Wir veröffentlichen an dieser Stelle in der Lichtenrader Internetzeitung ohne weitere Kommentare 2 Presseerklärungen:

Eine von der SPD-Fraktion Tempelhof-Schöneberg vom 1.6.2017 und

eine gemeinsame Pressemitteilung von MdB Renate Künast, Direktkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen für Tempelhof-Schöneberg sowie dem Kreisvorstand und der BVV-Fraktion der Tempelhof-Schöneberger Grünen zum Antrag CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus (Drucksache 18/0320) vom 04.05.2017

und dann den Antrag der CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus vom 4.5.2017.

Das Bundesverwaltungsgericht wird am 14./15. Juni über den Abschnitt der Dresdner Bahn entscheiden, der durch Lichtenrade führt. Zu den anderen Bauabschnitten hat die DB erst kürzlich Stellung genommen: http://www.lichtenrade-berlin.de/news/aktuelle-news-internetzeitung/714-schon-vor-dem-urteil-dresdner-bahn-nimmt-tempo-auf.

Die Leserinnen und Leser können sich ein eigenes Bild machen.

Presseerklärung der SPD-Fraktion Tempelhof-Schöneberg 1. Juni 2017

SPD-Fraktion verurteilt Basta-Politik des Bundesverkehrsministeriums: Eisenbahn-Bundesamt genehmigt Dresdener Bahn ohne Tunnel Lichtenrade

Das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) hat einen weiteren Planfeststellungsbeschluss für den Ausbau der Dresdner Bahn auf den 16 Kilometern zwischen Berlin-Südkreuz und Blankenfelde erlassen. Die Behörde genehmigte jetzt die Planungen im Abschnitt zwischen Prellerweg und Schichauweg und in ebenerdiger Führung durch Lichtenrade - ohne den vom Bezirk geforderten Tunnel.

Damit liegen nun alle Baugenehmigungen für die Streckenabschnitte im Berliner Stadtgebiet vor. Abzuwarten bleibt nun das Ergebnis der Verhandlung über die Klage der BI Dresdener Bahn vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig am 14./15. Juni. Die SPD-Fraktion verurteilt dieses Vorgehen des EBA und sieht darin einen Affront gegen die engagierten Bürger.

Christoph Götz, Stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD Tempelhof-Schöneberg: „Wir unterstützen die Forderung der Bürgerinitiative nach wie vor und hoffen auf ein korrigierendes Urteil. Der Ortsteil darf durch die Trasse nicht zerschnitten werden. Das Vorgehen des Eisenbahn-Bundesamtes und des Bundesverkehrsministeriums als Aufsichtsbehörde ist skandalös. Das ist Basta-Politik, die nicht in unsere Zeit passt. Warum wird nicht wenigstens das Ergebnis der Verhandlungen am 14./15. Juni vor dem Bundesverwaltungsgericht abgewartet? Wir erwarten nun, dass bis dahin zumindest keine Aufträge vergeben werden“.

Götz weiter: “Wie kann es außerdem angehen, dass das CSU-geführte Bundesverkehrsministerium als Aufsichtsbehörde das EBA die ebenerdige Variante vorantreiben lässt, zugleich aber der Lichtenrader CDU-Bundestagsabgeordnete Luczak für die Schwesterpartei vor Ort öffentlichkeitswirksam den Tunnel proklamiert? Entweder mangelt es Luczak an Einfluss im Bund oder er treibt ein doppeltes Spiel!“

Gemeinsame Pressemitteilung von MdB Renate Künast, Direktkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen für Tempelhof-Schöneberg sowie dem Kreisvorstand und der BVV-Fraktion der Tempelhof-Schöneberger Grünen zum Antrag CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus (Drucksache 18/0320) vom 04.05.2017


Beim Kampf um den Tunnel für die Dresdner Bahn ruft die CDU nur: „Haltet den Dieb!“ 

Auf den ersten Blick scheint es begrüßenswert, dass sich die Berliner CDU hinter den Wunsch der Einwohner von Lichtenrade stellt, dass die geplante Dresdner Bahn durch einen Tunnel führen muss, die Trasse nicht den historisch gewachsenen Ortsteil in zwei Teile trennen darf. Doch zu dem jetzt von der CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus gestellten Antrag, der Senat solle sich eindeutig für die Tunnellösung einsetzen, meinte die bündnisgrüne Bundestagsabgeordnete Renate Künast : „Wie die CDU hier versucht, dem rot-rot-grünen Senat die wesentliche Verantwortung für die künftige Entwicklung zuzuschanzen, erinnert schon an den Trick des flüchtenden Diebes, der zur Tarnung ständig ‚Haltet den Dieb, ruft‘.“

Richtig sei: In Lichtenrade selbst zeigen alle Parteien Einigkeit beim Kampf für die Tunnellösung, unterstützen die Bürgerinitiative beim Sammeln von Unterschriften, bei ihrer Klage gegen das Planfeststellungsverfahren der Bahn. Renate Künast: „Auch mein CDU-Kollege Jan-Mario Luczak, immerhin noch der direkt gewählte Bundestagsabgeordnete aus Tempelhof-Schöneberg, gibt vor, die Lichtenrader tatkräftig unterstützt zu haben, verweist dabei gerne darauf, dass er deswegen ja sogar dem Bundesverkehrsministerium geschrieben habe. Doch auf eine positive Antwort wartet er noch immer. Von einem kritischen Nachhaken seinerseits war im Bundestag nichts zu merken. Das liegt wohl daran, dass die politische Verantwortung für das Handeln der Bahn nach wie vor beim Bundesverkehrsministerium mit CSU-Mann Alexander Dobrindt an der Spitze liegt und der ignoriert die Interessen der Lichtenrader beharrlich. Herr Luczak baut mit seinen Briefen ohne Antwort nur potemkinsche Dörfer auf.“

