Der gemeinsame Neujahrsempfang vom „Unternehmer-Netzwerk Lichtenrade“ (UNL) und der „Unternehmer-Initiative Te-Damm“ ist auf dem besten Weg, sich zu einer Tradition zu entwickeln. Aus einer eher wagen Idee im letzten Jahr, ist 2016 der erste Neujahrsempfang der beiden Initiativen entstanden. Jetzt traf man sich das zweite Mal wieder in der Tempelhofer ufaFabrik und konnte sich über eine gelungene Veranstaltung und viele anregende Gespräche freuen.


Geschätzte 150 Gäste der beiden Initiativen wurden direkt am Eingang von Vertretern der Initiativen begrüßt und für gemeinsame Fotos freundlich in die Arme genommen. Gemütlich versammelten sich dann alle beim Gläschen Wein, Bier oder Saft im Foyer vom großen Theatersaal der ufaFabrik. Die ufaFabrik ist auch Mitglied der Tempelhofer-Damm-Initiative.

Michael Müller mit Sigrid Niemer von der ufaFabrik (Foto: Michael Wrobei)


Die Vorsitzenden der Initiativen Volker Mönch (UNL) und Tobias Mette (Te-Damm-Initiative) begrüßten die Gäste mit kleinen Ansprachen. In Rück- und Ausblicken erläuterten sie die Höhen und Schwierigkeiten bei ihrer ehrenamtlichen Arbeit. Dazu etwas später noch einige ergänzende Informationen.

Die vielen Kooperationspartner aus Bildung, Sport, Verbänden, Initiativen, Medien, Wirtschaft und Politik freuen sich bereits auf ein nächstes Mal. Spätestens im dritten Jahr kann man von einer Tradition sprechen.

Viele Kooperationspartner und Gäste in der ufaFabrik

Die Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler konnte nicht persönlich erscheinen, da sie wegen anderer bezirklichen Aktivitäten rund um den geplanten Green Buddy Award eingebunden war. Eine Grußbotschaft unterstrich die Wichtigkeit der Arbeit der Unternehmernetzwerke und fügte schmunzelnd hinzu, dass das gleichzeitig stattfindende DFB-Pokalspiel kein Grund für ihre Verhinderung ist.

Jörn Oltmann (lks) mit Volker Mönch
Anwesend war jedoch das gesamte restliche Bezirksamt: der stellvertretende Bezirksbürgermeister und Stadtrat Jörn Oltmann, sowie die Stadträtinnen Christiane Heiß und Jutta Kaddatz und Stadtrat Oliver Schworck.

Volker Mönch und Oliver Schworck (Foto: Michael Wrobei)

Thomas Schmidt (lks) und Rober Hahn (re) mit Stadträtin Jutta Kaddatz und Ehemann (Foto: Michael Wrobei)

Stefan Böltes und Michael Müller (Foto: Michael Wrobei)
Der protokollarisch höchste Bezirksvertreter, der neue Bezirksverordnetenvorsteher Stefan Böltes, freute sich sichtlich über die Einladung. Und natürlich wurden einige Bezirksverordnete gesichtet.

Aus der Bundespolitik wurde Dr. Jan-Marco Luczak (MdB) begrüßt.



Als weiterer besonderer Ehrengast erschien der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, der lange blieb und sichtlich entspannt in sehr angeregten Gespräche eingebunden war. Michael Müller war auch das vermutlich beliebteste Fotomotiv des Abends. Besonders begrüßt wurden die Vertreterinnen des Unternehmerinnen-Netzwerk Tempelhof-Schöneberg, die erst kürzlich ihr 10jähriges Jubiläum feierten. Sie kooperieren eng mit den beiden Initiativen.

Ein Rück- und Ausblick der Unternehmer-Initiativen

Der Lichtenrader Volker Mönch schaute auf die vielen Aktivitäten rund um das Aktive Zentrum in Lichtenrade zurück.

Das Taschenlampenkonzert und das Adventssingen vor der Alten Mälzerei in Lichtenrade fanden besondere Erwähnung, zumal hier viel Eigeninitiative vom Netzwerk gefragt und die Arbeit von Erfolg gekrönt war.

Thomas Bestgen (lks) hier mit dem Stellv. Vorsitzenden Thomas Schmidt vom UNL
Der neue Eigentümer der Alten Mälzerei, Thomas Bestgen, war auch gern gesehener Gast in der ufaFabrik. Aber auch auf das Ärgernis und die Sorge rund um die Dresdner Bahn durch Lichtenrade wies Volker Mönch hin und appelliert an die Notwendigkeit für einen Tunnel für die Bahn. Die oberirdische Lösung würde aus der Bahnhofstraße über Jahre eine Sackgasse machen. „Und wer will schon in einer Sackgasse einkaufen“, gibt Volker Mönch zu bedenken. Mönch betonte besonders die gute und enge Zusammenarbeit mit Schulen und mit den Schülerfirmen.

Die Unternehmer-Initiative Te-Damm hat noch nicht eine so lange Tradition wie die in Lichtenrade. Aber in den wenigen Jahren wurde hier schon einiges auf die Beine gestellt. Der Vorsitzende Tobias Mette wies auf die vielen Aktivitäten hin, ob es der beliebte Te-Damm-Taler in der vierten Auflage war oder das große Sommerfest „1. Tempelhofer Sommer“ am Rathaus Tempelhof.

Viele Sponsoren und Vernetzungspartner machten den Neujahrsempfang in diesem sehr freundlichen Rahmen möglich. Zur guten Stimmung trugen das überaus leckere „Flying Buffet“ vom Partyservice Buder und die Getränke von Didis Weinvertrieb maßgeblich bei. Einen „coolen“ Abschluss im wahrsten Sinne des Wortes Abschluss bildete das von der Berliner Eis-Manufaktur  „Florida Eis“ spendierte Eisbuffet.

Die vorzügliche Beköstigung der Gäste bildete eine gute Grundlage für die Gespräche.

Der beliebte Musiker Lutz Fußangel und zwei Musikerkollegen sorgten für die gute musikalische Umrahmung, obwohl bei den vielen intensiven Gesprächen die Würdigung dieser Unterhaltung immer ein wenig zu kurz kommt. Am späteren Abend gab es dann in der einen Ecke des Foyers die Möglichkeit, das DFB-Pokal Achtelfinale mit Hertha BSC zu verfolgen.

Eine sehr gelungene Veranstaltung mit vielen spannenden Gesprächen, mit neuen Kontakten und der Chance bisherige Kontakte aufzufrischen.

Für die Veranstalter und Gäste eine gelungene Veranstaltung!

Viele spannende Gespräche (hier lks. Frank Behrend vom Lichtenrader Grundeigentümerverein)

Diana und Detlef Linek (lks und re) und Andreas Buder, der auch für leckeres Essen sorgte, vom UNL.


