FACEBOOK-Bericht von Carsten Goertz!
Die Lichtenrader Internetzeitung informierte bereits über die geplanten Entwicklungen, dass ein Teil der jetzigen Jugendarrestanstalt mit sogenannten "Gefährdern" belegt werden wird. Link zum Bericht: http://www.lichtenrade-berlin.de/news/aktuelle-news-internetzeitung/1038-senatsbeschluss-teil-der-jugendarrestanstalt-fuer-gefaehrder
Die Redaktion konnte leider die Info-Bürger-Veranstaltung "Bürgerdialog" am 19.3.2018 nicht besuchen. Dafür haben wir von Carsten Goertz in Facebook einen sehr interessanten und ausführlichen Bericht über diese Veranstaltung gelesen, den wir hier auch veröffentlichen dürfen. Vielen Dank, lieber Carsten Goertz!
Für diejenigen, die den Bericht in Facebook bislang nicht gesehen/gelesen haben...

Foto von Tim Brakemeier -dpa- Anstalt Lichtenrade - Kirchhainer Damm

Text von Carsten Goertz:

Bin soeben vom bereits erwähnten Bürgerdialog zum Thema "Zukunft der Jugendarrestanstalt Lichtenrade" in der Aula des Ulrich-von-Hutten-Gymnasiums zurück und möchte Euch an dieser Stelle gerne eine kleine Zusammenfassung geben.

Ich möchte betonen, dass ich absolut nichts mit den Entscheidungen zu tun habe und etwaige Beschwerden oder sonstige Unmutsbekundungen daher bei mir leider an der falschen Adresse sind! Auch werde ich diesbezüglich nur eventuell auftretende Fragen beantworten, mich aber selbst nicht an einer Diskussion beteiligen. Mein Anliegen ist es, Informationen weiterzugeben, damit sich jeder seine eigene Meinung bilden kann.

Einleitende Informationen:
Derzeit gibt es laut Aussage des zuständigen Staatssekretärs (Inneres) ca. 80 bekannte Gefährder in Berlin. Hiervon ist ca. die Hälfte überhaupt "theoretisch" abschiebbar. Der Rest sind deutsche Staatsbürger, weswegen eine Abschiebung nicht möglich ist.

Die momentane Jugendarrestanstalt Lichtenrade bietet Platz für die Unterbringung von bis zu 80 "Arrestanten". Bei diesen Arrestanten handelt es sich nicht um verurteilte Straftäter im eigentlichen Sinne (also keine Mörder, Vergewaltiger o.ä.) sondern um Jugendliche, die sich anderer Vergehen strafbar gemacht haben und bei denen der Zweck der Unterbringung nicht die Verbüßung einer Strafe ist, sondern einer Art "Warnschuss". Aus diesem Grund können Arrestanten auch nur bis maximal 4 Wochen inhaftiert werden. Tatsächlich werden die meisten von ihnen aber nur wenige Stunden oder Tage inhaftiert. Ein Großteil der Arrestanten genießt zudem das Privileg des Freigangs. Heißt: Sie dürfen die Anstalt tagsüber verlassen, um weiterhin zur Schule, zum Ausbildungsplatz oder aber der Arbeitsstelle gehen zu können.

Nun zum Thema "Gefährder":
Es ist geplant, gleichzeitig 8 bis 10 "vollziehbar Ausreisepflichtige" in der (dann ehemaligen) Jugendarrestanstalt (das ist der große bogenförmige Bau mit der 5 Meter hohen Stahlbetonmauer drumherum) am Kirchhainer Damm unterzubringen. Die Unterbringung soll pro Gefährder "wenige Tage, in Ausnahmefällen wenige Wochen" andauern. Die Möglichkeit des Freigangs haben die Inhaftierten nicht! Zudem werden die Gefährder einzig im Innenbereich mit Zugang zum Innenhof, nicht aber zur Straßenseite untergebracht, um eine Kontaktaufnahme mit Personen außerhalb der Anstalt zu unterbinden.

