Gruppentreffen der Lichtenrader Facebook-Gruppe

Zum 12. Mai 2017 hatten das Nachbarschaftszentrum Suppenküche Lichtenrade und die Administratoren der größten Lichtenrader-Facebook-Gruppe zum Gruppentreffen ins Nachbarschaftszentrum Suppenküche Lichtenrade am Graben am Ende der Lichtenrader Finchleystraße eingeladen. Diesmal wollte man sich nicht in einem Restaurant treffen, sondern selbst eine Suppe kochen und damit die Unterstützung für die Einrichtung dokumentieren.
facebook gruppentreffen suppenkueche lichtenrade500 1
Ein Teil der Facebook-Gruppe war bei der Spendenübergabe dabei... (vorne re. kniend Mathias Hachmann, re: Nicole Zimmermann von der Suppenküche und Anneliese Hachmann).
Die Administratoren der über 7000 Mitglieder großen Facebook-Gruppe, Anneliese und Mathias Hachmann, überreichten zu diesem Anlass auch eine beachtliche Spende von 360 Euro. Diese setzt sich aus Spendeneinnahmen aus zwei Aktionen zusammen.

Bei einem Tag der offenen Tür bei „Dochows Küchen mit Geschmack“ in Steglitz, die auch die verschiedensten Koch-Events ausrichten, wurden 175 Euro bei einer Glücksradaktion für das Nachbarschaftszentrum Suppenküche Lichtenrade eingenommen. Bei einer Ausstellungseröffnung bei „Passenden Versicherungen Berlin“, dem seit 10 Jahren bestehenden unabhängigen Lichtenrader Versicherungsbüro von Anneliese und Mathias Hachmann, kam der andere Teil der Spende von 185 Euro zusammen. Die Ausstellungseröffnung der Künstlerin Liane Matia, die eine Vielfalt ihrer künstlerischen Stilrichtungen präsentierte, fand Mitte April im Versicherungsbüro in der Wünsdorfer Straße 119 statt. Bei einer amerikanischen Auktion kam für ein von der Künstlerin Liane Matia gestiftetes Kunstwerk der beachtliche Betrag zusammen. Über die Spenden freute sich Nicole Zimmermann vom Nachbarschaftszentrum Suppenküche Lichtenrade.

Mit dem Gruppentreffen sollte das Anliegen der Suppenküche unterstützt werden, dass das Angebot auch nach dem Jahreswechsel weitergeführt werden kann. Die bestehende Nutzungsvereinbarung endet am Ende des Jahres. Auch eine Online-Petition soll dazu beitragen, dass die Suppenküche das Angebot für die Bedürftigen weiterhin aufrechterhalten kann. Den Link zur Petition, die noch bis Mitte Juni 2017 unterzeichnet werden kann, findet man auf der Website vom Nachbarschaftszentrum Suppenküche Lichtenrade.

Es war zwar keine riesige Gruppe, die zum Gruppentreffen kam, aber all die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beteiligten sich aktiv an diesem Abend und hatten Spaß dabei. Jeder brachte was mit, es wurden gemeinsam die Zutaten für die Suppe geschnippelt und immer mal wieder übernahm jemand anderes die Verantwortung für die Gemüsesuppe, rührte sie um oder würzte noch etwas nach. Natürlich war auch eine extra Suppe für die Vegetarier gekocht worden.
facebook gruppentreffen suppenkueche lichtenrade500 2
Büroleiterin der Lichtenrader CDU-Abgeordneten Hildegard Bentele, Erna Weimann, bei der Suppe.

Ein "Champignon-" Herz für die Suppenküche... Erna Weimann und Nicole Zimmermann.
Als Nachtisch gab es leckeren Kuchen. Anfangs saß die Runde noch draußen, aber die ersten Regentropfen ließen die Teilnehmer dann ins Innere des Bungalows flüchten.

Ein gemütlicher Abend mit netten Gesprächen und einer leckeren Suppe!

Thomas Moser (auch alle Fotos)

http://www.suppenkueche-lichtenrade.de

Lions Spargelessen 2017 – Der Lions Weltrekord für den guten Zweck

Lions steht für eine Gemeinschaft, die gemeinsam Hilfe leistet. Und wie groß diese Gemeinschaft sein kann, merkt man erst, wenn sich mehrere Clubs verständigen und gemeinsam agieren. Dann könnte es sogar für einen Weltrekord der Lions reichen. Doch eins nach dem Anderen.

