnen ausgebildet.

In der Palladin Kochschule ist die Ausbildung zur Fachkraft im Gastgewerbe angesiedelt. Die  Kochschule rundet zudem unser Ausbildungskonzept ab, da sie den Azubis ermöglicht, ihre Fähig- und Fertigkeiten zu verfeinern und sich auf ihre Abschlussprüfungen intensiv vorzubereiten.

http://www.ubs-ev.de

Paperpress Nr. 513 Q vom 23. Januar 2015

Zu Gast in Palladins Wunderküche

Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler (SPD) lud in diesem Jahr die Lokalpresse von Tempelhof-Schöneberg in die Palladin Kochschule, Pallasstraße 14 in Schönenberg ein. Sinn der Veranstaltung ist es, auf das vergangene Jahr zurückzuschauen und auf das vor uns liegende zu blicken. Die Blicke richteten sich allerdings während des ganzen Abends weniger auf die 14- seitige Tischvorlage, in der alle relevanten Themen aufgelistet waren, sondern vielmehr auf das, was auf dem Tisch passierte.

Der Lokalreporter HDKeitel von der Berliner Woche geht zum Angriff über ;-) ... rechts Ed Koch von paperpress

Bezirksbürgermeisterin Schöttler war eine Schälexpertin!

Angelika Schöttler; zweite Siegerin im Wettbewerb, im Hintergrund Gisela Gut vom Quartiersmanagement überwacht den ordungsgemäßen Ablauf.

Bevor es allerdings ans Essen ging, fand ein kleiner Wettbewerb statt. Karottenschälen. Unter den kritischen Augen von Gisela Gut aus der bezirklichen Wirtschaftsförderung traten (links) Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler und Berliner Woche-Reporter Horst Dieter Keitel gegen die Kochschüler Hüseyin, Adrian und Nico an. Hüseyin gewann das Wettschälen, die Bürgermeisterin brachte es auf Platz 2. Platz 5 belegte HDK, was vermutlich daran lag, dass er das Schälmesser verkehrt herum einsetzte. Sein Kommentar: „Es geht nicht um Schnelligkeit, sondern um Schönheit.“ Danach nahmen alle Anwesenden an der Tafel platz, und die Bürgermeisterin versuchte vom Kopfende her, ihre Botschaften zu verbreiten.

Die Schäler_innen
Zum Beispiel: „Unternehmen halten und Arbeitsplätze sichern durch die Förderung von Unternehmensnetzwerken!“ Während die Verwaltungschefin diesen Satz am Beispiel des Unternehmensnetzwerks Südkreuz erklärte, betrat Hüseyin mit seinen Kollegen den Raum und brachte die Vorspeisenplatten, bestehend aus allerlei Leckereien, liebevoll zubereitet und geradezu als kleine Kunstwerke auf den Platten gestaltet. In einer Schüssel befanden sich dunkelrote Kartoffelchips mit Guacamole-Paste. Die Farbe verdanken die Chips Roten Beeten.

Dem Autor dieses Beitrages fehlen, trotz seines Namens, die Kenntnisse, welche Köstlichkeiten kredenzt wurden. Auf jeden Fall schmeckte alles ganz hervorragend.

Die Bürgermeisterin versuchte, ihr Manuskript abzuarbeiten. „Übergang Schule-Beruf erfolgreich gestalten: Win-Win für Jugendliche und Unternehmen!“ Die Küchen-Crew räumte die leeren Platten derweil ab.

„Seit Oktober 2011 setzt das Unternehmensnetzwerk Großbeerenstraße erfolgreich das Ringpraktikum um!“ Hüseyin steht im Türrahmen. „Wer hat Fisch bestellt?“ Einige Arme schnellen in die Höhe. Wenig später kommt der Fisch. White Wine with the Fish? Na klar. „Ich stehe für solide Finanzen und nachhaltige Investitionen in die Zukunft!“, verkündet Angelika Schöttler. Hüseyin: „Vegetarisch?“ „Tempelhof-Schöneberg wird für seine Einwohnerinnen und Einwohner auch weiterhin ausreichend Angebote mit einer guten Qualität bereithalten.“

Und für Menschen, die sich weder etwas aus Fisch, noch Vegetarisch machen, gab es  zum Glück auch etwas. Ein besonderer Hingucker war der ausgehüllte Kohlrabikopf, indem sich verschiedene Gemüse befanden. Ein kleines Kunstwerk, für dessen Erstellung man geschickte Hände braucht.

