Noch ist die „Alte Mälzerei“ außen mit Bauplanen verhüllt und Innen laufen die Bauarbeiten auf Hochtouren.

Die Lichtenrader sind schon ganz gierig mehr über die neue Nutzung zu erfahren.  Gesprochen wurde schon viel über das wachgeküsste Baudenkmal und Lichtenrader Wahrzeichen. Jetzt werden in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Tempelhof-Schöneberg für die Nutzung des Gebäudes wegweisende Beschlüsse gefasst und sozusagen Nägel mit Köpfen gemacht. Vorher wird die Vorlage zur Beschlussfassung jedoch noch in die Ausschussberatung gehen und dann vermutlich am 20. Februar 2019 in der BVV beraten.

In der Beschlussvorlage wird die Zukunftsversion konkret fassbar. Es geht um die Schaffung eines integrierten Bildungs- und Kulturstandort bestehend aus Bibliothek, Volkshochschule, Musikschule sowie Kinder- und Jugendmuseum „Experimentarium“.  Damit soll der zurzeit stark unterversorgte Ortsteil Lichtenrade deutlich aufgewertet werden. Für die Volkshochschule werden beispielsweise 6 Kurs- und 2 Fachräume vorgesehen. Die Stadtbücherei wird im Erdgeschoss und im 1. Obergeschoss, mit einer Galerielösung und abgeschlossen Gruppenarbeitsbereichen, barrierefrei erreichbar sein. Das bibliothekspädagogische Programm kann deutlich ausgeweitet werden und für Abendveranstaltungen ist in einer besonderen Atmosphäre Platz für bis zu 100 Gäste. Ein wichtiger Bestandteil in der Finanzierung sollen in 2019 circa 2,2 Millionen Euro aus dem Förderprogramm Aktives Zentrum Lichtenrade sein. So werden 2019 konkrete Schritte bereits sichtbar werden.

Alle Aktivitäten rund um die „Alte Mälzerei“ wurden und werden im Bezirksamt in enger Kooperation mit allen Beteiligten und mit intensiver Bürgerbeteiligung entwickelt. Über den Kulturstandort freut man sich besonders in der CDU-Fraktion, zumal die Stadträtin für Bildung und Kultur, Jutta Kaddatz, aus ihren Reihen kommt. Jutta Kaddatz: "Seit 4 Jahren arbeite ich als Bildungs- und Kulturstadträtin an diesem Projekt! Mein Herzensanliegen für Lichtenrade! Das Bezirksamt ist davon überzeugt, dass die Alte Mälzerei mit dem Kultur- und Bildungsangebot für Groß und Klein in Lichtenrade zu einem bedeutsamen Zugewinn an Lebensqualität führen wird!"

Sicher ist sich auch der Lichtenrader CDU-Verordnete Christian Zander: „Dies ist ein nahezu historischer Moment, da erstmals seit Bestehen des Bezirks Tempelhof-Schöneberg eine neue bezirkliche Einrichtung gegründet wird. Damit entsteht ein Standort in achtbarer Dimension mit qualitativ hervorragendem Kultur- und Bildungsangebot, der für die Entwicklung der bezirklich Kultur- und Bildungsarbeit ein enormer Fortschritt sein wird."

Schon Anfang 2013 diskutierte Christian Zander beim "Stadtteilzentrum Lichtenrade" mit (Veranstaltung im Gemeinschaftshaus Lichtenrade)

„Außerdem wird dieser Standort mit seiner Strahlkraft positive Auswirkungen auf die Bahnhofstraße haben und ist somit ein erheblicher Gewinn für Lichtenrade und all diejenigen, die in der Zukunft diese Einrichtungen nutzen werden", freut sich Zander.

Mit dem Eigentümer der Alten Mälzerei wird zurzeit ein Mietvertrag über einen längeren Zeitraum ausgehandelt. Für die Kulturstandort werden über 3.000 Quadratmeter zur Verfügung gestellt.

Eigentümer Thomas Bestgen hat rund um die "Alte Mälzerei" noch mehr vor...

Über die weiteren geplanten Nutzungen wird laufend informiert. So wird auch das alte „Haus Buhr“ reanimiert und rund um die „Alte Mälzerei“ werden neue zusätzliche Wohnungen und ein neues Lebensmittelgeschäft errichtet werden. Das wird aber noch etwas länger dauern.

Historisches zur Mälzerei: https://www.lichtenrade-berlin.de/historisch-maelzerei

Hier der Link zur BVV-Drucksache:

https://www.berlin.de/ba-tempelhof-schoeneberg/politik-und-verwaltung/bezirksverordnetenversammlung/online/vo020.asp?VOLFDNR=6862


 

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