Kleiner Vorgeschmack auf die „neue“ Bahnhofstraße

20. August 2019 Zwei neu gebaute sogenannte „temporäre Sitzmöbel“, also große Bankgruppen, sind heute in der Lichtenrader Bahnhofstraße/Ecke Steinstraße vor dem Weingeschäft „Barrique“ aufgestellt worden. Damit wird die Aufenthaltsqualität in der Bahnhofstraße schon jetzt ein wenig besser, obwohl an vielen Stellen gebuddelt wird. So wird auch noch in unmittelbarer Nähe gearbeitet, da die Wasserwerke für größere Vorarbeiten im Rahmen des Baus der Dresdner Bahn die Steinstraßenzufahrt seit einiger Zeit gesperrt haben.


Schweres Holz braucht viele Helfer, die dem Tischler beim Aufbau zur Hand gehen.

Auch kritische Töne – Aufenthaltsqualität kontra Kapitulation

Schon am ersten Tag konnte man gut sehen, das die Bänke sehr positiv angenommen wurden. Es waren aber auch kritische Töne zu hören. Die Sorge von Anwohnern war deutlich hörbar, dass dann die Bänke für unerwünschte nächtliche Aufenthalte genutzt werden könnten und vieles mehr. Einige Passanten verwiesen auf negative Erfahrungen in der Kreuzberger Bergmannstraße oder brachten ihre Sorge zum Ausdruck, dass die Bänke demoliert und beschmiert werden. Auch wenn diese Sorgen nicht unbegründet sein mögen, wäre es jedoch eine Kapitulation vor jedweder Ortsteilverschönerung, wenn man eine gute Aufenthaltsqualität immer von möglichen Folgen abhängig macht. Es sind jedoch auch die Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, dass sie auf die neuen Sitzmöglichkeiten Acht geben und die neue Errungenschaft gut im Auge behalten.

Viel Arbeit für diese besonderen Sitzgruppen

Die beiden L-förmigen, jeweils 5 x 3 Meter großen Holzbänke basieren auf einer Idee samt Grundentwurf des Gebietsgremiums und sind von der professionellen Lichtenrader Tischlerei Cewa2001 in den letzten Wochen gebaut worden.

Clemens Walter, Chef der Tischlerei, hat ungefähr 350 Stunden für die Erstellung der Bänke benötigt. Damit hatte er seine ersten Arbeitszeitplanungen deutlich überschritten. Die Kosten belaufen sich auf circa 18.000 Euro. Diese Kosten werden aus dem Fond des AZ-Gebietsgremiums finanziert. Clemens Walter, der sonst mit seiner Tischlerei eher Hotelausbauten fertigt, kam mit einer ganzen Mannschaft und ist mit dem Ergebnis zufrieden. Unterstützt wurde er auch von Vertretern vom Volkspark Lichtenrade.

Wolfgang Spranger zeigt das vom Gebietsgremium erarbeitete und von ihm gebaute Modell vor den fertigen Sitzbänken.
Der Vorsitzende vom Lichtenrader Volkspark-Verein, Wolfgang Spranger, hatte im Vorfeld ein Modell der späteren Bänke gefertigt. So hatte der Tischler gleich einen Eindruck, wie die Sitzgruppe aussehen soll. Das Holz der richtigen Bänke stammt von Douglasien, die zur Familie der Kieferngewächse gehören.

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Die Bänke wurden noch von Wolfgang Spranger mit integrierten Pflanzschalen ausgestattet und werden vom Grundeigentümerverein Lichtenrade bepflanzt. Die Bepflanzung wird zur offiziellen Einweihung erfolgen und wird eine Herbstbepflanzung werden, wie der Stellvertretende Vorsitzende vom Grundeigentümerverein Frank-Michael Hoppe erläutert wurde.

Die Bänke an der Bahnhof-/Steinstraße sollen einen ersten Vorgeschmack auf die Umgestaltung der Lichtenrader Einkaufsmeile und die von allen erhoffte neue Aufenthaltsqualität geben.