Warum Lichtenrade?
Weil die Anstalt in Lichtenrade die einzige in Berlin ist, die baulich sowie vom Sicherheitsstandart her (Mauer, Natodraht und weitere, nicht genannte Sicherheitseinrichtungen) eine Unterbringung von solchen Gefährdern bietet.

Warum nicht die JVA Heidering?
Weil es laut EU-Gesetzgebung nicht möglich ist, verurteilte Straftäter und "vollziehbar Ausreisepflichtige" gemeinsam unterzubringen. Zudem ist die JVA Heidering bereits voll ausgelastet.

Warum nicht die 2015 (vom damaligen CDU-Innensenator Henkel) geschlossene Abschiebehaftanstalt Berlin-Grünau?
Weil dort die Sicherheitseinrichtungen bereits demontiert wurden und das Areal vollumfänglich durch die Berliner Feuerwehr genutzt wird. Unter anderem wurde dort inzwischen eine große Fahrzeughalle gebaut, in welcher bis zu 20 Einsatzfahrzeuge stationiert und untergebracht sind. Das Areal steht demnach nicht mehr zur Verfügung.

Warum nicht die JVA Tegel?
Weil es laut EU-Gesetzgebung nicht möglich ist, verurteilte Straftäter und "vollziehbar Ausreisepflichtige" gemeinsam unterzubringen.

Wer sorgt für die Sicherheit in der Abschiebehaftanstalt Lichtenrade und im Umfeld?
Die Berliner Polizei! Verantwortlich ist hierfür nicht der Abschnitt 47 am Lichtenrader Damm, sondern eine spezielle Abteilung, die vom ehemaligen Leiter der 2015 geschlossenen Abschiebehaftanstalt Berlin-Grünau und jetzigen Leiter der Gefangenensammelstelle geführt wird. Zu dieser Abteilung gehören derzeit ca. 650 Polizisten, die alle langjährige Erfahrungen mit schwerkriminellen haben und über eine spezielle Ausbildung verfügen. "Normale Streifenpolizisten" werden hierfür nicht eingesetzt.

Sind Neueinstellungen bei der Berliner Polizei für die AHA Lichtenrade geplant?
Nein, da wie gesagt langjährige Erfahrung und eine spezielle Ausbildung notwendig sind. Es wird jedoch je nach Bedarf Personal aus der Gefangenensammelstelle abgezogen und dann in Lichtenrade eingesetzt, da dieses Personal über eben die genannten Vorrausetzungen verfügen.

Was passiert mit den jugendlichen Arrestanten?
Die ziehen zurück in die ehemalige Jugendarrestanstalt in der Lützowstraße. Diese Einrichtung steht derzeit leer und wird in Kürze renoviert, sodass dort eine ordentliche Unterbringung gewährleistet werden kann.

Mit welchen Beeinträchtigungen ist im Umfeld des Areals der (dann neuen) JAA Lützowstraße bzw. der AHA Kirchhainer Damm zu rechnen?
Am Kirchhainer Damm mit gar keinen. Der Sicherheitsstandart ist bereits sehr hoch und wird weiter erhöht. Mit Lärmbelästigung ist nicht zu rechnen, da die Inhaftierten wie bereits erwähnt nur Zugang zum Innenhof haben und der Kontakt zur Außenwelt unterbunden wird.
In der Lützowstraße werden straßenseitig nur Jugendliche untergebracht, die oben genannte Privilegien genießen und dementsprechend ein eigenes Interesse am Erhalt dieser Privilegien haben (Stichwort "Gute Führung"). Jugendliche, die Stress machen könnten werden im hinteren Teil des Areals untergebracht. Eine Lärmbelästigung für die Anwohner soll damit weitestgehend vermieden werden.