NaturRanger Björn Lindner (Mitte) und Markus Bassin (re) vom UNL

Thomas Schmidt, Tobias Mette, Volker Mönch und Robert Hahn von den Vorständen (Foto: Michael Wrobei)

Unternehmer-Netzwerk Lichtenrade e. V.

Das Unternehmer-Netzwerk Lichtenrade verknüpft Lichtenrader Firmen und Unternehmer, stärkt dabei die eigenen Mitgliedsunternehmen sowie den Standort Lichtenrade insgesamt. Seit Mai 2013 ist das Unternehmer-Netzwerk Lichtenrade ein eingetragener Verein. Volker Mönch ist im Januar 2016 vom Vorstand gemäß Vereinssatzung zum kommissarischen Vorsitzenden ernannt worden. Bei der Mitgliederversammlung im März diesen Jahres kandidiert er mit dem gesamten Vorstand zur Wiederwahl beziehungsweise Bestätigung. Er ist geschäftsführender Gesellschafter der im Lichtenrader Norden ansässigen Stilelement Werbeagentur. Für die Kontinuität im Vorstand sorgt der 2. Vorsitzende Thomas Schmidt (GeteMO Gebäudetechnik). Weitere Vorstandsmitglieder sind Christiane Fuchs (Allianz Generalvertretung), Wolfgang Heise (sOlvedby/Netzwerk- und Systemadministration und Katja Tiedtke (Lederwaren Tiedtke).

Karl Wachenfeld (re) angeregt im Gespräch.
Karl Wachenfeld hatte das Netzwerk im Oktober 2010 ins Leben gerufen und ist mittlerweile Ehrenvorsitzender. Von den damals 20 ersten Netzwerkern sind heute noch 12 im UNL als Mitglied dabei. Das UN-Lichtenrade hatte Ende 2010 ihr erstes Treffen und seit Mai 2013 ist es ein eingetragener Verein. Mittlerweile haben sich dort circa 60 Mitglieder zusammengeschlossen. Die Mitglieder treffen sich regelmäßig einmal im Monat. Das Netzwerk arbeitet mit örtlichen Schulen zusammen und unterstützt dabei beispielsweise Schülerfirmen. Ein Anliegen ist auch, dass die Lichtenrader Unternehmen für die Ausbildung von jungen Leuten verstärkt aktiv werden. So sollen besonders Schulpraktika angeboten werden, bei denen die Schüler mehrere Unternehmen kennenlernen können.

Unternehmer-Initiative Te-Damm e. V.

Der Verein der Unternehmer-Initiative Te-Damm ist ein Zusammenschluss mehrerer Geschäftsleute, Anwohner, Eigentümer und Dienstleister am Gewerbe- und Wohnstandort am Tempelhofer Damm zwischen den Straßenabschnitten des Tempelhofer Feldes und dem Ullsteinhaus. Das Netzwerk verfolgt das Ziel, die Attraktivität des Te-Damms sowohl für die Wirtschaft, als auch für das Leben, Arbeiten und Lernen in Tempelhof zu erhöhen. Seit Juli 2014 ist die Unternehmer-Initiative Te-Damm ein eingetragener Verein. Aktuell hat das Netzwerk gut 40 Mitglieder und zahlreiche Unterstützer. Zum Vereinsvorstand gehören als Vorsitzender Tobias Mette (Servicebüro Bestandsmanagement Stadt und Land / Tempelhof-Schöneberg), sowie Robert Hahn (Hahn-Bestattungen) und Andrea Jensch (Bauschlosserei und Schlüsseldienst Süd).

Zum Te-Damm schrieb Ed Koch in Paper-Press: „Der Tempelhofer Damm hat es nicht leicht, sich als zentrale Einkaufsstraße des Nordens im Bezirk durchzusetzen. Viele alt eingesessene Geschäfte und Lokale gibt es nicht mehr. Am Ende des südlichen Te-Damms setzt der Tempelhofer Hafen ein großes Ausrufezeichen. Die Diskussion, ob das Einkaufszentrum zu groß oder zu klein geraten ist, beschäftigte lange die Bezirkspolitik. Es scheint so zu sein, als habe sich diese besondere Shopping-Mall mit Hafenanschluss inzwischen bewährt. Es gibt aber noch Geschäfte, die sich über Jahrzehnte am Tempelhofer Damm gehalten haben. Ganze Generationen haben ihre Schlösser und Schlüssel bei Jensch fertigen lassen. Seit 107 Jahren befindet sich die Schlosserei am Standort in der Kaiserin-Augusta-Straße gegenüber von Karstadt. Andrea Jensch leitet bereits in vierter Generation das Unternehmen. Und auch das Photo-Zentrum am Postamt kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Halb Tempelhof hat sich hier für den Personalausweis ablichten lassen.“

Thomas Moser

http://www.un-lichtenrade.de

http://ui-tempelhoferdamm.de

Auszug aus der Gästeliste: Michael Müller (Regierender Bürgermeister von Berlin), Dr. Jan Marco Luczak (MdB), Jörn Oltmann (stellv. Bezirksbürgermeister und Bezirksstadtrat), Jutta Kaddatz (Bezirksstadträtin Tempelhof-Schöneberg), Christiane Heiß (Bezirksstadträtin Tempelhof-Schöneberg), Oliver Schworck (Bezirksstadtrat), Stefan Böltes (Vorsteher BBV Tempelhof-Schöneberg), Hagen Kliem (Mitglied Wirtschaftsausschuss BVV), Ingo Malter (GF Stadt und Land), Lars Nickel und Michael Spielmann (Berliner Volksbank), Beate Myszka (Deutsche Bank AG), Michael Müller-Stollenwerk (Berliner Sparkasse), Julia Wagner (Commerzbank AG), Rainer Welz (Welz Logistik) und natürlich Mitglieder der beiden Netzwerke.


Kleine Redaktionskonferenz mit Rotwein: Gerd Bartholomäus (re) vom Lichtenrader Magazin und Thomas Moser (BerLi-Press/Berichte auch für das Lichtenrader Magazin-Foto: Michael Wrobei)


 

Die Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler hat Anfang Februar 2017 zum traditionellen Jahrespressegespräch ins Rathaus Schöneberg eingeladen, um ihre Vorstellungen und Wünsche für die laufende Legislaturperiode anhand von Themenschwerpunkten zu erläutern: „Ich freue mich, in meiner zweiten Amtsperiode als Bezirksbürgermeisterin die vielen bereits begonnenen Projekte fortzuführen beziehungsweise einige auch abschließen zu können und mich den vielen neuen Herausforderungen zu stellen.“ Besonders wichtig ist für Angelika Schöttler, dass sie weiterhin die Stärken von Tempelhof-Schöneberg ausbauen will, um Positives für die Menschen im Bezirk zu schaffen: „…für Alteingesessene und Neuzugezogene gleichermaßen.“

Imagefilm soll neugierig machen

Zum Start des Pressetermins präsentiert Angelika Schöttler im Filmsaal gemeinsam mit den Filmemachern von „Filmproduktion Schmitt Pictures“, der Filmemacherin Stefanie Schmitt und dem Kameramann Ronny Kretschmer, einen brandneuen Tourismus-Imagefilm über den Bezirk Tempelhof-Schöneberg.

