Die Anteilnahme am Tod von David Bowie ist, gerade in Berlin, sehr groß. Viele Blumen wurden an der Schöneberger Hauptstraße 155 niedergelegt und sogar schon ein Straßenschild mit seinem Namen versehen. Abseits des großen medialen Gedenkens gibt es auch die kleineren Geschichten am Rande, zum Beispiel die der Heike Jensen aus Lichtenrade.

Daniel Gäsche (Foto lks), bekannter Moderator des RBB, erhielt, als vor zwei Jahren im Tempelhofer Medienpoint schon einmal eine Ausstellung über David Bowie lief, einen Anruf von Brunhilde Jensen (Foto re.). Sie hatte in der Berliner Woche einen Artikel über die Ausstellung gelesen.

Ihre Tochter Heike war im Alter von nur 47 Jahren an Krebs gestorben. Heike war ein begeisterter Fan von David Bowie und sammelte alles, was ihr zu ihrem Idol in die Hände fiel, darunter auch limitierte Tonträger. Daniel Gäsche, in Lichtenrade ansässig wie Brunhilde Jensen, schaute bei der Nachbarin vorbei und staunte nicht schlecht über die vorhandenen Exponate. Sie wanderten von Jensens Keller in den von Gäsche mit dem Versprechen, sie niemals zu veräußern. Geplant war, zu Bowies 70sten Geburtstag im Januar 2017 eine Ausstellung mit den von Heike Jensen gesammelten Platten, Zeitungsartikeln, T-Shirts etc. im MedienPoint zu veranstalten. Es kam anders.

Als am 11. Januar die Meldung vom Tod David Bowies bekannt wurde, handelten Henning Hamann und Daniel Gäsche schnell. Innerhalb weniger Tage entstand eine beeindruckende Ausstellung, die noch bis zum 5. Februar täglich ab 10 Uhr bei kostenlosem Eintritt in der Werderstraße 13 zu besichtigen ist.

Zur Ausstellungseröffnung am 15. Januar kam auch Jugendstadtrat Oliver Schworck (SPD-Foto rechts neben MedienPoint-Macher Henning Hamann), der sich als Fan von David Bowie bekannte.


Nicht entgehen ließ sich das Gedenken an David Bowie auch der CDU-Bezirksverordnete Matthias Steuckardt (Foto rechts). Er bringt am 20. Januar einen Antrag in die Bezirksverordnetenversammlung ein, eine Gedenktafel in der Hauptstraße 155 anzubringen.

Brunhilde Jensen freut sich über die Aufmerksamkeit und Würdigung, die die von ihrer verstorbenen Tochter gesammelten Exponate im MedienPoint des KulturRing Berlin finden. Nur ein Teil der vielen Stücke wird in der Ausstellung gezeigt. Vielleicht sollte man deshalb an dem ursprünglichen Plan, zu Bowies 70sten Geburtstag eine Ausstellung anzubieten, weiter verfolgen. David Bowie und seine Musik werden auch noch 2017 und weit darüber hinaus aktuell und hörenswert bleiben.

Text und Fotos: Ed Koch - paperpress


 

Samstag, 9. Januar 2016

Die DLRG ist auch beim bezirklichen Spielfest in Mariendorf dabei!

Die Deutsche Lebens-Rettungsgesellschaft, kurz DLRG, hat schon viele Leben gerettet. Im Landesverband Berlin gibt es den sehr aktiven Bezirk Schöneberg, der im Jahr 2015 mit fast 15.000 Stunden eine sehr wichtige ehrenamtliche Arbeit geleistet hat.

Zum Neujahrsempfang wurden am 9. Januar Freunde, Förderer und Vernetzungspartner in die Geschäftsstelle am Priesterweg 8, in unmittelbarer Nachbarschaft von Möbel Kraft, eingeladen. An der Feuerschale und im Container konnten sich die Gäste von außen erwärmen und Grillwürstchen, Glühwein und Kinderpunsch sorgten für das leibliche Wohl.

Neben den Einsatz von vielen Rettungsschwimmern in den Wasserrettungsstationen ist ein weiterer Schwerpunkt die Schwimm- und Rettungsschwimmausbildung, die von 31 Ausbildern durchgeführt wird. In Schöneberg finden die verschiedensten Schwimmausbildungen immer am Freitag, in der Zeit von 18.50 Uhr bis 20.30 Uhr, in der Sport- und Lehrschwimmhalle am Sachsendamm statt. Hier wird präventiv dafür gesorgt, dass Notfalleinsätze im Zusammenhang mit Wasser möglichst vermieden werden. Neben der praktischen Ausbildung finden theoretische Unterweisungen statt. Es werden auch Erste-Hilfe-Kurse angeboten.

Neben den praktischen Aufgabenfeldern präsentiert sich die DLRG immer wieder bei öffentlichen Veranstaltungen. Für die Öffentlichkeitsarbeit zeichnet sich Thomas Schüler verantwortlich: „In diesem Jahr werden wir zum Beispiel im Bezirk Tempelhof-Schöneberg beim Maifest am Rathaus Schöneberg und auch wieder beim Spielefest im Volkspark Mariendorf dabei sein. Nur um einige Beispiele zu nennen.“ Ein weiter Höhepunkt ist das sogenannte „Havelcrossing“ im September, wo über eine Strecke von 800 Metern die Havel durchschwommen wird.


Die DLRG Schöneberg beim Spielfest im Volkspark Mariendorf
Die Schöneberger DLRG-Bezirksgruppe ist eine sehr aktive Gruppe, die sich in der Kinder- und Jugendarbeit besonders auszeichnet. Und so ganz nebenbei waren sie auch ein sehr sympathischer Gastgeber beim ersten Neujahrsempfang im Bezirk.

Ein passendes Motto für 2016 hat die Schöneberger DLRG von Johann Wolfgang Goethe übernommen: „Wasser ist ein freundliches Element, für den, der es zu beherrschen weiß!“

Nach über 100 Jahren DLRG in Berlin, mit über tausend Mitglieder allein in Schöneberg, ist man noch längst nicht in die Jahre gekommen und wird bei diesem engagierten ehrenamtlichen Einsatz sicher auch nicht untergehen! Danke und viel Erfolg für die ehrenamtliche Arbeit!