Ist das ganze eine Dauerlösung?
Nein, derzeit ist ein Betrieb der AHA Kirchhainer Damm für eine Laufzeit von 3-5 Jahren geplant. Darüber hinaus wird bereits nach möglichen Alternativen gesucht, die derzeit aber nicht vorhanden sind. Eine mögliche Alternative könnte der Neubau einer AHA im Umfeld des Flughafens BER sein. Allerdings wäre dafür die Bundespolizei als Betreiber zuständig. Dementsprechend steht der Bund hier in der Pflicht.

Ich hoffe, ich habe jetzt nichts vergessen.


 

Der Bezirk Tempelhof-Schöneberg vergibt auch in diesem Jahr wieder Verdienstmedaillen und den Förderpreis für bürgerschaftliches Engagement und würdigt damit die große Engagementbereitschaft von Bürger_innen in Tempelhof-Schöneberg. 

Das Bürgerschaftliche Engagement ist eine tragende Säule des gesellschaftlichen Lebens und des Zusammenhalts im Bezirk. Die enorme Vielfalt, die sich beständig ändernden Inhalte und Themenfelder des Engagements sind sichtbare Zeichen eines lebendigen Miteinanders in den verschiedenen Sozialräumen in Tempelhof-Schöneberg.

„Kennen Sie jemanden, der eine Ehrung mehr als verdient hat? Ich würde mich sehr über Vorschläge und Anregungen unserer Bürger_innen freuen, die sich für andere einsetzen und unseren Bezirk durch ihr unermüdliches Engagement seit vielen Jahren prägen. Es ist mir eine Herzensangelegenheit, das vielfältige Engagement sichtbar zu machen! Bitte wenden Sie sich vertrauensvoll an das Ehrenamtsbüro im Bezirksamt, hier hilft man Ihnen gern, wenn Sie Fragen zu einem eventuellen Vorschlag haben und berät Sie!“, informiert die Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler.

Die Verdienstmedaille wird an Personen verliehen, die sich durch ihre außerordentliche, herausragende und nachhaltige ehrenamtliche Leistung für die Allgemeinheit insbesondere im sozialen, kulturellen oder wirtschaftlichen Bereich um den Bezirk Tempelhof-Schöneberg von Berlin verdient gemacht haben.

An Mitarbeiter_innen des Bezirksamtes Tempelhof-Schöneberg werden Verdienstmedaillen nicht vergeben.

Grundsätzlich soll die ehrenamtliche Tätigkeit nachhaltig sein. Als Kriterium für Nachhaltigkeit gilt grundsätzlich ein Zeitraum von mindestens 8 Jahren. Bei überragenden Verdiensten (wie z. B. Rettung von Menschen aus Gefahr unter Einsatz des Lebens) kann von dem Erfordernis der Nachhaltigkeit abgesehen werden.

Der Förderpreis, der mit 1.000 € dotiert ist, kann neben der Verdienstmedaille vergeben werden. Mit dem Förderpreis sollen vorbildliche Leistungen von Personen, Gruppen oder Projekten, die im Dienst der Gemeinschaft und im Bezirk erbracht wurden, öffentlich anerkannt und gefördert werden.

Die schriftlichen Vorschläge und ihre Begründungen nimmt das Ehrenamtsbüro bis zum 12. Mai 2018 (Poststempel) entgegen.

Kontakt:

Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg von Berlin, Ehrenamtsbüro

John-F.-Kennedy-Platz, 10820 Berlin

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Tel.: (030) 90277– 6050/6051


 

Berlin ist eine der jungen und kreativen Hauptstädte Europas. Das, was diese Stadt so attraktiv macht, ist die besondere und individuelle Atmosphäre in allen zwölf Bezirken, die mit ihren Stadtteilen und Kiezen ihr eigenes Flair, ihre eigene Geschichte und Lebenskultur haben.

Der Bezirk Tempelhof-Schöneberg ist ein Teil des facettenreichen Bildes. Er ist einer der interessanten Bezirke, der voller Gegensätze steckt: bunt und lebendig, aber auch gutbürgerlich, ruhig, beschaulich und geschichtsträchtig.