Die Tempelhof-Schöneberger Grünen jedenfalls werden die Lichtenrader auch über die im Juni anstehende Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichtes hinaus bei ihrem Kampf um die Tunnellösung unterstützen, die grüne BVV-Fraktion sich dafür weiterhin im Kommunalparlament stark machen. Die Grünen stehen dabei auch gerne an der Seite der Tempelhof-Schöneberger CDU. Wirklich glaubwürdig wird deren Engagement gegen die Bahnpläne aber erst dann, wenn sie dabei die Verantwortung der CDU/CSU-Bundespolitik benennt. Veröffentlicht am 11. Mai 2017 um 15:06 Uhr.


Antrag der Fraktion der CDU vom 4.5.2017

Teilung Lichtenrades verhindern – Senat muss sich dringend für die Tunnellösung für die Dresdner Bahn einsetzen!

Das Abgeordnetenhaus wolle beschließen:

Der Senat wird aufgefordert, sich gegenüber der Deutschen Bahn AG und dem Bundesverkehrsministerium klar und unmissverständlich für eine Tunnellösung für die Dresdner Bahn in Lichtenrade einzusetzen.

Erforderlich ist ein öffentliches Bekenntnis mit der verbindlichen Zusage, dass Berlin sich an den Mehrkosten der Tunnellösung finanziell beteiligt und trotz der Verzögerungen, die sich aus der teilweise erforderlichen Neuplanung ergeben, den Tunnel will.

Begründung:

Seit über 18 Jahren kämpfen die Menschen in Lichtenrade dafür, dass ihr Ortsteil nicht durch die geplante ebenerdige Trassenführung der sog. Dresdner Bahn in zwei Teile gespalten wird.

Die Bürgerinitiative Dresdner Bahn e.V. setzt sich an der Seite der Lichtenraderinnen und Lichtenrader stattdessen mit Nachdruck dafür ein, dass die Dresdner Bahn im Tunnel geführt wird. Denn für die über 50 000 Menschen in Lichtenrade würde eine ebenerdige Trassenführung bedeuten:

  • meterhohe Schallschutzwände spalten den Ortsteil in zwei Teile,
  • Lärm und Erschütterungen beeinträchtigen die Lebensqualität nachhaltig,
  • die Bahnhofstraße als Lebensader Lichtenrades wird zur Durchgangsstraße und erleidet einen Verkehrskollaps – der dortige Einzelhandel wird existentiell gefährdet,
  • die bisherige Ringbuslinie muss eingestellt werden – viele ältere Menschen sind in ihrer Mobilität erheblich eingeschränkt.

Bei der ebenerdigen Trassenführung müsste für die Bahnhofstraße eine Unterführung gebaut werden. Die Unterführung wird eine erhebliche Steigung des Straßenverlaufes erforderlich machen, was die Querung für Radfahrer und ältere Bürger erschwert. Zudem besteht die Gefahr, dass bei starken Regenfällen die Unterführung durch Regenwasser blockiert wird. Da weitere, bisher bestehende Querungsmöglichkeiten geschlossen werden sollen, wird sich das Verkehrsaufkommen in der (Unterführung) der Bahnhofstrasse und den zuführenden Nebenstraßen insgesamt erhöhen.

Aufgrund der jahrelangen Bauzeit wäre die Bahnhofstraße über Jahre nicht befahrbar, der Verkehr müsste auf die umliegenden Anliegerstraßen verteilt werden. Für die Anwohner stellt dies eine massive Beeinträchtigung ihrer Lebensqualität dar, die wirtschaftliche Existenz der Einzelhändler und Gastronomen in der Bahnhofstraße wäre akut gefährdet.

Vor dem Hintergrund dieser gravierenden Nachteile einer ebenerdigen Trassenführung der Dresdner Bahn durch Lichtenrade war bereits im rot

-schwarzen Koalitionsvertrag auf Drängen der CDU festgeschrieben, dass das Land Berlin sich für eine Tunnellösung einsetzt und auch bereit ist, sich an den Mehrkosten zu beteiligen:

„Das Land Berlin setzt sich beim Bund für eine Tunnelführung der Dresdner Bahn im Bereich Lichtenrade ein, unter Berücksichtigung des entsprechenden Landesanteils.“

Angesichts des im Juni bevorstehenden Urteils des Bundesverwaltungsgerichts bzgl. der Klage von Anwohnern gegen das Planfeststellungsverfahren ist es dringend erforderlich, dass sich der rot-rot-grüne Senat mit entsprechenden Verpflichtungserklärungen gegenüber den Vertragspartnern eindeutig auf die Seite der betroffenen 50 000 Menschen Lichtenrades stellt.

