12.2.2018 Erst kürzlich wurde in der Lichtenrader Internetzeitung auf das Beteiligungsverfahren zur Bauplanung hingewiesen. Die Öffentlichkeit kann sich noch bis zum 14. März 2018 informieren und beteiligen. Vom heutigen Tag an kann man sich näher im Internet und auch im Rathaus Schöneberg informieren. Folgend wird ein Teil dieser Unterlagen veröffentlicht.
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AUSZUG: Bebauungsplan 7-87 „Alte Mälzerei Lichtenrade“ Frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit an der Bauleitplanung gemäß § 3 Abs. 1 Baugesetzbuch

4 WESENTLICHER PLANINHALT
Ziel des Bebauungsplans 7-87 ist es, den bisher untergenutzten Standort als neues Stadtquartier mit Wohnnutzungen, kulturellen und sozialen Einrichtungen sowie Gewerbeflächen zu entwickeln.
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Hierzu liegt ein städtebaulicher Entwurf vor (Abb. 7), der Grundlage für den Vorentwurf des Bebauungsplans 7-87 ist. Der Entwurf sieht den Erhalt der unter Denkmalschutz stehenden Alten Mälzerei sowie den Teilerhalt des Landhauses Lichtenrade und den Erhalt des Geschosswohnungsbaus vor, und ergänzt diese um vier Neubauten mit jeweils 4 bis 5 Geschossen, die überwiegend dem Wohnen dienen sollen. Durch den Wohnungsneubau sollen ca. 180 Wohnungen geschaffen werden. Aufgrund der zu erwartenden Geschossfl äche für Wohnen (ca. 17.800 m²) ist das Berliner Modell der kooperativen Baulandentwicklung anzuwenden. Demnach ist ein Anteil von 30 % der geplanten Geschossfl äche für Wohnnutzung als mietpreis- und belegungsgebundener Wohnraum zu errichten. Die Planung erfordert den Abriss des jetzigen Einzelhandelsbetriebs. Durch die Unterbringung von Einzelhandel in einen der Neubauten bzw. in den bestehenden Geschosswohnungsbau, soll die Nahversorgung der Wohnbevölkerung auch zukünftig gewährleistet werden. Es soll die Ansiedlung von sozialen und kulturellen Einrichtungen, Versorgungseinrichtungen und dem Ortsteil Lichtenrade dienenden Gewerbebetrieben ermöglicht werden, vornehmlich im Bestandsgebäude der Alten Mälzerei, zu der unter Einbeziehung der Anwohner_innen bereits ein Nutzungskonzept erarbeitet wurde. Die städtebaulich prägende Wirkung der Alten Mälzerei bleibt durch eine angemessene Höhenentwicklung der Neubauten erhalten. Für das Landhaus Lichtenrade werden im Rahmen des Aktiven Zentrums weitere Nutzungsüberlegungen entwickelt. Das neue Stadtquartier soll sich sowohl zur Bahnhofstraße als auch zur Steinstraße und zur Privatstraße des nördlich entstehenden Einfamilienhausquartiers hin öffnen, indem neue Wegeverbindungen und Freiräume (Stadt- und Marktplatz sowie Grün- und Spielflächen) geschaffen werden. Die vorgesehenen Freiräume mit Wegeverbindungen für die Allgemeinheit sollen im Bebauungsplan gesichert werden. Zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität sieht das Konzept ein autoarmes Quartier vor. Die erforderlichen Stellplätze sollen in Tiefgaragen gebündelt werden. Eine hohe Aufenthaltsqualität soll auch durch den weitestgehenden Erhalt des wertvollen Baumbestands im südlichen Planbereich gesichert werden. Basierend auf diesem städtebaulichen Konzept und zur Sicherung der o. g. Ziele sollen Art und Maß der baulichen Nutzung im Laufe des Verfahrens konkretisiert werden. Das Maß der baulichen Nutzung soll sich städtebaulich verträglich an der umliegenden Bebauung orientieren. Geeignete Regelungen zur Vermeidung von Nutzungs- und Immissionskonfl ikten zwischen Wohnen, Gewerbe, Einzelhandel und Verkehr werden im weiteren Verfahren geprüft.

LINK: Die kompletten Online-Unterlagen sind hier zu finden...



Der Wohnriegel...

Fotos Moser; Pläne aus dem Bebauungsplan