Thomas Moser (auch Fotos)

Weitere Information, auch zur Mitgliedschaft und Anmeldung zu Kursen: www.schoeneberg.dlrg.de


 

Die langjährigen Bemühungen um den Erhalt der Naturschutzstation Marienfelde am Diedersdorfer Weg und zur Sicherung der Tätigkeit des Naturrangers Bjorn Lindner sind zu einem erfolgreichen Abschluss gekommen.

Die BVV Tempelhof-Schöneberg hat im Rahmen der Haushaltsberatungen entschieden, dass der Bezirk Tempelhof-Schöneberg die finanzielle Grundausstattung der Station für zunächst 2 Jahre sicher stellt. Das bezirkseigene Betriebsgrundstück wird der Station weiterhin kostenfrei zur Nutzung überlassen.

Die Naturschutzstation wird zukünftig vom neu gegründeten, gemeinnützigen Verein Naturwacht Berlin e.V. betrieben.

NaturRanger Björn Lindner und Stadtrat Oliver Schworck bei der Neueröffnung des Pavillons im Marienfelder Naturschutzpark (September 2013-Foto: Thomas Moser)
Ziele und Einzelheiten der Zusammenarbeit sind in einer auf 10 Jahre angelegten Kooperationsvereinbarung festgelegt, die vom Bezirksstadtrat Oliver Schworck und dem Verein Naturwacht Berlin e.V. am 17. Dezember 2015 um 12 Uhr im Rathaus Tempelhof, Tempelhofer Damm 165, Raum 112, 12099 Berlin unterzeichnet wird.

Durch die Kooperationsvereinbarung und bezirkliche Finanzierung werden der Betrieb der Station und die Arbeit des Naturrangers Björn Lindner langfristig gesichert. Die bewährten Angebote, wie z.B. die „Grünen Klassenzimmer“, die Betreuung der „Juniorranger“ und die „Grüne Schule“ in den Sommer- und Herbstferien, können auch zukünftig genutzt werden. Darüber hinaus wird die Station regelmäßig geöffnet sein, aber auch Führungen und Veranstaltungen für die breite Öffentlichkeit anbieten. Durch die Präsenz der Stationsmitarbeiter ist weiterhin eine Betreuung der naturfachlich wertvollen Flächen im Freizeitpark Marienfelde und der Marienfelder Feldmark gewährleistet.


 


Bei Verheirateten nennt man es die „Hölzerne Hochzeit“, wenn das Fünfjährige gefeiert wird. Alles andere als Hölzern kommt jedoch der MedienPoint Tempelhof daher. Am 30. Oktober 2015 wurde in der Werderstraße 13 richtig gefeiert und der Laden vom Trägerverein „Kulturring Berlin“ hatte auch allen Grund dazu.


Die Schirmherrin der Veranstaltung, die BVV-Vorsteherin Petra Dittmeyer, ließ es sich nicht nehmen persönlich dabei zu sein. Sie ist dem MedienPoint und dem Frontmann Henning Hamann freundschaftlich verbunden und hat schon öfter mit persönlichem Engagement und privater finanzieller Unterstützung Ausstellungen und Aktionen gesponsert und bereichert. Weitere bezirkliche Politikprominenz fördert den MedienPoint. Die Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler musste sich zwar für das Jubiläum entschuldigen, ist hier aber öfters Gast, bringt selbst Bücher und Spiele vorbei und nimmt immer wieder gerne an Kinderaktionen teil. Auch die stellvertretende Bürgermeisterin und Stadträtin Jutta Kaddatz und Stadtrat Oliver Schworck unterstützen mit Kräften den MedienPoint Tempelhof und sind gerne gesehene Gäste.

Das Jubiläum bezieht sich auf den jetzigen Standort. Den MedienPoint Tempelhof gibt es schon seit 7 Jahren.

MedienPoint – Was ist denn das?

Was ist in diesem eher kleinen und gemütlichen Ladengeschäft überhaupt los, das in unmittelbarer Nähe von der ufaFabrik liegt? Gute Frage und auch gar nicht so einfach zu beantworten.

Der MedienPoint ist Medienumschlagsplatz, Bibliothek, Kaffeetreffpunkt, Kiez-Oase, Galerie der tausend Ausstellungen, Sozialladen, Antiquariat und generationsübergreifende Institution. All das trifft irgendwie zu. Aber angestaubt und in die Jahre gekommen ist der MedienPoint keinesfalls! Der beliebte Kieztreffpunkt ist zwar als Ruhepunkt für Erwachsene und Kinder ausgezeichnet geeignet, aber andererseits auch umtriebig, engagiert und ein wenig ruhelos. Immer wieder werden neue interessante Ausstellungen zu den unterschiedlichsten aktuellen Jubiläen initiiert. Ob Beatles oder Rolling Stones, James Last und Udo Jürgens, Harry Potter oder Tennis in Wimbledon, Tom Jones oder Elvis Presley, Nutella oder Langnese, die Tonband-Kassette oder 70 Jahre Frieden …. Hier werden viele Jubiläen und Besonderheiten im Schaufenster und in den Räumlichkeiten des MedienPoints fantasievoll und interessant aufbereitet und präsentiert. Fast 90 Aktivitäten fanden in diesen Jahren statt. Schon manche Sammler haben hier ihre Schätze eine Zeitlang zur Verfügung gestellt.

Jetzt feiert sich der MedienPoint mal selbst!

Bei all den Aktivitäten sei es den Machern gegönnt, dass sie sich nach 5 Jahren auch mal selbst feiern.

Der Pressedienst Paperpress schrieb erst kürzlich treffend vom „Farbtupfer in der eher tristen Werderstraße.“ Und besonders bunt wird es hier immer bei den Kinderaktionen, die dann Nikolausi, Osterhasi oder Nutella-Jubiläum heißen.