Der Bezirk liegt beim Thema Tourismus in Berlin an der vierten Stellen. Im Jahr 2015 kamen 728.262 Gäste in den Bezirk und 1.777.354 Übernachtungen wurden statistisch erfasst. Viele Gäste übernachten im Bezirk, ohne wirklich die Schätze im Bezirk zu sehen. Natürlich werden erst einmal die großen touristischen Ziele der Stadt besucht. Der Imagefilm soll neugierig auf Tempelhof-Schöneberg machen. Angelika Schöttler wünscht sich, dass die Touristen die längere Zeit in Berlin bleiben, die Besonderheiten des Bezirks in den Kiezen kennenlernen. Der Film zeigt in schnellen Schnitten viele Attraktionen von Tempelhof-Schöneberg: Vom Nollendorfplatz, über das Rathaus Schöneberg mit der Freiheitsglocke, dem ehemaligen Flughafen Tempelhof, dem Tempelhofer Hafen, der ufaFabrik, der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde bis hin zum Marienfelder Freizeitpark im Süden des Bezirks. Bezirkliche Attraktionen werden mit historischen Punkten und auch der Stolpersteinkultur kombiniert. Der Film ist nur mit Musik unterlegt. Er wird im bezirklichen Internetauftritt zu sehen sein und beispielsweise als Anregung für Hoteliers, auf Ausstellungen und mit Partnerschaftsstädten eingesetzt werden. Ausführlichere Erläuterungen sind dann parallel auf der bezirklichen Internetseite mit Kiezspaziergängen hinlegt. Auch soll eine Fahrradkarte von Tempelhof bis Lichtenrade entwickelt werden. Angelika Schöttler sieht den Imagefilm als Anfang: „Wir fangen an mit diesem Medium zu spielen.“

Jetzt kann der Film schon hier gesehen werden: https://youtu.be/iaBijllku7E

Erinnerungskultur auch in Lichtenrade ausbauen

Auch Beschilderungen sollen verbessert werden. So kündigt die Bezirksbürgermeisterin an, dass am Mahnmal für das Lichtenrader Außenlager im Bornhagenweg ausführlichere Informationen geschichtliche Zusammenhänge beleuchten sollen. Dieser Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung aus dem Jahr 2014 soll nun umgesetzt werden.

Angelika Schöttler bei einem Kiezspaziergang durch Lichtenrade (Januar 2014) vor dem Mahnmal im Bornhagenweg
Der Bezirk hat die ersten Schritte in Punkto Tourismus unternommen. Dies soll jedoch weiter verfolgt werden. So wünscht sich der Bezirk zum Beispiel auch am Bahnhof Südkreuz eine Touristeninformation in Zusammenarbeit mit „Visit Berlin“.

Die Bahnhofstraße und die Alte Mälzerei als Chance

Unter dem Motto „Kiez gestalten - vor allem im Süden ist zurzeit viel los“ erläuterte Angelika Schöttler die Entwicklungen rund um die Lichtenrader Bahnhofstraße, die durch die finanzielle Unterlegung im Programm „Aktive Zentren“ echte Chancen für Veränderungen hat. Besonders freut sie sich, dass sich engagierte Bürgerinnen und Bürger, Geschäftsleute und Interessenvertreter jetzt gemeinsam für ihren Kiez stark machen. Besondere Hoffnungen verknüpft sie auch mit der „Alten Mälzerei“ am Bahnhof Lichtenrade. Der neue Eigentümer unterstützt viele Ideen und hat auch schon Zwischennutzungen unkompliziert möglich gemacht: „Spannend ist das Erwachen der Alten Mälzerei, die in Kooperation mit dem neuen Eigentümer zu einem lebendigen sozial-kulturellen Begegnungsort werden könnte.“ Angelika Schöttler sieht bei den vielen Interessen das „Ende des Wollknäuels“ und hofft auf die „Hebung der Schätze“ der Bahnhofstraße.

Und noch mehr Aktivitäten im Bezirk

Für Angelika Schöttler ist die Anwerbung von Drittmitteln ein besonderer Schwerpunkt, um im Bezirk etwas zusätzlich bewegen zu können. Sie stellt das Bund-Länder-Förderprogramm „Berlin Entwickelt Neue Nachbarschaften (BENN)“ und andere Fördertöpfe vor. Es geht um den Planungsraum in der Marienfelder Allee. Projekte sollen angeschoben werden, die auch Ängste von Bürgerinnen und Bürgern aufgreifen, die durch den Zuzug von Geflüchteten in Großsiedlungen entstehen. Die Bürgermeisterin geht auf die Flüchtlingssituation und Integration ein und betont die positiven Erfahrungen mir umfänglichen Bürgerveranstaltungen.

In Mariendorf wird die Kinder- und Freizeiteinrichtung in der Mariendorfer Kurfürstenstraße umfänglich saniert. In der Potsdamer Straße in Schöneberg freut man sich über ein Preisgeld von 35.000 Euro, um sich in diesem Sommer als „Grüner Boulevard“ zeigen zu können.

Neben vielen Informationen konnten sich die Pressevertreterinnen und Vertreter über eine köstliche Bewirtung mit Fingerfood freuen. Für das vorzügliche Catering sorgten mit viel Engagement Auszubildende von „ubs. e. V.“ aus der Schöneberger Pallasstraße 10/11. Das Pressegespräch fand im Anschluss an die Filmpräsentation in der Verwaltungsbücherei im Rathaus Schöneberg statt.

Der Bezirk Tempelhof-Schöneberg muss sich nicht verstecken und hat positive Entwicklungen vorzuweisen. Die weitere Entwicklung werden wir weiter interessiert begleiten und darüber auch gerne berichten!

Thomas Moser

Ausbildung in Tempelhof-Schöneberg: http://www.ubs-ev.de

Weitere Informationen über den Bezirk: http://www.berlin.de/ba-tempelhof-schoeneberg/ueber-den-bezirk/


 

Die Lichtenraderinnen Ute Knierim und Liane Matia stellen noch bis 31. März 2017 ihre Bilder in der Stadtteilbibliothek Lichtenrade aus. Ute Knierim und Liane Matia haben viele künstlerische Gemeinsamkeiten und nennen ihre Ausstellung „Sehen und Fühlen“. Und der Titel ist auch so gemeint. denn die Bilder darf man sogar mal anfassen.

