Unter diesem.Motto verwandelte sich die Aula vom Ulrich-von-Hutten-Gymnasium am 31. Januar 2019 in eine Messehalle mit über 30 Ausbildungsbetrieben.
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Unter der Schirmherrschaft von Hildegard Bentele (Mitglied des Abgeordnetenhauses und bildungspolitische Sprecherin der CDU), die eine motivierende Rede hielt, zeigte unser Gymnasium, dass die Duale Ausbildung auch für Gymnasiasten eine attraktive Perspektive bieten kann. Der Erfolg sprach für sich: unzählige Schülerinnen und Schüler strömten in die Aula und sprachen mit lokalen Anbietern (z.B. Ludwig Lamprecht), aber auch mit Berliner Großunternehmen, wie der BVG oder Berlin Chemie. Vor Ort wurden bereits Vorstellungsgespräche geführt und eine Schülerin hat bereits einen Ausbildungsvertrag für die Zeit nach dem Abitur unterschrieben.
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Zur Freude der Organisatoren, die im Rahmen des Kurses „Studium und Beruf“ unter der Leitung von Frau Kittler und Frau Stüdemann diese Messe ein halbes Jahr lang geplant hatten, kamen auch Schüler aus der Oberschule Otfried Preußler (Großbeeren) zur Messe. Eine weitere Kooperation ist angedacht.

Die UvH bedankt sich bei allen Ausstellern für die Unterstützung dieses Projektes sowie beim Regionalen Ausbildungsverbund Tempelhof-Schöneberg sowie der Jugendberufsagentur. (Quelle auch Fotos Website UvH)


 

Bericht und Fotos der Ausstellung und Ankündigung einer spannenden historische Modellbahnausstellung im Herbst 2019 (12. und 13. Oktober 2019) am Ende dieses Berichtes. Das Thema im Herbst wird die "Eröffnung der S-Bahn am Potsdamer Platz 1939" sein. Es wird zurzeit ein Modell mit dem Nord-Süd-Tunnel, den spannenden Gebäuden und dem Leben auf dem Potsdamer Platz gebaut (nähere Infos unten). Termin unbedingt vormerken!

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Die große Modellbahnausstellung an der Marienfelder Gustav-Heinmann-Oberschule (GHO)  am 9. Februar 2019 war ein großer Publikumserfolg. Im 37. Jahr des Bestehens der Modellbahn-AG an der Schule gab es wieder eine Präsentation der kompletten Anlage "Berliner Stadtbahn in Modellgröße H0". Groß und Klein konnten ausgiebig staunen! In derGHO konnten junge und ältere Besucherinnen und Besucher eine große interessante Modellbahnanlage mit Berlin-Bezug bewundern.



Die Anlage wurde über Jahrzehnte mit großem Einsatz von engagierten Lehrern und Schüler erbaut, ständig erweitert und gepflegt.
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Die Berliner S-Bahn und die parallel verlaufende Fernbahn waren mit ihren Bahnhöfen Zoologischer Garten, Alexanderplatz, Tiergarten und Savignyplatz auf der großen Modulanlage der Schüler-Arbeitsgemeinschaft (www.modellbahn-gho.de) im Miniaturformat (H0) zu sehen. Teile der Anlage durften Besucher in den vergangenen Jahren bei den Modellbahn-Ausstellungen im Freizeit- und Erholungszentrum Wuhlheide und bei den historischen Ausstellungen der TRIX EXPRESS Freunde Berlin (trixstadt) schon sehen. Die komplette Modellbahn-Anlage umfasst 60 Module.




Es fand ein S-Bahn-Betrieb (Baureihen 480 und 481) mit acht Bahnhöfen und einem Bahnbetriebswerk statt. Auf den parallelen Fernbahngleisen verkehrten gleichzeitig Regional- und Fernzüge (ICE, EC, IC, RE, RB, Sonder- und auch Güterzüge). Die ständig wachsende Anlage erreichte Mitte 2017 das 35. Jahr ihres Bestehens. Teile der Modellbahnanlage waren auch im Zusammenhang mit den internationalen Modelleisenbahn-Ausstellungen im FEZ Wuhlheide, zuletzt im November 2018, zu bestaunen. Bei den Publikumsabstimmungen konnten im FEZ inzwischen dreimal den 1. Preis gewonnen werden.

Es waren außerdem weitere Anlagen zu besichtigen.
TRIX GHO Modellbahnaussellung 02 2019 Moser 1

Vertreten waren auch die TRIX EXPRESS Freunde Berlin, mit denen die Schule seit inzwischen über 10 Jahren freundschaftlich verbunden sind. Bei den Herbst-Ausstellungen der TRIX-Freunde in der Schule ist jedes Jahr ein Teil der Schulanlage zu besichtigen.


Spannende historische Modellbahnausstellung im Herbst 2019 (12. und 13. Oktober 2019)
Projekt TRIX GHO Modellbahnaussellung 02 2019 Moser 9
Das Thema wird die "Eröffnung der S-Bahn am Potsdamer Platz 1939" sein. Die TRIX Freunde Berlin wollen dies in einer kleinen Anlage lebendig werden lassen und bauen schon fleißig daran. Vorher wurde ausgiebig in Archiven geforscht. Auch die damaligen Gebäude mit ihren interessanten Geschichten werden dazu gehören. Das im Krieg zerstörte für damalige Verhältnisse hochmoderne Columbushaus wird wieder mit seiner Geschichte lebendig. Die Atmosphäre dieses belebten und bekannten Platzes soll im Modell gezeigt werden. Vor 80 Jahren ging auch der Nord-Süd-Tunnel der S-Bahn in Betrieb. Es wird ein befahrbares Schnittmodell des Tunnels entstehen, der damals auch eine große technische Leistung war. Interessante Geschichte lebendig gemacht. Das wird sicher, neben den anderen historischen Modellen und Bahnen, wieder sehr interessant und spannend. Der Termin sollte unbedingt schon notiert werden!




