Lichtenrade und das Leben im  Jahr 1976

Schauspielerfamilie beamt sich über 40 Jahren in die Vergangenheit: Bandsalat und Telefon mit Wählscheibe

Lichtenrade ist immer gut für eine kleine Geschichte. Und als Taxifahrer kann man viele Geschichten hören. Der Lichtenrader Hagen Kliem, Taxifahrer und CDU-Bezirksverordneter in Tempelhof-Schöneberg, hört schon aus beruflichen Gründen viele Geschichten. Und immer, wenn es um Lichtenrade geht, hört er besonders gut zu. Es könnte ja auch was für ihn als Bezirksverordneter dabei sein und ein neuer Antrag muss für das Bezirksparlament geschrieben werden. Diesmal war es aber nur Tratsch und eine kleine Promigeschichte.

Ein Fahrgast berichtete, dass er im Fernsehprogramm den Berliner Ortsteil Lichtenrade als einen Drehort identifizieren konnte. Und das kommt tatsächlich nicht so häufig vor. Es ging um die Sendung: "Grüße aus ..." - ZDF schickt Prominente auf Zeitreise, die am 11. Juli 2019 um 23 Uhr ausgestrahlt wurde. Darin unternahm der Schauspieler Thomas Heinze mit seiner Familie eine Zeitreise in das Jahr 1976.
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Promo-Foto: obs/ZDF/Martin Valentin Menke
Im ZDF-Presseportal hieß es dazu: Gemeinsam zieht Familie Heinze für ein Wochenende in ein umgestyltes Haus, in dem alles an die Zeit seiner Kindheit erinnert. Die Kameras begleiten die Zeitreise und gewähren sehr persönliche Einblicke in das Familienleben und die Kindheit des prominenten Bewohners.
Insgesamt zwei Tage lebt die Patchwork-Familie Heinze in der Vergangenheit. Dafür wird das Haus komplett auf den Kopf gestellt, damit die Familie so wohnen kann, wie es 1976 üblich war. Für Thomas Heinze und seine Lebensgefährtin Jackie Brown ist es ein Schwelgen in Erinnerungen. Dafür sorgen auch Einspielfilme, die die prägenden Ereignisse und die Musik von damals noch einmal ins Gedächtnis rufen. Für die Kinder Sam, Lucille und Lennon wird das Wochenende zum großen Abenteuer, denn sie erleben die Kindheit ihrer Eltern hautnah. Essensbräuche, Fernsehshows, Klamotten und Technik von gestern führen zu unterhaltsamen Situationen. Wie funktioniert ein Telefon mit Wählscheibe? Kann man Musik auf Kassette auch ohne Bandsalat aufnehmen? Und warum sind die Bilder auf dem Röhrenfernseher schwarz-weiß oder verschneit?
Die größte Herausforderung bedeutet für die Digital Natives aber das Leben ohne Internet und Smartphones. Man darf gespannt sein, wie die Familie mit dieser Herausforderung umgeht. War früher wirklich alles besser?

Und dieses Fernsehformat gab es gleich dreimal: „Insgesamt drei Folgen des neuen Timetainment-Formats wurden/werden im Juli während der Sommerpause von "Markus Lanz" donnerstags um 23.00 Uhr ausgestrahlt. In Folge zwei am 18. Juli 2019 reiste Sängerin Patricia Kelly mit ihrer Familie ins Jahr 1981, und mit Fußball-Legende Pierre Littbarski heißt es am 25. Juli 2019 "Grüße aus 1972". Die Sendungen kann man zurzeit in der ZDF-Mediathek sehen.
Hagen Kliem 2017 moser
Hagen Kliem informierte den Kiez-Reporter Thomas Moser, ob man was Näheres rausbekommen kann. Das war schon eine kleine Herausforderung. Kurz und gut, die genannte Straße, wo das Haus gestanden haben soll, war nicht ganz richtig. Auch kann man dieses Haus als Lichtenrade-Tourist nicht mieten. Hier die Antwort der ZDF-Redaktion auf einige Fragen: „… die "Grüße aus…"-Folge mit Familie Heinze wurde tatsächlich in Berlin-Lichtenrade gedreht, allerdings nicht in der Tutzinger Straße. Für den Drehzeitraum wurde das Haus angemietet und im Stile des Jahres 1976 eingerichtet. Die anderen beiden Folgen wurden an anderen Orten produziert.“

Eine kleine Geschichte, die Lichtenrade auch etwas interessanter macht.

UPDATE: Wolfgang Spranger hat den Drehort erkundet: es ist die Bohnstedtnstr. 11b. DANKE

Thomas Moser

Zurzeit gültiger Link zur Sendung: https://www.zdf.de/dokumentation/gruesse-aus/gruesse-aus-1976-120.html


 

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