Eine „Lichtenrader Prägung“ beschreibt keine besondere Genetik von Lichtenrader Bürgern! Na ja, hier fiel dem Autoren auch kein besserer Vergleich ein. Aber im Ernst, die „Lichtenrader Prägung“ gibt es tatsächlich.

Der Berliner Ortsteil Lichtenrade ist bei den Numismatikern, oder einfacher gesagt bei Münzsammlern bzw. Experten, zumindest seit 1976 bekannt. Es geht um die sogenannte „Lichtenrader Prägung“. So wird eine Fehlprägung einer Münze bezeichnet. Wenn sich bei der Herstellung von Münzen irrtümlich in der Münzpresse keine Rohling befindet, wird das Motiv der Vorder- und Rückseite gegenseitig in die Prägestempel gedrückt. Dabei kann es vorkommen, dass sich die beiden Seiten der Münzpresse gegenseitig beeinflussen. Bei nachfolgenden korrekten Prägungen ist die jeweils andere Motivseite schemenhaft auf der Münze zu erkennen. Lichtenrader Prägungen sind bei Numismatikern gesuchte Sammelobjekte.
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Foto von Martin Schmieder, Stuttgart, via Wikimedia Commons

Der Begriff der Lichtenrader Prägungen entstand in Deutschland 1976, nachdem eine Reihe von 5-D-Mark-Münzen in Umlauf kam und die Fehlprägung in einer Volksbank in Lichtenrade in Berlin auffiel.
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Die Lichtenrader Volksbank in der Bahnhofstraße (Foto Thomas Moser)
Seither sind solche Fehlprägungen als „Lichtenrader Prägungen“ bekannt. Zunächst hielten die Angestellten der Volksbank die 5 DM Stücke für Fälschungen und es gab viel Aufsehen in der Presse. Bei diesen Münzen aus dem Jahr 1975, die 1976 in Berlin auffielen, handelte es sich um Münzen, die in Karlsruhe geprägt worden waren.

Auf der Seite, auf der die große Fünf zu sehen ist, waren Spuren des Adlers zu erkennen, der sich auf der Rückseite der 5-D-Mark-Münze befindet. Seither werden alle Münzen mit einer ähnlich gearteten Fehlprägung als Lichtenrader Prägungen bezeichnet (Quellen u.a. Wikipedia).

Die Redaktion bedankt sich für diesen Hinweis aus der Leserschaft. ToM


 

Der „Salon Hermione“, genannt nach der bekannten Lichtenraderin Hermione von Preuschen (1854 – 1918), soll für Stadtrandbewohnerinnen und Bewohnern ein geselliger Ort für Information, Kennenlernen, Austausch und Diskussion sein. So beschreibt es Gerhard Moses Heß, der für seine vielen Kinder-, Kunst- und Geschichtsaktivitäten besonders im Lichtenrader LorztingClub bekannt ist: „Bei Kaffee und Kuchen und mit Musik und Poesie werden brennende wie erfrischende Themen aufgreifen.“ Weiter erzählt Heß: „Wir wollen über Geschichte und Gegenwart Lichtenrades informieren und zeigen, dass Lichtenrade kein verschlafener, langweiliger Ort ist, der nur viel Grün und Ruhe bietet. Es gab hier tolle Menschen, von denen wir erzählen wollen, es gibt hier viele interessante Menschen, die wir vorstellen wollen, und es gibt hier spannende Orte.“
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Zur Namensgeberin des Salons

Benannt haben wir den Salon nach Hermione von Preuschen (1854 - 1918), einer Malerin, Dichterin, Weltreisenden und Frauenrechtlerin, die ihre letzten 10 Lebensjahre in Lichtenrade verbrachte, hier ihre Bilder ausstellte und durch große Feste neues Leben in den verschlafenen Ort brachte.

Furore machte Hermione durch ein Gemälde, das den König als Totengerippe in vollem Ornat abbildete – es durfte bei der Berliner Kunstausstellung nicht gezeigt werden, sie organisierte daraufhin selbst seine Ausstellung – was ihr einen Prozess wegen Majestätsbeleidigung einbrachte.

Am 2. Oktober 2009 wurde feierlich eine Grünanlage beziehungsweise in Platz in Lichtenrade nach der Künstlerin benannt.