Publikationen aus den unterschiedlichen Epochen

Der Grundriss vom Columbushaus am Potsdamer Platz ist schon im Maßstab 1:87 fertig; viele Baupläne sind für den Modellbau vorhanden.


Das Leben am Potsdamer Platz

Fotos Thomas Moser


Aufruf an Lichtenrader Vereine und soziale Einrichtungen zur Bewerbung als Spendenbegünstigter 2019: "Wir für Lichtenrade"

Für die nächste Runde der Gewerbetreibenden-Initiative "Wir für Lichtenrade" wird ein neuer Spendenzweck gesucht.

Bewerbung beim Geschäftsstraßenmanagement bis 28.02.2019

Schon zum vierten Mal sammeln Gewerbetreibende aus der Bahnhofstraße Spenden für den guten Zweck. Dieser muss für dieses Jahr noch bestimmt werden.

Daher sind soziale Einrichtungen und gemeinnützige Vereine aus Lichtenrade nun aufgerufen, sich um die Position als Begünstigte_r zu bewerben. Schreiben Sie einfach eine E-Mail an das Geschäftsstraßenmanagement des Aktiven Zentrums Lichtenrade Bahnhofstraße: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! und beschreiben kurz, was Sie mit dem Spendengeld tun würden.
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In den letzten Jahren sind jeweils etwa 2000 Euro zusammengekommen, daher gilt diese Summe als Richtwert. Welche Summe bei der diesjährigen Aktion tatsächlich zusammenkommt, ist selbstverständlich nicht vorhersagbar.

Die Spendenaktion „Wir für Lichtenrade“ entstand im Jahr 2016 aus einer gemeinsamen Idee bei einem der monatlichen Treffen der Gewerbetreibenden. Ziel ist es, jährlich wechselnde lokale Einrichtungen und Initiativen durch Spendengelder zu unterstützen, um die Vielfalt Lichtenrades zu fördern und das Stadtteilzentrum weiter zu stärken und mit Leben zu füllen. Jedes Jahr aufs Neue macht die Aktion deutlich, dass die Lichtenrader_innen sich gern engagieren und für ihren Kiez einsetzen. So konnten bereits der Förderverein der Lichtenrader Jugendfeuerwehr, das Nachbarschaftszentrum Suppenküche Lichtenrade e.V. und der Lortzing-Club unterstützt werden.

UND WEITERE NEWSLETTER-HINWEISE AZ LICHTENRADE BAHNHOFSTRASSE 01/2019:

Projekte und Termine im AZ-Jahr 2019
2019 gilt es, Konzepte und Entwürfe baulich in die Tat umzusetzen.
So soll der Rehagener Platz nach einer großen Beteiligung von Kindern, Jugendlichen und Anwohnenden während der Entwurfsphase dieses Jahr umgestaltet werden.
Die Alte Mälzerei ist bereits von Baugerüsten umzäunt und wird im Mai ihr Richtfest feiern. Das Aktive Zentrum kofinanziert einen Teil des Innenausbaus der Alten Mälzerei, z.B. der Räumlichkeiten der Bibliothek und der Volkshochschule. Das Richtfest findet im Rahmen des Tags der Städtebauförderung am 11.05. statt. Es werden z.B. ein großes Bühnenprogramm, Foodtrucks für herzhafte und süße Speisen, Kinderaktivitäten und Führungen über das Gelände geboten.
In Vorbereitung auf den bevorstehenden Umbau der Bahnhofstraße sind Baustellenmanagement- und -marketing-Tätigkeiten zudem wichtige Aufgaben.
Außerdem arbeitet das Aktive Zentrum wie jedes Jahr mit lokalen Akteur_innen zusammen, um soziale und kulturelle Projekte in Lichtenrade auf die Beine zu stellen bzw. zu finanzieren.

Ideenaufruf für Gebietsfondsprojekte
Wie jedes Jahr möchte Sie das Aktive Zentrum zu Beginn des Jahres dazu motivieren, Ideen für Projekte einzureichen, die das AZ-Gebiet als Einzelhandels- und Gewerbestandort attraktiver machen können. Mit dem Gebietsfonds kann die Umsetzung der Projekte zu 50% finanziert werden. Es wird in 2019 keine Fristen zur Einreichung der Antragsformulare mehr geben. Sie können sich also jederzeit mit Ihren Ideen schriftlich, telefonisch oder persönlich an das Geschäftsstraßenmanagement wenden.
Wir freuen uns auf Ihre Vorschläge!

Überblick über gebietsfondsgeförderte Projekte 2018
Sie haben noch keine Idee? Lassen Sie sich doch von finanzierten Projekten aus dem letzten Jahr inspirieren! Neben einer neuen Markise für die Apollo Optik-Filiale oder der nächtlichen Beleuchtung des Kirchturms der Salvatorkirche wurde 2018 z.B. auch eine barrierefreie Kundentoilette im kleinen Kaffeehaus finanziert. Die Auflistung aller Projekte aus den letzten drei Jahren finden Sie auf unserer AZ-Website.

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Foto Thomas Moser

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Der Lichtenrader Autor Raimund Bayer lädt zur Lesung ein. Es geht um den ersten Teil seiner Polit-Krimi-Trilogie. Diesmal ist es ein ganz besonderer Rahmen mit musikalischer Untermalung mit Live-Gitarrenklängen von Dr. Franz Koch. Für 24 Euro wird auch ein Begrüßungsgetränk und ein Flying Buffet geboten.