Nach dem großen Erfolg des ersten Lions Spargelessens im letzten Jahr haben sich die Lions Clubs Berlin-Bellevue-Charlottenburg, Berlin-Benefit, Berliner Ring, Berlin Sophie-Charlotte, Berlin-Wannsee und der Leo Club Berolina auch im Jahr 2017 wieder regelmäßig getroffen, um gemeinsam das Lions Spargelessen 2017 durchzuführen. Die Clubs haben gemeinsam ein Veranstaltungskonzept entwickelt und die zu erledigenden Aufgaben dann auf die mitorganisierenden Clubs verteilt. So ist es für jeden Club eine zu bewältigende Arbeit eine wirklich große Veranstaltung zu organisieren.

Beim Lions Spargelessen am 18. Juni 2017 werden wieder mehrere hundert Lions Clubs Mitglieder, Familien, Freunde und Gäste im Schloss Diedersdorf bei Berlin erwartet, die alle an einer großen Spargeltafel Platz nehmen, um gemeinsam eine schöne Zeit zu verbringen. Während des Lions Spargelessens sorgt ein umfangreiches Freizeitangebot, wie z.B. Bogenschießen, Pony Reiten, Kutschfahrten oder eine Hüpfburg für Spaß bei Groß und Klein. Für den süßen Hieper und den Kaffeedurst hat der Leo Club Berolina Leos und Lions gewinnen können, die Kuchen für das Lions Spargelessen gebacken haben.

Am 18. Juni 2017 geht es darüber hinaus auch um einen Weltrekord, der durch Lions aufgestellt werden soll. Das Lions Spargelessen 2017 ist als „Längste Spargeltafel der Welt“ für einen Eintrag beim Guiness Buch der Rekorde angemeldet. Denn bereits im letzten Jahr waren mehr als 400 Gästen beim Lions Spargelessen. Nun wird es Zeit das Ergebnis aus diesem Jahr „amtlich“ zu machen. Und das Schöne dabei ist: Nicht nur die Lions Clubs, sondern alle Freunde, Gäste und die Familien sind Teil des gemeinsamen Rekordversuches.

Doch es wäre keine Lions Veranstaltung, wenn es bei allem Spaß nicht insbesondere um den guten Zweck gehen würde. Durch das Lions Spargelessen 2017 wird die Initiative „Ein Herz für Obdachlose – Franzi on Tour“ unterstützt werden. Dahinter steht Franziska Wand, die in unnachahmlichen persönlichen Engagement seit geraumer Zeit Obdachlose in Berlin mit Essen, Kleidung, Schlafsäcken und persönlicher Hilfe zur Seite steht. „Franzi“, wie sie liebevoll von Allen genannt wird, hilft Obdachlosen zurück ins Leben, indem sie Jobs vermittelt, Wohnungen organisiert und einrichtet und weitere Unterstützung auf dem Weg zurück in ein eigenes Leben bietet. Und das Alles neben dem eigenen Job, der Familie und Kindern bisher durch eigene finanzielle Mittel und Unterstützung von Nachbarn und Freunden, die teilweise Woche für Woche größere Mengen Suppe, Chilli con Carne oder sonstige Speisen bereitstellen, damit Franzi dann an der Bahnhofsmission Berliner Zoo bis zu 250 Essen an Obdachlose verteilen kann. Doch auch diese Portionen reichen nicht aus, um den Hunger an der Bahnhofsmission Berlin zu stillen.

Lions Spargelessen Logo

Mit dem Lions Spargelessen 2017 werden Spenden gesammelt, die dann zur Unterstützung dieses Projektes verwendet werden. Das gemeinsame Ziel der Lions Clubs und Franzi ist es, noch mehr Obdachlose satt zu bekommen, indem durch die erzielten Spenden wöchentlich mehr Portionen Essen bereitgestellt werden können, die dann an Obdachlose ausgegeben werden.

Alle Lions Clubs Mitglieder, Familien, Freunde, Kollegen und Menschen, die gerne einmal einen Weltrekord aufstellen möchten sind eingeladen am 18. Juni 2017 ins Schloss Diedersdorf bei Berlin zu kommen, um gemeinsam einen Weltrekord für den guten Zweck aufzustellen und dabei auch noch lecker zu Essen.

Weitere Informationen und Tickets gibt es online unter www.lions-spargelessen.de

Daten der Veranstaltung auf einen Blick

Lions Spargelessen 2017

18. Juni 2017 – 14:00 Uhr

Schloss Diedersdorf

Kirchplatz 5-6

15831 Diedersdorf

Tickets & Informationen unter: www.lions-spargelessen.de


 

Am Samstag, den 6. Mai 2017 haben Mitglieder des Grundeigentümervereins Berlin-Lichtenrade e.V. wieder die Hochbeete in der Lichtenrader Bahnhofstraße Ecke Zescher Straße bepflanzt.
beetpflanzung grundeigentuemer2017
Nach dem gründlichen Umgraben und der Beseitigung von Abfällen konnten frische Erde aufgefüllt und neue Blumen eingepflanzt werden. „Jetzt sieht es wieder schön und bunt aus.“, fasst der Vorsitzende Frank Behrend die Reaktionen der Lichtenrader zusammen.

