Stellen Sie sich vor: Es ist Ostern und Sie machen mit!
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Liebe Lichtenrader Eltern, Großeltern, Paten, Tanten und Onkel, liebe Kitaerzieher/-innen, liebe Grundschullehrer/-innen,

Sie sind Mutter, Vater oder die Großeltern, unterrichten in der Grundschule oder betreuen Kinder bei einer Tageseinrichtung und die Leidenschaft fürs Malen oder Basteln hat sie gepackt? Dann sind Sie bei uns genau richtig!

Eine Anzahl von Geschäften und Einrichtungen in und außerhalb der Bahnhofstraße belohnt die österliche Bastelarbeit (zum Aufhängen) mit einem Osterhasen aus Schokolade!

Ab April lesen Sie im Lichtenrader Magazin, in der Berliner Woche und auch auf Facebook, um welche Geschäfte und Einrichtungen es sind handelt. Außerdem hängen Plakate in den Schau­fenstern oder Türen der teilnehmenden Geschäfte, die von der Aktion erzählen und dazu ein­laden, die österliche Bastelarbeit dort abzugeben.

WIR SIND DABEI:
Teilnehmer Ostern Bahnhofstrasse 700
Mit dabei ist der Trägerverein Lichtenrader Volkspark e. V. Dort können Sie im April immer mitt­wochs und samstags zwischen 9.00 und 13.00 Uhr Ihre Basteleien bei den Ehrenamtlichen des Volksparks Lichtenrade gegen einen Schokoladenhasen aus dem Fairtrade-Programm eintauschen.

Damit alle ihre Freude daran haben, wird die schöne Bastelarbeit im Geschäft und Park ausgestellt. Wir kommen zum Fotografieren und im Magazin und auf Facebook werden Sie sehen können, wie gut sich die Bastelarbeiten als österliche Dekoration machen.
Osterglocken700
Weshalb Fairtrade?

Die Schokolade der Osterhasen stammt aus dem Fairtrade-Programm. Das bedeutet, dass bei der Herstellung des Kakaos keine Pestizide eingesetzt worden sind und keine Kinder bei der Produktion der Kakaobohnen im Einsatz waren. Das ist uns ganz wichtig! Außerdem werden die Bauern in den Erzeugerländern angemessen, also „fair“ bezahlt, so dass ihre Kinder die Schule besuchen und die Familien ihre Existenz in ihren Heimatländern sichern können. Dazu tragen Sie mit Ihrer Teilnahme an der Osteraktion bei.

Wir finden, das macht Spaß und ist eine gute Sache für alle!

Eine Aktion der Aktionsgemeinschaft Bahnhofstraße e. V. – Family & Friends e. V. – Trägerverein Lichtenrader Volkspark e. V. –

Fon. 305 55 21 / 0178 238 55 21

Die Aktion - Kurz und knapp:

Ostern in der Bahnhofstraße … (auch Nebenstraßen)

Die Aktion
Kinder basteln Osterschmuck oder bemalen Ostereier zum Aufhängen. Sie geben ihre Werke in einem teilnehmenden Geschäft oder Einrichtung ab und erhalten im Austausch einen Osterhasen aus dem Fairtrade-Sortiment.

Der Ablauf
Die Geschäfte, Bank und Einrichtungen hängen die Werke der Kinder vor dem Osterfest in einen Strauch vor ihrem Geschäft oder in Frühlingszweige, die sie hübsch in einer Vase im Schaufenster oder Verkaufsraum arrangiert haben.

Der Hintergrund
Kinder müssen im konventionellen Kakaoanbau arbeiten, statt zur Schule gehen zu können. Sie erleiden Vergiftungen durch Pestizide und Verletzungen durch schwere Maschinen, für deren Bedienung sie aufgrund ihres Alters nicht geeignet sind.

Durch Fairtrade-Standards im Kakaoanbau erhalten die erwachsenen Bauern in Afrika, Lateinamerika und Asien einen angemessenen Lohn für ihre Arbeit, der es ihnen ermöglicht, ihre Familien aus eigener Kraft zu ernähren und so ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen nachhaltig zu verbessern. Ihre Kinder können die Schule besuchen. Pestizide kommen nicht zum Einsatz. Diese Schokolade ist für die Menschen in den Kakaoanbaugebieten, die Natur und Umwelt und für unsere Gesundheit deutlich besser.