„Erfolgsfaktor gut ausgebildetes und motiviertes Personal!“ das war im Palladin klar zu erkennen, und sicherlich ist es in den Dienststellen des Bezirksamtes auch so, obwohl die Arbeit dort recht ungleich verteilt ist, so dass es Motivationsschwankungen gibt. Auch ist die Bezahlung längst nicht so üppig, wie sich das der Otto-Normal-Bürger so vorstellt. Vor allem hoch qualifiziertes Personal lässt sich kaum finden. Die meisten springen schon in der Bewerbungsphase ab, wenn sie hören, was man ihnen zahlen kann.

„Es wird im Bezirk Tempelhof-Schönenberg keinen weiteren Personalabbau geben!“ Eine gute Nachricht. Schön, dass endlich Schluss ist mit dem Aderlass zu Lasten der Bürger. Über 1.703 Mitarbeiter/innen verfügt die Bezirksverwaltung, hinzukommen 66 Auszubildende. Ja, der Bezirk bildet aus. Und wenn alle so motiviert und gut sind wie die im Palladin, hat sich der Aufwand gelohnt. Alle Auszubildenden, die dies wollten, konnten 2014 übernommen werden.

Nachtisch. Schokoladenparfait mit Orangenscheiben. Danach tat ein Calvados dann wirklich gut.

Lieblingsthema seit einigen Jahren: Umbau der Dienstgebäude. Das ehemalige Gesundheitsamt in der Mariendorfer Rathausstraße wird fertig. Noch in diesem Jahr sollen einige Dienststellen des Jugendamtes dorthin umziehen. 15 qm große Räume, im Schnitt. Da wird einiges im leerzuräumenden Rathaus Friedenau übrig bleiben. 6,5 Mio. Euro wird der Umbau gekostet haben. Knapp 5 Mio. werden ab Anfang April im Rathaus Schöneberg verbaut. Ein Jahr lang hat sich alles verzögert, weil sich Denkmalschutz, Brandschutz und welcher andere Schutz sonst noch so benötigt wird, gegenseitig blockiert haben. Diese Blockade hat auch Geld verschlungen. Kein Wort jedoch darüber, ob man gegen die Blockierer Regressansprüche geltend machen kann.

Schlusssatz: „Ich engagiere mich für ein offenes und tolerantes Tempelhof- Schöneberg, damit der Bezirk ein attraktiver Lebensort für alle Menschen bleibt!“, sagt die Bürgermeisterin, für die sich die Frauenquote im Rat der Bürgermeister/INNEN(!) an diesem Abend, dem 22. Januar, erhöht hat. Neben ihr und Monika Herrmann aus Friedrichshain-Kreuzberg, hat jetzt auch Lichtenberg mit Birgit Monteiro eine Verwaltungschefin. 332.857 Einwohner/innen hatte Tempelhof-Schöneberg am 30.06.2014. 14,7 % sind unter 18 Jahre alt, 20,4 % über 65 und 32,4% haben einen Einwanderungshintergrund. Die Zukunft ihres Bezirks möchte Angelika Schöttler „gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern gestalten.“

Die beste Nachricht des Abends war jedoch die, dass sie im nächsten Jahr die Medienvertreter wieder in die Palladin Kochschule einladen wird.

„Die Palladin Kochschule ist Teil eines Ganzen und zugehörig zum gemeinnützigen Verein ubs e.V. Umwelt, Bildung, Sozialarbeit, der Jugendliche in der Gastronomie ausbildet. In der Kochschule können sich unsere Auszubildenden auf ihre Abschlussprüfungen vorbereiten und lernen Ausbildungsinhalte, die Ihnen in Großküchen nicht vermittelt werden können.