Weitere Informationen findet man in der Lichtenrader Website: http://www.lichtenrade-berlin.de/persoenlichkeiten/kuenstler/persoenlichkeiten-hermione-von-preuschen

Rehabilitierung eines vergessenen Widerstandskämpfers

Gerhard Heß berichtet über den 2. Salon Hermione: Einer der erinnernswerten Menschen, die in Lichtenrade gelebt haben, war Erwin Gehrts. Der 2. Salon Hermione am 18. Februar 2018 war ihm gewidmet und es kamen ungeahnt viele Menschen. Erwin Gehrts war der einzige Widerstandskämpfer Lichtenrades und ist jahrzehntelang als "Spion und Landesverräter" diffamiert und totgeschwiegen worden - fast 70 Jahre mussten seine Angehörigen auf seine Rehabilitierung warten, und noch immer gibt es außer einem Stolperstein keinerlei Ehrung für ihn in unserem Bezirk!

Zu seinem 75. Todestag haben Mitglieder der Geschichtswerkstatt Lichtenrade aufgrund neuer Recherchen über Erwin Gehrts berichtet, und wir haben mit Befremden erfahren, dass es bis heute in Lichtenrade keinerlei öffentliche Ehrung für diesen Mann gibt, der Mitglied der Bekennenden Kirche war und aufgrund seiner Einsicht in die verbrecherische Kriegsvorbereitung als hoher Offizier im Reichsluftfahrministerium sich zum Widerstand gegen das Naziregime durchgerungen hat.

Sehr bewegt hat die Teilnehmer der Auftritt der fast 90jährigen Lichtenrader Zeitzeugin Margit Siebner , die berichtete, wie ihr jüdischer Vater ins KZ Buchenwald verschleppt wurde, als sie 11 Jahre alt war, und wie sie als 17jährige der Verfolgung nur durch die Hilfe eines Fabrikbesitzers entgehen konnte, der sie versteckte.

Der 3. Salon am 11. März 2018 (Sonntag) um 15 Uhr im LortzingClub wird anlässlich vom Frauenmärz die Lichtenrader Altentheatergruppe "Fallobst" vorstellen. ToM

Bericht über Gerhard Moses Heß: http://www.lichtenrade-berlin.de/25-blog/blog2016/467-gerhard-moses-hess-der-lichtenrader-tausendsassa-in-sachen-kultur

Fotos: Carola Thiede
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Kevin Kühnert (Archivfoto - Rocktreff 2017)
Wer ist Kevin Kühnert, hat sich so mancher noch vor einem halben Jahr gefragt? Jetzt muss man zu diesem Namen kaum etwas sagen, denn die gesamte Presse berichtet über den in Lichtenrader aufgewachsenen Jungsozialisten. Seit dem 24. November 2017 ist er Bundesvorsitzender der Jugendorganisation der SPD und nun geht es darum, ob sich die SPD nach einigen Umwegen, einem Bundesparteitag und den Koalitionsverhandlungen mit CDU/CSU auf eine erneute Große Koalition einlassen soll. Circa 460.000 SPD Mitglieder sind nun gefragt. Direkt nach der Bundestagswahl war für die SPD der Gang in die Opposition gesetzt. Nach dem Scheitern der sogenannten Jamaika-Koalition mit CDU/CSU, FDP und den Grünen kam es dann doch zu Sondierungsverhandlungen mit der SPD. Zu der gesamten Geschichte, auch rund um das Personalkarussell, braucht man an dieser Stelle nichts mehr zu sagen, denn darüber wird und wurde ausführlich in den verschiedensten auch internationalen Medien berichtet.

Der Juso-Vorsitzende Kevin Kühnert führte von Anfang an die „No-GroKo“-Bewegung an und wurde so quasi über Nacht zum beliebten Interviewpartner für die Medien.

In seiner ruhig, sachlichen und sehr konsequenten Haltung brachte er die Argumente an. Unumstritten ist der junge Mann nicht und sah sich in der Öffentlichkeit immer wieder den verschiedensten Angriffen ausgesetzt. Aber er fand auch außerhalb seiner Jugendorganisation in der Partei viel Unterstützung. Kevin Kühnert ist der festen Überzeugung, dass sich die SPD erneuern muss und dies in Regierungsverantwortung in einer GroKo nicht gelingt. Auch hält er die Ergebnisse der Verhandlungen nicht für ausreichend.