Werke aus Marmormehl, Öl und Lacken-Ein Feuerwerk der Materialien

Die verschiedensten Materialien werden in ihren Kunstwerken verarbeitet. Mit Leim, verschiedenen Ölen, Pigmenten und Lacken entstehen die Kunstwerke manchmal über Monate. Marmormehl-Spachtelmasse wird zum Beispiel mit Gaze, Schellack und Tusche kombiniert. Die Materialien werden mit Spachtel, Pinsel und Lappen auf- oder abgetragen, mit Spitzen wird Farbe in Ritzen gepresst und manchmal werden Bilder auch geschaukelt. Die Wartezeit für das Trocknen dauert teilweise Wochen, bevor man weiter an einem Bild arbeiten kann. Am Ende ist es auch für die Künstlerinnen immer ein kleines Wunder, was daraus entstanden ist. Durch die Verschiedenheit der Materialien entstehen chemische Prozesse, die durch verschiedene Eingriffe beeinflusst werden können. Es werden weitestgehend nur natürliche Materialien benutzt.

Eine ganz besondere Technik

Diese besondere Kunstform wurde von Gabriele Musebrink über 30 Jahre fortentwickelt.

Die beiden Lichtenraderinnen besuchten 2009 beziehungsweise 2010 teils mehrwöchige Kurse und Workshops bei der Künstlerin in Essen. Dort lernten sie den ersten Umgang mit den Materialien, der jetzt über die Jahre immer weiter von ihnen perfektioniert wird. Auf der Website der Künstlerin heißt es, dass sie ihre ganz eigene Sprache wie künstlerische Ausdrucksform entwickelte: „Die Form ist gegründet in der informellen Kunst und geht doch darüber hinaus. Es entstehen objekthafte Bild-Hologramme.“ Weiter wird die Arbeitsweise so beschrieben: „Ausdruck von Transformation, Morphologie in der Malerei, Geburt und Tod – die Intuitive Prozessmalerei von Gabriele Musebrink ist eine Widerspiegelung natürlicher Lebensprozesse und ein Aufspüren der zu verwendenden Materialien wie Technik im Prozess des Malens.“

Die jetzt in der Lichtenrader Stadtteilbibliothek ausstellenden Künstlerinnen beschreiben es etwas handfester. Liane Matia, die schon seit ihrer Kindheit gerne malt, aber erst 2009 die Leidenschaft zur regelmäßigen Malerei entdeckt hat, sagt: „Für mich ist es wichtig mich dabei selbst zu spüren und den Alltag zu vergessen. Ich kann dabei gut versinken und mich begeistert die Malerei.“ Für Ute Knierim ist die Verbindung mit den natürlichen Materialien sehr wichtig: „Ich hätte gerne früher mit der Malerei angefangen. Jetzt besuche ich gerne Workshops anderer Künstler, um noch mehr Tiefe und eine größere Ausdrucksfähigkeit der Bilder entstehen zu lassen.“

Es fasziniert beide Künstlerinnen, dass die fertigen Bilder räumlich sind und das man sie auch fühlen und anfassen kann. Ute Knierim und Liane Matia sind regelmäßig in zwei Malgruppen. In der Malgruppe „Freies Malen“ in der Dietrich-Bonhoeffer-Kirche in Lichtenrade unter Leitung von Clarissa Schweiger und in der „Malgruppe in der Kirche Berlin-Lichterfelde“ bei Dozent Jürgen Schulz sind die Künstlerinnen schon seit vielen Jahren. Aber darüber hinaus entwickeln sie sich regelmäßig selbst fort. Die Künstlerinnen hatten schon verschiedenste Ausstellungen und ihre Werke konnten sogar schon an Galeristen verkauft werden.

Sie beteiligten sich am 9. Lichtenrader Kunstfenster 2016 und freuen sich auf die Ausstellung bei den Geschäftsleuten im Jahr 2017. Liane Matia hat sogar jetzt noch Bilder bei „Passenden Versicherungen“, den Versicherungsmaklern Anneliese und Mathias Hachmann, in der Wünsdorfer Straße 119, hängen. Von Ute Knierim findet man immer wieder Bilder im Schaufenster des Bekleidungsgeschäftes von Erkann Moden in der Bahnhofstraße. Die beiden Malerinnen malen auch gegenständliche Bilder und fertigen gerne private Auftragsarbeiten.

Stadtbibliotheken sind mehr als Bücher

Stadtbibliotheken sind ja schon lange mehr als reine Buch- und Medienausleihen, sondern bieten für die Bevölkerung, ob jung oder alt, ein abwechslungsreiches Programm an. Ob Vorlesen für die Kleinen, Polizeiinformationen und Computerkurse für Ältere und zum Beispiel immer wieder wechselnde Ausstellungen. So gibt es immer wieder Gründe, nicht nur die Bücher in der Online-Ausleihe zu buchen, sondern auch persönlich vorbei zu kommen. Ein Computerbereich und auch der Lesebereich für Zeitungen und Zeitschriften sind in der Stadtbibliothek sehr beliebt.

Die Werke kann man noch bestaunen

Im Lesebereich der Edith-Stein-Bibliothek hängen ein kleiner Teil der Werke der Malerinnen und können während der üblich Öffnungszeiten (Montag bis Freitag 11 bis 19 Uhr) bewundert werden. Dicht an dicht hängen die Werke der Frauen. Der Platz in der Leseecke ist begrenzt. Man muss sich schon in einzelne Werke vertiefen, um die Tiefe der Bilder für sich zu entdecken:

Obwohl die Künstlerinnen die Malerei als Hobby betreiben, sieht man den Bildern viel Professionalität an. Sie sind nicht kitschig, sondern eher kunstvoll abstrakt. Jeder Betrachter kann für sich interessante Motive entdecken, die durch die Kunstform entstanden sind. Den Künstlerinnen macht ihre Malerei erkennbar Freude und Spaß und dies wollen sie gerne an die Betrachter der Kunstwerke weitergeben.

Thomas Moser

Kontakte zu den Künstlerinnen:

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Spendenaktion "Wir für Lichtenrade"

Hand in Hand für Lichtenrade: Händlerinnen, Händler, Gewerbetreibende, Unternehmer-Netzwerk Lichtenrade und Aktives Zentrum sammeln für gemeinnützige Zwecke.

