Der Boxkampf um die BücherboXX   +++ Ende von Gegendarstellungen und eine persönliche Meinung +++

Diese Anmerkungen von mir sollen klarstellen, dass ich grundsätzlich über das aktuelle Thema BücherboXX keine Gegendarstellungen, Gegen-Gegendarstellungen und weitere Erklärungen mehr veröffentlichen werde. Eine Erklärung, eine Austrittserklärung und eine Art Gegendarstellung sind in der Lichtenrader Internetzeitung veröffentlicht worden. Somit hatten die beteiligten Personen bzw. Gruppen/Initiativen die Möglichkeit ihre Sichtweise zu verdeutlichen. Letztendlich kann sich jeder Lichtenrader nach den Fakten und vorliegenden Äußerungen eine eigene Meinung bilden oder mit den Beteiligten sprechen. Nun muss jedoch aus meiner Sicht Schluss mit Veröffentlichungen sein; jedenfalls auf meinen Plattformen. Sonst geht es immer weiter mit verschiedenen Darstellungen. Und jeder scheint halt so seine eigene Wahrnehmung und Wahrheit zu haben. Empfindlichkeiten wurden berührt und Frust und Ärger ist entstanden. Vielleicht hilft hier eine offene vorurteilsfreie Kommunikation.

Ich setze jedenfalls einen Schlusspunkt. Auch wenn ich letztendlich „nur“ der Überbringer der Botschaften war, war man mit der Art und Weise der Berichterstattung nicht immer zufrieden. Diese Meinung kann man haben und ja, vielleicht hätte man einiges optimieren können. Aber feststellen möchte ich eindeutig, dass ich kein Meinungsführer, kein Sprachrohr, kein Vertreter irgendeiner Gruppe bin… aber ich bin ein Lichtenrader, der auch eine eigene Meinung hat. Daher werde ich hier nur noch aus persönlicher Sicht abschließend folgend einige Anmerkungen machen. Diese Sicht kann man teilen kann oder auch nicht… oder auch einfach nicht weiterlesen.

Erfreulicherweise erreichte mich nach meiner Entscheidung über den Stopp weiterer Stellungnahmen eine Mail, in der auf eine weitere öffentliche Gegen-Gegendarstellung aus ähnlichen Gründen verzichtet wurde. Das könnte ja vielleicht ein Schritt zumindest für ein Gespräch sein.

Meine persönliche Sicht auf die Dinge rund um die BücherboXX

Ich berichtete in der Lichtenrader Internetzeitung erfreut, dass in Lichtenrade probeweise für einige Monate eine Bücherbox aufgestellt werden sollte. Meist positive Kommentare wurden in sozialen Medien veröffentlicht. So weit so schön… oder doch nicht? Dann erreichte mich die Nachricht, dass es im Gebietsgremium Ärger darum gab. Ich war verblüfft, zumal ich mir nicht wirklich vorstellen konnte, wer etwas gegen dieses Projekt, zumal nur auf Probe, haben sollte. Mittlerweile habe ich gelernt, dass es wie wohl immer auf dieser Welt unterschiedliche Sichtweisen und Interessen gibt. So auch hier. Jedenfalls, kurz und gut, es kam nicht zu der Aufstellung dieser besagten BücherboXX. Es gab einen offenen Brief, der zu diesem Ärger aus der Sicht der Initiatoren Stellung nahm und noch einige andere Ärgernisse benannte. Dann gab es einen Rücktritt aus dem Gebietsgremium, der ansonsten vielleicht ein Rausschmiss oder freundlicherweise gesagt eine Abwahl geworden wäre. Und ja, offensichtlich sind etliche Abstimmungen und Vorklärungen der Organisatoren im Gebietsgremium aktuell nicht gelaufen und/oder transparent vermittelt worden. Die Intention schien so zu sein, dass man eine günstige Gelegenheit aufgreifen wollte und lange bürokratische Hindernisse einer Institution umschiffen wollte. Engagiert und anpackend, aber vielleicht nicht allzu geschickt. So meine Außensicht, ohne dabei gewesen zu sein.