Der Verein dankt den Firmen Blumenhaus Kabisch, Daniela Happe und Exner Grüne Technik GmbH für die gespendeten Blumen sowie Erde, der Fa. Alda Straßen- und Tiefbau GmbH, die freundlicherweise die Baustellenabsperrung etwas versetzt hat, sowie Bezirksstadtrat Oliver Schworck und Naturranger Björn Lindner für die Organisation der Bewässerung nach dem Pflanzen.


 

Die Wohnungsbau-Gesellschaft STADT UND LAND hat das KICK-Projekt im Rahmen ihrer Maßnahmen zum Quartiersmanagement für die Arbeit in Lichtenrade mit einer Spende von 1000 Euro unterstützt. Das KICK-Projekt der GSJ (Gesellschaft für Sport und Jugendsozialarbeit gGmbH) möchte präventiv mit Sportangeboten dem Abgleiten von Kindern und Jugendlichen in die Kriminalität entgegenwirken.
kick spende stadt und land 08052017 500 1
Bezirksstadtrat Oliver Schworck (Mitte), Peter Jankowski, Koordinator KICK in Lichtenrade, STADT UND LAND-Geschäftsführer Ingo Malter und Thomas Martens, Projektkoordinator KICK, und Jugendliche des Projektes bei der Spendenscheckübergabe

Die Übergabe des Spendenschecks durch Ingo Malter fand im Beisein von Bezirksstadtrat Oliver Schworck, dem Koordinator des KICK-Projektes Thomas Martens und Peter Jankowski statt, der das KICK-Projekt Vorort in Lichtenrade betreut. Der Leiter vom Servicebüro Tempelhof von STADT UND LAND, Tobias Mette, nahm auch an diesem Termin teil.

Ingo Malter (lks) mit Oliver Schworck

STADT UND LAND hat in der John-Locke-Siedlung in Lichtenrade einen großen Wohnungsbestand mit circa 3.500 Mietern. Für den Geschäftsführer der Wohnungsbaugesellschaft Ingo Malter steht fest: „Wir sehen es als besonders wichtig an, dass von uns Kiez-Projekte unterstützt werden.“

Geplant war die Scheckübergabe verbunden mit einem kleinen Fußballturnier direkt auf dem Bolzplatz in der John-Locke-Siedlung 27-33. Für einen Fototermin perfekt, aber es sollte anders kommen. Es schüttete so heftig, dass die Scheckübergabe kurzentschlossen im Büro des Lichtenrader KICK-Projektes im Gemeinschaftshaus Lichtenrade stattfand. Das Turnier wird natürlich nachgeholt. Die Spende soll für die praktische Arbeit verwandt werden. Das Geld ist für den Aufbau einer „Bolzplatz-Liga“ in Lichtenrade geplant. Mit diesem Geld können auch zwei Ferienfahrten mit Jugendlichen nach Polen unterstützt werden, freute sich Peter Jankowski von KICK-Lichtenrade.

Oliver Schworck mit Peter Jankowski von KICK-Lichtenrade

„Offene Jugendarbeit im Quartier fördert Kinder- und Jugendliche auf dem Weg des Erwachsenwerdens, stärkt sie in Ihrer Entwicklung und hilft, positive Lebensperspektiven zu vermitteln. Eine sinnvolle Freizeitgestaltung wirkt Langeweile, Frust und Vandalismus entgegen, davon profitiert das Quartier, die Stadt und letztendlich unsere gesamte Gesellschaft,“ erläutert Ingo Malter das Engagement des kommunalen Wohnungsunternehmens.

Oliver Schworck, Bezirksstadtrat und Leiter der Abteilung Jugend, Umwelt, Gesundheit, Schule und Sport in Tempelhof-Schöneberg unterstreicht den gesellschaftlichen Beitrag des Vereins: „Angebote zur Freizeitgestaltung, die Kinder und Jugendliche zu selbstverantwortlichem Handeln befähigen sind eine wichtige Ergänzung zu schulischen Einrichtungen und der Jugendarbeit von Vereinen und leisten einen wichtigen Beitrag zur sozialen Integration und gewaltfreien Zusammenleben im Bezirk.“ Oliver Schworck freute sich besonders für das KICK-Projekt, weil hier die Förderung vom Jugendamt reduziert werden musste.