Berlin, den 04. Mai 2017

Graf

Friederici

Bentele

und die übrigen Mitglieder der Fraktion der CDU


 

Presseerklärung der Fraktionen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen in der Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg

Die rot-grüne Zählgemeinschaft setzt sich für Erhalt der Lichtenrader Suppenküche ein. Mit dem Beschluss des Antrags „Erhalt der Suppenküche Lichtenrade“ haben die Fraktionen von SPD und Grünen ein wichtiges Zeichen für die Rettung der Lichtenrader Suppenküche gesetzt. Diese leistet seit vielen Jahren enorm wichtige soziale Arbeit für den Ortsteil.

Der Antrag stellt einen lösungsorientierten und konstruktiven Vorschlag zur Sicherung des Angebotes dar. Entweder an einem alternativen Standort oder durch einen geänderten Nutzungsvertrag kann die Suppenküche gerettet werden. Voraussetzung für den Erhalt im derzeit genutzten Bungalow ist die bauliche Instandsetzung der Immobilie. Neben den baulichen Prüfungen läuft parallel bereits die ergebnisoffene Suche nach alternativen Standorten.

Foto Thomas Moser

Dazu erklären Kevin Kühnert und Marius Feldkamp, jugendpolitische Sprecher der Fraktionen von SPD und Grünen in der BVV Tempelhof-Schöneberg:

„Wir setzen uns für ein Ende der bisherigen vertraglichen Hilfskonstruktion ein. Die dauerhafte Sicherung der Suppenküche mit ihren angedockten Aktivitäten wird durch die Zweckbindung des Vertrags mit der Kirche eingeschränkt. Für eine Umwandlung in eine ‚reguläre‘ Einrichtung der Kinder- und Jugendhilfe wären aus guten Gründen hohe Standards zu erfüllen und die Förderung eines neuen Nachbarschaftszentrums mit einem Schwerpunkt auf Angebote für Kinder und Jugendliche wäre ohne ordentliche Ausschreibung nicht machbar. Die Zwischennutzung der knapp gewordenen Freiräume in Berlin durch Ehrenamtliche ist uns ein wichtiges Anliegen. Leider lassen sich Zwischennutzungen nicht immer so leicht an Ort und Stelle verstetigen. Ehrenamtliches Engagement braucht aber längerfristige Perspektiven, um alle Akteure motivieren zu können. Die jetzige Behelfslösung bietet diese Perspektive für die Suppenküche nicht und es braucht eine neue Grundlage für den dauerhaften Erhalt des Angebots der Suppenküche.“


 

Geschäftsfrau mit Liebe zum Beruf und zur Kundschaft

Lederwaren in Lichtenrade, das ist schon etwas ganz Besonderes! Und das ein ortsansässiges Geschäft 30-jähriges Familienjubiläum feiert, ist ein nicht zu unterschätzender Schatz für den Kiez. Die wohl attraktivsten und buntesten Schaufenster in der Lichtenrade Bahnhofstraße sind die von „Lederwaren Tiedtke“. Die vier Schaufenster präsentieren das große Warenangebot und laden zum Schaufensterbummel ein. Und nun wird richtig gefeiert und die Kundschaft ist dazu herzlich eingeladen.

„Lederwaren Tiedtke“ will gemeinsam mit den Kunden feiern und Katja Tiedtke hat sich einiges einfallen lassen. Neben kleinen Aktionen und einem Gläschen Sekt wird es am 1. Juli 2017 auch einen 30 %-igen Geburtstagsrabatt auf das gesamte Sortiment geben.
500 tiedtke lederwaren 30 lichtenrade 1
Angelika (lks) und Katja Tiedtke
Die Geschäftsfrau Katja Tiedtke, die in Lichtenrade groß geworden und zur Schule gegangen ist, hier ihr Abitur gemacht hat und im Kiez wohnt, erzählt gemeinsam mit ihrer Mutter Angelika Tiedtke, wie alles anfing.

Von der Bretterbude zum attraktiven Fachgeschäft

Angefangen hat es sogar vor über 60 Jahren in der Bahnhofstraße direkt neben dem Graben. Das Lederwarengeschäft, das damals noch ein kleiner Verkaufsladen aus Holz war, wurde von Josef Kulla gegründet.


Und dann zog das Lederwarengeschäft um...:
Tiedtke500 lederwaren 1
Als die heute noch bestehende Ladenzeile im Jahr 1957 in der Bahnhofstraße gebaut wurde, zog das Geschäft von Kulla in den Neubau, in unmittelbarer Nachbarschaft, wo jetzt „Lederwaren Tiedtke“ zu finden ist. Am 1. Juli 1987 trat Angelika Tiedtke vor 30 Jahren die Nachfolge an. In das jetzige Geschäft mit den größeren Geschäftsräumen, nur eine Tür weiter, zog man im März 2003 um. Am 1. Februar 2009 ging Angelika Tiedtke in den Ruhestand und übergab das Geschäft an ihre Tochter Katja Tiedtke. Gemeinsam mit ihrer Tochter, die schon seit Jahren das Geschäft führt, schauen sie nun stolz auf 30 Jahre „Lederwaren Tiedtke“ zurück.

„Lederwaren Tiedtke“ hat für die Kundschaft ein Vollsortiment mit Damenhandtaschen, Kleinlederwaren, Herrentaschen für Beruf bis Freizeit, Rücksäcke und sportive Taschen, Reisegepäck, Einkaufstrolleys und Regenschirme. Hier erhält man eine ganz individuelle und fachkundige Beratung!

