Unter dem Motto „Der Bär ist los in Lichtenrade!“ präsentieren sich im Rahmen vom "Lichtenrader Kunstfenster" im September 52 Künstlerinnen und Künstler

Zum 11. Mal präsentiert sich vom 1. bis 29.9.2018 das Lichtenrader Kunstfenster in 47 Geschäften, Institutionen und bei Dienstleistern der Bahnhofstraße und in der näheren Umgebung. 52 Künstlerinnen und Künstler präsentieren ihre verschiedenartigen Werke.

Eine gut besuchte Vernissage

Die Vernissage im Cato-Bontjes-van-Beek-Haus der Stadtindianer/Hort Shanúù in der Mellener Straße war ein großer Erfolg. Der große Raum reichte nicht für die vielen Gäste. So mussten auch auf der Terrasse viele Besucherinnen und Besucher ein Plätzchen für sich suchen.


Schöne Musik und eine sehr ansprechende Fotopräsentation zeigte die Künstler und eine Auswahl von ihren Werken.

Als Gastgeber begrüßten von den Künstlern Sylvia Zeeck und Horst Zeitler, sowie von Händlerseite Katja Tiedtke die Gäste. Katja Tiedtke war von so vielen Besuchern der Vernissage überwältigt.

Katja Tiedtke (2.v.lks) prästentiert ihre Künstler...(Iks. Sylvia Zeek, 2.v.re Annette Rider und Jürgen Eichler
lichtenrader kunstfenster moser 2018 18
lichtenrader kunstfenster moser 2018 19

Sie selbst präsentiert in ihrem Geschäft drei Künstlerinnen und Künstler: Annette Rider (Malerei), Sylvia Zeeck (Malerei und Kratzbilder) und Jürgen Eichler mit 3-D-Aufnahmen.

Das Duo Gaby Weber-Wagnitz (Querflöte) und Uli Zeitler (Klavier) sorgten bei der Vernissage für die musikalische Untermalung und für eine inspirative Stimmung. Mit einem reichhaltigen Buffet wurden die Gäste bewirtet und es wurden Spenden als Dank für den Hort gesammelt, der seine Räume kostenfrei für die Vernissage zur Verfügung stellte.

Eine Mitmach-Fotoaktion fand an einer von Sylvia Zeeck gestalteten Fotowand statt.

Kunstmeile in der Bahnhofstraße und noch ein Stück mehr!
Die Geschäfte ziehen sich über die gesamte Bahnhof- und Goltzstraße. Aber die Kunstwerke-Meile startet schon vor der S-Bahn in der Wünsdorfer Straße bei „Friesecke Passende Versicherungen“ mit der „Haus-Künstlerin“ Liane Matia. Im Restaurant/Pizzeria Principessa zeigt Ute Lempp ihre Malerei und im BlumenEck in der Hilberstraße zeigt Petra Wündisch ihre Bilder. Weiter geht es dann zur Edith-Stein-Bibliothek in die Briesingstraße, in der zu den Öffnungszeiten gleich vier Künstlerinnen und Künstler ihre Werke präsentieren. Auch etwas abgelegen wird Kunst im Bürgerbüro der Abgeordneten Melanie Kühnemann-Grunow (MdA; SPD) in der John-Locke-Straße 19 präsentiert.

Hier zeigt Künstler Harald Domagalla in seinen Kunstwerken, dass er ein ganz besonderer Eisenbahnfan ist. Es sind jedoch die eingeschränkten Öffnungszeiten zu beachten. Auf der anderen Seite der Bahnhofstraße endet die Kunstmeile in der „Wolleria“ am Kirchhainer Damm mit der Künstlerin Erika Winterstein (Malerei und Objekte) und bei der Wilhelm Lingsch KG (Beginn Lichtenrade Damm) mit der Malerei von Marianne Fehr. Viel Kunst im Kiez, nah und alltäglich greifbar.
Eindrücke von Schaufenstern in der Bahnhofstraße...
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Auf dieser Übersicht sind einige kleine Lücken, die mittlerweile gefüllt sind...
Ausschließlich ehrenamtliche Organisation und wie alles entstand

Das 11. Lichtenrader Kunstfenster wurde in diesem Jahr erstmals ausschließlich ehrenamtlich und unabhängig von einem achtköpfigen Team, bestehend aus drei Geschäftsleuten (Anneliese Friesecke, Astrid Klein, Katja Tiedtke) und fünf Künstlern (Liane Matia, Dorothea Paschke, Manfred Raß, Sylvia Zeeck und Horst Zeitler) organisiert. So versprechen sich die Organisatoren eine persönliche Nähe zu den Künstlern und mehr Flexibilität in den Vorbereitungen. Doch blieb es bei dieser Unabhängigkeit nicht aus, dass auch Gelder für die Werbung, die Plakate und für die Vernissage benötigt wurden. Daher gab es erstmals eine Teilnahmegebühr von 10 Euro pro Künstler. Die Veranstalter haben hautnah gespürt, dass in eine solche Veranstaltungsreihe viel Kraft und Energie gesteckt werden muss. Aber es hat sich gelohnt!

Dieses Event ist aus Lichtenrade gar nicht mehr wegzudenken und schreibt mit seinen jährlich wechselnden Organisationsteams schon ein wenig Geschichte. Ursprünglich wurde das Kunstfenster in Lichtenrade und Tempelhof gemeinsam vom Bezirksamt unter der Leitung von Wilfried Postier (der ehemalige Leiter des Heimatmuseums Tempelhof/Mariendorf) organisiert. Als Wilfried Postier 2009 verstarb, fiel das Kunstfenster in einen siebenjährigen Dornröschenschlaf. Dann wurde es 2016 wieder wachgeküsst. Mit einem engagierten Team aus Veranstaltern, Geschäftsleuten und Künstlern erblühte das Event zu neuem Leben. Während 2016 und 2017 noch eine finanzielle und werbetechnische Unterstützung vom Bezirk und dem Aktiven Zentrum Bahnhofstraße dem Event auf die Beine half, organisieren nun im dritten Durchlauf Künstler und Geschäftsleute autonom diese Veranstaltung.

Vielfältige Malereien, Grafiken, Collagen, Fotografien, plastische Werke zum Beispiel aus Holz oder Pappmaché, Porzellan, Schmuck und Kunstdrucke können im September in den Schaufenstern der Geschäfte bestaunt und auch erworben werden. Die teilnehmenden Künstler kommen überwiegend aus Lichtenrade oder den angrenzenden Bezirken. Einige Künstler konnten aus Ihrem „Schattendasein“ herausgelockt und motiviert werden. Nun werden ihre beachtlichen Werke der Öffentlichkeit präsentiert: „Lassen Sie sich überraschen, wie viel Kreativität im Süden der Stadt zu entdecken ist.“

Begrüßten von Künstlerseite die Gäste: Horst Zeitler und Sylvia Zeeck
„Über Monate wurde dynamisch, fröhlich und sehr einig organisiert,“ berichten die Veranstalter. Bewerbungsbögen wurden entworfen, das Plakat gestaltet, Künstleraufrufe getätigt, Geschäfte angeschrieben und abgelaufen, Geschäftsleute wurden motiviert, Künstler vermittelt, Anrufe entgegengenommen: „Es wurde hoffentlich dafür gesorgt, dass alle zufrieden sind.“ Ein besonders aufmerksamer Spaziergang durch Lichtenrade wird im Monat September ein echter Kulturlustgang. Abschließend ist zu sagen, dass natürlich die Künstler gerne auch ihre Werke verkaufen.

Thomas Moser (alle Fotos)


 

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