Das alles wollen wir unterstützen!
Ab 1. April sind mehr als 1 000 Osterhasen für die Kinder unterwegs. Es darf also reichlich gebastelt werden. Die Ostersträucher stehen bereit, und die Ausstellung kann beginnen. Die Osterhasen aus dem Fairtrade-Programm im Tausch für die Osterbastelei warten auf Abholung!

fairtrade logo Tempelhof Schoeneberg
qrcode Fairtrade Ostern Bahnhofstrasse700


Tempelhof-Schöneberg ist Fairtrade-Bezirk. Warum nicht einmal eine traditionelle Veranstaltung wie Ostern in der Bahnhofstraße in der Bahnhofstraße feiern und dieses christliche Fest unter das Motto auch unter das Motto des fairen Handelns bzw. Fairen Handels, also Fair Trade, stellen und das bezirkliche Anliegen – das seit November 2018 ein berlinweites Anliegen ist, bis nach Lichtenrade zu führen?

Aus diesem Grund sind wir Mitveranstalter der „Aktion. Ostern in der Bahnhofstraße“ in diesem Jahr in unserer Einkaufsmeile. Für die Aktion Weihnachtsbäume hatten wir schon das eine oder andere Mal einen Fairtrade-Weihnachtsbaum zu stehen. Bei unseren Treffen, Sitzungen und Aktivitäten werden selbstverständlich FT-Erzeugnisse (FT = Fair Trade) gereicht und bei unseren Großveranstaltungen „Kunst trifft Wein“ sowie „Wein- und Winzerfest Lichtenrade“ ist die Kampagne an den FT-Ständen auf großes Interesse und Zuspruch gestoßen.

In enger Zusammenarbeit mit den Vereinen Lichtenrader Volkspark und Family & Friends haben wir bereits viele Aktionen ins Leben gerufen oder fortgeführt, darunter die Aktion „Weihnachtsbäume für die Bahnhofstraße“, Lichtenrader Kunstfenster 2016 und nun auch diese Aktion.

Also: „Stellen Sie sich vor: Es ist Ostern und Sie machen mit!“

Persönlich und im Namen der Aktionsgemeinschaft Bahnhofstraße e. V. wünschen wir Ihnen allen

VIEL FREUDE BEI DEN VORBEREITUNGSARBEITEN FÜR DAS BEVORSTEHENDE OSTERFEST!

Hagen Kliem & Angelika Heigl

Vorstand der Aktionsgemeinschaft Bahnhofstraße e.V.
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 Unser Bezirk ist Teil einer weltweiten Bewegung

Tempelhof-Schöneberg darf sich seit September 2016 als „Fairtrade-Bezirk“ bezeichnen. Diesen Titel bekam der Bezirk verliehen, da er die Kriterien einer weltweiten Kampagne erfüllt, die Kommunen dafür auszeichnet, dass sie sich in besonderer Weise um den Fairen Handel verdient machen.
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Ausschnitt Pressefoto
Der Faire Handel ist eine zivilgesellschaftliche Basisbewegung, die sich in Deutschland bereits in den 1970er Jahren entwickelte und seitdem immer größer und professioneller geworden ist. Zu Beginn wurde vor allem von Aktionsgruppen das Prinzip verfolgt, Waren aus dem Süden gegen einen „fairen“ Preis direkt zu importieren und zu unterschiedlichen Anlässen auch direkt zu vertreiben. Daraus entstanden später spezielle Importorganisationen (z.B. die Gepa im Jahr 1975) und spezialisierte Weltläden, in denen nur fair gehandelte Waren angeboten werden. Anfang der 1990er Jahre wurden die Konsequenzen daraus gezogen, dass es trotz allen Engagements nicht gelang, mit diesem Konzept aus einer kleinen Marktnische herauszukommen. In vielen Industrieländern entstanden nun Siegelorganisationen, die zum Ziel hatten, fair gehandelte Produkte  auch in den konventionellen Einzelhandel zu bringen und sie dort durch ein „Fairtrade-Siegel“ für die VerbraucherInnen erkennbar zu machen. Bis heute existieren beide Wege des Fairen Handels nebeneinander: Zum einen der Aufbau und Betrieb von Organisationen, die ausschließlich Fairen Handel betreiben, zum anderen Siegelorganiationen, die dafür sorgen, dass Produkte des Fairen Handels zu Recht das Siegel tragen und im Einzelhandel erhältlich sind.