Das erste Spendenjahr der Gewerbetreibenden rund um die Lichtenrader Bahnhofstraße ist erfolgreich gelaufen. Seit dem 9. Juni 2016 wurden im Rahmen des Aktiven Zentrums insgesamt 1.590 Euro gesammelt, die nun der Leiterin vom LortzingClub, Carola Thiede, übergeben wurden. Der LortzingClub ist ein Lichtenrader Jugend- und Freizeitreff in der Lortzingstraße 16. Die Freizeiteinrichtung benötigt dringend diese Gelder als Unterstützung für notwendige Elektro-, Maler- und Dacharbeiten. Stellvertretend für die Händlerinnen und Händler dankte Markus Bassin, Inhaber des Geschäfts SpielFilmMusik, allen Spender_innen für ihre großzügigen Spenden. Den Spendenscheck übergab Katja Tiedtke vom Unternehmer-Netzwerk Lichtenrade.

Der Scheck wird von Katja Tiedtke an Carola Thiede übergeben (Foto "die raumplaner")
Im Wechsel von einem Jahr werden verschiedene lokale Einrichtungen und Initiativen unterstützt, welche die Vielfalt Lichtenrades fördern sowie das Stadtteilzentrum weiter stärken und mit Leben füllen. Dabei wird deutlich, dass die Lichtenrader_innen – Gewerbetreibende, Kund_innen und weitere Interessierte – sich für ihren Kiez einsetzen. Die Aktion wird mit Informationsflyern und durch Öffentlichkeitsarbeit begleitet, um über die Bahnhofstraße hinaus die Spendenaktion und die teilnehmenden Geschäfte zu bewerben. 

Im Jahr 2017 werden Spenden für den Verein Nachbarschaftszentrum Suppenküche Lichtenrade e.V. gesammelt. Der Verein leistet vielfältige ehrenamtliche Arbeit. So werden vom Nachbarschaftszentrum Bedürftige wöchentlich mit gesunden Speisen versorgt. Außerdem betreut der Verein Resozialisierungsmaßnahmen für junge Menschen. Es werden Spenden gesammelt, um die Angebote des Vereins weiter auszubauen.

Die Idee der Aktion „Wir für Lichtenrade“ entstand bei den gemeinsamen Treffen der Gewerbetreibenden rund um die Bahnhofstraße. In jährlichem Wechsel erhalten verschiedene lokale Einrichtungen und Initiativen die Spendengelder. Im Mittelpunkt stehen Projekte, welche die Vielfalt Lichtenrades fördern und das Stadtteilzentrum weiter stärken und mit Leben füllen. Dabei wird deutlich: Die Lichtenrader_innen setzen sich für ihren Kiez ein. 

Es beteiligen sich derzeit etwa 25 Geschäfte und Dienstleister an der Spendenaktion. Auch ein Spendenkonto wurde eingerichtet, auf welches Spenden direkt eingezahlt werden können. Alle, die die Aktion ebenfalls unterstützen wollen, wenden sich bitte an das Geschäftsstraßenmanagement.

Hier können Sie spenden: Allianz Versicherungen (Christiane Fuchs); Amplifon, Bahnhof-Apotheke, Berlin Brillen, Erkann Mode, Europafoto Wichern, Goethe-Apotheke, Hörgeräte-Akustik Flemming & Klingbeil, Ihre Brille, Lederwaren Tiedtke, Lichtenrader Bücherstube, Linden-Apotheke, Minows Tabak Depot, Modetreff Heidemann, Parfümerie Gabriel, passende-versicherungen.berlin, Praxis Donak, Reisebüro Kupfernagel, Spiel Film Musik, Susanne‘s Reisebüro, Tamcke-Optik, Tee Lichtenrade, Tempelritter-Apotheke, Trauminsel

Auch ein Spendenkonto wurde eingerichtet, auf welches Sie Geld spenden können. Das Konto wurde freundlicherweise von der Berliner Sparkasse gebührenfrei zur Verfügung gestellt und von Herrn Bölling übernommen.

Kevin Bölling IBAN: DE49 1005 0000 1066 5839 15

BIC: BELADEBEXXX

Im Geschäft Tee Lichtenrade (Bahnhofstraße 10) kann man Safebags erhalten, in welche das gespendete Geld eingefüllt und bei der Berliner Sparkasse, Filiale Lichtenrade (Goltzstraße 38), abgegeben werden kann.

Thomas Moser


 

Thomas Mosers Tempelhof Tipps in WERDI 02/2017

Konkurrenz für den MedienPoint?

Nein, keinesfalls, denn die Stadtbibliotheken haben eine lange Tradition und auch eine breite Fangemeinde. Aber manchmal scheint das Wissen verlorengegangen zu sein, dass Bibliotheken für Bildung und Kultur der Bevölkerung ein wichtiger unabdingbarer Baustein sind. Für eine sehr geringe Jahresgebühr kann man sich Bücher, natürlich mittlerweile auch online, und auch andere Medien ausleihen. Der Unterschied zum MedienPoint beim Umgang mit den Medien ist, dass die Ausleihe „nur“ für eine begrenzte Zeit möglich ist. Für Leseratten natürlich kein Problem. Die bezirklichen Stadtteilbibliotheken sind kleine Kiez- und Kulturtreffpunkte. Es gibt Ausstellungen, Vorlesenachmittage für die Kids, Computerkurse und Bürgerinformationen von der Polizei usw. Ein breites regelmäßiges Angebot! Dann stehen noch Computerbereiche und Leseecken zur Verfügung. Hier können Tageszeitungen und aktuelle Zeitschriften ohne einen Cent gelesen werden. Eine Kultur- und Bildungsoase, die unsere Aufmerksamkeit verdient, wenn sie nicht irgendwann in die Bedeutungslosigkeit verschwinden soll. Es gibt halt immer noch mehr als nur Google… und das heißt „Stabi“! Es lebe die Bücherei! Auch in Tempelhof-Schöneberg...
https://www.berlin.de/stadtbibliothek-tempelhof-schoeneberg/bibliotheken/


 

Einer der zentralen Begriffe der ersten Informationsveranstaltung zum Verkehrs- und Gestaltungskonzept für Lichtenrade war der Hinweis, dass „Wohlfühlräume“ geschaffen werden sollten. Dies ist offensichtlich ein zentraler Aspekt bei der Fortentwicklung der Lichtenrader Geschäftsstraße, auf den sich viele Straßennutzer einigen könnten.

Eingeladen wurden die beiden beauftragten Büros „IVAS“ und „Rehwaldt Landschaftsarchitekten“, um ihre bisherigen Analysen zum Verkehr und der Gestaltung des Freiraums in der Bahnhofstraße vorzustellen. Danach sollten Anregungen, Ideen und Bedarfe gesammelt werden, die noch in das Konzept einfließen können. Am Ende des Weges sollen für den Verkehr und den öffentlichen Raum Leitlinien und Zielvorstellungen erarbeitet werden, die dann in Szenarien münden.