In der Lichtenrader Internetzeitung sind zu den Werken über Raimund Bayer bereits zwei Artikel erschienen.
Der aktuellste Bericht: https://www.lichtenrade-berlin.de/24-blog/blog2017/1212-besessen-vom-schreiben-der-lichtenrader-schriftsteller-raimund-bayer  und
https://www.lichtenrade-berlin.de/25-blog/blog2016/256-raimund-bayer-und-ein-spannender-polit-thriller

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Ort: EDEKA Gayermann Eventcenter . Motzener Str. 3

Kann man seine Vergangenheit zurücklassen und ein neues Leben beginnen?
Thomas Köster glaubte zweiundzwanzig Jahre daran. Sein vorgetäuschter Tod in Berlin nach der Aufdeckung eines Milliardenskandals bei der Treuhand ermöglichte ihm in der Karibik ein neues Leben zu beginnen. Gemeinsam mit Maria und von seinem Freund Raul unterstützt eröffnete er ein Restaurant am Meer und wähnte sich endlich frei von den politischen Intrigen Berlins.
Doch zweiundzwanzig Jahre später holt ihn sein altes Leben wieder ein. Ein Mitarbeiter des BND fordert ihn auf zurückzukehren, um ein schmutziges Spiel um Geld, Einfluss und Macht zu beenden. Als er zögert, verliert er alles, was er sich mit seinem Neubeginn aufgebaut hat.
Bei seiner Ankunft in Berlin erlebt er, wie sich diese Stadt verändert hat und wie bedrohlich sich diese Veränderungen für ihn auswirken.
Wird Köster es schaffen, das Netzwerk skrupelloser Politiker und eiskalter Geschäftemacher zu zerschlagen?

Reservierungen & Tickets vor Ort in allen 3 EDEKA-Gayermann-Märkten, per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder telefonisch unter 0151 / 611 467 34


 





Zum offiziellen Start der Bauarbeiten rund um die Dresdner Bahn gab es Pfiffe von verärgerten Lichtenraderinnen und Lichtenrader zu hören. Viele fanden es zynisch, dass besonders hier in Lichtenrade im Rahmen einer geschlossenen Veranstaltung der Baustart gefeiert wurde. Lichtenrade und besonders die Bürgerinitiative Lichtenrade – Dresdner Bahn hat über Jahrzehnte für eine Alternative zum ebenerdigen Bau der Bahn gekämpft. Das Motto der heutigen Mahnwache war: „Ein schwarzer Tag für Lichtenrade“ und wegen der hohen Schallschutzmauern und dem Wegfall des Bahnübergangs Wolziger Zeile für Kraftfahrzeuge: „Ein Kiez wird geteilt.“ Circa 100 Menschen kamen zu den Protesten.
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Klare Botschaft: Der Tunnel wäre das Richtige gewesen.


Eine goldene Axt für die Bahn "für einen erfolgreichen Kahlschlag in Lichtenrade" vom Lichtenrader Künstler Gerhard Moses Heß






Die Bürgerinitiative wollte den Ausbau der Bahn nicht verhindern, aber man hätte am liebsten zumindest im Teil von Lichtenrade einen Tunnel für die Bahn gehabt.

BI Vorsitzender Klaus Roesler
Dafür hat man öfters demonstriert und im Hintergrund um eine Lösung gerungen. Dieser Traum ist ausgeträumt, zumal 2017 das Bundesverwaltungsgericht die Pläne der Deutschen Bahn bestätigt hat.

Nun ist noch das Bundesverfassungsgericht am Zug, aber mit wesentlich anderen Entscheidungen ist nicht zu rechnen. Bauvorbreitende Arbeiten im Bereich Lichtenrade sind fast abgeschlossen und die ersten Lärmschutzwände wurden errichtet. Die Genehmigung für den Abschnitt in Brandenburg ist noch nicht erteilt. Bei dem offiziellen Start in Lichtenrade wurde ein letztes Teil der Schallschutzmauer an der Wolziger Zeile eingesetzt.

Stellungnahmen aus der Politik und von der BI wurden in der Lichtenrader Internetzeitung im Vorfeld veröffentlicht: https://www.lichtenrade-berlin.de/news/aktuelle-news-internetzeitung/1364-dresdner-bahn-durch-lichtenrade-feierstunde-eine-mahnwache-ein-leserbrief-und-eine-moritat

Was für die Zukunft wichtig wäre – Auswirkungen noch unabsehbar (Hinweise vom Kiezreporter)

Besonders sollten nun alle Verantwortlichen darauf achten, dass die Bauarbeiten mit möglichst geringen Beeinträchtigungen von statten gehen und später wegen des fehlenden Bahnüberganges Wolziger Zeile anwohnerverträgliche Lösungen für den Verkehr gefunden werden. Hier wurden noch keine Planungen veröffentlicht und vielleicht auch noch gar nicht vorhanden. Die Chance und Notwendigkeit wäre, dass man an dieser Stelle noch ganz praktisch Schlimmeres verhindern kann.
bauprojektdresdnerbahn start
Die Bahn veröffentlicht am 5. Februar 2019 folgende Erklärung:

Mit dem Einhub des letzten Elements einer Schallschutzwand am Bahnübergang Wolziger Zeile in Berlin-Lichtenrade wurde am 5. Februar 2019 mit dem symbolischen Bau der Dresdner Bahn begonnen. Die Hauptbauarbeiten zwischen Marienfelde und der Landesgrenze nach Brandenburg werden Schritt für Schritt umgesetzt. Unter anderem werden Fußgängerunterführungen an der Wolziger Zeile und eine Straßenunterführung an der Säntisstraße neu gebaut. Insgesamt neun Bahnübergänge werden aufgelöst und dafür Brücken oder Unterführungen gebaut.
Die folgenden vier Fotos wurden mir freundlicherweise von Niels Dettmer zur Verfügung gestellt (Danke!):
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Die oberen 4 Fotos sind von Niels Dettmer!
Weitere Fotos von Thomas Moser

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Der Druck auf den roten Startknopf...


Symbolisch wurde das letzte Stück der ersten Schallschutzmauer eingesetzt.



