Eine besonders hohe Privatspende von 500 Euro wurde bei der Versteigerung einer Lichtenrader Fotografie erzielt. Das Geld konnte am 17. Juni 2018 vom Fotografen Frank Giebel an die Suppenküche Lichtenrade übergeben werden.
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Frank Giebel bei der Spendenübergabe an Nicole Zimmermann von der Suppenküche.
Dieses außergewöhnliche Höchstgebot kam von Martin Schreiber, der es kaum noch abwarten konnte, dass er das Bild bekam. So fand die Übergabe des Fotos schon einige Tage früher bei Frank Giebel statt.
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Martin Schreiber mit Frank Giebel (Foto K. Giebel)

Fotograf plante die Aktion schon einige Monate

Der Lichtenrader Fotograf mit Leib und Seele, Frank Giebel, hatte schon längere Zeit die Idee, dass er das Nachbarschaftszentrum Suppenküche Lichtenrade e.V. unterstützen wollte. Seine Töchter besuchten dort einen Tanzkurs und so kam er in Kontakt mit der Arbeit der Suppenküche und war sehr angetan vom ehrenamtlichen Engagement. Irgendwie sollte die Unterstützung mit seiner fotografischen Profession zusammenhängen. So wählte er ein Lichtenrader Motiv mit dem S-Bahnhof Lichtenrade in den Abendstunden aus und ließ es nach einem speziell aufwendigen und hochwertigen „Alu Dibond-Verfahren“ mit einer edlen, reflexionsfreien und matten Oberfläche anfertigen. Dann stellte er dieses Bild im Internet zur Versteigerung und der Meistbietende sollte es erhalten. Unterstützt wurde dies von der Lichtenrader Facebook-Gruppe und der Administratorin Anneliese Friesecke von „Passende-Versicherungen.berlin“.

Frank Giebel liegt die Aktion und auch das Bild sehr am Herzen: „Dieses Bild gibt es so nur einmal und wird von mir auch nicht nochmal ausgegeben, obwohl ich viele Anfragen bekam. Es sollte für die gute Sache etwas Besonders sein und bleiben! Ich freue mich riesig, dass ein so hohes Gebot einging!“

Nicole Zimmermann von der Lichtenrader Suppenküche nahm ganz gerührt die Spende entgegen und bedankt sich bei Frank Giebel und auch bei Martin Schreiber, der zur Geldübergabe aus gesundheitlichen Gründen nicht anwesend sein konnte. Nicole Zimmermann erläutert, dass die Suppenküche die Spende gut verwenden kann: „Wir haben kürzlich eine hochwertige Profi-Küchenmaschine gewonnen, die uns viel Arbeit abnimmt. Dafür ist aber noch die Anschaffung von teuren Schneideblättern notwendig. Dafür wird das Geld genutzt. Jetzt können wir die Maschine richtig gut einsetzen und loslegen. Eine riesige Spende, die wir sehr gut gebrauchen können.“

Wie seine Mutter: Wenn ich was übrig habe, spende ich gerne…

Martin Schreiber erzählte noch einiges zu seinen Beweggründen dieses Bild zu ersteigern: „Ich mag das Bild wirklich sehr, kenne den Bahnhof noch aus West-Berliner Zeiten. Und er wird ja nicht mehr lange existieren, ist also vergänglich, die Bäume sind ja schon weg.“ Weiter berichtet er: „Also wollte ich es unbedingt ersteigern und bin bis an meine Schmerzgrenze gegangen, ist ja ein sehr guter Zweck. Trotzdem dachte ich eigentlich, dass eine Firma, Anwalt, Apotheke, Arzt aus Lichtenrade das locker toppen würde, aber die wollten wohl alle nicht... Freut mich in diesem Fall sehr.“

Aber es gab für Schreiber auch noch einen weiteren eher privaten Grund: „Meine Mutter Helga Schreiber ist im letzten Jahr gestorben. Sie hat viel Geld gespendet, obwohl sie nicht viel Geld hatte, war über 50 Jahre Fördermitglied beim Roten Kreuz, auch im Schulsportverein Lichtenrade aktiv als Co-Trainerin, später Schatzmeisterin... Wenn ich etwas übrig habe, möchte ich ihr da ein wenig folgen, habe ich mir jetzt vorgenommen.“ Nun soll das Bild bei Martin Schreiber einen würdigen Platz in der Küche bekommen. Da hängt bereits ein Foto von Frank Giebel mit der Dorfkirche. Er freut sich, dass er jeden Tag die Bilder sehen kann: „Ich bedanke mich bei Frank noch einmal für diese Aktion.“

Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer dringend gesucht!

Übrigens sucht die Lichtenrader Suppenküche ganz dringend ehrenamtliche Unterstützerinnen und Unterstützer. Nicole Zimmermann: „Jeder kann mal unverbindlich vorbei kommen und am besten vorher einen Termin vereinbaren und sich uns anschauen. Wir freuen uns über jeder Art der Unterstützung!“

Thomas Moser (auch Fotos, sofern nicht gesondert gekennzeichnet)

https://www.suppenkueche-lichtenrade.de

https://frankgiebelphoto.portfoliobox.net/

https://www.facebook.com/groups/lichtenrade/

Weiteres über die Arbeit der Suppenküche kann man in der Lichtenrader Internetzeitung nachlesen. Hier ein ausführlicher Bericht: https://www.lichtenrade-berlin.de/25-blog/blog2016/335-suppenkueche-aktiv-in-der-nachbarschaft


 

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