Aber der Reihe nach! Im Rahmen des Aktiven Zentrum Lichtenrade Bahnhofstraße wird mit einem größeren finanziellen Volumen die Umgestaltung der Bahnhofstraße und des angrenzenden Gebietes geplant. Während dieses Prozesses sind die Erstellung von verschiedenen Konzepten und auch praktische Umsetzungen in den nächsten Jahren geplant. Dies erfolgt immer unter enger Beteiligung der Bevölkerung und des Handels. Nun steht das zentrale Verkehrs- und Gestaltungskonzept an, das am 25. Januar 2017 im Ulrich-von-Hutten Gymnasium vorgestellt wurde. Die Schulaula war bis zum letzten Sitzplatz besetzt. Das Interesse war groß.

Der neue verantwortliche Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung und Bauen Jörn Oltmann, der auch stellvertretender Bezirksbürgermeister ist, eröffnete die dreistündige Veranstaltung. Oltmann freute sich sichtlich über die große Beteiligung und betont: „Ich komme immer gerne nach Lichtenrade, weil sich hier auch viel Bürgerinnen und Bürger engagieren.“ Für ihn steht im Mittelpunkt, dass sich alle Verkehrsteilnehmer, besonders die Fußgänger und Radfahrer, gerne in der Bahnhofstraße aufhalten. Er verwies aber auch darauf, dass es sich um einen Prozess für die nächsten Jahre handelt. Er bittet um etwas Geduld, wenn es um behördeninterne Verwaltungsabläufe geht. Die Bezirksverwaltung und die Senatsverwaltungen müssen die neuen Zuschnitte nach den Wahlen in der nächsten Zeit mit Leben erfüllen.

Die neue Bezirksstadträtin für Bürgerdienste, Ordnungsamt, Straßen- und Grünflächenamt, Christiane Heiß, begrüßte ebenfalls die Gäste. Sie geht davon aus, dass sich die Bereiche im Bezirk gut ergänzen. Für sie sind die Barrierefreiheit und die leichte Erreichbarkeit wichtige Aspekte in der Fortentwicklung der Straße. Sie hofft sogar auf Modelllösungen für andere Bereiche.

Es waren auch Bezirksverordnete und Vertreter der zuständigen Fachabteilungen anwesend. Neben vielen Händlerinnen und Händlern, Vertretern von Vereinen und Initiativen, wurde auch die neue Berliner Abgeordnete Melanie Kühnemann gesichtet.

Die Veranstaltung moderierte Sabine Slapa vom Planerbüro „die raumplaner“, die den gesamten Prozess der Steuerung zu verantworten haben. Sie verwies auf die wichtigen Schritte im bisherigen Prozess.


So wurde 2013 bereits ein Leitbild entwickelt. Im Jahr 2015 wurde das Städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) gefertigt, dass die Grundlage für die Förderung des Gebietes war. Ab Januar 2016 hat sich ein Gebietsgremium mit den verschiedensten handelnden Akteuren gegründet, das sich monatlich trifft.

Frau Slapa lks mit den Planern Angela Aurin von „Rehwaldt Landschaftsarchitekten“ und Martin Schüffler von „IVAS“

Die Diskussionen in den Arbeitsgruppen waren sehr intensiv

Nun also das Verkehrs- und Gestaltungskonzept, das erarbeitet werden soll. Für die Erarbeitung der Konzepte haben Dresdner Büros den Zuschlag erhalten. Am Anfang steht die Analyse. Für die Verkehrsplanung stellte Martin Schüffler von IVAS die bisherigen Ergebnisse in Kurzform vor. Dafür wurden an der Bahnhofstraße und in der direkter Nähe verschiedene Zählungen des Fuß- und Radverkehrs vorgenommen, Parkverhalten und Parkräume analysiert, der Lieferverkehr betrachtet und Geschäftsleute befragt.

So wurden täglich circa 8.000 bis 10.000 Kraftfahrzeuge in der Bahnhofstraße und Beginn der Goltzstraße gezählt. Der Schwerlastverkehr mit LKWs (ohne Linienbusse) liegt unter dem geringen Wert von 2 %. Der Parkraum ist in der Bahnhofstraße zu 60 % mit jeweils unter einer Stunde belegt. Die durchschnittliche Parkdauer beträgt 1,5 Stunden und nur 40 % der Parker haben eine gültige Parkscheibe. Die Parkproblematik, besonders zu bestimmten Zeiten, trifft auch für die Nebenstraßen zu. Bei den Fußgängern wurden für den Mittwoch stündlich durchschnittlich 940 Querungen und am Samstag 1.050 Querungen ermittelt. Kurz gesagt, was auch schon jeder wusste, am Samstag brennt die Luft in Lichtenrade und der Bär steppt über die Bahnhofstraße. Die Zählungen erfolgten im November 2016. Schüffler geht davon aus, dass durch die Wahl des Zählmonats durch die Witterungsverhältnisse vermutlich mehr Autofahrer und weniger Radfahrer unterwegs waren.


Angela Aurin vom Landschaftsarchitektenbüro stellte die Erkenntnisse über den Freiraum vor, wie er sich zurzeit darstellt. Damit gemeint sind Laufwege, Grünflächen, Beleuchtungen und Straßenmöbel wie zum Beispiel Bänke. Es wurden sogenannte Störstellen ermittelt, nicht barrierefrei verschwenkte Laufwege aufgezeigt und unterschiedliche Gehwegpflasterungen in Frage gestellt. Das Ziel der Architekten wäre ein eher ruhiges Stadtbild, damit der Rest wirken kann. Diese eher Gradlinigkeit führte jedoch auch zu kritischen Nachfragen. Die Überlegung sind Standards für Gehwege, Vorplätze und Platzräume.


Nachfragen bezogen sich darauf, ob der Straßenverkehr der Wolziger Zeile bei den Zählungen berücksichtigt wurde, zumal es dort nach den Bahnplanungen künftig keine Querungsmöglichkeiten für Kraftfahrzeuge mehr geben soll. Diese möglichen Änderungen wurden von Planer Martin Schüffler als eher gering gewertet, jedoch wurde dies bei den Zählungen auch nicht berücksichtigt. Dieser kritische Punkt konnte jedoch auch nicht ausgeräumt werden.

Zu vier verschiedenen Themen wurde anhand der Straßenpläne in Gruppen engagiert diskutiert und es wurden Ideen entwickelt.