Von Montag bis Freitag bereitet das Team verschieden Gerichte für den Business-Lunch von 11:30-16:00 Uhr zu (selbstverständlich auch für Vegetarier). Wenn Sie in einer größeren Gruppe kommen, können Sie sich auch gerne vorab telefonisch anmelden. Zum Nachtisch bietet Ihnen die Kochschule u.a. Torten und Kuchen in Spitzenqualität aus der Konditorei im Palladin an.“

Pallasstraße 14, gleich neben dem Winterfeldtplatz.

Telefon: 8736 993

www.ubs-ev.de

Bericht: Ed Koch

Fotos (sofern nicht extra gekennzeichnet) Thomas Moser


 

Das Ehrenamt wird im Bezirk Tempelhof-Schöneberg ganz groß geschrieben! Mittlerweile wurde im Bezirk die 4. Ehrenamtsbörse „Ein Marktplatz der Freiwilligenarbeit“ veranstaltet.

Vom Ehrenamtsbüro im Rathaus Schöneberg haben es Enno Skowronnek und Christine Fidancan geschafft, 50 ehrenamtliche Vereine und Initiativen für die Teilnahme an der Veranstaltung zu begeistern.

Der Veranstaltungsort war diesmal das URANIA-Foyer mit Nebenräumen, da das Rathaus Schöneberg aus Brandschutzgründen zurzeit nur eingeschränkt genutzt werden kann. Sonst hatte die Lichtenrader Suppenküche immer für eine abwechslungsreiche Beköstigung gesorgt. In der URANIA musste das hauseigene Catering genutzt werden.

Alex Benkel von der Suppenküche wurde oft auf das leckere Essen in den Vorjahren angesprochen: „Etwas schade ist es schon, dass wir unsere Arbeit diesmal nicht so konkret präsentieren können.“ Ansonsten war Alex Benkel durchaus mit den Anfragen zur Mitarbeit in der Suppenküche zufrieden. Ganz konkret sucht die Suppenküche die ehrenamtliche Arbeit eines Rechtsanwalts, der einmal im Monat in der Suppenküche beraten kann.

Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler eröffnete die Börse und dankte den teilnehmenden Vereinen und Organisationen. In ihrer Einleitung führte sie aus: „Engagement ist freiwillig und unentgeltlich, aber niemals umsonst und ohne Gewinn. In diesem Sinne möchte ich ermutigen, sich zu engagieren, für sich und andere.“ Der Aspekt, dass Ehrenamt auch nehmen und nicht nur geben ist, ist auch für die teilnehmen Organisationen wichtig. Ehrenamt kann durchaus auch für die Engagierten sehr erfüllend sein. Viele verschiedene Einsatzfelder für das Ehrenamt wurden aufgezeigt. Die Nachbarschaftseinrichtungen der verschiedenen Ortsteile des Bezirks waren vertreten. Große Organisationen, wie das Berliner Rote Kreuz, die Johanniter-Unfall-Hilfe, die AWO, die Diakoniestationen, die DLRG, die Björn-Schulz-Stiftung und viele weitere Vereine und Initiativen präsentierten teilweise ganz konkrete Projekte. Auch die Seniorenvertretung des Bezirkes informierte über ihre Arbeit.

Aus Lichtenrade waren, neben der Suppenküche, die Bürgerinitiative „Rettet die Marienfelder Feldmark“ und die BUND-Bezirksgruppe, die Guttempler Gemeinschaft Lichtenrade, der Trägerverein Lichtenrader Volkspark (siehe Foto) und ein DRK-Wohnprojekt Riedingerstraße vertreten.



Das AHB Nachbarschaftszentrum in der Finchleystraße sucht zum Beispiel Familienpaten und Betreuer für Nachhilfe und Hausaufgabenbetreuung.