Irgendwie fühlte man sich als Gremium (zumindest einzelne Mitglieder) übergangen; teilweise vermutete man eigene Interessen und Gewinnabsichten dahinter. Und das war natürlich ein Stichwort, wo es so richtig abging und die Emotionen und Kränkungen sich hochschaukelten. Gewinnabsichten mit dieser BücherboXX scheinen nach meiner Auffassung nicht auf der Hand zu liegen; eher fallen überschaubare Kosten und Gebühren an. Also wie ich finde eine gute Sache, wo man hätte zugreifen können. Vielleicht gibt es aber auch gute Gründe dagegen, es nicht so zu machen, anders zu organisieren, zu warten oder was auch immer. Mit den unterstellten Gewinnabsichten wurde dann ein „Knopf gedrückt“. Infolge ging es um „altruistische Ziele“ und um eine kritische Sicht auf das Gremium und um mögliche Vorteile. Dies wurde in der Gegendarstellung als üble Nachrede ausgedrückt. Die Veröffentlichung einer Gegendarstellung war für mich selbstverständlich, zumal die andere Sichtweise in gleicher Form die Chance zur Veröffentlichung haben sollte und musste. Diese Gegendarstellung ging mir als Stellungnahme des Gebietsgremiums zu, der zwei Mails von Mitgliedern vorausgingen.

Ich kann nur hoffen, dass die Idee der BücherboXX nicht grundsätzlich gestorben ist, obwohl es auch inhaltlich kritische Stimmen gibt. Nach wie vor wäre doch ein Versuch gar nicht schlecht. Wie ich jetzt gehört habe, soll es eine Bücherbox vielleicht doch bald vom Gebietsgremium geben. Schön wäre es!

Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist der Beste in Lichtenrade?

Schlecht finde ich jedenfalls immer, wenn es besonders im ehrenamtlichen Bereich zu Neid, Missgunst und Selbstprofilierung kommt. Das wird vermutlich jede Seite für sich so ausdrücken. Aber hier empfehle ich einfach etwas Selbstreflektion und Selbstkritik. Man sollte doch das Engagement möglichst vieler Menschen nutzen und dies auch wertschätzen. Und ja, jeder macht es etwas anders. Einige benötigen mehr Strukturen und andere finden genau diese Strukturen schwerfällig und hinderlich. Das Stichwort heißt Integration und Einbeziehung… und nicht Ausgrenzung! Und dieser Apell geht natürlich in alle Richtungen.

Denn Lichtenrade kann sich Ausgrenzung nicht erlauben; sie hilft nie! Ich möchte, dass es mit Lichtenrade weitergeht und möglichst viele Menschen ihre ehrenamtlichen Kompetenzen nach ihren Möglichkeiten und Fähigkeiten einbringen können und dürfen. Normalerweise selbstverständlich, aber es scheint in der Realität -warum auch immer- äußerst schwierig zu sein. Ein gutes Beispiel, wo Einbeziehung von verschiedenen Interessen erfolgreich war und ist, wird sicher bald in der neuen „Alten Mälzerei“ sichtbar. Nur gemeinsam war man da stark! Und Lichtenrade ist ein gutes Beispiel dafür, dass die Ehrenamtlichkeit in vielen Vereinen und Institutionen hoch geschrieben und hochgehalten wird. Gut so!

Auf ein kooperatives, kreatives und lebendiges Lichtenrade, wo es neben Schwarz und Weiß auch weiterhin viel Farbe geben sollte!

Thomas Moser

Ein gutes Beispiel einer BücherboXX am S-Bahnhof Grunewald (Foto Thomas Moser)

LINKS zum Thema BücherboXX:

Bericht zur geplanten Eröffnung: https://www.lichtenrade-berlin.de/news/aktuelle-news-internetzeitung/1439-eine-strassenbibliothek-fuer-lichtenrade-buecherboxx-eroeffnung-am-5-juni-2019

Stellungnahmen der Initiatoren und den Stopp der BücherboXX: https://www.lichtenrade-berlin.de/news/aktuelle-news-internetzeitung/1442-buecherboxx-gestoppt-aerger-und-betroffenheit-bei-initiatoren

Stellungnahme des Gebietsgremiums: https://www.lichtenrade-berlin.de/news/aktuelle-news-internetzeitung/1458-thema-buecherboxx-u-a-stellungnahme-des-gebietsgremiums


 

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