Bei den MedienPoints vom Kulturring Berlin können täglich drei Medien (also hauptsächlich Bücher, aber auch CDs und Spiele) einfach so mitgenommen werden. Ja, die MedienPoints sind zwar soziale Einrichtungen mit dem Schwerpunkt für Menschen mit geringem Einkommen, aber sie stehen jederzeit der gesamten Bevölkerung im Kiez offen. Hier wird nicht auf das Einkommen oder auf die Herkunft geschaut, hier sollen Bücher und Spiele halt ein Stück länger leben können und Freude schenken. Für diesen Medien-Kreislauf ist es wichtig, dass Bücher, die sonst im Keller verstauben würden oder weggeschmissen werden, in den MedienPoint gebracht werden. Hier werden sie in die Regale einsortiert, damit die Interessenten nicht im Wust des Angebotes die Orientierung verlieren. Für diese ganz alltäglichen Arbeiten im MedienPoint werden vom Jobcenter sogenannte MAEs, bekannter als „1-Euro-Jober“, und Menschen über den Bundesfreiwilligendienst beschäftigt. Den Rahmen bietet der Kulturring Berlin. In Tempelhof ist der ehrenamtliche Turbo-Motor für all die Aktivitäten der ehemalige Radiomann Henning Hamann. Im MedienPoint in Tempelhof sind die vielfältigsten liebevoll gestalteten Ausstellungen das I-Tüpfelchen in der Tempelhofer Kulturlandschaft.

Der MedienPoint beteiligte sich auch sehr erfolgreich bei den Spielfesten des Jugendamtes Tempelhof-Schöneberg. Seit 2011 erscheinen monatlich kostenlos „Werdi Newsletter“ mit vielen Informationen und interessanten Geschichten und Tipps.

Jetzt aber erstmal zum Jubiläum

Zur Jubiläumsfeier waren viele langjährige Freunde und Unterstützer gekommen.


Kulturring-Geschäftsführer Ingo Knechtel begrüßte die Gäste, die Schirmherrin Petra Dittmeyer und besonders den „Ideen-Frachter“ Henning Hamann. Geschäftsführer Knechtel brachte eine Geburtstagstorte mit und zeigte seinen Stolz über diese besondere Kultureinrichtung. Die größte freudige Botschaft war, dass das Jobcenter auch im nächsten Jahr die Maßnahme weiter fördert. Die Förderung ist keine Selbstverständlichkeit und jedes Jahr wieder eine kleine Zitterpartie. Bei diesem geförderten Projekt sind die Jobcenter-Mittel gut angelegt. Über 40.000 Besucherinnern und Besucher, nur in Tempelhof, haben über 170.000 Medien ausgeliehen beziehungsweise mitgenommen. Eine Rekordzahl für ein kleines Ladengeschäft mit begrenzten Kapazitäten.

Die Schirmherrin Petra Dittmeyer betonte die sinnvolle Tätigkeit für die hier Beschäftigten und freut sich besonders über dieses kostenlose Angebot für die Menschen, die sich sonst nicht einfach mal neue Bücher kaufen können. Sie dankt dem Kulturring Berlin für das Engagement, immer wieder die bürokratischen Hürden bei der Beantragung im Jobcenter zu meistern und würdigt besonders das „Netzwerk Hamann.“ Sie greift das Bild von den drei Freunden von der Tankstelle auf, die vor Jahrzehnten im Film sangen: „Ein Freund, ein guter Freund, das ist das Schönste was es gibt auf der Welt.“ Damit spielte sie darauf an, dass der MedienPoint mehr als nur „Geschäft“ ist, sondern von vielen freundschaftlichen Verbindungen lebt. Mit ihrem Geschenk wollte sie einfach nur danke und „merci“ sagen.

Kiezgrößen versammeln sich im MedienPoint

Mit einigen launigen Ausführungen erzählte Ed Koch (PaperPress-Herausgeber) von seinen ganz persönlichen Bindungen zu Henning Hamann.


So haben sich beide im Jugendclub Bungalow am Mariendorfer Damm kennengelernt. Koch war Einrichtungsleiter vom Jugendclub und Hamann legte als Diskjockey „Smokie I“ Platten bei so manchen Feten auf. Henning Hamann machte dann als Radiomann beim Sender „Hundert,6“, beim RIAS und der „Ostseewelle Rostock“ als Moderator Karriere. Henning Hamann und Ed Koch wurden nach langen Jahren vom Lokalreporter der Berliner Woche, Horst-Dieter Keitel (besser als „HDK“ bekannt), wieder zusammen gebracht.

Ed Koch unterstützt nun Henning Hamann an allen Ecken und Kanten, zumal die finanzielle Ausstattung für diese Menge und Qualität der Ausstellungen bei Weitem nicht ausreicht. In seinem Jubiläumsartikel schreibt Ed Koch von PaperPress: „Auch wenn der Begriff abgedroschen klingen mag, der MedienPoint ist eine Erfolgsgeschichte, die im Wesentlichen auf Henning Hamann basiert, dessen Gesundheit seit langem angeschlagen ist, den 64-jährigen aber nicht daran hindert, ein Tempo an Aktivitäten vorzulegen, in dessen Windkanal so manch Jüngerer straucheln würde. So bleibt nur eines zum Jubiläum zu wünschen übrig: Gesundheit, Schaffenskraft und Freude am Leben!“ Da kann ich mich nur anschließen!

Dank an die vielen Unterstützer

Henning Hamann bedankt sich bei all den vielen Unterstützern aus der Politik und freut sich sehr über die persönliche Anwesenheit von Petra Dittmeyer. Ein besonderer Dank geht an die gesamte bezirkliche Presse, die den MedienPoint Tempelhof sehr gerne und wohlwollend begleitet. So wird nicht nur Gutes getan, sondern die Öffentlichkeit erfährt auch davon.

Aber auch bei den anderen Unterstützern bedankt sich Hamann. Da gibt es beispielsweise die Kiezgrößen Lothar Nest (Foto) von der Sportschule Nest und den Lichtenrader Volksparkchef Wolfgang Spranger, der immer da ist, wenn konkrete Hilfe benötigt wird. Auch Juppy von der ufaFabrik ist dem MedienPoint sehr verbunden.


Besonderer Dank geht an Carsten Sikora und Thomas Jaeschke von den Nachbarn „Walter Confiserie.“ So bringt Geschäftsführer Thomas Jaeschke als besonderen Jubiläumsgruß extra angefertigte Jubiläums-Schokoladen-Taler“ mit einer „5“ vorbei.

Ein besonderer Dank und ein dicker Blumenstrauß gehen an Dr. Ulrike Stutzky, die als Kuratorin der MedienPoint-Ausstellungen tatkräftig Henning Hamann unterstützt.