Kevin Kühnert (28) studiert Politikwissenschaft und Soziologie und arbeitet im Bürgerbüro der SPD-Abgeordneten Melanie Kühnemann (MdA) in Lichtenrade. Kühnert selbst ist kommunalpolitisch in der Bezirksverordnetenversammlung von Tempelhof-Schöneberg aktiv. Vor seiner Wahl in die BVV 2016 schrieb er u.a.: „Besonders am Herzen liegt mir das Engagement für den Ortsteil Lichtenrade, der sich immer vielseitiger präsentiert und mit hohem bürgerschaftlichem Engagement glänzt. Doch Lichtenrade ist zuletzt unverhältnismäßig vielen Veränderungen ausgesetzt, die gleichermaßen für Freude und Verunsicherung gesorgt haben.“

Thomas Moser


 

Lichtenrade kann Nachbarschaft: Erfolgreiche Spendenaktion

In den Abendstunden vom 20. Januar 2018 brannte eine Wohnung in der Marienfelder Straße, in der Nähe von der Dorfkirche Lichtenrade. Betroffen waren mehrere Haushalte. In der Lichtenrader Internetzeitung hieß es: Sehr zeitnah veröffentlichte der Administrator der Facebook-Gruppe „Berlin-Lichtenrade-Das Original“, Niels Dettmer, Hinweise und Fotos aus der Ferne. Hier ging es aber keinesfalls um Sensationslust, sondern um die Sorge des Nachbarn. So fackelte Niels Dettmer, auch als der Kupferklopfer bekannt, nicht lange und organisierte einen Hilferuf über seine Facebookseite. Nach Angaben aus der Nachbarschaft steht die Mieterin und eine weitere Familie aus dem Haus vor dem Nichts und kann sicher Hilfe gut gebrauchen.“

Melanie Kühnemann und Niels der Kupferklopfer beim John-Locke-Flohmarkt im September 2017
Mit Unterstützung des Bürgerbüros der SPD-Abgeordneten Melanie Kühnemann (MdA) wurde spontan eine Spendenaktion gestartet.

Marion Pinkpank (lks) vom Bürgerbüro von Melanie Kühnemann (re)
So wurden Geldspenden verbunden mit den verschiedensten Aktivitäten gesammelt. Insgesamt kamen 2.000 Euro zusammen. Der Betrag wird auf alle 6 Betroffenen gerecht aufgeteilt. So erhält jede Mietpartei 333,33 Euro. Die freudige Reaktion der Betroffenen ist einstimmig: „Das ist der Wahnsinn!“

Neben Geldspenden haben Tanja Klimsa, Marianne Steinig und Manuela Sahin mit selbstgemachten Stofffiguren , Filzfiguren, Schlüsselanhängern und diverse Stoffsachen zum Erfolg des Spendennachmittags im Bürgerbüro von Melanie Kühnemann beigetragen.

Geholfen haben auch die Kuchenspenden für diese Veranstaltung.

Spendenaktion brand 1
Niels der Kupferklopfer sorgte mit seiner handgefertigten Kupferrose für eine Großspende von SchreiBerlin Logistik. Mit kleinen Glücksbringern half Niels aber auch noch bei vielen weiteren Spenden. Mit verschiedenen Lichtenrader Herzaufklebern der Fa. Excom Berlin wurde ebenfalls die Spendenaktion unterstützt. Auch konnte über die extra eingerichtete Facebook-Gruppe „Ein Herz für Lichtenrade“ eine notwendige Ferienwohnung gefunden werden. Sachspenden wurden über eine andere große Lichtenrader Facebook-Gruppe gesammelt.
Thomas Moser


 

Mit Ergänzungen vom 2. und 6.3.2018, besonders am Ende des Berichtes!

27. Februar 2018 Nun ist es entschieden! Die jetzige Jugendarrestanstalt (JAA) am Kirchhainer Damm in Lichtenrade wird künftig als Abschiebehaft für Gefährder genutzt werden. Erste Information in der Lichtenrader Internetzeitung bereits am 15.11.2017: http://www.lichtenrade-berlin.de/news/aktuelle-news-internetzeitung/923-gefaehrder-werden-kuenftig-offensichtlich-in-lichtenrade-untergebracht

Die jetzige JAA soll wieder in der alten Einrichtung in der Lützowstraße untergebracht werden. Wir veröffentlichen die Pressemitteilung, in der aus Sitzung des Senats am 27. Februar 2018 berichtet wird.

