Auch wenn es Wahlkampfzeit ist und sich die Berichterstattung in der Lichtenrader Internetzeitung parteipolitisch zurückhält, berichten wir von interessanten Veranstaltungen und wichtigen Ereignissen, zumindest wenn sie in Lichtenrade stattfinden.

Zur großen Wahlveranstaltung der CDU Tempelhof-Schöneberg hat der Direktkandidat und jetzige Bundestagsabgeordnete Dr. Jan-Marco Luczak den Abgeordneten Wolfgang Bosbach (65) eingeladen. Dieser Politiker hat sich entschieden, dass er nicht mehr für den Bundestag -dem er seit 1994 angehört- kandidiert. Nach Lichtenrade kam er in den letzten Tagen seiner Amtszeit. Der Saal war mit circa 500 Anwesenden bis zum letzten Platz gefüllt.


Eröffnet wurde die CDU-Veranstaltung von MdB Dr. Jan-Marco-Luczak und vom Vorsitzenden der Berliner CDU-Abgeordnetenhaus Fraktion Florian Graf (MdA).
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Wolfgang Bosbach zog dann innerhalb weniger Minuten die Anwesenden in den Bann. Der Rheinländer und offensichtlich geübter Büttenreden aus Bergisch Gladbach hat den Ritt durch die aktuellen Themen der Politik sehr kurzweilig gestaltet und nahm dabei kein Blatt vor dem Mund. Die Anwesenden waren von den klaren Worten sehr beeindruckt, zumal er zwar parteipolitisch argumentierte, aber dabei seine persönliche Meinung sehr glaubwürdig rüberbrachte.



Einen großen Raum nahm dabei die Flüchtlingspolitik ein. Ein sehr glaubwürdiger Politiker, auch wenn man sicherlich nicht immer seiner Meinung ist und sein muss. Er bringt Themen verständlich auf den Punkt und ist als Redner alles andere als langweilig.

Wir veröffentlichen hier auch treffende Auszüge eines Berichtes von Ed Koch (PaperPress) vom 6. August 2017 über Bosbach und die Sendung mit Michael Kessler (der Link zum vollständigen Bericht ist am Ende dieses Berichtes genannt): „Wolfgang Bosbach ist einer der populärsten CDU-Politiker. Das verdankt er seiner klaren Haltung, die nicht immer kompatibel mit der verordneten Parteilinie ist. Wer gegenhält, macht auf sich aufmerksam. Und so zählt Bosbach zu den häufigsten Talk-Show-Gästen im deutschen Fernsehen. Er lässt sich gern in die Sendungen einladen, verlässt diese aber auch während der Live-Ausstrahlung, wenn es ihm zu dumm wird. Persönlichkeiten wie Bosbach gibt es kaum noch im Parlament. Tut man sich die eine oder andere Debatte an, ist ein erschreckendes Mittelmaß festzustellen, was schon bei den rhetorischen Fähigkeiten beginnt. Ja, früher war alles besser. Das fegten Bundestagsdebatten die Straßen leer wie bei einem Francis Durbridge-Krimi. Kein Fernsehformat kann bis heute Duelle zwischen Strauß und Wehner erreichen. „Kessler ist Bosbach“ ist eine berührende Dokumentation über einen Politiker von Format.“ Eine gute „Werbung“ und Darstellung von zwei überzeugenden „Formaten“: Bosbach und Kessler.

Wolfgang Bosbach kann man im Ruhestand (was vermutlich auch ein Unruhestand werden dürfte) nur alles Gute und besonders Gesundheit wünschen.


Als Abschluss der Veranstaltung wurde, wie immer bei CDU-Veranstaltungen, die Nationalhymne gesungen. WoBo, wie er offensichtlich auch gerne von Freunden genannt wird, signierte mit viel Geduld sein Buch „Endspurt: Wie Politik tatsächlich ist – und wie sie sein sollte“ und stand auch für jede Menge Selfies zur Verfügung.

Eine weitere von allen Parteien geachtete Persönlichkeit hat am 5. September im Bundestag seine Abschiedsrede gehalten. Der Parlamentsvorsitzende Dr. Norbert Lammert, ein ebenfalls sehr glaubwürdiger und beliebter CDU-Politiker, gab dem gesamten Parlament, den Abgeordneten und der Bundesregierung in seiner ebenfalls bekannten offenen und ausgefeilten Art noch einige deutliche Hinweise mit auf den Weg. Lammert und Bosbach sind Politiker, deren klaren Worte man sicherlich in Debatten und Diskussionen noch lange vermissen wird.

Thomas Moser

Der gesamte Bericht Ed Koch - Paper Press - vom 6.8.2017: ist hier nachzulesen:

http://www.paperpress.org/index.php?name=News&file=article&sid=3189&newlang=eng


 

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