Das derzeitige MedienPoint-Team: Alicia Zamorska, Olaf Gründel, Annett Vogt, Dorit Kelsch, Marion Kureshi, Henning Hamann, Christine Junghannß, Ingo Stoik, Christiane Müller, Anne Frühauf und Fotograf Thomas Freimuth (hinter der Kamera).

Nicht zuletzt ist es Henning Hamann aber wichtig, sich bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des MedienPoints zu bedanken. Insgesamt 78 Menschen arbeiteten und arbeiten beim MedienPoint in Tempelhof. Sie haben immer wieder nur halbjährliche Förderzusagen vom Jobcenter, was es sicher für Henning Hamann nicht immer leichtmacht. Etwa acht Mitarbeiter sind hier jeweils zeitgleich beschäftigt.

Zum heutigen Jubiläum wurde von den Mitarbeitern im Straßenbereich vor dem Laden und im gesamten MedienPoint liebevoll eine bunte Geburtstagsparty-Atmosphäre gezaubert und viele leckere Kuchen gebacken. Ein MedienPoint-Geschenk an die Besucher waren ausgesuchte Fotos von den vielen Aktionen, die in einer kleinen Zusammenstellung den gemütlichen Teil des Abends einleiteten.

Ich wünsche dem MedienPoint und besonders Dir, lieber Henning, alles Gute, viel Gesundheit, Freude und Schaffenskraft.

Thomas Moser (auch Fotos-bis auf MP-Gruppenfoto)



Dem MedienPoint, Ingo Knechtel und Henning Hamann geht noch längst nicht die Luft aus. HDK schaut genau zu...

James Last-Fan und Ausstellungsunterstützer Günter Krüger mit Ehefrau Karin

Ein besonderes Geschenk aus alten 100,6-Tagen von Petra Dittmeyer




Taler von Thomas Jaesche

Blumen für die engagierte Dr. Ulrike Stutzky


Ed Koch...mit seinem trockenen Humor...


Lothar Duclos hat ein Geschenk mitgebracht. Er hat hier schon viel fotografiert.

Karl-Heinz Kronauer vom Tempelhofer Journal; im Hintergrund Horst Lindstedt, der für tolles Licht bei vielen Ausstellungen sorgt.




 

Die ersten vier Berliner Bezirke haben am 15. Oktober 2015 die regionalen Standorte der Jugendberufsagentur (JBA) eingerichtet.

Die feierliche Eröffnung fand zentral am Tempelhof-Schöneberger Standort in der Alarichstr. 12-17 statt. In der Jugendberufsagentur werden vier Institutionen: die Agentur für Arbeit, das Jobcenter mit seinem U-25 Bereich, die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft, sowie die bezirkliche Jugendhilfe unter einem Dach kooperativ zusammenarbeiten. Ein Novum in Berlin! Die hellen und freundlichen Räume, direkt am Teltowkanal, bieten einen sehr ansprechenden Rahmen.


Viel politische Prominenz ließ es sich nicht nehmen, bei der Eröffnung dabei zu sein: die Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Andrea Nahles (3.v.lks), der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller (re), die Senatorinnen Dilek Kolat (lks; Arbeit, Integration und Frauen), die Jugend- und Bildungssenatorin Sandra Scheeres (Mitte), die Bezirksbürgermeisterin von Tempelhof Schöneberg, Angelika Schöttler (2.v.re), die Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank (2.v.lks; Spandau) und Stefan Komoß (3.v.re.; Marzahn-Hellersdorf) sowie die Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit Jutta Cordt (4.v.lks). Neben den genannten Bezirken geht auch noch Friedrichshain-Kreuzberg an den Start.


In den Räumen des Jugendamtes: v.lks.: Bez.Bürgermeisterin Schöttler, Jugendamtsmitarbeiterin Birgit Fechner-Barrère, Jugendstadtrat Oliver Schworck, JA-Mitarbeiter Alkabir und Jugendamtsleiter Rainer Schwarz
Vom Jugendamt Tempelhof-Schöneberg kamen zur Eröffnung Stadtrat Oliver Schworck, Jugendamtsleiter Rainer Schwarz und der Bereichsleiter der Jugendförderung Manfred Schulz. Sie besuchten auch die Räumlichkeiten der sozialpädagogischen Berater_innen des Jugendamtes und vom Beratungszentrum „Check Up“, überreichten Blumen und wünschten den Kolleginnen und Kollegen bei der Arbeit viel Erfolg.

Bürgermeisterin konnte auch auf bewerte Partner zurückgreifen

Für die Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler ist die zentrale Botschaft: Niemand soll verlorengehen!

Dazu erläutert sie auch ihre jahrelangen Aktivitäten im Jugendbereich: „Das meinen wir ernst und das spornt uns an.“ Weiter führt sie in ihre Begrüßungsrede aus: „Mit der Jugendberufsagentur wollen wir allen jungen Menschen auf ihrem vielleicht wichtigsten Lebensabschnitt, dem Übergang von der Schule in den Beruf, begleiten. Keiner soll verloren gehen. Kurze Wege und gebündeltes Fachwissen werden eingesetzt, um das Eintrittsalter in die Ausbildung von derzeitig 21 Jahren zu verringern sowie die hohe Abbruchquote bei Ausbildungen zu reduzieren. Dieses Ziel vertreten wir alle gemeinsam. Wir in Tempelhof-Schöneberg können auf ein gut funktionierendes Netzwerk verschiedener Partner zurückgreifen und werden diese gewachsenen Strukturen in das „neue Haus“ gewinnbringend einbringen. Wir ziehen mit allen beteiligten Institutionen und Gruppierungen für unsere Jugend an einem Strang und ich bin sicher, dass wir Erfolge erzielen werden.“

Auch die Gymnasien sind systematisch in das Netzwerk der Jugendberufsagentur eingebunden und bieten vielfältige Unterstützung und Hilfe an. Freie Träger werden auch Hilfen bei Verschuldung, psychosozialen Problemen und Suchterkrankungen ermöglichen.

Arbeitslosigkeit schmerzt mich

Der Regierende Bürgermeister Michael Müller konnte in seinem Grußwort von sinkenden Arbeitslosenzahlen berichten.


