Beppo Pohlmann ist einer der Gebrüder Blattschuss, auf dessen Kappe die „Kreuzberger Nächte“ gehen.

Dieses Lied ist ein Ohrwurm und Kneipengröhler, der an diesem Abend in einer besonderen akustischen Version für die Unterstützung vom „Nachbarschaftszentrum-Lichtenrade-Suppenküche“ sorgen sollte. Die Suppenküche hat immer noch die Sorge, dass sie Ende des Jahres ihre bisherige Einrichtung verlassen müssen und ohne Quartier dastehen.

Der Abend mit Beppo Pohlmann fand im Rahmen der beliebten Veranstaltung „Kultur am Mittwoch“ in einer etwas anderen Form statt, denn für einen Mix aus 30 Jahren Liedermacher-Dasein galt es dem Künstler mehr Platz einzuräumen.

Garniert wurde der Abend wieder von der köstlichen Bewirtung und den Leckereien, die mit Schülerinnen und Schülern des Georg-Büchner-Gymnasiums gezaubert wurden.


Die Gäste waren jedenfalls begeistert und amüsierten sich prächtig. Die Lachmuskeln hatten gute Chancen für einen Muskelkater. Beppo Pohlmann stellte sein Soloprogramm „Ich war mal schön“ in der sozialen Lichtenrader Einrichtung am Graben in der Finchleystraße 11 vor. Die besten und witzigsten Songs wurden präsentiert und Beppo Pohlmann erzählte auch manch interessante Geschichte.

So erfährt man, dass die Komikerband „Insterburg & Co“ ein Vorbild für ihn war. Der Song „Da kannste mal sehen, wie die Jahre vergehen“ ist dann auch ein Stück weit Rückschau auf eine lange Künstlerkarriere. In der Programmankündigung hieß es passend: „Beppo zeigt sich ohne Ramba-Zamba, ohne Playbacks, nur mit der akustischen Gitarre, als generationenübergreifender Unterhalter, der Spaß daran hat, anderen Spaß zu machen.“ Seine alten Lieder bekamen teilweise ein Up-Date.


Man spürt den Spaß und die Fröhlichkeit. Zwei Stunden kurzweilige Unterhaltung, wenn der „Rockstar vom Seniorenheim“ los rockt oder sein erstes berlinisches Loblied auf die Bayern singt.

Beppo Pohlmann war seit den 70er Jahren als Liedermacher in den West-Berliner Kneipen unterwegs. Bei vielen Fernsehauftritten und bei Veranstaltungen „zwischen Dorfdisco und Künstler für den Frieden“ tingelte Beppo durch die Lande. Nach Gründung der „Gebrüder Blattschuss“ mit Jürgen von der Lippe und Hans Werner Olm war die bekannte Kreuzberg-Berliner-Hymne natürlich der größte Erfolg. Beppo Pohlmann war am Anfang seiner künstlerischen Karriere eher unter der Bezeichnung „Blödelbarde“ unterwegs. Nach dem heutigen Sprachgebrauch stuft er sich selbst als „Song-Comedian“ und Comedy-Lieder-Macher ein. Pohlmann hat viel in Sachen Comedy gemacht und in diesem Rahmen war er in seiner Künstlerpause auch als „Gag-Autor“ bei RTL unterwegs. Seit 2003 zog es ihn jedoch wieder auf die Bühne und Mix-Shows mit anderen großen Künstlern und auch viele Solo-Auftritte folgten. Heute besucht der Künstler auch gerne kleinere Veranstaltungen, zum Beispiel Vereins- oder Laubenpiepertreffen und auch Geburtstage, und macht dort garantiert Stimmung. Er ist auch noch mit einem Kollegen als „Gebrüder Blattschuss“ unterwegs und muss dann garantiert immer die Kreuzberger Nächte singen.
beppo pohlmann NBZ Suppenkueche Lichtenrade 9
Hier in Lichtenrade kam Beppo Pohlmann und seine Kreuzberger Nächte sehr gut an!

... und der Kiezreporter bekam auch ein  Autogramm :-) ...
Thomas Moser (auch Fotos)

http://www.suppenkueche-lichtenrade.de

http://www.beppo-pohlmann.de

Ergänzende Informationen zur Suppenküche:

Dass die Suppenküche mehr kann, als nur Suppe, zeigt sie seit Anfang 2016 offensiv in ihrem neuen Namen. Mit der Bezeichnung „Nachbarschaftszentrum Suppenküche Lichtenrade e.V.“ wird deutlich, dass die Suppenküche nicht nur ein Angebot für Bedürftige ist, sondern sich ganz bewusst auch für die Nachbarschaft öffnet.

Die Arbeit vom Nachbarschaftszentrum Suppenküche Lichtenrade ist seit zwölf Jahren ein fester Bestandteil bei der Hilfe für Bedürftige in Lichtenrade. Der Andrang bei der Suppenküche ist ungebrochen und Woche für Woche werden durchschnittlich 120 Essen an jedem Sonntag ausgegeben. Gleichzeitig erfolgt eine Lebensmittelausgabe. Die Hilfe in der Not wird auch weiterhin in Lichtenrade dringend benötigt und wird ungebrochen von Bedürftigen angenommen. Die Arbeit in der Suppenküche erfolgt zu 100 % ehrenamtlich. Für die Arbeit sind Lebensmittelspenden die wichtigste Grundlage.

Wer dem Nachbarschaftszentrum Suppenküche helfen möchte, kann dies auf die unterschiedlichsten Arten tun. Ob als Fahrer für die Lebensmitteltransporte, als Küchenhilfe, als Mitorganisator, als Nachhilfelehrer, oder, oder… Die Möglichkeiten scheinen fast grenzenlos zu sein. Ein Anruf und ein persönliches Gespräch zeigen die Notwendigkeiten und Anforderungen auf. Natürlich sind auch immer Geldspenden gerne gesehen. Das Spendenkonto des Fördervereins ist schnell auf der Webseite zu finden.

Die Leiterin Alex Benkel-Abeling erzählt mit viel Engagement von der Arbeit, die sie in der Einrichtung mit vielen Unterstützern meistert. Es arbeiten auch Menschen ehrenamtlich in der Einrichtung, die selbst als Hilfebedürftige die Suppenküche kennengelernt haben. Es werden auch jugendliche Straftäter zur Ableistung von Sozialstunden in der Suppenküche eingesetzt. Schülerinnen und Schüler kommen im Rahmen eines Ethikprojektes des Georg-Büchner-Gymnasiums und lernen so eine ganz andere Seite des Lebens kennen. All diesen Helfern reicht das Nachbarschaftszentrum die Hand. So ist die Suppenküche eine Hilfe für Bedürftige, aber auch ein lebendiger sozialer Austausch für die ehrenamtlichen Helfer.

Als Nachbarschaftszentrum Suppenküche Lichtenrade e.V. wendet sich der Verein seit 2016 neuen Aufgaben und Herausforderungen zu. Ein großes Augenmerk liegt auf der Jugendarbeit, erwähnt seien hier zum Beispiel die Koch-AG in Zusammenarbeit mit dem Georg-Büchner-Gymnasium und auch Selbstverteidigungskurse und Tanzkurse für Kinder.


 

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