Die Diakoniestation der evangelischen Kirchengemeinde Lichtenrade arbeitet in Kooperation mit der Wohnungsbaugesellschaft „Stadt und Land“ in der Begegnungs- und Beratungsstelle am Lichtenrader Damm 218 / Ecke Barnetstraße. Dafür wird ganz konkret Hilfe für Kaffeenachmittage, Durchführung von Freizeit- und Interessengruppen, leichte Handwerkertätigkeiten und für einen Begleitdienst gesucht. Einmal wöchentlich 2 bis 3 Stunden Einsatz wären oft schon vollkommen ausreichend.

Obwohl es keinen Besucheransturm bei der Börse gab, zeigten sich die „Aussteller“ durchaus zufrieden. Für die Vereine ist es wichtig, dass letztendlich einige Ehrenamtliche konkret in der Arbeit bei ihnen ankommen. Und Interessenten gab es durchaus.

Unterjährig kann man den Kontakt zum Ehrenamt über viele Vereine, Organisationen und über das Ehrenamtsbüro im Rathaus Schöneberg suchen (Telefon: 90277-6050 und 6051 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! ; Sprechzeit Dienstag von 9-12 Uhr, Donnerstag von 16 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung). Im Ehrenamtsbüro kann über die vielfältigen Möglichkeiten beraten werden und man bekommt Tipps für das freiwillige Engagement.

Albert Schweizer sagte schon: „Das wenige, das du tun kannst, ist viel!“

Thomas Moser (auch alle Fotos)


 

Im Mai vor 65 Jahren wurde die Berliner Blockade beendet. Da hatte der Autor Hans-Ulrich Schulz (63) noch gar nicht das Licht der Welt erblickt. Aktuell hat der engagierte Heimatforscher und Philatelist eine vollkommen überarbeitete und erweiterte Auflage seines Buches „Im Zeichen der Luftbrücke“ herausgebracht.

Die Berliner Luftbrücke diente während der Blockade vom 24. Juni 1948 bis 12. Mai 1949 der Versorgung der West-Berliner Bevölkerung durch Flugzeuge der Westalliierten. Heute noch sichtbares Zeichen der Verbundenheit ist das Luftbrückendenkmal vor dem Hauptgebäudekomplex des ehemaligen Flughafens Tempelhof, das von Berlinern liebevoll „Hungerharke“ genannt wird.

Ein spannendes Geschichtsbuch und Katalog von Postdokumenten

Das meist farbig bebilderte Buch ist bestückt mit jeder Menge zeitgeschichtlicher Informationen, die teilweise so noch gar nicht bekannt waren oder auch in Vergessenheit geraten sind. Die erste Ausgabe des Buches ist schon seit Jahren vergriffen. Hans-Ulrich Schulz erzählt, dass er die zweite erweiterte Auflage gänzlich überarbeitet hat: „Zwischenzeitlich gibt es neue postgeschichtliche Erkenntnisse und Belege.“

Das über 270 seitige Werk ist ein „Katalog und Handbuch der Blockade- und Luftbrückenbelege“. Das klingt zwar etwas trocken, bezeichnet aber genau die Ursprungsintention des Autors. Er wollte einen Katalog über wichtige postalische Belege dieser Zeit herausbringen. Herausgekommen ist ein über viele Jahre recherchiertes Geschichtsbuch mit vielen interessanten Details.

Spannende Details zur Blockade und Luftbrücke

Wer weiß heute noch, dass es vor der eigentlichen Blockade eine sogenannte „Paketblockade“ gab? „Nach dem der Alliierte Kontrollrat am 20. März 1948 seine Arbeit einstellte, nahmen die Verkehrsbehinderungen in die westlichen Berliner Sektoren ständig zu“, heißt es im neu verlegten Buch. Weiter heißt es: „Die ersten Vorboten der Blockade im Postverkehr gab es durch die am 1. April 1948 nicht offiziell ausgesprochene Beförderungssperre der Sowjets.“ Pakete und Päckchen durften nicht von Berlin in die Westzonen befördert werden.