Er betont jedoch auch: „Wir dürfen uns nicht und ich werde mich nicht damit abfinden, dass immer noch knapp 190.000 Menschen in unserer Stadt ohne Arbeit sind. Es schmerzt mich, dass die Arbeitslosigkeit der unter 25-jährigen seit Jahren besonders hoch ist. Aktuell sind über 14.000 junge Menschen unter 25 Jahren arbeitslos gemeldet.“

Für Michael Müller ist die Zusammenarbeit der vielen Stellen auch mit den Schulen an der Schnittstelle zur Ausbildung sehr wichtig: „Diese Art der Zusammenarbeit ist neu.“ Michael Müller betont: „Wichtig ist mir die Botschaft: Alle werden gebraucht. Niemand wird zurückgelassen. Jede und jeder bekommt eine zweite Chance. Allerdings: Wir erwarten auch, dass sie genutzt wird!“ Er begrüßte auch verschiedene Vertreterinnen und Vertreter der Gewerkschaften, Berufskammern und Verbände. Weiter führt der Regierende Bürgermeister aus: „Für einen gelingenden Start in ein Leben auf eigenen Beinen sind ein Schulabschluss und eine abgeschlossene Berufsausbildung entscheidend. Zu viele Jugendliche und junge Erwachsene beenden die Schule noch immer ohne Schulabschluss, finden keinen Ausbildungsplatz, lösen ihren Ausbildungsvertrag vorzeitig, brechen ihr Studium ab oder sind trotz Berufsabschluss arbeitslos gemeldet. Die Ursachen sind vielfältig. Mit der neuen Jugendberufsagentur setzen wir an einem wichtigen Punkt an – der Berufsvorbereitung und dem Übergang von der Schule ins Berufsleben.“ Abschließend wünschte er den neuen Jugendberufsagenturen viel Erfolg und auch im laufenden Betrieb eine gute Zusammenarbeit.

Qualität: Was draufsteht, ist auch drin!

Die Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles war sichtlich begeistert vom Berliner Weg, zumal hier auch das drin ist, was draufsteht. In anderen Kommunen hat sie auch schon erlebt, dass ihr manchmal nur ein Internetauftritt als Jugendberufsagentur „verkauft“ wurde.

Ihre Kernbotschaft lautet: „Wo Jugendberufsagentur draufsteht, muss Qualität drin sein!“ Andrea Nahles ist vom Erfolg der Jugendberufsagentur überzeugt „…wenn alle an einem Strang ziehen.“ Sie betont die Zusammenarbeit vom Bund, Berlin und den Bezirken, die hier alle kooperativ eng zusammenarbeiten, und wünscht viel Erfolg: „Alles Gute Ihnen für Ihre wichtige Arbeit!“ Die Hilfe aus einer Hand und feste Ansprechpartner, die nicht zuerst nach Zuständigkeiten fragen, sind für sie der Schlüssel für sinkende Jugendarbeitslosigkeit. Ihr erklärtes Ziel ist es, dass flächendenkend Jugendberufsagenturen eingerichtet werden. Berlin hat sich nun auf den Weg gemacht und die anderen Bezirke werden nachziehen.

JBA soll halten, was wir versprechen

Von der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit sprach die Vorsitzende der Geschäftsführung Jutta Cordt: „Zunächst danke ich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die das Projekt JBA gestemmt haben und die Infrastruktur geschaffen haben.“


Sie erläuterte, dass die Beratung aus einer Hand für Jugendliche und deren Eltern sehr wichtig ist. Abschließend sagte Jutta Cordt: „Ich wünsche uns allen, dass die Jugendberufsagentur, die wir gemeinsam in den letzen Wochen und Monaten „gebaut“ haben, das hält, was wir heute versprechen. Ich bin mir sicher, dass wir alle gemeinsam unser Bestes geben.“ Anschließend wurde die Eingangsstele gemeinsam enthüllt.


Dem Festakt schloss sich noch ein größerer Rundgang an, bei dem sich die Politikerinnen und Politiker über die täglichen Erfahrungen der Beschäftigten informierten.

Geöffnet ist Montag bis Mittwoch jeweils von 8 bis 16 Uhr, Donnerstag bis 18 Uhr, Freitag bis 12.30 Uhr.

Wir wünschen allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Jugendberufsagentur viel Freude und Erfolg bei der Arbeit!

Thomas Moser (auch alle Fotos - weitere Fotos in KiTS aktuell / folgt in Kürze)

Weitere Fotos:



Diskussionsrunde mit Senatorinnen und Bezirksbürgermeister_in

Jugendamtsmitarbeiterin Birgit Fechner mit Jugendstadtrat Oliver Schworck

Jugendförderung-Bereichsleiter (Jugendamt) Manfred Schulz bringt Blumen als Dank und zum Start...


 

Eines der schönsten Rathäuser von Berlin -zumindest ein sehr geschichtsträchtiges-, das Rathaus Schöneberg, erstrahlt im herbstlichen Lichterglanz. Im Rahmen des Lichterfestes Berlin leuchtet“, in der Zeit vom 7. bis zum 18. Oktober, ist das Rathaus kunstvoll beleuchtet.

Erstmals nimmt das Rathaus Schöneberg an der Lichtershow von "Berlin leuchtet" teil.

Kunstbeleuchtung von Wall gesponsert

Gesponsert ist das Kunstvorhaben von der Firma Wall AG (Stadtmöblierer und Außenwerber), die auch einige Springbrunnen in Berlin sprudeln lässt. Der Startknopf für die Lichtinstallation wurde von der Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler gedrückt.

Bereits zum 100-jährigen Rathausjubiläum wurde beim Open-Air-Konzert das Rathaus im April 2014 ein beleuchtetes Kunstobjekt. Das Motto vom damaligen Konzert lautete: „GlockenKlang - Freedom Bells & Wisdom Voices“. Die Musiker Steve Schroyder, er gilt als Pionier der Elektronischen Musik und wirkte bei Tangerine Dream mit, Klangkünstler Wolfgang Spyra und Udo P. Leis, sowie die Musiker B. Ashra und Rainer von Vielen hatten sich speziell für dieses Konzert zusammengefunden und ein, im wahrsten Sinne des Wortes, einmaliges Stück aufgeführt. Das war „gestern“. Über ein Jahr später ist das Rathaus Schöneberg, wo früher die West-Berliner Politik gemacht wurde, nun wieder ein Hingucker.

