Die Jahrespressekonferenz der Bezirksbürgermeisterin von Tempelhof-Schöneberg, Angelika Schöttler, fand am 28. Februar 2018 statt. Besonders werden in diesem Bericht die Lichtenrade-Aspekte hervorgehoben.

Treffend beschreibt Ed Koch von PaperPress die ersten Eindrücke. Einige Auszüge davon: Das Ambiente der Jahrespressekonferenz von Tempelhof-Schönebergs Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler (SPD) kann angenehmer nicht sein. Sie empfing die Vertreter der Lokalpresse an der mit Snacks und Informationen reich gedeckten ovalen Tafel in der Bibliothek des Rathauses Schöneberg. In diesem Raum gehen die Kamerateams ein und aus, eignet er sich doch besonders für historische Filme.
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Foto Ed Koch
Einen Film gab es zu Beginn der Pressekonferenz auch zu sehen. Das Rathaus Schöneberg verfügt über einen mittelgroßen Filmsaal, wie überhaupt die Räume in diesem Haus sehr repräsentativ sind. So zum Beispiel auch der Goldene Saal, früher Sitzungsraum des Berliner Senats.

Tourismus mit Insidertipps für den Bezirk nutzen

Gezeigt wurde der inzwischen zweite Tourismusfilm mit dem Titel „Hidden Tracks“, was auch auf Deutsch interessant klingen würde, nämlich wörtlich übersetzt „Versteckte Spuren.“ Der Film präsentiert, ohne Worte, also auch für Touristen aus aller Welt einsetzbar, den Bezirk „als das, was er unbedingt ist: Vielseitig, leben- und liebenswert.“ Der Film wird künftig auf der Internetseite des Bezirks http://www.berlin.de/ba-tempelhof-schoeneberg/ zu sehen sein. Er soll die Besucher mit „kulturellen Highlights, historischen Informationen und Insidertipps versorgen.“  Bei diesem Film ist auch Lichtenrade ein Bestandteil.

Tempelhof-Schöneberg stehe für einen „sanften Tourismus, der sich im Einklang mit der Wohnbevölkerung versteht. Die Bilder sind mit einem eigens komponierten Soundtrack unterlegt und stützen die visuellen Botschaften des Films.“ Produziert hat den rund fünfminütigen Streifen die Filmproduktion Schmitt Pictures. Die Musik und der Soundtrack stammen von Hendric Bünck.

LINK zur bezirklichen Tourismusseite.

Zum aktuellen Film auf YouTube: LINK

Schon ab 2019: „Alte Mälzerei“ – ein Kulturstandort mit Lehr- und Suppenküche

Behandelt wurden die wichtigen Themen des Bezirks. In diesem Bericht werden besonders jedoch die Aspekte von Lichtenrade hervorgehoben. Beim Thema Bauen nannte sie eine Reihe von Vorhaben. So  fanden die Planungen rund um die „Alte Mälzerei“ einen besonderen Augenmerk. Hier wird regelmäßig auch in der Lichtenrader Internetzeitung von www.lichtenrade-berlin.de berichtet.

Zum Thema Mälzerei sagt Angelika Schöttler konkret: „Derzeit finden konkrete Flächenabstimmungen zwischen Bezirk und Vermieter statt, um noch in diesem Jahr mit den baulichen Maßnahmen beginnen zu können. Für  2019 ist dann unter anderem der Einzug von Bibliothek, Musikschule, Volkshochschule, Lehr- und Suppenküche sowie ein Experimentarium vom Jugendmuseum geplant. Im Experimentarium soll Kindern und Jugendlichen das Thema Ernährung, Gesundheit und Umwelt spielerisch nahegebracht werden.“
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Foto Thomas Moser
Andere wichtige Bauaspekte in der Nachbarschaft wurden angesprochen: beispielsweise der „Marienpark“ und das Ullsteinhaus in Mariendorf, der Tempelhofer Damm der „Wirtschaftsraum Süd“ mit den Unternehmensnetzwerken Motzener Straße, Südkreuz und Großbeerenstraße.

Neue Mitte Tempelhof – Rund um das Rathaus Tempelhof

Einen Bereich hebt PaperPress besonders hervor: „Einen ganz dicken Hammer hat der Bezirk rund um das Rathaus Tempelhof vor. „Neue Mitte Tempelhof“ heißt das Projekt deren komplette Fertigstellung für 2026/2027 vorgesehen ist. Allein für das Beteiligungsverfahren ist ein Zeitraum von 2018 bis 2025 geplant. Sage niemand, dass Politiker nicht über eine Legislaturperiode hinausdenken können.
Bildmontage Neue Mittel Tempelhof
BA T-S
Im Zuge der Maßnahmen für die neue Mitte Tempelhofs werden die in der Götzstraße vorhandenen Gebäude des Polizeiabschnitts 44, des Stadtbads und der Bibliothek neu gebaut und danach die alten abgerissen.“ Der Baubeginn für die neue Polizeiwache ist für 2021 geplant, der Baubeginn des Stadtbads  und des Kulturbaustein mit Bibliothek  für 2022, und die Rathauserweiterung für die Jahre 2024 und 2025. Durch den Abriss alter Gebäude wird der Bau von circa 500 neuen Wohnungen ermöglicht.

Personal – Ein schwieriges Thema

Wichtig ist für den Bürger immer die Leistung, die direkt bei ihm ankommt.

Angelika Schöttler weiß, dass es ohne mehr Personal und Büroflächen nicht geht: „Eine leistungsfähige und bürgernahe Verwaltung benötigt qualifizierte und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie moderne Büroräume.“ Langfristig hat der Verwaltungsstandort Rathaus Tempelhof das größte Potential und soll im Rahmen des Projekts „Neue Mitte Tempelhof“ umfassend erweitert werden.

Die Leistung für den Bürger hängt also mit Personal zusammen. Dies ist im Bezirk eher ein Kapitel mit Nachholbedarf: 193 Stellen sind nicht besetzt, die meisten davon, 39, im Jugendamt, und 29 im Sozialamt. 1.652 Stellen gab es im Januar 2017 in der Bezirksverwaltung, ein Jahr später 1.697. PaperPress bringt es wohl auf den Punkt: „Von einer Einstellungswelle kann nicht gerade gesprochen werden. Das Hauptproblem scheint die Vergütung zu sein, und die große Konkurrenz in Berlin durch Senat und Bund. Wenn man den Zusammenbruch, vor allem im Jugendamt, vermeiden will, muss man sich dringend etwas überlegen. Es gibt viel zu tun.“

Lastenfahrräder auch für die Lichtenrader Bahnhofstraße?

Interessant werden kann für Lichtenrade noch ein wegweisenden Pilotprojekt mit der DB Schenker AG. Es geht um die Einrichtung eines alternativen Lastenverkehrs mit Lastenfahrrädern. Dieser zentraler Baustein des neuen Konzepts wird für den Tempelhofer Damm überlegt.  Es beinhaltet die Einrichtung eines provisorischen Fahrradstreifens und von Logistik-Hub-Standorten im näheren Umfeld, wo Waren gelagert und umgeladen werden können. Der Einsatz von Lastenfahrrädern wird  durch moderne Exemplare möglich, die Europaletten transportieren können.

Als Einsatzort des alternativen Lastenverkehrs bietet sich auch die Bahnhofsstraße in Lichtenrade an und wird im Rahmen von Aktives Zentrum geprüft.

Thomas Moser


 

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