Dieter Hallervorden als Diener in einer Commedia dell’arte-Komödie

Mit „Mosca und Volpone“ bringt das Schlosspark Theater erstmals eine Komödie in der Tradition der Commedia dell’arte auf die Bühne. In der Regie von Thomas Schendel spielt Hausherr Dieter Hallervorden den Diener Mosca. Premiere ist am 2. Dezember 2017.

1606 vom englischen Bühnenautor Ben Jonson, einem Zeitgenossen von William Shakespeare, als „Volpone“ verfasst, wurde die Komödie als „Mosca und Volpone“ von Stefan Zweig überarbeitet. Das Schlosspark Theater spielt dieses Stück in einer neuen Fassung von Thomas Schendel.

Dieter Hallervorden, der seit der Wiedereröffnung im September 2009 schon in mehr als 10 Produktionen auf der Bühne seines Schlosspark Theaters stand, spielte zuletzt die Hauptrolle in Gerhart Hauptmanns Drama „Vor Sonnenuntergang“ (Premiere Januar 2016) – ein großer Kontrast: „Nach Charakterrollen wie Matthias Clausen in Hauptmanns ‚Vor Sonnenuntergang‘ verlangt die Rolle des Mosca den totalen Komödianten in verschiedenartigsten Facetten. Mich reizt diese Abwechslung.“

MOSCA UND VOLPONE Pressemotiv mini c DERDEHMEL Urbschat
DERDEHMEL-Urbschat

An Hallervordens Seite spielen Schauspieler, die dem Publikum des Schlosspark Theaters bereits in verschiedensten Rollen bekannt sind: Franziska Troegner („Misery“ u.a.), Anja Gräfenstein (als Anja Boche in „Der Bürger als Edelmann), Mario Ramos („Minna von Barnhelm“), Karsten Kramer („… Charles Spencer Chaplin“), Jonathan Kutzner („Einfach tierisch“), Oliver Nitsche („… Charles Spencer Chaplin“ u.v.a.), Georg Tryphon („Ein seltsames Paar“). Zum ersten Mal auch als Schauspieler am Schlosspark Theater zu sehen ist Thomas Schendel, der zugleich Regie führt, wie schon so oft im Team mit Ausstatterin Daria Kornysheva. Musikalisch untermalt wird die Komödie durch konzertante Einspielungen von Jacques Offenbach.

Dieter Hallervorden genießt die Proben: „Man erkennt bereits klar, dass die Besetzung – natürlich von mir abgesehen – wirklich erstklassig ist. Der Regisseur Thomas Schendel strotzt geradezu vor Ideenreichtum und Phantasie. Es deutet vieles darauf hin, dass hier (toi toi toi) ein möglicher Erfolg heranreift.“
Zum Inhalt: Volpone, ein vermeintlich reicher Venezianer, ledig und ohne Nachkommenschaft, lässt durch seinen Diener Mosca ausstreuen, dass er im Sterben liege. Bald schon stellen sich „alte Freunde“ ein, die sich ihm durch kostbare Geschenke in Erinnerung rufen. Die Erbschleicher wollen sich gegenseitig mit ihren Zuwendungen übertrumpfen. Selbst eine Ehefrau wird zum Bettgeschenk und Volpone greift zu. Alle wollen ihn beerben und Volpone nimmt sie aus. Jedem einzelnen verspricht er, ihn zum Alleinerben zu machen und lässt Mosca die Fäden ziehen. Turbulenzen sind unvermeidlich: Eifersucht, Rache, Gericht, Zähneklappern und Todesangst. Mosca versucht zu retten, was zu retten ist, aber Volpone bekommt den Hals nicht voll. Die Katastrophe nimmt ihren Lauf: Volpone muss außer Landes fliehen. – Wer erbt nun am Schluss das liebe Geld? Und was macht er wohl damit?

„Mosca und Volpone“ von Stefan Zweig, frei bearbeitet von Thomas Schendel nach dem Stück „Volpone“ von Ben Jonson

Premiere : 2. Dezember 2017, 20 Uhr, Schlosspark Theater Berlin Weitere Vorstellungstermine Dezember 2017 bis Mai 2018.