Vor 30 Jahren: Angelika Tiedkte übernahm das Lederwarenfachgeschäft und vergrößerte sich

Angelika Tiedtke ist gelernte Lederwaren-Einzelhandelskauffrau. Sie wohnte schon als junge Frau in Lichtenrade, ging am Lederwarengeschäft in der Bahnhofstraße vorbei und sah, dass eine Verkäuferin gesucht wurde und bekam den Job. Als sie ihre Tochter Katja bekam, hörte sie auf zu arbeiten. Sie sagte damals zum Vorbesitzer Josef Kulla: „Irgendwann komme ich wieder und dann mache ich weiter.“ Und genau so war es dann auch.

Ein silberner Teller zur Geschäftseröffnung am 1. Juli 1987
Auch wenn es etwas gedauert hat, kam Angelika Tiedtke 1987 mit 45 Jahren, als die zwei Kinder groß waren, wieder zurück zu Kulla und übernahm das Geschäft. Lachend erzählt Angelika Tiedtke: „Er hat wirklich solange auf mich gewartet.“
Tiedtke500 lederwaren 4 juni88
Dieses Foto entstand im Juni 1988
Nach der Wende hat sie dann noch zwei weitere bekannte Geschäfte von „Handschuh-Porkert“ übernommen. Ein Geschäft südlich von Karstadt in Tempelhof und das vornehmere größere Geschäft in der Kantstraße. Und besonderes in der Kantstraße kamen auch gerne Prominente und Schauspieler einkaufen. In der Zeit fühlte sich Angelika Tiedtke besonders glücklich und im positiven Sinne gefordert.

Besonders wichtig ist für Angelika Tiedtke, dass ihre langjährigen vertrauten Verkäuferinnen Helma Hein und Heidi Garbe erwähnt werden. Diese Erwähnung ist ihr insofern wichtig, weil sie sich um die anderen Geschäfte und um die Einkäufe kümmern musste und zuverlässige Angestellte brauchte. Tochter Katja schwärmt auch von ihrer festen Angestellte Anja Kieffer, die sie heute tatkräftig unterstützt: „Wir sind ein gutes Team!“

Katja Tiedtke lernt Handschuhe lieben und übernimmt das Geschäft

Die jetzige Chefin Katja Tiedtke hat das Gefühl für Lederwaren bei Porkert direkt gelernt.

Stets freundlich: Katja Tiedtke liebt ihre Kundschaft.
Daraufhin angesprochen, ob das auch der Berufswunsch war, erklärt Katja Tiedtke ganz klar: „Nein, überhaupt nicht. Als Kind wollte ich immer Archäologie und Ägyptologie studieren.“ Sie ist gelernte Biologielaborantin und war dann zwischenzeitlich selbständig mit einem Schreib- und Spielwarengeschäft. Sie hatte das zweite Geschäft von Frau Weigel in der Lichtenrader Nahariyastraße übernommen. Als die Mutter dann Handschuh Porkert übernahm, ist die Tochter dort ins Geschäft mit eingestiegen. Sie hat dann vom vorherigen Inhaber Klaus Porkert einen Crashkurs für Handschuhe bekommen. Damals wurden bei Porkert auch selbst Handschuhe gefertigt. Die junge Katja sog alles wie ein wissbegieriger Schwamm auf, was Vorbesitzer Porkert ihr beibrachte. Porkert fragte sie zwei Tage später ab und Katja Tiedtke hatte noch alles parat. Seit der Zeit ist sie die „Handschuhtante“. Heute kann sie neuen Vertretern selbst fachkundige Hinweise rund um Handschuhe geben.

„Damals hat man auch noch Handschuhe getragen. Auch die Herren. Und dann musste es der gute Peccary sein und nichts anderes: gefüttert, ungefüttert, mit Seidenfutter, je nachdem ob für den Übergang oder fürs Autofahren…“ Natürlich kann sie Original und Nachahmer sofort unterscheiden. Diese guten Handschuhe kann man 20 Jahre und länger tragen. Für einen Sciencefiction-Film haben Filmschaffende sogar ganz besonders ausgefallene Handschuhe bei Tiedtkes für damals 15.000 DM gekauft. So etwas weiß Angelika Tiedtke noch sehr genau.

Dann hatte sich die Mode jedoch gewandelt, es wurden nicht mehr die guten Handschuhe getragen. Das Geschäft rentierte sich nicht mehr und wurde aufgegeben. Witzelnd erzählen beiden Frauen, dass in der Kantstraße dann ein Dominastudio einzog. Die Damen des Etablissements haben teilweise die Ware übernommen: „Besonders beliebt waren die langen Lederhandschuhe.“

Im Februar 2009 übernahm Tochter Katja das Geschäft in Lichtenrade. Katja Tiedtke sieht sofort bei den Kunden, welche Handschuhgröße die Kunden brauchen. Ob lange oder kurze Finger, kräftig oder zierliche Hände, die richtige Größe ist schon auf dem ersten Blick garantiert: „Man muss die Kunden erst runterholen von der Hektik: Nehmen sie sich Zeit, das Leder muss warm werden. Es ist eine andere Art der Beratung.“ Auch für den Reporter wurden probeweise sofort die perfekten Handschuhe aus dem großen Sortiment gefischt.