Dass man hier viel mehr findet als das KaDeWe, den Flughafen Tempelhof, das Rathaus Schöneberg oder die vielen Kneipen und Restaurants rund um den Nollendorfplatz, wissen die wenigsten Tourist_innen, ja nicht einmal die Berliner_innen oder die Tempelhofer_innen und Schöneberger_innen selbst. Darum lassen Sie sich überraschen und entdecken Sie Tempelhof-Schöneberg!

Dass, was der erste Film aus dem letzten Jahr aufgrund der Fülle von interessanten Orten nicht zeigen konnte, wird jetzt im zweiten Tourismusfilm nachgeholt. Der Film von Stefanie Schmitt von Schmitt Pictures kommt ohne Sprache aus und spricht mit der Kraft der Bilder und der Musik zu den Interessierten. Er richtet sich an Berliner_innen genauso wie an Tourist_innen aus dem In-und Ausland. Der Soundtrack stammt von Hendric Bünck.

„Der Film führt von der wilden, pulsierenden Bülowstraße über Tempelhof bis ins grüne, beschauliche Lichtenrade. Abseits der ausgetretenen Tourismuspfade führt er zu den versteckteren Plätzen und zeigt Orte zum Wohlfühlen, Nachdenken und Staunen und mit seinem besonderen Blick die Vielfalt unseres Bezirks“, so Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler. (PM BA T-S)

Beide Tourismusfilme des Bezirkes finden sich auf den Seiten der bezirklichen Wirtschaftsförderung:

http://www.berlin.de/ba-tempelhof-schoeneberg/politik-und-verwaltung/service-und-organisationseinheiten/wirtschaftsfoerderung/tourismus/

oder auf youtube:

https://www.youtube.com/watch?v=hfPgD_BT-po&lc=z22awt5y2vneyfh4304t1aokgnkfzoyfufwoljchptc1rk0h00410


 

Bundestagsabgeordneter Luczak unterstützt Lichtenrader Schülerfirma und erwirbt Anteilsschein

(Berlin/26.03.2018) Der Tempelhof-Schöneberger CDU-Bundestagsabgeordnete Jan-Marco Luczak hat für zehn Euro einen Anteilsschein an der Lichtenrader Schülerfirma „Georganizer“ erworben und ist nun Aktionär des Start Ups. Nur noch wenige weitere Anteilseigner fehlen, dann kann die innovative Schülerfirma des Georg-Büchner-Gymnasiums mit der Umsetzung ihrer digitalen Firmenidee starten: eine App von Schülern für Schüler. Die App soll den Namen „Schoolando“ tragen und Schülern Informationen und Dienstleistungen rund um das Schullebens bieten.

Hierzu erklärt Luczak: „Es freut mich, dass Jugendliche Gründergeist zeigen und Lust an der Entwicklung digitaler Idee haben. Mit der App braucht es nur einen Klick für den aktuellen Stunden- und Vertretungsplan oder Prüfungstermine. Das erleichtert den Schulalltag enorm und ist eine moderne Serviceleistung für Mitschüler.“ Deshalb habe er jetzt einen solchen Anteilsschein erworben, um die Idee der Schüler zu unterstützen.

Die Schüler möchten mit ihrer Idee die Digitalisierung in Schulen vorantreiben: „Digitalisierung sollte an Schulen eine größere Rolle spielen. Darum sind wir aktiv geworden. Mit der App wollen wir zeigen, dass man vor Neuem keine Angst zu haben braucht“, sagt Yussef Hussain, Schüler und Mitgründer der achtköpfigen Schülerfirma.               