Weiter heißt es in den Presseinformationen der Bahn

Baubeginn für Dresdner Bahn im Süden Berlins

Auf der ausgebauten Strecke fahren Züge künftig in 20 Minuten vom Berliner Hauptbahnhof zum Flughafen BER • Ziel für Berlin–Dresden: 80 Minuten • Teil des europäischen Korridors Orient/Östliches Mittelmeer

Mit dem Einheben des letzten Elements einer Schallschutzwand am Bahnübergang Wolziger Zeile in Berlin-Lichtenrade wurde heute symbolisch mit dem Bau der Dresdner Bahn begonnen. Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Vertreter der Länder Berlin, Brandenburg und Sachsen sowie der EU-Koordinator für den TEN-V-Kernnetzkorridor „Orient/Östliches Mittelmeer“ Mathieu Grosch starteten gemeinsam mit DB-Vorstand Infrastruktur Ronald Pofalla das regional und international bedeutsame Großprojekt. Für rund 560 Millionen Euro sollen bis Dezember 2025 zwischen Berlin Südkreuz und Blankenfelde zwei neue, elektrifizierte Fernbahngleise einschließlich einer Verbindungskurve zum Berliner Außenring entstehen. Über die „Dresdner Bahn“ ist der Flughafen BER aus der Mitte Berlins in 20 Minuten zu erreichen und die Fahrzeit zwischen Berlin, Dresden und Prag kann verkürzt werden.

Enak Ferlemann: „Die Dresdner Bahn bringt die Berliner zukünftig schnell zum Flughafen BER. Die Strecke ist zudem weit über die Hauptstadtregion hinaus als leistungsfähige, umweltfreundliche Schienenachse zwischen Berlin, Dresden und Prag von Bedeutung. Kurzum: Mit dem leistungsfähigen Ausbau dieses Streckenabschnitts erzielen wir größtmögliche Wirkung im Bahnnetz und dazu mit wirkungsvollem Lärmschutz für die Anwohner.“

Ronald Pofalla, DB-Vorstand Infrastruktur: „Auf diesen Tag haben wir lange gewartet. Endlich können wir mit dem Wiederaufbau der Dresdner Bahn beginnen. Diese Verbindung ist für den Flughafen BER, für schnellere Fahrzeiten nach Dresden und Prag sowie für die Entlastung der Strecke von Berlin Richtung Leipzig und München wichtig. Eine gute Nachricht für die Anwohner: Überall dort, wo es möglich ist, sorgen wir bereits vorab für Lärmschutz und bauen Schallschutzwände entlang der Strecke.“

Regine Günther, Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz in Berlin: „Der Baubeginn der Dresdner Bahn öffnet neue Perspektiven für Berlin: Ich freue mich, dass wir in Zukunft schnell, umweltfreundlich und klimaschonend von Berlin zum Flughafen BER, nach Dresden oder Prag fahren können. Mit diesem wichtigen Infrastrukturprojekt verkürzen sich Reisezeiten, drei Berliner Bahnhöfe werden barrierefrei modernisiert. Damit wird Bahnfahren noch attraktiver.“ 

Verkehrsministerin Kathrin Schneider: „Für mehr Züge und bessere Angebote ist der Ausbau der Dresdner Bahn ein wichtiger Meilenstein. Wir haben nach der Fertigstellung die Kapazität für neue Linien und bessere Takte auf den Strecken zwischen dem Flughafen BER und Cottbus, Eberswalde und Oranienburg. Ein Gewinn ist die Strecke auch für den Brandenburger Süden, denn hier verkürzen sich die Fahrzeiten nach Berlin.“

Sachsens Wirtschafts- und Verkehrsminister Martin Dulig: „Ich freue mich, dass mit dem Beginn des Ausbaus der Dresdner Bahn ein weiterer wichtiger Meilenstein auf der Strecke Berlin–Dresden in Angriff genommen wird. Dadurch wird sich in nicht allzu ferner Zukunft die Reisezeit zwischen den Hauptbahnhöfen der Landes- und Bundeshauptstadt und auch in Richtung Hamburg um weitere zehn Minuten verkürzen.“

Mathieu Grosch, Koordinator TEN-Projekte, Europäische Union: „Der Ausbau der Dresdner Bahn ist gänzlich im Sinne der europäischen Verkehrskorridore, die u. a. dazu beitragen die Hauptstädte der EU Länder besser zu vernetzen. Das geschieht hier eindeutig zwischen Berlin, Dresden, Prag, Wien und Bratislava auf dem Kernnetzkorridor Orient/Östliches Mittelmeer. Dieses Bauprojekt verbessert aber auch den Nahverkehr über die Schiene sowie die Mobilität im Städtischen Raum und ermöglicht einen guten Schienenanschluss des neuen Berliner Flughafens. Derartige Projekte tragen maßgeblich zu einer modernen, multimodalen und nachhaltigen Verkehrsplanung bei und kommen durch ihre vielseitigen Vorteile im Nah- und Fernverkehr vielen Bürgern zugute.“

Bereits 2017 begannen die bauvorbereitenden Arbeiten südlich des Bahnhofs Lichtenrade und an der Säntisstraße in Marienfelde. 2019 beginnen zwischen Marienfelde und der Landesgrenze nach Brandenburg Schritt für Schritt die Hauptbauarbeiten, unter anderem mit dem Neubau der Fußgängerunterführung an der Wolziger Zeile und dem Neubau einer Straßenunterführung an der Säntisstraße. 

Insgesamt neun Bahnübergänge werden aufgelöst und dafür Brücken oder Unterführungen gebaut. Damit der Verkehr auf der Straße dabei nicht zum Erliegen kommt, wird so gebaut, dass von zwei benachbarten Bahnkreuzungen eine als Umleitungsstrecke offen bleibt.

Für den Schutz der Anwohner vor Lärm während der Bauarbeiten und während des Betriebs der Bahnstrecke entstanden bereits 350 Meter Lärmschutzwand südlich des Bahnhofs Lichtenrade. Auch zwischen der Attilastraße und dem Schichauweg wird in diesem Jahr eine Lärmschutzwand gebaut.

Hintergrund zur „Dresdner Bahn“

Die rund 16 Kilometer lange Dresdner Bahn ist Teil der Strecke Berlin–Dresden und existiert bereits seit 1875. Seit 1952 fahren hier keine Fernzüge mehr. Die Dresdner Bahn beginnt südlich des Bahnhofs Berlin Südkreuz, wo die Strecke von der Anhalter Bahn abzweigt, kreuzt nach 8,7 Kilometern die Landesgrenze Berlin/Brandenburg und führt nach Blankenfelde in Richtung Dresden. Sie gehört damit zum europäischen Korridor Orient–östliches Mittelmeer, der die strategisch wichtigen Häfen der Nord- und Ostsee mit dem Schwarzen Meer und dem Mittelmeer verbindet. Im Stadtgebiet ist die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf 160 km/h begrenzt, im Land Brandenburg auf 200 km/h.