Mag und kennt genau ihre Lichtenrader Kundschaft

Die Erfüllung der Wünsche und zufriedene Kunden liegen Katja Tiedtke am Herzen. Sie kennt genau die Wünsche ihrer Lichtenrader Kundschaft, auch wenn ihr manchmal neue Vertreter was anderes einreden wollen. Das ist auch wichtig, weil sie ihre Ware nicht auf Kommission kauft, sondern direkt bezahlt und dann verkauft. Katja Tiedtke weiß genau, was das Lichtenrader Publikum braucht und mag, ob es die Handtasche für den Alltag oder der Rucksack für den Spaziergang im Feld ist.

Ein besonderer Renner ist der „Lichtenrade-Koffer“ aus der Hauptstadtkoffer-Serie, der das Bahnhofsgebäude mit dem Lichtenrade-Schriftzug zeigt: „Der wird immer wieder gerne als Geschenk gekauft.“ Ausverkauft gibt es bei diesem Hartschalenkoffer nicht, weil der Ersatz ganz schnell wieder im Laden steht. Dies gilt auch für die andere Ware. Auch wenn der Lagerplatz im Geschäft sehr begrenzt ist, kann sie Ware, sollte sie mal ausnahmsweise nicht da sein, schnell bestellen. Übrigens gibt es den Lichtenrade-Koffer in zwei Größen, sowie einen sogenannten Umhänger und einen Rucksack. Das Motiv kann auch jederzeit ausgewechselt werden, was für die Lichtenrade-Fans natürlich gar nicht denkbar ist.
500 tiedtke lederwaren 30 lichtenrade 5
Heute sind Handtaschen und Reisegepäck die großen Standbeine. Es ist immer eine gute Mischung wichtig. Neben eher normalen und praktischen Dingen braucht sie andererseits auch das Besondere, was die Kundschaft vielleicht mal irgendwo anderes gesehen hat. Katja Tiedtke sucht speziell für die Damen modische Taschen aus Spanien oder Italien. Sie bevorzugt deutsche und europäische Produktionen, die ein Lager in Deutschland haben, damit sie schnell an neue Ware kommt. Sie kauft auch bei einem Berliner Designer, die in kleinen Manufakturen ihre Schätze anfertigen lassen. Auf den Messen sieht Katja Tiedtke zum Beispiel Muster und kann dann sagen, in welchen Muster sie die Ware haben möchte. Entsprechend wird dann produziert. Die Autofahrerhandschuhe aus dem weichen Peccary-Leder werden von einem Dresdner Handschuhmacher gefertigt. Das Sortiment ist wirklich reichhaltig: vom schicken Lederhandschuh, der vornehmen oder alltagsbrauchbare Tasche bis hin zum schicken Einkaufswagen.

Katja Tiedtke geht in ihrem Element auf, wenn Kundschaft kommt. Sehr freundlich und bodenständig berät sie die Kundschaft: „Lederwaren sind nicht wie Brötchen verkaufen. Man muss genau wissen, was im Laden ist. Wenn die Kundschaft fragt, muss man die Details aller Produkte gut kennen.“ Man spürt bei der Beratung, dass die Geschäftsinhaberin Menschen mag. Angelika Tiedtke findet ihre Tochter sehr gut organisiert: „Meine Tochter macht das super!“ Wenn Katja Tiedtke gefragt wird, was sie beruflich macht, sagt sie: „Ich mache Frauen glücklich! Aber ich mache auch viele Herren glücklich.“

Einen interessanten Nebeneffekt hat Katja Tiedtke bei sich festgestellt. Seitdem sie auf Messen einkaufen geht, geht sie sonst nicht mehr shoppen: „Mein Jagdinstinkt ist befriedigt!“

Tiedtke ist ein Teil vom Lichtenrader Netzwerk

Katja Tiedtke bringt sich mit viel Engagement für Lichtenrade ein. Sie arbeitet im Gebietsgremium des Aktiven Zentrums Lichtenrade-Bahnhofstraße für die Händler mit, ist in der Händlerinitiative Bahnhofsstraße und im Vorstand vom Unternehmer-Netzwerk Lichtenrade aktiv.

Katja Tiedtke bei der Eröffnung zum 9. Lichtenrader Kunstfenster am 30.9.2016
Beim Lichtenrader Kunstfenster hat sie ganz aktiv mitgemacht, im eigenen Geschäft Künstler präsentiert und zum Beispiel auch Kontakte für andere Geschäftsleute geknüpft.

Sie wünscht sich für die Bahnhofstraße, dass es für alle eine schönere Aufenthaltsqualität gibt und eine etwas größere Rücksichtnahme. Aus tiefster Überzeugung formuliert sie es so: „Es wäre mal schön, wenn die Leute mal drei Schritte weiter denken. Ein Beispiel ist, dass man nicht an der schmalsten Stelle in der zweiten Spur mal eben so parken sollte.“ Sie wünscht sich bei der Alten Mälzerei, dass es ein Kulturzentrum für Jung und Alt wird.