Für Thomas Martens, Koordinator des KICK-Projektes, war es besonders erfreulich, dass Stadt und Land direkt auf den Träger zukam und die Spende anbot: „Das KICK-Projekt ist ein Angebot zur Delinquenz- und Gewaltprävention für alle Kinder und Jugendlichen. Das Erfahren von Anerkennung, Strukturen und einer eigenen Zielbestimmung ist für sie eine Möglichkeit, eine neue, positive Lebensperspektive zu entwickeln. Dafür können wir jede Unterstützung gebrauchen.“

Das KICK-Projekt will primärpräventiv mit Sportangeboten und sozialpädagogischen Methoden dem Abgleiten von Kindern und Jugendlichen im Alter von 14 bis 19 Jahren in die Kriminalität entgegenwirken. Die Angebote von KICK stehen allen Interessierten offen, wobei durch eine Kooperation mit der Berliner Polizei straffällige Kinder und Jugendliche auf freiwilliger Basis an das Projekt vermittelt werden.

Text und Fotos: Thomas Moser

http://www.kick-projekt.de/

Zu STADT UND LAND:

Mit 43.000 eigenen Wohnungen, über 770 Gewerbeeinheiten und etwa 9.000 für Dritte verwaltete Mieteinheiten gehört die STADT UND LAND zu den großen städtischen Wohnungsbaugesellschaften Berlins. Der Bestand soll bis 2025 durch Neubau und Ankauf auf insgesamt 55.000 Wohnungen wachsen. Mit dem Stichtag 15. Dezember 2016 hat die STADT UND LAND 5.036 neue Mietwohnungen in Planung, im Bau oder bereits fertig gestellt. 3.970 errichtet die STADT UND LAND in eigener Regie, 1.066 setzen andere Bauträger im Auftrag des kommunalen Wohnungsbauunternehmens um. Weitere 6.697 Wohnungen sind pauschal geplant. Kontinuierlich investiert die STADT UND LAND auch in die Sanierung und Modernisierung ihrer Bestände und unterstützt zahlreiche soziale Projekte und Initiativen zur Stärkung der Quartiere.


 

6. Mai 2017 Fünf Stunden am Samstag an einer sogenannte Szenarien-Werkstatt „Verkehrs- und Gestaltungskonzept Bahnhofstraße Lichtenrade“ teilnehmen ist nur für die ganz engagierten Bürgerinnen und Bürger etwas. Im Rahmen des Aktiven Zentrum Bahnhofstraße wurde in das Ulrich-von-Hutten-Gymnasium eingeladen, um beim Verkehrs- und Gestaltungskonzept der Einkaufsstraße ein großes Stück weiterzukommen.

verkehrskonzept szenarienwerkstatt 052017 29
Christiane Heiß beim Eingangsstatement.

Sabine Slapa von "die raumplaner" von AZ Lichtenrade Bahnhofsstraße moderiert.

Vom beauftragten Büro „die raumplaner“ moderierte Sabine Slapa die Veranstaltung. Als Bezirksamtsvertreterin begleitete die Bezirksstadträtin für Bürgerdienste, Ordnungsamt, Straßen- und Grünflächenamt Christiane Heiß (Bündnis 90/Grüne) die Veranstaltung, begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer und fasste am Schluss ihre Eindrücke zusammen.

Circa 75 Lichtenrader und Vertreterinnen der verschiedensten Vereine und Institutionen kamen zu der Veranstaltung. Von der Bundespolitik war der Lichtenrader Bundestagsabgeordnete Dr. Jan-Marco Luczak (CDU) ganztägig an den Diskussionen aktiv beteiligt. Neben Vertretern aus der BVV Tempelhof-Schöneberg war auch die CDU-Abgeordnete aus dem Berliner Abgeordnetenhaus Hildegard Bentele dabei.

Um es vorweg zu nehmen. Ein Konzept mit gesonderten Radstreifen in beide Richtungen, direkt an der Kfz-Fahrbahn, wurde favorisiert.Ein angedachtes Einbahnstraßenkonzept wird zwar noch weiter erörtert, scheint aber nicht mehr in die engere Auswahl zu kommen. Parkplätze werden auf beiden Seiten zwischen den teils verbreiterten Gehwegen und den neuen Radstreifen längs der Straße angeordnet. Ein offensichtlicher Kompromiss, der die verschiedensten Interessen zu berücksichtigt versucht. Bei dieser bevorzugten Lösung würden die Autos zum Parken die Radstreifen überqueren müssen.