Zusätzlich Tango und Swing

An zwei Tagen hat die bezirkliche „Dezentrale Kulturarbeit“, in Person von der umtriebigen und engagierten Ute Knarr-Herriger, sich wieder zusätzlich etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Am 9. und 10. Oktober hieß das Motto „Berlin leuchtet – Schöneberg tanzt!“

Die dezentrale Kulturarbeit ist im Bezirk ein wahres Schatzkästchen! Trotz angespannter Finanzlage entstehen durch großen persönlichen Einsatz immer wieder kleine Kunst-Wunder.

Am Freitag waren alle Tanzbegeisterten eingeladen, auf dem Rathausvorplatz zur Musik vom „Community Tango Orchestra" ein Teil des Lichterglanzes zu werden.

Die Stellvertretende Bezirksbürgermeisterin und Kulturstadträtin Jutta Kaddatz eröffnete den Tanzabend und bedankte sich bei der Organisatorin Knarr-Herriger.

Jutta Kaddatz mit Ute Knarr-Herriger

Tango-Musik vom Feinsten!

Am Sonnabend wird von 19-21 Uhr die Damencombo „In Flagranti" mit Musik von Swing bis Jive die Lichtinstallation musikalisch begleiten.

Eine tolle Aktion, die auch viele Fotografen begeistert!

Thomas Moser (auch alle Fotos)

Und noch andere Sichtweisen in s/w:



 

Beim jährlichen Rocktreff in Mariendorf wird nichts dem Zufall überlassen und alles ist -für den Besucher kaum merkbar- perfekt organisiert. 2015 fand im Juli die 32. Veranstaltung dieser Art statt.


Seit vielen Jahren ist der Rocktreff im Fußballstadion im Volkspark Mariendorf beheimatet. Die Macher und offensichtlich auch die Besucher sind mit dieser Location sehr zufrieden. 2015 war ein sehr gutes Besucherjahr. Über 10.000 Gäste, davon 4.000 beim Spielfest, bevölkerten die Festivalwiese. Am Eingang wurden die Besucher von einem sehr freundlichen Securitydienst empfangen.

Der vordere Teil des Sportplatzes ist an zwei Tagen für das Spielfest reserviert. Links ist die Tribüne, die zeitweise auch sehr gut von den Rockfans angenommen wurde. Im hinteren Teil des Stadions steht die große Bühne und hinter den verhüllten Zäunen ist eine eigene kleine Welt verborgen.

Hier beginnt „Backstage“, wie der Teil hinter der Bühne, der für Zuschauer nicht zugänglich ist, von Veranstaltungsprofis genannt wird.

Der Blick hinter die Bühnen-Geheimnisse

Andie Kraft ist der Vorsitzende des Trägervereins der Veranstaltung CPYE e.V. und findet für uns etwas Zeit, um uns in das Hintergrundgeschehen und die kleinen „Geheimnisse“ vom Rocktreff, der jedes Jahr mit dem Spielfest zusammen stattfindet, einzuweihen. Hier kommt man nur mit einem der Ausweise rein, die genau die unterschiedlichen Berechtigungen festlegen. Neben den VIP´s, das sind die wichtigen Sponsoren und Politikerinnen und Politiker meistens aus der Bezirkspolitik, werden hier auch die Bands und die Standbetreiber vom Spielfest beköstigt. Hier kann man ungestört Gespräche führen und sich vom Rock´n´Roll-Rummel erholen. Die Nutzer des Backstage-Bereiches akzeptieren die recht strenge Veranstaltungsordnung, die aber in erster Linie aus Sicherheitsgründen notwendig ist. Es gibt ein abgestimmtes Sicherheitskonzept.

Alles ist markiert und hat seine Ordnung

Andie Kraft erläutert und zeigt, dass hier alles genau markiert ist. Dies ist besonders wichtig, weil es sich um Fluchtwege handelt. Über die zweite Einfahrt, nördlich des Tribünenhauses, kommen nur die Bands mit ihren Fahrzeugen rein und sind dann gleich im Bereich hinter der Bühne.

Die Bands werden am Eingang vom Bandbetreuer Schotte begrüßt und es wird gecheckt, ob alle angemeldet sind. Dann gibt es die Einfahrtsgenehmigung und die Fahrzeuge fahren über die Tartanbahn (die diese Belastung aushält) bis zu den Zelten, wo sie ihre Instrumente auf Paletten abladen können.


Hier, direkt hinter der Bühne, werden sie von der Bandbetreuerin Laura in Empfang genommen.


Andie Kraft erläutert, dass es aus Sicherheitsgründen ein Einbahnstraßensystem gibt. Diese Regelung ist besonders für den Evakuierungsfall wichtig. Es wird streng darauf geachtet, dass die Rasenflächen nicht befahren werden.

Auch das ist in der Zeltstadt geregelt...

Die großen Zelte sind gut sichtbar markiert (Technik/Ton, Licht, Bandzelt usw.). Einige Bands und die Helfer übernachten im Backstage-Bereich in kleinen Zelten. Zwischen 50 und 80 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer wuseln täglich auf dem Platz rum und kümmern sich um einen reibungslosen Ablauf. In den hinteren Backstage-Bereich dürfen nur die Menschen mit einem besonderen Ausweis. Sponsoren und Gäste dürfen diese Bereiche nicht betreten, da sich hier auch Privat- und Wertsachen befinden.

Wasser hält die Bühne fest und der Auftritt beginnt

Hinter dem Bühnenzelt befindet sich auch die große Sprunggrube. Dieser Sand wird von den Veranstaltern jährlich gewaschen.

Was das bedeutet erläutert Andie Kraft mit einem schelmischen Schmunzeln. Damit die Bühne bei Sturm nicht wegfliegt, sind an der stabilen Konstruktion 12 große Wassertanks befestigt. Jeder Tank wird mit 1000 Liter gefüllt. Da der Rasen ein verdichteter Sportrasen ist, darf das Wasser nur in diesen nach unten offenen Sand abgelassen werden. Dies wird dann beim Abbauen nach und nach gemacht.