Zur weiteren Sachaufklärung haben wir an die Pressestelle der Senatsverwaltung für Inneres und Sport noch einige Frage gestellt. Die Beantwortung der Fragen des Pressesprechers Martin Pallgen sind in diesem Bericht hinter dem Senatsbeschluss veröffentlicht. In diesem Zusammenhang hat auch der Pressesprecher Sebastian Brux von der Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung einige Fragen beantwortet.

Ein Bürgerdialog mit der Bezirksbürgermeisterin von Tempelhof-Schöneberg Angelika Schöttler und den beiden Senatsverwaltungen wird am 19.3. 2018 in der UvH stattfinden. Anmeldungen sind notwendig: http://www.lichtenrade-berlin.de/news/aktuelle-news-internetzeitung/1046-19-3-buergerdialog-zur-nutzung-der-jugendarrestanstalt.

Foto von Tim Brakemeier -dpa- Anstalt Lichtenrade - Kirchhainer Damm
Teil der Jugendarrestanstalt wird für Vollzug der Abschiebungshaft für Gefährder genutzt
Der Senat hat heute auf Vorlage des Senators für Inneres und Sport, Andreas Geisel, und des Senators für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung, Dr. Dirk Behrendt, beschlossen, dass Teile einer Liegenschaft am Kirchhainer Damm in Berlin-Lichtenrade als spezielle Hafteinrichtung zum Vollzug der Abschiebungshaft von sog. Gefährdern genutzt werden können.

Die Nutzung von Teilen der jetzigen Jugendarrestanstalt (JAA) Berlin-Brandenburg für den Vollzug der Abschiebungshaft soll gewährleisten, dass sog. Gefährder unter zwingend einzuhaltenden erhöhten Sicherungsanforderungen untergebracht werden können. Bundeseinheitlich werden vom polizeilichen Staatsschutz Personen als sog. Gefährder eingestuft, wenn bestimmte Tatsachen die Annahme rechtfertigen, dass die Person politisch motivierte Straftaten von erheblicher Bedeutung begehen wird.

Der Vollzug der Abschiebungshaft sog. Gefährder stellt wegen der Gefährlichkeit dieser Personen besondere Sicherheitsanforderungen an den baulichen Zustand des Abschiebungsgewahrsams, um eine Flucht oder Befreiung dieser Personen zu verhindern. Die 1997 errichtete JAA entspricht diesen erhöhten Sicherheitsanforderungen.

Die Jugendarrestanstalt Berlin-Brandenburg wird in eine benachbarte Liegenschaft zurückziehen. Das vorgesehene Gebäude an der Lützowstraße hat ausreichende Aufnahmekapazitäten.

Innensenator Geisel: „Es darf nicht sein, dass Gefährder möglicherweise nicht abgeschoben werden können und untertauchen, weil für sie keine entsprechenden Unterbringungsmöglichkeiten vorhanden sind. Gemeinsam mit der Justizverwaltung haben wir eine gute Lösung gefunden. Die Nutzung der früheren Jugendarrestanstalt für Gefährder ist ein wichtiger Baustein für mehr Sicherheit in Berlin.“

Justizsenator Dr. Behrendt: „Mit dem Umzug der Jugendarrestanstalt in den früheren Standort Lützowstraße schaffen wir eine Win-win-Situation: Wegen rückläufiger Jugendarrestanten hat sich die bisherige Jugendarrestanstalt in den letzten Jahren als zu groß erwiesen. Deshalb wird der frühere Standort in der Lützowstraße wiederbelebt.“


Foto von Tim Brakemeier -dpa- Der Blick vom Bereich Kirchhainer Damm zur alten/ehemaligen/neuen JAA Lützowstraße


Antworten des Pressesprecher Martin Pallgen, Senatsverwaltung für Inneres und Sport und des Pressesprechers Sebastian Brux, Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung:

Einleitend führt Martin Pallgen aus: Vorab noch eine wichtige Bemerkung: Es wird am Kirchhainer Damm kein neues Abschiebegefängnis gebaut, das die Funktion des 2015 (vom damaligen CDU-Innensenator Henkel) geschlossenen Abschiebegewahrsams in Berlin-Grünau übernehmen soll. In der JAA sollen ausschließlich Gefährder untergebracht werden, um deren Abschiebung zu sichern und durchzuführen. Dies geschieht zur Sicherheit für uns alle in dieser Stadt.