Sie stellt fest, dass sich in den letzten Jahren schon einiges getan hat: „Es wird viel miteinander gesprochen und die Vernetzung ist deutlich besser geworden.“
20170401aprilscherz2017 musik bahnhofstrasse 0
Frau Tiedtke macht immer bei den Aktionen der Bahnhofstraße mit (hier zum "Kein April-Scherz" am 31.3.2017)
Aber Katja Tiedtke kennt auch ein Leben außerhalb der Arbeit und sogar außerhalb von Lichtenrade. Besonders glücklich ist sie, wenn sie mit ihrem zugelaufenen Kater regelmäßig übers Wochenende zum Freund nach Salzgitter fährt.

30 % Rabatt zur Jubiläumsfeier

Am 1. Juli 2017, einen Samstag, will Katja Tiedtke ganz groß feiern und ihre Kundschaft soll mitfeiern. Als größter Clou wird ein 30 %-iger Rabatt auf das gesamte Sortiment gewährt. Natürlich werden dann auch die edlen Handschuhe angeboten. Es wird auch ein Gläschen Sekt gereicht. Und wer die umtriebige Frau Tiedtke kennt weiß, dass sicher auch noch die eine und andere Überraschung zu erwarten seien wird.

Wir freuen uns mit „Lederwaren Tiedtke“ und sagen: Herzlichen Glückwunsch Angelika und Katja Tiedtke!

Thomas Moser

http://www.lederwaren-tiedtke.de

Fotos: Historische Fotos privat; andere Fotos Thomas Moser

Der Lange Tag der Stadtnatur im Bezirk

Wir brauchen auch in der Stadt ein grünes Umfeld zum Leben, Atmen und um Mensch zu sein. Was kann das ganz praktisch bedeuten? Der „Lange Tag der StadtNatur“ soll jährlich daran erinnern, wie viele Potentiale wir in unmittelbarer Nachbarschaft haben. Am 17. und 18. Juni wird in Berlin ein großer Artenreichtum an circa 160 Orten sichtbar gemacht.

Der NaturPark Schöneberger Südgelände zwischen S-Bahnhof Priesterweg und Südkreuz hat viele Angebote, auch für Kinder, im Programm. Das Tempelhofer Feld, der ehemalige Flughafen Tempelhof, ist mit einigen interessanten Aktionen und Führungen natürlich ebenfalls dabei.

Führungen und Angebote für die ganze Familie werden in der Naturschutzstation und im NaturschutzPark Marienfelde von der Naturwacht Marienfelde angeboten. Ob die Marienfelder Vogelwelt, Wildtiere, Heilkräuter oder eine Wanderung durch die Marienfelder Feldmark… hier kann jeder etwas finden. Die Lichtenrader Imker führen am Sonntag in die Welt der Honigbiene, am Lehrbienenstand auf dem Gelände der Naturwacht, ein.

Auch der Volkspark Lichtenrade ist wieder aktiv dabei und zeigt, wie mit viel Engagement ein grünes Idyll geschaffen werden kann. Der Volkspark sucht dringend Nachwuchs, die bei der Pflege des Parks helfen können. Für junge Leute gibt es hier auch viel zum Lernen.
Volkspark Lichtenrade 500
Im Volkspark können Sie übrigens auch die Berliner Abgeordnete Hildegard Bentele (CDU) und die Berliner Abgeordnete Melanie Kühnemann (SPD) treffen:
17. Juni Melanie Kühnemann
18. Juni Hildegard Bentele

jeweils ab 15 Uhr. Unterstützen Sie gemeinsam den Lichtenrader Volkspark!

Teilweise ist für einige Programmpunkte eine Anmeldung erforderlich. Die Details und das vollständige Programm sind hier nachlesen.: https://2017.langertagderstadtnatur.de  

WERDI06 LangeTagStadtNatur2017


 

Ein Bericht vom Lichtenrader Gospelchor: Der Lichtenrader Gospelchor-Dampfer!
Gospeldampfer500 1
Gospeldampfer500 12
Über die Spree, durch die Innenstadt von Berlin, mitten durch den Kirchentag 2017 mit über 100 Leuten auf dem Dampfer, mit dem Lichtenrader Gospelchor samt Band, Publikum, guter Laune und Sonne - das war unser Gospeldampfer am 24. Mai 2017.


Die Idee hatte die Reederei selbst, die einen Beitrag zum Kirchentag in Berlins Mitte leisten wollte. Und genau das wollte der Gospelchor auch. Nach langem Hin und Her war jedoch klar, dass es auf dem eigentlichen Kirchentag weder Bühne noch Auftrittsraum für unseren großen Chor gab, sei es aus Platz- oder Organisationsmangel.Kaum hörte die Reederei von unseren vergeblichen Bemühungen, am Kirchentag aktiv teilzunehmen, meldeten sie sich bei uns und die Idee zum Gospeldampfer war geboren und in Windeseile umgesetzt.Die Begeisterung war auch bei der Evangelischen Kirchengemeinde Lichtenrade sofort geweckt und so konnten wir auf Berlins ersten Gospeldampfer zusammen mit der Reederei Spree-und Havelschifffahrt einladen.

Der Lohn war ein begeistertes Publikum - nicht nur auf dem Boot, sondern auch an den Ufern der Spree.
Gospeldampfer500 11
Winkende und applaudierende Kirchentagsbesucher säumten unseren Weg von der Anlegestelle am Schiffbauerdamm über das Kanzleramt, den Reichstag und wieder zurück bis zum Bodemuseum und der Museumsinsel. Mit der Sonne im Nacken und Berliner Luft im Gesicht hatte natürlich auch der Chor selber unbändigen Spaß - nicht nur beim Singen, auch beim ständigen Winken an die Ufer. Gruß- und Dankesworte richtete der GKR-Vorsitz Birger Marquardt noch direkt an Bord an Publikum und Chor.

