Die SPD Tempelhof-Schöneberg lädt anlässlich des Internationalen Tages des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus ein:

ERINNERUNG BRAUCHT EINEN ORT

„Jüdische Displaced Persons“ – Gedenken und Diskussion zur vergessenen Nachkriegsgeschichte u.a. in Mariendorf

Sonntag, 28. Januar 2018, 14.00 Uhr

Evangelische Kirchengemeinde Berlin Mariendorf-Ost (Kirchsaal), Rixdorfer Straße 77, 12109 Berlin

Die Einrichtung ist barrierearm erreichbar.
ÖPNV: Bus 277, 282: Haltestelle Skutaristraße

Anmeldung bitte bis zum 25.1.2018 an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Auch heute, 73 Jahre nach der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz, ist es notwendig, der Gräueltaten des NS-Regimes umfassend zu gedenken. Ich bin dankbar, dass wir mit dem Denkmal für die ermordeten Juden Europas mitten in Berlin eine zentrale Holocaustgedenkstätte für die bis zu sechs Millionen jüdischen Opfer des Holocaust haben. Demokratinnen und Demokraten dürfen nicht zulassen, dass die Verbrechen der Nazis relativiert oder geleugnet werden!
Erinnerung Ort 2018 1
Sowohl Antisemitismus als auch Faschismus und Rechtsextremismus hörte mit der Beendigung des NS-Regimes in Deutschland und Europa nicht auf – vielmehr reichen sie auch heute noch in die Mitte unserer Gesellschaft hinein.

Ein nahezu vergessenes Kapitel der deutschen Nachkriegsgeschichte ist die Flucht vieler osteuropäischer Überlebender der Schoah aufgrund antisemitischer Pogrome nach Westdeutschland. Auch in Berlin (West) entstanden von der Flüchtlingsorganisation der Vereinten Nationen UNRRA drei Lager für jüdische „Displaced Persons“ – eines davon in Mariendorf. Diese selbstverwaltete „Jüdische Stadt“ war durch einen bewachten Zaun von der deutschen Bevölkerung abgetrennt. Für die Deutschen blieben die jüdischen Geflüchteten zumeist Fremde.

An die Geschichte der in DP-Lagern lebenden Jüdinnen und Juden will die SPD Tempelhof-Schöneberg im Rahmen der langjährig durchgeführten Reihe „Erinnerung braucht einen Ort“ erinnern.  Zusammen wollen wir uns fragen, wie wir heute Zäune überwinden können und wie aus Fremden Freunde werden können.

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