Max Maulwurf begleitet als DB-Botschafter für Bauarbeiten auch dieses Großprojekt. 

Informationen zum Projekt im Internethttps://bauprojekte.deutschebahn.com/p/dresdner-bahn


Fotos Thomas Moser

Weitere Fotos:




Und einmal die Perspektive gewechselt:
perspektivegewechselt schallschutzmauer


 

Das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg möchte auch im Jahr 2019 das vielfältige bürgerschaftliche Engagement seiner Einwohner_innen, die sich in ihrem Bezirk für die Belange anderer einsetzen und ihren Kiez aktiv gestalten, würdigen.

Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler weiß dieses Engagement sehr zu schätzen: „Ehrenamtliches Engagement und Freiwilligenarbeit bilden das Rückgrat unserer Gesellschaft. Die vielen Helfer_innen sind die Basis unserer Zivilgesellschaft und Ausdruck gelebter Demokratie. Sie leisten einen wichtigen Beitrag für die Gemeinschaft. Ich betrachte Sie gerne als ein Geschenk für unseren Bezirk.“

In den vergangenen Jahren konnten schon zahlreiche Bürger_innen für ihr Engagement geehrt werden. Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler hofft, dass zahlreiche Vorschläge für eine Auszeichnung mit der Verdienstmedaille und dem Förderpreis eingehen werden: „Mit dieser Ehrung wollen wir Danke sagen und die Ehrenamtlichen, die oft im Stillen wirken, einmal ganz bewusst in den Mittelpunkt stellen.“

2019 erhielt u.a. auch der Lichtenrader Reinhart Kraft (Pfarrer a.D./vielfältig in Lichtenrade aktiv) eine Medaille (Foto privat; Bericht/LINK)
Die Verleihung der Verdienstmedaillen und des Förderpreises symbolisiert den alljährlichen Höhepunkt der Anerkennungs- und Dankeskultur im Bezirk Tempelhof-Schöneberg. Das Fortbildungsprogramm für Ehrenamtliche an der Volkshochschule, die Einrichtung eines Ehrenamtsbüros, die Vernetzung der lokalen Akteur_innen im Bezirk, die Verleihung der Berliner Ehrenamtskarten und die Herausgabe einer neue Broschüre als Wegweiser für Ehrenamtliche, dies alles ist Ausdruck der Wertschätzung und Anerkennung des bürgerschaftlichen Engagements.

Die Verdienstmedaille wird an Personen verliehen, die sich durch ihre außerordentliche, herausragende und nachhaltige Leistung (mindestens 8 Jahre) für die Allgemeinheit insbesondere im sozialen, kulturellen oder wirtschaftlichen Bereich um den Bezirk verdient gemacht haben. Geeignete Vorschläge von Organisationen, Vereinen, Verbänden sowie Einzelpersonen sollen sich bitte nur auf eine ehrenamtlich tätige Person beziehen, von Mehrfachnennungen bitten wir abzusehen.

Neben der Verdienstmedaille kann ein Förderpreis, der mit 1.000 Euro dotiert ist, vergeben werden. Mit dem Förderpreis sollen vorbildliche Leistungen von Personen, Gruppen oder Projekten, die im Dienst der Gemeinschaft und im Bezirk erbracht wurden, öffentlich anerkannt und gefördert werden.

Vorschläge und ihre Begründungen nimmt das Ehrenamtsbüro bis zum 08. März 2019 (es gilt der Poststempel) entgegen.

Kontakt:

Ehrenamtsbüro

Telefon: (030) 90277–6051/6600

E-Mail an das Ehrenamtsbüro: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


 

Das Bezirksprofil ergänzt die Bezirksregionenprofile (BZRP) um eine weitere Ebene der Datenbetrachtung und Analyse und ist Basis und Instrument zugleich. In ihm sind relevante Daten, fachliche Planungen, Analysen und Handlungsperspektiven aller Fachressorts für den Bezirk und seine Bezirksregionen zu einer integrierten Gesamtschau zusammengefasst. Damit bildet es ein wesentliches Instrument, um fachliche und politische Entscheidungen auf Grundlage einer integrierten Gesamtentwicklung zu fällen. Es ersetzt dabei jedoch nicht die spezifischen Fachplanungen, sondern stellt vielmehr ein fachlich abgestimmtes „Blitzlicht“ auf den Bezirk und seine Regionen dar, auf dessen Grundlage gemeinsame Ziele und konkrete Maßnahmen entwickelt und beschlossen werden können.

Das Bezirksprofil steht auf der Internetseite des Bezirks Tempelhof-Schöneberg zum kostenfreien Download bereit: https://www.berlin.de/ba-tempelhof-schoeneberg/politik-und-verwaltung/service-und-organisationseinheiten/sozialraumorientierte-planungskoordination/bzrp-677061.php.

Das Bezirksprofil ergänzt die in 2018 bereits veröffentlichten BZRP aller sieben Bezirksregionen um die bezirkliche Gesamtschau und hat das Ziel, eine verbesserte sozialräumliche Steuerung und Planung zu ermöglichen.

"Durch das Bezirksprofil haben Politik und Verwaltung sowie die Bürger_innen eine verlässliche Informationsbasis auf der Beteiligungsprozesse und Planungen aufgebaut werden können. Die Organisationseinheit Sozialraumorientierte Planungskoordination unterstützt hierdurch die Arbeit der Fachverwaltungen und der Politik mit Daten und Fakten, welche bislang nicht in dieser Form in einem Instrument vereint wurden", so Bezirksstadtrat Jörn Oltmann.

Das Bezirksprofil wird zweijährig aktualisiert (gerade Jahre) und ergänzt somit die ebenfalls zweijährig aktualisierten Bezirksregionenprofile (ungerade Jahre).