Und dann wurde es persönlich: Für die Chorleiterin Juliane Lahner sang der Chor ein ganz besonderes Ständchen mitten im Konzert auf dem Dampfer und bereitete ihr damit einen unvergesslichen Geburtstag.

Das kommt davon, wenn so ein Event am Geburtstag stattfindet, dann dürfen auch die Freudentränen nicht fehlen.
Der Dank des Gospelchores geht bei der Realisierung dieses Projektes natürlich nicht nur an die Reederei Spree-und Havelschifffahrt und die Evangelische Kirchengemeinde Lichtenrade, sondern auch an alle fleißigen Auf- und Abbauhelfer und Tonmeister für die Beschallung - ein spannendes Unterfangen bei den engen Bedingungen auf dem Dampfer - und natürlich an alle Sänger/innen der Gospelfamilie. Ihr habt wieder alles gegeben!

Ein rundum gelungenes Fest auf Berlins erstem Gospeldampfer liegt hinter uns und vielleicht noch die ein oder andere Gospeldampfer-Fahrt vor uns.Denn sowohl Zuschauer als auch die Reederei haben schon nach einem Folgetermin gefragt.

Sie wollen dann auch dabei sein? Informieren Sie sich regelmäßig unter www.Lichtenrader-Gospelchor.de.

Text: Julinae Lahner / Fotos: Lichtenrader Gospelchor


 

Das Urteil zur Dresdner Bahn (Abschnitt Schichauweg-Lichtenrade bis zur Stadtgrenze) beim Bundesverwaltungsgericht in Leipzig wird erst für Mitte Juni 2017 erwartet, aber die Bahn zeigt schon jetzt deutlich, was für ein Ergebnis erwartet wird.
lichtenrade berlin dresdner bahn Mai2015 2
Jedenfalls könnte man es daraus ableiten, dass die Bahn am 30. Mai 2017 die Baugenehmigung für einen weiteren Abschnitt der Dresdner Bahn präsentierte. Dieser Planfeststellungsabschnitt 1 „Marienfelde“ umfasst den Ausbau der Dresdner Bahn zwischen dem Prellerweg und dem Schichauweg.

Der Tagesspiegel spricht am 31. Mai 2017 von „Berlins längste Baustelle“, die laut Überschrift „nach 25 Jahren endlich kommen soll.“ Ob dies tatsächlich alle Anwohner so teilen, mag auf einem anderen Blatt stehen. Mit 8 Jahren ist die Bauzeit veranschlagt. Wie lange es tatsächlich dauern wird, wird die Zeit zeigen. Jedenfalls wird es für S-Bahnnutzer, aber auch für den sonstigen Verkehr, zu erheblichen Einschränkungen kommen.
saentisstrasse sbahn
Beginnen wird es noch 2017 mit dem S-Bahnübergang Säntisstraße, der während der Bauzeit für den Autoverkehr gesperrt werden wird.
buckowerchaussee sbahn uebergang
Der S-Bahnhof Buckower Chaussee wird verschoben. Am S-Bahnhof Schichauweg werden die Eisenbahnbrücken über der Straße erweitert.

Neu gebaut werden auch die Brücken am S-Bahnhof Attilastraße und über den Teltowkanal und über die Großbeerenstraße (B 101). ToM
dresdnerbahn Streckenkarte
Streckenkarte Quelle Deutsche Bahn

Näheres wird in einer Presseerklärung der „DB-Netze“ erläutert:

Das Eisenbahn-Bundesamt hat einen weiteren Planfeststellungsbeschluss für den Ausbau der Dresdner Bahn auf den 16 Kilometern zwischen Berlin-Südkreuz und Blankenfelde erlassen: Die Behörde genehmigte jetzt die Planungen im Abschnitt 1 „Marienfelde“ für den Ausbau der Bahnstrecke auf den 6,3 Kilometern zwischen Prellerweg und Schichauweg. Damit liegen alle Baugenehmigungen für die Streckenabschnitte im Stadtgebiet von Berlin vor.

Im jetzt genehmigten Abschnitt werden, werden zwei Fernbahngleise neben den S-Bahngleisen, die teilweise in Ihrer Lage nach Westen verdrängt werden, aufgebaut. Künftig wird auf den F-Bahngleisen im Stadtgebiet Tempo 160 möglich sein.

Erhalten bleibt die „Tempelhofer Verbindungskurve“ zwischen Südring und Dresdner Bahn, die vom Güterverkehr zwischen Marienfelde und Tempelhof genutzt wird.

Zwischen dem Teltowkanal und Marienfelde werden die Fernbahngleise auf der bisherigen Trasse aufgebaut. Die beiden S-Bahngleise werden nach Westen verschoben.
Attilastr Baustelle2017 1

Ein Wasserrohrbruch sorgte schon im Frühjahr 2017 für wochenlange Sperrungen.
Neu gebaut werden die Brücken über der Attilastraße und dem Teltowkanal sowie über die Großbeerenstraße (B 101) am S-Bahnhof Marienfelde.