Die Ergebnisse der Arbeitsgruppen wurden präsentiert

Neben den eher allgemeinen Vorschlägen zum Thema Barrierefreiheit und Wohlfühlräume, wurde beispielsweise die Anhebung der Bahnhofstraße, für bestimmte Bereiche Kreisverkehre, Straßenbelege und Parkanlagen für den Radverkehr, Einbahnstraßensysteme, E-Shuttle für die Bahnhofstraße und Kunst im öffentlichen Raum( z.B. durch einen Brunnen) als Ideen eingebracht. Die Ideen waren jedoch nicht unstrittig, so gibt es beim Thema Einbahnstraße deutliche Hinweise der Gewerbetreibenden, dass dies zu Umsatzeinbußen führen würde. Deutlich wurde auch, dass viele Aspekte bereits in der Spielleitplanung Erwähnung fanden.

Die Ergebnisse als Kurz-Überblick
Das Konzept kann nicht für den Bereich Steinstraße bis Wünsdorfer-/ Hilbertstraße wegen der DB-Planungen zur Dresdner Bahn greifen. Ob die Bahnplanungen zur ebenerdigen Streckenführung der Dresdner Bahn endgültig umgesetzt werden, wird zurzeit rechtlich beim Bundesverwaltungsgericht geklärt. Für das Verkehrs- und Gestaltungskonzept können für diese Teilstrecke nur Überlegungen zur Gestaltung der Oberflächen (zum Beispiel der Gehwegbelege) mit einbezogen werden.

Die Ideen gilt es nun für die Konzeptplaner mit ihren Erkenntnissen zusammenzutun und daraus Schritte für das weitere Handeln zu entwickeln.

Stadtrat Jörn Oltmann freut sich über weitere Diskussionen in Lichtenrade, da das Thema der Verkehrsplanung in der nächsten Zeit auch weiter behandelt wird. Terminhinweise findet man dazu auf der Website des Aktiven Zentrums.

Drei intensive Stunden mit einigen neuen Ideen! Die Hoffnung ist, dass aus jetzigen „Schandflecken“ Potentiale für positive Entwicklungen entstehen!

Thomas Moser

https://www.az-lichtenrade.de


 

Gebietsfond und Info-Veranstaltung Verkehr am 25. Januar 2017


Die Ansprechpartner im Geschäftsstraßenmanagment: Jan Schultheiß und Patrick Giebel

Gebietsfonds zur Förderung Ihrer Ideen und Projekte
 
Sie wohnen oder arbeiten im Aktiven Zentrum Lichtenrade Bahnhofstraße und haben Ideen, wie das Gebiet als Einzelhandels- und Gewerbestandort sowie als Aufenthaltsort attraktiver werden kann? Dann bewerben Sie sich mit Ihrer Projektidee um Mittel aus dem Gebietsfonds 2017! Der Fonds unterstützt kleinteilige Projekte im Aktiven Zentrum mit bis zu 50% der Kosten. Über den Gebietsfonds können beispielsweise gefördert werden:

  • Maßnahmen zur Gestaltung des öffentlichen Raums, die die Attraktivität der Geschäftsstraße stärken (z.B. Markisen, Außenmobiliar)
  • Marketingaktionen und öffentliche Veranstaltungen, die nachhaltig zu einer Verbesserung des Images der Geschäftsstraße beitragen (z.B. Straßenfeste)
  • Maßnahmen und Projekte, welche die Barrierefreiheit verbessern (z.B. mobile Rampen) 

Die Bewerbungsfristen für den Gebietsfonds enden am 15. März 2017, 31. Mai 2017 und am 15. September 2017. Eine Jury aus lokalen Akteur_innen entscheidet über eine Förderung der eingereichten Anträge.
 
In einem vereinfachten und beschleunigten Verfahren können o.g. Projekte mit einer Fördersumme von maximal 250 € unterstützt werden. Die Anträge hierfür können jederzeit gestellt werden, eine Rückmeldung erfolgt innerhalb von zwei Wochen nach Eingang.
 
Das Geschäftsstraßenmanagement beantwortet Ihnen gerne Fragen und unterstützt Sie bei der Antragstellung!

LINK: Weitere Informationen

Informationsveranstaltung zum Verkehrs- und Gestaltungskonzept am 25.01.2017
 
Am Mittwoch den 25. Januar 2017 wird in der Aula des Ulrich-von-Hutten-Gymnasims, Rehagener Straße 35-37, eine erste öffentliche Informations- und Beteiligungsveranstaltung zum Verkehrs- und Gestaltungskonzept stattfinden, welches momentan für die Bahnhofstraße erarbeitet wird. Dabei werden die beiden beauftragten Büros, IVAS und Rehwaldt Lanschaftsarchitekten, Ergebnisse ihrer Erhebungen und Analysen vorstellen. Anschließend sind Sie eingeladen Bedarfe und Wünsche zur Entwicklung der Bahnhofstraße einzubringen. Beginn der Veranstaltung ist 18:00 Uhr.


Foto: Thomas Moser


 

Anlässlich des 10-jährigen Bestehens der Ökumenischen Umweltgruppe Lichtenrade wurde am 17. Januar 2017 zum Neujahrsempfang eingeladen.

Ein würdiger Rahmen war es, der Festakt im Gemeindehaus der evangelischen Kirche in der Goltzstraße. Gekommen waren die verschiedensten Vernetzungspartner und Freunde der Umweltgruppe. Bevor man mit dem Sektglas auf das Jubiläum der Gruppe anstieß, war ein inhaltlicher Rück- und Ausblick vorgesehen.



Ein klassisches Quartett stimmte auf den Abend ein.

Der evangelische Pfarrer im Ruhestand, Reinhart Kraft, vermittelte im Rückblick, welche Triebfeder zur Gründung der Umweltgruppe ausschlaggebend war: Wir waren eine Handvoll Leute und lasen den Klimabericht der Vereinten Nationen. Wir waren erschrocken, was da auf unsere Erde zukommen kann. Wir begannen zu begreifen, dass da etwas aus dem Ruder läuft mit unserer Wirtschaft, mit unserem Konsum und mit unseren Lebensgewohnheiten. Und wir versuchten, uns der Frage zu stellen: was bedeutet in diesem Fall Umkehr zu Gott?“

Es kam zu einer engen Zusammenarbeit mit der evangelischen und katholischen Gemeinde in Lichtenrade. Im Januar 2008 endete eine selbst organisierte  „Klimakonferenz“ mit Empfehlungen an die Bezirkspolitik, an die eigene Gemeinde und den persönlichen Lebensstil. Diese lokale „Klimakonferenz“ setzte sich u.a. dafür ein, die ehemalige Straßenbahnverbindung zwischen Alt-Mariendorf und Lichtenrade wieder in Betrieb zu nehmen und zum BER weiterzuführen. Auch die Solaranlage auf dem Dach des Gemeindehauses Goltzstraße geht auf diese Klimakonferenz zurück.