Frage: Für wann ist die Umsetzung des Beschlusses vorgesehen (offensichtlich Planung 2018-Kann man ungefähr den Zeitraum eingrenzen?)?

Martin Pallgen: Wir arbeiten an einer Lösung für dieses Jahr. Wann genau das sein wird, kann ich noch nicht genau sagen. Nicht jedoch im 1. oder 2. Quartal 2018.

Frage: Sind noch am Kirchhainer Damm (bisherige JAA) bauliche Änderungen/Renovierungen notwendig?

Martin Pallgen: Bauliche Maßnahmen sind - wenn überhaupt - nur in sehr geringem Umfang erforderlich. Allerdings baut nicht die Innenverwaltung selbst. Die Baumaßnahmen werden wie bei allen öffentlichen Gebäuden von der Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) durchgeführt.

Die alte JAA bald auch die neue JAA... (Foto Thomas Moser)

Frage: Sind in der Lützowstraße (ehemalige und künftige JAA) bauliche Änderungen/Renovierungen notwendig? Der letzte Umzug wurde auch damit begründet, dass an dieser Stelle Änderungen notwendig wären. Geplant war vor Jahren auch ein Neubau.

Sebastian Brux: Nach langjährigem Leerstand (seit 2012) sind für eine funktionsgerechte Wiederinbetriebnahme der  Liegenschaft Lützowstraße 45 als Jugendarrestanstalt aus Sicht der Eigentümerin/Vermieterin der Liegenschaft - der BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH - diverse Maßnahmen erforderlich, um eine gesicherte Betriebsführung überhaupt zu ermöglichen. Diese sind im Wesentlichen unabhängig von der spezifischen Nutzung als Jugendarrestanstalt. Dazu gehören neben Funktionsüberprüfungen und Instandsetzungen der relevanten Versorgungsinfrastruktur (u.a. Trinkwasser, Abwasser, Wärme, Elektro, IT-Infrastruktur, etc.) einschließlich zugehöriger Objekte (u.a. Duschen, WC´s, Waschbecken, Heizkörper, Schalter/Steckdosen, Leuchten, Telefonanlage, etc.) auch baulich-technische Maßnahmen im Rahmen des Brandschutzes (u.a. Brandmeldeanlage, 2. baulicher Rettungsweg) sowie des Arbeitsschutzes und der Arbeitssicherheit (u.a. Beseitigung von Unfallgefahren) und nicht zuletzt der Hygiene (u.a. Erneuerung Wartungsfugen, Armaturen, Renovierungsanstrich). Die BIM GmbH geht auf Basis der hierfür ermittelten Kosten derzeit von einem Finanzierungsbedarf von ca. 2,2 Mio. EUR für die Reaktivierung der Liegenschaft Lützowstraße 45 aus.

Frage: Welche Gründe führten zur Verringerung der JAA-Zahlen? Die Prognose war noch beim letzten Umzug entgegengesetzt.

Sebastian Brux: Die verbüßten Arreste in der JAA gingen wie folgt zurück:

2015 -  799

2016 -  853

2017 -  702

Frage: Welche Zahlen werden für die Gefährder prognostiziert?

Martin Pallgen: In Berlin sind sog. Gefährder derzeit im oberen zweistelligen Bereich registriert. Wie viele davon in Abschiebehaft genommen werden können, ist  von verschiedenen Faktoren abhängig, weshalb eine Prognose zu diesem Zeitpunkt nicht möglich ist. Das heisst aber nicht, dass in der früheren JAA auch Gefährder in der oben genannten Anzahl untergebracht werden. Die Zahl wird deutlich darunter liegen. Eine genaue Zahl kann ich Ihnen  mit Blick auf Sicherheitsaspekte nicht nennen.

Frage: Offensichtlich ist nur die Nutzung eines Teils der Einrichtung geplant. Gibt es für den restlichen Teil andere Pläne?

Martin Pallgen: Eine sonstige Nutzung ist von Seiten der Innenverwaltung/Polizei nicht vorgesehen.