Der Bericht ist als Druckfassung und als barrierefreies PDF-Dokument verfügbar.

Bezirksregionenprofil Teil 2 von Lichtenrade (Oktober 2018) einschl. LINK:
Bezrirksregionenprofil Teil2 Lichtenrade


 

Festakt und Mahnwache am 5. Februar 2019 – 14 Uhr Wolziger Zeile

... Bericht mit Aktualisierungen vom 1.2.2019 (Stellungnahme des CDU-Bundestagsabgeordneten Dr. Jan-Marco Luczak (MdB) und der Lichtenrader SPD-Abgeordneten Melanie Grunow-Kühnemann (MdA) weiter hinten (am Ende des Berichtes; vor der Moritat)...

...Aktualisierungen vom 4.2.2019 (Stellungnahme der Lichtenrader CDU-Abgeordneten Hildegard Bentele und der CDU-Fraktion in der BVV (am Ende des Berichtes)...

Weitere Aktualisierung 03/2019: Offener Brief der BI Dresdner Bahn zur Presserklärung von Melanie Kühnemann-Grunow (MdA)

Am 5. Februar 2019 soll der Baubeginn der Dresdner Bahn in Lichtenrade gefeiert werden und gleichzeitig wollen betroffene Bürger ihren Unmut zeigen.

Offensichtlich hat die Bahn zum symbolischen Akt für den 5. Februar 2019 eingeladen, wie es aus Kreisen der Bürgerinitiative Lichtenrade Dresdner Bahn zu hören ist. Inwiefern diese Veranstaltung öffentlich ist, konnte bislang bei der DB Netz nicht ermittelt werden. Viele Lichtenraderinnen und Lichtenrader, die lange Zeit protestiert und geklagt hatten (div. Berichte dazu in der Lichtenrader Internetzeitung), wundern sich nur.

Schallschutz in einer Höhe von 5 Meter

Ronald Pofalla wird in Lichtenrade erwartet
In der Berliner Morgenpost heißt es am 30. Januar 2019: „Im Ortsteil Lichtenrade wird der letzte Teil einer Schallschutzwand aufgestellt. Zu dem symbolischen Akt werden Infrastruktur-Konzernvorstand Ronald Pofalla und der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann, erwartet.“

Mittlerweile wurde die notwendige Fläche in den letzten Monaten in weiten Teilen freigelegt und die letzten Buden und Schuppen auf dem Bahngelände wurden abgerissen. Zwischen S-Bahnhof Lichtenrade und dem Übergang Wolziger Zeile kann man schon auf der westlichen Seite die hohe Schallschutzmauer, die bei den Demonstrationen besonders als Teilung des Ortsteiles angesehen wurde, betrachten.


Mittlerweile hat noch ein RBB-Bericht über den geplanten denkmalgeschützten Abriss vom S-Bahnhof Lichtenrade besonders in den sozialen Medien für Unruhe gesorgt. Unverständnis wird geäußert, dass dies erlaubt ist. Es muss aber hier auch erwähnt werden, dass es bereits in allen Planungen der Bahn genauso zu sehen war. Auch wird diskutiert, inwiefern nicht Teile des Bahnhofs gegebenenfalls hätte erhalten bleiben können.

Mahnwache beim Festakt
Einen Grund zum Feiern des Baubeginns sehen viele Lichtenrader jedenfalls nicht. Darum ruft die Bürgerinitiative Dresdener Bahn e.V. -Bahn für die Menschen- zur einer Art Mahnwache auf. Auf der Website wird zur Teilnahme aufgerufen:
„Am kommenden Dienstag, dem 5. Februar um 14 Uhr, will die Deutsche Bahn bei einer Feierstunde am Bahnübergang Wolziger Zeile offiziell den Baubeginn zelebrieren.
Wir können dieses traurige Ereignis  nicht verhindern, sind aber der Meinung, wir sollten wenigstens Präsenz zeigen und der Bahn und der Öffentlichkeit demonstrieren, welch schwarzen Tag dies für unseren Ortsteil bedeutet. Hierzu benötigen wir Ihre Unterstützung.
Soweit Sie also Zeit haben, kommen Sie doch bitte am 5. Februar gegen 13 Uhr 45 zum Bahnübergang Wolziger Zeile, damit wir zeigen können wir sind nicht nur Einzelne, sondern Viele in Lichtenrade.“
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Plakate gegen den Unmut zu den Bahn-Planungen findet man auch jetzt noch...

Ärger über Baulärm und Berichterstattung
Der Vorsitzende der BI Lichtenrade-Dresdner Bahn, Klaus Roesler, hat in einem Leserbrief im November 2018 zum Tagesspiegelartikel vom 16.11.2018 über den Bericht, den Lärmbelästigungen und den Planungen geschrieben und seinen Ärger kundgetan:
„Ihr etwas sehr einseitig aus der Sicht der Deutschen Bahn geschriebener Artikel über den Ausbau der Dresdner Bahn fordert zum Widerspruch heraus. Man könnte seitenlang jede einzelne Aussage richtig stellen, was aber den Umfang eines Leserbriefs sprengen würde. Die Anwohnerproteste als Meckerei zu bezeichnen  ist ebenso unverschämt, wie der Hinweis „ein seelsorgerisch begabter Mitarbeiter solle die Anwohner beruhigen“. Sind wir hier Kinder? Derartige Frechheiten waren wir bisher von der Deutschen Bahn zwar gewohnt, sie aber in Verbindung mit dem jetzigen Projektleiter und gedruckt im Tagesspiegel zu finden, überrascht zumindest.
Zur Klarstellung: Die Anwohner wehren sich gegen  den Lärm. Dass es leiser werde wegen der Schallschutzwände, ist schon nach den Planungsunterlagen frommes Wunschdenken. Ebenso wehren sie sich gegen die Erschütterungen, von denen ja niemand bei der Bahn sprechen möchte und natürlich auch gegen die Teilung ihres Ortsteils durch 5m hohe Schallschutzwände (eigentlich müssten sie wohl 8m sein). Sie wehren sich gegen die Untertunnelung der Bahnhofstraße mit einem Gefälle von fast 9%, die bei Starkregen und Glatteis unpassierbar sein wird und bei der man gerade Radfahrern beim Zusammentreffen mit anfahrenden Bussen viel Spaß  beim Bergfahren wünscht.
Wir Lichtenrader neigen nicht zu ungesetzlichen Aktionen. Wir ketten uns (leider?) nicht an Schienen an und müssen auch das  aus unserer Sicht falsche Urteil aus Leipzig akzeptieren. Aber die Wut auf die Bahn lebt fort und sie wird durch Formulierungen, wie oben beschrieben, in Ihrem Artikel  geschürt und aufrecht erhalten.“