Die Bands begeben sich eine halbe Stunde vor dem Auftritt ins Vorbereitungszelt direkt neben dem Bühnenaufgang. Hier werden die Gitarren gestimmt und die Bandmitglieder können sich umziehen. Wenn die vorherige Band fertig ist, muss alles ganz schnell gehen. Die Instrumente müssen schnell ausgetauscht werden, lange Wege wären hier kontraproduktiv. Eine eigene Crew kümmert sich um den Auf- und Abbau. Der Gewerkleiter der Crew koordiniert die Bühnenmitarbeiter. Die Bandbetreuerin hat ihn als „Übergabepunkt“ und übergibt ihm die Band. Dann kann der Auftritt beginnen.

Die Wege kennen wir im Schlaf

Auf der Bühne ist alles mit farbigen Streifen markiert und so wissen alle, wo sie langlaufen dürfen und wo nicht.

Andie Kraft: "Die Crew kennt die Wege auf der Bühne im Schlaf. Das ist auch sehr wichtig, damit alles reibungslos funktioniert." Es würde zulange dauern, wenn das die Band selber machen würde. Etliche Meter vor der Bühne, mit auf dem Platz, ist das Zelt für Ton und Licht. Hier wird alles für das Publikum perfekt zusammengemischt. Direkt am Rand der Bühne ist der Monitor-Mixer-Platz von Jana. Hier wird der richtige Ton für die Bands gemischt, damit sie hören, was sie spielen.


Die sogenannten Monitorboxen sind in Richtung der Musiker aufgestellt. Sonst würden sie ihre eigene Musik, die über die großen Boxen zum Publikum hin ausgerichtet ist, nicht hören.

Lautstärke und Schall sind wichtige Themen

Zum Thema Lautstärke erläutert Andie, dass man die großen Lautsprecher genau einpegeln (kann) und bestimmen kann, in welchem Winkel sie abstrahlen sollen. Diese gut einmessbaren Lautsprecher sind auch in der Miete teurer. Viel von der Lautstärke wird auch noch von den Bäumen abgefangen. So ist relativ wenig Musik außerhalb des Stadions hörbar. Da man die Monitorboxen nicht einpegeln kann, ist der gesamte Bühnenhintergrund mit Molton bedeckt, damit auch diese Ausbreitung des Schalls deutlich reduziert wird. Ein Beschallungskonzept wird auch regelmäßig dem Umweltamt eingereicht, obwohl es für diese Veranstaltung nicht verpflichtend wäre. Der Veranstalter ist sehr darum bemüht, damit die Anliegerbeeinträchtigung sich im geringen Rahmen hält. „Es ist leiser, als wir es gerne für ein Rockkonzert hätten. Aber wir bleiben immer unter den erlaubten Werten. Dies kontrollieren wir auch." Die Lautstärken werden genau protokolliert, um so gegen mögliche Beschwerdeführer die genauen Werte für jede Sekunde belegen zu können. „Wir achten auch darauf, dass wir das Gehör des Publikums nicht übermäßig strapazieren.

Wichtig ist uns der Gehörschutz für Kinder: „Wir bieten kostenlos Hörschutz; besonders für Kinder gibt es sehr gute Kopfhörer zum Einkaufspreis bzw. zur Ausleihe.“

Andie Kraft ist selbst Veranstaltungstechniker und kennt das Geschäft genau. Die Führung geht weiter.

Ein Zelt ist mit voller Technik ausgestattet, damit der Rocktreff die ganze Zeit im Internet zu sehen ist. Alleine hierfür ist eine Person zuständig.

Die chinesische Winke-Katze zeigt an, dass die Kameras auch dann funktionieren, wenn während der Ruhephasen auf dem Platz wenig Bewegung ist.

Ein ganzes Zelt ist mit den Verstärkern ausgestattet und in einem anderen Zelt kommt der Strom an. Jedes Zelt ist natürlich mit Feuerlöschern ausgestattet. Ein extra Stromaggregat läuft den ganzen Abend und die Nacht, damit im Notfall immer sofort eine Sicherheitsbeleuchtung den richtigen Weg weist.

Eine Organisation, die sich hinter keinem Festival im professionellen Rahmen verstecken muss!

Wie fing alles an?

Angefangen hat es 1984, als einige Jugendliche in der Mariendorfer evangelischen Gemeinde gesagt haben, dass sie nicht nur Musik im Übungsraum machen wollen. Ganz klein fing alles an. Am Anfang war das Fest von Musikern für Musiker.

Andie Kraft ist Anfang der 90er Jahre dazu gestoßen, weil er Konfirmandenunterricht hatte. Irgendwann stand er dann hinter dem Mischpult und war beim Rocktreff auf dem benachbarten Hockeyfeld dabei. Viele Helfer haben auch was mit Veranstaltungstechnik zu tun. „Hier können wir uns so richtig austoben“ meint Andie. „Erstens haben wir hier gutes Material, zweitens wissen wir durch viele Veranstaltungen, wie man es nicht macht. Wir planen es alles ehrenamtlich das ganze Jahr über. Wir haben hier relativ viel Zeit. Wir haben am Dienstag mit dem Aufbau begonnen. 3 bis 4 Tage dauert es dann. Sonst baust du solche Veranstaltungen in circa einem Tag auf. Hier können wir auf jede Kleinigkeit achten. Wir sperren zum Beispiel aus Unfallgründen die Durchgänge zwischen den Zelten.“

Hier wird nicht gerannt… und nach dem Rocktreff ist vor dem Rocktreff!

Dieses Jahr wurde erstmalig ein sogenanntes Produktionszelt eingerichtet.




Alles "in time" und die Zeit bis zum Rocktreff 2016 läuft wieder...
Hier befindet sich das organisatorische Kernstück; neben einer Wand mit Bildern aller Verantwortlichen, gibt es eine Tafel mit den Funkkanälen. Eine andere Tafel zeigt noch notwendige Arbeiten an und die Zeiten für die Briefings der kompletten Crew sind hier vermerkt. Die Produktionsleitung trifft sich noch extra für die Vor- und Nachbereitung.

Obwohl hinter der Bühne immer Aktivität ist, wird hier eine professionelle Ruhe ausgestrahlt. Für Andie Kraft ist dies auch wichtig: „Hier darf auch keiner Rennen. Dann werde ich schon mal laut. Es besteht Stolpergefahr und Rennen signalisiert immer Panik. Das können wir hier gar nicht gebrauchen.“

Dann wird Andie über das Walkie-Talkies gerufen. Die nächste Band, von insgesamt 16 ausgesuchten Bands, wartet auf ihre Ansage. Sie haben es von über 240 Bands geschafft, zu diesem mittlerweile sehr beliebten Rocktreff eingeladen zu werden.