Für den Erwerb eines symbolischen Anteilsscheins in Höhe von 10 Euro möchte Luczak weitere Unterstützer gewinnen: „Mit einem kleinen Betrag kann jeder das Engagement dieser motivierten jungen Menschen würdigen und zur Digitalisierung an Schulen beitragen.“

Luczak lobt das Projekt: „Die Schüler verbinden ein gemeinsames Engagement mit unternehmerischem Denken. Ich bin mir sicher, dass sie damit wertvolle Erfahrungen für ihr weiteres Leben sammeln.“ Für den Landeswettbewerb im Mai wünscht Luczak dem Team viel Erfolg. (Büro Luczak)
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Schüler des Georg-Büchner-Gymnasiums übergaben Jan-Marco Luczak persönlich den Anteilsschein ihrer Schülerfirma „Georganizer“. (Fotoquelle: Bundestagsbüro Dr. Luczak)


 

Bauinfo DB27032018
Mit der Inbetriebnahme des neuen Elektronischen Stellwerks Marienfelde wird bereits ab Donnerstag, dem 29. März 2018 der Bahnübergang Säntisstraße gesperrt. Gleichzeitig geht die bauzeitliche Fußgängerbrücke (nicht für Rollstuhlfahrer, Kinderwagen u.a. geeignet) über die Gleise in Betrieb.

Die Schließung des Bahnübergangs ist notwendig, um hier in den nächsten Jahren in gleicher Lage eine Straße zu bauen, die unter den Bahngleisen hindurch führt. Alle Bahnübergänge der Dresdner Bahn werden im Rahmen des Bauprojekts sukzessive durch Brücken oder Unterführungen ersetzt. Nach Fertigstellung der neuen Straßenverbindung an der Säntisstraße wird die Fußgängerbrücke zurückgebaut.

Die Brücke soll den Anwohnern in der anstehenden Bauphase weiterhin ermöglichen die Bahnstrecke zu überqueren. Mobilitätseingeschränkte Anwohner sowie Fahrradfahrer können den südlich der Säntisstraße gelegenen Bahnübergang Buckower Chaussee zur Querung der S-Bahngleise nutzen.

Grundlage der Entscheidung der Genehmigungsbehörde für eine nicht barrierefreie Ausführung der Brücke ist unter anderem das zu erwartende geringe Aufkommen von mobilitätseingeschränkten Nutzern im Verhältnis zu den entstehenden Kosten für den Bau und die Instandhaltung einer barrierefreien Brücke.

Das neue Stellwerk bietet zwei wesentliche Vorteile: Zum einen ermöglicht es den Einsatz des neuen Zugsicherungssystems bei der S-Bahn. Zum anderen ist die Technik des neuen Stellwerks die Voraussetzung dafür, dass der S-Bahnverkehr auf der Strecke während der Bauzeit weitestgehend aufrechterhalten werden kann.

Weitere anstehende Baumaßnahmen in diesem Bauabschnitt sind das Freimachen des Baufeldes und Kabelverlegearbeiten zur Vorbereitung des Baus der neuen Straße.
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Bereits ab 29.3.2018 für eine sehr lange Zeit gesperrt... (Foto Thomas Moser)

Informationen zum Ausbauprojekt Dresdner Bahn unter

·       https://bauprojekte.deutschebahn.com/p/dresdner-bahn

·       www.dresdnerbahn.de

sowie dienstags von 14.00 -18.00 Uhr im Infopunkt auf dem Bahnsteig des  S-Bahnhofs Lichtenrade

Dies ist fast wortgleich die Bauinfo der Bahn und keine Meinung o.ä. der Redaktion!


 

Eine Anfrage der CDU-Bezirksverordneten Britta Schmidt-Krüger bezieht sich auf die seit mehreren Wochen anhaltenden Belästigungen von Gästen/Nutzern des Gemeinschaftshauses durch eine Gruppe Jugendlicher (auch während der Schulzeit) am Gemeinschaftshaus Lichtenrade. Aus diesem Grunde wurde ein Objektschutz eingesetzt! Die Jugendlichen sollen dem Jugendamt und den Jugendeinrichtungen bekannt sein.