Eine Moritat auf die Mauer
Der Lichtenrader Kulturschaffende Gerhard Moses Heß setzt seinen Ärger künstlerisch in eine Moritat nach der Melodie „Auf der Mauer, auf der Lauer“ um, das hinter dem Bericht veröffentlicht ist.

Akutalisierung vom 1.2.2019 - Pressemitteilung des CDU-Bundestagsabgeordneten Dr. Jan-Marco Luczak (MdB):
Zum offiziellen Baubeginn der Dresdner Bahn in Lichtenrade äußert sich der Tempelhof-Schöneberger Bundestagsabgeordnete Dr. Jan-Marco Luczak wie folgt:
„Für die Lichtenrader ist dieser Tag kein Grund zur Freude. 20 Jahre lang haben wir gemeinsam für eine Tunnellösung gekämpft. Heute wird unser Ortsteil durch meterhohe Schallschutzwände in zwei Teile gespalten, Lärm und Erschütterungen werden die Lebensqualität der Menschen massiv beeinträchtigen. Das ist ein schwarzer Tag für Lichtenrade.
Dabei hätte alles anders kommen können. Der Tunnel war zum Greifen nahe – eine Lösung ist letztlich daran gescheitert, dass sich das Land Berlin nie klar und unmissverständlich für einen Tunnel eingesetzt hat. Stattdessen hat es diesen sogar unter Hinweis auf Kosten und Zeit öffentlich in Frage gestellt. Alle Gespräche mit Bahn und Bundesverkehrsministerium konnten wegen dieser Haltung Berlins am Ende nicht zum Erfolg führen. Dafür trägt wesentlich Michael Müller als damaliger Stadtentwicklungssenator und jetziger Regierender Bürgermeister die Verantwortung.
Politik von Menschen für Menschen sieht anders aus. Deshalb versammeln sich die Lichtenrader zum Protest gegen dieses Ereignis – sie wollen zeigen, dass es ein schwarzer Tag für den Ortsteil ist.“

Weitere Aktualisierung vom 1.2.2019 - Stellungnahme der Lichtenrader SPD-Abgeordneten Melanie Grunow-Kühnemann (MdA):
"Der Kiez wird darunter leiden - heute ist ein trauriger Tag für Lichtenrade!
... So wichtig eine funktionierende Infrastruktur für Berlin auch ist, für Lichtenrader wird dies ein schwarzer Tag. Wir haben lange gemeinsam für eine Tunnellösung gekämpft. Mir blutete das Herz, wenn mein Lichtenrade durch die ICE Trasse und meterhohe Schallschutzwände in zwei Teile zerteilt wird.
Bis zuletzt stand der Senat von Berlin zum Bau des Tunnels, leider waren die Deutsche Bahn mit Herrn Pofalla und Herrn Kaczmarek und das Bundesverkehrsministerium mit Herrn Scheuer nicht bereit über ihren Schatten zu springen und einen möglichen Präzedenzfall zu schaffen. Am Ende entschied das Bundesverwaltungsgericht gegen den Bau des Tunnels. Das Land Berlin hatte sich immer zum Bau des Tunnels bekannt und die entsprechenden Summen über Jahre sogar im Landeshaushalt bereit gehalten.
Als Lichtenraderin hätte ich mir gewünscht, dass sich auch CDU Abgeordnete im Bund für den Tunnel stark gemacht und auf ihre Parteifreunde in den entscheidenden Gremien Einfluss geübt hätten. Noch im Koalitionsvertrag von SPD und CDU auf Berliner Landesebene war vereinbart worden, dass Berlin für eine Tunnellösung steht und sich auch an den Kosten für den Bau beteiligt. Hier wurde im Bund eindeutig eine Chance für vertan - schlimm für Lichtenrade!
Deshalb lasst uns am 5.2.2019 vor Ort sein und deutlich machen, was wir von dem Ausbau ohne Tunnel halten. Ich werde da sein!"

Weitere Aktualisierung vom 4.2.2019 - Stellungnahme der Lichtenrader CDU-Abgeordneten Hildegard Bentele (MdA)
„Spatenstich für Dresdner Bahn – Kein Grund zum Feiern für Lichtenrade“
„Nach über 20-jähriger Planungszeit wird der oberirdische Bau der Dresdner Bahn zu Beginn des Jahres 2019 nun endgültig Realität. Bittere Realität, denn die fünf Meter hohen Schall-schutzwände werden Lichtenrade in zwei Hälften teilen. Bitter vor allem auch, weil die Ge-sundheit der Lichtenraderinnen und Lichtenrader hintangestellt wurde: die Verlegung der Bahntrasse in einen Tunnel, für den die Bürgerinitiative zusammen mit der CDU lange ge-stritten hat, hätte den Anwohnern Lärm und Erschütterungen erspart. Zuletzt haben der frühe-re Fraktionsvorsitzende MdA Florian Graf, der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Fraktion MdA Oliver Friederici und ich als direkt gewählte Abgeordnete in Lichtenrade im Mai 2017 einen Antrag in das Abgeordnetenhaus von Berlin eingebracht, der vom Senat ein entschlos-senes Eintreten für die Tunnellösung fordert (Drucksache 18/0320 anbei) – rot-rot-grün hat ihn abgelehnt.
Unser Augenmerk sollte nun darauf gerichtet sein, die Verantwortlichen bei der Deutschen Bahn, im Senat und im Bezirk auf ihre Fürsorge für die Lichtenraderinnen und Lichtenrader bei diesem großen Infrastrukturprojekt hin zu verpflichten und sie immer wieder daran zu er-innern:
• Umsetzung des Projekts im Zeitrahmen (bis Dezember 2025),
• Sicherstellung eines Baustellen- und Verkehrsmanagements, das die Bahnhofstrasse als Einkaufsstraße und die anliegenden Seitenstraßen nicht zum Kollabieren bringt und Pas-santen das Queren möglich macht,
• Umfassende und rechtzeitige Information der Lichtenraderinnen und Lichtenrader,
• Sicherstellung des Lärmschutzes,
• Adäquate Ausgestaltung der Unterführung am S-Bahnhof Lichtenrade.“