An diesem bevorzugten Konzept wird jetzt noch weitergearbeitet. Für den Juli 2017 ist eine öffentliche Abschlussveranstaltung geplant. Aber dieses Konzept ist dann immer noch längst nicht umgesetzt, denn danach wird für die Objektplanung/Projektsteuerung europaweit eine Ausschreibung stattfinden. In diesem Rahmen werden dann erst konkrete Abstimmungen beispielweise mit der BVG und mit allen Verantwortlichen für die Leitungsnetze erfolgen. Bevor also der erste Stein bewegt wird, wird sicher noch eine ganze Zeit vergehen. Im Rahmen des Aktiven Zentrums stehen innerhalb von acht Jahren über 20 Millionen Euro zur Verfügung.

Was ist denn bislang passiert?

Im November 2016 wurden die beauftragten Büros für das Verkehrs- und Gestaltungskonzept im Gebietsgremium vorgestellt. Die Büros „IVAS“ und „Rehwaldt Landschaftsarchitekten“ wurden und werden von Martin Schüffler und Angela Aurin vertreten. Die beauftragten Büros wurden unter Berücksichtigung des jeweiligen Diskussionsstandes schon konkret tätig. Nach einer öffentlichen Informationsveranstaltung im Januar 2017, einem Zusammentreffen mit Vertretern des Gebietsgremiums, des Bezirksamtes, von zwei Senatsverwaltungen und der DB Netz im Februar 2017, einer Begehung des Straßenraums mit Vertretern des bezirklichen Beirates von und für Menschen mit Behinderung und des Allgemeinen Blinden- und Sehbehindertenvereins Berlin im März 2017 und einer Zukunftswerkstatt mit dem Gebietsgremium ebenfalls im März, stand nun die Szenarien-Werkstatt Anfang Mai an.
verkehrskonzept szenarienwerkstatt 052017 6
verkehrskonzept szenarienwerkstatt 052017 6
In der Februarsitzung der AG Verkehr des Gebietsgremiums mit den anderen Institutionen wurden bereits die Themenfeldziele für die Bereiche Barrierefreiheit/Fußverkehr, Lieferverkehr, Gestaltung öffentlicher Raum, Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV), Radverkehr, Kfz-Verkehr und ruhender Verkehr erarbeitet und abgestimmt, damit die unterschiedlichen Interessenlagen deutlich werden.

Szenarien-Werkstatt: Was fand da statt?

Als Erstes erörterte Martin Schüffler von IVAS die grundsätzlichen Aspekte der Planung.

Für den größten Teil der Bahnhofstraße hatte man bei den Ideen für eine mögliche Umgestaltung „freie Hand“. Nur für den Bereich an der Bahn, bis zur Stein- bzw. Briesingstraße, konnten nur Gestaltungsaspekte eingebracht werden, zumal hier noch im Juni das Urteil vom Bundesverwaltungsgericht zur Dresdner Bahn erwartet wird. Themen, die bei den Szenarien hauptsächlich erörtert wurden, waren die Aufteilung des Straßenraums für alle Verkehrsteilnehmer, die Gestaltung der Nebenflächen und die Verbesserung der Überquerungsmöglichkeiten der Bahnhofstraße. Die Erarbeitung der unterschiedlichen Szenarien sollte dazu dienen, dass in unterschiedliche Richtungen gedacht werden kann und eine Gewichtung nach den verschiedenen Kriterien möglich wird. Die Varianten sind aber keinesfalls abgeschlossen, weil im Nachgang noch intensive Abstimmungen mit anderen Beteiligten notwendig werden.

Drei Szenarien kamen in die engere Auswahl

Es wurden sechs Szenarien erarbeitet, die im Einzelnen im Internet in Kürze nachzulesen sein werden. Von diesen Szenarien, die kurz skizziert wurden, kamen drei in die engere Auswahl. Über diese Auswahl wurde im Rahmen von zwei sogenannten Wordcafés in kleineren Gruppen diskutiert. Die drei Szenarien sind wie folgt zu skizzieren:


Szenarion Radstreifen mit Abstrichen

Szenarion Einbahnstraße mit sogenannter Umweltspur.

Radweg-Variante
Ein Szenario mit Radfahrstreifen „mit Abstrichen“, wie bereits einleitend schon genannt, eine weitere Planung als Einbahnstraße mit einer Umweltspur (Busspur in der anderen Richtung) und eine Überlegung mit einem Radweg direkt neben bzw. auf dem Gehweg (teils aus baulichen Gründen mit Verschwenkungen auf die Fahrbahn).

Ein Radfahrstreifen auf der Fahrbahnmuss benutzt werden, bei den Radwegen auf dem Gehsteig ist die Nutzung in der Regel nicht zwingend.