Südlich des Bahnhofs Marienfelde wird der Bahnübergang Säntisstraße ersetzt. Die Straße wird künftig unter einer Eisenbahnbrücke hindurch geführt.

Verschoben wird die S-Bahnstation Buckower Chaussee. Die Straße wird mit einer Straßenbrücke über die Bahngleise geführt, die beiden S-Bahnsteige liegen künftig unter der Brücke. Vier Aufzüge führen von den Bahnsteigen auf die beiden Seiten der neuen Straßenbrücke.

Aktuell werden im Straßenbereich Rohre ersetzt...
Am Schichauweg werden die Eisenbahnbrücken über der Straße und über dem Fußgängertunnel um neue Brücken für die beiden Fernbahngleise erweitert. Zum Schutz der Anwohner werden die Gleise überwiegend in einer speziellen Bauweise errichtet, die Erschütterungen deutlich reduziert. Zudem werden rund 10,5 Kilometer Lärmschutzwände errichtet – westlich der S-Bahn, östlich der Fernbahn sowie zwischen den S- und Fernbahngleisen. Darüber hinaus haben zahlreiche Gebäude Anspruch auf den Einbau von Schallschutzfenstern.

Der Planfeststellungsbeschluss wird in den nächsten Tagen vom Eisenbahn-Bundesamt auf der Webseite www.eba.bund.de/planfeststellung veröffentlicht und vom Eisenbahn-Bundesamt öffentlich ausgelegt. Zudem steht der Beschluss auf der DB-Projektwebseite www.dresdnerbahn.de im Bereich „Downloads“ zur Verfügung.

Die Bahn plant, mit ersten Bauarbeiten in diesem Abschnitt noch in diesem Jahr zu beginnen. Erste Baustelle wird der Bahnübergang an der Säntisstraße sein. Hier wird bis zum kommenden Frühjahr bauzeitlich eine Fußgängerbrücke über die Bahngleise errichtet, denn der Bahnübergang muss während der Bauzeit der neuen Straßenunterführung gesperrt werden.

Hintergrund:

Die 16 Kilometer lange Dresdner Bahn zwischen Berlin-Südkreuz und Blankenfelde ist Teil der Bahnverbindung Berlin-Dresden, die bis Mitte des nächsten Jahrzehntes ausgebaut wird, um die Fahrzeit zwischen den Hauptbahnhöfen der sächsischen Landeshauptstadt und der deutschen Hauptstadt auf 80 Minuten zu verkürzen. Zudem ist die Dresdner Bahn Voraussetzung für eine schnelle Schienenanbindung des Hauptstadtflughafens BER. Im Viertelstundentakt soll ein „Airport-Express“ mit einer Fahrzeit von 20 Minuten das BER-Terminal mit dem Berliner Hauptbahnhof verbinden.

Im vergangenen Jahr haben Bund und Bahn einer Finanzierungsvereinbarung für das Projekt abgeschlossen. Die Bauzeit beträgt rund acht Jahre.

Die Baugenehmigungsverfahren für die „Dresdner Bahn“ wurden 1997 eingeleitet. Im November 2015 wurde die erste Baugenehmigung erteilt – für den Abschnitt „Lichtenrade“ vom Schichauweg bis zur Stadtgrenze. Gegen den Beschluss liegen Klagen beim Bundesverwaltungsgericht in Leipzig, das Gericht hat die Hauptverhandlung für Mitte Juni angesetzt.

Mit der Baugenehmigung für den Abschnitt „Marienfelde“ sind die Planfeststellungsverfahren im Land Berlin abgeschlossen. Für den Abschnitt von der Landesgrenze bis Blankenfelde läuft das Verfahren noch. Hier wird in Kürze eine vierte Planänderung öffentlich ausgelegt. Anschließend werden Einwendungen noch im Rahmen der Anhörung erörtert. Ein Beschluss in diesem Abschnitt wird im kommenden Jahr erwartet.

Weitere Informationen – unter anderem Grafiken zum Streckenverlauf – im Internet: www.dresdnerbahn.de und www.deutschebahn.com/bauprojekte

http://www.dresdnerbahn.de/projekt/ueberblick

Alle Fotos: Thomas Moser


 

abendsonne lichtenrade 2017 4




Fotos Thomas Moser


 

Die Seniorenarbeit Tempelhof-Schöneberg, Bereich Hobbygruppen, informiert:

Ehrenamtliche Fahrradleitende gesucht für Senior_innen 60+

Haben Sie Interesse, 2 x monatlich die Fahrradgruppenleitung für eine Fahrradgruppe  8 bis 9 Teilnehmende zu übernehmen?

Die Fahrradgruppe „Tempelhof-Schöneberg“ trifft sich bei fast jedem Wetter.

Termin:           alle 14 Tage dienstags

Zeit:                Beginn 11 Uhr, Dauer ca. 3 bis 3,5 Stunden

Abschluss:      gemütliches Beisammensein zum Kaffee/Imbiss.

Kontakt:

Seniorenarbeit Tempelhof-Schöneberg

Rathaus Tempelhof, Tempelhofer Damm 165, 12099 Berlin

Helga Lepinat

Tel.  030/90277- 4553 Dienstag und Donnerstag 9 bis 12 Uhr

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


 

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok Ablehnen