Eine Anfrage der CDU-Bezirksverordneten Britta Schmidt-Krüger bezieht sich auf die seit mehreren Wochen anhaltenden Belästigungen von Gästen/Nutzern des Gemeinschaftshauses durch eine Gruppe Jugendlicher (auch während der Schulzeit) am Gemeinschaftshaus Lichtenrade. Aus diesem Grunde wurde ein Objektschutz eingesetzt! Die Jugendlichen sollen dem Jugendamt und den Jugendeinrichtungen bekannt sein.

"Weshalb in der Verlängerung von Öffnungszeiten der Jugendfreizeiteinrichtungen ein adäquates Angebot zur Abhilfe gesehen wird, bleibt unklar," meint der CDU-Bezirksverordnete Christian Zander. "Schließlich berichten die Seniorenfreizeitstätte und die Jugendeinrichtung am Gemeinschaftshaus, dass die Jugendlichen auch während der Schulzeit dort ihr Unwesen treiben und behaupten, sie hätten später Schule oder Unterricht sei ausgefallen. Eine Ausweitung des Angebots in den Jugendeinrichtungen ist zwar grundsätzlich begrüßenswert, doch müsste hier geprüft werden, ob eine aufsuchende Jugendarbeit das geeignetere Unterstützungsangebot wäre."

Beantwortung des Bezirksamtes (Jörn Oltmann, Bezirksstadtrat und stellv. Bezirksbürgermeister)
gemeinschaftshaus lichtenrade 042017
Archivaufnahme aus  April 2017 (Foto Thomas Moser)

Zu 1. Ist dem Bezirksamt bekannt, um welche Gruppe Jugendlicher es sich handelt, die seit einigen Wochen für Zerstörungen und Belästigungen am Gemeinschaftshaus Lichtenrade sorgt?

Ja. Nach vorliegenden Erkenntnissen handelt es sich um eine Gruppe von ca. 10 Jugendlichen, die in verschiedenen Jugendfreizeitheimen der
Region erscheinen und auch dort bekannt sind.

Einige dieser Jugendlichen sind auch dem Regionalen Sozialen Dienst bekannt; in mindestens zwei Fällen gab es einen direkten Austausch sowohl mit dem Regionalen Sozialen Dienst als auch der Jugendgerichtshilfe.

Zu 2. Welche Anstrengungen gab es außer der Beauftragung eines Objektschutzes seitens des Bezirksamtes z.B. über das Jugendamt, um Kontakt mit den bis zu 15 Jugendlichen aufzunehmen und die Konfliktlösung zu betreiben?

Vor dem Hintergrund der Konfliktsituation haben die Einrichtungen der Region ihre jeweiligen Angebote präventiv so koordiniert, dass die vorhandenen Personalressourcen möglichst optimal genutzt werden können. So wurden zwischen dem Jugendcafe in Alt-Lichtenrade und dem Kinder- und Jugendhaus des Gemeinschaftshauses die Öffnungszeiten nochmals abgestimmt. Das mobile „Team Outreach“ hat gegenwärtig diese Region verstärkt im Focus.

Nachfragen
1. Welche Vorfälle und Vandalismusschäden in welcher Höhe sind bislang aktenkundig geworden und sind diesbezüglich Strafanzeigen gestellt worden?

Folgende Vandalismusschäden sind aktenkundig:
- in der Turnhalle des 3. OG des Gemeinschaftshauses wurden drei Feuerlöscher komplett entleert. Für die Reinigung der Turnhalle entstanden Kosten in Höhe von 484,00 €. Die Ausgaben für die Neuanschaffung von drei Feuerlöschern betrugen 317,00 €.
- In den Außenanlagen des Gemeinschaftshauses wurde die Kellerschachtabdeckung demontiert und in den offenen Schacht geworfen. Für die entsprechenden Reparaturen und zusätzlichen Sicherungsmaßnahmen entstanden Aufwendungen in Höhe von 167,00 €.
- Für die Beseitigung diverser Graffitis innerhalb und außerhalb des Gebäudes entstanden bisher Kosten in Höhe von 5.200,00 €.
- Für die Beseitigung von Vandalismusschäden an Fenstern wurden bisher Ausgaben in Höhe von 800,00 € geleistet.
Diese Vandalismusschäden wurden beim zuständigen Polizeiabschnitt angezeigt.

Seitens der SE FM wurde am 14.02.2018 ein Vor-Ort-Termin initiiert, an welchen u.a. Vertreter des Jugendamtes, des Sozialamtes, der Polizei und des beauftragten Sicherheitsunternehmens teilnahmen, um organisatorische Einzelmaßnahmen abzustimmen.




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