Ein anderes Kapitel berichtet über die eingesetzten Sunderland Flugboote, die auf der Havel landeten. Nur diese Flugzeuge konnten Salz in großen Mengen transportieren, da die Flugboote, die „immun“ gegen Meerwasser sein mussten, auch das Salz transportieren konnten, das sonst die elektrischen Leitungen von normalen Flugzeugen zum Korrodieren gebracht hätte. Das Buch ist angereichert mit weiteren interessanten Kapiteln von Günter Steinbock und Dr. Wolfgang Elsner. Abgerundet wird das Buch vom Tagebuch einer Insulanerin. Hier sind Tagebuchaufzeichnungen der Modejournalistin Ruth Andreas-Friedrich nachzulesen. In der „Chronologie der Berliner Luftbrücke“ werden die Ereignisse aus den unterschiedlichsten Quellen zusammen getragen. Das Hauptaugenmerk lag dabei auf der postalischen Entwicklung des Luftverkehrs und auf zeitgeschichtlichen Aspekten. Die letzten 80 Seiten beinhalten den Katalog der Blockade- und Luftbrückenbelege. Dieser Katalogteil ist für interessierte internationale Sammler erstmalig auch in englischer Sprache übersetzt worden.

Ein Sammler mit Leib und Seele

Hans-Ulrich Schulz, der Mariendorfer Sammler mit Leib und Seele, ist seit dem achten Lebenjahr Briefmarkensammler. Er hat aber mit der Zeit immer mehr seinen Schwerpunkt auf das Sammeln heimat- und postgeschichtlicher Belege über Berlin-Tempelhof gelegt.

Ein Highligt jeder Luftbrückensammlung: Die Ankündigungskarte des MWST "Luftbrücke Berlin" mit der persönlichen Unterschrift von Dr. Holthöfers.

Postkarte an Colonel Whitefoord mit Mai-Feier-Stempel


Plusbrief individuell mit Logo der Stiftung Luftbrückendank zugunsten der Stiftung anlässlich "60 Jahre Luftbrücke" mit einem Rosinenbomber (DC 3) noch ab Zentralflughafen Tempelhof auf einem Rundflug über Berlin und Potsdam befördert.

Frühsommer 1948- Die Douglas C-47 in der Entladereihe vor den Tempelhofer Hangars.
Jede Menge historischer Postkarten, Briefe und Fotos sind im Besitz des Sammlers: „Ich bin täglich am Ball, ob ich noch interessante neue Belege finde.“ Hans-Ulrich Schulz, von seinen Kollegen und Freunden „Uli“ genannt, arbeitet im Hauptberuf als Sozialarbeiter im Jugendamt – genau in seinem Kiez Mariendorf. Im nächsten Jahr wird er in den Ruhestand gehen, aber weiterhin intensiv seinem heimatgeschichtlichem Hobby nachgehen: „Langweilen werde ich mich sicherlich nicht, denn ich habe noch viele Projekte vor“, erzählt Uli begeistert. Hans-Ulrich Schulz hat beispielsweise schon diverse Veröffentlichungen zur Postgeschichte der Berliner Flughäfen und zur Luftpost herausgebracht.

Das Buch als Geschenk für Geschichtsinteressierte

Die Neuerscheinung des Buches „Im Zeichen der Luftbrücke“ (ISBN 978-394384463-4) , erst einmal in einer Auflage von 200 Exemplaren gedruckt, ist zum Preis von 29,90 Euro in den inhabergeführten Tempelhofer Buchhandlungen, sowie im Fliegerladen „Take off“ am Tempelhofer Damm 2, direkt am Platz der Luftbrücke, erhältlich. Es kann aber auch vom Verlag Morgana-Edition (Peter Morgen, Am Dorfanger 11, 12529 Schönefeld, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Telefon 030-32 89 12 93) verschickt werden (plus Versandkosten 2 Euro innerhalb von Deutschland, 6 Euro innerhalb der EU). Herausgegeben wurde das Buch mit finanzieller Unterstützung der Stiftung zur Förderung der Philatelie und Postgeschichte.

„Im Zeichen der Luftbrücke“ ist als Geschenk für geschichtlich interessierte Berliner sicher genau das Richtige! Ein spannendes geschichtliches Buch mit Suchtfaktor!

Thomas Moser

Alle Fotos: Thomas Moser

Dokumente: Hans-Ulrich Schulz


 

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