"Weshalb in der Verlängerung von Öffnungszeiten der Jugendfreizeiteinrichtungen ein adäquates Angebot zur Abhilfe gesehen wird, bleibt unklar," meint der CDU-Bezirksverordnete Christian Zander. "Schließlich berichten die Seniorenfreizeitstätte und die Jugendeinrichtung am Gemeinschaftshaus, dass die Jugendlichen auch während der Schulzeit dort ihr Unwesen treiben und behaupten, sie hätten später Schule oder Unterricht sei ausgefallen. Eine Ausweitung des Angebots in den Jugendeinrichtungen ist zwar grundsätzlich begrüßenswert, doch müsste hier geprüft werden, ob eine aufsuchende Jugendarbeit das geeignetere Unterstützungsangebot wäre."

Beantwortung des Bezirksamtes (Jörn Oltmann, Bezirksstadtrat und stellv. Bezirksbürgermeister)
gemeinschaftshaus lichtenrade 042017
Archivaufnahme aus  April 2017 (Foto Thomas Moser)

Zu 1. Ist dem Bezirksamt bekannt, um welche Gruppe Jugendlicher es sich handelt, die seit einigen Wochen für Zerstörungen und Belästigungen am Gemeinschaftshaus Lichtenrade sorgt?

Ja. Nach vorliegenden Erkenntnissen handelt es sich um eine Gruppe von ca. 10 Jugendlichen, die in verschiedenen Jugendfreizeitheimen der
Region erscheinen und auch dort bekannt sind.

Einige dieser Jugendlichen sind auch dem Regionalen Sozialen Dienst bekannt; in mindestens zwei Fällen gab es einen direkten Austausch sowohl mit dem Regionalen Sozialen Dienst als auch der Jugendgerichtshilfe.

Zu 2. Welche Anstrengungen gab es außer der Beauftragung eines Objektschutzes seitens des Bezirksamtes z.B. über das Jugendamt, um Kontakt mit den bis zu 15 Jugendlichen aufzunehmen und die Konfliktlösung zu betreiben?

Vor dem Hintergrund der Konfliktsituation haben die Einrichtungen der Region ihre jeweiligen Angebote präventiv so koordiniert, dass die vorhandenen Personalressourcen möglichst optimal genutzt werden können. So wurden zwischen dem Jugendcafe in Alt-Lichtenrade und dem Kinder- und Jugendhaus des Gemeinschaftshauses die Öffnungszeiten nochmals abgestimmt. Das mobile „Team Outreach“ hat gegenwärtig diese Region verstärkt im Focus.

Nachfragen
1. Welche Vorfälle und Vandalismusschäden in welcher Höhe sind bislang aktenkundig geworden und sind diesbezüglich Strafanzeigen gestellt worden?

Folgende Vandalismusschäden sind aktenkundig:
- in der Turnhalle des 3. OG des Gemeinschaftshauses wurden drei Feuerlöscher komplett entleert. Für die Reinigung der Turnhalle entstanden Kosten in Höhe von 484,00 €. Die Ausgaben für die Neuanschaffung von drei Feuerlöschern betrugen 317,00 €.
- In den Außenanlagen des Gemeinschaftshauses wurde die Kellerschachtabdeckung demontiert und in den offenen Schacht geworfen. Für die entsprechenden Reparaturen und zusätzlichen Sicherungsmaßnahmen entstanden Aufwendungen in Höhe von 167,00 €.
- Für die Beseitigung diverser Graffitis innerhalb und außerhalb des Gebäudes entstanden bisher Kosten in Höhe von 5.200,00 €.
- Für die Beseitigung von Vandalismusschäden an Fenstern wurden bisher Ausgaben in Höhe von 800,00 € geleistet.
Diese Vandalismusschäden wurden beim zuständigen Polizeiabschnitt angezeigt.