Frage: Welche Bürgerinformationen sind aus Ihrer Sicht geplant? Die Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler hatte offensichtlich schon im November 2017 zu dieser Frage mit der Senatsverwaltung Kontakt.

Martin Pallgen: Bezirksbürgermeisterin Schöttler plant zurzeit ein erstes Bürgergespräch. Die Terminplanung übernimmt das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg. Weitere Infos bekommen Sie dort.

Redaktion: Wir werden zeitnah über Bürgergespräche, die von der Bürgermeisterin von Anfang an geplant waren, informieren!


Das Schild kann dann abgenommen werden... (Foto Thomas Moser)


 

Anwohnerinformation zum Neubau des Stellwerks Marienfelde und zum Wiederaufbau der Dresdner Bahn
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Errsatzverkehr mit Bussen bei der S-Bahn Lärmintensive Arbeiten auch in Nächten und an Wochenenden
Die Bauarbeiten zum Elektronischen Stellwerk (ESTW) in Marienfelde sind in vollem Gange. Die Inbetriebnahme der 1. Baustufe ist für April 2018, die der 2. Baustufe für Dezember 2018 geplant. Die neue ESTW-Technik ist unter anderem Voraussetzung für den weiteren Wiederaufbau der Dresdner Bahn, der bereits im Oktober 2017 zwischen Priesterweg und Lichtenrade begonnen hat. Die parallel stattfindenden Arbeiten an der temporären Fußgängerbrücke an der Säntisstraße verlaufen planmäßig.
Vom 9. März (22 Uhr) bis 12. März 2018 (4 Uhr) finden Arbeiten an den Bahnübergängen Säntisstraße, Buckower Chaussee und Bahnhofstraße sowie die Vormontage der Fußgängerbrücke Säntisstraße statt.
Straßensperrungen sind nicht geplant, aber es besteht bei der S-Bahn Ersatzverkehr mit Bussen zwischen Lichtenrade und Marienfelde.
Vom 16. März (22 Uhr) bis 26. März (4 Uhr) ist die Strecke zwischen Marienfelde und Blankenfelde und vom 26. März (4 Uhr) bis 3. April (4 Uhr) zwischen Priesterweg und Blankenfelde für den S-Bahn-Verkehr gesperrt. In diesen Zeiträumen wird die neue ESTW-Technik stufenweise in Betrieb genommen und es fahren für die ausfallenden S-Bahnen Ersatzbusse.
Vom 16. März (22 Uhr) bis 3. April (4 Uhr) werden folgende Arbeiten ausgeführt:
- Einhub und Fertigstellung der Fußgängerbrücke Säntisstraße
- Kabeltiefbau- und Gründungsarbeiten sowie Aufstellen von Signalen
- Gleisbauarbeiten im Bahnhof Marienfelde und nördlich der Attilastraße
- Inbetriebnahme der ESTW-Technik
Gearbeitet wird überwiegend von Montag bis Freitag, jeweils von 7 Uhr bis 20 Uhr. Wir sind bemüht, die von den Arbeiten ausgehenden Störungen so gering wie möglich zu halten. Jedoch sind einige Arbeiten vom Bauablauf und der Technologie nur zusammenhängend durchführbar, so dass in den oben genannten Zeiträumen auch an den Wochenenden auch nachts gearbeitet werden muss. Das bedeutet für Sie, dass die Ruhestunden mit Geräuschen und Baulärm verbunden sein können. Dafür bitten wir um Verständnis.
Voraussetzung für die geplanten Nacht- und Wochenendarbeiten sind vorliegende Ausnahmegenehmigungen der zuständigen Behörden der Länder Berlin bzw. Brandenburg.
Kontakt zum Projekt
E-Mail dresdner_bahn@ deutschebahn.com
Infopunkt auf dem S-Bahnsteig in Lichtenrade dienstags 14 – 18 Uhr

Baulärmverantwortlicher Herr Seubert
E-Mail seubert @ ksz-akustik.de
Baulärm-Telefon 030 34 64 98 04


 

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Februar 2018 Der Wiederaufbau der Dresdner Bahn hat im Oktober 2017 planmäßig begonnen. Nachdem die Baumfällarbeiten im Bereich zwischen Lichtenrade und der Landesgrenze abgeschlossen wurden, können nun die bauvorbereitenden Arbeiten in diesem Bereich beginnen.