Beim Einbahnstraßen-Szenario würden Busse auch in die Gegenrichtung fahren; diese Gegenspur kann ebenfalls von Fahrradfahren genutzt werden. Der Hauptfluss der Einbahnstraße war für die Richtung von der Goltzstraße zum S-Bahnhof (Briesing-/Steinstraße) gedacht. In diese Hauptrichtung war ebenfalls eine gesonderte Fahrradspur geplant. Bei dieser Variante würden die meisten Parkplätze wegfallen, weil dann nur einseitig geparkt werden könnte. Diese Version sahen jedoch auch die Einbahnstraßen-Befürworter eher skeptisch, weil dies -im Gegensatz zu einer echten Einbahnstraßenlösung- die massive Einschränkung des Parkraums zur Folge hätte.

Bei den Einbahnstraßenüberlegungen wurden die Belastungen für die Bewohner an den Nebenstrecken erörtert. Ein Argument kam immer wieder, dass nach der geplanten Schließung des Überganges in der Wolziger Zeile die Zufahrt zur Bahnhofstraße für die westlich der Bahn wohnenden Anwohner nur mit erheblichen Umwegen möglich wäre.

Eine Idee, die Einbahnstraßenvariante und die Auswirkungen im Rahmen eines Gutachtens näher untersuchen zu lassen, wurde von Stadträtin Heiß nicht aufgegriffen und eher skeptisch angesehen, zumal dann erhebliche Zeitverzögerungen zu erwarten wären. Sie sagte jedoch zu, dass sie diesen Aspekt in Gesprächen mit Senatsverwaltungen einbringen wird.

Verlust von Parkraum, Bäumen und Überlegungen zur Gestaltung

Die Fahrbahn-Radstreifenvariante und die Einbahnstraßenvariante würden die Bäume erhalten. Bei der Radwegvariante auf dem Gehsteig würde 13 Bäume betroffen sein. Von den zurzeit circa 180 Parkplätzen würden bei dem Radstreifen 40 wegfallen, bei dem Radweg auf dem Gehweg 60 und bei der vorgeschlagenen Einbahnstraßenidee sogar 110 Parkplätze wegfallen. Bei allen Varianten würden die Autos nicht mehr quer sondern längs zur Fahrbahn parken. Neue andere Parkplatzmöglichkeiten sind noch nicht weitergedacht worden.




Dr. Jan-Marco Luczak (MdB) -Fotos Mitte- diskutierte mit; links BVV-Mitglied Patrick Liesener (CDU).


Einig scheint man sich darüber zu sein, dass es hauptsächlich um die Aufenthaltsqualität in der Bahnhofstraße geht und möglichst der Verkehr außen vorbleiben sollte. Aber auch die Parksituation für Geschäftsleute und Ärzte ist ein wichtiger Aspekt. Zukunftsideen mit weitergedachter moderner Elektromobilität, die von Vertretern im Vorfeld eingebracht wurde, fand nur kurz Erwähnung.

Für Stadträtin Heiß sind dies alles Aspekte, die über eine Pilotphase noch nicht rausgehen und darum die Stärkung und Berücksichtigung des ÖPNV ein wichtiger Aspekt bleiben muss.

Beim zweiten Abschnitt der Veranstaltung ging es um die Gestaltung der sogenannten Seitenräume (von Hauskante bis Fahrbahn) und der Platzräume.


Bei den Platzräumen wurden räumliche Reserven von größeren und kleineren Platzräumen identifiziert, um die Aufenthaltsqualität mit verschiedenen Maßnahmen erhöhen zu können. Dazu können Sitzgelegenheiten, Wasserspender und Brunnen gehören. Das Gestaltungskonzept trug Angela Aurin von „Rehwaldt Landschaftsarchitekten“ vor.



Zu den Plätzen gehört beispielsweise der Bereich am Lichtenrader Graben, der östlich der Ladenzeile neben Netto sichtbarer gestaltet werden könnte. Zum Gestaltungskonzept gehören auch die Schließungen von Baumreihen, besondere Bepflasterungen (sogenannte Aufpflasterungen) bei den Eingangssituationen der Bahnhofstraße und beim Übergang zu den Nebenstraßen. Diese Maßnahmen erhielten eine breite Zustimmung mit dem Wunsch verbunden, dass die Nebenstraßen noch vermehrt einbezogen werden sollten.

Der Ausbau von Ampelanlagen wurde in den Diskussionen, außen bei den Schulen, eher als skeptisch eingestuft. Teilweise könne man sich den Rückbau von Ampeln vorstellen und dafür eher Bedarfsampeln, aber auch Zebrastreifen und Mittelinseln vorstellen. Die Ampeln schienen eher als Maßnahme für den Kfz-Verkehr angesehen zu werden. Die Verkehrsplaner gaben aber deutlich ihre Skepsis bei Zebrastreifen zum Ausdruck, was von der Mehrheit der Anwesenden jedoch nicht geteilt wurde
.