Seitens der SE FM wurde am 14.02.2018 ein Vor-Ort-Termin initiiert, an welchen u.a. Vertreter des Jugendamtes, des Sozialamtes, der Polizei und des beauftragten Sicherheitsunternehmens teilnahmen, um organisatorische Einzelmaßnahmen abzustimmen.




Die Redaktion der Lichtenrader Internetzeitung fragte beim Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg zum Thema Kopfsteinpflaster: Dieses Thema beschäftigte die Öffentlichkeit besonders 2016/2017. Auf welcher Länge wurden bislang Schäden in entsprechenden Straßen In Lichtenrade instandgesetzt (Anteil der Umsetzung)? Wie viele Arbeiten sind insgesamt noch (für 2017) geplant?

Die Bezirksstadträtin Frau Christiane Heiß beantwort die Nachfrage der Lichtenrader Internetzeitung wie folgt:

Das Bezirksamt hat Verständnis dafür, dass die Bürger_innen mit dem Zustand der Straßen im sog. „Dichterviertel“ im Ortsteil Lichtenrade nicht zufrieden sind. Dennoch kann die Sanierung der Straßen nur nach Maßgabe der finanziellen und personellen Ressourcen des Bezirksamtes erfolgen.

Im Jahr 2017 konnten, finanziert durch Sonderprogramme der Senatsverwaltung, mehrere kleine Teilflächen der Goethestraße, sowie ein Teilabschnitt der Mellener Straße (vor der Grundschule) in gesamter Fahrbahnbreite, saniert werden.
kopfstein pflaster mellener str Lichtenrade neu0217 2018
Kopfsteinpflaster und Anschluss an die Bahnhofstraße wurde 2017 saniert.
Im Fachbereich Straßen des Straßen- und Grünflächenamtes sind zurzeit mehrere Ingenieur- bzw. Technikerstellen nicht besetzt. Der Fachbereich versucht dennoch, begonnene Vorhaben in 2018 möglichst im bisherigen Umfang weiterzuführen. Dazu gehört auch die Sanierung von Pflasterstraßen im OT Lichtenrade. Entsprechende Möglichkeiten werden zurzeit geprüft. Ich muss Sie dazu noch um Geduld bitten. Die Bürger_innen werden rechtzeitig vorher informiert, wenn weitere Bauarbeiten bevorstehen.

Auch in den folgenden Jahren wird es im Bereich „Pflasterstraßen in Lichtenrade“ weiterhin noch Einiges zu tun geben.

Der letzte Bericht in der Lichtenrader Internetzeitung vom 30. Januar 2017: http://www.lichtenrade-berlin.de/news/aktuelle-news-internetzeitung/136-instandsetzung-von-pflasterstrassen-in-lichtenrade

Fotos Thomas Moser


 

26. März 2018 Die Lichtenrader Internetzeitung informierte am 25. März 2018 über die Sperrung der Bahnhofstraße wegen eines Wasserrohrbruchs. http://www.lichtenrade-berlin.de/news/aktuelle-news-internetzeitung/1067-ausnahmezustand-oeffentlicher-personennahverkehr-in-lichtenrade .

Nach heutiger Mitteilung der Berliner Wasserbetriebe handelt  es sich bei dem zuerst angenommenen Rohrbruch um eine Versackung, die nichts mit den Wasserbetrieben zu tun hat. Bei einer Überprüfung der Leitungen im Umfeld wurden keine Fehler festgestellt; somit liegt auch kein Wasserrohrbruch vor.

Die Pressesprecherin der Berliner Wasserbetriebe Astrid Hackenesch-Rump erläutert: "Solche Fälle kommen immer wieder vor, zuletzt auf der B2 in Malchow, als das Wasser aus einer defekten Drainageleitung ebenfalls den Wasserbetrieben zugerechnet wurde."

Jetzt ist das bezirkliche Tiefbauamt zuständig. Wir werden im Bezirksamt nachfragen.ToM


Fotos Thomas Moser