Weitere Aktualisierung von der CDU-Fraktion der BVV (Auszüge):
Die CDU-Fraktion Tempelhof-Schöneberg konnte Anträge mit Empfehlungen für die Tunnellösung an alle zuständigen Stellen durchsetzen, dennoch muss Lichtenrade... dieses bittere Ergebnis hinnehmen.
„Lichtenrade wird durch meterhohe Schallschutzwände in zwei Teile gespalten. Ich hätte nie gedacht, dass durch unseren Ortsteil einmal mehr eine Mauer verlaufen würde! Auch wenn uns diese Mauer vor Lärm der Bauarbeiten und später der Züge schützen soll, wird die Lebensqualität der Menschen mit Sicherheit negativ beeinträchtigt“, erklärt Hagen Kliem, CDU-Bezirksverordneter und Vorsitzender der Aktionsgemeinschaft Bahnhofstraße e.V.
Der Senat setzte sich nie entschlossen für eine Tunnellösung ein. Obwohl im Koalitionsvertrag von SPD und CDU in der letzten Legislaturperiode vereinbart wurde, dass sich das Land Berlin für eine Tunnellösung einsetzen und sich auch an den Kosten beteiligen würde, ist die Tunnellösung nun gescheitert. Grund dafür ist, dass sich Berlin nie entschlossen für den Bau eines Tunnels eingesetzt hat. Stattdessen wurden etwaige Pläne immer wieder öffentlich hinterfragt. Wesentliche Verantwortung trägt dafür der damalige Stadtentwicklungssenator und jetzige Regierende Bürgermeister, Michael Müller (SPD).
„Hier machte das Land Berlin bürgerferne Politik gegen die Lichtenrader. Ich finde es wichtig und korrekt, dass sich die Lichtenrader am 5. Februar 2019 gegen dieses Ereignis versammeln – wir müssen zeigen, dass es ein schwarzer Tag für den Ortsteil ist!“, so Kliem.
Wir werden den Bauprozess kritisch begleiten.
Mit Blick in die Zukunft erklärt der Bezirksverordnete: „Als CDU-Fraktion Tempelhof-Schöneberg bemängeln wir die fehlende Weitsicht bei diesem Bauprojekt. Gerade im Hinblick auf die kommenden Infrastrukturentwicklungen in Lichtenrade erscheint das oberirdische Bahnstreckenkonzept nicht als ganzheitlich durchdacht. Wir werden den Bauprozess kritisch begleiten, u.a. auf den Ausbau eines adäquaten Lärmschutzes bestehen und darauf achten, dass die Bahnhofstraße wie auch die anliegenden Seitenstraßen verkehrstechnisch nicht kollabieren. Es muss weiterhin eine funktionierende Einkaufsstraße bleiben!“

Weitere Aktualisierung Offener Brief der BI Dresdner Bahn auf Presserklärung von Melanie Kühnemann-Grunow (MdA) / 03/2019
offener Brief Grunow Kuehnemann1
offener Brief Grunow Kuehnemann2

Wie bekannt, wurde gegen das Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes über die Baugenehmiung der Bahnstrecke Verfassungsbeschwerde eingelegt. Ein Ergebnis liegt noch nicht vor.

Website der BI: http://www.dresdner-bahn.de/

Website der Deutschen Bahn: https://bauprojekte.deutschebahn.com/p/dresdner-bahn

und https://www.dresdnerbahn.de/

Moritat vom Mauerbau der Deutschen Bahn und vom Abriss des S-Bahnhofs

(Melodie: Auf der Mauer, auf der Lauer) von Gerhard Moses Heß

Endlich wieder eine Mauer

hat jetzt Lichtenrade,

denn so lange ohne Mauer,

das war doch sehr fade!

Unsre Mauer, die ist grün,

ist gar prächtig anzusehn -

und niemand kann da rüber!

Ach, was hat sie uns gefehlt,

die Berliner Mauer!

Lob und Ehr der Deutschen Bahn

für die Lichtenrader Mauer!

Keiner kann uns jetzt mehr sehn,

wenn wir hinter der Mauer stehn

- und auf unsre S-Bahn warten!

Lichtenrade zweigeteilt,

wie vor 30 Jahren,

will'ste rüber musste erst

durch den Tunnel fahren.

Doch die Mauern sind so schön,

leuchten ja so lieblich grün

- wir wollen uns nicht beklagen.

Wenn Du in den Osten willst,

musste künftig zahlen:

Der Tunnel kriegt 'ne Mautstation,

da kannste Dir 'nen Passierschein hol'n!

Will'ste schnell in den Westen,

da ist's dann am besten,

wenn Du Dir 'nen eig'nen Tunnel gräbst!

Weg mit unserm alten Bahnhof,

der steht doch im Wege,

freie Fahrt der Dresdner Bahn,

Denkmalschutz steht hintenan.

Kahlschlag für die Deutsche Bahn,

nur so kommen wir schnell voran,

und die Bahn wird sicher pünktlich sein!

Auf der Mauer, auf der Lauer

sitzt die Deutsche Bahn,

  1. der neue Mauerbauer

ist die Deutsche Bahn.

Seht doch, was die Bahn kann:

Lichtenrade wird kaputt gemacht,

wenn wir nicht auf die Pauke haun!


 

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