Kita-Plätze sind Mangelware... Aber trotzdem gute Aussichten an der Alten Mälzerei

Auch Lichtenrade wächst und benötigt Betreuungsmöglichkeiten für die kleinsten Mitbewohner. Von der bezirklichen CDU-Fraktion stellte kürzlich Christian Zander einen Antrag, dass im Rahmen des Bebauungsplans für das Gebiet rund um die Alte Mälzerei ein Kitastandort zu entwickeln ist: „Die Bezirksverordnetenversammlung ersucht das Bezirksamt, im Rahmen der Aufstellung des Bebauungsplans B 7-87 für das Gebiet rund um die Alte Mälzerei Lichtenrade darauf hinzuwirken, dass in dem Planungsgebiet ein Kitastandort mittlerer Größe seine Heimat finden kann.“

Um es vorweg zu nehmen: Es sieht jetzt dort mit den Kita-Plätzen gut aus.

Aus den Bauplanungsunterlagen/Siehe auch Link in der Lichtenrader Internetzeitung
In der Begründung des Antrages wurde ergänzend ausgeführt: „Die wenigen Kitaplätze, die im Zusammenhang mit der Bebauung an der Nuthestraße geschaffen wurden, sind längst belegt. Nun werden in den nächsten Jahren die meisten Wohneinheiten in der Nuthestraße von Familien bezogen. Auch neben der Mälzerei sollen ca. 180 neue Wohnungen geschaffen werden, so dass der zusätzliche Bedarf an Kitaplätzen mit den vorhandenen Kapazitäten nicht aufgefangen werden kann.“

Der Antrag wurde jetzt im Jugendhilfeausschuss (JHA) am 25. April 2018 behandelt.

In dieser öffentlichen Sitzung erläuterte der Eigentümer der Alten Mälzerei Thomas Bestgen (UTB Projektmanagement), dass die UTB bei eigenen Baumaßnahmen notwendige Kita-Plätze immer selbst baut, da dies für sie zur urbanen Entwicklung von Wohnquartieren gehört. Eine Verpflichtung für Kita-Plätze beim Neubau der geplanten Wohneinheiten, die direkt auf dem Mälzerei-Gelände geplant sind, umfasst circa 23 Plätze. Diese Größe ist für Kita-Betreiber schwierig wirtschaftlich zu betreiben. Thomas Bestgen erklärte im JHA, dass sie den Bau für eine Kita darüber hinaus mit circa 40 bis 60 Plätzen planen.

Thomas Bestgen hat schon rund um die Planung der Entwicklung des Mälzerei-Geländes gezeigt, dass die UTB eng mit dem Aktiven Zentrum in Lichtenrade, der Bevölkerung und mit dem Bezirksamt zusammenarbeitet und auch auf Wünsche im kulturellen Bereich eingegangen ist. Bei Kita-Standorten besteht die praktische Schwierigkeit, dass festgelegte Außen- bzw. Freiflächen immer nur abgetrennt für die Kita vorgehalten werden müssen. Dies wird dann auch umgesetzt, ist jedoch bei einem Gelände, das sich im Rahmen einer urbanen Entwicklung für die gesamte Bevölkerung öffnen soll, nicht ganz einfach.

Neben der Mälzerei wird in der Nuthestraße auch schon jetzt gebaut, sodass sicher die Kita-Plätze schnell belegt sein werden. Große Flächen, wie von Kleingärtnern und dem ehemaligen Campingplatz, sind für weitere Baumaßnahmen schon freigeräumt. Formal wurde der Antrag der CDU vertagt. Da sich jedoch der Antrag mit den Ausführungen von Thomas Bestgen erledigt haben dürfte, ist mit der Rücknahme des Antrages zu rechnen.
maelzerei blume2016
Vernetzung Jugendamt und Polizei und Entspannung am Gemeinschaftshaus

Auf Initiative der Regionalleitung des Jugendamtes fand am 17. April 2018 in der Briesingstraße ein Vernetzungstreffen mit dem neuen Leiter des Polizeiabschnitts 47, Herrn Gottfried und weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Abschnitts in einer „ausgesprochen offenen und kooperativen Atmosphäre“ statt. Im Mittelpunkt des Austausches standen Fragen der Vernetzung im Rahmen von Präventionsarbeit, bei Jugendkriminalität und Meldungen häuslicher Gewalt (Kinderschutzmeldung). Besonders intensiv betrachtet wurden die Rolle des Regionalen Sozialen Dienstes sowie der rechtliche Hintergrund bei Hausbesuchen im Rahmen von Kinderschutz und bei Inobhutnahmen und eine gegebenenfalls erforderliche Unterstützung oder Schutz durch die Polizei bei der Durchführung. Zeitnah sind weitere Vernetzungstreffen, Abstimmungsrunden zu den einzelnen Themen angedacht.

Nach Informationen des Kiezreporters hat sich auch die teils angespannte Situation rund um das Gemeinschaftshaus Lichtenrade entspannt. Einige Jugendliche sorgten kürzlich für Unruhe. Durch pädagogische Maßnahmen und klaren Regelsetzungen ist es jetzt ruhiger geworden. Der nächste JHA im Mai  soll möglichst im Lichtenrader Gemeinschaftshaus stattfinden (noch nicht bestätigt).

Thomas Moser


 

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