Auf der Website der Umweltgruppe wird aufgezeigt, das die Dinge, die sich damals die Gruppe ins „Stammbuch“ geschrieben hat, auch heute noch wichtig sind. So wurde der Kauf von Biolebensmitteln, Wahl von Stromlieferanten mit erneuerbaren Energien und möglichst energiebewusste Entscheidungen der Verkehrsmittel auf Reisen aber auch in der Stadt als wichtige Dinge erkannt: „Bei Fahrten in der Stadt lassen wir das Auto stehen und nehmen Bahn, Bus oder das Fahrrad.“

Beim Festakt wurden dann Ausschnitte des Films "Before the flood" (dt. Version), einem aktuellen Film (Oktober 2016) zum Klimawandel von Leonardo diCaprio gezeigt.

Ein wichtiges Thema des Abends war natürlich Lichtenrade und wie es mit der Bahnhofstraße weitergeht.


Die Gruppe setzte sich von Anfang an auch mit der lokalen Situation auseinander: „Als bekannt wurde, dass vor dem S-Bahnhof ein unverhältnismäßig großes Einkaufszentrum hingesetzt werden sollte, setzte sich die Umweltgruppe intensiv mit der Stadtplanung für den Ortsteil Lichtenrade auseinander. Hierzu gab es Vorträge und Bürgerversammlungen und Workshops. Mit mehrfachen Führungen durch die alte Mälzerei machte die Umweltgruppe auf dieses Baudenkmal aufmerksam und drängte auf eine sozialverträgliche Nutzung. All dies führte dazu, dass das Bezirksamt die Planung dieses Areals in Angriff nahm und dabei die Bürger und Bürgerinnen in Lichtenrade beteiligte.“ Die Umweltgruppe mischt sich nach wie vor intensiv in die Diskussion um die Verbesserung der Bahnhofstraße ein: „Diese Straße ist in unseren Augen ein kostbarer Begegnungsraum, den man so einladend wie möglich gestalten sollte. Dazu gehört, dass alle Verkehrsteilnehmer -Fußgänger, Radfahrer und Autos- sich gleichberechtigt und sicher fortbewegen können. Mit dieser Vision im Kopf hat die Umweltgruppe bisher dreimal das „Frühstück auf der Bahnhofstraße“ und einmal das „Modefrühstück vor der Mälzerei“ veranstaltet.“

Bei der Entwicklung in der Bahnhofstraße geht es auch um die Entwicklung der Alten Mälzerei. In den vergangenen Monaten ist die Mälzerei mehr und mehr zum kulturellen Anziehungspunkt in Lichtenrade geworden. Verschiedene Konzerte, Kinoabende und ein Weihnachtssingen wurden möglich gemacht. Hier waren auch verschiedene Gruppen, zum Beispiel das Unternehmer-Netzwerk Lichtenrade, mit Unterstützung des Aktiven Zentrums aktiv. Der neue Eigentümer der ehemaligen Mälzerei, Thomas Bestgen, war auch beim Neujahrsempfang dabei. Durch ihn wurden diese Zwischenlösungen unkompliziert möglich gemacht. Zurzeit wird ein Nutzungskonzept für die Alte Mälzerei mit Unterstützung des Aktiven Zentrums Bahnhofstraße Lichtenrade erarbeitet.

Die Ökumenischen Umweltgruppe Lichtenrade ist ein Kreis von fünfzehn Leuten, die sich regelmäßig treffen und austauschen: „Neue Gesichter sind sehr willkommen.“

Herzlichen Glückwunsch zum Jubiläum!

Thomas Moser

https://www.oekumenische-umweltgruppe-lichtenrade.de


 

+++Internationale Schachwelt trifft sich auch 2017 in Berlin-Lichtenrade+++Anmeldungen ab sofort willkommen+++Bundestagsabgeordneter Dr. Jan-Marco Luczak übernimmt Schirmherrschaft für Turnier des Schachclub Schwarz-Weiß Lichtenrade+++28. bis 5. November 2017+++

12. Januar 2017 Eine langfristige Strategie ist beim Schachspielen klar von Vorteil. Langfristig plant auch der Schachclub Schwarz-Weiß Lichtenrade e.V. sein großes internationales Turnier für 2017. Zum nunmehr 13. Mal findet das Schachopen „Lichtenrader Herbst“ im Gemeinschaftshaus in Lichtenrade statt – wie immer in den Berliner Herbstferien; d. h. diesmal vom 28. Oktober bis 5. November 2017. Die offizielle Ausschreibung ist bereits veröffentlicht.


Im Raum vom Schachverein spielt auch die  Jugend...Fabian Gallien hat jede Menge zu tun! (Foto aus 2015-Thomas Moser)

„Anmeldungen werden ab sofort entgegengenommen“, sagt Vereinsvorsitzender Fabian Gallien. „Mitmachen kann letztlich jeder, der Spaß und Freude am Schachspielen hat und bereit ist seine Züge mitzuschreiben, so wie es die FIDE-Regularien bei einem solchen Turnier vorsehen“.  

Für 2017 konnte der Verein erstmals auch einen prominenten Unterstützer gewinnen:  Schirmherr des Turniers ist der Lichtenrader Bundestagsabgeordnete Dr. Jan-Marco Luczak. Er spielt selbst Schach und unterstützt das ehrenamtliche Engagement des Vereins. „Das Turnier hat eine lange Tradition und ist international anerkannt, darauf können wir in Lichtenrade stolz sein“, sagt Luczak. Beim „Lichtenrader Herbst“ treffen sich Schachspieler aus Welt – im vergangenen Jahren waren 175 Teilnehmer aus 20 Ländern zu Gast, darunter beispielsweise auch ein isländischer Großmeister, der analog zu seinen Landsmännern beim Fußball mit viel Kampfeskraft spielte. Die weiteste Anreise aber hatte im Jahr 2010 ohne Zweifel ein indischer Großmeister. Gespielt werden neun Runden in neun Tagen nach dem sogenannten „Schweizer-System“. Das Preisgeld beträgt insgesamt 6.000 Euro.   

Wichtige Unterstützer des Turnieres sind die in Lichtenrade ansässigen Betriebe bzw. Firmen Landhaus Alpinia, Copyeasy und Edeka Gayermann sowie der Hamburger Schachsoftwareriese ChessBase. „Weitere Sponsoren sind willkommen, denn wir als Verein organisieren das Turnier ehrenamtlich in unserer Freizeit“, so Gallien.  

Nähere Informationen zum Turnier im Internet: www.sw-lichtenrade.de bzw. www.sw-lichtenrade.de/LiraH/files/Dateien/Ausschreibung%20LiraH%202017%20de.pdf

Fotos Thomas Moser


 

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