Daher werden wir vom 1. März 2018 bis 1. April 2019 im Abschnitt zwischen der Bahnhofstraße in Lichtenrade und der Landesgrenze folgende Arbeiten durchführen:
- Erdbau- und Kabelverlegearbeiten
- Errichtung einer Lärmschutzwand auf der S-Bahnseite
- Erneuerung des Durchlasses für den Lichtenrader Grenzgraben
Gearbeitet wird überwiegend von Montag bis Freitag, jeweils von 6 Uhr bis 22 Uhr.
Wir sind bemüht, die von den Arbeiten ausgehenden Störungen durch den Einsatz moderner Baumaschinen und Technologien so gering wie möglich zu halten. Trotz allem lassen sich Beeinträchtigungen durch Lärm, Staub und Licht sowie durch Warneinrichtungen zur Sicherung der Bauarbeiter im Gleisbereich nicht gänzlich ausschließen. Wir bitten dafür um Verständnis.


Information über geplante Bauarbeiten Anwohnerinformation zum Wiederaufbau der Dresdner Bahn
Kontakt zum Projekt
E-Mail: dresdner_bahn@ deutschebahn.com
Infopunkt auf dem S-Bahnsteig in Lichtenrade
dienstags 14 – 18 Uhr
Baulärmverantwortlicher Herr Seubert
E-Mail: seubert @ ksz-akustik.de
Baulärm-Telefon 030 34 64 98 04
infopoint maerz2018 1


Fotoeindrücke von den ersten Bauarbeiten:
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Fotos Thomas Moser


 

Frühlingsmarkt mit Lichtenrader Künstlerinnen und Kunsthandwerkern

Ein Indoor Frühlings Markt wird im Bürgerbüro der SPD-Abgeordneten Melanie Kühnemann mit vielen Produkten „Made in Lichtenrade“ angekündigt. Hier gibt es schöne Geschenke für Ostern und für das ganze Jahr.

Mit dabei: Niels der Kupferklopfer, Hauptstadtseife mit Naturseifen, die Mosaik Manufaktur, Pepe’s Geschenkeparadies mit handgearbeiteten Hundehalsbänder, Hundeleinen, Schlüsselanhänger und Armbänder aus Paracord, Tanja Klimsa mit Tierfiguren, Osterdeko, Haargummis, Bilder aus Filz und von Marianne Steinig Taschen aus Jeans und Polsterstoffe, sowie Stofftierchen und Lavendelkissen.

Dazu wird Kaffee und Kuchen gegen eine Spende für eine soziale Einrichtung in Lichtenrade angeboten.

Einladung zum Indoor-Frühlingsmarkt am 17. März im Bürgerbüro Melanie Kühnemann

Liebe Lichtenraderinnen und Lichtenrader,

zwei Wochen vor Ostern lade ich Sie herzlich zum „Indoor-Frühlingsmarkt“ in meinem Bürgerbüro ein. Entdecken Sie tolle Produkte „Made in Lichtenrade“ von großartigen Künstlerinnen und Künstlern, Handwerkerinnen und Handwerkern nicht nur für das Osterfest, sondern für das ganze Jahr.

Wann? Samstag, 17. März von 14-17 Uhr

Wo? Bürgerbüro Melanie Kühnemann, John-Locke-Straße 19, 12305 Berlin

Mit dabei sind:

Niels der Kupferklopfer mit Kupfer-Messing-Silberschmuck

Hauptstadtseife mit Naturseifen

Mosaik Manufaktur mit Mosaik-Ostereiern uvm.

Pepe’s Geschenkeparadies mit handgearbeiteten Hundehalsbänder, Hundeleinen, Schlüsselanhängern und Armbänder aus Paracord

MaSa mit individueller Baby- und Kinderkleidung und noch vieles mehr: Handgearbeitetes und Selbstgenähtes aus Filz, Leder und Wolle.

Dazu wird es Kaffee und Kuchen gegen eine Spende geben. Gesammelt wird für das Jugendcafé am Dorfteich.

Ich freue mich, wenn Sie vorbeikommen und sich anschauen, was Lichtenrade alles Tolles zu bieten hat.

Herzliche Grüße Ihre Melanie Kühnemann – Abgeordnete aus Lichtenrade: eine von hier!