Zum ersten Gruppenfoto stellten sich ein Teil der Tischler-Mannschaft einschließlich Chef mit Vertretern des Gebietsgremiums, einer Vertreterin aus dem AZ-Büro und mit Engagierten des Volksparks Lichtenrade auf.

Kleiner filmischer "Eindruck" vom Kiez-Reporter Thomas Moser https://www.facebook.com/KiezReporter.Moser

Temporäre Sitzbänke an der Ecke Steinstraße ab 30. August 2019 auch offiziell eröffnet
Mit einer kleinen Eröffnungsfeier am Freitag, den 30. August um 17 Uhr, wird das Gebietsgremium im Aktiven Zentrum Lichtenrade Bahnhofstraße zwei größere Sitzgruppen an die Bürgerinnen und Bürger übergeben.

Neben den Lichtenraderinnen und Lichtenradern sind auch die beteiligen Akteure aus der Politik, Senat, Bezirksamt und dem AZ sowie Medienvertreter eingeladen. Damit das Ganze nicht zu trocken wird, wird der angrenzende Wein- und Feinkosthändler „Barrique“ das eine oder andere Gläschen spendieren und das Gebietsgremium sorgt für alkoholfreie Erfrischungen.

Nachnutzung für soziale Zwecke geplant

Die beiden vom Aktiven Zentrum Lichtenrade Bahnhofstraße finanzierten Bänke werden nur begrenzte Zeit auf dem sehr breiten Bürgersteig an der Bahnhofstraße/Steinstraße stehen. Spätestens im Rahmen der geplanten Umbaumaßnahmen müssen die Straßenmöbel weichen. Das Gebietsgremium möchte die Bänke daher im Set oder auch einzeln einer sinnvollen, unterstützungswürdigen Nachnutzung zuführen. Zum Beispiel für Kindertagesstätten, Jugendeinrichtungen, Alten- oder Pflegeheime. Vorschläge können Interessenten an das Gebietsgremium per Mail (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) oder Post (AZ-Büro, Prinzessinnenstraße 31, 12307 Berlin) senden.

Das Gebietsgremium kümmert sich ehrenamtlich um Lichtenrade

Das erste Gebietsgremium wurde im Februar 2016 in einer öffentlichen Wahl für eine Amtszeit von zwei Jahren gewählt. Seit März 2018 ist ein neu gewähltes Gebietsgremium im Amt. Es tagt zwei Mal pro Monat im AZ-Büro. Die Sitzung am jeweils vierten Dienstag im Monat von 19 bis 21 Uhr ist immer öffentlich.

Nächstes Projekt: eine Bücherzelle

Im Gebietsgremium wurden zahlreiche Projekte angeschoben und begleitet. Dabei soll der Fokus vieler Einzelmaßnahmen auf einen gemeinsamen Nenner einzahlen: „Die Qualifizierung und Entwicklung der Bahnhofstraße zu einem Stadtteilzentrum mit besonderem Flair“. Ein Schwerpunkt war die Mitarbeit und Mitgestaltung bei Verkehrskonzept und Objektplanung, Parkraum- und Lieferkonzept, Konzept Spielleitplanung, Konzept Leitsystem, Revitalisierung des Lichtenrader Graben und der Umgestaltung des Rehagener Platzes. Den Verbesserungsbedarf und Ideen für die Revitalisierung der Bahnhofstraße hat das Gebietsgremium in einem Video zusammengefasst und bei YouTube eingestellt: https://www.youtube.com/watch?v=5-NZvUyLo8U

Das nächste Projekt, diesmal aus den Bereich Kultur, ist schon in den Startlöchern: Nach langen Verhandlungen und Genehmigungsverfahren wird das Gebietsgremium bis zum Jahresende eine Bücherzelle im Bereich des Lichtenrader Grabens aufstellen. Hier können dann kostenlos Bücher geliehen und eingestellt werden. Die Pflege der Mini-Bücherei übernimmt die Lichtenrader Bücherstube. Finanziert wird das Projekt vom Aktiven Zentrum Lichtenrade Bahnhofstraße.

Thomas Moser (tlw. im zweiten Teil mit Erläuterungen des Gebietsgremiums)


 

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