Der Weg zum Rocktreff wurde gut gekennzeichnet...
Alles ohne Gage, versteht sich. „Nach dem Rocktreff ist vor dem Rocktreff,“ erläutert Andie noch schnell.

Ich kann nur staunen, wie perfekt diese Welt hinter der Bühne organisiert ist.

Verantwortung und Schirme

Es handelt sich um eine Veranstaltung des Jugendamtes, das auch einen Teil finanziert.

Ohne Sponsoren geht es gar nicht. Hier beim Sponsorenfrühstück...

Ohne Ehrenamtliche gehts gar nicht!
Aber ohne die vielen Spender, Sponsoren und ehrenamtlichen Helfern wäre die Veranstaltung undenkbar.


Neben Jugendstadtrat Oliver Schworck (1. Foto) ist Philipp Mengel (2. Foto) für das Jugendamt der Veranstaltungsleiter.

Die Schirmherrin des Rocktreffs ist die BVV-Vorsteherin Petra Dittmeyer.


Das Spielfest stand erneut unter dem schützenden Schirm der Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler.

Jutta Kaddatz, stellv. Bezirksbürgermeisterin und Sportstadträtin stellte das Stadion im Volkspark Mariendorf zur Verfügung.
Die Veranstalter erhoffen sich für 2016 auch wieder einen Rocktreff und Spielfest für die Bevölkerung aus Tempelhof-Schöneberg. Er wird garantiert wieder perfekt organisiert sein.

Thomas Moser (auch alle Fotos)


 

So muss ein perfektes Varieté-Rezept sein: man nehme verschiedene künstlerische Genres, schüttelt sie kräftig und bekommt dann eine witzig, spritzig und unterhaltsame Show. Genau so kann man es in der ufaFabrik noch bis zum 2. August 2015 im überdachten Sommergarten erleben. Mit „Haste Töne!“ hat die ufaFabrik eine luftige und lebendige Sommerprise nach Tempelhof gebracht.

An den ersten zwei Abenden wurden Flüchtlinge aus Erstaufnahmeeinrichtungen aus Charlottenburg-Wilmersdorf eingeladen, die sichtlich die Abwechslung genossen und so ein wenig ihre schlimmen Erfahrungen der Flucht verdrängen konnten. Staunen und Vergnügen konnte besonders in den Augen der kleinen Gäste beobachtet werden.

Musik und Artistik die begeistert!

Dann ging es erst einmal los. Sammy Tavalis ist der Kopf des Ensembles und neben seinen wunderbaren musikalischen Künsten präsentiert er locker den Abend, der mit sehenswerten artistischen Leistungen vom großen Ensemble gespickt ist. Besonders beeindruckend sind die Fähigkeiten des Musikers, Mimen und Komikers, wenn aus teils selbstgebauten skurrilen Instrumenten kleine Konzertkompositionen erklingen. Ein Conférencier der alle Showelemente im richtigen Licht erscheinen lässt!


Die „Tridiculous“ sind drei Künstler aus Berlin, die auf ganz erfrischend neuartiger Weise Tanzbewegungen und Power Moves präsentieren. Absolute Körperbeherrschung ist die Grundlage für die lustvollen Auftritte, als Gruppe, Einzeln oder auch mit den anderen Mitwirkenden kombiniert. Die Show verschmilzt sowieso zu seinem Gesamtkunstwerk und die Abgrenzung der verschiedenen Künstler ist kaum noch zu merken. Bianca Capri bezaubert am Vertikalseil und Vertikaltuch mit ihrer dynamischen Poesie und bring schwerlose grazile Momente zu zauberhaften Klängen auf die Bühne. Der Artist Mr. Wow hat als Meister des Cellos und mit seinen besonderen Diabolo-Jonglage-Künsten schon viele Bühnen gerockt. Mit ungewöhnlichen ideenreichen Diabolo-Figuren kann Mr. Wow auch den verwöhntesten Zuschauer hinter dem Ofen hervorlocken. Auch mit in die ufaFabrik ist der Künstler Ihor Yakymenko gekommen, der den freistehenden Mast wie eine Katze bespringt und beturnt. Semion Bazavlouk, von den Tridiculous, zeigt bei seinem „Human Turntables“ faszinierende Break Dance und Capoeira-Elemente. Seine grenzenlose Körperbeherrschung kombiniert er mit viel Eleganz, Kraft und Dynamik.

Die Show ist bunt und wild, ob als tanzende Puppe, mit fetzigen Motorrad-Sounds oder zu Klängen der Dreigroschenoper. Das ultimative Sommerprogramm überrascht immer wieder mit neuen verspielten Zaubereien. Mal sanft, mal mit grenzenloser Power, immer aber voller Spass und grenzenloser Unterhaltung!

Eine Willkommenskultur der ganz besonderen Art
Das Programm ist auch besonders für die eingeladenen Flüchtlinge gut ausgesucht, weil Musik und Artistik mit viel Humor im Vordergrund stehen. Die Sprache ist dabei eher nebensächlich. Hier wurde ganz praktisch eine positive Willkommenskultur abseits der herkömmlichen Wege angeboten. Eine gute Idee, die Nachahmer einfach aufgreifen sollten. Eingefädelt hat diesen Kontakt die in Westend aktive Netzwerkerin Gabriele Jahn von EURAMEDIA WERBUNG Berlin mit der ufaFabrik. In Westend sind auch die meisten Flüchtlingseinrichtungen des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf.


Der stellvertretende Bürgermeister und Sozial- und Gesundheitsstadtrat, Carsten Engelmann, ließ es sich nicht nehmen, am Premierenabend die rund fünfzig Flüchtlinge zu begleiten. Der Stadtrat berichtet von der sehr positiven Aufnahme der Flüchtlinge im Bezirk, von der engagierten ehrenamtlichen Arbeit und freut sich mit den Kinder und Eltern an diesem Abend: „Einige Stunden Ablenkung von den schwierigen Momenten tuen den teils traumatisierten Flüchtlingen sehr gut!“

Ein lohnender Abend für das gesamte Publikum!

Thomas Moser (auch Fotos)


 

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok Ablehnen