Intensive Diskussionen und ein Stimmungsbild

In den Diskussionsrunden wurde sehr ausführlich diskutiert. In der ersten Runde war die Einbeziehung aller Gesprächsteilnehmer eher schwierig. In der zweiten Runde, nach der Pause, waren die Beteiligungsmöglichkeiten besser. Überlegungen und diskutierte Aspekte waren zum Beispiel, dass teilweise private Grundstücksteile aufgekauft werden müssten. Sichere Überquerungsmöglichkeiten, besonders an der Einmündung Goltzstraße, bei der Post und an der Steinstraße wurden diskutiert und als wichtig angesehen. Für die Steinstraße wird die Aufwertung durch die Wiederbelebung des Areals der Alten Mälzerei und vom ehemaligen Haus Buhr erwartet.

Für Bezirksstadträtin Christiane Heiß ist ein Attraktivitätsschub für die Bahnhofstraße wichtig. Für sie sind gleichberechtigte Angebote notwendig, die letztlich immer ein Kompromiss sein werden. Bei dieser Stärkung des „Uns“ sieht sie das Gemeinsame von Anwohnern, Geschäften und der Nahversorgung. Als das eindeutig bevorzugte Szenario stellt sie die eingangs in diesem Bericht genannte Überlegung mit den Radstreifen an der Fahrbahn heraus, wobei sie die Einbahnstraßenvariante noch mit Experten erörtern will.

Christiane Heiß bedankt sich bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern und bei allen am Prozess beteiligten Akteuren.

Thomas Moser (auch alle Fotos)


 

Vom 22..-24. April 2017 startete auf unserer Nebenanlage in der Hohenzollernstraße der 1. TCL-Junior-Cup in der Altersklasse U 14. Die Juniorinnen und Junioren spielten von Samstag bis Montag auf Kunstrasen mit Quarzsand um DTB-Ranglistenpunkte und Siegerpokale. Leider war das Wetter sehr wechselhaft, so dass es öfter zu Regen-pausen kam und Spiele in die feste Halle im Franziusweg verlegt werden mussten. Trotzdem waren die Spieler/innen sehr motiviert und mit viel Spaß bei der Sache.

An allen Tagen bekamen die Zuschauer U14-Spitzentennis geboten. Bei den Juniorinnen gewann im Einzel die polnische Spielerin Klara Maciejewska gegen Lisa Nogossek (Zehlendorfer Wespen) mit 6:0 und 6:4. Beide hatten zuvor im Halbfinale sehr spannende und hochklassige Spiele absolviert, die jeweils erst im Match-Tiebreak entschieden wurden. Klara Maciejewska siegt hierbei gegen Julia Zhu (Verein für Körperkultur) und Lisa Nogossek setzte sich gegen Lykke Bertelsen aus Dänemark durch.

Bei den U14-Junioren kam es zu einem rein blau-weißen Berliner Finale. Dabei siegte Yannik Heitzeberg gegen Moritz Kettner knapp mit 7:6 und 7:5. Beide zeigten ein für diese Altersklasse absolut starkes Tennisspiel. Im Halbfinale hatten Michael Agwi (TK Blau-Gold-Steglitz) und Julius van der Linden (TC Blau-Weiss Berlin) das Nachsehen.

Als momentan einziges Jugend-Ranglistenturnier in Berlin-Brandenburg boten wir auch Doppel-Konkurrenzen an. Auch diese Wettbewerbe wurden bei der Premiere sehr gut angenommen. Bei den Junioren setzten sich im Finale Michael Agwi/Moritz Kettner gegen Maximilian Sperling/Max Lammers (LTTC Rot-Weiß Berlin) durch. Das Juniorinnen-Finale gewannen Felicia Strauchmann/Cristina Schaale (TC SCC Berlin) gegen Anna Fijalkowska/Maria Fijalkowska (Grunewald TC).

Unsere Lichtenrader Teilnehmer/innen Carlotta Schönherr, Sophia Hüttemann, Dennis Kolasa, Louis Schempp, Julian Schilling und Carlo Haseloff gaben ihr Bestes und sammelten wertvolle Turnier-Erfahrungen, erreichten jedoch nicht die Finalrunden.

Der 2. TCL-Junior-Cup ist im September 2017 geplant.