Die Kampagne Fairtrade-Towns     

Der Verein Transfair e.V. ist der deutsche Partner im weltweiten Fairtrade-Verbund, der für die Standards des Fairtrade-Systems und die Bedingungen der Verwendung des Fairtrade-Siegels verantwortlich ist. Im Jahr 2009 wurde Deutschland Teil der internationalen Kampagne Fairtrade-Towns, die bei der Erfüllung bestimmter Bedingungen den Titel an Kommunen vergibt. In Berlin war der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf der Vorreiter, der bereits im Jahr 2011 damit ausgezeichnet wurde. Neben Tempelhof-Schöneberg haben inzwischen auch die Bezirke Mitte, Pankow, Friedrichshain-Kreuzberg, Steglitz-Zehlendorf und Treptow-Köpenick den Titel erworben. Neukölln ist auf dem besten Wege, so dass in Kürze acht von zwöf Berliner Bezirken für ihr Engagement ausgezeichnet sein werden. Bei dieser Fülle an Aktivitäten war es dann kein Wunder, dass im November 2018 die gesamte Stadt Berlin ebenfalls den „Titel Fairtrade-Stadt“ erhielt.
fairtrade logo
Die Anforderungen der Kampagne sind:
* Die Kommune verabschiedet einen Beschluss zur Unterstützung des Fairen Handels und Bewerbung um den Titel.
* Eine Steuerungsgruppe wird gebildet, die die Aktivitäten vor Ort koordiniert. Diese Gruppe besteht aus mindestens drei Personen aus den Bereichen Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft.

* In Einzelhandelsgeschäften und bei Floristen sowie in Cafés und Restaurants werden mindestens zwei Produkte aus Fairem Handel angeboten. Die notwendige Anzahl von Anbietern richtet sich nach der Einwohnerzahl.

* Produkte aus Fairem Handel werden in öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Vereinen und Kirchen verwendet. Darüber hinaus werden Bildungsaktivitäten zum Thema Fairer Handel umgesetzt.
* Die örtlichen Medien berichten über die Aktivitäten.

Heute haben weit über zweitausend Kommunen in aller Welt diese Kriterien erfüllt und kooperieren auf regionaler Ebene sowie auf internationaler Basis, um ihr kreatives Engagement für den Fairen Handel ständig weiter zu entwickeln.

Ostern – besser mit fairer Schokolade

Das Fairtrade-System hat im Laufe der Jahrzehnte vom  Kaffee über Tee bis zu Fußbällen und Textilien immer mehr Produktgruppen einbezogen und bei den jeweiligen Produzentengruppen zur Stabilisierung der Lebens- und Arbeitsbedingungen beigetragen. Fairtrade ist das einzige Zertifizierungssystem mit einem verpflichtenden Mindestpreis. Er dient als Sicherheitsnetz gegen die Schwankungen des Weltmarktpreises. Immer wieder gibt es aber auch Entwicklungen im internationalen Handel, die eine Anpassung des Systems erforderlich machen. So brach seit 2017 der Kakao-Weltmarktpreis um mehr als ein Drittel ein. Die Folge: dramatische Einnahmeverluste für viele Kakaobauern.  Fairtrade erhöhte deshalb den Mindestpreis und die zusätzlich gezahlte Prämie um jeweils 20 Prozent. „Für Fairtrade war die Erkenntnis ein Schock, dass viele Kakao­bauernfamilien in Westafrika auch innerhalb des Netzwerks unter der absoluten Armuts­grenze leben. Die 20 Prozent höheren Preise sind ein Schritt, um raus aus dem roten Bereich kommen zu können“, erklärte Jon Walker, Kakao-Verantwortlicher bei Fairtrade Interna­tional: „Auch die Fairtrade-Prämie haben wir erhöht. Die Kooperativen nutzen dieses Geld, um ihre Organisation zu stärken, für Direktleistungen für die Bauern und Gemein­schaftsprojekte. Zu unserem ganzheitlichen Ansatz gehört außerdem unter anderem, dass wir Kakaobauern schulen, Qualität und Produktion zu steigern.“    

Auf der gerade stattgefundenen Süßwarenmesse in Köln erkannte auch die Süßwarenbranche, dass der Preisverfall bei Kakao ihre eigene Lieferkette bedroht und geht zunehmend Kooperationen mit dem Fairtrade-System ein.  Das zeigt sich auch in den steigenden Absätzen von fairem Kakao, die 2018 ersten Hochrechnungen zufolge um 35 Prozent auf rund 50.000 Tonnen Kakao zunahmen. Der Marktanteil liegt damit etwa bei zehn Prozent. Offensichtlich ist hier noch viel „Luft nach oben“ - weshalb auch kreative Aktionen wie die Osterhasen-Aktion in Lichtenrade enorm wichtig sind, um immer mehr Menschen mit diesen Zusammenhängen bekannt zu machen und sie in die Lage zu versetzen, die Welt auch beim täglichen Einkauf ein Stück gerechter zu machen!

Volkmar Lübke (Sprecher der Steuerungsgruppe Fairtrade-Town Berlin)


 Fotos Thomas Moser


 

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