Dirk Struck/Fabian Schimmelpfennig (Turnierleitung)
tennis turnier April2017 1



Seit nunmehr 25 Jahren besteht das Vereinsheim des VfL Lichtenrade am Kirchhainer Damm 68. Daran erinnert jetzt der Verein.
vfl vereinsheim kirchhainerdamm
1989 kaufte der Verein zusammen mit dem SSV Lichtenrade das imposante Backsteingebäude aus der Gründerzeit, dass nur knapp 500 Meter von der Berliner Stadtgrenze entfernt ist und gegenüber dem Lichtenrader Wäldchen liegt. Dank der tatkräftigen Unterstützung der Vereinsmitglieder, die Mittel für den Kauf, den Unterhalt und ihre Arbeitskraft investiert haben, konnte am 2. April 1992 das Vereinsheim offiziell eröffnet werden. Seit dieser Zeit sorgen die Mitglieder für den Erhalt des Gebäudes und seiner Freiflächen, leisten Sunden über Stunden an Arbeit und haben ein wachsames Auge auf das Vereinsheim.

Untergebracht sind hier nicht nur der Gasthof Kirchhain. Auch Verwaltungsräume, Kursräume (unter anderem für Yoga und Taiji ), ein Kraftraum und eine Sauna sind fester Bestandteil des Innenlebens des Vereinsheims. Das Herzstück des Hauses ist jedoch der Bereich zur Beherbergung von Gästen. Seit September 2015 haben auch Flüchtlinge aus Syrien eine Unterkunft im Haus gefunden. Die alleinerziehenden Mütter mit ihren Kindern fühlen sehr wohl in ihrem neuen Domizil. Sie erfahren von den Vereinsmitgliedern viel Unterstützung zur Bewältigung der täglichen Alltagsgeschäfte. „Dieses Engagement unserer ehrenamtlichen Mitglieder ist ein außergewöhnlicher sozialer Beitrag des VfL Lichtenrade zur Integration“, zeigt sich Stefan Krai, der zweite Vorsitzender des VfL Lichtenrade stolz.

Quelle: Lichtenrader Magazin 05/2017


 

Schreiben, Lesungen und Sport halten ihn gesund!

Seit zweieinhalb Jahren sind die „Erinnerungen eines Lichtenraders“ auf der Seite 31, die der am 29. April 1937 in Lichtenrade geborene Günter Huth auszugsweise aus seinem Buch „Erinnerungen 1937 bis 1997“  regelmäßig   veröffentlicht,   ein   fester   Bestandteil   unseres „Lichtenrader Magazin“. Am 29. April erreichte unser Autor das stattliche Alter von 80 Jahren. Auf die Frage, was er denn so in den 20 Jahren seit seinem „Ruhestand“, seit 1997 gemacht hat, antwortet er mit einem fröhlichen Lächeln, dass er zunächst mit dem Schreiben seines Buches begann. Parallel blieb er dem Stahl treu, dem sein Herz fünfunddreißig Jahre gehörte, indem er eine Industrie-Vertretung für den Vertrieb von Stahl gründete. Gleichzeitig erstanden seine Ehefrau Helga und er zu seinem 60. Geburtstag ein Bauernhaus (Baujahr 1937) einschließlich eines Stalls und einem größeren Grundstück in Woldenitz auf Rügen. Hiermit war bereits die dritte Beschäftigungsmöglichkeit für den „Ruhestand“ gegeben.

Darüber hinaus kamen noch zwei Ehrenämter hinzu. 2004 trat er in die CDU einzutreten und übernahm acht Jahre (2005-2013) die Aufgaben des Kreisschatzmeisters im Kreisverbandes Steglitz-Zehlendorf. Hinzu kam noch die Aufgabe des Kassenprüfers bei den „Zehlendorfer Wespen 1911“, bei denen er seit 1975 Tennis spielt. Tennis und Radfahren sind seit Jahren nach wie vor seine sportlichen Hobbys. Nach der Veröffentlichung seines Buches fand die erste   Lesung am 24.   August   2011   im „Wrangelschlösschen“ in Steglitz statt. In den folgenden Jahren rückten weitere Lesungen in den Hauptfokus seiner Beschäftigungen, wobei die Veranstaltungsorte der Lesungen passend zu den Inhalten des Buches ausgesucht wurden. Unter den Lesungsorten waren - bezogen auf den Stahl - Bochum, Salzgitter, Wolfenbüttel, der Borsigtturm in Berlin. Geschichtsbezogene Orte waren unter anderem die Berliner Konrad-Adenauer-Stiftung und die Ingeborg-Drewitz-Bibliothek in Steglitz. Wir freuen uns schon auf die weiteren Folgen in unserem Magazin und wünschen Günter Huth weiterhin Gesundheit und Schaffenskraft.

Quelle: Lichtenrader Magazin 05/2017 ... dort werden auch die Folgen seiner Erinnerungen veröffentlicht!

Foto: Thomas Moser


 

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok Ablehnen